Claras Allerleiweltsgedanken


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Und plötzlich hat’s geknallt

Der Tag, als ich früh beim Zahnarzt war, um mit ihm unsere unterschiedlichen Finanzierungsvorstellungen seiner bzw. der Laborarbeit zu diskutieren, hat mich schon ein wenig aufgeregt. Wenn mich jemand übers Ohr hauen will, kann ich sehr ärgerlich werden. Der Zahnarzt hat sich recht fair verhalten, denn er hat wohl gespürt, dass ich mich sehr gut informiert hatte.

Zu ihm fahre ich immer mit dem Auto, weil es sonst umständlich und langwierig ist, seine Praxis zu erreichen.

Auf dem Heimweg holte ich noch ein Päckchen ab bei der Post, die zum zweiten Mal umgezogen war. Auch das hat mich wohl geärgert, weil ich sie nicht fand.

Und dann hatte ich schlicht und ergreifend Hunger, denn meine Frühstückszeit war um Stunden überschritten.

1000 m von zu Haus – wuseliger Verkehr, viele Fußgänger behinderten die Sicht – ich mit ca. 50 in der linken Spur – – – da will eine ältere Frau auf die Straße treten. Ich bekomme einen Heidenschreck und gehe voll auf die Bremse — allerdings die Augen auf sie gerichtet. Und dann bleibt mir noch ca. ein Meter und dann knallt es ganz fürchterlich.

Ein Wagen will links abbiegen, wegen des Gegenverkehrs kann er das aber nur mit der Schnauze machen – der Hintern des Autos steht noch in meiner Spur.

Auf einem Betriebshof auf die Polizei gewartet, die alles aufgenommen hat. Die Werkstatt wird schon einen großen Schaden draus machen, obwohl außer Stoßstange und Hängerkupplung nicht viel zu sehen war.

Ich fuhr die paar Meter bis zu mir nach Haus. Die Geräusche und der Geruch gefielen mir nicht. Ich rief den ADAC an, die nach einer Stunde mit einem Abschleppwagen kamen. Aufgebockt auf die Hinterräder brachte er das Auto in die Werkstatt.

Gut sieht es nicht aus für ihn, denn der Schaden ist weitaus größer als vermutet. Ich habe mir ein Limit gesetzt, die die Reparatur kosten darf. Er ist mit einem Baujahr von 2005 ja nicht mehr der Jüngste – nur seine 4 Allwetterreifen sind noch absolute Frischlinge.

Ich habe zu diesem Auto eine ganz besondere Beziehung, denn er hat als Autonummer Heikos Initialen und sein Todesjahr.

Leon weint.

Anfangs dachte ich, dass nur mein Auto etwas abbekommen hat – aber nach einer Nacht mit unruhigem Schlaf wachte ich früh auf und hatte starke Nackenschmerzen. Das sieht ja ein wenig nach einem Schleudertrauma aus. Ich habe erst mal alle Termine abgesagt und mir beim Orthopäden einen besorgt. Wahrscheinlich muss ich ein wenig mit Halskrause rumlaufen.

Ich grübele die ganze Zeit darauf herum, wie es ohne Auto wäre.

Ich habe mich schon auf car sharing-Seiten und Autoverleihseiten umgesehen, auch habe ich mir mal diese Kärtchen angesehen, die man immer an die Türklinke gesteckt bekommt. Der freundliche Automechaniker meinte zwar, dass sie es für ca. 2.500,00 € wieder hinbekommen, aber LOHNT sich das wirklich, so selten, wie ich Auto fahre.

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Habt ihr Lust auf Kaffeeklatsch?

Es darf auch Teeklatsch sein!

Wer sich schon so lange und so intensiv miteinander schreibt, Texte und Bilder besieht, lustige oder ernste Gedanken dazu äußert, der hat es wirklich und wahrhaftig verdient, von mir mal zum Kaffee oder Tee eingeladen zu werden. Vielleicht backe ich sogar einen Kuchen, zumindest würde ich aber frische Waffeln auf meinem neuen Allround-Gerät backen, sie mit Himbeeren belegen und mit wundervoller Schlagsahne ver-weißen oder ver-zieren. Waffeln kann ich inzwischen – das Rezept ist ganz einfach. Irgendjemand hat gesagt, sie schmecken fad – der wollte mich noch nicht mal ärgern, die schmeckten wirklich nach nichts. Beim nächsten Mal streue ich ordentlich Gewürze mit hinein, mal sehen, was er dann sagt 🙂

Und jetzt musste ich einige Sekunden Schreckpause machen. Mein Handy ging plötzlich los – mit einem Ton, den ich nicht kannte, mit einer Lautstärke, die ich nicht kannte – zum Glück nur wenige Sekunden lang. Es war die neue „Katastrophen-Warn-App“ In Berlin wird es heute wieder ein wenig mehr pusten als an anderen Tagen, aber kein Vergleich mit Xavier.

Da ich die Fotos bei der IGA gemacht habe, ist alles im Überfluss vorhanden – aber besser zu viele Kaffeekannen als zu wenig – es soll ja keine und keiner durstig bleiben. Die IGA schließt in drei Tagen (geschrieben am 12.10.)  ihre Pforten. Am letzten Wochenende wird die Hölle los sein, das muss ich mir dann auch nicht antun. Alle, die bisher einen Besuch versäumten, werden sich auf die Füße machen, es sei denn, es regnet Schusterjungen. Da Mallybeau gemeint hatte, dass sie diese Redewendung mit den Schusterjungen noch nie gehört hat, habe ich mal die große Suchmaschine befragt. Die kannte das natürlich, hat es als Berliner Jargon bezeichnet.

So, und jetzt greift alle tüchtig zu. Ihr seht, die IGA ist für vieles gut.

 


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Es werde Licht – aber nicht immer klappt das

Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich weder Gott noch Göttin bin – ersterer sprach ja wohl diesen Spruch vor langen, langen Jahren und meinte damit die Sonne.

Wir dagegen meinen unsere Zimmerlampen. Die normalen Glühbirnen von früher hat man ja vom Markt verbannt – sie waren zu energie-un-sparsam, auf gut deutsch, sie schluckten den Strom in großen Mengen, weil sie sich so sehr aufheizten. Aber wir wollen uns ja nicht die Finger wärmen oder gar verbrennen, sondern einfach nur Licht haben.

Zwei Jahre lang hingen zwei von diesen Exemplaren an der Decke. Ihr Hauptmakel bestand in ihrer Farbe, denn ich habe NICHTS in Messing oder goldfarben in der Wohnung, also auch nicht im Wohnzimmer. Aber sie hielten brav durch und nicht einmal musste ich einen Strahler wechseln – das schätze ich jetzt im Nachhinein sehr.

Dann besorgte ich im Beisein einer Freundin zwei neue Lampen – LED-gespeist. Mich regt bei diesen Lampen auf, dass man die ganze Lampe wegwerfen muss, wenn die LED-Strahler nicht mehr ihren Dienst verrichten. Leider gab es nur noch eine kartonverpackte, die andere musste aus der Ausstellung genommen werden. Wahrscheinlich hat sie dort ihre Mindestbrenndauer erreicht, denn bei mir fielen nach 10 Tagen zwei Strahler aus. – Für mich ist das so besonders ärgerlich, weil ich diese Arbeit auf einer Leiter nicht machen soll. Muss ja nicht sein, von dort oben hinunter zu schwindeln trudeln, könnte böse ausgehen. Also muss ich mir immer eine kundige Person suchen.

Also besorgte ich eine neue Lampe. Die war zwar ähnlich, aber nicht 100%ig identisch. Sie glänzte mehr, hatte eine längere Aufhängeplatte und Glasschirme mit einem blanken Rand am Ende. Doch ich stellte mal meine Pingeligkeit zur Seite, denn im Maler hatte ich ein geeignetes Opfer gefunden. Er baute die alte ab und die neue gleich an.

Jetzt verschließe ich meine Augen davor, dass die neue in den ersten Minuten leicht flackert. Wenn sie nicht wieder gleich ihren Geist aufgibt, darf sie hängen bleiben.

Wenn mich die Industrie weiterhin mit solchen Lappalien in Trab hält, dann kann ich nicht in Ruhe Winterschlaf halten.

Und jetzt habe ich noch ein Beispiel für die Richtigkeit des Satzes: „Am Ende wird alles gut – wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht am Ende.“

Als ich einen Tag nach dem Orkan auf die idiotische Idee kam, die Lampe zurückzubringen, um mir das Geld zu holen, brauchte ich die dreifache Zeit für den Rückweg. Die S-Bahn fuhr nur bedingt, der angekündigte Schienenersatzverkehr war nicht zu finden, weil die Bahn nicht in der Lage war, Hinweisschilder anzubringen. Zum Glück gibt es von A nach B immer mehrere Wege, aber manche sind eben bedeutend länger.

Als ich die Lampe abgeben wollte, meinte er, sie hätten noch eine originalverpackte Lampe von der ersten Sorte vorrätig. Vorher wurde das immer bestritten, aber ich entschied mich doch, diese zu nehmen. Die Löcher in der Decke sind ja vorhanden, also dürfte der Austausch ziemlich schnell gehen und dann ist hoffentlich alles gut!


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Das nenne ich Entgegenkommen

Über meinen mittelschwer maladen Gesundheitszustand klage ich ja ab und zu schon öfter mal hier im Blog. Ein MRT hat ergeben, dass es nicht das eigentliche knöcherne Hüftgelenk ist, was die Schmerzen hervorruft, sondern ein entzündeter Muskel, der am Hüftgelenkskopf angewachsen ist.

Ich habe den Arzt gewechselt und kann nur hoffen, dass ich irgendwann wieder auf einer Seite im Bett liegen kann, länger als 100 m schmerzfrei laufen und auch mehr als drei Stufen problemlos steigen kann.

Und deswegen fand ich das, was an meiner Haltestelle abgestellt wurde, sehr schön. Leider stand sie nur einen Tag.


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Ein schrecklich-schöner Donnerstag

Vielleicht sollte ich doch ab und an mal Radio hören. Doch mich stören alle zusätzlichen Geräuschquellen, weil ich dann die notwendigen Alltagsgeräusche nicht höre.

Aber es würde ja auch reichen, auf die Wetterapp zu schauen, was ich (eigentlich) oft genug machen. Die muss am Donnerstag, dem 5. Oktober, Alarm im Quadrat „gebrüllt“ haben. Doch ich stellte sie nicht an und war dementsprechend vollkommen unvorbereitet.

Ich hatte einen Orthopädentermin bei dem neuen Arzt und ich muss sagen, ich fühlte mich „angenommen“. Die Spritze tat ziemlich weh, aber die Hoffnung auf Erfolgt ließ mich leise wimmernd die Prozedur überstehen.

Dann begann der Heimweg, der im Normalfall 45 Minuten dauert, sich dieses Mal aber über Stunden erstrecken sollte. Der Bus brachte mich zur S-Bahn Yorckstraße – und das war es dann erst einmal. Die vorhergehende war noch abgefahren, doch bei uns sagte der Fahrer durch, dass der gesamte S-Bahnverkehr in Berlin wegen Sturmschäden eingestellt ist. Das glaubte ich sofort, denn mich hätte es bei 10 kg weniger vielleicht umgehauen. Ich klammerte mich an einen Mast.

Also wieder zum Bus, der mich zum Glück noch zur U-Bahn fuhr. Fällt in Berlin die S-Bahn aus, dann sind alle anderen Verkehrsmittel rettungslos überfordert. Nur mit Trick kam ich noch in einen Wagen hinein. Die U-Bahn fuhr mich zur Endstation U-Mariendorf.

Endstation – nach 13 Minuten Wartezeit in Wind und Regen kam mein Bus, der mich vor die Haustür fahren sollte. Doch nach 2 Stationen kam die Durchsage von der Zentrale: Bitte stellen Sie Ihre Busse so ab, dass sie ungefährdet stehen, und stellen Sie den Fahrverkehr ein. – Taxis fuhren alle besetzt vorbei. Also ca. 4 km Fußmarsch – ich habe geflucht wie ein Droschkenkutscher, weil mir das rechte Bein im Laufe der Zeit von oben bis unten weh tat.

Aber irgendwann war es geschafft – und es hat sich kein Bus auf der Straße sehen lassen. Ich war so unendlich froh, als ich meine Wohnung erreicht hatte.

Ein Blick auf den Balkon zeigte mir das:

Ich will jetzt weder jammern noch klagen – es gibt so viel schlimmere Sturmschäden, was wir ja erst kürzlich im Fernsehen sehen konnten. Da haben Leute ihre ganze Existenz verloren – ich nur 2 Blumentöpfe, etwas Dreck und eine demolierte Fußbodenfliese. Da kann ich gut mit dem  Tischbein verdecken oder – falls ich mich zu arbeitslos fühle – auch durch eine Ersatzfliese austauschen.

Und dann kam das Schöne des Tages. Ein Paket, ein ziemlich großes Paket, war von Hermes bei meinen Nachbarn abgegeben worden.

Ich holte es und als erstes kam mir ein großer dunkler Sack mit einer Geschenkbandschleife und ein Kärtchen mit Grüßen meiner Tochter und meiner sicherlich stark geschenkbeeinflussenden Enkeltochter unter die Finger.

Dann gab es einen zweiten Karton im ersten Karton. Ich grübelte ernsthaft, was da drin sein könnte. Für den Koffer erschien es mir zu klein, für einen Rucksack zu groß. Ob der Einkaufstrolley zusammengelegt nicht mehr Platz einnimmt, war mir nicht bewusst. Da half nur auspacken. – Tatarata!

Da muss ich also doch noch ein wenig verreisen, denn so ein schicker Koffer möchte ja ausgeführt werden. Oder???? Er sieht wirklich ganz chic aus und passt zur Unterbringung in seinen größeren Bruder hinein.

Danke, danke, danke!


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Den 100m-Hürdenlauf im Flur bewältigt

Erstens kommt es anders zweitens als frau denkt.

Das Projekt hieß schlicht und ergreifend: Flur mit KlickVinyl auslegen

(Ist wie Laminat, nur besser, teurer und dicker,  nämlich 1 cm stark)
Die Vorbereitungen dafür waren schon lange im Gange. Der Sohn besorgte die (sau-)schweren Pakete mit den Platten und die Scheuerleisten, ich die Abdeckleisten für die Übergänge zwischen den Zimmern. Alle stellten einhellig fest, dass die Wohnungseingangstür um mindestens einen cm gekürzt werden muss.

Gedacht … und schon fing das Problem an. Der Vorbesitzer muss entweder Goldbarren oder tausend andere wertvolle Sachen zu Haus gehortet haben, denn er hat sich eine spezielle Sicherheitstür anfertigen lassen,  in der ein Schloss mit 8 Zapfen, die tief in die Wände gehen,  eingearbeitet ist. Der Tischler meinte, dass er eine derart gesicherte Tür noch nie gesehen hat. Denn zusätzlich zu dem Zapfenschloss besteht das Innenleben aus einem Metallkern nach dem Motto: Diese Tür tritt keiner ein – oder er hat danach einen gebrochenen Knöchel.

Der Tischler, der nicht nach einem Leichtgewicht aussah, war nicht in der Lage, die Tür auch nur einen mm in ihren Angeln nach oben zu bewegen. Also war klar, dass die Arbeit nur mit zwei starken Männern passieren kann..

Die Handwerker und ich waren der Meinung, dass wir das Sägen vor der Wohnungstür im Treppenhaus machen – nur der Hausmeister war konsequent dagegen.

Also blieb nur mein Balkon, bei dem dann die Plastikfliesen auf dem Fußboden und auch die Fensterscheiben und das neue Fensterbrett gut abgedeckt werden mussten. Alle Handwerker gingen davon aus, dass mit der Flex geschnitten  werden muss, deren Funken Schaden anrichten können. Da habe ich mich wirklich gefreut, dass ich nicht nur Spannbettlaken habe, so dass ich eine wunderschöne hellblaue Fensterverkleidung zaubern konnte.

So sah der Flur aus, als der Teppich noch „heil“ war.

Dann kam Montag, der 2. Oktober und der Handwerker stand 8.03 vor der Tür. Der Teppich war mit Nie-wieder-ablöse-Klebemittel mit dem Untergrund verschweißt.. Jetzt weiß ich, warum Handwerker solche dicken Muskeln haben.

 

Dann kam der spannende Moment und der Tischler betrat die „Bühne“. Zu zweit wuchteten sie, werkelten sie, ruckelten sie und plötzlich war die Tür aus den Angeln gehoben – geschätztes Gewicht: 60 kg oder mehr.

Jetzt war der Blick von unten auf das Innenleben der Tür frei. Die beiden Stahlplatten waren mit dünnen MDF-Platten verkleidet. Vielleicht hatten die sich bei der Fabrikation der Sicherheitstür gedacht, dass sie vielleicht mal gekürzt werden muss, denn ein Zentimeter war metallfrei, so dass es ganz, ganz prima per Hand gesägt werden konnte.

Tür mit viel Getöse wieder eingesetzt, Trittschalldämmung und Bodenplatte probehalber hingelegt – und – und – Tür konnte einwandfrei bewegt werden.

Der Tischler ging, der Allroundhandwerker machte weiter.

Und jetzt eine Besonderheit des Hauses Himmelhoch: Teppich in Tüten!

Alle Platten und Scheuerleisten wurden auf dem Balkon gesägt. Ich habe die Bettlaken am Abend in der Badewanne eingeweicht – es kam ein unglaublicher Holzmatschdreck raus, denn mit den ganzen Sägespänen wollte ich mir nicht die Waschmaschine versauen.

Und so ist das Endergebnis

Es sieht so unglaublich gut aus, dass mich (hoffentlich) keine Tischler- und keine andere Handwerkerrechnung Abstriche an meiner Feude machen lassen.

 


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Täglich: Interessante GartenAspekte 9

Habe ich nicht neulich was von „zarten Blütenblätterstrahlen“ erzählt? Ich gebe zu, es gibt noch zartgliederige, aber hier gefiel mir der Name „Sterndahlie“ so sehr. Die Gärtner haben es den Männern leicht gemacht, für ihre Frauen die Sterne vom Himmel zu holen 🙂 – vielleicht wohnt die Blumenhändlerin gleich um die Ecke.

 


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Wahlsondersendung

Mein Beitrag zur Bundestagswahl am heutigen Tag!

 

Aber halt, ich habe noch was – für 24 Stunden nehme ich in meine Räume je einen Politiker auf

(Die Parteien werden streng alphabetisch aufgeführt, nicht nach Sympathie.)

Kann mal einer den Spülknopf drücken, es stinkt!

Angela, man muss nicht immer alles aussitzen

Da wir beide Mädels aus dem Osten sind und ich die Ältere bin, sage ich jetzt einfach du zu dir. Ich habe dich und deine Partei noch nie im Leben gewählt. Doch deine Haltung zu den Flüchtlingen hat mir imponiert – ich weiß aber nicht, ob das ausreichen wird, an dieser Stelle ein Kreuz zu machen. Ich denke eher nicht.

Hast du denn nicht Lust auf ein bisschen mehr Freizeit, bald deine gute Rente zu genießen und aufzuhören mit der Fingerverbiegerei – es muss doch nicht immer eine Raute sein. Und außerdem könntest du etwas mehr lila vertragen, denn so viel schwarz, wie CDU und CSU zeigen, muss nicht sein. – Dass mit den Violetten soll keine Drohung sein, aber die würden hier ins Zimmer besser passen als die schwarze CDU.

 

Warum heißt die CSU eigentlich Schwesterpartei – die hat doch immer männliche Bosse gehabt, einer fragwürdiger als der andere. Deswegen habe ich den Obergrenzen-Horst auf den Balkon gesperrt. Mal sehen, wie er sich fühlt, wenn er gefangen ist.

Eine Zeit lang waren sie weg vom Fenster, die Politiker aus der FDP. Doch dann haben sie sich wieder berappelt. Ob sie das dem schönen Christian zu verdanken haben? Oder sind das noch Auswirkungen von Guido Westerwelle und seinem Tod?

Die Partei mit der Doppelspitze – Bündnis 90/die Grünen. Jahrelang habe ich rot-grün gewählt, nicht rotrot-grün, sondern nur rot. Doch ganz richtig überzeugen können die Grünen auch nicht.

So langsam ist ja das alte SED-Image weg, denn die heutigen Linken haben sich entweder davon emanzipiert oder haben diese unselige Partei nie erlebt.

Und jetzt kommt der Martin aus Würselen – der Mann, der mit der SPD das Kanzleramt anstrebt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Partei ernst gemeint hat mit der Kanzlerkandidatur, denn sonst hätte sie jemand anderes dafür nominiert.


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23.09.2015 – Auszug – Umzug – Einzug

Es war in den letzten 24 Monaten nicht zu überlesen, dass mein Lieblings“kind“ meine Wohnung ist, denn für nichts und niemand habe ich mehr Zeit, Geld und Ideen aufgewendet. Alle könnten sagen, das man das nicht sieht oder dass es sich nicht gelohnt hat:

Ich bin da ANDERER Meinung!!!

23.09.2015 – Auszug – Umzug – Einzug

Die meisten Fotos werdet ihr bereits kennen, doch ich möchte sie für mich und vielleicht auch für euch noch einmal auflisten.

Auszug und Umzug

Vielen Ärger dabei habe ich vergessen – die Umzugsleute wollten den Boden unter dem Wohnzimmerteppich nicht vereinbarungsgemäß säubern, maulten über den Fußweg, da der LKW nicht direkt vors Haus fahren konnte und haben mich mit teilweise defekten oder nicht zusammengebauten Möbeln sitzen lassen. Da Vorauszahlung geleistet – war die Motivation nicht groß. – Und dann kam der „Fingerzeig-Dudu-Zettel“ von meinem jungen Nachbar. Da hat es mir erst einmal gereicht.

Die vielen Kisten natürlich alleine gepackt, aber auch allein gestapelt. – So groß war mein Wohnzimmer noch nie. – Einige Schrankwandteile noch schnell etwas aufgehübscht. – Und dann ging es wirklich los.

Zum Glück hatte ich in der neuen Wohnung vorher genügend Zeit, um alles herrichten zu lassen. Die lila Wände strahlten, das Parkett glänzte wie neu, der Vinyl-Fußboden war verlegt, die Küche gefliest, die IKEA-Möbel geliefert und aufgebaut, die Wände natürlich alle wunschgerecht gestrichen. Nur die alte Spüle war noch da.

Einzug – die einzelnen Räume

Der beigefarbige Wasserraum

Das Bad war gefliest, allerdings gefielen mir die Farbe und die eingeprägten Muster nicht. Die Farbe habe ich gelassen, die Bilder überklebt mit wunderschönen Muscheln. Die wunderschöne Muschel im Sand habe ich mir vom Lu = finbarsgift geborgt, weil es sie leider nicht als Aufklebefolie gibt. Ansonsten merke ich, dass sich lila auch im Bad breitmacht – aber es wird durch die grünen Vorleger neutralisiert. Zur Unterstützung habe ich noch grüne Körbchen gekauft, um alles praktisch, aber nicht unbedingt schön, unterzubringen.

An der Aufhängung für den Fön habe ich mir fast meinen handwerklichen Sachverstand gebrochen – nach dem 8. Versuch hat es dann endlich geklappt. Da kann ich ausdauernd und hartnäckig sein.

Das Bilder-Mauer-Kabinett

Im Korridor bleibt eine einzige Arbeit bis nach dem zweiten Jahrestag: Das Rausreißen des Teppichs und das Verlegen von Klick-Vinyl. Es passiert Anfang Oktober. – Deswegen habe ich den Flur auch bildermäßig arm ausgestattet.

Der rote (Nicht-)Koch-Raum

In der Küche sieht es schon anders aus. Die braune Spüle fand andere Liebhaber, da ich sie verschenken wollte; die Tapete fand so gar nicht des Handwerkers Zustimmung; die Gemüseuhr erinnert mich an gesundes Essen (manchmal); der Fahrradstuhl ersetzt zwar keine echten Touren, doch momentan gibt es die nicht;  die weißen Grinsgesichter machen mir noch immer Freude. – Die zwei Induktionsplatten reichen bei meinem Kochumfang vollkommen aus und in der großen roten ALDI-Kiste sind Zwiebeln und Kartoffeln keimfrei gelagert..

Licht – Luft – Lärm

Auf in den nächsten Raum – den Balkon. Die Abendsonne ist mit ihren Untergängen prächtig, die großen Vögel kurven in der Luft und die kleinen bleiben im Nest, Die Fußbodenarbeiten und Bilderwandarbeiten erledigte ich zu meiner Zufriedenheit, so dass ich wieder Aussicht genießen kann.

Der wachsame Augen-Raum

Diese Wohnung hat eindeutig zu viele Räume, denn es fehlen ja noch drei. Ich gehe jetzt ins Besucherzimmer oder Kinderzimmer oder kleinstes Zimmer. Irgendjemand in der Wohnung muss einen Lila-Knall haben, der auch auf dieses Zimmer übergegriffen hat. Na gut, ist eben so. – Die Antiblendfolien, die ich mit soviel Mühe auf finanziellem Aufwand aufgezogen habe, sind inzwischen alle wieder entfernt. Das war ein Schuss in den Ofen.

Mein grüner Salon

Das Wohnzimmer  hat mit seinem aufgearbeiteten Parkett und dem „geerbten“ Eckschrank auch so seine Geschichte, aber letztendlich ist sie zu meiner Zufriedenheit zu Ende gegangen. Tisch und Stühle und das große Regal bauten die auf, die es auch geliefert haben. – Der braune Eckschrank, der für sich nicht schlecht aussah, passte so absolut nicht zu meinen Möbeln und wurde durch eine Glasvitrine ersetzt. – Die letzte Aktion war der Tausch der Deckenlampen. Messing und Gold sind absolut nicht meine Farben, deswegen kamen jetzt 2 chromfarbene Diodenlampen an die Decke – herrlich hell!

Das lila Schlaf und Arbeitskabinett

Und schon sind wir im letzten Raum angekommen, in Claras lila Lieblingsraum. Ich weiß gar nicht, ob es mir am meisten Arbeit gemacht hat – auf jeden Fall ist es der Raum mit den meisten Bildern an der Wand. Noch vor dem Einzug wurde eine 90cm Liege geliefert – sehr chic, aber ich konnte darauf nicht schlafen, weil sie viel zu hart war. Also Tausch mit dem Besucherzimmer und ich kaufte mir mein herrliches Bett mit einer noch herrlicheren Matratze – obwohl es in meinen Augen sauteuer war, habe ich noch nicht einen Euro bereut. Deswegen hier die Aktion mit den zwei Luftmatratzen.

Auf dem letzten Foto scheint der Froschkönig zu überlegen, ob er der Papa von dem kleinen Froschprinzen sein soll oder ob seine Frau fremdgeschwommen ist????

Und nun ist Schluss – ich wünsche euch, dass ihr auch so ein gutes Bett habt! Ich fühle mich in meinem farbenfrohen Paradies sehr wohl und hoffe, dass ich es wenigstens noch so lange genießen kann, bis neu renoviert werden müsste. Ich weiß nicht, ob ich mir das noch einmal antun möchte.


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Täglich: Interessante GartenAspekte 8

Da die Fotos möglichst neu sein sollten und nicht von den ersten und allerersten Besuchen auf der IGA, ist es hier vielleicht ein wenig Dahlien-lastig. Mir gefallen sie, da sie nicht nur von der Farbe her, sondern auch von der Form her so vielseitig sind. Dick mit Blütenblättern gefüttert, zarte Blütenblätterstrahlen, zweifarbige Ponpons und und und. Hier habe ich mal eine von der Seite beleuchtet – doch auch da ist sie perfekt.

Ganz, ganz dickes PS:

Eine äußerst sachkundige Blogleserin, die außerdem weitaus häufiger auf der IGA war als ich, da sie (fast) neben dem Eingangstor wohnt, hat bei Fb den Einwurf gemacht, dass dieses schöne pinkfarbige oder rosa Pflänzchen doch wohl eher eine Gerbara ist. Da ich im Biologieunterricht bei der langweiligsten Lehrerin aller Zeiten entweder gepennt habe oder Blödsinn gemacht habe, kann ich diesen Einwand nicht vom Tisch wischen.

Doch jetzt habe ich in meinen zahlreichen Dahlienfotos gewühlt – von den Ausstellungen Dahlienfeuer im Britzer Garten, in alten Aufnahmen aus diesem Gelände und aus den eigentlichen IGA-Fotos. Ich muss sagen, ich weiß es nicht. Alle Fotos auf der Speicherkarte mit den entsprechenden Nummern sind Dahlien – warum sollte dann gerade diese eine Gerbera sein.

Letztendlich ist es aber auch egal – notfalls mache ich sie zu einer Gerahlie oder einer Dahbera.