Claras Allerleiweltsgedanken

4 RBB-Projekt U-Bahnhöfe: Alt-Tempelhof – Platz 30

26 Kommentare

Wenn es allein nach der Schönheit des eigentlichen U-Bahnhofs gegangen wäre, hätte ICH den Bahnhof auf Platz 60 gesetzt. Aber offenbar wird die unmittelbare Umgebung in die Bewertung einbezogen, aber auch bei RBB ist er ja NUR auf dem letzten Platz gelandet.

Hässlich – aber notwendig, denn sonst wüssten ja Leute wie ich nicht, wenn sie die Stationsansagen nicht immer verstehen, wo sie sind und wo sie aussteigen wollen. Fast immer gibt es an den kleinen „Fernsehern“ im Gang die genauen Anzeigen, aber die sind oft defekt.

Und das ist für die Damen, die ihr Outfit nochmal kurz kontrollieren wollen.

Ich kam die Treppe hoch und stand auf dem viel befahrenen, hässlichen  Tempelhofer Damm. Nach paar Schritten kamen mir die Schaufenster von Berlins bekanntestem Bestatter Hahn vor die Kamera. Was er zu Seebestattungen zeigte, gefiel mir, obwohl ich mir das nie für mich wünschen würde – ich bin nicht so der Kaltwassertyp.

Von den anderen Ascheaufbewahrungsgefäßen fand ich manche ganz hübsch, andere wieder gar nicht. Preise hatte er wohlweislich keine daran stehen. Ich kann mich noch bei meiner Mutter erinnern, dass ich schockiert war über den Preis einer relativ einfachen Urne.

Obwohl der Person, die tot ist und eingeäschert wird, das Aussehen der Urne wahrscheinlich mehr als egal ist.

Wie heißt es doch so schön: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.“ – Meine Meinung: Das viel zu warme Novemberwetter sollte sich endlich ändern.

Und da kann der Berliner Bär nur beifällig dazu nicken – nur dieser sieht so ganz anders aus als seine vielen bunten Brüder.

Das Rathaus ist ebenfalls nicht der große Hit – weder von der Architektur her noch von der Schnelle der Bearbeitung von Bürgeranliegen.

Dann schaute ich auf meinen Zettel mit den Notizen – da wusste ich endlich, was ich hier suchen sollte. Es gibt eine Dorfkirche mit einer Parkanlage und einem größeren Teich.

Es fing schon an zu dämmern und meine Kamera hat es nicht so mit weniger Licht – aber noch einmal fahre ich dennoch nicht hin, denn es erwarten mich kja noch so viele andere Fotografieraufgaben.

Diese tierfreundliche Leiter fand ich bemerkenswert – wie für uns im Schwimmbad die Aus- und Einstiegsleitern.

Jede Kirche – zumindest fast jede – hat auch ihren Friedhof – und früher gab es offensichtlich viele reiche Leute, die ihr Geld auch nach ihrem Tod noch zeigen wollten.

Zwei Weltkriege mit all ihren schrecklichen Folgen mitzuerleben, ist nicht erstrebenswert:

Doch dann lockte mich das Abendessen nach Haus und auf der Straße entstand dieses letzte Foto zu diesem Beitrag

Zu dieser Zeit muss die Post noch sehr reich gewesen sein, dass sie sich solche Gebäude leisten konnte – heute gerät sie immer mehr in die Kritik, weil viele Kunden unzufrieden sind, obwohl regelmäßig die Preise für Porto steigen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

26 Kommentare zu “4 RBB-Projekt U-Bahnhöfe: Alt-Tempelhof – Platz 30

  1. Hier ist ja der der Bär los…überall werden sie mehr oder weniger phantasievoll gezeigt, aber einem im Wald möchte ich nicht begegnen.

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  2. im grunde ist mir egal was nach meinem tod mit mir passiert: die friedhofskultur mit individuellen gräbern finde ich gut, z.b. in berlin den mit den vielen artisten und zwei riesenengeln am eingang, oder im drotheenstädtischen die gräber mit viel familiengeschichte(kachelofenbauer, litfass). die blumen sollten die lebenden, nicht die toten bekommen. der bär sieht krank aus, oder streng. die aufstiegleiter ist cool und lebensnotwendig, wenn man ein kleintier ist. was soll ich sagen, liebe clara: danke und weiter so, herzlch, roswitha

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    • Guten Abend, liebe Roswitha, gerade vom Spielen wieder zu Haus, will ich noch ein wenig am Computer arbeiten.
      Der Bär sieht auf jeden Fall anders aus als die sonstigen, die hier so rumstehen.
      Ich zeige dir jetzt mal einen, der anders ist als all die anderen, die auf ihren Hinterpfoten stehen:

      Das „weiter so“ ist schon ganz heftig angedacht und angeschoben.
      Gute Nacht sagt Clara

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  3. Für mich kommt eine Seebestattung durchaus in Frage. Da muss auch niemand zum Gießen kommen😉
    Die Brunnenleiter gefällt mir sehr. Ich habe hier ja auch immer Bedenken, dass ein Tierchen mal nicht aus unseren Teichlein kommen könnte. Daher gibt es hier auch verschiedene Ausstiegshilfen. Ich hoffe, sie helfen dann auch im Notfall.
    Eine bunte Bärensammlung wäre ja auch mal eine Idee für Blogbeiträge. Ich wollte immer mal bunte Fahrräder, die hier überall mit Blumen dekoriert umherstehen, per Foto einsammeln. Bisher war ich immer zu faul dazu 🤭
    Lieben Gruß von der Silberdistel

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    • Hallo, mit dem „Nicht-gießen-Müssen“ hast du natürlich recht, da ist es wirklich schon nass genug.
      Teiche haben ja meist noch eine flachere Böschung alias Ausstieg als Regentonnen oder hohe Gefäße.
      Vor Jahren standen die bunten Bären ja überall rum, jetzt sieht man kaum noch welche. Ich habe zwar damals sehr viele fotografiert, doch wo die jetzt sind, weiß ich nicht.
      Ich war lange Zeit beim Doppelkopfspielen und jetzt bin ich müde.
      Lieben Gutenachtsgruß schickt Clara

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  4. Ein feiner Spaziergang mit Clara 🙂 besonders schön fand ich die Leiter. Sehr gut mitgedacht und ich mag die Vorstellung, dass das eine oder andere Tierchen dadurch dem ertrinken entkommt. Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche

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  5. Eine Seebestattung käme für mich durchaus in Frage, aber wir haben uns für einen Friedwald entschieden. Der Bahnhof selber sieht etwas trostlos aus, das Drumherum ist dann schon interessanter

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    • Da ich das mit den trostlosen Bahnhöfen fast überall festgestellt habe, kann ich mir nur vorstellen, dass der RBB überwiegend das Drumherum gemeint haben wird. Und deswegen habe ich mich dann ja auch mit der Umgebung beschäftigt.
      Ich werde auch die einfache Form der Bestattung wählen – kein großes Erinnerungsgewese, es käme ja eh niemand zum Gießen 🙂

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  6. Ein so fein illustrierter Beitrag mal wieder. Das pompöse Grabmal ist ein Knaller.
    Das Wasserentsteigleiterchen auch. Mit so etwas wäre das Eichhörnchen bei uns im Regenfass nicht ertrunken. Ich dachte, da schwimmt ja ein Handfeger, doch bei näherem Hinsehen…OMG, das arme Tierchen.

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    • Hallo, bei dir sehe ich immer GANZ GENAU, dass du um 00:05 Uhr noch nicht schläfst – (alte) Nachteule – aber ich bin garantiert noch euliger.
      Stimmt, da wäre das Eichhörnchen bestimmt wieder aus dem Wasser raus gekommen – hätte sich einmal kräftig geschüttelt und wäre dann von Ast zu Ast gehüpft, um die letzte Nässe aus seinem Fell zu bekommen.
      Ganz davon abgesehen, dass meine Nachfahren für mich nie so ein pompöses Grabmal bauen lassen würden, würde ich das auch nicht wollen.

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  7. Dein Post ist datiert auf den 28.11. – wann hast Du ihn wirklich geschrieben? Also von viel zu warm im November und es soll endlich mal kalt werden, kann ja nicht mehr die Rede sein 🙂
    Zwischenheitlich gabs den ersten Schnee und die Temperaturen kommen über 5 – 6 Grad nicht mehr hinaus, tendenziell eher weniger. Reicht doch eigentlich auch, oder? 🙂

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    • Da hast du mich ja wieder erwischt – ich habe bei der Bearbeitung nachgesehen – die ersten Äußerungen habe ich am 8. November zu Papier gebracht.
      Natürlich hast du recht – kälter als jetzt muss es nicht unbedingt werden, hier sind etwas über 4°.

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  8. Was für ein bunter Hund, Dein Beitrag 🙂
    Wahrlich eine abwechslungsreiche Mischung. Von floraler Todesurne, die auch als großes Bonbongefäß durchgehen könnte, zum bunten Bären bis erneut zu architektonischer Vielfalt ist mal wieder alles dabei.
    Der runde Spiegel im Bahnhof wirkt ein wenig verloren. Die Wand selbst hätte es wohl auch mal nötig in ihn zu schauen, wenngleich sie ihren grünen Lidstrich genau gezogen hat 🙂
    Die Trittleiter ins Tierschwimmbad gefällt mir. Auch die Dorfkirche macht einen gemütlichen Eindruck. Auf Deinen Aufnahmen sind kaum Menschen zu sehen. Täuscht das oder ist da immer weniger los?
    Heute habe ich artig mein Ticket gelöst, jetzt kann ich mich guten Gewissens auf den nächsten Beitrag freuen 🙂
    Liebe Grüße

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