Claras Allerleiweltsgedanken


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Britzer Garten – Klappe die zweite

In ganz sturer Regelmäßigkeit jeden zweiten Tag um 00.05 Uhr einen Artikel zu veröffentlichen, kann Aufgabe und „Fluch“ gleichzeitig sein. – Wie ich schon mal erwähnte, ich sehe mich bemüßigt, das Image der in der DDR so schlecht angesehenen Planwirtschaft zu verbessern und zu zeigen, dass es klappen kann.

Also auf zum zweiten Tag des Herbstbesuchs im Britzer Garten. Heute mache ich das mit den folgenden 19 Fotos wieder ein wenig gestraffter – wir können ja nicht so viel Ressourcen am Display verbrauchen *grins* Also gibt es wieder meine geliebten Galerien. Montagen im Fotoprogramm zu erstellen, finde ich deswegen nicht so prickelnd, weil man sich dort die Fotos nicht einzeln ansehen kann. (Bis hierher schon 114 Wörter sinnlos verplappert!)

Ich fange mal mit den für den Oktober unüblichsten Blumen an – den Rosen. Ganz frisch sind sie nicht mehr – aber das bin ich ja auch nicht mehr.

Über diese hier kann man nicht so richtig kritteln.

Für mich typisch sind die Dahlien für den Herbst – gefühlte Tausende Fotos habe ich von ihnen gemacht und kann es trotzdem nicht lassen, immer wieder neu auf den Auslöser zu drücken. – Diese guckt so unschuldig wie ein ???

Wohingegen diese schon über eine gewisse „Raffinesse“ verfügt, allein von den Farbsprengseln her.

Als ich so still vor mich hin lief und mir den Prinzen vors Auge hielt, schickte ich ab und an ein Foto in den Äther mit Ziel Instagram. Zum Beispiel dieses Foto – aber dort war es beschnitten, hier nicht. Ich nannte es „Brüderchen und Schwesterchen“

Diese Blumen hatte ich oft im Balkonkasten.

Aber der Garten hat ja nicht nur Blumen, sondern auch viele Pflanzen, Sträucher, Gräser und Bäume. Gräser haben für mich immer etwas Elegantes, da sie sich so geschmeidig im Wind bewegen. Auf das letzte Foto hat sich eine Ziege geschummelt – die bewegt sich im Wind etwas schwerfälliger 🙂

Dieser Baum erinnert mich an den siebenarmigen Leuchter der Juden. Liege ich da vollkommen falsch?

Und diese Heckenumrandung um den Rosengarten lässt sowohl Bewunderung für die Akkuratesse der Gärtner als auch Unwillen darüber aufkommen, dass man Pflanzen so trimmen muss.

Gerade in diesen Hecken verstecken sich jetzt die roten Beeren. Ich habe nur diese eine fotografiert.

Beeren und Früchte – sie beleben die Natur.

Wächst dieser Baum von allein in der Form einer Eierpflaume?

Und schon sind wir bei den letzten beiden Fotos angelangt. Wie sie heißen, weiß ich nicht – aber ich finde sie attraktiv lustig.

Und tschüss! Man sieht sich – allerdings wo anders!

 

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Herbstbesuch in meinem Haus- und Hofgarten – 1

Es ist Superwetter – kommt ihr mit in den Britzer Garten? Dort ist der Herbst ganz besonders schön – und die Liegestühle laden zum Sonnenbaden ein. Für den Oktober eigentlich eine vollkommen ungewohnte Tätigkeit.

In den Themengärten fotografiere ich einen Pflanzentopf, den ich doch lieber dort stehen lasse, denn dafür wäre mein Wohnzimmer geringfügig zu klein 🙂

Wer kann mit dieser Pflanze etwas anfangen?

Ein wenig weiter liegt die linsenförmige Baumwurzel herum, die von einer Künstlerin bearbeitet wurde. Und prompt muss ich gleich an die bevorstehende Cataractoperation denken.

Die 12 weißen und die 12 schwarzen Speere sind Kunst – damit ihr es mir glaubt, habe ich die Beschreibung auch fotografiert.

Als mir der fette Karpfen im Teich erklärt, dass er unter Artenschutz steht und weder gekocht noch gebraten oder gegrillt werden darf, schaue ich mir die Speisekarte des Restaurants am See an.

Die Preise animieren mich aber nicht zum Bleiben – also setze ich meine Parkwanderung fort.

Am sogenannten Kalenderplatz, zu dessen Gesamtensemble die schwarzen und weißen Speere auch gehören, wartet Eis auf mich, Eis zu Preisen, an die man sich inzwischen gewöhnt hat. Wer hätte schon zu DM-Zeiten ca. 2,50 DM für EINE Kugel auf den Tisch gelegt? Eine unvorstellbare Tatsache, zumindest für mich.

Ich muss darüber hinweg sehen, dass hier so viel Wegwerfzeug dabei ist. An manchen Stellen findet man Milch aus der Kanne, das finde ich so viel besser als diese kleinen Plastikbehälter. – Gut: Das Umrührestängelchen ist aus Holz, nicht aus Plastik 🙂

Am und um den Kalenderplatz herum fand ich so einiges fotografierenswert:

Das gehört zu der Kunstinstallation „Kalender“, den ich mir aber nie richtig zu Gemüte geführt habe.

Die goldene Kugel reflektiert hier bei diesem Foto:

Davon nicht weit weg sprudelt ein Springbrunnen munter in den Tag und wird nicht müde, seine Glitzertropfensprühkaskaden vor das Objektiv zu platzieren.

Wenn der Herbst in einer solchen schönen Pyramidenkombination auftritt – wer kann dann den Abschied des Sommers bedauern?

Doch langsam ruft mich mein Computer nach Haus  – der ist nämlich inzwischen mein Arbeitgeber. Arbeit? Nur ein ehrenamtliches Projekt, diese Bloggerei. Aber wenn Ehrenamt wenigstens Spaß macht, dann bringt es auch Lebensfreude.

Auf dem Heimweg begegnet mir folgendes: Kunst der nicht so richtig zu deutenden Art

Kunst, bei der ich bedaure, dass die Durstigen von den Wasserstrahlen gar nichts in ihren Mund bekommen. Es ist wie mit den Hungernden, an denen strömen die Reichtumsflüsse auch immer vorbei

„Kunst“, bei der das Gegenteil erreicht wird. Diese blauen Trinkwasserspender stehen an verschiedenen Stellen des Gartens und werden eifrig genutzt.

Baukunst der sehr spitzen Art, für mich aber auch sehr schönen. Diese Brücke ist mir immer wieder Wegweiser, wenn ich die Orientierung verloren haben sollte.

Wasser gibt es ja ausreichend im Britzer Garten. Auf einem kleinen Teich kurven am Wochenende manchmal die kleinen Motorboote – das Zusehen macht meiner verspielten Seele immer großen Spaß. Heiko war auch ein Modellbootbauer. – Ich genieße heute den ruhigen Blick über das Wasser. Rechts ist das Restaurant zu sehen – und die Kugellampe ist „gestalterisches Element“ – so zur Erklärung 🙂

Als ich das Plakat sah, dachte ich nur: „Mist, dass ich das erst so spät lese, da hätte ich doch glattweg am Halbmarathon teilgenommen und vorher einen Tag kräftig trainiert“ 🙂

Und mit dem letzten Foto will ich euch zeigen, wie der Britzer Garten so aussieht. Ich komme immer beim Eingang „Tauernallee“ unten links mit meinem Fahrrad vorgefahren und lasse die weit auskragenden Zipfel des Parks fast immer aus.

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Jetzt habe ich die gezeigten 20 Fotos bis auf eine Minigalerie einzeln auftreten lassen. Da wird ja so ein Artikel eeeeeeeeeeeewig lang. Fazit: Ich fotografiere zu gern. So ist das, wenn sich der Prinz so handschmeichlerisch anbietet 🙂

 


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Der Görlitzer Park – 2

Ich wollte eure Zeit ja nicht zu sehr strapazieren, deswegen gibt es noch einen zweiten Beitrag über den Görlitzer Park-Besuch. Es war an dem Tag wunderschön warm für einen Oktobertag, einiges über 20 °. Viele liefen nur dürftig bekleidet herum oder machten ihre Körperertüchtigungsübungen nur in der Turnhose.

Doch dann kam eine ältere Frau, vielleicht die Oma, mit ihrem ca. 2-3 jährigen (Enkel-)Kind zum Spielplatz. Das Mädchen hatte eine dicke Jacke an, trug Strumpfhosen und Stiefel und zu allem Überfluss auch noch Mütze und Strickhandschuh. Ich dachte, es bekommt jeden Augenblick einen Hitzschlag. – Den Sachen nach zu urteilen war das kein deutsches „Gespann“. Hättet ihr etwas gesagt, um dem Kind Erleichterung zu verschaffen? Ich habe lange, lange überlegt, habe es dann aber doch nicht gemacht.

Als ich plötzlich diese wunderschöne „Reifenqueen“ bei ihrer Darbietung sah, musste ich sie einfach fotografieren und dann filmen. Sie war begeistert, dass ich so begeistert war – aber ihr englisch und mein deutsch gaben keine lange Unterhaltung her. Und ihr bemerkt hoffentlich, dass es fliederfarbene Reifen sind, mit denen sie auftritt.

Hier ist das Filmchen davon – ich hoffe, es gefällt euch genau so gut wie mir – nicht der Film, sondern die Artistin.

Aber das war nicht das einzige, was an Kunst geboten wurde. Ein noch sehr junges Mädchen ging mit einer langen „Stange“ um, als hätte sie einen Bleistift am Finger. Ich konnte mich gar nicht satt sehen – das war Kunst ohne Eintrittskarte.

Der letzte der drei Künstler war der unspektakulärste, deswegen kommt er auch zum Schluss. Mit großer Liebe und Zartgefühl lockte er aus seinen beiden kleinen Trommeln immer wieder neue Rhythmen hervor. Ich bin ja nicht als die musikalischste bekannt, aber das hat mir gefallen, weil keine lauten hohen Töne dabei waren.

In dem Park war deutsch sicher die am wenigsten vertretene Sprache. Ich sah einen jungen Mann, der mit großer Begeisterung die blauen Schlehen pflückte. Ich selbst hatte die ja noch nie verarbeitet – ich glaube, zu Ehezeiten mein Ex auch nicht. Jedenfalls hatte ich mal gehört, dass man die erst nach dem ersten Frost abernten sollte. Kühn sprach ich ihn an – aber da kam eine Sprache raus, die ich nun gar nicht verstand. Aber er muss mich doch halbwegs verstanden haben, denn er meinte irgendwas von „freezer“, was ich dann als Eisfach des Kühlschranks wertete.

 

Tja, damit wären wir fast am Ende angelangt, wenn mich nicht auf dem Rückweg noch dieser „Bodenakrobat“ gefesselt hätte.

Mit diesem Foto ging ich aus dem Park hinaus und war dann auch relativ schnell zu Hause, wenn ich den Schmaus in einem Hühnerschnellimbiss nicht rechne.


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Irgendwann vergesse ich mein Leben …

… oder vergesse zu leben

……… oder das Leben vergisst mich

Ein wenig habe ich ja die Tendenz, alles ein wenig ins Humorvolle oder Lustige zu ziehen, obwohl es partout nicht immer so ist. Die jetzige Begebenheit fällt in die letzte Kategorie.

Am 2. Oktober war ich mit einer Freundin in einer Beratung bei emovis, die sich mit Alzheimer und Gedächtnisstörungen befassen. Schon vorher ahnte ich, dass ich nicht das richtige Klientel bin. Sie nehmen nur Leute, die ständig und immer mit anderen zusammen leben, wohnen oder sind. Das heißt, allein Lebende wie ich haben von vornherein keine Chance, weil niemand bestätigen kann, ob es tatsächlich so schlimm ist wie von mir geschildert.

Die können mich mal – dreimal am Tüffel tuten. Wortfindungsstörungen haben auch Leute nach Apoplexie (Schlaganfall), aber da finde ich immer oder fast immer ein Ersatzwort.

Doch wenn ich ÜBER eine Stunde wie eine Wahnsinnige in meiner Wohnung einen Karton suche und erfolglos bleibe, könnte ich wirklich fast verzweifeln. Auch den Keller habe ich durchsucht, auch dort ist die Kiste nicht. –

Im Keller habe ich mit vollstem Einsatz gesucht und dabei ein Glas mit Farbe runtergeworfen. Danach sahen der Boden und ich so aus: (na, das erste Foto ist geschummelt, das habe ich an der Bushaltestelle aufgenommen)

Im Juni, als ich von der Jordanienreise zurück kam und vermutete, dass mein Telefon defekt sei – da hatte ich die Kiste noch in der Hand. und jetzt, ca. drei Monate später, war und ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Nach wie vor glaube ich nicht, dass das Anzeichen von Alzheimer sind, höchstens von Ärgerheimer.

Ich suchte die Bedienungsanleitung vom Prinzen, da ich unabsichtlich was verstellt hatte. Gut, ich habe diese 307 Seiten lange pdf-Datei auf dem Computer, aber in der Hand liest es sich besser.

Die Kiste ist bis zum heutigen Tag nicht gefunden.

Ich kann ganz locker wichtige Dinge vergessen – und das schon seit Jahren. In den 90er Jahren wollte ich für zwei Personen eine Reise ein zweites Mal bezahlen, weil ich mich an die erste Bezahlung nicht erinnern konnte. – Heute war ich in einer Wohngegend, in der wir 15 Jahre gewohnt haben. Ich habe ernsthaft meinen Sohn gefragt, ob die Schwimmhalle schon damals stand , worauf er antwortete: Wie sind ca. 2 x im Monat dort in die Sauna gegangen. (Klar, dass ich das vergessen habe, das war bestimmt nur eine Zwangshandlung)

Zwischenmeldung:
Der beratende Psychologe gab mir eine Liste mit Adressen, bei denen Gedächtnissprechstunden abgehalten werden. Ich bin im Klinikum Benjamin Franklin, meinem „Stammkrankenhaus“ fündig geworden und habe eine Frageliste zugeschickt bekommen. Beantworte ich diese entsprechend, bekomme ich einen Termin oder bekomme ihn nicht. – Wir werden sehen.

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Kein Artikel ohne Foto, wenn auch ohne richtigen Bezug.

Dass Lila MEINE Farbe ist, werde ich (hoffentlich) ganz zum Schluss erst vergessen.

Dass wir nach einem überheißen Sommer einen wunderschönen Herbst bekommen haben, ist ein Geschenk vom Wettergott.

Und dass mein Schmuckbaum zeigt, dass ich keine Onassis-Erbin bin, finde ich überhaupt nicht schlimm.

Ansonsten bin ich seit einiger Zeit unter die Jäger und Sammler gegangen: Ich jage sehr erfolgreich Obstfliegen. Diese kleinen Schwirrdinger können ja ganz schön nerven. Ich habe nur eine einzelne aufs (Foto)Korn genommen, denn die Kolonien waren zum Fototermin schon ausgerottet bzw. ertränkt.

Als ich versehentlich ein Glas mit Apfelsaft auf dem Tisch stehen ließ, waren am nächsten Morgen viele von ihnen darin ertrunken. Das habe ich dann sofort kultiviert und noch weitere „Grabstellen“ eingerichtet. – Erliegen sie jedoch nicht dem betörenden Apfelsaftgeruch mit einem Tropfen Spüli, dann erledigt mein Handstaubsauger den Rest. Ganz hintertückisch schleicht sich die Saugtülle an – und schwupps waren da mal Fliegen auf der Scheibe.

Damit es nicht langweilig wird, zeige ich euch jetzt noch ein Video von einem Ungeheuer auf meiner Scheibe:

Und so sehen die Fotos von ihm aus: Zum Glück war es von außen auf der Scheibe – da musste ich mir keinerlei Entsorgungsgedanken machen.


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Von Feiertag zu Feiertag

Gleich vornweg soll gesagt werden, dass ich mit beiden Feiertagen noch nie was richtiges anfangen konnte.

Im Einigungsvertrag wurde 1990 der 3. Oktober zum Feiertag erklärt – es sollte fortan der „Tag der deutschen Einheit“ begangen oder auch gefeiert werden.

14 Jahre davon war ich noch in Lohn und Brot und hatte zumindest einen freien Tag, wennschon kein erhebendes Gefühl mein Gemüt verzauberte. – Dennoch will ich jetzt nicht über Sinn oder Unsinn dieses Tages hier referieren.

Sachen, die man in der Kindheit und Jugend gelernt hat, vergisst man nicht so schnell – und deswegen weiß ich ganz genau, dass ich die ersten Jahre meines Arbeitslebens und mein gesamtes Schulleben am 7. Oktober frei hatte. Der Tag hieß einfach „Tag der Republik„. Als Schüler musste ich mir einen ganz freien Tag mit einem gewissen Risiko erkämpfen, denn wir sollten alle die Parade der Streitkräfte = NVA am Straßenrand bejubeln. Das lag mir noch nie und ich erschien entweder gar nicht erst oder verdrückte mich sofort wieder . – Nicht umsonst fiel meine Abiturbeurteilung so schlecht aus.

Ich machte mich also bei relativ schönem Wetter am 3. Oktober auf die Füße resp. die Räder, weil ich in den Hackeschen Höfen etwas fotografieren wollte – das fand ich dann aber nicht, weil ich einen Orientierungssinn wie eine Kuh habe (Verzeihung, wahrscheinlich beleidige ich damit jede Kuh, die immer ihren Stall findet.)

Dieses wunderschöne Bauensemble ist am Hackeschen Markt – mitten in dem oberhippen Bezirk Mitte. Außer den neuen Bauten und gut renovierten Altbauten überraschen die Preise mehr als unangenehm. Ich hatte Appetit auf Eis – fragte aber sicherheitshalber nach dem Preis einer Kugel. Kugeln hatten sie nicht, sondern nur drei Portionsgrößen. Für die kleinste war die Tüte so klein, dass ich sie hätte kaum halten können – und dafür wollten sie 3,90 € – aber nicht aus meinem Portemonnaie. – Und für eine Tüte Himbeerbonbons mit 200 g verlangte die Bonbonmanufaktur 4,20 € – haben die alle einen Knall oder habe ich den?

Bevor ich das Bauensemble betrat, fielen mir 7 Stolpersteine auf, da das ganze Gebiet vor dem Krieg überwiegend von Juden bewohnt war. – Gerade in der heutigen Zeit kann man nicht oft genug daran erinnern, was aus einem Volk werden kann, wenn es in die Irre geleitet wird.

Die Synagoge, die ich auf dem Rückweg fotografierte, passt hier gut dazu, deswegen zeige ich sie gleich.

Die Häuser in den Innenhöfen sind so wunderbar mit Blattwerk bewachsen und der Herbst hatte bisher nur vorsichtig zugeschlagen. – Gut, auf dem ersten Foto habe ich das Blattwerk weggelassen 🙂 😉 , damit ihr besser die Architektur sehen könnt. Und das letzte habe ich aufgenommen, weil ich es als eine ausgesprochen freundliche Bitte empfinde. Bloß wie wollen die den Halter des Fahrrads ermitteln, um ihm die Kosten aufs Auge zu drücken? – Gesetzt den Fall, ich will mein Schrottfahrrad loswerden, binde ich es dort an und schon wird es entsorgt?!?

Obwohl Feiertag, hatten (natürlich) viele der Edelboutiquen geöffnet, denn sie hofften auf zahlungskräftige und kauffreudige Touristen. Der Hype um das Ampelmännchen mit seiner Frau hält ja immer noch an und viele meinen, dass sie unbedingt eine Tasche, einen Teller oder ein sonstwas mit dem grünen Hutmännchen haben müssen.

Deutschland MUSS ein Land sein, in dem sehr viele Leute sehr viel Geld haben, was sie für Dinge ausgeben, die man eigentlich gar nicht braucht – zumindest nicht in dieser Preislage. Da gibt es z.B. ein Geschäft, in dem man die exklusivsten Krawatten, Fliegen, Schals und Hosenträger kaufen kann. – Vielleicht kann der „Herr von der rotgrünen Fraktion“ mal seinem Kollegen aus der (braunen) Opposition empfehlen, seine ständige Hundekrawatte mal gegen ein Designerstück auszutauschen. Bei seinem Gehalt könnte er sich das doch leisten – allerdings würde das nicht zu dem schäbigen Sakko passen. Aber vielleicht spendet er ja all sein Geld für gute Zwecke. 🙂 😉

Doch ganz ohne was zu kaufen konnte ich dieses Verkaufseldorado der (manchmal) etwas ausgefallenen Sachen auch nicht verlassen. Ich habe für meine beiden kleinen Spiegelherzen in der Küche einen kleinen Aufmunterer geholt – und gleich ist Leben in die Bude gekommen.

Tja, was gab es noch? Die Königliche Porzellanmanufaktur hat dort auch einen Verkaufssalon, aber der wurde gerade renoviert. Von den 3 Skulpturen aus Meißner Porzellan konnte ich nicht alle deuten, vielleicht könnt ihr es ja.

Die Hackeschen Höfe gehen auf der einen Seite in die Sophienhöfe und auf der anderen in die Rosenhöfe über. Letztere sind besonders im Hochsommer sehr schön – jetzt finde ich die Balkons etwas schnörkelig.

Diesen Schriftzug auf einem Haus konnte ich nicht so recht deuten:

Einen bitteren Beigeschmack bekam ich, als auf dem Heimweg ein Großkommando mit mehr als 20 Polizeimannschaftswagen die Oranienburger Straße mit Blaulicht und Martinshorn lang rasten. Wer weiß, was das zu bedeuten hatte.


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Zufriedenheitsrechnung

Stellt euch eine Frau oder einen Mann vor – so ca. in der Mitte seines oder ihres Lebens. Ab und an zieht jeder mal über sein Leben Resümee.

Ich teile das Leben mit seiner Zufriedenheit in sieben Bereiche ein, da die 7 eine meiner Lieblingszahlen ist. – Die Bereiche ordne ich nach dem Alphabet, damit keine falschen Irrtümer aufkommen.

Berufsleben

Ehepartner/in bzw. Partnerschaft

Familienleben (außer Partner), Kinder, Tiere, Haushalt

Finanzielle Verhältnisse

Freizeit (auch Urlaub u.a.)

Gesundheitszustand

Wohnverhältnisse

Wenn wir von 100 % Gesamtsumme ausgehen, dann würde bei vollkommener Gleichwertigkeit aller Punkte jeder Stichpunkt 14,3 % ausmachen. Kein Punkt darf höher bewertet werden.
Wie viele Abstriche sind möglich, um immer noch ein sehr zufriedenes, ein zufriedenes oder ein wenig zufriedenes Leben zu führen?
Kommt jemand – auch wenn ein Punkt ganz und gar unbefriedigend ist – dennoch auf ca. 80%, ist dann das Glas halb voll oder halb leer?

Schwierig wird die Berechnung bei Leuten wie mir, die nicht mehr im Berufsleben stehen und auch keine Partnerschaft haben. Ich habe diese Punkte für mich einfach gestrichen und habe dann die anderen mit jeweils 20% angesetzt.

Ich werde weder mein Resultat hier „verhandeln“ noch weitere Worte machen.

Stattdessen will ich noch einiges zeigen vom 29. September, an dem ich einen total ungeplanten „Oma-Einsatz“ hatte. Solche Tage mit dem gemütlichen Essen am Ende erhöhen meine Zufriedenheitsbilanz gewaltig, denn ich freue mich sehr, wenn ich anderen helfen kann.

Ist er denn nicht wonnig, unser kleiner „Joghurt-Kämpfer“?

Mit den Videos hat es nicht so geklappt, wie ich es wollte. – Zuerst hatte ich sie gleich vom Handy in die Mediathek eingepflegt – aber da waren sie zu schlecht. – Als ich dann den Umweg über YT gegangen bin, hätte ich sie drehen müssen, denn sie waren im Hochformat aufgenommen und werden hier z.T. im Querformat abgespielt. – Kleine Fitnesseinlage für euch, wenn ihr den Kopf schräg halten müsst, um was zu sehen.

Das erste Video erinnert mich an Anna – die konnte so supergut hangeln. Wenn „vom Affen abstammen“ ein Kompliment sein kann, dann konnte ich es ihr machen. – Aber ich habe die beiden hier auch gelobt.

Was der Große macht, will der Kleine natürlich auch können, beachtet aber nicht immer, dass er 4 Jahre jünger ist. –

Das erste war im richtigen Format, das zweite falsch – mal sehen, wie das dritte und letzte wird. – Es ist zwar im richtigen Format, aber dennoch ist oben die Hälfte „im Nebel“. Deswegen höre ich jetzt auf.

 


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Vieles wird dünner, nur ich werd‘ es nicht

Keine Angst, es geht jetzt nicht um das Display meiner Waage, dessen angezeigte Zahl mir nicht so richtig gefällt – es geht um Plastik. Sogar ich habe in den vielen Jahren gelernt, dass der Ostbegriff „Plaste (und Elaste aus Schkopau)“ nicht mehr up to date ist. Ihr denkt, ich ver…gackeier euch. Google mit seiner Bildersammlung zeigt, dass ich recht habe 🙂

Vor kurzem musste ich mir für mein Smartphone einen neuen Akku kaufen – ausnahmsweise mal nicht online, sondern direkt. Ich war schockiert über den Verpackungswahnsinn – wie viele Plastikteile diesen Akku schützten und sichtbar sein ließen. Ich habe es fotografiert und will es euch nicht vorenthalten. – Wie auf dem ersten Foto zu sehen, so hing er im Regal. Und Schritt für Schritt wurden es fünf Teile – na gut, der Akku und eine Umhüllung müssen sein – doch dann hätte sich die Industrie bremsen können.

Doch das ist nur das Vorgeplänkel. – In meiner Seele wohnen ja immer zwei, nicht nur, wenn es um Plastik geht. An vielen Stellen in der Lebensmittelindustrie kann ich mir kaum etwas anderes vorstellen. – Ich versuche jedoch, so wenig Tüten wie möglich mitzunehmen. Fast alles Obst kaufe ich zum Unwillen der Verkäuferinnen an der Kasse einzeln – aber bei vier Äpfeln und zwei Pampelmusen finde ich das eine zumutbare Belastung.

Mir geht es um Getränkeflaschen – natürlich die aus Plastik. Ich muss meinen oft sehr schweren Einkaufstrolley ja vom Fahrstuhl noch 8 Stufen nach oben hieven – das ist manchmal schon fast unmöglich. Wenn ich mir vorstelle, alle meine Flaschen wären aus Glas, ginge das wohl gar nicht mehr. – Ich verdünne alle gekauften Säfte 1:2 mit Wasser aus der Leitung – nicht nur, um weniger Flaschen zu verbrauchen, auch um weniger Kalorien geht es mir.

Doch jetzt ganz konkret zu den 1/2-Liter-Flaschen – egal, was für Getränke drin sind.

Ist euch auch aufgefallen, dass diese Flaschen in letzter Zeit viel dünner, viel instabiler sind als noch vor längerer Zeit? Ich bin ja beim Flaschentrinken immer eine „Saugerin“ – und das bedeutet für mich, wenn sich die beiden gegenüberliegenden Flaschenwände fast berühren, muss ich aufhören und Luft in die Flasche lassen.

Das spart bei den vielen Millionen Flaschen, die jährlich produziert werden, bestimmt viele Tonnen Plastikrohstoff. Das finde ich gut, muss nur jetzt besser auf die Flaschen achtgeben, denn ich habe Angst, dass sie im Einkaufstrolley schnell verletzt werden können.

Was mir aber viel weniger gefällt – zunehmend wird Gemüse, was ich bis vor kurzem noch einzeln kaufen konnte, beim Discounter eingeschweißt oder anderweitig mit Plastik umhüllt. Beispiel: Porree – Und der allergrößte schlechte Witz ist, dass dieses Gemüse oft unter dem Siegel von „Bio“ verkauft wird.

In meiner Nähe gibt es außer den sehr teuren Wochenmärkten keine anderen Einkaufsmöglichkeiten als Discounter. Wir sch… uns unsere Welt wirklich selber zu.

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Jetzt zeige ich euch kurz, warum ICH nicht dünner werde. Ich habe gerade wieder so einen leckeren Schokokuchen gebacken – dieses Mal ganz anders. – Die erste Variante fand ich besser und werde sie anders abwandeln als die mit den Mandarinen.