Claras Allerleiweltsgedanken

Blumen gegen verrohte Sitten

28 Kommentare

Gestern habe ich beobachtet, wie ein Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene und Hupe versucht hat, an einem Auto vorbeizukommen. Der machte und machte keinen Platz. Zum Glück konnte der Krankenwagen dann rechts ausweichen.

Ich konnte es mir nicht verkneifen, den Fahrer durch das geöffnete Fenster zu fragen: „Wo haben Sie denn ihren Führerschein gewonnen?“

Plötzlich ging das hintere Fenster runter und ein Mann brüllte mich an: „halt’s Maul, Alte und verfatz dich. Sonst poliere ich dir deine Fresse.“

Das ist gelebter Berliner Charme. Da lasse ich mich doch glatt weg von meinen Dahlien auf der Fensterscheibe beruhigen, wenn ich schon nicht in den Britzer Garten gehe.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

28 Kommentare zu “Blumen gegen verrohte Sitten

  1. Schade, dass du keine Blumenvase dabei hattest. Die hätte man auf seinem Schädel zertrümmern können… 😉

    Gefällt mir

  2. Kennzeichen vermerken, gleich mal doppelte Anzeige: Wegen Behinderung des Krankenwagens und Beleidigung.
    Ich finde, solche Leute müsste man ständig in ihre Schranken weisen.

    Gefällt mir

  3. Wenn ich länger überlege, hätte ich den Brüllkerl angelacht und ihm Kusshändchen zugeworfen, so als Gegenstrategie und um ihn aus dem Takt zu bringen, den Fahrer hätte ich gefragt, dass er das sicher nicht absichtlich mache…hätte, hätte…
    Mutig war das von dir!

    Gefällt mir

    • So viel Großmut kann ich nicht aufbringen, wenn ich angebrüllt werde.
      Je mehr ich darüber nachdenke, komme ich zu der Erkenntnis, dass der junge Mann am Lenkrad relativ unschuldig war, weil er unfähig war zu handeln. Schlimm war nur der von der Rückbank. Besonders schlimm, wenn es sein Vater gewesen ist. Ich glaube, dem jungen Mann war es peinlich.

      Gefällt mir

  4. Früher hätten wir bei solcherlei Antworten von unseren Eltern ein paar hinter die Ohren bekommen. Aber wer will denn dem mittelalten Herrn noch Benehmen beibringen *seufz*
    Gut, dass du dich mit deinen schönen Blümchen beruhigt hast, wo du doch sicher am liebsten … 😉

    Ganz liebe beruhigende Grüße zu dir …

    Gefällt mir

    • Hallo, heutzutage scheint das anders zu sein. Die Mütter drücken ihren kleinen Kindern im Kinderwagen schon ein Smartphone in die Hand, damit sie in Ruhe in ihrem Smartphone rumdaddeln können. Da bleibt nicht viel Zeit für Erziehung.
      Schade dass mein Fenstereinbau nicht heute passiert, sondern sich verschoben hat. Die Fensterfolien für das Küchenfenster sind nämlich heute schon angekommen. Eigentlich sollten Sie erst nach dem 16. kommen. Es wird später gezeigt werden.
      Liebe Grüße mit meiner Handy Kommunikation

      Gefällt mir

  5. Moin Clara. Ja, schlimm. Und doch frage ich mich, ob es die nicht schon immer gab, die grundsätzlich gegen alles sind, was den Anschein von Obrigkeit hat. Und sei es ein Krankenwagen auf Einsatzfahrt. EIN KRANKENWAGEN AUF EINSATZFAHRT? Nein, ich glaube, das gab es damals denn nicht. Wahrscheinlich sind diese hirndegenerierten Typen dann aber auch die ersten, die als Betroffene nach dem Krankenwagen schreien und sich lauthals beschweren, dass er so lange braucht. Aber was willst du gegen diese Fälle von sozialer Inkompetenz und geistiger Inkontinenz machen? Wenn die kognitive Leistungsfähigkeit solcher Menschen gen null tendiert, dann hilft auch kein Arzt mehr und kein Apotheker,
    Rege dich nicht auf, genieße die angefangene Woche 😉

    Gefällt mir

  6. Da hätte ich mal wieder nur den Kopf geschüttelt und wäre weiter gegangen. Deine Zivilcourage bewundere ich. Heutzutage muss man ja Angst haben, dass man sofort verprügelt wird, wenn man mal eine „negative“ Bemerkung macht.

    Gefällt mir

  7. Genau richtig gemacht. Solchen Menschen muss man klar die Meinung sagen. Rettungswägen den Platz versperren geht gar nicht. Dass eine dumme Antwort kommt, passt leider ins Bild. Anstand und Respekt sind heutzutage leider Mangelware. Gut, dass Du jetzt Deine schönen Blumen an den Fenstern hast, die Dich immer aufheitern und mit wahrem Charme zu überzeugen wissen 🙂
    Komm gut in die neue Woche 🙂

    Gefällt mir

    • Hallo Mallybeau, schon um halb sieben am Computer? Das kann nur daran liegen, dass du am Abend einige Zeit mir gegenüber im Vorteil bist, weil du eher in der Horizontalen liegst.
      Wie ich schon bei den anderen zwei Kommentaren schrieb, war es ja gar nicht der Fahrer, der aggressiv geworden ist, sondern offentsichtlich sein hinten sitzender Vater. Der „Junge“ am Lenkrad war vielleicht noch so jung (und unerfahren), dass er nur in Begleitung eines Erwachsenen fahren durfte. Aber offensichtlich haben die ihm auch nicht die richtigen Ratschläge erteilen können, was er machen soll, um dem Rettungswagen Platz zu machen.
      Egal wie – dieses Problem wächst sich ja auf Autobahnen bei Unfällen auch immer mehr zur Katastrophe aus, weil gegenseitige Rücksichtnahme offenbar zum Fremdwort geworden ist.
      Heute will ich mir Azeton zum Tasten säubern und einen weißen dünnen Lackstift kaufen. Dann muss ich mir nicht wieder eine neue Tastatur kaufen, nur weil fast alle Buchstaben nicht mehr lesbar sind.
      Herzlich die Clara

      Gefällt 1 Person

  8. Selbstverständlich ist die Reaktion von dem Kerl unter allen Gürtellinien, aber mal unter uns Pastorentöchtern, welche Antwort hätten Sie erwartet?
    „Entschuldigen Sie gnädige Frau, das ich hirnloser Asozialer am Straßenverkehr teilnehme, werde mich umgehend entsorgen!“
    Das hat nichts mit Berliner Charme zu tun, solche „Menschen“ gibt es überall, und zwar von Tag zu Tag mehr.
    Es fällt schwer, aber am besten, man ignoriert sie völlig.

    Gefällt mir

    • Lieber Heinrich, am schönsten finde ich Ihre Passage: „… aber mal unter uns Pastorentöchtern“ -willkommen im Club!
      Meine Augen sind ja auch nicht mehr die jüngsten und erst aus der absoluten Nähe habe ich erkannt, dass der Fahrer noch sehr jung war. Neben ihm saß eine mittelalte Frau und hinten saß eben dieser mittelalte Mann, der mich so angefaucht hat. – Erst im Nachhinein habe ich mir so gedacht, dass der junge Mann, der eigentlich einen sehr zerknirschten Eindruck gemacht hat, nur in Begleitung eines Erwachsenen fahren darf, weil er noch nicht 18 ist. Hinten das war vielleicht sein aggressiver Vater. Wenn er sich den zum Beispiel nimmt, dann wird er auch einer der unendlich vielen hoch aggressiven Autofahrer.
      Gestern habe ich eine Meldung gelesen, wie ein Radfahrer in Berlin einen Notarztwagen und einen Krankenwagen so behindert hat, dass diese nicht an ihm vorbei fahren konnten, weil er stur in der Mitte der Spur geblieben ist – trotz Martinshorn. Das soll aber ein Nachspiel haben.
      Sie haben ja Recht – leider werden diese aggressiven Menschen immer mehr – Deutschland verroht – und ich bin so unendlich froh und glücklich, dass mich mein kaputtgefahrenes Auto vor mehr als zwei Jahren aus dem Straßenverkehr heraus katapultiert hat.
      Ihre Antwortzeit lässt auch nicht auf einen ruhigen und zeitigen Nachtschlaf schließen.

      Gefällt 1 Person

  9. Wenn ich so etwas lese oder höre, dann nimmt es mir immer die Luft zum Atmen.
    Deine Fensterblumen sind wirklich schön. Zum Ende des Sommers bringt Herr E. oft einen Strauß von seinen Lieblingsdahlien aus dem Garten mit. Sie sind auch schön, aber sterbend. Ich mag das eigentlich nicht.
    Liebe Clara, trotz der Unfreundlichkeit und Respektlosigkeit aus dem Auto heraus wünsche ich dir eine gute und ruhige Nacht.

    Gefällt mir

    • Liebe Gudrun, ich bin immer mittelschwer entsetzt, wenn ich lese, dass Menschen gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte vorgehen – was geht in solchen Menschen vor? Sind der Frust und die Wut wirklich schon so groß in den Menschen, dass sie gegen alles Amok laufen? – Das stimmt mich mehr als bedenklich. Ein ruhiges, friedliches und zufriedenes Land ist Deutschland wohl schon lange nicht mehr.
      Ich liebe Dahlien – deswegen gefallen mir die drei Vasen am Fenster – auch im Winter. – Ich bin auch nicht so sehr für Blumensträuße zu haben, deswegen mag ich lieber Topfpflanzen.
      Liebe Morgengrüße zu dir – hier muss man abgehärtet sein, sonst wäre der Nachtschlaf jede Nach durch etwas gestört.

      Gefällt mir

Beim Schreiben eines Kommentars werden Mailadresse (die mM nach auch weggelassen werden kann) und IP-Adresse von WP erfasst. Ich werde diese Daten nicht weitergeben. Auf die Nutzung von WP habe ich keinen Einfluss. -

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s