Claras Allerleiweltsgedanken

Retrospektive 1995 – 2005 (6)

34 Kommentare

Ein wenig Gegenwart und viel Vergangenheit

Die Kauleiste hat sich noch nicht so weit gebessert, dass an vernünftiges Essen zu denken wäre. Da der gegenwärtige Stabmixer mit seinen 600 Watt etwas schwach auf der Brust ist, habe ich mir einen neuen mit 1000 Watt und einem vernünftigen Schneidwerkzeug gekauft – die 3,00 € Aufschlag für Rot mussten sein, denn er wird noch lange Zeit griffbereit in der Küche rumstehen, denn wie gesagt, es gibt noch einen linken Kiefer aufzufüllen. Morgen wird er geliefert und dann gleich getestet.

Ansonsten spricht mir dieses Zitat aus dem Herzen:

Entscheidende Dinge beeinflussen den weiteren Lebenslauf

Den Tod von Heiko am 30. Mai 1996 hatte ich ja schon beim letzten Artikel vorweggenommen.

Er fehlte mir wirklich allüberall, denn durch seinen Zuspruch ertrug ich meinen widerlichen Chef in der Firma, steckte alles besser weg. Das fiel jetzt weg. Es war die Zeit, wo die Hörstürze nur so über mir hereinprasselten. Ich hatte vorher wohl auch schon welche, aber das Gros habe ich mir in dieser Zeit geholt – summa summarum 13 Stück. Jeder Akustiker schlägt bei dieser Zahl die Hände über dem Kopf zusammen, da ein Hörsturz wie ein Infarkt im Innenohr ist.

Das Foto ist aus der Firma – die Weihnachtsfeiern waren wirklich immer das Schönste. – Welcher Teufel hat mich geritten, so viel Ringe auf die Finger zu schieben und die Nägel zu lackieren?

Immer wurde ein Programm aufgeführt. Als ich „SOOOOOO“ auftrat, ging ein großes Fragezeichen durch die Reihen, es hat mich kaum jemand erkannt, obwohl ich schon lange genug da war. Ich durfte NICHTS sprechen, damit ich nicht an der Stimme erkannt wurde.

Kein Wunder, dass mir die Dame von der Rezeption die „kleine graue Ostmaus“ nicht abkaufen wollte. – Als wir mal im großen Kreis vor der Rezeption standen, meinte ich, dass ich nach der Maueröffnung als erste den Reigen der Ostarbeitskräfte angeführt habe. Darauf sie: „Frau Himmelhoch, das ist der Witz des Tages, Sie und aus dem Osten?!?“. Meine Gegenfrage, ob die aus dem Osten alle einen Buckel haben oder schielen, kam wohl gar nicht gut an. – Obwohl es streng verboten war, über Gehälter zu sprechen, verdienten wir ca. 200 bis 300,00 DM weniger als unsere Brüder und Schwestern aus dem Stammland – so kann ein Arbeitgeber auch profitieren – und er bekam keine schlecht ausgebildeten Arbeitskräfte.

Aber diese Ressentiments und Vorurteile gingen mir so auf die Nerven. Mein eigener Chef hatte ganz am Anfang gesagt: „Wenn alle aus dem Osten so wären wie Sie, Frau Himmelhoch, könnte ich mich mit den Leuten anfreunden.“ Ich stellte die Gegenfrage, wie viele er denn persönlich kennt – und da wurde er sehr kleinlaut, denn er konnte sie an einer Hand zählen.

Die „betriebsbedingte Kündigung“ kam vom Chef oder Eigentümer (Kunstmäzen Dr. Erich Marx) persönlich, weil er eine ungerechtfertigt ausgesprochene Abmahnung wieder zurück nehmen musste. Ich hatte nicht einfach so eine Stunde am Telefon gequatscht, sondern mit einem Ex-Kollegen ein Computerprogramm gerettet, weil der Haustechniker keine Zeit hatte. Das hat er nicht weggesteckt – das war auch bei der Arbeitsgerichtsverhandlung zu bemerken, weil er mich um die Abfindung prellen wollte.

Aber wir wollen doch jetzt nicht Schnee von gestern auftauen.

Ewig schon keinen Blumenvergleich gemacht.

Um die Jahrtausendwende hatte ich den Tod von Heiko ein wenig weggesteckt und schaute mich auf dem Markt ein wenig um – das gab ich aber ganz ganz schnell wieder auf, denn im Netz wurde so viel gelogen, dass sich die Balken bogen. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Männer schickten das Foto ihrer Söhne oder das, wie sie 20 Jahre früher ausgesehen haben.

Ein Schulfreund wollte mal eine Fotoserie von mir machen – da gab es die offiziellen und die weniger offiziellen. Ich zeige euch jeweils eins. Hier ein Braves, ein weniger braves und ein ganz neutrales auf dem Löwen.

Aber die Jahrtausendwende wurde leider mit der Beendigung meines Arbeitsverhältnisses eingeläutet – das zweite Mal im Leben arbeitslos.

Es folgten bis zur endgültigen Arbeitslosigkeit über ALG 1 und 2 und Hartz IV noch drei Kurzstellen, die alle nur das Fördergeld des Arbeitsamtes in Anspruch nehmen wollten. Ganz unglücklich war ich nicht, denn mit allen drei Chefs hätte ich nur bedingt arbeiten wollen – als Sekretärin zu arbeiten widerspricht meiner Eigenständigkeit und Aufmüpfigkeit.

Wegen einer dieser Stellen habe ich im Jahr 2000 einen Umzug veranstaltet. Mitte der 90er Jahre hatte ich meine Mutter aus Görlitz aus ihrer immer mehr verfallenden Wohnung zu mir geholt, weil ich ja nach Hamburg ziehen wollte. Sie hätte allen Komfort für ihr Alter in dieser Wohnung gehabt. – Doch als nach Heikos Tod feststand, dass ich in Berlin bleibe, habe ich mich um zwei neue Wohnungen bemüht, ganz nahe beieinander und dichter an einer der drei Arbeitsstellen – Lichterfelde im Bezirk Steglitz – meine erste WESTWOHNUNG.

Die erste Galerie besteht aus Fotos von meinem so ruhigen und so pflanzenintensiven Balkon – und alles andere wie Wohnungsgröße, Zimmerzahl, Mitbewohner im Haus und Ruhe waren auch in Ordnung.

Die Wohnung meiner Mutter war 3 Häuser weiter und wohl die allerschönste ihres bisherigen Lebens. Sie war schlappe 85 Jahre beim Einzug und 2007 demnach 92, als sie ins Pflegeheim um“siedelte“. Sie hätte eine Rundumbetreuung bzw. Anwesenheit einer Person gebraucht, die ich nicht gewährleisten konnte. – Das erste Bild zeigt das vergammelnde Haus in Görlitz. Die Häuser der ganzen Straße waren renoviert und restauriert – nur dieses ursprünglich beste Haus mit Bädern und Innentoiletten gammelte, gammelte, gammelte – wurde verschlossen, bis sich ein Investor fand, der es instand setzte – ist noch nicht lange her.

Das Büffet hat eine Geschichte. Der am gleichen Tag wie sie „Geburtstagshabende“ sagte mal als kleiner Junge: „Oma, wenn du mal nicht mehr bist, dann möchte ich das Büffet erben“. Sie war nicht erbost oder gar sauer, sondern hat sich über diese Wertschätzung eines Möbelstücks aus ihrer Ehe sehr gefreut. – Und er hat es nach der Auflösung der Wohnung 2007 wirklich gemacht, der gute Enkel.

So, also die Jahrtausendwende von 2000 zu 2001 haben wir offenbar alle gut überstanden. Und das neue Jahrhundert/Jahrtausend ist gerade mal 9 Monate alt, da passiert das Schönste, was ich mir seit langem gewünscht habe. Wäre es nach mir gegangen, hätte es auch 10 Jahre früher sein dürfen – ich wurde Oma – und der Enkel wurde sogar in Berlin geboren und hat bis 2004 auch hier gewohnt. – Meine Mutter, jetzt also frisch gebackene Uroma, hat sich vielleicht noch ein bisschen mehr gefreut, denn das erleben ja nicht sooooooooooo viele Frauen (oder Männer als Uropa). Und sie hatte das Glück, es sogar noch einmal zu erleben – da haben sich doch ihre Lang-leben-Gene wirklich ausgezahlt.

Na, womit vertreibt sich Clara so die Zeit, wenn sie leider nicht mehr arbeiten gehen darf, da ihr Jahrgang auf dem Arbeitsmarkt nicht (sehr) gefragt ist.

U. a. hört sie im Mai 2004 mit dem Rauchen auf und hat tatsächlich bis zum heutigen Tag nicht einen einzigen Zug mehr gemacht. Das ist also Geschichte.

Warum sie sich ebenfalls im Jahr 2004 auf einer Fahrt nach Prag unauslöschlich  kennzeichnen lassen hat, kann sie nicht genau begründen. Die männliche Folgegeneration hat es kaum zur Kenntnis genommen – die weibliche war „not amused“. Dabei wollte ich doch meinen Kindern nur entgegenkommen, falls ich mal mit dem Flugzeug abstürzen sollte. So wäre ich an drei verschiedenen Stellen identifizierbar.

 

Besonders „stolz“ bin ich auf das am Unterschenkel, denn das hat höllisch weh getan – die beiden anderen habe ich am ersten Tag stechen lassen und das tat so gut wie überhaupt nicht weh.

Jetzt ist die 1000er Wortgrenze um einiges überschritten.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

34 Kommentare zu “Retrospektive 1995 – 2005 (6)

  1. Was für ein heißer Feger! liebe Clara.
    Mir sind beinah die Brillen angelaufen… und das bei diesen sommerlichen Temperaturen… 😉
    Ich wünsche ein sonniges Wochenende

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    • Hallo, lieber Ösi – jetzt habe ich schon so unendlich lange Pause gemacht und nichts mehr veröffentlicht – und doch hast du mich noch nicht eingeholt. Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass es dir nicht gut geht – wie ja mir auch nicht.
      Deinen Wunsch zum sonnigen Wochenende würde ich lieber ändern in Wolken, Regen, niedrigere Temperaturen. Was so für die nächste Zeit angekündigt wird, ist ja jenseits von Gut und Böse – und ich im Dachgeschoss. – Schau’n wir mal.
      Liebe Grüße

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      • Liebe Clara,
        danke, mir geht es ganz gut. Meine Hausärztin hat mich zu vielen Spaziergängen in der Natur verdonnert. Das tu ich. Und ich bin noch langsamer und fauler geworden als zuvor. Die Hitze tut mir auch nicht gut. Aber da müssen wir durch…
        Liebe Grüße
        Ösi

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        • Wem sagst du das mit der Hitze – mir machen psychisch die vielen Brände zu schaffen – ich darf mir gar nicht vorstellen, von einem Tag auf den anderen ALLES zu verlieren. Das geht allerdings Leuten im Krieg oder vor einem Jahr vielen Bewohnern im Aartal ebenfalls so, aber dennoch bleibt es eine ganz schreckliche Vorstellung.
          Ich habe gerade beim Wetterfrosch Kachelmann gelesen, dass Luftfeuchtigkeit in den Räumen sehr schlecht ist – na gut, ist nicht bei mir – aber ich habe brav alle Fenster geschlossen gehalten – das soll man auch nicht, nur verdunkeln und dann ein wenig kippen, damit Luftzug ist.
          Schau’n wir mal, wann es wieder etwas kühler und angenehmer wird.
          Gruß an dich

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  2. Liebe Clara, Du wirst am Ende nur noch gut Durchpüriertes essen wollen, wo Du Dir nun sogar noch einen edlen Pürierstab bestellt hast 😊 Trotzdem drücke ich Dir mal die Daumen, dass Du bald wieder ordentlich kauen kannst.
    Ansonsten kann ich nur sagen, Du hattest ganz sicher kein langweiliges Leben. Und das ist durchaus etwas, was sicher nicht jeder von sich bzw. seinem Leben sagen kann.
    Was die Ostfrau ausmacht? Wir waren in der Regel alle berufstätig und ich denke mal, auch entsprechend selbstbewusst. Clara war das sicher ganz besonders, wenn ich Deine Berichte so lese. Und was viele Westfrauen nicht verstanden haben, war, dass wir unsere Kinder in die Kinderkrippe und später in den Kindergarten gegeben haben. Das war ganz normal. Dass unsere Kinder dadurch Schaden genommen haben, halte ich immer noch für ein Gerücht. Durch unsere Berufstätigkeit waren wir auch weniger abhängig von unseren Männern. Wir haben selbst Geld verdient. Sicher könnte man noch viel mehr aufzählen, aber ich belasse es mal dabei.
    Die Bilder sind wieder mal klasse, ob mit oder ohne rote Fingernägel 😁
    LG von der Silberdistel

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    • Wenn das so weiter geht, glaube ich dir das mit dem gut Pürierten. Mal sehen, wie sich der neue macht – dieser hier ächzt ja schon ein wenig, wenn er einen vollen Messbecher vor sich hat. Ich habe schon angefangen, die Suppen zu teilen. Bei ALDI gibt es drei oder vier verschiedene, die mir sehr gut schmecken. Der Inhalt ist so viel, dass es gut für zwei Schüsseln reicht, sprich, für zwei Tage. – Heute habe ich Pudding gekocht und den dann mit pürierter Ananas vermengt – fast schon eine kulinarische Köstlichkeit.
      Vielleicht hatte ich schon deswegen kein langweiliges Leben, weil ich ja nur 15 Jahre lang männliche Hilfe und Unterstützung in einer gemeinsamen Wohnung hatte – die ganze restliche Zeit war ich Alleinverantwortliche.
      Ich war ja von Oktober 1968 bis Mai 1972 zu Haus, zuerst nur mit einem, dann mit zwei Kindern. Hauptsächlich wollte das wohl meine Mutter – sie wollte an ihren Enkeln gutmachen, was sie bei mir als Mutter nicht konnte – sie hat das auch reichlich finanziell unterstützt. Aber mir „undankbarer“ Hausfrauenmutter fiel manchmal die Decke auf den Kopf. Und der Gemahl war so überarbeitet, wenn er nach Haus kam, der war dann für meine sprudelnden Kindernews auch nicht so aufnahmebereit. – Auf den Spielplätzen fand man ja kaum andere Mütter – die waren ja alle arbeiten. Und als ich damit 1972 wieder angefangen hatte, hörte ich auch nicht mehr auf damit, bis der erste westliche Arbeitgeber dem einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
      „Selbstbewusstsein“ hatte ich, manchmal vielleicht sogar ein wenig zu viel – bei meiner bipolaren Erkrankung überwog schon immer die manische Seite – nur an Selbstvertrauen mangelte es mir, sehr oft auch heute noch. Und das hat Heiko ausgleichen können, denn er nahm mich ganz genau so, wie ich war – und wenn er was ändern wollte, dann geschah das nicht mit Hauruck. – Ich habe meine DDR-Herkunft NIE geleugnet, eher im Gegenteil – aber mit allem (Arbeit, Wohnung, Freundeskreis, Liebe) bin ich fast gleich nach der Wende ausgesiedelt oder umgesiedelt. Freiwillig hätte ich es vor 89 nicht gemacht oder gewollt – aber als es mir „verordnet“ wurde, dann sollte es auch funktionieren.
      Meine beiden Kinder sind der Ansicht, dass vom Prinzip her der Kindergartenbesuch gut war. Leider wollten wir es bei der Tochter besonders gut machen – sie war in einem katholischen Kindergarten. Wenn sie manche Sachen von dort gleich erzählt hätte, wäre sie die längste Zeit dort gewesen und ich wäre wie Lucifer zwischen die Erzieher gefahren.
      Da ich eine geplante Sendung verschlafen habe, muss ich jetzt noch ein wenig wach bleiben, bevor ich richtig ins Bett gehe und Augenpflege betreibe.
      Gute Nacht sagt Clara

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  3. Ein Kaleidoskop von Geschichten!
    Echt sprühend! Und die Fotos habe ich bis jetzt nicht nur einmal angeschaut!!
    Für die Augenprobleme wünsche ich dir eine schnelle heilsame Lösung!

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    • Das letzte zuerst – ich habe mir diese physiologische Kochsalzlösung geholt, wie sie mir Reine empfohlen hat und schon einmal meine Augen damit überschwemmt oder „gebadet“ – es tat richtig gut – schließlich reicht mir mein Mund an Baustellen, da brauche ich nicht noch das Auge oder die Augen.
      Die Fotos, besonders das eine von der Weihnachtsfeier ist schon etwas abartig. Als ich das Heiko vorführte, hat er irgend etwas von der „Hermannstraße“ gemurmelt – ich glaube, so heißt diese Straße, wo nur Männer durchgehen dürfen und Frauen in sehr wenig Bekleidung sehr aufreizende Werbung machen. – Dabei wäre das ein Job, den ich nie im Leben hätte machen wollen, weil ja eben die wenigsten Männer wie Richard Gere in „Pretty Women“ sind – und bei den Hässlichen will ich mir nicht ausmalen, was ich dann gemacht hätte.

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  4. Liebe Clara, ich hab’s ja schon gewusst aber sag’s dir gerne noch mal, auf deinem Bildern bist du ein unglaublich heißer Feger. Bist du heute ja auch noch. Glückwunsch zum neuen Stabmixer, der dir sicher auch nach der Genesung gute Dienste erweisen wird. Und eine Extra Umarmung an dich, für Heiko der leider nicht mehr bei dir ist. Ganz liebe Grüße

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    • Na gut, liebe Mitzi, ein wenig anders als viele in meinem Alter bin ich vielleicht schon – aber von einem HEIßEN FEGER bin ich weit weg – aber besser ein heißer Feger als eine fromme Helene.
      Ich weiß es definitiv – der Heiko hätte dir gefallen, der war ähnlich „bekloppt“ wie ich, deswegen haben wir uns ja so gut verstanden.
      Der Mixer kommt morgen zwischen 9 und 21 Uhr, bei 12 Stunden Wartezeit kann Frau doch nicht meckern. Aber wenn das Lieferauto ca. 8 Stops von mir entfernt ist, dann kann ich es auf dem Bildschirm verfolgen, klappt auch auf dem Handy – deswegen kann ich ohne Probleme einkaufen gehen. Suppen habe ich ausreichend da – aber ich will was Schönes mit Pudding und Obst zaubern – wahrscheinlich werde ich meine 1/4 Melone verflüssigen – das schmeckt richtig lecker, Trinkmelone.
      Und tschüss

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      • Ich widerspreche, für mich bist du ein Feger, liebe Clara. Deine Energie ist herrlich. Selbst wenn du ab und an ausgebremst wirst. Aber egal – du bist Clara, darauf können wir uns einigen ;). Trinkmelone klingt gut. „Bekloppt“ übrigens auch. Liebe Grüße

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  5. Ein guter Pürierstab gehört in jede Küche 🙂 Wir haben auch einen mit ordentlich Wumms.
    Dein Leben ist ja wahrlich von Höhen und Tiefen geprägt, Gut, wessen ist das nicht, aber so aufgeschrieben, wird es noch mal deutlicher und auch sehr persönlich. Danke, dass Du uns doch so private Einblicke gewährst. Da juckt es mich fast ein bisschen, mal was ähnliches zu schreiben, allerdings würde ich es wohl nicht öffentlich teilen.
    Gut, dass Du zum Arzt gehst…. ich hoffe, er kann Dir helfen.

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    • Die Klassenkameradin, die alles auf Fb liest und mit der ich öfters mal telefoniere, sagte mir, dass sie noch ihren DDR-Mixer hat – bei dem war ein Extraanschluss für so einen Pürierstab vorgesehen – und ich konnte mich erinnern. – Aber der ist schon lange über den Jordan gegangen. – Der bisherige (ein Braun-Gerät) mit seinen 600 W hat bisher eigentlich auch immer gereicht – nur härtere Sachen wie Nüsse oder so wollte er nicht.
      Morgen kommt der neue. Mal sehen, wie der arbeitet – der muss bestimmt nicht auf allerhöchster Stufe arbeiten.
      Ich für mich denke immer so: Alles das, was ich hier schreibe, kann wirklich jeder wissen – es sind keine Geheimnisse und für mich keine zuuuuuuuuuuuuu persönlichen Dinge. Da gibt es so einiges – und das würde ich nieeeeeeeeeeeee und niemals hier schreiben oder erzählen. In privaten Aufzeichnungen habe ich da schon meinem Herzen Luft gemacht – sogar mit kurzzeitiger Besserung.
      Vormittags bin ich nicht drangekommen – sicherheitshalber habe ich vorher angerufen – ich werde es gegen 14:00 Uhr noch einmal versuchen.

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  6. Was macht denn nun eine „Ostfrau“ aus? Ich kenne mich da ja nicht aus

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    • U.a. 40 Jahre in einem absolut anderen Staat gelebt, damit auch irgendwie zurecht gekommen und nach der Wende musste sie von jetzt auf gleich fast alles anders lernen, machen und nach Möglichkeit auch empfinden.

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      • Das ist (war) wohl nicht so einfach, ja

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        • Mich hat es anfangs, als ich bis 2000 gearbeitet habe, nicht so sehr belastet. Aber arbeitslos – u.a. wegen des zu hohen Alters – das hatte ich noch nie im Leben erlebt und bin damit üüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht klar gekommen – und da meine ich nicht nur die Finanzen.

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        • In der DDR wurde man nicht gekündigt, wenn man nicht gerade 3 große Kästen mit Silberbesteck geklaut hatte.
          Ich jedoch wurde nach fast 10 Jahren gekündigt, weil ich eine vollkommen ungerechtfertigte Abmahnung vom Firmenchef bekommen hatte und er die zurücknehmen musste, als ich erklärte, dass ich in dieser einen Telefonstunde ein Computerproblem mit einem ehemaligen Kollegen geklärt habe, weil der Betriebstechniker keine Zeit hatte.
          Ich begriff das Leben nicht mehr.

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          • Das war wohl so ein echter Kulturschock, den man als Nichtbetroffener total unterschätzt

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            • Für mich war es noch eine ganze Menge mehr – denn ohne meine Mutter wäre ich finanziell vor die Hunde gegangen. Auf Auto und so hätte ich verzichten können – aber ich hätte mir keine einigermaßen vernünftige Wohnung leisten können – damit meine ich nicht so einen „Palast“ wie die jetzige. – Diesmal hat der Sohn geholfen.

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    • Wenn sich hier noch andere DDR-Frauen beteiligen würden, wären die Antworten vielseitiger. – Die Generation meiner Kinder hat aber zu wenig erlebt. Ich war 4 Jahre jung, als die DDR gegründet wurde und 44, als es sie nicht mehr gab.

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      • Deine Kinder waren wohl noch sehr jung um viel erlebt zu haben und haben sich schnell angepasst.

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        • Meine Tochter war 21 und der Sohn 19. Die Tochter ist ja ein Mathegenie. Nach 2 Jahren an der TU Dresden hatten die keinen Stoff mehr für sie und rieten ihr, für 1 Jahr an die Lomonossow in Moskau zu gehen, was sie auch gemacht hat. Und da kam die Wende. Sie wäre am liebsten dort geblieben, weil sie die russischen Menschen so liebenswert und hilfsbereit empfand – alles Eigenschaften, die man vielen Deutschen nicht nachsagen kann, wo viel öfter das Geld wichtig ist. – Aber sie kam zurück und hat dann bei den besten Professoren in Tübingen und Heidelberg studiert. Sie hat sich natürlich bis zum gewissen Grad angepasst, ist aber nicht Professorin für Mathematik an der Uni geworden, was bei ihr mehr oder weniger angedacht war, sondern Lehrerin für Mathematik und Physik. Ein wenig denke ich, dass sie ihren Schülern ähnliches bieten wollte, wie sie es erlebt hat.
          Der Sohn hat z.B. in einem ganz bekannten und verruchten Versicherungsunternehmen gearbeitet – das konnte er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und ist gegangen. Da hat er sich lieber selbständig gemacht – aber alle seine Ideale hat er nicht aufgegeben.
          Wäre ich unter DDR-Leuten geblieben (Arbeit, Wohnung, Freizeit) hätte ich es sicher leichter gehabt – so bin ich fast überall die Ausnahme und das noch mit einer gewissen Aufmüpfigkeit. Da sind viele so unendlich viel wohlhabender als ich, weil sie vom ersten bis zum letzten Tag in und für diesen Staat gearbeitet haben und deswegen auch die entsprechende Rente bekommen. –

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          • Oh, da habe ich falsch gerechnet, ich dachte sie wären noch jünger gewesen. Interessant ist das. Die Lomonossow-Universität hatte ja immer einen guten wissenschaftlichen Ruf.

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            • Und sie hat in diesem einen Jahr perfekt Russisch gelernt, da fast alle um sie herum Russen waren.
              Das kommt ihr jetzt bei ihren langen Fahrradtouren durch die ehemaligen Sowjetländer zu gute – nur durch das jetzige Russland fährt sie nicht, aber die anderen, besonders die Älteren, können ja diese Sprache auch. Jetzt lernt sie durch ihre Schüler Ukrainisch.

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            • Russisch und Ukrainisch sollen ja sehr ähnlich sein. Deine Tochter lebt aber nicht in Berlin, oder?

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            • Nein – sie hat damals in Berlin keine Stelle bekommen – und da sie ihr Studium in Heidelberg beendet hat und auch ihr Mann von dort kommt, sind sie 2004 nach BW gezogen.

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  7. Was für sexy Fotos von Dir ! es war für mich eine Überraschung, auch die lackierten Finger und die zahlreichen Ringe !
    Was die Augen betrifft kenne ich mich aus ! bei meinen Problemen mit den Tränenwege habe ich auch ständig trockene Augen. Die Augenpraxis die ich besuche bekommt immer von verschiedenen Pharmafirmen Musterflaschen von Augentropfen für das trockene Auge. Die sind alle gut. Ich bekomme regelmäßig ein paar Flaschen die bis zum nächsten Termin reichen. Die sind alle gut. Fragt mal bei deiner Augenpraxis, vielleicht können Sie dir auch damit helfen. Du kannst auch physiologisches Serum (wird für babys gebraucht) kaufen und damit Augenbäder machen. Das hilft auch und ist nicht teuer.
    Gute Besserung

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    • Reine, ich war ja selbst erstaunt, mich mit lackierten Fingernägeln zu finden. Das habe ich bestimmt wirklich nur zu der Weihnachtsfeier gemacht – ansonsten war das ja so gar nicht mein Ding. Wenn ich Frauen mit diesen langen Nägeln sehe, schüttelt es mich. Ich war noch nie zur Nagelpflege.
      Die richtigen sexy-Fotos habe ich mal vor längerer Zeit auf das Display gebracht – heute die sind doch ganz brav und bieder – nach meiner Meinung jedenfalls.
      So großzügig wäre mein Augenarzt garantiert nicht – er ist in der Praxis nur angestellt und da scheinen sehr strenge Sitten zu herrschen. – Ich habe angerufen, am Vormittag bin ich nicht mehr drangekommen – ich soll es ab 14:00 Uhr versuchen. Er empfiehlt mir immer etwas. Aus Kostengründen bestelle ich das Zeug online und da ist es oft oder meist eine Doppelpackung – in der Ortsapotheke ist es mindestens 40 % teurer. Pech nur, wenn ich es dann nicht richtig vertrage – dann empfiehlt er eben etwas anderes.
      Im Normalfall hatte ich bisher die Einmalampullen von Artelac Splash Er meinte, die sind zu dünnflüssig – jetzt habe ich Artelac Complete MDO – da habe ich eben leider das Gefühl, dass die schon nach dem Eintropfen etwas weh tun – aber die sollen alle drei Schichten im Auge befeuchten. Früh und abends Puralid Lipogel zum Verreiben auf den Augenlidern und für die Nacht Artelac Nighttime Gel – dieses cremige Zeug beruhigt wirklich.
      Meinst du diese physiologische Kochsalzlösung, die auch in Plastikflaschen sind – die gab es immer im Krankenhaus – die habe ich tatsächlich als Augentropfen genommen.
      Liebe Grüße zu euch beiden von mir

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    • So – lange warten auf eine Antwort konnte ich noch nie – also habe ich in der Apotheke eine Packung mit 20 x 0,5 ml = 100 ml Kochsalzlösung gekauft – von „nicht teuer“ würde ich nicht sprechen, aber das liegt daran, dass ich die Preise IMMER zu hoch finde, besonders die von der Pharmazie – die wollten 9,60 € dafür. Die erste Anwendung habe ich schon hinter mir – ich kann eine Packung à 5 ml über den ganzen Tag strecken. Mit Nadel und Kanüle habe ich es aufgezogen, so dass ich es besser ins Auge träufeln kann. Für dich extra zwei Fotos.


      So wie jetzt kann es bleiben – es reibt nichts, es drückt nichts, es scheuert nichts.
      Habe ich schon so viel Geld für meine Augen ausgegeben, kommt es auf die 10 Öcken schon nicht mehr an.
      Lieben Gruß

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  8. Dein Leben ist wahrlich gut durchgemixt, um mal das erste Bild aufzugreifen 🙂 Hoffentlich hilft Dir das Küchengerät gut beim Pürieren, damit Du wenigstens leckere Suppen und Breisachen kreieren kannst. Die fesche Fotoserie ist, um im kulinarischen Jargon zu bleiben, natürlich auch erste Sahne. Da hättest Du auch als Model für einen Modekatalog arbeiten können 🙂
    Gut, dass Du jetzt in Deiner Wohnung eine feste Bleibe hast und nach Lust und Laune dekorieren kannst. Da steht bunten Aussichten nichts mehr im Wege 🙂
    Liebe Grüße

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    • Ach, liebe Mallybeau, momentan – leider schon seit einiger Zeit – ist das gut durchgemixte Dasein etwas verschoben zu kopfseitigen Beschwerden. Das mit dem Kiefer habe ich mir in gewisser Weise selbst eingebrockt – und ich bin der festen Überzeugung, dass sich das wieder bessert und ändert, damit ich endlich Ungemixtes essen kann, was auch nicht breiförmig sein muss.
      Mein rechtes Auge macht mir weitaus mehr Probleme – damit doktere ich ja schon lange herum – anfangs waren es beide, die immer drückten und mir ein Fremdkörpergefühl vermittelten.
      Da alle diese Mittel für das Auge selbst bezahlt werden müssen, habe ich wirklich schon ein halbes Vermögen investiert. Eine 10 ml-Flasche kostet über eine online-Apotheke ca. 10 Euro, wenn man gleich eine Doppelpackung mit zwei Flaschen kauft, vor Ort liegt der Preis bei 16,00 € für eine Einzelflasche – und so ist das auch mit allen anderen Sachen, mit denen ich versuche, das Druckgefühl im rechten Auge weg zu bekommen.
      Momentan ist meine Hauptbeschäftigung dösen, schlafen, mit geschlossenen Augen im Fernsehsessel irgendwelchen Sendungen zuhören – alles andere ist anstrengend und tut vor allem weh. – ABER – heute Nacht hat es geregnet und die Temperatur ist gesunken, welch ein Segen -ich versuche gerade, mit offener Balkontür die Zimmertemperatur weit unter 26° zu drücken – geht aber sehr, sehr langsam, obwohl vor dem Balkon nur 18° sind.
      Jetzt kann ich also nur hoffen, dass ich noch lange Jahre meine 8 Stufen steigen kann, um meine Wohnung noch lange zu genießen.
      Einen bzw. natürlich ganz viele liebe Grüße zu dir

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