Claras Allerleiweltsgedanken

Künstlerkarriere könnte beginnen …

19 Kommentare

… wenn ich irgendetwas künstlern könnte 🙂 😉

Kurz nach dem Einzug sah es in meiner roten Küche so aus:

Die Kirschen im Eis strahlten ihre rote Farbe in die Umgebung und geschenkte Karten besserten den roten Farbeindruck noch auf. – Aber ihr wisst ja, der Zahn der Zeit lässt Farben verblassen – die Katzendamen saßen auf einem ausgeblichenen Sofa und die Kirschen sahen nicht mehr appetitlich aus.

Beim Fenstereinbau wurde es auch noch beschädigt, so dass ein Erneuerungsgedanke Platz in meinem Dekohirn nahm. Und dann begann der Tag, an dem Myriade kam, sah und siegte. Ich sah das Bild in ihrem Blog und wusste gleich und sofort, dass sich das in meiner Küche sehr gut machen würde. Das erste Bitt-Geplänkel verlief auf ihrem Blog, doch sie verkauft ihre Bilder nicht. Recht hat sie, ich würde mich auch nicht von meinen „Kindern“ trennen, wenn ich nicht wie van Gogh am Hungertuche nagen würde.

Ihr Angebot: Sie schickt mir eine hochwertige Datei und ich kann dann damit machen, was ich will.

Als ich die Kirschen vom Rahmen entfernte, lachte mich ein tadelloser Rahmen in 40 x 40 an. Ich hätte also nur eine Leinwand spannen müssen und hätte mit meinem Erstlingswerk beginnen können.

Stattdessen überlegte ich, ob ich es auf Leinwand ziehen lasse oder auf Aluminium. Ich entschied mich für letzteres, weil ich das für resistenter gegen Küchengerüche halte. Das Format sollte 60 x 40 sein – ganz genau passte das nicht mit dem Original, aber irgend etwas ist ja immer.

Es war blitzschnell von mir bestellt, eben so blitzschnell von der Fotofirma hergestellt und gestern am Vormittag wurde es eben so blitzschnell von GLS geliefert, von diesem Paketdienst, der damals mit meinem Teppich so betrügerische Schwierigkeiten gemacht hat.

Und so lachte es mich an:

Ich hatte mir zwar eine Halterung mit bestellt, aber die gefiel mir nicht. Ich holte schnell vom Baumarkt 1,5 m doppelseitiges Klebeband, beklebte den Rahmen und befestigte das Bild passgenau darauf.

Das Klebeband sollte eine Stunde mit Druck angepresst werden – und da wusste ich endlich mal wieder, wofür Lexika gut sind. Weiterhin wusste ich, warum ich so viele Tische brauche – der im Wohnzimmer ist nämlich schon wieder blockiert, weil ich zu der Zeit, in der die Letzten den Artikel lese, schon wieder bei mir zocke.

 

Als ich alle Schandflecken, die die angeklebten Karten auf der Wand hinterlassen hatte, mit weißer Wandfarbe (die hat mir mein Lieblingshandwerker extra vorbei gebracht – ich habe schon immer gesagt, dass er ein echter Schatz ist) abgedeckt hatte hing ich es auf. Zuerst war der ganze Trödelkram noch an der Aufhängeleiste …

… aber das störte mich. Ich räumte alles weg und werde auch noch die Leiste entfernen, damit das Bild besser zur Geltung kommt. Außerdem sieht man dann mehr von den roten Fliesen.

Mehr Freude habe ich heute nicht zu verbreiten – liebe Myriade, ganz ganz herzlichen Dank für die Datei – du siehst, ich habe mit meiner Begeisterung ernst gemacht. Vielleicht hilft dir meine Freude dabei, endlich wieder richtig gesund zu werden. – Ganz, ganz liebe Grüße zu dir nach Wien

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

19 Kommentare zu “Künstlerkarriere könnte beginnen …

  1. Kunst muss nicht unbedingt von Können kommen. Das beweise ich in meinem letzten Beitrag des alten Jahres… 😉
    (Nun ist mein Bild zwar fertig, aber niemand da, der es bestaunen könnte. Irgendwie schade)

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  2. Moin LC.
    Ideen muss frau haben. Supa! Und nachhaltiger als solo zu viert zocken. Auf so eine Idee muss frau auch erstmal kommen 😉
    Aber das hatten wir, glaube ich, ja schon mal: Clara Fall von zu viel Zeit: „Gestatten, meine Name ist Fall. Clara Fall. Mit der Lizenz zum Daddeln“. Oder so ähnlich 😉
    Na ja, wenn sonst alles i. O. ist, wünsche ich dir oder „deiner Zocker-Runde“ ein schönes Wochenende. Hier scheint gerade die Sonne und wir wollen gleich mal raus. Sei gerückt!

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  3. Liebe Clara,
    Die Myriadenkunst macht sich prächtig in Deiner Küche! Bei solchen Aktionen wie Du sie machst, käme bei mir waschechter Slapstick raus und am Ende hätte ich meine Wohnwabe zerlegt. Weihnachten schenkte mir mein Kind ein tolles Bild. Mein Problem sind zu wenig Wände. Wäre ich handwerklich beschlagener, würde ich eine Wechselgalerie machen, damit auch die Bilder mal aufgehängt werden könnten, die seit zweieinhalb Jahren auf Präsentation warten.
    Viel Spaß mit der neuen Küchenkunst!
    Liebe Grüße
    Amélie

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  4. Eine rasante Art, Kunst mitten ins Leben, nämlich in eine Berliner Küche, zu bringen!

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    • Meine Standardantwort an alle: „Wenn ich schon nicht künstlern kann, so kann ich doch wenigstens handwerkeln.“
      Wenn ich mich nicht schon so lange über die verblichenen Sachen an der Wand geärgert hätte und mich nicht gleich und sofort in das Bild von Myriade „verliebt“ hätte, wäre alles beim alten geblieben.
      Frau muss nur den Mund aufmachen – und sehr oft bekommt sie dann auch, was sie möchte – und respektiert das dann auch sehr.

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  5. Das Bild gefällt mir richtig gut. Und wie Du es in Windeseile perfekt an die Wand gebracht hast, Respekt.

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    • Meine Standardantwort an alle: „Wenn ich schon nicht künstlern kann, so kann ich doch wenigstens handwerkeln.“
      Hätte ich es auf Leinwand aufziehen lassen, dann hätte ich schon diese 2 cm Abstand von der Wand geliefert bekommen. – Diese dünne Aluplatte (ca. 3 mm stark) direkt an die Wand zu hängen, hätte mir vielleicht nicht gefallen.
      Jetzt habe ich die 5 € für die Aufhängung umsonst bezahlt, aber vielleicht kann ich die ja mal für was anderes brauchen.
      Jetzt geht gleich Dopopelkopf los, aber ich bin mit allem fertig. Ich mache Kaffee, Kuchen und Getränke, das Abendbrot bringen die anderen mit.

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  6. Aktiv und kreativ wie eh und je. Perfekt, dass Du die Aktion so schnell durchgezogen und einen würdigen Platz für das Bild gefunden hast. Wobei ein zu schnelles Arbeiten ja auch nicht gut ist. Denn jetzt stellt sich für Dich wieder die Frage: was räume ich als nächstes um? 🙂
    Liebe Grüße

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    • Meine Standardantwort an alle: „Wenn ich schon nicht künstlern kann, so kann ich doch wenigstens handwerkeln.“
      Du hast natürlich recht, dass ich jetzt wieder mit hechelnder Zunge was suche, was ich als nächstes in Angriff nehmen kann.
      Kämen heute nicht 4 Leute zu Besuch – in ca. 30 Minuten wird die erste klingeln – hätte ich mir VIELLEI’CHT etwas mehr Zeit genommen.
      Jetzt hängen schon Werke von 4 Bloggerinnen bei mir
      1. Der Löwe von Frau B.Scheuert
      2. Die zwei Fotos von Ulli
      3. Deine Sachen würden ein Extramuseum brauchen
      4. Myriade macht sicher den krönenden Abschluss, denn die Wände sind voll
      Ich wüsste nicht, was kaputt gehen könnte, um es dann ersetzen zu können.
      Lieben Gruß zu dir

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  7. Ein schönet Text rund um das Bild herum! Ich verkaufe zwar keine Bilder freue mich aber, wenn ich sie anderswo an der Wand sehe. Und du hast die ganze Aktion so unglaublich schnell durchgezogen!! Viel Freude in Rot wünsche ich dir,liebe Clara

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    • Meine Standardantwort an alle: „Wenn ich schon nicht künstlern kann, so kann ich doch wenigstens handwerkeln.“
      Heute bei Tageslicht habe ich mir die ausgebesserten Stellen noch mal genau angesehen, da muss noch einmal der Pinsel drüber, aber das fällt dann auch unter „Handwerkerarbeit“, nicht unter Kunst.
      Das Original würde sich einfach von der Oberflächenstruktur besser machen – es wäre nicht so glatt wie dieses. Aber gut, dass ich wenigstens die matte Variante gewählt habe. – Mal sehen, was heute meine vier Mitspielerinnen sagen – wahrscheinlich gar nichts, wie ich sie kenne.
      Wenn ich in eine fremde Wohnung komme, die mir gefällt, lobe ich ganz viele Sachen. Gefällt sie mir nicht, dann suche ich mir wenigstens eine Sache heraus, die ich anführen kann.
      Das höchste „Kompliment“, was ich dir und deinem Bild machen kann, ist die Tatsache, wenn ich die Aufhängeleiste wirklich abschraube, damit das Bild besser wirken kann. – Das lasse ich meinen Sohn machen, mir zittern für Feinarbeiten die Hände zu sehr.

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  8. Wien in Berlin. Ein tolles Bild von Myriade. Und immer wieder schön, wenn etwas an den Wänden hängt, zu dem man einen Bezug hat.

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