Claras Allerleiweltsgedanken


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Dies und das – mal hier, mal dort

Dieses Haus, natürlich seine Bewohner – überraschen mich immer wieder neu, leider nicht unbedingt von der positiven Seite her. Von „Herrn Fromm“ und seiner Geräuschempfindlichkeit jeglicher Art hatte ich ja schon mal hier oder da berichtet.

Dieses Mal passierte etwas, was das allgemeine hier herrschende Vorurteil gegen Ausländer noch gewaltig befeuerte. Ich hatte in den frühen Morgenstunden einen Termin und wollte Fahrstuhl fahren – das ging aber nicht, da er mit Auszugs-Müll-Krempel beladen war, und das immer und immer wieder. Mit dem Hausmeister nicht abgestimmt, wurde dieses Zeug 10 m neben dem Hauseingang hingeschmissen. – Ich ärgerte mich schon auch über die lange Blockade des Fahrstuhls, vor allem, weil die beiden jungen Männer es derartig unprofessionell angingen, dass ich sie am liebsten aufklären wollte. Aber ihre und meine fehlenden Sprachkenntnisse verhinderten das – sie VERSTANDEN offenbar nicht ein Wort Deutsch, ich konnte kein Wort Russisch(???) mehr. Ich tippe auf russisch, weil der Eigentümer ein in Israel lebender Russe ist, der mit seiner Schwester eine Kontaktperson im Haus wohnen hat.

Sie hatten weder Mülltüten noch Behältnisse dabei, in denen sie Kleinzeug wie Leisten oder so hätten sammeln und konzentriert zum Ablageplatz bringen können. Stattdessen liefen sie mit drei Leisten in der Hand immer wieder zwischen Fahrstuhl und Müllablage hin und her.

Der Müll aus dieser Wohnung stammte von einer russischen jungen Familie, die ca. vor 6 Monaten ausgezogen war und hier über 5 Jahre gelebt hat. Diese lange Zeit hat keiner der beiden jungen Leute animiert, Deutsch zu lernen. Die inzwischen mindestens 3 Jahre junge Tochter guckte auch vollkommen verständnislos, wenn ich sie mal ansprach. Die Vorteile eines Kindergartens nahm man nicht in Anspruch, schaffte dafür ein „Fahrzeug“ nach dem anderen für das Kind an. – Etwas gewöhnungsbedürftig war ihr Verhalten mit der abends gegen 22 Uhr voll aufdrehenden Tochter schon, besonders für die Leute, die unten drunter wohnten.

Der Hausmeister, mit dem diese Entrümpelungsaktion nicht mit einem Wort abgestimmt war, blaffte die jungen Männer an, bis er begriff, dass diese der deutschen Sprache nicht mächtig sind. – Aber dennoch hat er es geschafft, dass am späten Nachmittag ALLES, wirklich ALLES verschwunden war.

Und jetzt mein Befremden. Auch wenn ich mich ärgere oder so, muss ich diese Leute nicht derart unflätig mit „K*a*n*a*ck*en“ und schlimmeren Worten beschimpfen. – Alles weitere in dieser Wohnung, die ja unmittelbar an mein Wohnzimmer grenzt, ging sehr gesittet und vor allem, relativ leise vor sich. Es wurde der Fußboden gefliest, eine neue Küche eingebaut und alles andere, was ich bisher durch die geöffnete Wohnungstür sehen konnte, sieht auch gut aus. – Da werde ich ja wohl bald neue Nachbarn bekommen. Hoffentlich stehen diese der hier üblichen Landessprache weniger skeptisch gegenüber als ihre Vorgänger. – Das mit der Lautstärke änderte sich plötzlich und unerwartet.

Die Freude über die Wohnungsinstandsetzung wird sich bei den Mitbewohnern nicht steigern, denn es ist zeitweise schon wirklich richtig laut. Mal sehen, bis zu welcher Zeit die russischen Privathandwerker arbeiten – nicht dass hier Beschwerden eingelegt werden müssen, weil nach 22:00 Uhr noch gearbeitet wird.

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Gestern habe ich mal mein „Pflanzentalent“ auf eine ganz harte Bewährungsprobe gestellt. Ich hatte einen Blumentopf, in dem die Stamm- oder Mutterpflanze total vergammelt und vertrocknet war – in dem Topf hatten sich aber zwei Kinder entwickelt, denen ich eine Chance geben wollte. „Ohne Betäubung“ habe ich die alte Pflanze abgetrennt und den Rest wieder eingetopft. Wenn die das überleben und wachsen, gedeihen und vielleicht sogar blühen, dann vertraue ich in Zukunft ein wenig mehr auf meine PflanzenKUNST – *haha*

Das angegangene Blatt habe ich noch beschnitten – und jetzt steht der Topf auf dem Wartegleis – Abstellgleis wäre falsch. – Muss ich daran jedoch meine Freude zurückschrauben, dann habe ich zur Sicherheit einen „Glaswald“ angelegt – zum Trost für die vielen, vielen Bäume, die jetzt durch Feuer vernichtet werden. Und es sind ja nicht nur Bäume, es sind ja auch Häuser, Wohnungen von Menschen, die in der Gefahr sind, Leben und alles Hab und Gut zu verlieren.

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Und ansonsten habe ich gestern bei AL*DI mal was gemacht, was sonst nicht so meine Art ist – ich habe geHAMSTERT – und zwar zwei Pakete à 500 Blatt Druckerpapier, unter 5,00 €. Vor einem halben Jahr wäre dieser Preis keinen Blick und keinen Lacher wert gewesen, da lag sogar die teure Post mit ihrem Papier meist noch darunter.

Doch jetzt könnt ihr ja mal googeln oder amazonen – ich war erschüttert. Ich brauche in der nächsten Zeit mal einen größeren Posten – doch als ich kaum Preise unter 6,00 € pro Paket fand, die sich sogar bis 8,00 € hochgeschraubt haben, fiel mir die Kinnlade runter. Also habe ich zwei Pakete nach Hause getragen und unter den Drucker gelegt.

Mehr gibt es heute nicht.