Claras Allerleiweltsgedanken


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Das Erbe wurde vom Winde verweht

„Eigentlich“ ist mir nicht nach Bloggen – doch da es in diesen zurückgezogenen Zeiten für mich quasi die Möglichkeit bedeutet, unter Leute zu gehen, habe ich mich doch selbst dazu überredet.

Vornweg eine positive Meldung. Einen Tag, nachdem mein Sohn aus Kanada zurück gekommen ist, wurde er krank – am Telefon hörte es sich nach „sehr krank“ an. Der ganze Rachen war verschleimt, seine Stimme kaum zu identifizieren, Fieber war auch vorhanden – es ist ja sofort zu raten, wovor ich Angst hatte. In seinem Fb-Profil zeigte er sich mit Schutzmaske und hatte sich auch selbst in Quarantäne begeben –

doch am gestrigen Tag war alles schon wesentlich besser geworden. – Nun hoffen alle Beteiligten: seine Freundin, seine Mutter, seine Angestellten und sein Hund, dass er bald wieder die Geschicke seiner Firma selbst in die Hand nehmen kann. – Und ich hoffe, dass er sich nicht einkaufsmäßig oder anders um eine kranke Mutter kümmern muss, weil ich nämlich nicht krank werden will.

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So, jetzt komme ich zu der eigenartigen Überschrift. Meine Mutter hat mich Zeit meines Lebens immer unterstützt – sehr oft auch finanziell, denn sie hatte (nach meiner Einschätzung) wirklich ein sehr gutes Gehalt und dann zu Westzeiten eine phänomenale Rente, die durch den sehr zeitigen Unfalltod meines Vaters (er wurde von einem russischen LKW überfahren) gewaltig aufgebessert wurde. – Aber über ein finanzielles Erbe will ich hier nicht sprechen, obwohl das wesentlich dazu beigetragen hat, dass ich jetzt in der Eigentumswohnung meines Sohnes wohne.

Goldschmuck und Sammeltassen habe ich großzügig an EnkelIn und Nichten verteilt, weil ich mir gar nichts daraus mache. Ich habe mir andere Sachen ausgesucht, unter anderem zwei (Bunzlauer) Tontöpfe. Einer beherbergt im Korridor meine Schirme – nass oder trocken – und kein Fußboden wird nass.

Und der größere diente mir – bis gestern – als Blumenübertopf für eine monströse, dennoch hässliche Kunstpflanze. Ich habe sie nur behalten, weil das Zurücksenden so umständlich gewesen wäre. Sie musste aus meinem täglichen Umfeld weichen und stand deswegen in einer Ecke des Balkons auf einem Hocker.

Und so fand ich sie samt Übertopf am Sonntag früh:

Entweder war es wieder mal stürmischer als ich es eingeschätzt hatte oder die Uhren haben in der Nacht beim Umstellen so einen Wind gemacht, dass es die schwere Pflanze vom Hocker geweht hat.

Hätte ich alle Scherben, Splitter und Teile von dem Tontopf ins Ägyptische Museum gebracht, hätten die sicherlich spielend daraus wieder einen heilen Tontopf machen können – doch den hätte ich dann nicht mehr bezahlen können.

Also habe ich noch ein wenig damit rumgespielt, ein wenig Bedauern geäußert und dann die Überreste weggeworfen. Und wie zum Trost stand auf den Papiertonnen eine große Kiste mit sehr gut erhaltenen Büchern. Daraus habe ich mir dann 5 ausgesucht und habe mich bei dem kaputten Tontopf bedankt, denn sonst wäre ich nicht zum Müll gegangen.

Ich fand für die Monsterpflanze einen anderen Keramiktopf. Und weil es immer noch sehr pfiffig war, wurden alle drei großen Blumentöpfe auf dem Boden gelassen.

Ihr seht, es passiert nichts Spannendes – deswegen blogge ich im „Schontempo“

Liebe Grüße aus der „Kontaktisolation“ von Clara


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Manche sind wieder glücklich …

… ich auf jeden Fall!

Gestern gegen 17.00 Uhr klingelte mein Mobiltelefon. Ich sah, dass es mein Sohn ist – nicht wie beim letzten Mal über whatsApp und Video, sondern ganz normal über seine Nummer. Er teilte mir mit, dass er soeben seine Wohnung betreten hat. – In Kanada bestand kaum eine Ansteckungsmöglichkeit – wenn er sich nicht im Flugzeug noch was geholt hat, dann ist alles gut gegangen.

Tja, und wer ist auch wieder glücklich? Die Mehl-Käufer, denn heute wurde bei uns aufgefüllt, aber überall hängen Schilder, die auf eine Begrenzung beim Kauf hinweisen.

Tja, das war es dann aber auch schon mit den Glücksnachrichten.

Als ich im Jahr 2000 von Ostberlin nach Westberlin (alte Bezeichnungen) zog, dachte ich, ich verbessere mich mit Dingen außerhalb der Wohnung wesentlich – war aber nicht so. Und 2015 zog ich ja aus einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung (zwar nicht meine), in der auch die ca. 280 anderen Wohnungen alles Eigentumswohnungen sind. Da war ich so naiv zu glauben, dass jetzt die Entsorgung von Müll, Papier und vor allem von Sperrmüll auf jeden Fall vorbildlich funktioniert. – Ich kann so alt werden wie ich will – ich werde mich immer und immer wieder irren.

So sieht oder sah es vor paar Tagen in unserem Vorkeller aus: Der Sperrmüll vom ersten Foto steht schon so lange, wie ich in dieser Wohnung bin – also 4 1/2 Jahre. Der andere ist gerade neu dazu gekommen. Und mit dem roten Schrank – das war die größte Unverschämtheit – jeder, der eine Tür öffnen wollte, musste erst das rote Monstrum so verschieben, dass die Tür aufging. – Aber der wurde tatsächlich abgeholt.

Jetzt wird doch überall aufgerufen, für unsere tapferen Pflegekräfte, Ärzte, Busfahrer und auch für die VerkäuferInnen abends 21.00 Uhr auf den Balkons zu klatschen. – Bis zu unseren Häusern hat sich das offensichtlich nicht rumgesprochen. Aber vielleicht liegt es auch einfach nur an der falschen Benennung. – Vielleicht hätte man nicht Verkäuferinnen sagen sollen, sondern LADENDAMEN – das klingt doch viel vornehmer, oder nicht?

Heute und morgen habe ich hoffentlich junge, hübsche und knackige Handwerker bei mir zu Besuch, die alles wieder „heile“ machen. Die Dinge sind längst nicht mehr so gut wie noch vor Jahren. Meine Geschirrspülmaschine von Miele ist noch nicht mal ein Jahr alt. Der Fehler – ein lautes unregelmäßiges Knacken, tritt nicht immer auf. Es ist aber nicht der Sprüharm, der irgendwo anschlägt – ich bin zum Testen fast in die Maschine gekrochen.

Ich habe kleine Videos gemacht, damit er sich die Sache anhören kann. Mal sehen, was rauskommt.

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Und übermorgen kommt ein Markisenmonteur. Sie ist Anfang Oktober 2019 angebracht worden und seitdem noch nie benutzt worden. Jetzt stelle ich fest, dass sie in beide Richtungen irgendwann knirscht und knarrt und außerdem hält sie den eingebauten Stopp am Ende nicht ein.

Wenn man schon keine Party feiern darf, da lädt frau sich eben Handwerker ein.

Apropos Handwerker – die Gerüstbauer fangen an, die andere Seite unserer 3 Häuser einzurüsten. Außer Dämmplatten und neuen Anstrich bekommen wir neue Haustüren und neue Briefkästen – und wieder fröhlich vor Bad- und Küchenfenstern herumlaufende freundliche Handwerker.

Für heute ist es genug.

 


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Mitten ins Schwarze ge(troffen)stochen …

… das war ja wohl aber auch nicht so schwer

Was macht Frau nicht alles, um gesund zu bleiben. Meinen letzten Hausarztbesuch vor einigen Tagen habe ich mit einer Pneumokokken-Schutzimpfung beendet. Den leichten, muskelkaterähnlichen Schmerz im linken Oberarm habe ich gern in Kauf genommen. Die Helferin meinte zu mir: „Ich nehme das kleine Dreieck in der Mitte als Einstichziel – und da es chinesisch ist, werden sich die Viren kurzschließen und es wird helfen!“

Die Sache mit der Reparatur des ausgebissenen Zahns hat auch geklappt. Ich hatte mir ein Zahntechniklabor gesucht, was nahe einer ehemaligen Wohnung von mir ist.

Alles steht wieder in Reih‘ und Glied. Im Tausch gegen drei rote Scheine wanderte mein Zahn wieder an den angestammten Platz.

Den Weg zum Labor fuhr und ging ich so:

Das war dieses Mal keine Dusseligkeit, sondern der linke große Zeh will partout in keinen Schuh ohne zu schmerzen. Das wird langsam zum Dauerzustand – und meine Fußpflegerin musste ihren Salon schließen.

Nach der Scheidung wohnte ich mit dem Sohn ab 1985 bis 2000 im Bezirk Frieddrichshain auf der Proskauer Straße. Wenn ich also schon in dieser Gegend bin, guckte ich mich natürlich bei dem ehemaligen Haus um. – Ich muss schon ewig nicht mehr dort gewesen sein – das Haus war ziemlich verfallen, obwohl ich damals u.a. aus dem Grund ausgezogen bin, weil ich die monatelangen Beschränkungen bei einer geplanten Generalsanierung mit WC und Bad nicht in Kauf nehmen wollte und außerdem eine Arbeitsstelle im Westen der Stadt bekommen hatte, so dass der Arbeitsweg viel zu weit war. Der Sohn war schon ausgezogen und stattdessen wohnte meine Mutter bei mir. – Ein Blick auf das Haus sagte mir, dass die ständig wechselnden Besitzer wahrscheinlich immer wieder pleite gingen und gar keine Sanierung stattgefunden hat.

Jetzt stehen mehrere sehr schöne Häuser dort, die nicht billig aussehen – vielleicht sind es Eigentumswohnung. Sollte ich je zu einem völlig unmöglichen Millionengewinn kommen – dort würde ich mir sofort eine Eigentumswohnung kaufen. Ganz dicht an der U-Bahn und S-Bahn und viele Geschäfte in der Nähe – dabei aber vollkommen ruhig, da im Innenhof. In oder besser aus diesem Innenhof hat man mir 1990 meinen fast neuen Trabant Kombi geklaut, der nicht kaskoversichert war (Verschulden der Versicherung, die nicht wusste, wie sie einen Trabant finanziell einschätzen sollen)  und 15.000 DDR-Mark gekostet hat.

Was ich bemerkenswert fand, aus mehreren Fenstern und an einem quer über die Straße gespannten Seil hingen mehrere Regenbogenfahnen.

Und zu Haus gab es für mich eine Premiere. Mein Sohn ist ja gerade in Kanada. Plötzlich klingelt mein Handy und ein Anruf von ihm über WhatsApp. Ich nehme das Telefon natürlich ans Ohr – was denn sonst. Und er meint, warum SEHE ich dich denn nicht? – Da begriff ich, dass es ein Videoanruf war und ich war ganz glücklich, als ich ihn so frisch und munter über so viele tausend Kilometer sehen und hören konnte. – Hoffentlich klappt alles mit den Rückflügen. Coronakritisch ist es dort im Schnee nicht.

 


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Claras himmel…tiefes Gruselkabinett

Jetzt habe ich doch tatsächlich 10 Tage lang die Klappe gehalten – aus gutem Grund. Auch jetzt bestehen die Tagesstunden noch zu einem großen Teil aus Flachliegen und an der Matratze horchen. Das muss offenbar an meinem Immunsystem liegen, das ein wenig die Hufe gestreckt hat. Bloß gut, dass ich vor 52 Jahren nicht so schlimm aussah, sonst wäre die Trauung ausgefallen.

Um mich in einiger Zeit noch an so einiges erinnern zu können, gebe ich hier tagebuchähnliche Aufzeichnungen von mir. Nur die Zeit im Op muss ich aussparen, da durfte ich weder fotografieren noch filmen 🙂 😉

Am 16. Oktober gegen 9.00 Uhr zog ich also auf der Station 2b in der Parkklinik Weißensee ein. Als ich die lila Blüten auf dem Stationsschild sah, freudig erregt die Lieblingszahl 13 auf dem Zimmerschild erkannte und bemerkte, dass ich ein Einzelzimmer hatte, wusste ich, dass (vom Prinzip her) alles gut wird.

Die Schwester meinte jedoch gleich, dass ich das Einzelzimmer bestimmt nicht bis zum Ende behalten darf, da ein „Mensch“ mit Anspruch darauf kommen wird. Neben Einzelzimmern gibt es einige Doppelzimmer und mindestens so viele Vierbettzimmer. – Zu dem Einlieferungszeitpunkt war es mir egal, wie ich weiter liegen werde.

OA Birke operierte mich ziemlich lange – denn 11.30 Uhr sagte die Anästhesistin: „Ich beginne jetzt mit der Narkose“ und gegen 17.00 Uhr stand der Operateur neben meinem Bett und ich sah ihn als ersten wieder zurück vom Narkoseschlaf. Rein äußerlich sah nicht ein einziger auf der Station auch nur annähernd so schlimm aus wie mein Foto von 2007.

Die ersten Fotos vom Nachoperationstag sehen natürlich noch etwas dicknasig aus. Manche auf der Station trugen diese „Rotzbremse“ fast bis zur Entlassung – ich nur wenige Stunden, denn sie verhinderte, dass ich das wenige Quäntchen Luft einziehen konnte, was die Tamponade und die Plastikröhrchen überhaupt zuließen. An den nach oben geklebten Fäden hängen die Tampons. – Alle klagten, dass das Entfernen sehr schmerzhaft sei. – Ich hatte dabei mehr Glück als Verstand und keine Schmerzen, denn ich war unmittelbar davor zum Inhalieren. Da waren sie so durchgefeuchtet, dass sie sich wunderbar entfernen ließen.

Die Firma meines Sohnes ist 3 Autominuten entfernt. Also konnte ich bequem eine Getränkebestellung bei ihm aufgeben, denn ich bin doch nicht so ein Wassertrinktier – ein Schuss Saft darf schon dabei sein.

Inzwischen war ich also tatsächlich umquartiert worden nach dem Motto: „Steh auf, nimm dein Bett und geh!“ – Na gut, ich hatte Glück, mein Bett mit Koffer und Sachen schob eine Schwester ins gegenüberliegende Zimmer 14. Mich begrüßte eine Frau in der Generation meiner Kinder bzw. minimal jünger. Wir verstanden uns sehr gut.Ich bewunderte ihre riesigen Tattoos, die bis auf den rechten Arm fast den ganzen Körper bedeckten. Über die Schmerzen beim Stechen und das bezahlte Geld durfte ich nicht näher nachdenken – musste ich ja auch nicht.

Hier geht es mir am 19. Oktober offenbar schon wieder so gut, dass ich Faxen mache: Die Tamponade ist raus, der Herpes noch nicht da, die gute Bettnachbarin zwar schon weg, aber die blöde noch nicht da.

Als die Tamponade draußen war, ging es einen mächtigen Schritt auf „selbständiges Atmen“ zu. – Hier mache ich den drei bekannten Affen Konkurrenz und spiele: „Nichts sehen, nichts hören, nichts riechen“. Die Augen waren die ganze Zeit etwas angegriffen – wahrscheinlich zog das Pflaster an den Augenwinkeln. Die Brille saß durch den Verband auch nicht richtig – aber das war alles noch pillepalle.

 

Wenn ich jetzt hier mit kundigem bzw. wissendem Blick auf das Foto schaue, kündigt sich das schon an, was mich am nächsten Abend heimsuchen und mich über eine Woche begleiten sollte: Der Herpes auf der Oberlippe. Ich dachte, die Spannung käme noch von der Op her – nein – es war ein beginnender Herpes auf der GESAMTEN Oberlippe – von Mundwinkel zu Mundwinkel – schmerzhaft, eklig, unangenehm. Ich habe das Foto extra stark verkleinert, das muss man nicht in groß sehen.

Tubenweise habe ich Aciclovir verschmiert – mit mittelprächtigem Erfolg.

Natürlich habe ich mich auch ein wenig in der Umgebung umgesehen, das Wetter war ja prächtig genug. Dieses Pferd hatte mein aufrichtiges Mitgefühl: Es muss mit einem Ohr leben.

An dieser Rose probierte ich aus, ob es mit dem Riechen schon wieder klappt. Ob das schlechte Ergebnis an der Rose oder an der Nase lag, kann ich nicht sagen.

Dann sah ich auf dem Plan die Bezeichnung „Dinosaurierspielplatz“ und lenkte meine Schritte dahin. Na gut, einer war ja wirklich da.

Dann kam der Samstag Abend und eine neue Zimmermitbewohnerin zog ein. Die Folge war, dass sie mir spätestens nach 10 Minuten so grundunsympathisch war, so dass ich die erste Nacht bis 1.30 Uhr im Aufenthaltsraum zubrachte. Die Schwester hat mir schon ein leeres Bett im Nachbarzimmer angeboten, weil sie mich verstehen konnte. – Ich will die Gründe für die Antipathie hier nicht aufführen, aber auch ihr lila Schlafanzug konnte daran nichts ändern.

Es kam der Entlassungstag und die immer noch in der Nase befindlichen Plastikröhrchen gingen mit mir nach Hause – sie sollten erst zwei Tage später (23.10) raus. Das ging einigermaßen glimpflich und es war ein ungeheuer befreiendes Gefühl, als diese beiden in der Abfallschale landeten.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, was in die Nase alles so hineinpasst. – Dass der OA dann allerdings kurz vor dem Siebbein – das muss kurz vor dem Gehirn sein – zwei Verklebungen entdeckte, die er dann trennen musste, traf nicht auf mein Wohlwollen, denn es tat weh. – Aber gut, ging auch vorüber.

Der Sohn kam mich abholen, weil er gleich die Sache mit dem Schlosszylinderaustausch machen wollte und den Schalter auf dem Balkon tauschen – das stand auch noch an. Gut, dass ich beides ihm überlassen habe.

Das neue Schloss wollte sich nicht richtig drehen. – Er fuhr mit allen Teilen zum Schlüsseldienst und es wurde festgestellt, dass an der „Drehnase“ einiges abgefeilt werden musste, weil mein Vorbewohner ein italienisches Schloss drin hatte und kein genormtes deutsches.

Der Sohn baute ein, nahm danach den Hund und fuhr wieder zur Arbeit. Ich ging in den Keller – ohne Handy, ohne Geld, ohne Jacke, ohne feste Schuhe – wie man eben so in den Keller geht – und stand vor der Wohnungstür und kam nicht hinein. Der Schlüssel drehte sich nicht einen mm – nicht nach links, nicht nach rechts.

Zum Glück war es ein warmer Oktobertag. Ich fuhr schwarz mit dem Bus zum Schlüsseldienst. Der Chef hatte mich mittags ja schon mit meiner Nase gesehen und hatte Mitleid mit mir. Sein Außendienstmonteur holte mich ab und brachte die Sache mit sehr viel Kulanz in Ordnung.

Und seitdem versuche ich, wieder in den normalen Trott hinein zu kommen. Wenn ich schon nicht bloggen will, dann bin ich nicht ganz in Ordnung – jetzt sehen wir mal, wie es weiter geht.

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit.

 


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Himmelfahrt – Himmelhoch – Himmelwärts

Und was soll das bitteschön wieder bedeuten?

  1. Der Begriff „Himmelfahrt“ wurde mir mehr oder weniger in die Wiege gelegt. Wer als Tochter eines kreuzkatholischen Ehepaares im katholischen Bayern an einem 15. August geboren wurde, musste einfach das Fest „Mariä Himmelfahrt“ mitbekommen. Leider hatte ich wenige Monate später im atheistischen Sachsen und später Preußen nichts mehr davon – doch ich habe es überlebt.
  2. Meinen Netznamen „Clara Himmelhoch“ habe ich mir spätestens 2010 geholt. Ursprünglich fehlte der Vorname und ich hieß nur Himmelhoch. Das gefiel mir nicht so und ich ergänzte ganz schnell die Clara – UND DAS WAR AUCH GUT SO!
  3. Aber was hat es mit dem Begriff „Himmelwärts“ auf sich – den muss ich mir offenbar schwer verdienen. Wie??? Das schreibe ich euch gleich.

Wir waren ja mal eine Familie, die aus Vater, Mutter, Kind 1 (Tochter) und Kind 2 (Sohn) bestand. Als Erbgut vom Vater hatten beide Kinder diese himmelwärts strebende, Atemluft fördernde Nasenform mitbekommen, was ich euch gleich und sofort beweise.

Die Erbgutträger Papa und Mama: Bei mir kann man in kein Nasenloch hineinsehen

Kind 1 dieser beiden unterschiedlichen Nasenträger:

Auch Kind 2 hat sich für die Nasenform des Papas entschieden: Bei ihm ist diese sogenannte „Steckkontaktnase“ (erinnerte mich immer an eine Steckdose oder ????) sogar noch deutliche ausgeprägt.

So, und jetzt hat ein Hals-Nasen-Ohrenarzt nicht etwa gesagt, er will mich meiner restlichen Familie ähnlich machen, sondern er will mir einfach zu mehr Luft verhelfen.

Er ist wirklich der erste, der dieses Problem ganz schnell erkannte und mich in die Parkklinik Weißensee überwiesen hat. Dort operiert ein Freund von ihm und nach seiner Meinung – operiert der auch gut. Ein kleines Problem könnte werden, das benötigte Stück Knorpel zur Nasenspitzenanhebung aus der Ohrmuschel zu gewinnen. Die Ohren wurden ja in meiner Jugendzeit angelegt und geben daher jetzt nicht mehr so viel Knorpel her. – Die andere Möglichkeit wäre aus dem Brustbein, doch das hört sich dann schon mehr nach einer richtigen Op an.

Am 11. Juli habe ich in seiner Sprechstunde einen Termin – und dann sehen wir weiter.

Ich habe ja schon drei Nasenoperationen hinter mir. Die 1999 ging so etwas von gründlich daneben, dass gleich 2000  jemand die Nasenflügel versteifen musste, damit sie sich nicht bei jedem Atemzug zusammenklappen.

Als das mit der Atmerei immer schwieriger wurde, habe ich 2007 einen ganz berühmten Professor noch einmal an meine Nase gelassen. Allerdings wollte der ein gewaltiges „Trinkgeld“, was in die Tausende ging, um selbst Hand anzulegen.

Ich hatte nach der Op kaum Schmerzen, obwohl ich ziemlich malträtiert aussah.

Für ein Jahr hatte ich Ruhe, Frieden und Luft – doch dann war es nicht viel besser als vorher.

Definitiv wird es dieses Mal nicht so umfangreich – aber nachts und am Tage bei leichtester Belastung wieder ausreichend und mühelos Luft zu bekommen, wäre schon fast Luxus für mich. Wenn es so weit ist, sage ich Bescheid, dann bitte ich doch freundlichst um gedrückte Daumen.


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1, 2, 3, 4 … viele bis 13

Es handelt sich ausnahmsweise nicht um Spülmaschinen, auch nicht um Reiseberichterstattungen – sondern

es handelt sich schlicht und ergreifend um FOTOBÜCHER.

Früher habe ich 20 Zigaretten pro Tag konsumiert – jetzt ist gerade das dreizehnte Fotobuch bei mir eingetroffen. Produziert nicht in einem Jahr, sondern in vielen Jahren – immer ist das neueste das schönste.

Laut DHL kann man sich ja jetzt über das bevorstehende Kommen der Sendung informieren. Ist der Text auf der DHL-Website nicht herrlich:

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Sendungen erst beauskunften können,…

… man könnte ja einfach mal schlicht und ergreifend Auskunft geben.

Das Buch durfte nur 102 Seiten dick werden, weil ich wieder die seitenübergreifende Darstellung mit dickerem Papier gewählt habe.

In Zukunft werde ich mich vielleicht nur noch für das Querformat entscheiden – es entspricht mehr den vorhandenen Fotoformaten.

Ich liebe es, dass meine Fotos jetzt mit ca. 4000 x 2600 so technisch hochwertig sind, dass ich mit einem Foto mühelos 2 DIN A4 Seiten als Hintergrundbild füllen kann. Ich sitze dann vor solchen Seiten und genieße die Details. – Und glaubt mir, die originalen Seiten im Buch sehen 10 mal besser aus als die hier schnell mit schlechtem Licht abfotografierten Seiten – aber ein Fotostudio aufzubauen, diese Zeit blieb mir nicht.

Viele von den abgebildeten Fotos habt ihr gerade hier erst in meinem Blog gesehen – ich arbeite also ganz aktuell parallel in meinen Fotobüchern. – Mehr als zwei pro Jahr will ich auf keinen Fall drucken lassen – ich muss mich also ein wenig bremsen in Zukunft, denn es bleiben ja noch sieben Monate im Jahr.

Und jetzt, aus der normalen Reihenfolge herausgenommen, diese Seite:

Die beiden grünen jungen Damen stehen ja mit den Füßen am Meer, sogar im Wasser – was uns ja verwehrt wurde – und deswegen habe ich dort 2 Selfies gemacht. Gutes Handy – ohne irgendwelche Bearbeitung habe ich schöne Haut, schöne Augen, eine warme Jacke, die ich im Urlaub nicht hatte, und kurze Haare, die ich zum Glück im Urlaub auch nicht hatte, denn sonst wäre mir am Kopf noch kälter gewesen. – Also jetzt wirklich: Ausruhzeit für euch und mich!

 


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Ostern sollte klein gehalten werden …

… ohne Feste, ohne große Treffen, ohne Geschenke – aber am Samstag mit einem Doppelkopfturnier – da bekomme ich vielleicht wieder einen GeschenkGewinn.

Doch letzteres hat eine liebe Langzeit-Blogger-Freundin Amélie vereitelt. Ich sitze zu Haus und warte auf meine Austausch-Spülmaschine, da klingelt es. Da es aber zwei Stunden vor der vereinbarten Zeit ist, muss es was anderes sein. Ausnahmsweise frage ich an der Gegensprechanlage mal nach und höre ein vernuscheltes „Post“. – Ich hatte aber nichts bestellt – also machte ich mich bereit, für andere was entgegen zu nehmen, weil ich ja so oft zu Hause bin.

Nein – es war eine Osterüberraschung für mich. Ich hätte notfalls mit einem Strafzettel wegen zu schnellen Gehens auf dem Bürgersteig gerechnet, aber doch nicht damit. Danke! Danke! Danke!

Und wenn ich nun schon mal beim Aufstellen von Ostersachen bin, habe ich gleich ein klein wenig weiter gemacht.

Aber ansonsten bin ich meinem Grundsatz von dem klein-klein treu geblieben.

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Der Osterhase ist klein, da ca. 45 Jahre jünger als jetzt

Jetzt sieht er inzwischen vollkommen anders aus – ob das daran liegt, dass er seit längerer Zeit eine Freundin / Partnerin / Lebensgefährtin / Mitarbeiterin hat? Schaut mal, so sehen die  beiden aus, u.a. auch beim Schnäbeln. – Die Ohren sind im Prinzip geblieben, nur jetzt zur Seite gewandert.

Wenn sie sich oder den anderen nicht mehr leiden können, darf er aufgegessen werden – aber auch sonst.

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Die Ostereier sind klein, da von Wachteln gelegt

Da musste ich ganz schön viele in die Pfanne hauen, um was zwischen den Kiemen zu haben.

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Wenn alles klein, dann auch Gewicht kleiner

Seit langen, langen Zeiten mal wieder unter 70 – das darf so bleiben und bei Bedarf verschenke ich gern noch einige Pfunde, aber meine Centimeter will ich alle behalten. – Diese Waage hat sich wirklich in der Anschaffung und Energiebilanz gelohnt, die arbeitet schon seit Jaaaaaaaaaaaaahren ohne neue Batterie.

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Vor nunmehr 51 Jahren haben zwei an einem Ostermontag an einem bestimmten Ort „Ja“ gesagt. Na gut, vielleicht war es eben doch nur ein „Vielleicht, bis dass der Tod uns scheidet“ – denn beide leben noch, aber unter anderen Bedingungen. Vielleicht hätte ich mit meiner jetzigen „Klugheit“ auch gedacht: „Never change a running system“ – aber es ist „ge-changed“ worden.

Da die Familienverhältnisse ein wenig getrennt und gespannt sind und der Austausch von Informationen zum großen Teil über das Netz vonstatten geht, habe ich mal meine schöne rote Küchenkiste aufgehübscht und von Herzen geträumt. Ostern müssen ja nicht nur Eier sein.

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Die Suche nach „Geschenken“ gestaltet sich schwieriger als sonst

Ich habe mir diese Antischnarch- und Besser-Luft-Krieg-Nasenklammer gekauft. Ob es beim weniger Schnarchen hilft, kann ich nicht sagen, da kein Aufnahmegerät mitläuft.

Aber wenn diese durchsichtige Nasenklammer in der Nacht rausrutscht und sich im Bett verkrümelt, da ist echtes Suchen angesagt.

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So, jetzt habe ich euch genug bespaßt. Ich wünsche euch schöne Tage bei gutem Wetter, damit nicht immer nur geschlemmt wird, sondern auch bewegt.