Claras Allerleiweltsgedanken

7 RBB-Projekt U-Bahnhöfe: Rathaus Spandau – Platz 12

41 Kommentare

Heute wird es wieder ein Ausruhetag für euch – zumindest von der Anzahl der Fotos her. – Was mich gehindert oder bewogen hat, gar nicht aus dem Bahnhof nach oben zu gehen und mit scharfem Auge nach fografierwürdigen Elementen an der Oberfläche zu suchen, weiß ich gar nicht genau – doch zu einem zweiten Besuch dort war ich nicht willens – es ist mir einfach zu weit weg.

U7 – Rathaus Spandau

Es ist ein Bahnhof, der ebenfalls die Planungsspuren des visionären Architekten Rümmler trägt. Bei TIP-Berlin habe ich abgekupfert:

Wer sich im U-Bahnhof Heidelberger Platz an eine Kathedrale erinnert fühlt, der tut es im U-Bahnhof Rathaus Spandau wahrscheinlich auch. Von den Decken hängen Leuchten, die an elegant geschwungenen metallischen Streben befestigt sind und von oben in den Raum hineinragen. Noch imposanter aber sind die tragenden Säulen des U-Bahnhofs. Unten kleidet sie glänzender schwarzer Granit, weiter oben zieren sie goldene Ornamente und smaragdgrüne Flächen, bevor sie in der Form eines eckigen Trichters ausfächern. Gerade diese Formen wirken wie eine Reminiszenz an ein prachtvolles Gotteshaus. Wie schön, dass Rainer G. Rümmler im Gegensatz zu den großen Baumeistern früherer Jahrhunderte prachtvolle Architektur für die Menschen und nicht für einen Gott gebaut hat. „

Den Bahnhof Heidelberger Platz bekommt ihr im Rahmen dieses Projektes auch noch zu sehen, obwohl ich schon einmal darüber berichtet habe.

Doch jetzt bleibe ich in Spandau. – Da ich kein neues Passbild brauche, konnte ich mich nicht hinter diesem bunten Vorhang verstecken. Obwohl – es wird ja schon von dem bundesweiten 49€-Ticket geredet und da bräuchte ich dann ein neues Foto – und das wäre dann preiswerter als mein jetziges „Jahresabo 65+“ für Berlin und Brandenburg. Die BVG hat mir schon geschrieben, dass ich mich um nichts kümmern muss – es wird von allein umgestellt. Ich vermute stark, dass dann der Rentnerbonus wegfällt nach dem Motto: Alles oder Nichts.

Mit den sogleich zu sehenden Fotos kann ich glaubhaft nachweisen, dass ich mich für diesen Bahnhof schon vor langer Zeit interessiert habe, denn das Kind ist jetzt schon über 20 Jahre jung.

*********

Da das heute so ein relativ kurzer Post ist, zeige ich schnell noch was „Artfremdes“ – nicht entartete Kunst, dieser Begriff ist leider ganz was Negatives.

Gestern hatte ich ja Frühstücksbesuch und sie hat mir diesen Kalender mitgebracht. Es ist wirklich absolut der erste, bei dem ich den Inhalt essen kann. Ich hatte mal einen mit Halbedelsteinen, aber die habe ich mir bei meinem maroden Zahnbefund sicherheitshalber nicht in den Mund gesteckt. – Am 6. und am 24. sind Gutscheine drin – so locken die „BlauGelben“ (Ikea) abtrünnige Kundinnen zurück.

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

41 Kommentare zu “7 RBB-Projekt U-Bahnhöfe: Rathaus Spandau – Platz 12

  1. liebe clara, den bahnhof kenne ich, habe ihn einmal sogar als rettungspunkt erlebt vor eisigem ostwind. es war vor neujahrstag 2001 oder in den tagen danach, wir wollten zur zitadelle spandau. als wir in die oberwelt kamen war es so kalt, dass wir sofort wieder in den untergrund gingen. wir fuhren sofort in die stadt und kauften uns lange unterhosen und mützen. es war windchill minus 27 grad, erzählten die nachrichten. man konnte nur in räumen sein. in dem urlaub haben wir sehr gefroren. leider blieb mir vor der schönheit des bahnhofs nichts ins gedächnis, erst ca. 15 jahre später wiederholten wir die tour. schöne erinnerungen! alles gute für dich, liebe clara, roswitha

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    • Na dann freue ich mich doch, liebe Roswitha, dass ich dir ein ganz klein wenig von der Schönheit dieses Bahnhofs hier bei mir zeigen kann. Ich kann mich in den 70er Jahren, wo wir unseren Wartburg Tourist gerade neu hatten, an so einen plötzlichen kälteeinfall erinnern. 2001 war ich zu Hause und das habe ich dann nicht mehr so schlimm in Erinnerung.
      Liebe abendgrüße zu dir

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      • liebe clara, am 2. januar 1979 lag in berlin der schnee sehr hoch. wir kamen mit einem alten vw in die stadt gefahren, es war wie in einem dorf. man sah nur noch hügel am straßenrand, statt autos. wir wohnten damals in der nähe des südsterns in einer wohnung, in der fror die milch in der küche ein. zum aufwärmen gingen wir zum wannenbad ins kreuzberger bad. und unser auto schoben die polizeischüler an, als wir nachhause fahren wollten. ich habe fotos von radfahrern auf der havel, damals! spannende woche war das, lieben gruß, roswitha

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        • Liebe Roswitha, durch die tolle Kommentar-Seitenleiste bei WP vergesse oder übersehe ich selten einen Kommentar – deiner hier wäre mir (hoffentlich) auch nicht durch die Lappen gegangen, aber du hast ihn ja sicherheitshalber bei Rudow erwähnt – danke.
          Wir waren bei diesem schrecklichen Wintereinbruch bei meiner Cousine in Katowice mit unserem fast neuen Wartburg. Als wir nicht mehr weiterkamen, schickten wir meine mitfahrende Tante und den knapp 8jährigen mit der Bahn nach Görlitz zu meiner Mutter, wo seine Schwester geblieben war. – Wir übernachteten bei einem polnischen Bauern, der uns aufgenommen hatte. Aber wir kamen am nächsten Morgen nicht weg, weil der Schneepflug die Ausfahrt zugeschüttet hatte. – Also zog uns ein Traktor mit dem Unterboden auf dem Schnee zu einer anderen Ausfahrt. Und da dieses Auto eine schlecht gemachte Knüppelschaltung hatte, war diese eingefroren und wir konnten nur noch im 2. Gang fahren. – Jetzt lachen wir darüber, damals war uns zum Heulen.

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        • Roswitha, ich habe jetzt extra für dich in meinen uralten Beiträgen von 2010 gesucht und diesen Artikel über die Schnee-Crash-Tour in Polen gefunden. Vielleicht findest du ihn auch so „lustig“ wie ich inzwischen:

          Eine winterliche Crashtour

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          • liebe clara, habe mit freude eure tour gelesen. es gab sogar film im tv über diesen schnee, weil bei der silvesterfeier in oberhof das hotel ohne strom war, hiddensee abgeschnitten usw… wir fuhren damals von heidelberg nach berlin 17 stunden(normal 7). zum glück hatten die alten berliner gesagt, wir sollten thermoskanne und decken mitnehmen. auch unsere heizung versagte, wir nahmen einen tramper-studenten von der bergstrasse nach berlin mit, der musste immer wieder die sitzbank anheben und den notschalter wieder umlegen. auf der interzonenautobahn standen rechts und links die lkw. was man so alles erlebt, und später lachen kann! gruß roswitha

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            • Ja, liebe Roswitha, so viele Jahre nach dem Schneechaos kann man darüber lachen – aber bei der Ersatzteilsituation für Autos in der DDR war das nicht ganz so lustig. Bei einer Hausbewohnerin im Haus meiner Mutter in Görlitz konnten wir das Auto in der Garage „auftauen“, damit wir es in die Werkstatt fahren konnten. Durch die Schäden vorn und hinten und die Summe zum Schmieren der Werkstatt war es ziemlich viel Geld – aber danach war nichts Schlimmes mehr mit diesem Wartburg Tourist – er hat uns auf viele Reisen zu viert nach Bulgarien und andere Ostblockländer gefahren.
              Schönen Tag noch wünscht dir Clara

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  2. Liebe Clara,
    Der Spandauer Ubahnhof vom Architekten Rümmler ist ganz schön wuchtig, beinah schon so einen winzigen Hauch monumental. Da tut die Betrachtung der bunten Passbilderwand zwischendurch gut. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Bahnhöfe faszinierend finde? Besonders wenn sie mit so viel Lust und Einfallsgenie glänzen wie viele der hier bereits gezeigten. Zwischen Hbf Bi und Sudbrackstrasse verläuft ein enges und sehr langes Stück Ubahnstrecke. Wenn die Bahn da durch fährt, gibt sie richtig Gas und manchmal meine ich sogar Funkenflug zu erkennen. Ich liebe dieses Streckenstück…dieses Rasen durch totale Schwärze, denn es ist in diesem Tunnel wirklich schwarz wie in einem Brummbärar…*piepcensore*
    Einen Adventskalender habe ich nicht. Aber überall Engel, Winterkinder und einen Porzellanaufziehbären, der Jingle Bells klingeln kann. Und Pfeffernüsse, Kuscheldecke und Marc-Uwe Kling mit dem Känguruh. Worauf ich warte im Advent? Na auf das Wunder natürlich.
    Kommt dieses Jahr auf Gänseflügeln.
    Adventöse Grüße
    Amélie

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    • Hallochen, wie finde ich denn das: „adventöse Grüße“ und das Wunder kommt auf Gänseflügeln – aber nicht, dass die Flügel kurz danach angebraten sind und verspeist werden – samt deinem erhofften Wunder. Ich an deiner Stelle würde mir was Zuverlässigeres aussuche.
      Wirklich großkotzige oder pompöse Bahnhöfe gibt es in Moskau – ich kann mich erinnern, wie ich mit meinem Ex vor vielen, vielen Jahren dort war und wir wirklich von Station zu Station gefahren sind, um diese Großartigkeit, die fast in Großkotzigkeit entartete, auf uns wirken zu lassen. Da wir uns bei der Scheidung geeinigt hatten, dass er alle Fotoalben mitnimmt, die mit Reisen zu tun hatten, kann ich nirgendwo nachsehen – aber das Netz bietet ja ausreichend Ersatz für Fotoalben. Ich lese gerade, dass sie, die Metro, die tiefsten Stationen der Welt hat.
      Als ich „U-Bahnhöfe Moskau“ eingab, hatte ich das Gefühl, Berlin ist mit seinen Bahnhöfen finsterste Provinz.
      Ich allein hätte mir nieeeeeeeeeeeeee einen Adventskalender besorgt – doch diesen geschenkten nahm ich gern. Am 27. werde ich bei Ikea den Futtergutschein von 5,00 € im Café verbrauchen und ermitteln, was der vom 24. Dez. wert ist. Ist es viel, dann schenke ich ihn der Freundin, die hat viel mehr Wünsche offen als ich.
      Ich hatte gerade einen Termin bei der Hautärztin – der Befund ist immer noch nicht da.
      Umärmelgrüße für dich

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  3. Da kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, der Bahnsteig macht wirklich einen edlen Eindruck. Und wenn ich so sehe, dass das Kind von damals nun schon über 20 Jahre alt ist, dann ist dort auf dem Bahnhof seitdem auch nichts Wesentliches passiert, oder? Aber naja, Gold und Marmor halten ja auch ewig. Daran alle paar Jahre herumzuwerkeln wäre auch wieder Verschwendung.
    Na, dann lass Dir den Inhalt vom Kalender gut schmecken und die Gutscheine letztendlich ja wohl auch 😉
    LG von der Silberdistel

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    • Verzeihung, liebe Silberdistel, hier stand ein falscher Kommentar, der ganz wo anders hingehörte. – Als ich jetzt nicht schlafen konnte, bin ich an den Computer gegangen und da ist es mir aufgefallen. – Jetzt antworte ich dir richtig.
      Ich denke, geizig und sparsam, wie die Hauptstadt schon lange ist, werden das weder Gold noch Marmor sein – beim Stein weiß ich es genau, dass es „nur“ polierter Granit ist. Sieht aber trotzdem gut und edel aus.
      Ich habe jetzt mal nachgelesen, was diese Kalender kosten – sie hat ein halbes Vermögen ausgegeben und das ist mir schon fast peinlich. Sollte der zweite Gutschein wirklich eine größere Summe betragen, dann gebe ich ihn ihr, da soll sie sich was dafür kaufen, sie kann es viel besser gebrauchen als ich.
      Und jetzt werde ich mir das Rezept vom Kuchen ausdrucken. Der Besuch kommt nicht zu mir, sondern ich soll hinkommen – und da nehme ich den Kuchen eben mit.
      Gute Nacht oder guten Morgen wünscht dir
      Clara

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  4. Den IKEA Adventskalender habe ich in seeehr guter Erinnerung. 😊

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  5. Schöner Bahnhof, finde ich. Ich kann mich gar nicht erinnern, obwohl ich damals auch mit Öffis in Spandau war.

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  6. Planungsspuren, ein interessantes Wort!
    Die schwarzgoldenen Gebäudeteilchen gefallen mir gut, überhaupt ein Recht vornehmer Bahnhof!
    Wahnsinn, dass das Mädchen schon über zwanzig Jahre alt ist! Und sicher echt wunderschön 🤩

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    • Jetzt hast du mich kurz beschäftigt: Ich habe das Wort mit den Spuren gesucht und nicht gefunden – aber nachdem ich es genauer gelesen habe, fiel es mir auf.
      Sogar ich – die ich ja für goldene Sachen wenig übrig habe – kann diesen Bahnhof nur edel nennen. Aber er ist für mich fast am entgegengesetzten Ende von Berlin – na gut, es könnte noch weiter sein – so dass mich nichts dorthin zieht.
      Ich habe sie ja zu mir eingeladen, als sie ihren 18. Geburtstag hinter sich hatte – und das ist schon wieder eine ganze Zeit her. Ich habe ihr das Fotobuch geschenkt, dass ich damals gemacht habe. – Zwei Tage später hat sie mir eine bitterböse Mail geschrieben, die sicherlich von der Mutter inspiriert war. – Schwamm drüber.

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  7. Das ist ja mal ein eleganter Bahnhof. Musste im ersten Moment an eine vornehme Badeinrichtung einer Luxusvilla denken. Fehlen nur noch die goldenen Wasserhähne an den Säulen 🙂 In jedem Falle reiht er sich in das kontrastreiche Programm der Berliner Bahnhöfe gut ein.
    Solltest Du jemals ein Passfoto benötigen, das quietschbunt ist, weißt Du ja, an wen Du Dich wenden kannst 🙂
    Gibt es beim Himmelhochexpress eigentlich auch eine 49Euro-Ermäßigung?

    Lass Dir den Kalenderinhalt gut schmecken.☃️
    Liebe Grüße

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  8. Bei Blaugelben dachte ich ad hoc an etwas Anderes!

    Abropos Passfoto:
    Ich hatte mal ein Projekt, da lies ich mich von Jemanden immer zum Jahreswechsel fotografieren und druckte eines der Fotos im Format A4 aus. 12 Jahre ging das wohl so.
    Einerseits wollte ich sehen, wie ich mich verändere, zum anderen habe ich von meinen jungen Jahren kaum Fotos. Ich fand das vor 30 Jahren schlimm.
    Jetzt ist es mir egal.

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    • Gelesen habe ich deinen Kommentar noch auf dem Handy, als ich schon schlafbereit war – aber dort ist das Antworten etwas umständlicher als hier am Computer.
      Nach einem kurzen Blogspaziergang – u.a. auch zu dir und deiner leckeren „Frucht“ – komme ich jetzt zu meinem eigenen Artikel.
      Du hast recht – „Blaugelb“ ist seit Februar tatsächlich anders „besetzt“ in unseren Köpfen.
      Das stelle ich mir spannend vor – 12 Jahre lang A4-große Köpfe immer von der gleichen Person. Vor der Handyzeit hatte ich auch kaum Fotos von mir, da ich immer lieber selbst fotografiert habe und meinen Fotoapparat nicht gern aus der Hand gegeben habe. Mit meiner Sony kann ich auch Selfies machen, nicht nur mit dem Handy.
      Gruß zu dir

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