Claras Allerleiweltsgedanken

Vorfristige Planerfüllung zum 3. Adventssonntag

30 Kommentare

Immer wieder mal dieses alte DDR-Vokabular!!! Wer redet hier schon von Planerfüllung??? Und dann gar noch von „vorfristig“ oder zu einem Adventssonntag! Wenn ich mir unseren Stand im Vergleich zur restlichen Welt so ansehe, sind wir in mancher Beziehung ganz schön ins Hintertreffen gelangt.

Als ich mich mit meiner vorfristigen selbstbeschenkten Weihnachtsgabe näher beschäftigte, hätte ich an manchen Stellen heulen können – nicht wegen der 4 Kugeln, die zu Bruch gegangen sind, sondern wegen der Ursache, weswegen sie mir aus den Händen gefallen sind. Manchmal denke ich, dass das Händezittern ein Symptom für Parkinson sein könnte – aber mein (schlechter) Hausarzt hat es abgestritten. Informiere ich mich auf den zahlreichen Seiten darüber, komme ich allerdings selbst ins Grübeln. – Auf dem Foto sind nur die Scherben von einer Kugel – ich habe die Scherben von jeder Kugel einzeln zusammengefegt.

Aber jetzt mein Geschenk – ich habe schon lange mit einem Weihnachtsbaum geliebäugelt – kein so traditioneller mit echten oder unechten Nadeln, grün oder weiß bestäubt – sondern mehr so ein Symbol von einem Weihnachtsbaum. Meine Nachbarin rief mich an und meinte, dass sie im Baumarkt etwas gesehen hat, was mir vielleicht gefallen könnte. Also habe ich mich fix auf die Füße gemacht – gesehen und gekauft – also die 2G-Regel eingehalten, die in Baumärkten = Waren des täglichen Bedarfs – absolut nicht nötig sind – Maske reicht.

Zuerst habe ich das Baumgestell auf die Erde vor die Balkontür gestellt und die ersten Kugeln angehängt. Mit den ebenfalls gekauften Aufhängern gab es null Probleme – nur gefiel mir die Variante nicht. Außerdem bekomme ich bald rauchenden Besuch – und der will und muss auf den Balkon – also kein Baum vor der Balkontür, sondern neuen Standplatz suchen.

Der Platz auf dem Fensterbrett vor dem nicht beklebten Fenster erschien mir passend. Mir war jedoch das „Gestell“ noch zu wenig kugelgeschmückt. Offenbar ergaben die schon hängenden Kugeln eine „Last“, denn der Baum stand so wacklig, dass Absturzgefahr bestand. Also mussten Pflanzen in schweren Übertöpfen das Gleichgewicht sichern.

Und dann kam ich auf die Idee, die Kugeln an silbernem Kräuselband aufzuhängen, damit ich sie länger oder kürzer anhängen kann. Und dieses glatte Band ist mir durch die Finger geflutscht, dass es keine wahre Freude, sondern purer Ärger war. Doch zum Glück waren rote Kugeln im Baumarkt keine Mangelware 🙂 😉

Den Platz unter der einen Blumenbank habe ich für das Aufstellen der Krippenfiguren genutzt. Ursprünglich wollte ich sie nicht aufstellen, aber auch in ihr sehe ich mehr das mütterliche Erbe als die Darstellung des Weihnachtsgedankens. Ich denke, so kann jetzt alles bis nach dem 6. Januar bleiben – es nadelt nichts, es streut nichts und das Fensterbrett wird nicht dringend für andere Sachen benötigt.

Da ich die großen Kugeln für den Baum brauchte, habe ich ganz schnell das silberne Rundtablett neu dekoriert.

Als ich mit allem fertig war, hatte ich das Gefühl, dass mir die Haare ganz schön zu Berge stehen – und Augenringe habe ich, als wenn ich drei Nächte durchgefeiert habe – dabei bin ich so grundsolide.

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch!

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

30 Kommentare zu “Vorfristige Planerfüllung zum 3. Adventssonntag

  1. Ah….jetzt weiß ich was Du meinst mit dem ähnlichen Baum. Sehr schick! Monochrom finde ich aus klasse.
    Wunderbar stimmungsvoll bei Dir.
    Diese Lichter sind einfach das allerschönste an Weihnachten. Man darf nach Herzenslust kitschen.
    Hab ne schöne Woche!

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  2. Dieser Baum ist wirklich ausgesprochen hübsch. Und auch der Platz den du gefunden hast, ist perfekt. Richtig schön weihnachtlich sieht es bei dir aus. Und die wirren Haare zeugen eben von dem vielen was Clara Tag für Tag so macht.

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    • Danke, liebe Mitzi, dass du es darauf schiebst, dass ich so viel mache, und nicht auf einen wirren, sauerkrautartigen Kopfinhalt.
      Ich hänge derart hinterher, dass ich dich schon drei Folgen nicht gehört habe – unverzeihlich von meiner Seite aus, du verzeihst mir das allemal.
      Da du relativ schnell liest, merke ich, dass es mich doch mehr anstrengt als ich mir zugestehen will.
      Ich drücke dich trotzdem ganz doll.

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      • Liebe Clara, erstens stehen ja noch eine Weile drin und zweitens ist es ja auch keine Verpflichtung. Es gibt also gar nichts zu verzeihen. Im Gegenteil, gut dass du das mit der Schnelligkeit gesagt hast. Denn ich glaube das stimmt tatsächlich. Wenn ich ins Leere hinein lese und niemanden dabei anschaue und keine Reaktion habe, dann werde ich tatsächlich schneller. Das für heute ist schon vorbereitet, aber morgen passe ich mal drauf auf, dass ich nicht so schnell werde. Ganz liebe Grüße

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  3. Auch wenn es bei uns nicht ohne echten Baum geht, Deiner gefällt mir auch! Mach Dir mal nicht allzu große Sorgen… wenn was runterfallen lassen ein Zeichen für Parkinson wäre, hätte meine Ehehälfte die Krankheit im Endstadium 🙂 Bei ihm nenne ich es einfach Paddeligkeit.
    Hab einen schönen 3. Advent.

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    • DANKE! Das einzige, was ich an einem echten Nadelbaum vermisse, ist der Geruch. Wenn man am Ende der Standzeit den Baum durch das Fenster entsorgen kann, weil der Weg nach unten nicht weit ist und keine Passanten getroffen werden können, falls der Wind die Flugbahn beeinträchtigt, dann ist das Entsorgen leicht. – Wenn es aber bedeutet, danach Fahrstuhl, Treppenhaus und anderes zu fegen, weil überall Nadeln liegen, dann will ich das nicht.
      Ich meine nicht die vielen (unabsichtlich) umgestoßenen oder runter geworfenen Sachen. Aber hier habe ich mich konzentriert und aufgepasst wie ein Luchs – aber die Hände zittern zum Teil wie bei jemand im Delirium tremens. Allerdings zittern bei Parkinsonkranken die Hände im Ruhezustand, bei mir nur dann, wenn ich etwas mit Feinmotorik ausführen will.
      Ist halt so und kann ich wahrscheinlich nicht mehr ändern.
      Dir und euch auch gemütliche Adventsgrüße

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  4. Manchmal wünsche ich mir die „Planerfüllungsnachrichten“ zurück. Darf man das sagen? Nachrichten sind jetzt Krieg, Katastrophen, Mord und Vergewaltigung (was haben die verdammt noch mal in den Nachrichten zu suchen?), und schwarze Zukunftsaussichten.
    Freut mich, dass du so gut im Plan stehst. Und ohne ein wenig Mühe (und zu Berge stehende Haare) kam noch keiner auf die „Straße der Besten!“. LG und schönen dritten Advent, wünscht Anke

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    • Hallo Anke, das ist doch – bezogen auf die Planerfüllung – ein wirklich sachkundiger Beitrag. Diese damaligen Nachrichten waren ja zum Teil auch weit neben der Wahrheit angesiedelt, aber sie waren auf jeden Fall nach oben geschönt. Na gut, vielleicht sind heute die Fallzahlen und schlimmere Nachrichten auch nach oben „geschönt“, um strengere Maßnahmen zu rechtfertigen.
      Du sagst es, die sogenannte „Aktuelle Kamera“ – so hießen doch wohl die 20:00 Uhr-Nachrichten – war nicht so von schrecklichen Ereignissen durchzogen wie heute die Tagesschau. Vielleicht lag das daran, dass man keine Reporter in die Kriegsgebiete entsendet hat – oder, wenn doch – dann deren Berichte hinter Verschluss gehalten hat. Hätten sich die sowjetischen Länder untereinander so in der Wolle gehabt wie jetzt, wäre das nicht für das gemeine Volk verbreitet worden. Also hat man folglich ruhiger gelebt.
      Am meisten gelacht habe ich über den Begriff „Straße der Besten“ – ich muss gleich noch mal googeln, WAS genau damit gemeint war. Mir ist so, als wenn es die nur in sehr großen Betrieben oder Kombinaten gegeben hat.
      Deine Gravatargelbblume strahlt richtig von meinem Bildschirm.
      Vorweihnachtsgrüße zu dir von Clara

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      • Danke! Genau, die gab es wohl in den Betrieben, weiß auch nicht, warum mir dieser Begriff so im Kopf geblieben ist, obwohl ich ja damals noch nicht mitgekämpft habe, am „Dein Arbeitsplatz, dein Kampfplatz für den Frieden.“ 😉

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  5. Das Bäumchen gefällt mir, wäre auch etwas für mich. Bei mir hängen nur ein paar Kuglen, mehr habe ich nicht dekoriert.

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    • Ein Psychologe, Psychotherapeut oder eine Seelenkennerperson würde vielleicht oder eventuell die richtigen Schlussfolgerungen ziehen, warum ich mit dem Dekorieren so übertreibe.
      Ich sage jetzt einfach mal: Die meisten Sachen waren da und den Platz dafür habe ich auch – und bald kommen auch Leute, die das hoffentlich „bewundern“ oder zumindest positiv kommentieren.

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  6. Da hast Du ja wirklich zugeschlagen. Ein perfekter Clarabaum. Und allemal besser als ein echter, der nach ein paar Tagen lieblos in den Müll geschmissen wird. Also festlicher kann man eine Wohnung wohl kaum dekorieren. Deine coole Punkerfrisur steht Dir gut. Könnte doch Dein neues Outfit werden 🙂
    Ich wünsche Dir einen gemütlichen dritten Advent in Deiner kugelrunden Weihnachtswelt 🙂
    Liebe Grüße

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  7. Ein wunderhübsches Christbäumchen. Ungewöhnlich. Mit dem gewissen Extra. Sieht ein bisschen nach einer futuristischen Mondrakete aus. Deine Frisur wie kurz nach dem Start… 😉
    Der Countdown läuft… bis zum 6. Januar. Das müssten in etwa 2.160.000 Sekunden sein. Also, jetzt schon ein paar weniger…
    Ich wünsche einen gelungenen dritten Adventsonntag 🕯️ 🕯️ 🕯️

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    • Du nun wieder, lieber Ösi – dein Kommentar ist vielleicht nicht futuristisch, aber auf jeden Fall extravagant. Mein Weihnachtsbaum startet in den Weltraum und landet auf dem Mond, um dem Mann im Mond auch eine Freude zu machen. MIR gefällt diese Idee – bloß ob das den Kugeln gefallen wird, ich fürchte, der Baum kommt dann kugellos auf dem Mond an und es hängen nur die Aufhänger an den Strippen – der Scherbenregen verglüht hoffentlich im Weltraum.
      Aber mit meiner Frisur lege ich Protest ein – wenn es kurz nach dem Start wäre, dann hätte ich ja keinen Raumanzug mit dem dazugehörigen Helm auf – da überlebe ich doch den Flug nicht. – Es ist kurz nach der erfolgreichen Landung und ich bin glücklich über die erfolgreiche Mission.
      „Fies“, wie ich sein kann, habe ich das mit den Sekunden nachgerechnet. Na gut, ich habe den heutigen Tag und den 6. Januar voll mitgerechnet – ich komme auf 2.246.400 Sekunden – also ist deine Größenordnung so etwas von richtig – du bist unser Mathegenie, doch sicher war es wie bei mir auch dein Taschenrechner.
      Bei mir wird sich heute nicht groß etwas abspielen oder zusammenbrauen oder gar -rotten.
      Drittadaventsgrüße zu dir!

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  8. Das zweite Foto vom eleganten Bäumchen gefällt mir gut, weil es mir von dir erzählt, weil man dich sieht. Schönes Event. Was meinte der rauchende Besuch dazu?

    Gefällt 2 Personen

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