Claras Allerleiweltsgedanken


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Keine nachträglichen Scherze zum 11.11. 11 Uhr 11

An was denkt eine „besorgte Bürgerin“ 🙂 😉 wie ich, wenn sie auf dem Handy die ersten beiden Eindrücke bekommt in einer Mail von „Keinem Absender“:
Cyberattacke, Virenalarm, wer will Clara hier etwas andrehen?

Ich weiß ganz genau, dass ich mir nicht selbst eine Überraschung hinterlegt habe und lösche alles ganz schnell. – Dann gibt es auf dem Daggiblog die Mitteilung, dass DauerleserInnen eine Mail bekommen haben. Natürlich moniere ich, dass ich keine bekommen habe und auch im Spam nichts ist.

Als dann der Schriftführer alles aufklärte und sie noch einmal schickte, habe ich sie dann tatsächlich geöffnet und war vollkommen beruhigt und erfreut, dass ich mich wieder (intern blamieren darf bei Kniffelfragen) öffentlich amüsieren darf. – DANKE! Jetzt kann ich schon die einzelnen Türchen suchen – da dauert es kurz nach Mitternacht nicht mehr so lange.

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Und jetzt zu meiner Heizung, die allerdings schon einige Tage früher instandgesetzt wurde.

In der DDR konnte man sich als Installateur eine goldene Nase verdienen, weil manche Leute, die schneller oder besser bedient werden wollten, mit blauen DM-Scheinen bezahlten. Da konnte schon ein kleines Westgeldvermögen zusammen kommen.

Der Chef von der Firma, bei denen wir die beiden Reparaturen in Auftrag gegeben haben, stammt auch aus der DDR. Vielleicht hat er sich diese „Reich-werde-Mentalität“ auf eine andere Art und Weise erhalten.

Der Chef selbst kam, um den Auftrag zu konkretisieren. Er schrieb die Maße für den neuen Heizkörper in meinem Zimmer auf und schaute sich den halbherzig heizenden Flachheizkörper in der Küche an. Er bemerkte – wie ich schon einmal hier berichtete – dass die beiden Rohre vertauscht wurden – Zufluss und Abfluss waren falsch montiert.

Mehr als 4 Wochen nach der Besichtigung wurde der Termin festgelegt. Gegen 7.00 Uhr sollte der Klempner auf der Matte stehen. Einen Tag vorher wurde der Termin um eine Stunde nach hinten verschoben. Die Kollegin am Telefon sagte mir, dass der Monteur erst sein Auto in die Werkstatt bringen muss. (Später stellte sich heraus, dass das gelogen war, der Monteur war im Auftrag der Firma früh unterwegs.)

Gegen 8.00 Uhr stand der Monteur mit einem Azubi aus Syrien vor der Tür. Meine sofortige Frage: „Wo ist der neue Heizkörper?“ Worauf er mir entgegnete, dass er den erst aus dem Lager holen müsse. Wenn das nicht eine knappe Stunde gedauert hätte, in der der Azubi wartend auf seinem Handy spielte, wäre ich nicht so erstaunt gewesen.

So schön, so gut schlecht: der Heizkörper war falsch. Die Angaben vom Chef stimmten alle, aber die Kollegin hatte (aus Dummheit oder Unaufmerksamkeit) den falschen bestellt.

Also das gleiche Spiel noch einmal: Telefonat, neuer Heizkörper wurde geordert, der Monteur war wieder eine knappe Stunde unterwegs, der Azubi spielte.

Dann klappte es mit der Heizung und der Einbau war erledigt. Neues Ventil war dran und alles paletti. Mein Pendant, der Löwe, nickt die Arbeit ab. Aber der Löwe kann nicht überall sein.

Der Monteur verlegte seinen Arbeitsplatz in die Küche und setzte wunderschöne Kupfer- und Messing- und überhaupt -teile ein. So sah es aus:

 

Gegen 14.00 Uhr verließ er die Wohnung. Auf dem Arbeitsbogen, den ich unterschreiben sollte, stand als Arbeitszeit 7.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Natürlich veränderte ich das selbstherrlich in 8.00 – 14.00 Uhr, wobei aber nur 4 Stunden reine Arbeitszeit war, denn die restliche Zeit brauchte der Monteur zur Beschaffung zweier Heizkörper.

Als dann beide weg waren, wartete ich immer auf den großen „Knalleffekt“ – dass meine Heizung endlich warm wird. Als sie das auch später und am nächsten Tag nicht tat, erboste mich das doch sehr und ich rief in der Firma an.

Er kam – leicht genervt – und ich bemerkte, dass er weder entlüftet hatte noch Wasser in die Heizung hat laufen lassen. Er musste am Ablaufventil noch was ändern, bevor ich mich in wohliger Küchenwärme aufhalten konnte.

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Und dann warteten wir auf die Rechnung. Gleich vornweg: ICH hätte sie reklamiert, aber mein Sohn, der Wohnungseigentümer, hat sie bezahlt.

Sie hatten die Arbeitszeit im Gegensatz zu dem Angebot zwar herunter gesetzt, aber nicht ausreichend, denn die Zeit zur Beschaffung EINES Heizkörpers war in der Gesamtzeit von 5 Stunden eingerechnet.

Der Helfer war ein junger Mann aus Syrien, der maximal eine halbe Stunde im Einsatz war – für ihn waren nur 3,5 Stunden angesetzt. Früher hieß es immer: „Aufbauhilfe Ost“ – jetzt sage ich: „Hilfe für Migranten“ – das war der einzige Posten auf der Rechnung, den ich willig abgenickt habe.

 

 

 

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Chemie auf der Straße

Und was soll das schon wieder für ein Schwachsinn werden??? Ich dachte mir so, wenn ich gerade bei Schuldingen bin, kann ich das ja gleich mit anhängen.

Ich hatte von der 9. bis zur 12. Klasse, einen Chemielehrer, für den wirklich ALLE Mädchen meiner Klasse schwärmten – er war gutaussehend, witzig, klug, nur sehr eingeschränkt „bösartig“ und wirklich ein guter Lehrer – das sagt man ja über diese Berufsgruppe leider viel zu selten.

Da er nach seiner Scheidung ohne Frau durchs Leben ging, haben sich bestimmt schon einige gute Chancen ausgerechnet. Und was soll ich euch sagen – er hat tatsächlich eine Schülerin geheiratet, aber sie war mehrere Klasse höher als ich und ich kannte sie auch nicht persönlich. Ob der Altersunterschied plusminus 25 Jahre und mehr betrug oder sich so um die 10 Jahre hielt – noch nicht einmal das weiß ich, aber ist auch nicht wichtig.

Mir geht es um einen Spruch von ihm – derer hatte er viele und zu fast jeder Gelegenheit einen parat.

Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess‘ ich nimmer!

Hättet ihr mich VOR meiner Fahrradstrecke (auf der Suche nach meinem Fahrradschloss) gefragt, hätte ich ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt. Doch dann sah ich:

Also mich schnell ein wenig schlau gemacht. Alles, was ich bei Wiki über Feldspat las, war ein Buch mit sieben Siegeln. Einzig hängen geblieben ist, dass es für die Porzellanherstellung notwenig ist. Das blende ich jetzt aus.

Mit Quarz verhält es sich ähnlich – auch dieser Rohstoff wird bei der Porzellanherstellung gebraucht. – Aber wir und ich, wir schätzen sicherlich mehr die Quarzkristalle, die in der Elektronik Verwendung finden. – Was habe ich bedauert, als meine Quarz-Armbanduhr den Geist aufgegeben hat. Wer auf Abahrtszeiten angewiesen ist, schätzt eine genaue Uhrzeit.

Über das umgangssprachliche „quarzen“ = stark rauchen will ich jetzt meine Raucher-Antipathie nicht weiter auslassen.

Und Glimmer könnte mich jetzt in die vollkommen falsche Richtung lenken. Es hat nichts mit Glanz, Glorie und Glimmer zu tun – obwohl, mit dem glitzern irgendwie schon. Die Kristallhaufenschichten haben einen schlechten Zusammenhalt untereinander – aber das ist alles nur Halbwissen.

Diese kleine Grafik von Wikipedia glitzert zwar nicht sehr, aber dennoch wirkt sie auf mich „edel“  – von Edelstein.

Bildergebnis für Glimmer

Mehr Chemieunterricht gibt es jetzt auch schon nicht mehr.

Doch warum man diesem schädlichen Baustoff auch einen Weg gewidmet hat, verstehe ich nun nicht – aber ich muss dort nicht wohnen. Ich habe das Foto so unbearbeitet und das Straßenschild so dreckig gelassen – alles andere wäre Schönfärberei.

Die edleren Werkstoffe in Gottes Chemiebaukasten sind dann keine Wege mehr, sondern steigen auf zu -ringen. Und gleich leuchten Schild und Natur wieder.


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Wochenende in Görlitz mit Klassentreffen – 2

Also geht es weiter mit Görlitz, in das die EU und das Land sehr viel Geld gesteckt haben, um es wieder halbwegs in seinem alten Glanz erscheinen zu lassen. Aber die Stadt hat auch noch von anderer Seite her Geld bekommen. Es gab einen ANONYMEN Spender, der JEDES Jahr eine Million Euro (oder DMark) an Görlitz überwiesen hat. Irgendwo ist sicher registriert, was mit diesem Geld alles instand gesetzt werden konnte. – Schön, dass es Leute gibt, die ihr Geld sinnvoll einsetzen.

Ich will mal mit dem DDR-Begriff „Plaste“ anfangen, den ich ja vor kurzer Zeit schon einmal mit „Plaste und Elaste aus Schkopau“ erwähnt hatte. Hier hält er sich – einmal alt, einmal neu.

So einen elektrisch gesteuerten Wartburg wie oben auf dem Plakat hat unser Sohn mit ca. 3 Jahren zu Weihnachten bekommen – mit Fernbedienung. Er wurde die ganze Nacht nicht müde, damit zu fahren, zu rangieren und zu kollidieren, letzteres allerdings kaum, denn es war ein Polizeiwartburg. Er hat es bestimmt noch besser gemacht als der Superheld aus dem Kinderfernsehen.

 

Hier sitzen noch mehr Kinderhelden (Pittiplatsch, Schnatterinchen, der Herr Fuchs und ???) aus dem Fernsehen und Kinder dürfen – zumindest im Schaufenster – auch mal an die Macht. – Aber warum Berlin so abgewirtschaftet aussieht, ist mir nicht klar. Ob deswegen der Flughafen nicht zu Ende gebaut werden kann?

Streicht man von dem Wort „Plaste“ hinten das e, wird ein Pflaster daraus.

Der Name ist offenbar geschützt.

Hier könnte sich eine Bloggerin angesprochen fühlen, die zumindest das eine Wort in ihrem Blog in der Bezeichnung hat.

Und jetzt möchte ich zu den Fotos kommen, die ich vom Desktop abfotografiert habe. Da ich mir schon die Arbeit für das neue Fotobuch gemacht habe, kann ich es hier verwenden. Allerdings hat es mit den Farben nicht hingehauen – ich habe fast allen Fotos die Farbe entzogen und schwarzweiß, sepia oder ähnliches bevorzugt.

Wenn ich am Bahnhof ankomme und die Berliner Straße Richtung Altstadt laufe, bin ich jedes Mal neu entsetzt, wie abgewirtschaftet diese Straße jetzt wirkt. Es sind nicht die Häuser, deren Wohnungen nur z.T. vermietet sind, obwohl sie instandgesetzt sind – es sind die vielen leeren Geschäfte und die Ramschläden, die sich eingenistet haben.

Das linke Foto – das Weihnachtshaus von Käthe Wohlfahrt – war meinem Hotelfenster genau gegenüber. Im November kann man ja den Gedanken an Weihnachten schon ertragen – aber das Geschäft hat das GANZE Jahr geöffnet. Das müsste ich nicht haben.

Das „Hotel zur Börse“ steht am Untermarkt. Ich habe extra Ortskundige gefragt, ob da früher mal ein VPKA = Volkspolizeikreisamt drin gewesen ist. Als sie bejahten, war ich sicher, dort im Sommer 1964 meine Fahrerlaubnis = Führerschein ausgehändigt bekommen zu haben. Alles ganz billig, nur die Mindeststunden gemacht – nicht wie heute – allerdings war auch der Verkehr nicht annähernd so wie heute, was jedem klar ist.

Bier ist ja in Görlitz ein lebenserhaltendes Getränk, nur deswegen schreibt die Landskronbrauerei (sh. voriger Artikel) so gute schwarze Zahlen (hoffe ich, ich habe es nicht überprüft).

Die Peterskirche mit ihren zwei sandgestrahlten Türmen ist mehr oder weniger das Wahrzeichen der Stadt. Sie steht unmittelbar an der jetzt problemlos zu Fuß zu überschreitenden Grenze nach Polen. Ob die Autos immer noch nach Zigaretten kontrolliert werden? Wäre Blödsinn, denn über die Fußgängerbrücke kann man ganze Fahrradhänger voller Zigaretten einführen.

Hier sind die Türme der Peterskirche in voller Schönheit – es ist schon eine sehr imposante Kirche. – An historischen Kneipen und so mangelt es in Görlitz auf keinen Fall – und an Bier sowieso nicht – das wissen die Landskron-Bier-Trinker.

Die beiden unteren Fotos zeigen die Neiße, den Grenzfluss. Zu meiner Schulzeit hieß sie noch die „Deutsch-polnische-Friedensgrenze“. Viele Deutsche gehen gern in die polnischen Restaurants, weil es sehr gut schmeckt und weil es vor allem preiswerter ist als bei uns.

Görlitz ist für mich die Stadt der seltsamen Tiere. In dem Restaurant „Dreibeiniger Hund“ war auch schon mal ein Klassentreffen, bei dem aber die vierbeinige Katze und das zweibeinige Pferd keine Rolle gespielt haben.

Zwei der bekanntesten Görlitzer Sehenswürdigkeiten – die Rathaustreppe mit der Justitia und der Uhrenturm vom Rathaus. Schon damals hatte die Dame mit der Waage in der Hand keine Binde vor den Augen – sie wollte ganz genau sehen und zählen können, wie viel Bestechungsgeld sie zugeschoben bekommen hat. – Über den beiden Uhren thront natürlich ein Löwe – wie könnte es anders sein.

Hier sind so ein paar Schmankerln. Trotz November hatten viele Innenhöfe von Kneipen noch geöffnet. – Unten links ist der Brunnen vom Untermarkt. Sein Neptun wacht mit seinem Dreizack, dass niemand Unbefugtes die Geldstücke aus dem Brunnen fischt. – Ist man zu arm, um in den Trevibrunnen von Rom das Geld zu werfen, macht man das eben hier – ich konnte viele Geldstücke sehen.

Und die Sessel waren verlockend – ich wollte niemanden ansprechen, um von mir ein Foto zu machen – es geht auch ohne.

Und jetzt kommt eine Galerie von verschiedenen Straßenschildern. Ich fand die Antiquaschrift (?) sehr schön und die Namen nicht weniger. – Die Via Regia war ja etwas Besonderes im Mittelalter – und die verfallenen Häuser waren vor einigen Jahren der übliche Anblick der Häuser – jetzt sind es Einzelfälle.

Und das Wichtigste kommt zum Schluss:

Tja, und zur letzten Gasse ist mir noch eine Collage eingefallen. Warum ich es trotz der vielen Jahre immer noch nicht verwinden kann, dass ich von einer ehemaligen sehr engen Freundin verraten wurde, die so vieles von mir wusste, und von einem Klassenkameraden gnadenlos an den politischen Pranger der Schule gestellt wurde, verstehe ich selbst nicht. Aber Verrat ist etwas, was ich ganz schlecht wegstecken kann, denn mit Tina und ihren Anhängerinnen ist mir das ja im Blog mit gewaltigen Folgen ebenfalls passiert. Wer denkt, ich übertreibe, muss einfach meine Abiturbeurteilung lesen. Noch Fragen?

Dabei sieht diese EOS = Erweiterte Oberschule = Gymnasium so schön und harmlos aus – aber in Zeiten gleich nach dem Mauerbau war sie das überhaupt nicht – fast jeder Lehrer und viele Schüler wollten ganz nach oben in die besten Positionen. Wer da nicht so richtig mitgezogen hat, MUSSTE gnadenlos bestraft werden, oder?

Dabei hatte ich doch noch Glück, denn in irgendeine Justizvollzugsanstalt (heutige Bezeichnung) musste ich zum Glück nie, schon gar nicht in das „Gelbe Elend“ in Bautzen, wo fast nur politische Gefangene saßen.

Hier hat wohl jemand durch Vandalismus seinen Unmut über das Görlitzer Gefängnis zum Ausdruck bringen wollen. Oder ist das etwa Kunst???

 

 

 

 

 

 


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Wochenende in Görlitz – 1

Vom 2. bis 4. November war ich also in meiner alten „Heimat“stadt. Mir geht das Wort Heimat schlecht über die Tasten – ich glaube, ich bin eher ein heimatloser Typ – woran das auch immer liegen mag.

Gründe und Anlässe gab es – der Hauptgrund war das Klassentreffen mit der Grundschulklasse (1. – 8. Klasse), der Besuch einer Schulfreundin, neben der ich 3 Jahre (10. – 12. Klasse) gesessen und die am 2.11. Geburtstag hatte und den Besuch einer anderen Freundin, deren Mann ich endlich mal unmissverständlich klar machen wollte, dass ich seit 40 Jahren Christine genannt werde und den Namen „Christel“ mit 30 abgelegt habe.

Heute will ich mich mit Galerien etwas zurückhalten, damit ich zu den einzelnen Fotos was sagen kann. Das erste Foto habe ich vom Bildschirm abfotografiert – deswegen gab es Farbprobleme und ich habe die meisten Fotos in SchwarzWeiß oder sepia oder so verwandelt. Es sind Seiten aus dem neuen Fotobuch.

Besonders spannend fand ich die Sache mit dem „Notausgang“ – ich hätte tatsächlich auf eine wackelige Fußbank steigen müssen, um das Fenster insgesamt öffnen zu können und dann hoffentlich in ein Sprungtuch springen zu können – denn eine Leiter gab es nicht.

Der Mönch aus der Sage vom Klötzelmönch = Hotelname wurde mehr als genug vermarktet.

Mir kam bei meinen zahlreichen (Alt-)Stadtspaziergängen so einiges vor die Linse.

Hier „residierte“ der Fotograf, der u.a. auch unsere Hochzeitsfotos gemacht hat. Schöne Tür. Seinen Schriftzug kann man noch gut lesen.

Stellen die hier ihre „Särge“ senkrecht, nachdem sie sie vorher auf dem Autodach transportiert haben?

Nein, Clara!!! Du irrst.

Am Abend des 2.11. wurde ich zu einer Veranstaltung im „Schlesischen Museum“ mitgenommen. Viele kluge Leute referierten über den „Breslauer Psalter“ in mehr oder minder ausgeprägter Görlitzer Mundart, so dass Nicht-Verstehen und Müdigkeit mich fast entschlummern ließen. – Peinlich! Besonders für meine Freundin, die dort in dem Verein eine wichtige Funktion hat.

Clara, such dir einen anderen Verein oder Club, wo du deine Löweneigenschaften ausleben kannst. – Aber mit Politik muss es wirklich nichts zu tun haben.

No politics!

Das NAW – das ehemalige DDRler noch sehr gut kennen werden – war auch eine Form von Politik, doch meistens kam viel Besseres dabei heraus als heutzutage.

Ich hatte auch viel Spaß in den Tagen.

Extra Toilettenpapier für mich wäre doch gar nicht nötig gewesen.

Gab es in Görlitz gerade rote Auto zum Supersparpreis?

Steht das Hotel wenigstens noch so lange, wie ich hier untergebracht bin? – Und das war kein aufgemalter Riss, der war leider echt – auch an anderen Stellen!

Verdienen Lehrer in Görlitz so schlecht, dass sie schon Zimmer vermieten müssen? Gut, dass meine Mutter nicht mehr in Görlitz unterrichtet – und andere auch nicht.

Görlitz oder die Görlitzer haben so viel Herz, dass sie damit schon in Schaufenstern hausieren gehen. Vielleicht hätte ich das Foto in den nächsten Görlitzartikel verschieben sollen, dann hätte ich es in das Montags-Herz-Rennen schicken können.

Wenn ich so an meine Zeit in Görlitz denke, dann hat in der Zwischenzeit nicht nur der „Zahn der Zeit“ an mir genagt, sondern ein ganzes Gebiss, wie man hier an der Bank gut sehen kann.

Ist das Kunst? Ist das Politik? Zeigt das, dass viele beim Wählen eine Mütze über den Kopf ziehen, damit sie nicht so genau sehen, dass sie das Kreuz bei der blauen Partei gemacht haben. In Görlitz ist sie sehr stark.

Da ist mir doch der nach Berlin ausgewanderte Elefant lieber, den ich euch bald zeigen werde.

Ob sich der Elefant vor der Wanderung nach Berlin seine Schuhe HIER gekauft hat, damit er eben KEINEN Muskelkater bekommt?

Die letzten Fotos kommen jetzt doch als Galerie – bis auf das erste.

Das ist der Leitspruch von der Instandsetzung des wunderbaren Jugenstilkaufhauses in Görlitz, das schon seit Jahren geschlossen ist. Wenn ich den Spruch abwandle, könnte ich ihn auch auf den Berliner Flughafen umsetzen.

Die Fotos habe ich alle aus Vitrinen abfotografiert, in denen die Scheiben ein vernünftiges Foto verhindert haben. Doch etwas von der Jugendstilschönheit kann man trotzdem erkennen.

 

Nach 666 Wörtern und 27 Fotos sage ich tschüss bis übermorgen. Lasst es euch gut gehen bis dahin! Clara

 

 

 

 

 


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Nostalgie pur: Die Fischerinsel

Heute ist genau der richtige Tag, um diesen Artikel zu veröffentlichen. Ich weiß das und einige andere wissen es vielleicht auch.

Heute ist aber auch ein Tag, wo KEINER mit dem Namen „Himmelhoch“ am angestammten Platz ist. Die einen treiben sich in südlichen Gefilden im Ausland herum. Der andere ist ganz weit weg in Hongkong. Die nächsten treiben sich irgendwo im westlichen Ausland herum – nur ich bin in meiner Heimatstadt Görlitz und damit genau am richtigen Fleck zum heutigen Tag. Mit anderen Worten, ich bin ins SEMMELLAND gereist.

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Fünfzehn Jahre meines Berliner Mietlebens wohnte/n ich/wir auf der Fischerinsel – zuerst in der 6. Etage des Hauses  Nr. 6, vier Personen in 49 m² war nicht gerade üppig – ein Zimmer für die Kinder und Omabesuch, ein Zimmer für die, die die Kinder produziert hatten, sie liebten und von ihnen geliebt wurden.

Elf Jahre später, nämlich 1981, „erschlichen“ wir uns mit unüblichen Tricks eine Vierzimmerwohnung – genau gegenüber auf der anderen Straßenseite. Der Ausblick aus der 17. Etage war phänomenal. Wir konnten dem „bösen Onkel Springer“ fast in seine BILD-Zeitung spucken gucken.

In den schönsten Oktobersonnentagen hat es mich mal wieder dorthin getrieben. Ich finde die Wohnlage am Wasser wunderschön. Doch als ich hörte, dass seit 2014 die Mieten um 25 % gestiegen sind, war ich doch froh, dort nicht mehr zu wohnen. Vor allem gab es viel zu wenig Balkons – vielleicht hätte es uns aus der 17. Etage auch weggepustet. Der kleine Küchenbalkon war so schmal, dass er nur zur Vorratshaltung geeignet war.

Eine Politstory erinnere ich – alle Balkone sollten zu jedem 1. Mai mit einer vom Haus gestellten Fahne ge“schmückt“ werden, was mir aber nicht gefiel. Ich befestigte die Fahne an der oberen Balkonstange, ließ sie dann aber innen hängen. Es dauerte nicht lange, klingelte der Hausmeister. Auftragsgemäß sollte er das mit der Beflaggung regeln. Ich erklärte ihm, dass ich extrem höhenkrank bin und mein Mann deswegen jeden Spalt mit Holz abgedeckt hat. Deswegen kann ich die Fahne unten nicht befestigen. – So wichtig war es ihm offenbar auch nicht und wir lebten 4 Jahre ohne Balkonfahne.

In dem verlinkten Artikel steht folgendes:

Die Wohnungen waren beliebt, wer in den 1970er- und 1980er-Jahren dort einziehen durfte, galt als privilegiert. Kein Wunder, dass die Einwohner zum 1. Mai ordentlich flaggten, wie das Foto oben zeigt.

(Wer aber mit zwei Kindern nur eine Zweizimmerwohnung bekam, war nicht privilegiert, sondern musste den Rest nehmen, den die guten Genossen nicht wollten)

So näherte ich mich von der U-Bahnstation Spittelmarkt aus:

Insgesamt gesehen hat sich in den Jahren seit 1985 unheimlich viel dort verändert – nicht unbedingt alles zum positiven. Der Kindergarten, jetzt unter dem Namen Fröbel, ist noch da. Wie oft musste da die große Schwester den kleinen Bruder hinbringen, weil es die Mutter früh mal wieder nicht geschafft hatte und der Chef kein Pardon kannte. – Auf dem Spielplatz haben die Kinder allein gespielt, ohne dass einer von uns beiden um sie Angst gehabt hätte. – Und das ist die Schwimmhalle, an deren Existenz ich mich partout nicht erinnern konnte.

Als ich mir die Frontseite von der 6 anschaute, konnte ich unsere Fenster (rote Kreuze) kaum sehen – die Bäume waren inzwischen so hoch geworden, dass sie uns sicherlich schon Schatten gespendet oder Licht weggenommen hätten. Im Erdgeschoss waren ein Kiosk und ein „Späti“ eingezogen, so dass man jederzeit Bier ordern kann, so man noch Geld dafür übrig hat. – An was ich mich aber gut erinnern konnte, war das „Ahornblatt“ – eine Mehrzweckgaststätte. Die Kinder bekamen dort ihr Schulessen und im großen Saal fanden viele, viele Veranstaltungen statt. Leider hat man dieses ungewöhnliche Bauwerk abgerissen und durch diesen nichtssagenden Bau (letztes Foto) ersetzt. Der Link zum Ahornblatt ist ein sehr guter Artikel.

Ja, dann gucken wir doch mal zu dem Haus, in dem wir ab 1981 wohnten – leider nur 4 Jahre, denn dann gingen die Eltern getrennte Wege und die Kinder auch. – Ihr seht, ich beherrsche die Naturgesetze und mache mir meine Bäume, wie ich sie will. – Den Wohnungsgrundriss hat mein Sohn auf meine Bitte hin gezeichnet – ich habe ihn dann nur vergrößert. Nicht für euch habe ich ihn so schön beschriftet, sondern für mein Gedächtnis 🙂

Als ich das letzte Foto aufnahm, hörte ich hinter mir empörtes Gemurmel. Was ich denn hier mache und warum ich fotografierte. Ich erklärte, dass ich hier mal gewohnt habe und nostalgische Anfälle bekommen hätte. Daraufhin erklärte die eine Mieterin, dass sie in dem Haus seit Anfang an wohnt und sie mich nicht kennt. Ein wenig ließ sie sich beruhigen, als ich bekannte, schon 1985 aus diesem schönen Haus wieder ausgezogen zu sein und mich seit dieser Zeit geringfügig verändert hätte. Doch erst, als ich mich an den Namen der Tauschpartner erinnerte, war ich wohl rehabilitiert. – Wie war das doch, treue Genossen und viele bei der Staasi, da die Wohnungen ja so privilegiert waren.

Dann durfte ich auf den Treppenhausbalkon (Sicherheitstreppenhäuser für Brandfälle) gehen, um zu fotografieren. Das erste Foto zeigt die Fischerinsel 6, das zweite ein Panorama mit den Domen am Gendarmenmarkt.

In der frühen Abenddämmerung musste ich schnell ein Foto von der Leipziger Straße machen, die sich auch so unendlich verändert hat.

 

 


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Der Beipackzettel im Stadtgewusel Berlins

Eine typische Clara-Überschrift! Sie will wieder mal alles auf einmal unterbringen. Na gut, ich verzeihe ihr 🙂

Vor kurzem musste ich wegen Beschwerden im Schultergelenk Diclophenac nehmen, was mir derartig zugesetzt hat, dass ich fast in die Notaufnahme gefahren wäre – mitten in der Nacht.

Am nächsten Morgen suchte ich den Beipackzettel, den ich natürlich entsorgt hatte. Aber im Netz fand ich all meine Beschwerden als sehr häufig auftretende Nebenwirkungen aufgezählt.

Aber ich fand einen anderen Beipackzettel von einem Medikament, das den gleichen Wirkstoff enthielt. Falls die Pharmaindustrie wirklich ein Interesse daran hat, dass diese Zettel gelesen werden sollen, dürfen diese nicht 0,27 m² groß sein (Vorder- und Rückseite) und nicht mit so kleiner Schrift gedruckt sein, dass fast schon mikroskopische Vergrößerung notwendig ist.

Ich weiß, dass ich nicht die erste und einzige bin, die darüber jammert – ich finde es schlichtweg eine Zumutung.

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Doch jetzt zum Stadtgewusel Berlin.

Mit Corinna vom Blog La Isla Bonita hatte ich kürzlich einen Dialog über die Hackeschen Höfe – ich hatte euch ja zumindest an meinem Part Anteil nehmen lassen. – Und ich hatte ihr versprochen, ähnliche Höfe zu besuchen, die aber nicht so hoch kommerzialisiert sind. Dort haben sich viele Firmen niedergelassen und ein Restaurant. Zu DDR-Zeiten habe ich 15 Jahre lang in „Armlänge“ davon auf der Fischerinsel gewohnt. Da waren diese Höfe aber keinen zweiten Gang würdig.

Es wurde modernisiert und notwendige Technik wie Aufzüge und eine Tiefgarage gebaut. Mir gefallen sie nach wie vor. – Ähnliche Gestaltung gibt es auch mit reinen Wohnhöfen, aber wir wollen die Höfe nicht zu sehr strapazieren.

Als ich mich im Frühdunklen auf den Heimweg machte, kam ich an diesem Hotel vorbei. Ich bin wirklich nicht abergläubisch, aber wollte ich in einem Hotel mit diesem Namen wohnen? Soll man innerlich „Titanic“ mit „BER“ gleichsetzen? (sh diesen Artikel über BER)
Soll es ein Synonym für unsere verfahrene Politik sein?

Von der Leipziger Straße hatte ich euch schon im letzten Artikel ein Foto gezeigt. Deswegen jetzt zum Potsdamer Platz. Einige Fotos habe ich mit Photoscape etwas verfremdet. Für GIMP habe ich noch nie die Ausdauer aufgebracht, um es gut nutzen zu können. Und Photoshop ist mir zu teuer und zu kompliziert. – Die gezeigten Motive sind garantiert auch allen Nicht-Berlinern bekannt, denn das DB-Halbrund-Hochhaus dominiert den Potsdamer Platz. – Und die beweglichen Zeltsegmente in dem „Sony-Hof“ ist technisch schon ganz anständig.

Zum Schluss wünsche ich euch einen bunten Tag – jeder darf sich ein prall aufgeblasenes Wunschgebilde nehmen – die Rechnung geht aufs Blog-Haus. 🙂 😉

 

 

 

 


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Früher gegen Jetzt

Früher zu DDR-Zeiten habe ich meine freie Zeit dafür gebraucht, Artikel zu kaufen, die entweder unter dem Ladentisch angeboten wurden oder die es nur mit Beziehungen gab.

Heute zu BRD-Zeiten verwende ich meine freie Zeit dafür, um unter den viel zu vielen Artikeln einer Warengruppe ein Angebot zu finden, das gut, günstig und haltbar ist.

Ihr könnt es mir glauben, ich brauche heute viel mehr Zeit als früher, um mir z.B. einen Fotoapparat, einen Fernseher oder sonst etwas zu kaufen.Vielleicht sollte ich die „Teufelstechnik“ wie Computer nicht für Preisvergleiche und riesige Versandwarenhäuser  nutzen.

Ich bin wirklich kein Schnäppchenjäger, der immer und überall den günstigsten Preis erhaschen will. Ich möchte aber auch kein Dummi oder gar Blödi sein, der nach dem Kauf an jeder Ecke ein besseres und günstigeres Angebot sieht. Mich überfordert dieses Überangebot an Waren mit den unterschiedlichsten Preisen für die gleichen Sachen noch immer. Und wie soll ich wissen, ob mein neuer Fotoapparat besser einen elektronischen Sucher haben soll oder ob der althergebrachte nicht vollkommen ausreicht. Sich Technikfeatures zu kaufen, die man nachher wegen „technischer Einfältigkeit“ gar nicht nutzen kann, ist ja auch rausgeschmissenes Geld.

Vor wenigen Tagen habe ich eine Fernsehsendung gesehen, in der sich ein Team nur um das Affentheater mit den Preisen an Tankstellen beschäftigt hat. Viele, viele Male täglich werden die Preise verändert. Wenn sich Tankstellen gegenseitig im Blick haben, dann prescht die eine vor und die anderen kommen hinterher. Es gibt schon „Standarduhrzeiten“, an denen die Preise hochgeschraubt werden. Der „arme“ Autofahrer, der das nicht weiß. – So kann man also auch mit der Zeit und dem Geld der Leute umgehen, ich finde es abartig.

Was habe ich früher zu Mauerzeiten über den Mann einer Freundin in Westberlin gelacht, der vor dem Kauf eines Kühlschranks oder einer Waschmaschine oder … oder … drei Tage lang die Zeitschriften von „Stiftung Warentest“ gelesen hat, die er sich stapelweise aus der Bibliothek geholt hat. Computer für Preisvergleiche oder gar Handys gab es da noch nicht.

Keiner hört auf mich – ich würde in jeder Produktklasse vier Preissegmente einführen: Billig – Mittelklasse – Hochwertig – Superhochwertig und dann dürfte es in jeder Preiskategorie genau 3 Angebote geben – also insgesamt 12 Artikel.

Alle West-Geborenen werden jetzt aufschreien und mich als „senilen DDR-Bürger“ beschimpfen (ist ja hier schon passiert) – doch ich fühle mich so überhaupt nicht senil – aber unsere Umwelt würde es uns durch Schonung von Ressourcen danken. Wir müssen das Wirtschaftswachstum nicht ununterbrochen steigern – aber das glaubt mir ja keiner, vor allem von der Regierung glaubt das keiner.