Claras Allerleiweltsgedanken


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Himmelfahrt – Himmelhoch – Himmelwärts

Und was soll das bitteschön wieder bedeuten?

  1. Der Begriff „Himmelfahrt“ wurde mir mehr oder weniger in die Wiege gelegt. Wer als Tochter eines kreuzkatholischen Ehepaares im katholischen Bayern an einem 15. August geboren wurde, musste einfach das Fest „Mariä Himmelfahrt“ mitbekommen. Leider hatte ich wenige Monate später im atheistischen Sachsen und später Preußen nichts mehr davon – doch ich habe es überlebt.
  2. Meinen Netznamen „Clara Himmelhoch“ habe ich mir spätestens 2010 geholt. Ursprünglich fehlte der Vorname und ich hieß nur Himmelhoch. Das gefiel mir nicht so und ich ergänzte ganz schnell die Clara – UND DAS WAR AUCH GUT SO!
  3. Aber was hat es mit dem Begriff „Himmelwärts“ auf sich – den muss ich mir offenbar schwer verdienen. Wie??? Das schreibe ich euch gleich.

Wir waren ja mal eine Familie, die aus Vater, Mutter, Kind 1 (Tochter) und Kind 2 (Sohn) bestand. Als Erbgut vom Vater hatten beide Kinder diese himmelwärts strebende, Atemluft fördernde Nasenform mitbekommen, was ich euch gleich und sofort beweise.

Die Erbgutträger Papa und Mama: Bei mir kann man in kein Nasenloch hineinsehen

Kind 1 dieser beiden unterschiedlichen Nasenträger:

Auch Kind 2 hat sich für die Nasenform des Papas entschieden: Bei ihm ist diese sogenannte „Steckkontaktnase“ (erinnerte mich immer an eine Steckdose oder ????) sogar noch deutliche ausgeprägt.

So, und jetzt hat ein Hals-Nasen-Ohrenarzt nicht etwa gesagt, er will mich meiner restlichen Familie ähnlich machen, sondern er will mir einfach zu mehr Luft verhelfen.

Er ist wirklich der erste, der dieses Problem ganz schnell erkannte und mich in die Parkklinik Weißensee überwiesen hat. Dort operiert ein Freund von ihm und nach seiner Meinung – operiert der auch gut. Ein kleines Problem könnte werden, das benötigte Stück Knorpel zur Nasenspitzenanhebung aus der Ohrmuschel zu gewinnen. Die Ohren wurden ja in meiner Jugendzeit angelegt und geben daher jetzt nicht mehr so viel Knorpel her. – Die andere Möglichkeit wäre aus dem Brustbein, doch das hört sich dann schon mehr nach einer richtigen Op an.

Am 11. Juli habe ich in seiner Sprechstunde einen Termin – und dann sehen wir weiter.

Ich habe ja schon drei Nasenoperationen hinter mir. Die 1999 ging so etwas von gründlich daneben, dass gleich 2000  jemand die Nasenflügel versteifen musste, damit sie sich nicht bei jedem Atemzug zusammenklappen.

Als das mit der Atmerei immer schwieriger wurde, habe ich 2007 einen ganz berühmten Professor noch einmal an meine Nase gelassen. Allerdings wollte der ein gewaltiges „Trinkgeld“, was in die Tausende ging, um selbst Hand anzulegen.

Ich hatte nach der Op kaum Schmerzen, obwohl ich ziemlich malträtiert aussah.

Für ein Jahr hatte ich Ruhe, Frieden und Luft – doch dann war es nicht viel besser als vorher.

Definitiv wird es dieses Mal nicht so umfangreich – aber nachts und am Tage bei leichtester Belastung wieder ausreichend und mühelos Luft zu bekommen, wäre schon fast Luxus für mich. Wenn es so weit ist, sage ich Bescheid, dann bitte ich doch freundlichst um gedrückte Daumen.


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1, 2, 3, 4 … viele bis 13

Es handelt sich ausnahmsweise nicht um Spülmaschinen, auch nicht um Reiseberichterstattungen – sondern

es handelt sich schlicht und ergreifend um FOTOBÜCHER.

Früher habe ich 20 Zigaretten pro Tag konsumiert – jetzt ist gerade das dreizehnte Fotobuch bei mir eingetroffen. Produziert nicht in einem Jahr, sondern in vielen Jahren – immer ist das neueste das schönste.

Laut DHL kann man sich ja jetzt über das bevorstehende Kommen der Sendung informieren. Ist der Text auf der DHL-Website nicht herrlich:

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Sendungen erst beauskunften können,…

… man könnte ja einfach mal schlicht und ergreifend Auskunft geben.

Das Buch durfte nur 102 Seiten dick werden, weil ich wieder die seitenübergreifende Darstellung mit dickerem Papier gewählt habe.

In Zukunft werde ich mich vielleicht nur noch für das Querformat entscheiden – es entspricht mehr den vorhandenen Fotoformaten.

Ich liebe es, dass meine Fotos jetzt mit ca. 4000 x 2600 so technisch hochwertig sind, dass ich mit einem Foto mühelos 2 DIN A4 Seiten als Hintergrundbild füllen kann. Ich sitze dann vor solchen Seiten und genieße die Details. – Und glaubt mir, die originalen Seiten im Buch sehen 10 mal besser aus als die hier schnell mit schlechtem Licht abfotografierten Seiten – aber ein Fotostudio aufzubauen, diese Zeit blieb mir nicht.

Viele von den abgebildeten Fotos habt ihr gerade hier erst in meinem Blog gesehen – ich arbeite also ganz aktuell parallel in meinen Fotobüchern. – Mehr als zwei pro Jahr will ich auf keinen Fall drucken lassen – ich muss mich also ein wenig bremsen in Zukunft, denn es bleiben ja noch sieben Monate im Jahr.

Und jetzt, aus der normalen Reihenfolge herausgenommen, diese Seite:

Die beiden grünen jungen Damen stehen ja mit den Füßen am Meer, sogar im Wasser – was uns ja verwehrt wurde – und deswegen habe ich dort 2 Selfies gemacht. Gutes Handy – ohne irgendwelche Bearbeitung habe ich schöne Haut, schöne Augen, eine warme Jacke, die ich im Urlaub nicht hatte, und kurze Haare, die ich zum Glück im Urlaub auch nicht hatte, denn sonst wäre mir am Kopf noch kälter gewesen. – Also jetzt wirklich: Ausruhzeit für euch und mich!

 


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Ostern sollte klein gehalten werden …

… ohne Feste, ohne große Treffen, ohne Geschenke – aber am Samstag mit einem Doppelkopfturnier – da bekomme ich vielleicht wieder einen GeschenkGewinn.

Doch letzteres hat eine liebe Langzeit-Blogger-Freundin Amélie vereitelt. Ich sitze zu Haus und warte auf meine Austausch-Spülmaschine, da klingelt es. Da es aber zwei Stunden vor der vereinbarten Zeit ist, muss es was anderes sein. Ausnahmsweise frage ich an der Gegensprechanlage mal nach und höre ein vernuscheltes „Post“. – Ich hatte aber nichts bestellt – also machte ich mich bereit, für andere was entgegen zu nehmen, weil ich ja so oft zu Hause bin.

Nein – es war eine Osterüberraschung für mich. Ich hätte notfalls mit einem Strafzettel wegen zu schnellen Gehens auf dem Bürgersteig gerechnet, aber doch nicht damit. Danke! Danke! Danke!

Und wenn ich nun schon mal beim Aufstellen von Ostersachen bin, habe ich gleich ein klein wenig weiter gemacht.

Aber ansonsten bin ich meinem Grundsatz von dem klein-klein treu geblieben.

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Der Osterhase ist klein, da ca. 45 Jahre jünger als jetzt

Jetzt sieht er inzwischen vollkommen anders aus – ob das daran liegt, dass er seit längerer Zeit eine Freundin / Partnerin / Lebensgefährtin / Mitarbeiterin hat? Schaut mal, so sehen die  beiden aus, u.a. auch beim Schnäbeln. – Die Ohren sind im Prinzip geblieben, nur jetzt zur Seite gewandert.

Wenn sie sich oder den anderen nicht mehr leiden können, darf er aufgegessen werden – aber auch sonst.

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Die Ostereier sind klein, da von Wachteln gelegt

Da musste ich ganz schön viele in die Pfanne hauen, um was zwischen den Kiemen zu haben.

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Wenn alles klein, dann auch Gewicht kleiner

Seit langen, langen Zeiten mal wieder unter 70 – das darf so bleiben und bei Bedarf verschenke ich gern noch einige Pfunde, aber meine Centimeter will ich alle behalten. – Diese Waage hat sich wirklich in der Anschaffung und Energiebilanz gelohnt, die arbeitet schon seit Jaaaaaaaaaaaaahren ohne neue Batterie.

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Vor nunmehr 51 Jahren haben zwei an einem Ostermontag an einem bestimmten Ort „Ja“ gesagt. Na gut, vielleicht war es eben doch nur ein „Vielleicht, bis dass der Tod uns scheidet“ – denn beide leben noch, aber unter anderen Bedingungen. Vielleicht hätte ich mit meiner jetzigen „Klugheit“ auch gedacht: „Never change a running system“ – aber es ist „ge-changed“ worden.

Da die Familienverhältnisse ein wenig getrennt und gespannt sind und der Austausch von Informationen zum großen Teil über das Netz vonstatten geht, habe ich mal meine schöne rote Küchenkiste aufgehübscht und von Herzen geträumt. Ostern müssen ja nicht nur Eier sein.

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Die Suche nach „Geschenken“ gestaltet sich schwieriger als sonst

Ich habe mir diese Antischnarch- und Besser-Luft-Krieg-Nasenklammer gekauft. Ob es beim weniger Schnarchen hilft, kann ich nicht sagen, da kein Aufnahmegerät mitläuft.

Aber wenn diese durchsichtige Nasenklammer in der Nacht rausrutscht und sich im Bett verkrümelt, da ist echtes Suchen angesagt.

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So, jetzt habe ich euch genug bespaßt. Ich wünsche euch schöne Tage bei gutem Wetter, damit nicht immer nur geschlemmt wird, sondern auch bewegt.

 

 

 


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Eine Erinnerung an mein Schneechaos

Um meinem Schnapszahlfimmel zu huldigen, lasse ich an einem 11.1. meinen Artikel erst um 1.11 Uhr statt 00.05 Uhr erscheinen – aber die wenigsten werden das merken.

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Der in weiten Teilen des Landes, aber auch in anderen Ländern wie Österreich und Polen unaufhörlich fallende Schnee fordert immer mehr Opfer – die Lawinengefahr ist zum Teil auf der höchsten Warnstufe. Der Landkreis, in dem ich in Bayern geboren wurde, ist von der Außenwelt abgeschnitten. Tausende müssen Angst haben, dass die Last des Schnees ihre Dächer zum Einsturz bringt. Vor Jahren war das ja mal mit einer Sporthalle passiert.

Monatelang hatte Deutschland fast überall Sommer und Spätsommer – und dann kommt der Winter mit fast nicht mehr zu beherrschender Gewalt. Wissenschaftler vermuten, dass auch das eine Folge der Klimaveränderung sein kann.

Diesen Artikel, den ich schon am 22. Februar 2010 veröffentlicht habe, will ich heute in stark gekürzter Form noch einmal einstellen.

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So viel Schnee in den Bergen, das ist ja toll, jubelt Clara innerlich vor sich hin, als sie die Nachrichten im Fernsehen sieht. Sie denkt an ihre Tochter, die mit Mann und Kindern die Winterferien zum Skifahren in Österreich nutzt. Auch Clemens, der Filius, treibt sich zum gleichen Zweck in irgendwelchen Schweizer Bergen  herum. – Sie sitzt gemütlich auf der Couch, eingepackt in ihre rote Kuscheldecke. Bei diesen Außentemperaturen kann Clara eine „Zwiebelschale“ mehr gut vertragen. . „Irgendwann muss ja mal Schluss sein mit dem Winter“, denkt sie. Bei dem vielen Schnee und Eis auf Straßen und Gehwegen ist Clara froh, dass sie nicht mehr täglich von ihrem Chef gerufen wird. So kann sich ihr kleiner „Leon“ in der Garage wärmen und sie kann sich auf der Couch ausruhen.

In diesem Moment bekommt der Ansagensprecher einen fast sakralen Tonfall. Er kündigte für die nächsten Stunden flächendeckend Blitzeis an und bittet alle, nicht unnötig das Haus zu verlassen. – „Offensichtlich brauchen die Unfallchirurgen jetzt schon ein zweites und drittes Paar Hände zum Operieren“, denkt Clara so halblaut vor sich hin. Manchmal redet sie mit sich, wenn es kein anderer tut – aber in der Öffentlichkeit hat sie es noch ganz gut im Griff.

Das Wort Blitzeis tritt eine Erinnerungslawine los. Sie ist sofort bei der Jahreswende 1978/79, in der innerhalb von Stunden das Thermometer um 20° fiel und Deutschland mit seinen Nachbarländern im Schnee- und Eischaos versank.

Der wunderschöne hellgrüne Wartburg Tourist mit dem liebevoll ausgesuchten Namen ‚Hannibal‘ hatte seinen Kilometerzähler noch nicht einmal fünfstellig gefahren. Er war also noch ein absolutes Greenhorn in seiner Gilde.

Wie es bei der langen Wartezeit auf seine „Ankunft“ nicht anders zu erwarten war, liebten ihn drei aus der Familie abgöttisch und eine registrierte ihn als Neuankömmling. Im Gegensatz zu seinem gebrauchten Vorgänger war er nagelneu und absolut jungfräulich. Clara konnte sich noch sehr gut an ihre Angst erinnern, als sie ihn – lediglich mit Trabanterfahrung ausgestattet – im zentralen Auslieferungslager Rummelsburg holen durfte.
Der Junior war stinksauer, dass er noch nicht im Fahrschulalter war. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er ‚Hannibal‘ mit unserer Hilfe gern schon mal heimlich gefahren, um damit dann entsprechend in seiner Clique zu prahlen. Aber Clara legte heftigsten Protest ein.

Und dieses Auto sollte über Silvester polnische Luft schnuppern. Claras Cousine hatte zu einer zünftigen Party eingeladen. Clemens wollte sofort mitfahren, Theres jedoch blieb Silvester lieber bei der Oma. So konnte der freie Platz im Auto von Claras Tante eingenommen werden, die vom Gewicht her fast die drei anderen aufwog. Zum Glück war der Wartburg für 5 Personen zugelassen und hatte 5 Türen. Im 3türigen Trabant hätten sich Hannes oder Clara durch den engen Einstieg auf den Hintersitz zwängen müssen, für „Tantchen“ wäre das nicht zumutbar gewesen.
Die Feier war okay, das Wiedersehen auch. Nach drei Tagen hieß es wieder, nach Hause zu fahren. Die Temperaturen waren schlagartig gefallen. Die dicke Eisschicht von der Windschutzscheibe konnte nur mit heißen Lappen abgetaut werden, kratzen half da nichts mehr. Ein letztes Winken – und auf ging es Richtung Berlin.
Die vergeblichen Rufe der Cousine, die Fahrt zu verhindern, wurden nicht mehr gehört. Sie hatte die Warnung im Radio gehört, dass die wichtigsten Autobahnen dicht sind, weil Autos im Schnee stecken geblieben waren. Natürlich war auch die Ost-West-Achse lahmgelegt. Hannibal kam noch auf die Autobahn, musste dann aber kilometerweit rückwärts fahren, denn wenden war unmöglich.
Handy? Navigationsgerät? Winterreifen? Davon träumte der wilde Osten zu dieser Zeit noch nicht einmal, aber auch im Westen gab es das wohl noch nicht.
Ein Stück lief auf der Landstraße alles völlig normal – bis zum ersten Knall. Rote Ampel, Glatteis, Auto in Warteposition – physikalisches Gesetz von dem einen und dem anderen Körper! Die Tante hat uns sicherlich für den Aufprall den nötigen Schwung verliehen. Somit war Hannibal stärker, nur büßte er dabei seine „Stoßzähne“ in Form der Scheinwerfer ein.

Kleines Malheur, bei diesem Wetter ohne Licht. Großes Malheur, bei diesem Wetter ohne Heizung. Ständig musste einer von innen die Windschutzscheibe vom Eis frei kratzen. – Der zweite Knall ließ nicht sehr lange auf sich warten, nur stand Hannibal diesmal unglücklich als Hindernis im Weg. Somit hatten sich die Rücklichter auch noch verabschiedet.
Und dann war sie plötzlich dicht, die Straße. Ratlos diskutierten alle, nur Claras Polnischsprachkenntnisse reichten unter diesen Umständen nicht aus.
Plötzlich tauchte ein rettender Engel in der Person eines Bauern auf. Er lud alle zu sich auf seinen Hof ein und gewährte Kost und Logis. Nun bewährte sich Tantchen doch noch, denn sie konnte polnisch parlieren.

Nach einer Übernachtung wurde Hannibal wieder in den Kampf geschickt. Die Schneepflüge hatten die Hauptstraßen geräumt, aber dadurch die Zu- und Ausfahrtmöglichkeiten zu den Nebenstraßen total blockiert. Der hilfsbereite Bauer benachrichtigte einen Freund, der das Auto samt Insassen auf einem Schleichweg mit dem Traktor zur Straße ziehen sollte.
Die Furchen der Lastwagenräder waren so tief, dass Hannibal nicht mit den „Füßen“ auf den Boden kam. Das bedeutete – das Seil zog ihn auf dem Unterboden rutschend über den Schnee. Clara war einem Heulkrampf nahe, Hannes bekam fast einen Herzinfarkt, die Tante zeterte und wollte ständig aussteigen und Clemens fand es spannend, spannend, spannend.

Zum Glück war auch irgendwann dieser Streckenabschnitt bewältigt. Die Insassen der hinteren Reihe wurden in den Zug gesetzt, der Rest versuchte, das stark ramponierte Auto auf deutschen Boden zur Reparatur zu bringen. Im 30er Tempo war das ein etwas länger dauerndes Unterfangen, deswegen musste noch eine Hotelübernachtung eingeschoben werden. Nicht das Glatteis war jetzt der Hinderungsgrund, sondern die eingefrorene Knüppelschaltung. Üblicherweise hatten ja alle DDR-Autos Lenkradschaltung – hier wollten die Konstrukteure mal was besonderes leisten. Warum sie den Kardantunnel nach unten offen ließen, blieb für immer ein ungeklärtes Geheimnis. Waren es Materialeinsparungsgründe? Durfte die DDR keine geschlossenen Tunnelsysteme in Autos einbauen?
Als Theres freudig Mutti und Vati begrüßte, beglückwünschten sie alle zu ihrer weisen Entscheidung, diese Fahrt nicht mitmachen zu wollen.“Hatte das Kind etwa den Seherblick?“, überlegt Clara ca. 30 Jahre später.

Bei den letzten Gedanken an diesen Horrortrip rutscht Clara auf dem Sofa immer tiefer, macht es sich bequem und denkt: „Heute verpasse ich garantiert nichts da draußen. Meinem „Leon“ will ich ähnliche Erfahrungen ersparen.“

Das Telefonklingeln hört sie schon nicht mehr – sie schlummert ihre Mittagsruhe.


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Clara – die Hausfee

… was natürlich backen und kochen einschließt.

Einen Vorteil gab es bei meiner „Ladehemmung“ im Dezember – ich konnte mich fast ungebremst in den Backwahn stürzen. Es gab süße und würzige Sorten und ein Blech voller Baisers, da ich die 3 Eiweiße nicht verkommen lassen wollte.

Nach einiger Zeit setzte ich dem Luxus die Krone auf und glasierte sie mit Schokoladenguss – da schmeckten sie gleich noch einmal so gut.

Eine Panne, die ich natürlich auf mein Auge schob, ergab eine witzige Neukreation. Ich wollte Zimtplätzchen backen. Beim ersten Versuch machte ich das auch. Die warmen Kekse wurden in einer Zimt-Zucker-Mischung gewälzt und schmeckten so fluffig weich, dass ich sofort beschloss, noch einmal zu backen.

Als sie fertig waren, wunderte ich mich nur, warum sie in Richtung „rot“ tendierten und alle Leute die Kostproben als ziemlich scharf und würzig empfanden – trotz meiner Beteuerung, nur einen Teelöffel Zimt verwendet zu haben. – Doch einen Tag später kam die Aufklärung. Statt zum Zimt hatte ich zum scharfen Paprika gegriffen. Jetzt überlege ich, ob ich das noch einmal mache.

Die Marzipankugelproduktion lief auf Hochtouren, weil ständig der Nachschub aufgebraucht war. Hier nur ein paar Fotos aus der Manufaktur. Der Puderzucker ist in mühevoller Handarbeit eingeknetet, die Nougatschokolade in verstaubare Stücke geschnitten, die Rollen aus der Marzipanmasse geformt und geschnitten, die Kuvertüre geschmolzen und die Kugeln mit ihrem Nugatinhalt geformt.

Als Weihnachtsessensbeigabe durfte ich Obstsalat mitbringen – ein kleines Schüsselchen für den Sohn ohne Rosinen, die größere für die drei anderen mit Rosinen. Jedem aus der Familie fällt bei diesem Salat sofort eine Episode aus den 70er Jahren, da war er ca. 7 Jahre jung. Strahlend steht er vor seiner Oma und fragt, ob sie wieder Chicoréesalat zu Weihnachten macht. Ganz glücklich nickt sie – und dann ließ er die Katze aus dem Sack: „Aber ohne Chicorée und ohne Rosinen!“ – So viele Jahre später bekam er seinen Wunsch erfüllt.

Dieser Salat wurde nur für interne Gäste zubereitet und schmeckte ohne Rosinen, dafür aber mit Oliven sehr lecker.

Es ist ja vollkommen idiotisch, dass ich meine größere Kochlust auf den neuen Herd schiebe. Wenn ich schon nicht unter seniler Bettflucht leide, beginnt jetzt vielleicht die senile Küchenerstürmung. Seltsam, seltsam – was es so alles gibt. – Kurz vor dem Jahreswechsel wurde der Tiefkühlschrank inspiziert und von Produkten befreit, die gegessen werden sollten.

Aber diese leckeren Entenkeulen MUSSTEN nicht gegessen werden, denn die waren gerade erst gekauft worden. Bei dem ausgewählten Rezept fehlten mir zwar einige Gewürze, aber auf die verzichtete ich großzügig und ich dachte, sie schmecken dennoch – garniert mit Klößen und Rotkohl – vorzüglich. Leichte Fehleinschätzung, wie sich zeigte.

Die sehen so lecker aus. Doch hätte der Koch am zweiten Weihnachtsfeiertag die Gänsekeulen in Entenkeulenkonsistenz wie bei mir angeboten, hätte er eine Klage riskiert. Ich musste die Zahnarztnotdienstnummer griffbereit haben.

Aber die Klöße und das Rotkraut waren lecker. Ich habe sogar das Rezept fotografiert. – Wäre es ein DDR-Kochbuch, hätte ich angenommen, die nur 20 Minuten Garzeit wären auf Stromengpässe zurückzuführen. – Im Nachhinein habe ich mich bei Chefkoch.de informiert, dort ist die Bratzeit die drei- oder sogar vierfache. – Das kann ich ja dann mit der dritten Keule machen, die noch im Tiefkühler vor sich hinfriert.

Der zweiten, schon gebratenen, habe ich noch einmal mit 180° 70 Minuten eingeheizt – und dann war sie zart wie ein Kinderpopo. Geht doch!!!!

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Und da ich weder zum Jammer- noch zum Gesundheitsblog werden will, aber auch nicht zum Koch- und Backblog, höre ich jetzt auf.

Sollte euch irgendwo bei den Fotos der Appetit gekommen sein, kann ich euch leider nicht mehr helfen, denn die Speisen sind alle schon verzehrt.


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Weihnachtsfreuden und -schäden von 2018

Vornweg kurz zu gestern und dem Orthopädenbesuch. Er hat geröntgt, bleibt bei der Diagnose „Impingementsyndrom“ und schießt sicherheitshalber noch ein MRT hinterher. Über die ansonsten vorgeschlagenen Therapiemethoden will ich noch gar nicht nachdenken, denn ich kenne sie alle noch von der Hüfte. – Also schau’n wir mal.

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Besser spät als nie!“ – das ist ein Satz, den der kleine Lord in seinem Weihnachtsklassiker sagt. Ich sehe selten Filme mehrmals – aber dieser und „Pretty Women“ sind die Ausnahmen. In letzterem liegt es AUCH am Hauptdarsteller.

Monate oder zumindest Wochen oder Tage VOR Weihnachten kam ein Päckchen von der Fee – und das Schlimme daran war, dass sie erwartete, dass ich es wirklich bis Weihnachten liegen lasse. Als ich es öffnete und mich freute, hatte der Kalender schon eine 2 vorn stehen.

Und ich packte aus:

Ein drittes, rotes Rentier, das die bisher vorhandenen zwei Rentiere in der Küche erst zur Familie macht. Der Vater pirscht gerade auf Nahrungssuche.

Für mein lila Glitzerherz gab es Lila-Stern und Lila-Schneeflocke und für den (lila) Leckermagen Kugeln zum Lutschen.

Was ich jetzt zeige, habe ich mal wieder claramäßig zweckentfremdet. Ich packte ganz dicke, ganz warme Handschuhe aus, die aber weder meine Finger noch meinen Daumen richtig wärmen wollten, weil dafür keine Vorrichtung vorhanden war. Sicher kann ich damit auch unterwegs mein Handy bedienen – wenn ich zwei Händewärmer in den Jackentaschen habe oder ein lebender neben mir läuft.

Bis ich dieses Problem gelöst habe, stehen sie mit glänzenden Nasen und halb verdeckten Köpfen in meinem Lila-Regal. – Das erste Foto ist die Vorstufe.

Und meine liebste Nachbarin hat mich auch beschenkt – aber sie hat sich mehr an den Küchenfarben orientiert. Ich bekam den großen Übertopf mit der zweigleisig wachsenden Amaryllis und einen zusätzlichen roten Übertopf, den ich in der Küche für alles mögliche verwenden kann. (Ich schreibe den Artikel am 29.12. – wenn sich eine der Pflanzen bis zum 5. Jan. noch zum Blühen entschließt, stocke ich die Galerie auf)

Aber es ist ja nicht so, dass ich nur Geschenke bekomme – ein paar Sachen habe ich mir ja auch einfallen lassen. Am Heiligabend und zum Mittagessen am Ersten Weihnachtsfeiertag war ich bei der Mutter der Sohnesfreundin eingeladen. Weil wie immer „keine Geschenke“ galt, musste ich es eben als Spiel tarnen.

Ich packte 6 Geschenke ein – kleinere und größere, selbst produzierte und selbst gekaufte. Dann kreiste der Würfelbecher mit 6 Würfeln darin. – Würfelte jemand einen Dreierpasch, also 3 x die Eins oder Fünf, durfte er das Geschenk auspacken, falls es nicht schon ein anderer vor ihm getan hatte. Aber es blieb auf dem Tisch.

Das Geschenk mit der Nummer 6 hatte eine besondere Tücke – es war 6 mal eingepackt – und jedes Mal durfte die oder der 3-Sechsen-Würfler/in nur eine Papierschicht lösen.

Und dann kam die Gewinnrunde. Erwürfelte man sich ein Geschenk, konnte man es behalten oder weitergeben. Meine selbst gerollten Marzipankugeln mit Nougatfüllung fanden bei den Damen des Hauses keinen Anklang, da sie kein Nougat mögen. Um so mehr freute sich mein Sohn.

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Nachweihnachtlicher Kollateralschaden:

Leider habe ich meinen schönen LED-Stern am Fenster und die wunderschöne Lichterkette entschärft, als ich die Anschlussstrippen verwechselte und sie in den falschen Stecker einstöpselte. Dadurch hat es Stern und Kette beschädigt , so dass jetzt nur noch „Endstation Tonne“ übrig bleibt. Schade, ich habe beides sehr gemocht.

Der Stern war erst voriges Jahr gekauft und hatte drei Jahre Garantie – ich habe es aber nicht übers Herz gebracht, diesen Schaden dem Verkäufer A*LDI anzuhängen.

Bei den weltweiten Katastrophen wie Kriege und erneute Tsunami und Überschwemmungen gibt es viel größere Schäden. Deswegen kaufe ich nichts neues, sondern spende Geld für die Opfer, die alles verloren haben.

 

 


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今天有中國菜 – heute gibt es chinesisches Essen

Ich weiß, dass andere Leute weitaus besser kochen können als ich – und deswegen gehen wir heute auswärts essen.

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Der 24. November ist ein besonderer Tag. Mein (historischer ) Kalender sagt, dass meine Eltern heute 75 Jahre lang verheiratet wären, wenn meine Mutter noch nicht mal den dritten Hochzeitstag feiern durfte, weil mein Vater zuvor tödlich verunglückt war.

Und es gibt noch einen zweiten Grund, warum es heute hier gutes Essen vom Chinesen gibt. Sohn & Co waren mehr als drei Wochen unterwegs – und zwar in Hongkong, China und Vietnam. Alle Flüge, alle Querelen gut überstanden – und jetzt hat Lennie endlich seine Lieblingspersonen wieder, um sich mit ihnen zu raufen.

Und ich war mit der Person = Frau = Freundin essen, die mit meiner täglichen SMS über mein Wohlbefinden wacht. Auch sie ist ab heute nach einer längeren Kreuzfahrt wieder in Deutschland.

Wir sind also in unserem Stammlokal und der freundliche junge Mann = Chinese begrüßt uns fast schon per Handschlag, weil wir uns schon ewig kennen. ICH will gar nicht wo anders essen gehen, weil es mir so gut schmeckt.

Wir fangen mit einem Alsterwasser bzw. Bier an.

Traditionell folgt dann die Sauerscharfsuppe – jedenfalls bei uns.

Zur Feier des Tages gibt es heute Krupuk, wo man sich streitet, wie viel Krabbe wirklich darin verarbeitet ist.

Ich könnte allein davon schon so viel knuspern, dass ich satt bin. Nachdem das erste Glas geleert ist, kommt Nachschub und das leckere Hauptgericht.

Die „Schüssel“ kann frau mitessen. Und ich lasse euch jetzt mit eurem Hunger oder Appetit (leider) allein. Ich muss ein Verdauungsschläfchen machen 🙂