Claras Allerleiweltsgedanken

Schwarze Draufsicht erfreut mein Auge … Teil 2

16 Kommentare

Der erste Teil meines Folienabenteuers ist hier zu lesen. – Und jetzt mache ich mich an das 1,20 m lange Teil.

Mein ursprünglicher Plan war, diese Arbeit dem Sohn aufs Auge zu drücken. Da er aber einen dringend nötigen Urlaub bei Freunden in Frankreich macht, um u.a. seine Coronaerkrankung vollends zu besiegen und zu vergessen, dauert das Frau Clara Ungeduld einfach zu lange.

Blöder Weise hatte ich das kleine Teil schon wieder eingehängt, die drei Schubladen eingeschoben und die Deko obenauf gestellt und angebracht. Aber so komme ich nicht an die Mittelkante vom großen Teil heran und kann mich nicht in den freien Platz stellen – also alles retour und die 6 Schubladen aus beiden Teilen gestapelt.

Für das Aushängen des bannig schweren Unterschranks holte ich mir nachbarschaftliche Hilfe – das Einhängen nach getaner Arbeit habe ich dann mit viel Glück alleine geschafft.

Ich weiß, warum ich so viele Tische in meiner Wohnung stehen habe: Damit ich bei irgendwelchen handwerklichen Aktionen genügend Platz zum Stapeln und Ablegen habe und nicht alles auf die Erde packen muss – da müsste ich mich ja viel zu oft bücken 🙂 😉

Ich sagte ja schon im letzten Artikel: Schwere Bücher erfüllen immer ihre Pflicht. Die lange Bahn wird im Flur ausgebreitet, damit sie sich zum Aufkleben nicht mehr so stark rollt. Und auf dem Möbelteil zur Sicherheit noch einmal.

Ich hatte auf das lange Teil einen Dekostreifen geklebt. Damit sich dieser nicht abzeichnet beim Überkleben, entfernte ich ihn sicherheitshalber. Durch das entfernte Möbelteil kann ich gut in der Schrankwand stehen – nur die gebückte Haltung ist im Laufe der Zeit strapaziös. – Das hier zu sehende Loch, das ich mal zum Durchführen der Kabel gebohrt hatte, wird jetzt überklebt und dadurch unsichtbar.

Und schon konnte ich mit der Klebeaktion beginnen. Genau wie bei dem kleinen Teil rollte ich immer ca. 10 cm ab und befestigte die Folie mit einem durch ein mit einem Tuch gesicherte Rakel.

Wiki sagt: „Eine Rakel (vom französischen racle) ist ein Werkzeug, um … Folien glatt zu streichen“

Ich gestehe, dass sich hier doch zwei Luftblasen gebildet hatten. Als Fast-schon-Folien-Profi stach ich mit einer Stecknadel hinein und blies mit dem Föhn – und gleich und sofort war alles glatt.

Fertig – und dann grübelte ich lange, ob wieder ein Zierstreifen aufgeklebt wird oder nicht und ob nicht endlich das Brandenburger Tor vernünftig an die Rückwand gehängt werden sollte.

Schaut man hier genau auf die Aufstellung des Brandenburger Tors vor der Rückwand des Schranks, kann man erkennen, dass es in „Schaumstofffüßen“ steht. Natürlich hat mir das nicht gefallen, zumal ich extra hinten einen Rahmen habe aufkleben lassen. – Mir fallen handwerkliche Arbeiten deswegen immer schwerer, weil mir fast ständig die Hände leicht zittern und die Nahsicht mit oder ohne Brille schlecht ist. – Dennoch habe ich zwei kleine Löcher in die Rückwand gebohrt, kleine Schrauben eingedreht und schon sah alles viel besser aus.

Die Dekorstreifenaufklebeaktion machte ich mir auch aus dem Grund schwer, weil ich keine Folie dieser Art mehr im Vorrat hatte – also eine komplette Rolle in 0,45 x 2,00 kaufen musste. Es gab sie noch und ich habe zugegriffen.  Streifen für beide Teile zurechtschneiden, den richtigen, gleichmäßigen Abstand mit Pappteilen oder Malerkreppstreifen markieren und schon ist alles paletti.

Ich wollte die glänzende Kugelei von der Schrankwand weg haben und habe ein wenig rumprobiert. Die erste Variante gefielt mir nicht, die zweite bleibt jetzt bis zur Weihnachtszeit – dann machen die Glanzkugeln wieder Karriere und steigen auf.

Als letztes wurde ein neuer „Drilling“ auf die Schrankwand gestellt.

Für heute und für den April habe ich genug gearbeitet!!!

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

16 Kommentare zu “Schwarze Draufsicht erfreut mein Auge … Teil 2

  1. Der April macht was er will.
    Zum Glück sind wir schon im Mai…
    (Werde ich es schaffen, mich bis zum heutigen Tag durchzulesen?)

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  2. Wow – das hast du wirklich gut hinbekommen. Da kannst du mächtig stolz drauf sein 👏
    🌈😘😎

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  3. Eine Wiederholung meinerseits angesichts dieser Arbeiten: an dir ist eine Innenarchitektin und eine Journalistin verloren gegangen. Aber die Fähigkeiten sind ganz und gar nicht verloren…
    Niemals hätte ich diese Geduld, und einen Willen zum Perfekten habe ich auch nicht. Ich bewundere das an dir!

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    • Danke, liebe Sonja.
      Journalistin war ja ein heiß gehegter Berufswunsch von mir – aber eben nicht in der DDR mit meinem „negativen“ politischen Umfeld und einem stellvertretenden Polizeipräsidenten – aber in falschen Deutschland.
      Die Innenarchitekturbegeisterung ist erst im Laufe der Zeit gewachsen – und der Sohn ist noch viel pingeliger als ich. Ich kann oft wegen Alterszitterhänden oder Nicht-mehr-gut-sehen-können-Augen eben doch nicht mehr alles perfekt machen – kann dann aber auch damit leben.
      Ich weiß noch, ich hatte die tolle Funkuhr mit -zig Anzeigen im Flur schief angebracht. Er war kaum in der Wohnung drin, hat er das mit einer kleinen Unterfütterung sofort begradigt. – Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
      Aber wie schon oft gesagt: Wohnungen mit viel wertvollem Glas und Porzellan und vielen vielen Häkeldeckchen – da würden meine Innengestalterideen überhaupt nicht sprudeln.

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  4. Dann kann es ja fast sofort mit dem nächsten Projekt weitergehen. Es ist ja gleich Mai 😉 Da heißt es doch so schön: Alles neu macht der Mai 😁 Na, schon eine Idee?
    Lieben Gruß von der Silberdistel, die gerade lieber im Garten rumwerkelt als im Haus 😉

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    • Nix da mit nächstem Projekt – und wer statt eines grünen Daumens mit einem lilafarbenen von der Natur ausgestattet wurde und zusätzlich keinen Garten hat, KANN nur innen werkeln. In der vorigen Wohnung sind auf meinem Balkon ALLE Pflanzen, sogar Gemüse, wunderbar gewachsen – und hier klappt das partout nicht – und ich weiß nicht, woran es wirklich liegt. Deswegen habe ich ja schon die beiden langen Balkonkästen abgeschafft. Es wurde mir im Laufe der Zeit etwas kostspielig, ständig die eingegangenen Pflanzen zu ersetzen.
      Was jetzt noch gemacht werden muss, macht der Sohn.
      Ich dichte dein angefangenes Lied um: „Alles neu macht der Mai, macht die Clara froh und frei …“
      Und ich denke, damit kann ich gut leben. Dann werde ich vielleicht mal wieder paar kürzere Fahrten mit der Bahn machen, obwohl ich die Masken wegen meiner schlechten Luftzufuhr hasse wie die Pest, und die Natur wird mir auch wieder näher sein als die Wohnung – hoffe ich jedenfalls.l
      Clara grüßt vor dem Computer, der IN der Wohnung steht und auch nicht mobil ist.

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  5. Na, das sieht doch wieder mal perfekt aus. Die Clara im Haus erspart den Sohnemann 🙂
    Nach dieser Schwerstarbeit kannst Du Dir getrost die Kugeln geben und entspannt dekorieren. Die Bücherwürmer werden sich auch freuen, wenn sie mal wieder ordentlich durchgeschüttelt werden, bevor sie weiter ihre Buchstaben fressen können 🙂
    Bin gespannt, welches Projekt als nächstes ansteht, bevor Langeweile aufkommt 🙂
    Liebe Wochenendgrüße

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    • Du nun wieder: „… kannst Du Dir getrost die Kugeln geben“. Ich habe gerade ein schreckliches Buch NICHT zu Ende gelesen, weil es so viele detaillierte Beschreibungen aus den Kämpfen im Ersten und Zweiten Weltkrieg enthielt. Ich WOLLTE es mir nicht genau vorstellen, was diese Soldaten so miterleben mussten – grausamer geht kaum, und das haben wir jetzt fast unmittelbar vor unserer Haustür erneut – einfach nicht zu fassen.
      Ganz kann ich den Sohn nicht einsparen – er muss ein neues Bild im Arbeitszimmer mit zwei Minidübeln und Kleinstschrauben befestigen, muss ENDLICH die Wand auf dem Balkon sturmfest schrauben und und und, Sachen, die ich nicht habe oder nicht kann.
      Schon bei Silberdistel schrieb ich: „Alles ist momentan nach getaner Arbeit vom Sohn PERFEKT – es wird vorläufig kein neues Wohnausbesserungsprojekt geben.“
      Heute war ich schon fleißig wie zwei Bienchen – deswegen erst jetzt der Computer. Wohnung gesaugt, da ja die Anzahl der Teppiche im Laufe der Jahre „bedrohlich“ zugenommen hat, die Restflächen gewischt und meinen Lieblingssalat gemacht – u.a. deswegen, weil ich morgen enkeligen Besuch bekomme. Hoffentlich sagt der nicht: „Oma, kannst du nur diesen einen Salat?“ – Nein!!! aber dieser schmeckt MIR am besten und da musst du durch.
      Vor Jahren, als mein Bruder mit Familie ab und zu in sehr großen Abständen zu Besuch kam (noch zu DDR-Zeiten), habe ich zur Begrüßung Soljanka gemacht – die war sehr aufwändig und die nötigen Zutaten bekam man auch nicht immer – sogar im gut versorgten Berlin nicht.
      Ich dachte also, dass ich dem Besuch was Gutes tue, aber der sah das anders. – In Zukunft haben wir die nur für uns gekocht, denn wir haben sie alle geliebt.
      Heute ist Turnier – mal sehen, auf welchen der letzten Plätze es mich verschlagen wird.
      Gruß zu dir

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      • Super. Nachdem alles so perfekt geplant und abgearbeitet ist, steht einem erfolgreichen Turnier nichts mehr im Wege. Ich glaube, dass Deine Glückssträhne anhält und Du ganz groß absahnen wirst. Und wenn nicht, hast Du ja immer noch den leckeren Salat und lieben Enkelbesuch. Das ist schließlich auch ein toller Gewinn 🙂

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        • Ich denke, heute Abend werde ich mich weniger über ein erfolgreiches Turnier freuen als über Salat und bevorstehenden Besuch.
          Ich glaube, dass es sich doch negativ bemerkbar macht, dass ich so verschiedene Bemerkungen der Mitspielerinnen eben nicht verstehe. – Na ja, Frau kann nicht alles haben.

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