Claras Allerleiweltsgedanken

Ein Koffer geht auf Reisen … (3. Tag/Teil 1)

29 Kommentare

… und nimmt die Clara mit

Da es in diesem vorletzten Beitrag ausschließlich um die Altstadt geht, habe ich dieses Zunftzeichen als Beitragsbild gewählt.

Ich habe von meiner Begleiterin nicht ein einziges Mal gehört: „Oh, ist das schön!!!“ – weder bei selbst entdeckten Juwelen der Bau- oder Handwerkerkunst (da gab es kaum welche) noch bei Sachen, auf die ich sie aufmerksam gemacht habe. Nicht für mich „brauchte“ ich ein Lob, sondern für die Europastadt Görlitz, die mit unendlich viel Spendengeldern (EU und einem unbekannt gebliebener Spender, der jedes Jahr eine Million überwiesen hat) ihre alte Schönheit wieder erreicht hat. Dennoch gibt es immer wieder zwischendrin einzelne Häuser, die dem Tod näher sind als dem Leben.

Ich gestehe, dass ich für diesen Beitrag Bilder aus meinem Archiv hinzuge“mogelt“ habe, da ich bei dieser Reise fast nur das Handy genutzt habe und eine ziemlich geringe Fotomotivation hatte!

Jetzt geht es los mit dem Altstadtbummel – ich habe die vielen (54) Fotos nach Themen sortiert und fast nur galeriemäßig aufgeführt.

Zunftzeichen

Da ich schon eines als Beitragsfoto gewählt habe, will ich damit mal anfangen. – Familienbedingt habe ich mit den Lehrern und Paukern angefangen. In diesen und auch in anderen Zeiten kann ich gut verstehen, dass der Pauker seinen Job nur mit Landskronbier ertragen kann. – In meinem Görlitz-Archiv habe ich noch viele andere Zeichen (beim Pauker ist dahinter auch ein anderes) , aber wir wollen ja auch mal fertig werden.

Görlitz wird ja oft auch als die „Stadt der Türme“ bezeichnet – dieses Prädikat hat sich die Stadt echt und ehrlich verdient. Ich meine damit nicht die vielen Kirchtürme, die bis zum Himmel ragen sollen, sondern die Stadttürme, die in alten Zeiten Bestandteil der Stadtmauer waren und die Wehrhaftigkeit dieser Stadt zeigen sollen.

Aus dem ff kann ich aus dem Gedächtnis nennen: Reichenbacher Turm, Nikolaiturm, Dicker Turm – eigentlich Frauenturm (was soll uns das sagen, es gibt auch viele dicke Männer) Rathausturm.

Unter diesen beiden Link könnt ihr euch ein wenig informieren. Nach meiner Meinung lohnt es sich wirklich, dort zu schauen – vor allem, falls man mal in Görlitz urlauben will. Das ist der zweite Link.

Im Laufe der Zeit hatte ich gemerkt, dass es überflüssig ist, solche Begriffe wie „via regia“ zu erwähnen – gegen Desinteresse ist kaum ein Kraut gewachsen. Als wir auf die polnische Stadtseite gingen, regte mich ihre Aussprache von Zgorzelec auf – ich gebe zu, dass das für deutsche Augen und Ohren schwer ist – wenn ich aber einen Namen fünf mal langsam vorgesprochen bekomme, müsste doch das Ergebnis halbwegs gut werden – wurde es aber nicht. Bei so viel innerem Widerstand kann das nicht klappen.

Fotos von Türmen

Das wolkenreiche Foto vom Reichenbacher Turm habe ich bei einem anderen Besuch geschossen, ebenso die beiden letzten Fotos vom Nikolaiturm. Bei „so viel Interesse“ (Ironiemodus aus) hatte ich wenig Lust, die Stadtführung weiter auszudehnen, was ich sonst bedingungslos gemacht hätte. Ich hatte den Vorteil, dass ich das alles schon kenne.

Rathaus,Theater und Kaisertrutz

Das Rathaus ist durch Justitia an der Treppe, die Uhren und den maulklappenden Löwen bekannt. – Über die Qualität des Theaters kann ich nicht viel sagen. Der Kaisertrutz ist so etwas ähnliches wie ein Museum mit eigener Geschichte.

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Da ich selbst zu lange Beiträge nicht leiden kann, unterbreche ich hier noch einmal die Berichterstattung und melde mich am 12. Nov. wieder

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

29 Kommentare zu “Ein Koffer geht auf Reisen … (3. Tag/Teil 1)

  1. Görlitz ist eine hübsche Stadt. Deine Bilder zeigen es. Bisher bin ich noch nie in Görlitz gewesen, aber ich denke, es lohnt sich. Wenn wir mal in der Nähe sind, werden wir bestimmt zu einer kleinen Besichtigungstour aufbrechen. Die Türme sind bekannt. Die sind ja oft auf Bildern zu sehen, wenn es um Görlitz geht. Schade eigentlich, dass Deine Begleiterin so desinteressiert war. Solche schönen Zunftzeichen sieht man ja auch nicht überall.
    Einen lieben Gruß von der Silberdistel

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    • Kurz nach der Wende, als das Geld von der EU und dem Spender floss, war in Görlitz die Hölle los, weil so viel instand gesetzt wurde, was allerdings jetzt schon wieder deutlich zu altern anfängt.
      Eine frühere Nachbarin bekommt den LInk von mir und sie sagt, bei ihr werden Heimatgefühle wach. Sie ist ein Jahr vor der Wende bei ihrem Vater in der BRD geblieben.
      Durch den vielen Ärger, den ich hatte, und weil ich mich mit dem Begriff „Heimat“ eh ein wenig schwer tue, kommen bei mir solche Gefühle für Görlitz kaum auf.
      Ich kann im Status ihre Berichte von der Türkeireise sehen – sie war bei einem großen Schlagerfestival und hat sich dann mit unendlich vielen „Stars“ fotografieren lassen – das ist ihre Welt.
      Grüße auch an dich

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  2. Ja, an die erinnere ich mich auch, aber auch an das Kaufhaus, die Kirche, die Altstadt und die polnische Seite, auch der ich auch war, nicht nur um zu tanken und Kippen zu kaufen 😉

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  3. Görlitz kenne ich nicht. Umso schöner es mit dir ein wenig zu erkunden. 🙂

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  4. wenn ich einen schwierigen Namen fünfmal vorgesprochen bekommen hätte und noch immer nicht richtig nachsprechen könnte, ich hätte mich schlapp gelacht; manchmal hilft nur, wirklich nur Humor…gegen verkniffene Dummspießer eh…
    Danke wiedermal für die informativen Sachen und Bilder. Mir fiel ein, dass ich früher öfter in eine Studentenkneipe namens „Destille“ gegangen bin. In Mannheim.

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    • Ich merke immer und immer wieder, dass mir in manchen Situationen eben doch der Humor ausgeht oder die Lebensweisheit fehlt. Ob ich das in den mir noch verbleibenden Jahren noch lerne, kann ich nicht versprechen. Wenn eben nicht, dann nicht.
      „Destille“ ist ein toller Name für eine Studentenkneipe.

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    • in heidelberg gab es auch eine destille, einen absacker konnte mann da immer finden. humor hilft immer!

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  5. liebe clara, wirst du von der stadt gesponsert? 😉 du zeigst uns jedenfalls tolle fotos die lust auf mehr machen, oder zum selbst anschauen. danke für deine arbeit, lieben gruß, roswitha

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    • Liebe Roswitha, da musste ich doch gleich mal in der App meiner Onlinebank nachsehen, ob ein Betrag von Görlitz eingegangen ist. – Nein – ich denke mir so, irgendwie müssen doch die jährliche Million von dem Spender und das viele Geld von der EU auch mal gezeigt werden, wenn schon nicht alle Leute dort hinfahren und Urlaub machen.
      Danke für deinen Dank – ein wenig Arbeit ist es schon, aber ich sitze wahnsinnig gern am Computer. Zuerst beschneide ich viele Fotos, helle sie auf und verkleinere sie, weil ich sie nicht so groß in meinen Archivordnern abspeichern will. – Aber für den Blog muss ich sie dann noch einmal verkleinern, weil ich die restlichen 30 % von den 3 GB WordPress-Blog noch eine lange Zeit nutzen will. Und bei den vielen Fotos, die ich zeige, nehmen die sonst zu viel Platz weg.
      Wenn es eng wird, helfe ich mir damit, dass ich Fotos aus den ersten Blogjahren lösche.
      Lieben Gruß zu dir

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  6. Ah, gibs zu, Du warst nicht in Görlitz, sondern in Pisa 🙂
    Der vierte Turm in der Galerie steht eindeutig schief. Das kann doch nur der sagenumwobene Turm aus Italien sein.
    Als Stadtführerin eignest Du Dich hervorragend. Das mit den vielen Türmen habe ich nicht gewusst und die tollen Zunftzeichen sind auch wunderbar ins Szene gesetzt. Da hättest Du sicher ein ganz eigenes an Deiner Wohnungstüre hängen mit einer Schnapszahl drin 🙂
    Liebe Grüße von der verregneten Alb

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  7. Hach, da kommen ja selbst bei mir Erinnerungen an meinen Görlitz-Besuch hoch. Trotzdem schade, dass Deine Erkundgstour so getrübt war.

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    • Hallo, ich komme gerade von meiner Grippeschutzimpfung, die ich beinahe – im wahrsten Sinne des Wortes – verpennt hätte, Ich dachte, ich müsste nicht in den Regen, da erinnert mich zum Glück mein Handykalender.
      Du hast dich garantiert an die markanten Türme erinnert, denn die sind im wahrsten Sinne unübersehbar in dieser Stadt.
      Ich kann von meiner Mitreisenden Bilder im WA-Status von ihrer Türkeireise sehen. Da ist sie in ihrem Element. Die beiden mitreisenden Damen waren bestimmt nicht so penetrant wie ich 🙂 😉

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