Claras Allerleiweltsgedanken

Gesundheitsgeplauder – oder Hörgeflüster

15 Kommentare

Bei diesen Temperaturen fordere ich hitzefrei!

Zwischen 25° und 31,7° liegen nicht nur 6,7 Celsius, sondern WELTEN! – Markise und alle Plissees sind in Aktion – auf den Balkon traue ich mich bei diesen Temperaturen nicht. Die erreichte Höchsttemperatur war dann schließlich 33° im Schatten!

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Es war einmal – so fangen alle guten Märchen an. Doch ich habe festgestellt, die schlechten oder zumindest die schlechteren fangen eben so an.

Bis Ende des Jahres 2021 hatte ich einen Supersuperakustiker bei dem Brillenprofi Fielmann. Einige Geschäfte bundesweit sind zusätzlich mit einer Hörgeräteabteilung ausgestattet – und das so ziemlich vom feinsten her, was ich so von der Technik beurteilen kann. Aber auch preismäßig liegen sie bei den gleichen Geräten immer im unteren Level.

Und dann verabschiedete sich mein Superakustiker, da er sich selbständig machen wollte. Er hatte gehofft, dass alles viel schneller und komplikationsloser gehen wird und er spätestens Ende Februar sein Geschäft in den Gropiuspassagen eröffnen wird. – Aber er hat seine Rechnung ohne den Wirt gemacht – konkret, ohne den Krieg mit den überall zu spürenden Verzögerungen – bei Handwerkern, bei den Preisen, bei den Materialien.

Mitte Mai bekam ich eine Mail von ihm, denn wir haben beschlossen, dass ich mit ihm mitgehe und er mich dort weiter betreut. – Er hat mir den genauen Standort seines Geschäfts beschrieben und ich bin gleich mal hingefahren, und habe diese Verblendung gefunden.

Gleich und sofort habe ich ihn gefragt, wie ich nach „IN KÜRZE“ komme und wie lange „bald“ noch entfernt ist.

Dass er allerdings in der kurzen Zeit derartig altert und sich einen weißen Bart hat wachsen lassen, das überraschte mich dann doch sehr. 😉 🙂

Und da ich ja nicht müde werde und weder raste noch roste, um mein Hörvermögen in der lauten Umwelt zu verbessern, bin ich auf ein (schweine-)teures Tischmikrofon aufmerksam geworden, das rundum 6 Aufnahmemikrofone hat, die man gezielt an- oder abschalten kann. – Nach allen Kundenmeinungen, die ich recherchiert habe, soll es WIRKLICH GUT sein – aber bei knappen 900 Euros würde ich das als Grundvoraussetzung annehmen. –

Es wird in drei Gehäusefarben geliefert. Als ich mich zu einer Bestellung durchgerungen habe, hat mich der nur mittelgute Akustiker nicht gefragt, welche Farbe ich denn nun haben möchte und hat selbstherrlich selbstunwissend die Standardfarbe Champagner bestellt.

Und jetzt haltet mich nicht für bekloppt – als es nach ewig langer Lieferzeit (liegen aus bekannten Gründen zur Zeit bei ca. zwei Monaten) geliefert wurde und mit den Hörgeräten gekoppelt war, konnte ich es im wilden (‚Doppelkopf-)Leben testen.

Es kam ein echter WOW-Effektton aus meinem Mund.

Aber ich stellte fest, dass das Gerät mit seiner Allerleiweltsfarbe viel zu unauffällig auf dem Tisch liegt und deswegen die Gefahr besteht, dass ich es versehentlich runterschubse. Ein weißes wäre auffälliger. – Aber natürlich habe ich bei Hinz und Kunz, aber besonders bei Phonak Erkundungen eingezogen. Der Preis ist bei Fielmann relativ moderat, denn um 5,00 € mehr oder weniger würde ich nie feilschen. Bei vielen Anbietern ist es mehr als 100,00 € teurer. – Ein Austausch der farbigen Schale allein ist nicht möglich – und eine Neubestellung dauert tatsächlich so lange.

Das alles gehört zum Lieferumfang. Ich könnte es meinem dauernuschelnden Sohn ans T-Shirt klemmen und hätte dann tatsächlich eine größere Chance, ihn zu verstehen. – Es könnte auch den Fernsehempfang in die Ohren leiten – aber da bin ich ja schon mit einem anderen Gerät versorgt. – Nur ans Handy kann ich es nicht anschließen, weil mein „hypermodernes Samsung“ keinen Kopfhörereingang hat – werde ich überleben.

Dass mir der „Unfähigkeitsakustiker“ weder das Ladekabel noch das Ladegerät bei der Übergabe mitgeben hat, ist auch kein Pluspunkt für ihn – ich musste extra noch einmal in die Filiale fahren. Denn will ich es in der mitgelieferten Dockingstation laden, dann muss diese zumindest mit dem Stromnetz verbunden sein.

Ich habe das Gerät für eine dreiwöchige Testzeit mitbekommen – und die ist am 3. Juni abgelaufen.

Nun kann ich das Gerät trotz der schlechter zu ortenden Farbe behalten und weiterhin in kritischen Hörsituationen das Ding auf den Tresen oder den Tisch legen, um besser zu verstehen – ODER – ich gebe es zurück und bestelle über das Geschäft von meinem Superakustiker ein neues in weiß – bin dann aber wieder lange Zeit von Hör-Belohnung abgekoppelt.

Durch die immer noch genutzten Masken in Apotheken und Arztpraxen – zusätzlich mit einer Trennscheibe – habe ich immer so gut wie nichts verstanden, auch wenn ich mein linkes Ohr fast unter der Scheibe durchgeschoben habe. Doch jetzt – wenn ich das Ding unter der Scheibe durchschiebe – verstehe ich JEDES WORT – das ist schon toll.

Ich habe es im Netz bei anderen Akustikportalen gesucht – aber ich habe keinen Akustiker gefunden, der so eine runde weiße Scheibe auf Halde liegen hat.

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Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

15 Kommentare zu “Gesundheitsgeplauder – oder Hörgeflüster

  1. Sieht kompliziert aus mit den vielen Kabeln.
    Ich stelle mir die Frage, ob es nicht heutzutage von Vorteil ist, gar nichts zu hören… als den Schwachsinn, der uns täglich umgibt.. 😉

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    • Zum Teil hast du Recht, lieber Ösi – aber ich wäre dennoch totunglücklich, wenn ich nichts mehr hören würde. Ich bemühe mich schon immer, die nicht willkommenen Gespräche auszublenden.
      Die Kabel sind ja nur für den „Ernstfall“, also entweder zum Aufladen oder das Band, um es jemand um den Hals zu hängen.
      Heute kommt der Enkel, den ich immer nur höchstens zur Hälfte verstanden habe – wenn es mit dem klappt und übermorgen auch mit meinem Sohn, dann ist der Kauf beschlossene Sache.

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  2. immer mit Humor erzählt, z.b. mittelguter Akustiker, oder wie du das Ohr beinahe unter der Trennscheibe durchgeschoben hast. wenn man sich das in natura vorstellt, haaach…
    diese Scheibe scheint ein höchst interessantes und nützliches Ding zu sein, vielleicht anstatt hölzerner alter Hörrohre 🙂

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    • Das mit dem Ohr unter der Trennscheibe – da ist jeder einzelne Buchstabe wahr. – Heute habe ich mir einen Termin bei einer Ärztin geben lassen, die immer auf ganz viel Abstand und möglichst drei Masken bestand – eine bei ihr, eine bei mir und eine sicherheitshalber noch zwischen uns. Wenn ich da 30 % verstanden habe, war das schon viel. – Wenn ich diese Ärztin wirklich zu 80 – 90 % verstehe, dann ist der Kauf gebongt.
      Die „Hörrohe“ muss man aber schon in Form der zwei hochwertigsten Phonakgeräten im Ohr haben, sonst passiert nichts. – Hat man preiswertere, billigere und technisch nicht auf dem allerneuesten Stand stehende Geräte in den Ohren, dann kann man nicht diese „Wunderwaffe“ benutzen, sondern eine, die ca. 200 Euro preiswerter ist – aber dafür muss man immer ein Zusatzgerät um den Hals hängen haben. – Will ich nicht – deswegen DIE oder KEINE.
      Der mittelgute Akustiker freut sich, denn ich bin die erste Kundin in dieser Filiale, die das Ding testet und wahrscheinlich sogar kauft. – „Brutal“, wie ich in Richtung Preisgestaltung sein kann, werde ich ihn hochnotpeinlich befragen, warum er mir nicht die Farbwahl überlassen hat. – Schau’n wir mal.

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  3. Ich würde auch spontan sagen, behalten, aber ich muss zugeben, ich kann das nicht wirklich nachempfinden, denn hören konnte ich kann ich ausgepsrochen gut und mit dem Sehen klappt es mit Brille auch noch ganz ordentlich

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    • Als ich noch in deinem „zarten Alter“ war, habe ich noch relativ gut gehört – aber eben nur relativ. Ich hatte ja 13 Hörstürze und im rechten Ohr zwei richtig fette Mittelohrvereiterung, die ich mir bei ehrenamtlicher Arbeit im Kindergarten geholt habe. – Ich wurde sofort ins KH überwiesen und habe dort einen fetten Tinnitus bekommen.
      2004 kamen die ersten Geräte in die Ohren – also vor 18 Jahren – und dadurch ging dann wenigstens der Tinnitus weg.
      Ich bin unsagbar glücklich und auch irgendwie dankbar, dass es inzwischen so eine gute Technik gibt – insgesamt alles – Hörgeräte plus Zusatzteile.
      Ich glaube schon, dass ich nicht zwei Monate auf ein neues warten möchte, denn der Unterschied mit Roger oder ohne Roger ist gewaltig.
      Gute Nacht!

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  4. Interessant was es alles gibt. Teuer, aber wenn es gut ist und dir so deutliche Vorteile verschafft, dann auch wert. Runter schmeißen wirst du es schon nicht 😉

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    • Mitzi, meine Entscheidungskurve nähert sich immer mehr dem „kaufen und behalten“. Ich habe heute noch mal kräftig recherchiert. Eine Kette, die sich immer als so preiswert anbietet in der Reklame, verlangt 100 Euro mehr und lässt bei der Lieferung ein ganz wichtiges Teil weg – das finde ich schon fast unverschämt.
      Und da mir alle sagen, dass Neubestellungen ca. 2 Monate dauern, will ich doch nicht so lange darauf verzichten. – Ich war heute wieder Doppelkopf spielen – es war relativ ruhig im Raum, zumindest keine nervige Musik. Wir waren zu fünft – und ich habe wirklich 95 % verstanden. – Für mich eine unglaubliche Leistung.
      Vielleicht kann ich noch ein kleines bisschen am Preis schrauben, weil er mich vorher nicht nach der Farbe gefragt hat.
      Drück dich!

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  5. Beklebe es doch einfach mit Deiner Lieblingsfarbe 😉 oder mit einem LED-Blinklicht.
    LG von der Silberdistel

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    • Hallo Silberdistel, ich denke, deine zwei Vorschläge wären nicht zielführend.
      1. Lila ist keinesfalls besser auf dem Tisch zu sehen als das jetzige – das sehe ich an meiner Handyhülle
      2. Weiß ich nicht so genau, wo überall die Mikrofone sind und könnte mehr Schaden als Nutzen erreichen
      3. Könnte davon (mit Recht) die Garantiefrist beeinträchtigt werden
      4. Hat das Ding schon genügend grüne Leuchteffekte – noch mehr flimmern muss da nichts
      Aber dennoch danke mit Grüßen sagt Clara

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  6. Sachen gibts! Also wenn Du damit wirklich besser hörst, würde ich es nehmen. Den Unterschied kannst Du am besten beurteilen. Die Farbe finde ich ehrlich gesagt komplett egal. Sind alle drei schlicht und fügen sich gut in die Umgebung. Wenn Dir Dein Superakustiker eins in Lila besorgen könnte, wäre er natürlich ein Supersupermegaakustiker 🙂
    Wie ich Dich kenne, wirst Du eine ideale Lösung für Dich finden und dann den vollen Durchhör haben. 🙂
    Liebe Grüße

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    • Guten Morgen, liebe Schreibfee! Ausnahmsweise geht es mir nicht vorrangig um die FARBE, sondern eben um das besser gesehen werden auf dem Tisch. Beim Doppelkopf kann ich nichts in die Tischmitte legen, wo es eigentlich hingehören würde, weil dort der Kartenstapel abgelegt wird. Und in meiner Nähe könnte ich es zu leicht übersehen.
      Ich hatte gerade ein Telefonat mit einer anderen Akustikerkette. Diese haben es in weiß da, wollen aber ca. 100 € mehr haben, obwohl die Dockingstation nicht im Lieferprogramm enthalten ist. Diese ist aber zum Aufladen sehr günstig und zum eventuellen Fernsehempfang DRINGEND nötig. Die müssen doch einen Knall haben.
      Lila würde nichts nutzen, denn das ist auch nicht gut auf dunklen Tischen zu sehen.
      Supersuper finde ich das Wort „Durchhör“
      In der Bibel heißt es: „Blinde werden sehen, Lahme werden gehen …“ UND??? Wo bleiben solche Leute wie ich? Die müssen auf unser Jahrhundert warten, in dem die richtige Technik gebaut wird.
      Zum Glück habe ich noch bis zum 3. Zeit.
      Lieben Gruß zu dir

      Gefällt 2 Personen

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