Claras Allerleiweltsgedanken


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Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Langleser wissen: Am 15. März gibt es hier – generationenübergreifend – zwei Geburtstagskinder in der Familie: Sohn und Mutter. Die Fotos vom Sohn sind (leider) nicht ganz aktuell – die von der Mama aber auch nicht.

Das, was mein Sohn AUF dem Kopf hat, ähnelt den beiden ersten Fotos. – Das, was er IM Kopf hat, ist so vielseitig und gut, dass es hier auf kein Foto passen würde.

Früher musste der Sohn manchmal seinen Geburtstag etwas hintenan stellen, weil die Oma Vorrang hatte. Seit 2014 ist das anders. Es wäre heute der 103. Geburtstag – doch schon den 100. „wollte“ sie nicht mehr mit uns feiern.

 

Das Mund-auf-schnapp-atmende-munter-in-die-Fotografenwelt-schauende Kind auf ihrem Arm bin ich, denn ein anderes Baby und Kleinkind hat es leider nie gegeben.

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Einmal A*L*D*I , heißt nicht …

… immer ALDI, doch heute noch einmal, aber nicht nur

Ach Clara, was ist das wieder für eine konfuse Überschrift – bist du nicht ausgeschlafen? Bist du zu müde zum Schreiben und solltest längst im Bett liegen? – Egal – wer C(lara) sagt, muss auch A(ldi) sagen. 🙂 oder umgekehrt.

In Preisbereichen unter 5,00 € kann ich manchmal ganz großzügig mit dem Kaufen sein.

Mein Waschbeckenstöpsel war nicht nur unschön, er war einfach schon schlimm „abgebraucht“. Dann gab es beim großen A-Discounter Stöpsel in 8 Designs – fast alle hätten mir gefallen, aber nicht alle hätten mir in meinem Bad gefallen.

Nachdem ich die kurze „Dummphase“ überwunden hatte und merkte, dass ich die untere Schraube genau auf die benötigte Höhe einstellen kann, behielt ich zwei. – Jetzt macht das Zahnpastaspucken ins Becken gleich noch einmal so viel Freude. Im Bad gibt es ja so vieles in Grün.

Und der zweite passt sich dem maritimen Ambiente im Bad an. Für das Waschbecken fand ich ihn weniger geeignet, also wurde er in die Dekoration verbannt.

Hätte ich meinen „geliebten“ A-Discounter nicht gleich um die Ecke, könnte ich euch jetzt nicht das Foto meiner rotblühenden Überlauf-Brems-Blume einstellen.

Tja, was ist noch so alles Un-Interessantes bei mir passiert. – Da ich ja vor längeren Zeiten ein sehr bevorzugtes Beklaut-Werden-Opfer war, bin ich bei Gelddingen sehr vorsichtig geworden.

Ich brauchte meine Visacard – und fand sie nicht, nirgendwo, wo ich sonst solche Wertvolldinge aufbewahre. Und ruhig und gelassen bleiben – das war noch nie mein Ding – und wird es für die restlichen Jahre meines Daseins auch nicht werden.

Also sofort bei der DIBA angerufen und sie sperren lassen. – Ich schwöre euch, eine halbe Stunde später fand ich sie und wollte die Sperre aufheben lassen. Das geht nicht – einmal gesperrt = immer gesperrt.

Also Löwe ade! Ich weiß gar nicht, ob die Bank die Karten nach Tierkreiszeichen vergibt???? *grins* – Oder ob das Hamburger Musical „König der Löwen“ die Visakartenherstellung sponsert?

Zuerst wollte ich keine neue mehr haben, doch dann fiel mir ein, dass ich für Marokko dringend eine benötige. – Mal sehen, welchem Tierkreiszeichen mich die Bank mit der nächsten Karte zuordnet?

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Das nächste Foto könnt ihr „Willensstärke-Test“ oder auch „Produkttest“ nennen. Das Experiment mit den verklebten Dosen wurde abgebrochen – es fehlte die „Powermotivation“ bitte beide Wortbestände in neudenglisch aussprechen.

„Produkttest“ deswegen, weil ich ja alles reichlichst mit dem Klebeband aus dem Geschäft meines Sohnes zugeklebt habe. – Als ich das Band entfernen wollte, habe ich unfein wie eine „Droschkenkutscherin“ geflucht – denn überall blieben Klebereste, die ich im Schweiße meines Angesichtes entfernen musste. – Das hat sicherlich einige Kalorien gekostet.


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Es war einmal eine Fee …

… so oder so ähnlich fangen manche Märchen an.

Doch mein „Märchen“ fängt anders an, und zwar:

Es gibt noch immer eine gute Fee – und zwar im kleinen B.

Was SIE an MIR für einen Narren gefressen hat, kann ich nur manchmal nachvollziehen – aber ich kann immer bemerken, dass sie ihr Feenauge auf mir ruhen lässt. Und sie ist die Feenfrau, die am konsequentesten mein Lilaregal im LilaClarazimmer mit Lilaschnuckeligkeiten belebt und bestückt hat.

Der Postbote brachte ein kleines Päckchen mit ihrer typischen Feenhandschrift darauf. Besonders erstaunte mich daran, dass es aus Zeitgründen erst für die Zeit nach Weihnachten angekündigt war. Doch Feen haben eine wunderbare Nase, auch für kleine Kümmernisse. Und wenn schon aus Gegenden, wo es sehr gewünscht ist, in diesem und im vorigen Jahr auch schon kein Zeichen der Liebe und Verbundenheit durch den Äther flatterte, da ist sie in die Bresche gesprungen. Und sie hat ihre Sache vorzüglich gemacht.

Wie immer ist alles im Päckchen noch einmal in Weihnachtspapier/-servietten eingepackt und damit meinen neugierigen wissbegierigen Augen nicht zugängig. Nur die beidseitig eng beschriebene Karte mit ihren lieben Worten erschloss sich mir.

Und dann fing es an. Der kleine lila „Zweizahn“ bewirbt sich bei mir um einen Job als Fingernagelbürste. Ich habe ihn sofort eingestellt, weil die anderen Bürsten immer so groß sind.

Als ich ihm seinen neuen Arbeitsplatz zeigte, grunzte er vor Begeisterung.

 

Ob der (lila) Traumfänger ebenfalls so glücklich ist, zu mir gekommen zu sein, bin ich mir noch nicht so sicher. In der Regel ist es so gedacht, dass die Traumfänger den/die SchläferIn vor bösen Träumen bewahren sollen, die sie in ihrem Netz fangen. Doch was machen sie mit solchen Leuten, die nicht träumen oder sich zumindest so gut wie nie an Träume erinnern? – Mal sehen, was er sich einfallen lässt. Zumindest habe ich ihn an meinem Bettkopfende angebracht vor dem Fenster, so dass er den Ein- und Ausflug der Träume gut überwachen kann.

Doch noch immer waren Dinge in Weihnachsservietten eingehüllt. Ich wählte zuerst das größere und schwerere Dingens – – – und lachte schallend. Die Fee hat die KAMPF-CLARA gezeigt. Na gut, eine Pumpgun würde ich nicht gleich nehmen, aber kämpfen immer. Wahrscheinlich habe ich beim Fotografieren noch gelacht, so dass es mittelprächtig verwackelt ist. Nehmt es hin!

Das letzte war dann eine lila Kerze im Glas, die am Abend noch eine große Schwester bekam. Ich glaube, meine überall hinausgetrötete LILALIEBE macht das Aussuchen von Geschenken manchmal leichter. Ich bekam sie von des Sohnes Freud- und Leidgefährtin, die sowohl für den großen Mann als auch den kleinen Hund ein liebevolles Herz hat. Und ich bekam nicht nur eine Kerze – nein, auch einen großen Sack eine große Tüte selbst kreierte Kekse – hier ohne Foto geblieben.

 

Ich finde, sowohl die Große auf ihrem eleganten Schieferuntersetzer als auch die Kleine machen sich im Umfeld der lilagefleckten Vase als auch neben dem Froschkönig sehr gut.

Ich hatte die Große kaum eine Stunde aus dem Auge gelassen, da hat sie schon Junge bekommen – aber die habe ich alle weggenommen, weil ich denke, frau soll es auch mit lila nicht übertreiben – obwohl, damit kann man eigentlich gar nicht übertreiben. (Widerspruch wird abgeschmettert!)

Können Feen eigentlich auch fliegen? Dann hättest du es doch selbst über Berlin-Marienfelde im R-T-D und meinem Balkon abwerfen können. Vielleicht warst du es ja auch, aber ich war beim Empfang nicht zu Haus.

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Doch der Heiligabend brachte noch andere freudige Sachen. Das Phantasiewunder Mallybeau hat mir eine Collage zusammen“gebaut“, die an mein Herz gerührt hat. Und das ganz allein für mich – wie schön!

Jetzt kann ich also testen, wie leicht oder schwer es ist, Queen zu sein.

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Dann war ich mal kurz fleißig, um Salat zu machen, den ich zum Abendessen zusteuern wollte. Hat allen geschmeckt und es gab zwei Fraktionen: Die Mit- und die Ohne-Rosinen-Fraktion. Ich bin in der „Mit-“ – Und mein Leckermaulschüsselchen hat sich gefreut, dass es auch noch was aufbewahren durfte.

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Ich warne euch jetzt alle – LILA kann ansteckend sein, in den verschiedensten Arten und Weisen – und wenn man nur einfach versucht ist, einen Bettbezug zu kaufen und zu verschenken, nur weil er einen dicken lila Anteil hat. – Nun hatte ich Glück, ich wurde von meinen lieben Nachbarn beschenkt und musste keinerlei Angst haben, mit der Lilaseuche infiziert zu werden. – Manchmal hat es auch Vorteile, wenn man schon „angesteckt“ ist.

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Und nun noch zum Heiligabend. Mein Sohn, dessen total renovierte und neu bestückte Wohnung ich zuerst besah, nahm mich mit nach Blankenburg. Dort erwartete den Sohn eine liebende Freundin und uns beide zwei rührende Küchenfeen, die ein zauberhaftes Abendessen mit Rote-Beete-Suppe, Klößen, Rotkohl, Rosenkohl, zwei Enten und Lecker-Sauce mit einem anschließenden Nachtisch zauberten. Lenny war der King und wurde verwöhnt von Hacke bis Nacke. Erst bekam er Riesenportion aus einer Schüssel. Nach ca. 2 Minuten wurde gerade noch die leere Schüssel ausgeleckt. Und kurz danach ging er mit „hungrigen“ großen Augen von Person zu Person, um noch was zu erbetteln. Er sah ungefähr so aus.

Und jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen zweiten Feiertag.


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„Bastelarbeit“ der anderen Art

Vor noch nicht langer Zeit misslang fast alles, was ich in die Hand nahm. Woran das lag, kann ich nicht sagen – vielleicht haben die Schmerzen im Bein meinen gesamten Verstand vernebelt.

Doch jetzt geht es mit Riesenschritten wieder bergan, es kommen sehr viele gute Dinge, nicht nur der Nikolaussack.

Von der Staatsanwaltschaft habe ich Bescheid bekommen, dass es kein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung bei dem Autounfall geben wird. Uff … Stein gerollt … großer Stein. Und der Herr Polizeipräsident schrieb mir, dass er gern 35,00 € für die Ordnungswidrigkeit haben möchte, dass ich einem anderen Auto den Popo „geküsst“ habe. Sofort und gleich am selben Tag noch überwiesen – bevor er es sich anders überlegt und mehr haben will 🙂 . – Und das Leben ohne Auto ist weniger schlimm als ich befürchtete.

Einfügung: Ahnte ich es doch, dass der Herr Polizeipräsident mehr Geld von mir will. Ich bekam eine Aufforderung, 15.00 € für falsches Parken zu bezahlen. Der einzige „Haken“ daran war, dass das 10 Tage nach meinem Unfall und 7 Tage nach dem Autoverkauf stattgefunden hat. – Ich war knickerig und habe nichts überwiesen.

Ich hatte doch von dem Mikrofon erzählt, dass ich mir beim Akustiker gekauft hatte, damit ich Nuschler und Schnellsprecher eventuell besser verstehe. Zu meiner großen Freude bezahlte es mein Sohn, weil er auch die Hauptperson ist, für die ich es brauche. –

Eines Tages wollte ich es einsetzen und suchte es wie eine Bekloppte. Mir fiel ein, dass ich es in der oberen Jackentasche meiner roten Jacke verstaut hatte. Das Pech war nur, dass die Jacke zwischenzeitlich 2 Stunden durch die Wachmaschine gejagt worden war. – Das Mikrofon sagte natürlich KEINEN Piep mehr. – Und jetzt die gute Nachricht: Die Herstellerfirma hat es auf Garantie repariert und ich muss nichts bezahlen. Da bekommt aber der Akustiker einen Schein in sein Trinkgeldschwein.

Das nächste Missgeschick ging dann auch wieder besser aus als zuerst angenommen.

Nach über zwei Jahren waren die fast weißen Bezüge der Stühle waschmaschinenreif. Dieses Mal kein Mikrofonschaden, sondern ein Einlaufschaden. Laut eingenähtem Waschzettel waren 40° erlaubt –

ich nahm nach meiner Meinung sogar nur 30° – und dennoch passten die Bezüge nicht mehr auf die Kissen grrrrhhhhh!

Die Besuche bei Polsterfirmen waren ziemlich deprimierend, die Stoffe sollten ca. 100,00 € pro Meter kosten. Doch da ich keine Thronsessel beziehen wollte, ging ich zu einem anderen. Der suchte einen Rest raus und wollte insgesamt 120,00 € für die drei Stuhlsitze haben. Der Stoff wird nur getackert und es ist keine aufwändige Arbeit.

Der Stoff passte von der Farbe her nicht zu den zwei Tischdecken, die ich immer verwende, also wurde auch das verworfen. – Auf dem (türkischen) Stoffmarkt am Maybachufer gibt es Stoffe über Stoffe. Den ich genommen habe, hat 10,00 € pro Meter gekostet. Die Eigentümerin des Stoffstandes bot mir an, dass auch das Beziehen gemacht werden konnte. Mit 60,00 € war ich dabei. Ich hätte bestimmt handeln können, aber das liegt mir so überhaupt nicht.

Und wenn jetzt Kissen beziehen, dann gleich richtig. Ich habe noch Stoff nachgekauft und beziehe noch zwei andere Kissten. Leider fehlt mir dafür meine Nähmaschine sehr – sie steht jetzt beim Sohn im Geschäft – dort kann ich ja auch hingehen, Lenny freut sich immer sehr, wenn ich ihn besuche.


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Mal was anderes als basteln –

Sonst denkt noch jemand, ich mache nichts anderes mehr

So langsam kann man wirklich sagen, Weihnachten steht vor der Tür, denn wir gehen (stramm) auf den dritten Adventssonntag zu. Um es symbolisch mit meinen Wohnverhältnissen auszudrücken, müsste ich sagen, das Weihnachtsfest ist bereits mit dem Fahrstuhl hier oben angekommen. Jetzt muss es noch – mit oder ohne Geschenke, 8 Stufen nach oben steigen. Das wäre für mich noch die Möglichkeit, ihm die Tür vor der Nase zuzuknallenmachen.

Irgendwo sah ich einen süßen, pudelwarmen Schlafanzug mit Herzgesicht und musste sofort an meine Enkeltochter denken. Er brauchte für die Anreise sehr lange – wahrscheinlich wurde er nicht in Deutschland produziert. Als er kam, habe ich ihn für gut und für einpackwürdig befunden. – Da zwei Schlafanzüge von mir den Weg alles Irdischen gegangen sind, habe ich mich auch um einen warmen bemüht, denn ich werde immer mehr zur Frostbeule. Wenn auch oben rosa, so wurde er doch für gut befunden. Aber noch besser ist die Thermounterwäsche, dieses Mal oben fliederfarbig oder pink oder abgeändertes lila. Obwohl, wenn ich so richtig überlege, haut doch die Klimakatastrophe immer mehr zu, und wir reden viel mehr über Erderwärmung als über Erdunterkühlung. Vielleicht hätte ich mir lieber ein Flatterhemd kaufen sollen, falls ihr noch wisst, was ich meine. Wenn nicht, könnt ihr z.B. „Flatterhemd DDR“ googeln.

Die allerbeste Art sind wohl Geldgeschenke nicht – doch ich denke immer, ehe ich Sachen kaufe, die nachher umgetauscht oder weggeworfen werden, dann überlasse ich es lieber den Beschenkten, diesen Blumenstrauß meistbietend zu verhökern.

Und jetzt wünsche ich euch noch gute Tage bis zu den Tagen, wo besonders viel gegessen, weniger gebetet, manchmal auch gestritten aber hoffentlich besonders viel gefreut wird. – Ihr seht, ich habe mit der Menge der Kerzen vorgesorgt – ich lasse mir doch nicht vorschreiben, dass es nur 4 Adventssonntage gibt, dieses mal nur mit 21 Tagen. Nenene!


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Dreiländerhauptstadttour – Prag 1

Diese Reise nach Prag – Anreisetag, zwei Tage Aufenthalt, Abreisetag – hatte ich gewonnen. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul – ich habe das aber natürlich doch gemacht. Alle Kommentare, die ich über das veranstaltende Reisebüro und über die Reise mit den angebotenen vier Veranstaltungen las, waren negativ, ein wenig negativ oder vollkommen negativ. Dadurch war mir klar, dass ich und meine Begleitung – dass wir keine der angebotenen Sonderveranstaltung Stadtrundfahrt & Prager Altstadt (59,- €), Prag bei Nacht mit Dinnerkreuzfahrt (von 18 bis 20 Uhr für 49,- €), Ausflug Prager Burg (für 59,- €) und Böhmischer Abend für 49,- €, der endete, als es gerade schön und gemütlich wurde – laut Aussage von Teilnehmern buchen werden.

Der gewonnene Reisegutschein war mit 398,00 € wohl ein wenig hoch angegeben, wenn man die Buspreise und die Übernachtungspreise in einem Dreisternehotel kennt.

Wir als Reiseteilnehmer mussten einen Saisonzuschlag von 80,- € an das Reisebüro überweisen. Ob sich die gelohnt haben, muss jeder für sich entscheiden. Das Reisebüro deckt damit sicher seine Kosten.

Die Abfahrt war früh um 2.40 Uhr – eine Zeit, in der keine S- oder U-Bahn mehr fährt, wo das Netz der Nachtbusse vielleicht zuverlässig ist und wo eine Taxifahrt der größte Ausgabenfaktor wäre. Wir trafen uns nicht an der Weltzeituhr, 

sondern am Ostbahnhof. Jede Straße, jeder Fleck um den Ostbahnhof ist reservierte Parkzone, so dass auch keine eigene Anreise mit Auto möglich gewesen wäre.

Dann ging es auf Sammeltour, denn wir waren die ersten, die eingestiegen sind – lediglich gute Plätze war die Belohnung. Früh gegen 10.00 Uhr war das Fahrgästeeinsammeln immer noch nicht beendet.

Irgendwann waren wir über die kaum wahrzunehmende Grenze in der Tschechei und gegen 14.00 Uhr endlich dann in Karlsbad = Karlovy Vary. Es gab eine Informationsveranstaltung mit Werbung für die angebotenen Ausflüge, ein Mittagessen für die bereitwillig Zahlenden und einen Stadtspaziergang mit der Reiseleiterin.

Die kalten und heißen Quellen sind ja ein Wahrzeichen der Stadt. Alle laufen mit den typischen Trinkgefäßen herum, um diese ekelhaft schmeckende Sole sich für ihre Gesundheit einzuverleiben. Ich halte es ja nicht so mit der Gesundheit und würde das Zeug nieeeeeeeeeeeeee trinken – darin baden schon.

Dieser Klangteppich ist ganz schön, aber wir haben keine Melodie trampeln können.

Für meinen Sohn sah ich hier und in Prag gleich ein „Mitbringsel“, das ich natürlich eingesackt habe.

Als auf der Erde einfach noch was für Frau Tonari rumlag, habe ich das auch eingesteckt.

Am meisten habe ich geschmunzelt, als ich das Muh einer Kuh hörte und an Mallybeau Mauswohn denken musste.

Es gab auch die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis die Kategorie des Hotels zu verbessern. Das angebotene 4-Sterne-Hotel lag näher am Zentrum. Die anderen Vorteile kenne ich nicht, denn wir blieben im Hotel Juno. So schlecht war die Verkehrsanbindung nicht. Es fuhr direkt am Hotel ein Bus, die Straßenbahn und vor allem die begehrte Metro waren bequem zum Fuß zu erreichen. Es gibt drei Linien – die gelbe, die rote und die grüne. Bei der roten sahen wir auch, dass fast das gesamte Interieur in rot ist – das war dann aber bei den anderen leider nicht adäquat. – Die Orientierungshilfen in der Metro sind so gut, dass sogar ich keinerlei Schwierigkeiten hatte.

Das einzige Problem war, ich hatte mein Smartphone zu Haus vergessen – ein wirklich unverzeihlicher Fehler. Zum Glück hatte meine Begleiterin ihres mit, so dass wir uns mit G.-Maps sehr gut durch die Stadt führen lassen konnten.

Den Ganzjahres-Weihnachtsladen haben wir zwar nicht gesucht, aber gefunden.

Aber auch andere Sachen konnten sich nicht vor „unserem“ Suchsystem verstecken. – Da aber die Fahrt an einem 13. begann, will ich es auch mit 13 Fotos bewenden lassen.

 


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BB = Balkon nach den Bauarbeiten – Teil 4

Nach der Länge der Berichterstattung über den Balkon könnte man annehmen, dass dieser Raum mein Lieblingsaufenthaltsort ist. Das könnte bei schönem Wetter fast hinkommen, nur der Autolärm steht diesem Prädikat im Wege. – Vielleicht habe ich so viele Male über ihn berichtet, weil er ziemlich arbeitsintensiv gewesen ist. Doch jetzt mache ich mindestens 10 Jahre nichts mehr an und auf ihm – oder zumindest ein Jahr nicht.

Jetzt, wo er fertig ist, frage ich mich doch ganz im fernen Hinterstübchen, ob sich dieser finanzielle Aufwand gelohnt hat, nur um 4 Bilder aufhängen zu können. Die neuen Wände dürfen nicht verletzt werden, also sah ich nur die Möglichkeit, vor eine der Seitenscheiben eine Platte zu setzen, die einen Quadratmeterpreis von 46,00 € hatte. Dazu kamen dann 2 Tuben Spezialklebstoff für 14,00 € und eine Kartusche Silikon zum Abdichten der Fugen zu 10,00 €. Wenn das Zeug wenigstens aufgebraucht werden würde – aber nein, die zweite Klebstofftube ist fast noch voll und Silikon wurde auch nur zur Hälfte aufgebraucht. – Bei der Anbringung der Platte war ich froh, meinen Sohn zu haben, denn ich wäre nie und nimmer auf die Leiter gestiegen, um die Platte fest zu drücken, vor allem aber nicht dafür, die oberste Schraubzwinge anzubringen. Auf dem zweiten Foto zeigen die Pfeile, wo überall Silikon gespritzt werden muss, denn 1972 kannte man offenbar noch keine rechten Winkel.

Als der Kleber ausgehärtet war, entfernte ich die unteren drei Schraubzwingen und hängte die Bilder auf. Damit sie nicht von den häufigen Balkonstürmen geschüttelt werden, klebte ich sie zusätzlich fest. Der Aufhängeort ist genau der richtige, denn ich sehe die Bilder auch von meinem Lieblingsplatz im Wohnzimmer. Und wehe, die gehen im Winter bei Nässe und Kälte kaputt!!!!

An einem Tag zwischen den Regenschauern und Regengüssen war mein Sohn da und hat alle Fugen mit weißem Silikon verschmiert. Liebend gern hätte ich das selbst gemacht, aber wie gesagt: Leiter und Schwindel gehen bei mir nicht den Bund der Ehe ein.

Wenn ich tief in meinen Balkonstuhl eingekuschelt sitze, geben die beiden Blumenkästen folgendes Profil ab – und damit kann ich gut leben.

Und wenn ich euch jetzt noch zeige, wie die kleinen Pflanzschalen aussehen, die nicht mit echten Pflanzen und echten Tieren bestückt wurden, könnt ihr erkennen, dass ich ein verliebtes Vogelpaar habe. Zwei Behältnisse weiter ist der verschmähte Liebhaber zu sehen.

Wenn ihr diese Zeilen lest, treibe ich mich gerade ganz kurz in einer wunderbaren benachbarten Hauptstadt rum, deswegen dauern meine Reaktionen auf eure Kommentare einen Tag länger als sonst..