Claras Allerleiweltsgedanken

Ein Sonntagsgeschenk an meine Zahnärztin

23 Kommentare

… aber ich bin keinesfalls so blöd leichtsinnig, euch ihren Namen oder gar die Adresse zu verraten – ich habe nicht den Eindruck, dass sie unter Patienten- oder Arbeitsmangel leidet oder gar aus Langeweile ihre Daumen umeinander herum kreisen lassen muss.

Vornweg ein ganz lustiger Zufall nach dem Motto: „Wie das Leben so spielt.“

Vor wenigen Tagen habe ich meine Freundin P.R. aus dem alten Haus zu mir eingeladen, um einfach mit den neuen Errungenschaften in der Wohnung anzugeben. Wir haben geschlemmt in fester und flüssiger Form – DAAAAAAAAAA konnte ich noch kauen. Ich erzähle ihr davon, was ich zahntechnisch schon hinter mir habe, was aber unmittelbar noch vor mir steht und schwärme davon, dass ich ganz zufällig einen kleinen Kronjuwel in der Zahnarztgilde gefunden habe. Wer bei mir schon lange liest, weiß ja, was für dunkelschwarze Schafe ich schon getroffen habe- das ist wie im echten Leben, da sind manche auch so schwarz, wie ich es im Ernstfall sein kann.

Ihre prompte Reaktion: Ich habe auch eine neue Zahnärztin. Mein Sohn hatte Zahnschmerzen und wir hätten beim behandelnden Arzt erst in drei Tagen einen Termin bekommen. Da habe ich im Netz gesucht.

Ich: Das einzig blöde bei mir ist, dass ich mit diesen blöden Verkehrsverbindungen immer bis zum Nollendorfplatz fahren muss.

Sie (guckt stumm mit großen Augen) und sagt: Meine Praxis ist auch am Winterfeldmarkt oder -platz oder so.

Und dann sagt sie, dass man eine Treppe hoch muss und dann rechts in ein unheimlich originell eingerichtetes Wartezimmer kommt, das die Patienten von ihren Ängsten oder Schmerzen ablenkt. – Spätestens da wusste ich, dass wir beide im gleichen Hafen bei der gleichen Zahnärztin gelandet sind – WIE DER ZUFALL SO SPIELT!

Beim letzten Termin musste ich außergewöhnlich lange auf die Behandlung warten – da war wohl einiges nicht nach Wunsch oder Plan gelaufen und es war inzwischen Freitag gegen 14:00 Uhr, eine Zeit, wo andere schon lange ihrem ihnen zustehenden Feierabend nachgehen. Ich kann ja nicht einfach so dasitzen und dumm gucken – also habe ich im Wartezimmer fotografiert. Danach habe ich mich mit dem Bücherregal beschäftigt. Das Maskottchen dieser Praxis ist der Pinguin oder sind die Pinguine – sie begegnen mir überall, auch auf der Visitenkarte kredenzt ein als Kellner fungierender Pinguin auf einem Tablett einen Backenzahn.

Es gibt wunderschöne Kinderbücher, die über das Leben der Pinguine aufklären. Ich glaube, ich muss mir mal das eine oder andere ausleihen, um mehr über diese putzigen Tiere zu erfahren.

Ich zeige euch jetzt mal ein paar Fotos. Dort, wo ein Junge mit drauf ist, die hat mir P.R. als WhatsApp geschickt, denn auch sie konnte offensichtlich dem Fotografierdrang nicht widerstehen. Da habe ich mich ja unheimlich lange beherrscht, denn ich bin ja schon einige Wochen länger als sie dort in Behandlung und habe jetzt zum ersten Mal Fotos gemacht.

P.R. war ja noch zwei Zähne kesser als ich, sie hat sogar in einem der beiden Behandlungszimmer fotografiert und sich nach dem gemalten Bild an der Decke erkundigt. Letzteres ist vom Sohn der Ärztin gemalt. Da sie im Alter meiner Tochter ist, müsste ihr Sohn so in etwa das Alter meines Enkels haben … und der kann auch gut malen – das hätten die beiden dann schon mal gemeinsam.

Könnt ihr mir helfen, welche Schauspieler da alle auf den Fotos sind? Ich armes Ostzonenkind DDR-Kind kenne doch die Westfilme nicht oder nicht so gut und seit 2004 war ich nicht mehr im Kino, da ich dort nichts verstehe. Ich sehe aber gerade, die Qualität ist nicht so überragend, aber vielleicht erkennt ihr mehr als Romy Schneider mit ihrer Mutter Magda.

Irgendwann war die Regenerierungsphase meiner Zahnärztin vorüber und ich kam auf den Behandlungsstuhl. Sie freute sich darüber, dass ich im allgemeinen kaum Schmerzen habe – das änderte sich aber schlagartig, als sie versuchte, mir einen Zahnersatz zurecht zu schleifen, weich zu unterfüttern und in den Mund einzusetzen, damit ich nicht immer mit Maske die Leere in den oberen Reihen verdecken muss. – Könnte mein linker Kiefer singen, er hätte laut jaulend eine Arie geschmettert geheult. Ich bin noch irgendwie mit Zähnen im Mund aus der Praxis gegangen – aber schon auf der Treppe kamen sie in ihr grünes Kästchen und da bleiben sie auch, bis der Kiefer Druck und anderes verträgt. – Mein nächster Termin ist am 2. September, da werden die Fäden gezogen – und dann sieht alles (hoffentlich) schon sehr viel besser aus – denn irgendwann hat ja sogar die hartgesottenste Clara das pürierte Essen satt oder über und will wieder mal in ein paar Hühnerschenkel beißen.

Manche bekommen zum Sonntag einen Blogbeitrag geschenkt, ich schenke mir Eis mit Erdbeeren, deswegen stehen die auf dem Balkon in der Sonne und tauen vor sich her. Gut, dass ich mal so viele eingefroren habe. Eine noch halb gefrorene Hälfte in den Mund nehmen ist wie Eisbeutel auf dicke Backe legen, nur von innen.

Im Netz habe ich gerade das gefunden und damit will ich mich auch schon wieder in mein wohlverdientes Nichtstun zurückziehen. Bücken, schnelles Gehen oder gar anstrengende Arbeit nimmt die Wunde übel – aber das lässt sich ja berücksichtigen.

Ich will das Bild ja gar nicht von „Geniale Gedanken“ klauen. Zur Sicherheit haben sie „elitemindset“ über „kaputt“ eingefügt. Was da aber für ein haariges Wesen im Hintergrund zu sehen ist, überlasse ich eurer Phantasie.

Und dann ist mir von den Minions noch etwas viel, viel Schöneres über das Display gelaufen – daran arbeite ich schon seit langem hart und jetzt hilft mir auch meine Zahnärztin dabei. (Das Komma hinter „Jahren“ habe nicht ich gesetzt)

Ist es dann so weit, wird meine Haarpracht genau auf dieses Minimum geschmolzen oder besser ausgefallen sein.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

23 Kommentare zu “Ein Sonntagsgeschenk an meine Zahnärztin

  1. Den in der Mitte?
    Irgendwas mit Casablanca. Peter Lohre?!

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    • Mir ist so, als wenn ich diesen Namen schon mal gehört hätte.
      Sage mal, bei euch muss sehr schlechtes Wetter sein, denn ich habe das (schöne) Gefühl, du sitzt stundenlang am Computer und unterhältst dich mit Clara. Bei schönem Wetter würdest du doch lieber auf Insektenfotojagd gehen.

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  2. Eine außergewöhnliche Praxis…
    und du bist schon wieder am handwerklichen Tun…

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  3. Schon lustig, welche Zufälle es manchmal gibt. Aber Eure Zahnärztin scheint nicht nur gut in ihrem Fach zu sein, sie hat auch viel Sinn für schicke Wartezimmer. Welcher Patient staunt nicht erst einmal, wenn er den Raum betritt und vergisst dabei vielleicht sogar, warum er eigentlich gekommen ist.
    Auf den Bildern erkenne ich auch Romy und Magda Schneider, Peter Lorre könnte auch stimmen. Mit Marlene Dietrich liegt Mallybeau meiner Meinung nach auch richtig.
    Erdbeeren sind hier auch immer noch der große Renner, allerdings die frisch geernteten. Aber wir brauchen ja auch kein Eis, um die Wunden zu kühlen. Sollte es doch einmal dazu kommen, werde ich mich sicher dankbar an Deinen kühlen Tipp erinnern.
    In diesem Sinne wünscht Dir die Silberdistel einen Schönen Sonntag

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    • Du wirst es nicht glauben, ich habe bisher noch nie in einem Polstermöbel im Wartezimmer gesessen, sondern IMMER auf dem gleichen Stuhl – neben dem Bücherregal. Da konnte ich immer schon mal in die wunderschönen Kinderbücher über Pinguine hineinsehen.
      Gerade bin ich ja beim Streichen meiner Metallbrüstung. Das hatte zwar der Maler schon gemacht, aber ich hatte das dringende Bedürfnis, etwas nachzubessern.
      Jetzt trocknet der erste Anstrich und ich habe etwas Zeit.
      Heute hole ich seit Wochen mal keine Melone beim Türken auf dem Wochenmark, denn pürierte Melone ist im Grunde genommen nur Wasser – das kann ich auch anders haben.
      Am Ende der Streichorgie gibt es gelutschte Torte.
      Und tschüss sagt Clara

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  4. Der Herr oben in der Mitte ist Peter Lorre – bekannt geworden in Deutschland durch „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ Anfang der Dreissiger und nach seiner Flucht vor den Nazis oft als Bösewicht in diversen Hollywood-Produktionen zu sehen.u.a. auch im „Casablanca“ als Gegenspieler von Humpfrey Bogart 🙂
    Abgesehen davon: das Wartezimmer ist Klasse. sowas würde ich mir von meinen Ärzten auch wünschen.

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    • Ach so, noch vergessen:
      Zum Mignon ganz unten:
      Um diesen Zustand zu erreichen kommst aber auch auf funktionierende Kauwerkzeuge an – oder (und da bin ich mit meine Klappzähnen im Vorteil) auf eine kräftige Handmuskulatur, um die Prothesenteile stark genug gegeneinder drücken zu können….
      Wäre da nicht die Sache mit dem Rheuuma, die mich daran doch etwas hindert….

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      • Lieber Wilhelm, was meinst du, warum ich mir das hier und in Zukunft alles antue?????? Damit ich eben eine obere Kauleiste haben werde, die notfalls nicht nur in einen Apfel, sondern auch in eine böse Hand oder sonst wohin beißen kann. – Und ich bin sicher, das schaffen wir im Team – allerdings muss die ZÄ am meisten dafür tun, ich muss nur leiden und ein wenig entlohnen.
        Da ja deine Unter- und Oberzähne nicht durch ein Scharnier miteinander verbunden sind, ist es gar nicht so einfach, sie mit den Händen zubeißen zu lassen – auch ohne Rheuma nicht.

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    • Die Namen der Schauspieler nehme ich wie ein kleines Greenhorn entgegen, denn außer den beiden Schneider-Damen kenne ich kaum jemand. Romy Schneider und ihre Mutter waren sogar in der DDR auf der Leinwand zu sehen.

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  5. Witzig, das Wartezimmer sieht ja wie ein kleines Wohnzimmer aus. Kein Wunder, dass Du an der Deko Deine helle Freude hast. Mich hätten sofort die Fotografien gelockt, da ich alte Filme sehr liebe. Das in der Mitte könnte Peter Lorre sein. Auch Marlene Dietrich? Na jedenfalls ein schöner Anblick, der vor möglicher schmerzhafter Behandlung ablenkt.
    Gut, dass Dein Sohn so viel Hundezubehör besitzt. Da hat er bestimmt einen Maulkorb vorrätig, wenn Du in ein paar Jahren zu beissen anfängst 🙂
    Liebe Sonntagsgrüße

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    • Hallo, ich habe gerade noch mal deine Vorschläge von Fb gegoogelt – ich weiß nicht, ich bekomme bestimmt von der Chefin des Hauses Aufklärung. Sie hat zwar zwei Behandlungsräume, aber ich bin meist im „Schauspielersalon“.
      Obwohl ich ja im echten Wohnungsleben so gar nicht für antike Möbel bin, fand ich das hier etwas anderes. Besonders diese außergewöhnlichen Lampen haben mich sofort angesprochen, der Kronleuchter etwas weniger.
      Ich lege dich gleich und sofort übers Knie – von wegen und, mir einen Maulkorb zu verpassen. Du glaubst doch nie und nimmer, dass ich den anlegen würde *haha* – Wenn ICH wirklich beißen will, dann habe ich auch allen Grund dazu, und dann lasse ich mich durch nichts und niemand daran hindern. Für was würde ich mir sonst so eine kostspielige und schmerzhafte Behandlung antun, wenn das danach nicht möglich ist.
      Peter Lorre ist allseits bestätigt.
      Komme mal kurz mit deinem Kopf etwas näher, ich will dir wenigstens ein Ohr lang ziehen.

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      • Hihi, genehmigt. Du darfst mir auch beide Kuhohren lang ziehen. Ich vermute, wie bereits bei FB geschrieben, unter Peter Lorre in Gestalt von Dracula den guten Christopher Lee. Links außen spiegelt es zu sehr, um sicher zu sein. Links unten könnte Stan Laurel sein. Ist aber zu vage. Und die Damen wären in der Frontalansicht sicher besser zu erkennen. Wenn Du mal wieder dort bist, kannst Du ja nochmal draufhalten 🙂

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        • Jetzt will ich auch nicht, dass die ZÄ es auflöst, ich will es anständig selbst fotografieren und hier noch einmal einstellen. Du bist ja richtig gut – ich nehme das „Angebot“ mit dem Langziehen der Ohren wieder zurück.
          Im Moment streiche ich gerade Balkonbrüstung und habe nur eine Pause, bis die erste Schicht getrocknet ist.
          Wenn alles fertig ist, belohne ich mich mit Torte, die ich am Gaumen zerquetschen kann, und einem Blogspaziergang. Zu deinem Artikel habe ich schon ein Foto gemacht, was ich dir dann zeigen werde.

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          • Hihi, eine zerquetschte Torte im Gaumen klingt toll. Lass es Dir munden. 🙂
            Ratespiele mit nostalgischen Filmen kannst Du gerne öfter bringen. Da würde ich im Gegensatz zu aktuellem Filmkram eher mal was wissen. Aber nicht, dass Du jetzt ständig zu Deiner Zahnärztin rennst 🙂

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  6. Das Wartezimmer gefällt mir. Fast schade, dass ich in Berlin nie zum Zahnarzt musste 🙂 Ich habe ja da direkt nebenan gewohnt und auch gearbeitet.
    Ich erkenne auch nur Romy und Magda Schneider

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    • Hallo, ich habe gerade ein wenig Pause – ich streiche nämlich gerade meine Metallbrüstung auf dem Balkon zum zweiten Mal – eine Schicht muss trocknen, da kann ich an den Computer.
      Ein paar Tipps sind ja noch eingetroffen – doch was nützen sie mir, wenn ich die Leute eh nicht kenne.

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