Claras Allerleiweltsgedanken

Sprache und Grammatik werden frei genutzt

54 Kommentare

… zumindest in meinen Augen

Falls ihr euch jetzt wundern solltet, was ich hier um die entsprechenden Textstellen für eigenartige Umrandungen gezogen habe, liegt das daran, dass mich bei der Bearbeitung der Fotos mein Rechner bis zur Weißglut geärgert hat.

Mit diesem Foto hatte ich ja schon vor ein paar Tagen darauf hingewiesen, dass die Deutschen immer öfter und häufiger die „Akkusativ-Endsilbe“ bei männlichen Substantiven verschlucken, denn es ist ja „der IQ“ und deswegen richtig: „… ich habe einen IQ …“. Liegt das an der Sprechfaulheit oder an der Gehirnfaulheit?

Als ich nach meinem Empfinden schon viel zu viel Zeit damit vertrödelt hatte, Photoscape wieder nach der längeren Bearbeitungspause in den Griff zu bekommen, habe ich eben eine andere Bearbeitungsvariante gewählt. – Beispiele für falsche Grammatik sind unzählige.

Aber auch in sehr vielen Blogbeiträgen oder Kommentaren wird die richtige Endung verschluckt – doch offensichtlich machen diese zwei Buchstaben bei keinem Menschen irgendwelchen Ärger.

Oben auf dem Foto ist es also der „verschluckte Akkusativ“, denn natürlich müsste es heißen: „Hol dir Deinen … Führerschein“ – wobei bei der heutigen Sprachkorrektness die Frage aufkommen sollte, ob so manche Begriffe aus dem Sprachgebrauch getilgt werden sollen, doch der Führerschein bestehen bleiben soll. – Und natürlich gibt es im Supermarkt (angeblich) schon seit Wochen keinen Bautzener Senf mehr.

*********

Bei dieser Agentur, die das nächste Werbeplakat gedruckt hat, würde ich mir das Geld zurückholen, denn mehr Fehler gehen ja schon kaum noch. Den „TOBESPASS“ in Großbuchstaben lasse ich ganz gnädig noch mal durchgehen, weil es ja kein großgeschriebenes „ß“ gibt – warum eigentlich nicht nach der langen Zeit der Rechtschreibreform. – Wollen die Betreiber dieser Kinderaktivitäten den Eltern sagen, dass es am „Abend teuer“ ist und sie deswegen am Nachmittag genießen sollen?!

 

Das nächste Beispiel spricht nur den Unterschied in der Schreibweise zwischen „ss“ und „ß“ an. Da es mir in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass in der „kurzgesprochenen Form“ wie Fluss oder Kuss und auch im Plural bei Flüssen und Küssen eben das Doppel-S steht – aber der lang gesprochene „Fuß“ und seine Doppelform, die Füße, mit ß eben in meinen Augen so viel besser aussehen.

„Spass“ und „Pass“ müssten dann also auch gleich ausgesprochen werden. – Genug jetzt davon, ich werde mich auch weiterhin bemühen, über die Schreibweisen hier und da und dort hinweg zu lesen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

54 Kommentare zu “Sprache und Grammatik werden frei genutzt

  1. Liebe Clara,
    da dürfen wir nicht sooo kleinlich sein und sollten den Leutchen ein paar Rechtschreibfeler verzeihen… 😉

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    • Wow – was hast du jetzt hier wieder alles gezaubert – ich bin fasziniert und jetzt erst einmal damit beschäftigt, sie alle in meinen Clara-Fotoordner abzuspeichern, denn ich kann es mir ja wohl schlecht entgehen lassen, bestimmte liebe und nette Leute von meiner Ägypten- oder Afrikareise zu grüßen. Aus dem Schnapsladen ist es aber auch nicht so übel.
      Ganz, ganz lieben Dank – passend wären doch nur 7 Collagen – aber du hast – wie ich ja auch so oft – wieder übertrieben.
      Und tschüss – ich fange jetzt mit dem Abspeichern an

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      • Oh je, jetzt mache ich Dir am Geburtstag noch unnötig Arbeit. Genau genommen hätte ich ja 77 Bilder schicken müssen …. 🙂

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        • Da hätte ich dich stehenden Fußes oder stante pede (oder wie das heißt) eigenhändig erschlagen. Heute findet ja NICHTS statt, Feier ist ja erst morgen.

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          • Hihi, auch noch ein Mord am Geburtstag. Eine Leiche zum Dessert 🙂

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            • Bei diesen heißen Temperaturen schmecken Leichen nicht zum Dessert. – Nachdem ich die schnellste Methode entdeckt hatte, um sie als Fotos abzuspeichern, ging es ziemlich schnell. Einfach „Foto kopieren“ anklicken und im gewünschten Ordner ablegen. Jetzt mache ich mal ganz schnell eine Lieblingsbewertung. Im nächsten Kommentar.

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            • Als Kuhbraten würde ich mich aber vielleicht eignen 🙂

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            • Wir haben einen Vegetarier in der Runde.
              Reihenfolge: (Bevor du das liest, kannst du ja mal ganz kurz selber schätzen)
              Platz 1: Wanted – und KEINER fängt mich!!!
              Platz 2: Schnapsladen – na gut, da gebe ich auch an andere ab
              Platz 3: Cockpit – da war ich leider noch nie
              Platz 4: Afrika – für eine Safari jetzt zu spät
              Platz 5: England, da war ich wirklich schon
              Platz 6: Ägypten, damit ich mal wirkliche Kamele sehe, und nicht immer nur verkleidete Politiker
              Platz 7: Amerika, denn dort war ich auch schon
              Platz 8: Europapark – inzwischen nicht mehr so von Achterbahnen begeistert, da kann man rausfallen
              Platz 9: Brasilien – dort zieht mich nichts hin.

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            • Dann sollten Dir Deine Gäste schnell noch einen Gutschein für den Besuch eines Cockpits schenken.
              In die Achterbahn habe ich Dich aus Sicherheitsgründen auch nur auf der Postkarte verfrachtet. So lebt es sich doch wesentlich entspannter. Und die Reisekosten halten sich sehr in Grenzen. Lediglich im Wilden Westen muss man aufpassen. Aber Dich fängt ja sowieso niemand. Schließlich bist Du immer bis zur Unkenntlichkeit in Lila gekleidet 🙂

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            • „Schließlich bist Du immer bis zur Unkenntlichkeit in Lila gekleidet “ nanana, wenn ich alles so wenig in lila hätte wie Kleidung, hätte ich mir meinen Ruf hier nicht erarbeitet. – Du siehst doch, auf allen von dir verwendeten Fotos habe ich NICHTS in lila an.

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            • Weiß ich doch. 😉😉😉

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  2. Ja ich sehe, unter den Links steht, dass sie freigeschaltet werden müssen …

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  3. Morgens früh, da klingelts schon
    es ist das lila Telefon.
    Im Hause Himmelhoch da ruft man an
    wo man gratulieren kann.
    Denn Geburtstag feiert Clara
    mit viel Tri und ganz viel Trara.
    Gratulanten überall,
    Mensch die haben einen Knall.
    Clara stiehlt sich drum ganz leise
    fort und macht ne große Reise.
    Dort bekommt sie viel zu sehn,
    von den Städten bis zu Seen.
    Mit Schnaps begeht sie diesen Tag
    und zählt die Zahlen wie sie mag.
    Clara bleib gesund und heiter
    schreib auf Deinem Blog so weiter.
    Genieß den lila Freudentag
    mit allem, was noch kommen mag 🙂
    Liebe Clara!
    Da die letzten Jahre wenig Anlass zum Verreisen gegeben haben, habe ich mir erlaubt, Dich ein wenig durch die Welt zu schicken und Dir selbst Geburtstagsgrüße zu schreiben. Ich hoffe, Du fühlst Dich fit, um Deinen Ehrentag in vollen Zügen genießen zu können. Hier hat es über Nacht ein wenig abgekühlt. Vielleicht kommt auch in Berlin eine frische Brise an und spielt den Geburtstagsventilator.
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles alles Gute, bleib wie Du bist. Lila und lustig 🙂
    Liebe Grüße von der tierischen Alm
    Mallybeau

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    • Sage mal, täuschen mich mein Handy, mein Kopf + Verstand oder die sonstige Technik. Ich bilde mir ein, dass ich bei der Nachricht von dir zuerst eine Menge Text lesen konnte, dann aber ganz, ganz viele Links standen. Und JETZT??????????????? Nicht ein einziger, auch auf dem Handy jetzt nichts mehr.
      Auch gut, dann kann ich mich vollkommen auf deinen geschriebenen und gedichteten Glückwunsch konzentrieren und mich mit einem Knicks bedanken, so lange ich den noch machen kann und wieder hoch komme. – Das kann sich ja von heute auf morgen ändern – und wenn dann niemand hier ist, der helfen kann, sehe ich ganz schön ALT aus.
      Liebe Grüße zur dir Nicht-Geburtstags-Mallybeau

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      • Hast Du den Kommentar freigeschaltet? Dann müssten die passenden Bilder dazu erscheinen. Vielleicht kann man es deshalb auf dem Handy nicht sehen. Aber irgendwas ist ja immer. Hauptsache Du genießt Deinen Geburtstag 🙂

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        • Auch mein Computer zeigt mir die Sachen nicht. Ich habe jetzt in der Kommentaransicht geschaut – da sind 9 Sachen aufgeführt – alle in ganz zart grauer Schrift und wenn ich eines anklicke, dann sagt er mir: „File not found“ oder so.
          Wenn ich sie sehen darf, dann musst du sie mir zu zweit oder dritt als Mail schicken, denn sonst muss Clara mit dem Popo zu Hause sitzen.
          Aber ich bin froh, dass mich mein erster Eindruck doch nicht getäuscht hat.

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  4. Das stört mich ebenso, auch fällt auf, dass viele eigentlich professionell geschriebene und gedruckte Texte zunehmend mit Rechtschreibfehlern bestückt sind. Oftmals Flüchtigkeitsfehler, weil es vermutlich schnell gehen muss oder weil das Geld für ein Lektorat gespart wird. Irgendwann weiß man oder frau dann nicht mehr, was richtig oder falsch ist.
    Und manches Mal lese ich diese Texte nicht mal fertig….
    Viele Grüße.

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    • Wenn zu schlechten Fehlern auch noch ein schlechter Inhalt kommt, dann höre ich auch auf und „vetrödele“ voller Lust und Freude meine Zeit bei einem gewissen Autopict, um ihm bei seinen erfolgreichen Pustereien zuzusehen. Nur COPD darf er nicht haben, sonst könnte es kritisch werden.

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  5. hilfe, liebe clara, warum auf dieser spielwiese so streng? ich bemühe mich z.b. um die kommaregeln, aber das hat nun 60 jahre nicht geklappt. wenn ich texte zur veröffentlichung schreibe lasse ich eine freundin gegenlesen. aber im blog, auch bei kommentaren, schreibe ich spontan und durchgängig klein, weil es flüssiger geht. das werde ich nicht ändern, es ist mein stilmittel. die rechtschreibefehler auf plakaten finde ich belustigend, manchmal reagiere ich schriftlich. so hatte z.b. eine kurklinik einen günstigeren aufenthalt über die weihnachtszeit angeboten, besonderer höhepunkt war eine grippenausstellung. ich schrieb ihnen, dass die menschen nicht verdient haben ausgestellt zu werden, nur weil sie weihnachten krank sind. es macht mir freude gelegentlich zu reagieren, die fehler liegen nach meiner meinung auch am rechtschreibprogramm, auf das sich die menschen ohne plausalitätskontrolle verlassen. das programm ist doof, grippe oder krippe ist beides richtig, es sind nur ganz verschiedene dinge.
    hab einen gelungenen sonntag heute, auch wegen morgen ;-)). herzlichen gruß, roswitha (sende mir doch bitte eine mail mit deiner mailadresse.)

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    • Roswitha, pardon, dass ich es ein wenig anders sehe. Bei Wilhelm hatte ich seine Bemerkung über die Rechtschreibreform betreffend den Buchstaben ß falsch verstanden. Sonst hätte ich nie und nimmer so ausführlich dazu geschrieben.
      Meine Mutter war Lehrerin – offensichtlich sogar eine ziemlich strenge, aber erfolgreiche. Sie hat ihre Schülerinnen in den Fächern Stenografie und Maschinenschreiben an vielen Wettbewerben erfolgreich teilnehmen lassen. – Ob meine Tochter als Mathe-/Physiklehrerin ebenfalls streng ist, weiß ich nicht.
      Ich weiß nur, dass für mich seit ca. 70 Jahren Sprache das wichtigste Ausdrucksinstrument für mich ist – ich spiele kein Musikinstrument, ich kann nicht malen oder töpfern oder oder oder – und meine Sprache muss für mich so sein, dass sie mit den allgemeinen Regeln überein stimmt, aus Bedürfnis, nicht aus Zwang. – Müsste ich plötzlich alle Substantive klein schreiben, könnte ich mich sicher bis ans Ende meiner Tage nicht daran gewöhnen. – Ich finde mein Rechtschreibprogramm hervorragend, das auf ALLEN Geräten (Handy, Tablet, Computer) geladen ist und die vielen Tippfehler, die bei meinem sehr schnellen Schreiben passieren, mir anzeigen. Klicke ich dieses Wort dann an, bekomme ich Vorschläge, wie ich es ausbessern kann.
      Lasse ich als Veranstalter in einer professionellen Werbeagentur Plakate drucken, dann dürfen die nach meiner Auffassung weder Rechtschreibfehler noch Grammatikfehler enthalten – wie hieß es doch mal so schön: „Meine Hand für mein Produkt!“ – Heutzutage gäbe es leider viele Leute nur mit einer Hand.
      Vielleicht klingt „Abendteuer“ lustig, aber ich würde es der Agentur, die es erstellt hat, um die Ohren hauen, weil ich das Gefühl hätte, mich als Veranstalter damit lächerlich zu machen.
      Neben der Verwendung des Rechtschreibprogramms ist natürlich nebenher ein wenig Kontrolle und Verstand erforderlich.
      Bessere Programme monieren „Grippenausstellung“, wie ich gerade geprüft habe, jedoch „Krippenausstellung“ wird hier auch moniert, aber ich richtigen Word Schreibprogramm nicht.
      Der gelungene Sonntag ist mir einfach zu heiß – doch morgen ist ein wenig Regen angesagt, das wäre das beste Geschenk.
      Mit Gruß von Clara

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      • liebe clara, selbstverständlich kannst du das gerne anders sehen, ohne jede erklärung. ich bin so frei und schreibe wie ich will, mir macht es so freude. herzlichen gruss, roswitha

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  6. Dabei fallen mir jetzt die vielen neudeutschen Liedtexte ein, bei denen sich mit Gewalt etwas reimen soll. Aber etwas undeutlich gesungen oder eine Endung verschluckt und schon klingt es zumindest lautmalerisch ein wenig so, als würde es sich reimen.
    LG von der Silberdistel

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    • Diese Beispiele kann ich leider nicht nachvollziehen, da ich so gut wie nie oder besser gar nicht Radio höre und demnach auch keine Musik. – Radio klappt nur über den Fernseher mit Bluetooth verbunden – und das ist mir tagsüber zu umständlich, da ich mich dann immer in „Reichweite“ des Fernsehers aufhalten muss.
      Jetzt ist Balkonlesewetter – das werde ich nutzen.
      Grüße zu dir

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  7. Die Sache mit dem DoppeL-S statt Ess-Zett:

    Das mache ich ja nun auch konsequent, auch wenns manchmal immer noch etwas merkwürdig aussieht. Denn das ist eine der wenigen Regeln der letzten Rechtschreibreform, die wirklich meinen ungeteilten Beifall findet. Wenn ich wirklich mal den Buchstaben „ß“ schreiben will, muss ich dafür tatsächlich erst mal länger auf meiner Tastatur herum suchen.

    Bei anderen Regeln hab ich allerdings oft meinen Zweifel, nicht nur wenn ich Plakate lese, sondern auch, wenn Sprache in Nachrichten zwar vermutlich regelkonform genutzt wird, in meinen Ohren aber trotzdem falsch klingt und so wirkt, als hätten die Sprecher beim Deutschunterricht nicht aufgepasst.

    ——–

    Und was das angesprochene Verschlucken von Endsilben angeht, damit geht es mir genauso.
    Allerdings vermute ich, dass da „Jugendsprech“ und „Ghetto-Slang“ Pate stehen und es in ein paar Jahren zur allgemeinen Sprachregel werden könnte, wie vieles, was in unserer Jugend noch falsch war, heutzutage aber akzeptierter Teil unsrer alltäglichen Umgangssprache ist.

    Lebendige Sprache ist halt nicht statisch, sondern ändert sich im Lauf der Zeit – und so wird es wohl auch bezogen auf diesen Punkt sein.

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    • Jetzt muss ich schon mit der Anrede gaaaaaaaaaaaaaanz groß ausholen: Liebster Martin, bevor du meinen Antwortkommentar weiter liest, musst du mir hoch und heilig SCHWÖREN, dass du NICHT sauer bist auf mich – ich will dich wirklich NICHT ärgern.
      Wenn du gestattest, ich habe mir ein ganz herzhaftes Lachen verkniffen, ich habe nur breit geschmunzelt. Für mich gibt es bei meinen Blogs kaum noch jemand als ihr beide, der die „ß“ und „Doppel-S“ Regelung so eigenwillig (oder richtig gesagt: falsch auslegt, wie ihr.
      Mein Rechtschreibprogramm mit der neuen ‚Rechtschreibung würde sich vor lauter rot unterkringelten Wörtern gar nicht mehr einkriegen.
      Das ß ist keinesfalls zum seltenen Buchstaben geworden, den man beim Schreiben suchen muss – er ist nur bei kurz gesprochenen Wörtern wie Kuss, Fluss, Schuss dem ehemaligen ß gewichen und jetzt durch das Doppel-s ersetzt worden.
      Aber bei gießen, schießen, fließen, reißen, schei*ßen, ließen usw. usf. bleibt es bestehen.
      Ich habe mal ganz kurz in deine Texte geschaut und das kopiert – bei 7 fehlenden ß habe ich aufgehört:

      Das wäre „schliesslich“ nicht passiert, …
      papierener Henkel auf der Treppe zu „reissen“ drohte
      Amazon immerhin zeigt sich deswegen doch „einigermassen“ kulant,
      … sehr wohl aber für mein „Luxusmodell“ mit dem „grösseren“ Display
      viel, dass dort momentan jede verfügbare „Kreisstrasse“ damit verziert wird,
      Und das ist „äusserst“ unangenehm, denn auf dem Split, auf den „Strassen“ liegt, fährt es sich wie auf …

      Im Wordtext habe ich die entsprechenden Wörter fett gedruckt, aber das übernimmt er nicht. Ich setze sie sicherheitshalber in Gänsefüßchen.

      Und das mit der fehlenden Akkusativendung bei männlichen Substantiven hat meiner Meinung nach nichts mit Jugendsprache zu tun, denn alle meine Beispiele sind aus ganz normalen Texten. Bei uns in der Doko-Whatsappgruppe gibt es auch einige, die es „schlucken“

      Wirklich anerkannt wurde in der letzten Zeit der Austausch des Genitivs gegen den Dativ – der erste klingt mündlich wirklich zu gestelzt.

      Jetzt breitet sich ein kleines Hüngerchen bei mir aus.
      Und tschüss!

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      • Warum sollte ich sauer sein…
        Nenn es einfach „künstlerische Freiheit“ oder meinetwegen auch „Nonkonformismus“, wie ich die Rechtschreibregeln anwende….

        Für mich, der ich lange Jahre nur auf einer englisch-sprachigen Tastatur geschrieben habe, uaf der diese Buchstabe bekanntlich nicht vorkommt und nur über unsägliche Verrenkungen zu erzeugen ist (damit fing mein Computer-Leben an – und diese Tastatur war für mich wirklich so perfekt, dass ich mich davon auch nicht trennen mochte, als ich mir in den neunzigern endlich einen fabrikneuen Computer leisten konnte und nicht mehr auf selbst zusammengedengelte Altgeräte aus gebrauchten Teilen angewiesen war) ist und bleibt das „ß“ ein Sonderzeichen, dass ich auch jetzt noch nicht verwenden mag, wo ich mich an die üblichen Umlaute „ä,ö,ü“ gewöhnt habe.(…nachdem das unter anderem auch aus beruflichen Gründen nötig war.)

        Und bisher hat sich daran wirklich auch noch niemand gestört, sondern es allenfalls als“persönliche Note“ bei den Schrulligkeiten einsortiert, die nun mal zu mir dazu gehören…

        Insofern:
        Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast – aber es war sicher insoweit umsonst, als dass ich mir auf meine alten Tage bestimmt nicht mehr den Gebrauch des Ess-Zett angewöhnen werde 😎

        Ausserdem kommt es darauf ja auch nicht an, solange meine Texte trotzdem verständlich bleiben….

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        • Hallo Wilhelm, hätte ich deine ersten Zeilen im ersten Kommentar nicht so absolut falsch verstanden, wären meine Beispiele hier gar nicht gekommen. Du schriebst:
          „Das mache ich ja nun auch konsequent, auch wenns manchmal immer noch etwas merkwürdig aussieht. Denn das ist eine der wenigen Regeln der letzten Rechtschreibreform, die wirklich meinen ungeteilten Beifall findet. Wenn ich wirklich mal den Buchstaben „ß“ schreiben will, muss ich dafür tatsächlich erst mal länger auf meiner Tastatur herum suchen.“

          Wie gesagt: Den „ungeteilten Beifall“ hatte ich anders verstanden.
          Du hast lange Jahre auf einer Tastatur ohne den Buchstaben ß geschrieben – ich habe lange Jahre für ein größeres Unternehmen Korrektur gelesen – dir ist also das eine und mir das andere in Fleisch und Blut übergegangen.

          Auf einem anderen als dem meinen Blog würde ich mich nie über solche Sachen äußern – und hättest du hier nicht „applaudiert“, hättest du meine Meinung über deinen „Nonkonformismus“ nicht lesen können.

          Die Menschen sind in ihren Ansprüchen eben sehr unterschiedlich. Ich kann Fotos in ihrer absoluten Qualität nicht einschätzen, mein Metier ist seit Schuljahreszeiten eben die Sprache.

          Und jetzt Schluss – ich werde weiter bei dir mit Spaß und Freude lesen und mit einem kleinen Säckchen voller „ß-Buchstaben“ kommen, um in Gedanken tauschen zu können. Okay???

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  8. Oh je, da stimme ich Lo zu, das macht wirklich kein Spass mehr. Da könnte man als Deutschlehrerin eine Stadtrundfahrt anbieten und die Schüler müssen rausfinden, wie viele Fehler vorhanden sind. Die etwas andere Art der Fortbildung 🙂
    Liebe Grüße auf Dein Balkon mit Dein toller Aussicht 🙂

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  9. Gruselig. Ich gucke ja kaum auf Werbeplakate, deshalb ist mir das bisher nie so aufgefallen.

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    • Da ich ja nur zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, kann ich an den Werbeplakaten gar nicht vorbei gucken. Offensichtlich ist mir ein Deutsch-Gen oder schlimmer, ein Pädagogengen eingepflanzt worden, denn die Generation über mit und auch die unter mir sind oder waren beide begeisterte Lehrerinnen. – Ich – vielleicht nicht in der DDR aufgewachsen – wäre sicher auch in diese Sparte abgedriftet.
      Und dieses „Abend teuer – Morgens preiswert-Plakat“ hängt in meiner Gegend fast an jedem dritten Laternenmast.
      Es ist tatsächlich so, auch in „astreinen“ Büchern oder Texten springen mich auch ganz wenige Tipp- oder andere Fehler an – nicht ohne Grund habe ich in meiner Firma lange Korrektur gelesen.

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  10. Das mit dem fehlenden „en“ fällt mir auch immer häufiger auf. Man stolpert förmlich beim Lesen darüber. Das macht „kein Spaß“…😉
    Liebe Grüße!🤘

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