Claras Allerleiweltsgedanken


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Ein Koffer geht auf Reisen … (1. Tag)

… und nimmt die Clara mit

Obwohl heute Halloween ist, ist mein Beitrag zu diesem Thema leicht „verfälscht“ – aber grauslich genug war es schon, was ich mit meiner Mitreisenden so erlebt habe. Ich werde meine leicht bösartigen Bemerkungen zur Situation nicht unterdrücken.

Wir fuhren am 26.10. in den frühen Morgenstunden los – bis zum 24. abends hätte ich noch kostenlos stornieren können. Ich war nahe dran, es zu tun. Ich hatte viele Stunden am Computer zugebracht, um mir die möglichen Hotels und Pensionen rauszusuchen und abzuspeichern. Danach beschäftigte ich mich mit den Verkehrsverbindungen, rief in Görlitz an und suchte über die DB-App für beide die günstigste Verbindung raus, da sie in Brandenburg wohnt und erst in Königs Wusterhausen zusteigt. – Sie hatte zum Umsteigen vom Bus zur Bahn 28 Minuten – in Worten achtundzwanzig Minuten – Aufenthalt. Es wäre noch ein anderer Bus möglich gewesen, der nur 9 Minuten hatte. – Ich weiß nicht, bei wie vielen telefonischen oder WA-Kommentaren ich mir anhören musste, was sie in dieser ENDLOS LANGEN ZEIT machen soll. – Sie hatte sich (zum Glück) doch dann für den ersten Bus entschieden und war pünktlich im Zug. Sie hätte es mit dem zweiten Bus nicht geschafft, da sie wegen Bauarbeiten um den ganzen Bahnhof herum laufen musste. – In den folgenden zwei Tagen konnte ich bemerken, dass sie im 1-Finger-Suchsystem für das Schreiben ihrer langen WA ewig brauchte – das hätte sie doch dann in der Wartezeit machen können. – Genug der unerfreulichen Einleitung.

Wir haben beide das 65+-Ticket und konnten damit bis hinter Cottbus (Brandenburg) nach Spremberg fahren. In der Anschlusskarte für 11 € war gleich die Tageskarte für alle Görlitzer Verkehrsmittel enthalten. (4,00 €) – eine Einzelfahrt mit einer (?) Stunde Gültigkeit kostet 1,70 €.

Gleich bei der Ankunft am Görlitzer Bahnhof bekam ich den Eindruck, dass sie nur das sieht, auf das ich sie aufmerksam mache – und sie das dann mehr oder weniger nicht interessiert. Durch die schöne Halle stürmte sie im Laufschritt und war leicht ungehalten, dass ich mich bei der Fahrradstation und den hübschen Hopsekästchen schauend und springend aufhielt. Lange Jahre habe ich ja Fahrradurlaub gemacht – aber so eine perfekte Hilfestation ist mir nicht begegnet.

Görlitz Bahnhof

Die Straßenbahn brachte so einige Überraschungen mit sich. Es gibt zwei Linien, die im Zentrumsbereich parallel fahren. – Ist man aber auf eine angewiesen, so verkehrt sie nur im 30-Minuten-Takt und stellt ihre Dienste kurz nach 19:00 Uhr auch schon ein. Am ersten Tag war ich noch bestens zu Fuß – und in dieser Stadt erreicht man FAST alle Ziele bequem zu Fuß. – Die Wartezeiten an den Haltestellen führten wieder zu Diskussionen – wenn ICH aber wegen ihrer ausgiebigen Telefonate, die sie offensichtlich nur STEHEND führen konnte, ewig warten musste, zählte das natürlich NICHT.

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