Claras Allerleiweltsgedanken


35 Kommentare

Ich wollte schon aufgeben …

… nicht unbedingt mein Leben, sondern nur die Zahnarztbehandlung

… aber vielleicht wendet sich die Sache doch noch zum Positiven.

**************

Da ich in den letzten Tagen so gut wie gar nicht am Computer war, hatte ich vergessen, dass ich die obersten Zeilen natürlich als kompletten Artikel gedacht hatte und auf den 29.9. vordatiert hatte. – Als ich nachts auf meinem Handy einen Kommentar von Myriade sah, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren, dass der Artikel ja nur aus Überschrift besteht. Da habe ich mich noch in der Nacht hingesetzt und ein wenig geschrieben.

Die Zahnsache ist besser, aber nicht gut. Der Zahnersatz drückte nur an einer Seite und ich traute mich nicht – im Gegensatz zu der anderen Seite, an der ich selbst alles bereinigte –  selbst Hand und Manikürschleifmaschinchen anzulegen. Und das ging dann aus unergründlichen Sachen leider schief und es ist schlimmer als vorher.

Sind es nicht alte Schuhsohlen, die ich kauen will, geht es so halbwegs, ich zeige euch mal eine Kostprobe. Sollte mal was in zu großen Stücken runtergeschluckt werden müssen, spüle ich mit Alsterwasser nach.

Weiterlesen


19 Kommentare

Kochkurs für Kaubehinderte

und andere Imponderabilien, die Claras Leben so beeinflussen

Wehe, es hat jemand über das Wort „kaubehindert“ gelacht.

Was kann man denn alles sein?

#sehbehindert   #gehbehindert   #schmeckbehindert   #riechbehindert   #denkbehindert   #schlafbehindert  #sexbehindert  #sprachbehindert … usw.

Der Montag war nicht so mein Tag – das heißt, eigentlich war ich an nichts davon selbst schuld, nur die anderen haben nicht funktioniert. Das medizinische Personal hat „wilde Sau“ mit mir gespielt“ und die Technik hat Anstalten gemacht, mit Tropfwasser die Bewohner unter mir ärgern zu wollen. Das letzte zuerst. Als ich den Sohn über die Tropfstelle informierte, gab er mir den Rat, die Mutter ein klein wenig anzuziehen. Brav machte ich das, aber dann lief nichts mehr in den Kasten, und das war auch nicht Sinn der Sache. – Mein guter Hausmeister wird es leider erst am Freitag sicherlich richten und in Ordnung bringen. Als ich das dem Sohn mitteilte, gab er mir nochmal ein paar telefonische technische Ratschläge. Doch ich sollte meine eingebildete „Handwerkerinnenkrone“ in Demut absetzen und an eine Frau weitergeben, die sie wirklich verdient. – Als ich dort mit Rohrzange werkelte, wollte der Zulauf üüüüüüüüüüüberhaupt nicht mehr aufhören – und damit der Kasten nicht überläuft, lief es plötzlich literweise ins Toilettenbecken. So war das bei der Wasserknappheit auch nicht in meinem Sinn. Also wollte ich den Deckel des Spülkastens abnehmen, wie ich das bei den bisherigen stets problemlos machen konnte – aaaaaaaaaaaaaaber – da hing die Spülertaste dran und dann wurde es erst richtig kompliziert.

Also den Deckel wieder aufgesetzt, die durchgeführte Mutterdrehung wieder rückgängig gemacht, die Hände im Schoß gefaltet und auf kundige Leute gewartet.

Weiterlesen


8 Kommentare

Nase an die frische Luft geführt

Wenn ich so weiter mache, mir immer nur leckere Pürierkost, schmackhaftes Eis mit Sauerkirschsauce und kleine Schokoladentafeln genießerisch im Mund zergehen lasse und doppelt so viel schlafe wie sonst, werde ich mir bald durch das viele Sesselsitzen meinen Popo so breit gesessen haben, dass ich einen größeren Fernsehsessel brauche.

Aber keine Angst, das wird nicht passieren. Deswegen bin ich heute mal wieder an die frische Luft gegangen, doch vornweg noch ein kleines Bon“mötchen“, das sich auf ein aktuelles Ereignis bezieht. – Mir ist das ziemlich egal, wer in England die Monarchie anführt. Im Grunde genommen war mir auch die Queen relativ egal – ich habe sie wegen ihres Arbeitseifers in hohem und höchstem Alter bewundert und fand es immer besonders lustig, wenn sie mal in lila gekleidet erschien. Lieblingsfarben hatte sie offensichtlich nicht, denn die Mantel-Hut-Kombinationen durchliefen das gesamte Farbspektrum.

Weiterlesen


27 Kommentare

104,00 € gespart – was mache ich jetzt damit?

Damit hier keine Missverständnisse aufkommen – DAS WIRD EIN REINER SELBSTBEWEIHRÄUCHERUNGSPOST!!! Muss nach dieser langen „Durststrecke“ auch mal sein. Zum Zahn-, Kau- und Essstatus sage ich später was.

Mein Fernsehempfang ist ziemlich einseitig, obwohl ich mir nach einem durchgeführten Sendersuchlauf eine Extraliste mit all meinen Lieblingssendern angefertigt habe und zusätzlich mit denen, die ich außerdem noch akzeptiere, wähle ich fast immer die gleichen Sender.

Aber mal kommt es dann eben doch vor, dass ich im Fernsehprogrammheft einen Programmbeitrag von einem Sender sehe, der nicht in meiner Liste aufgeführt ist – also schaue ich in der Liste „ALLE“ nach – da sind sie aufgeführt, aber wenn ich sie anschauen will, sagt der Bildschirm:

Das half mir wenig oder gar nichts – ich konnte z.B. die Sender „SAT1“ und „Pro Sieben“ nicht empfangen. Diese beiden sind sicherlich verzichtbar, aber … sh. oben. Also fragte ich andere Leute im Haus, ob sie SAT1 empfangen können – können sie. Also den Hausmeister befragt, und der nannte mir den Namen der Firma, die unsere Kabelanlage betreut.

Angerufen – netten Mann am Telefon gehabt – Problem geschildert – er bot Besuch für nächsten Dienstag an. Zum Glück fragte ich nach dem Preis: 104,00 € mindestens. – Ein wenig auf arme alte Frau gemacht und gefragt, ob ich das nicht auch selbst machen kann.

Offensichtlich hatte ich ihn mit dem bereits durchgeführten Sendersuchlauf und der Extraliste von Programmen ein klein wenig beeindruckt, und er meinte:

Da müssen Sie einen manuellen Sendersuchlauf machen. Dafür brauchen Sie die Werte 434000 KhZ als Anfangsfrequenz und 6875 als Symbolrate. (Ich schreibe das jetzt hier auf, da muss ich mir keinen Extrazettel machen, den ich im Bedarfsfall dann wieder nicht finde).

Ich dachte mir so, dass es nicht mehr als schief gehen kann und fing an. Nach ca. drei Anläufen hatte ich die große viereckige Kiste so weit, dass sie tatsächlich zu suchen anfing. Und was soll ich euch sagen: Alles, was das Claraherz begehrt, ist da – und noch viel, viel mehr, was es nicht begehrt. Es ist unglaublich, wie viele Reklamesender es gibt und die Gläubigen aller Gottesrichtungen haben natürlich mit verschiedensten Sendern auch eine Möglichkeit, ihren christlichen Ideen zu huldigen.

Also wie gesagt – 104,00 € gespart!

Die Liste ALLER Sender, auch die der Rundfunksender, ist nach Nummern sortiert, die wohl nach Wichtigkeit (????) vergeben werden. Und aus dieser Riesenmenge habe ich dann per Hand eine kleinere Liste erstellt von den Sendern, die ich kenne und die ich mir auch ab und an mal ansehe.

Die Gesamtliste kann ich nach Nummern oder nach dem Alphabet sortieren lassen – aber nicht die Auswahlliste – oder ich habe den Trick nicht gefunden. Jedenfalls habe ich in mühevoller Kleinarbeit jeden Sender per Hand über „Reihenfolge ändern“ an seinen richtigen alphabetischen Platz geschoben, denn Clara beherrscht neben der Zahlenreihe am besten das Alphabet.

Als ich feststellte, dass in dieser Auswahlliste „WICHTIG“ ca. 40 Sender waren, fand ich das natürlich zu viel. Also kreierte ich eine zweite List „UNWICHTIG“ und verschob Positionen wie Tele 5, KIKA, RTL2 und ähnliche Konsorten von der einen zur anderen Liste. Daran hätte ich mir fast die Zähne ausgebissen, so ich welche zur Verfügung gehabt hätte. Bevor ich das Prinzip begriffen hatte und mir dann auch die einzelnen notwendigen Schritte gemerkt hatte, musste ich sehr oft wieder von vorn anfangen. Am Ende war ich so pleach, dass ich mehrere Sender auf einmal verschieben konnte – und jetzt ist alles so, dass es bis zum nächsten Crash so bleiben kann.

Als das geschafft war, gab es einen großen Grappa mit Orangensaft, denn Aperol ist zwar noch da, aber keine geöffnete Sektflasche.

***************

Und jetzt zu dem zweiten Thema, was ja kürzlich anlag: Das Fädenziehen und die Hoffnung auf eine Besserung des Zahnbefundes.

So blöde, wie es sich anhört – ich bräuchte noch eine dritte Operation, um zu vergleichen, welche Reaktion nun die bessere ist. Die rechte Seite ist Ende Juni operiert worden – offenbar standen da der Mond oder die Sterne für dieses Unterfangen in günstigerer Stellung zum Astrobild des Löwen. Gut, ich hatte in den ersten beiden Tagen Schmerzen, die aber mit einer Tablette beherrschbar waren. Doch dann konnte ich schon nach wenigen Tagen optisch bezahnt unter Leute gehen. – Das Fädenziehen war schmerzhaft, aber aushaltbar. Und gleich danach konnte irgend etwas für den Mund zum Beißen und Kauen so zurecht geschliffen werden, dass es funktionierte.

Die jetzige und vorläufig letzte Operation fand am 23. August statt und ich hatte nicht eine Minute Schmerzen, die dieses Wort verdient hätten, Ich konnte ohne Tablette schlafen, nur im Mund durfte ich auch nicht ansatzweise etwas haben. Gestern war ich zum Fäden ziehen – die Zahnärztin sagte nach kürzester Zeit: So, das war es und ich hatte NICHTS gemerkt.

Und dann hat sie sich wieder große Mühe gegeben, irgendetwas vom Zahnersatz auf der linken Seite so abzuschleifen, dass es nicht drückt, dennoch aber hält. Die letzte Position hat eindeutig verloren – ob das im Laufe der Zeit durch Uhu oder Pattex ausgeglichen werden kann, weiß ich noch nicht.

Ich möchte meine teilweise auf Kassenkosten, teils selbst bezahlte Zähne wiederhaben, so schlecht sehen sie ja gar nicht aus:

Genug von solchen Intimitäten – ich will Hühnerkeulen essen!

 

 


19 Kommentare

Wer schon nicht beißen kann, soll wenigstens gut streichen

Noch zwei Tage und dann kann ich die Überschrift (vielleicht) umdrehen: „Wer schon schlecht streicht, kann wenigstens gut beißen“ – Frau hat eben so ihre Wunschvorstellungen.

Wenn ich schon nicht oder nur wenig unter Leute gehen will, muss ich ja irgendwas machen, denn immer nur lesen, fernsehen, schlafen und essen ist für einen ganzen Tag zu wenig.

Bevor ich mit den Streicharbeiten auf der Balkonbrüstung anfing, animierte ich mich erst einmal selbst mit einem Aperol Spritz – hat gewirkt und ich hatte Lust. Hier steht das Glas aber schon ziemlich lange und in dem kleinen Rest sind weder Eis noch Sektperlen zu erkennen.

Mir gefiel der von meinem Lieblingshandwerker gemachte Anstrich auf der Balkonbrüstung an manchen Stellen nicht bis gar nicht – er war einfach zu dünn und jeder Pinselstrich war zu sehen. Ich schrieb ihm eine WhatsApp und bat ihn darum, mir den Rest der Farbe zur Verfügung zu stellen. Er war so nett und brachte mir die Büchse sogar vorbei.

Weiterlesen