Claras Allerleiweltsgedanken


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1 – Die Himmelhoch-WG wächst

An Ola, meine erste Mitbewohnerin Anfang 2016 können sich einige vielleicht noch erinnern. Jetzt ist mir wieder so, nicht allein in der Wohnung sein zu wollen.

Ich habe in einem (ungeeigneten) Medium eine Anzeige mit Fotos vom Zimmer aufgegeben. Die Überschrift war eindeutig auf eine WEIBLICHE Mitbewohnerin ausgerichtet. Gemeldet haben sich fast nur junge Männer und alle mit sprachlich für mich nicht zu verstehendem Hintergrund, also Ausländer. Da ich mir auch Kommunikation wünsche , kommt englisch oder „Bruch-Deutsch“ für mich nicht in Frage.

Vor drei Tagen hatte ich eine 24jährige Vietnamesin zum Kennenlernen eingeladen. die eine Ausbildung zur Altenpflegerin macht. Versprochen, das letztere war nicht der Grund, weswegen ich sie sehen wollte. Nein, sie war diejenige, die ich am Telefon am besten verstehen konnte. – Sie machte einen sympathischen Eindruck, doch meine Wohnung ist auf große Bewohnerinnen eingerichtet. Sie war oder ist so klein, dass sie fast überall mit Fußbank arbeiten müsste. Auch sonst gab es eher Gründe, dass ich in einem anderen Portal suchen werde. Meine „Sympathie oder Antipathie“ wird von den Ohren vergeben. Hohe, fast schon quietschige Stimmen kann ich nicht ab, da werde ich nach kurzer Zeit ungeduldig und schlimmer. Und das haben weder sie noch ich verdient.

Also habe ich mich mit den jetzt schon vorhandenen Mitbewohnern an den runden grünen Tisch

 

gesetzt, um unsere Erwartungen an die neue Mitbewohnerin zu besprechen. Wir fanden es alle gut, wenn sie uns in die Geheimnisse der Yogaverbiegekunst einführen könnte, damit wir dann gelöst und gelockert über unsere Träume weiter spinnen können.

Zur Zeit ist ein Übergangsgast in der WG – ein früherer Politiker aus der SPD, der dem momentanen Schlamassel in dieser Partei entfliehen wollte. Ganz großzügig habe ich ihm Kurzzeitasyl gewährt, denn für lange wird kein Mann hier einziehen. – Dass er seine Pfeife nur auf dem Balkon schmauchen darf, ist ja wohl klar.

Auch auf dem Dienstleistungssektor für das leibliche Wohl hat sich in der WG einiges getan. Die kleine Rote musste wieder ausziehen,

… denn sie hat den Bedürfnissen der WG-Bewohner nicht standhalten können. Aber Madame Moulinex hat gleich und sofort eine Nachfolgerin aus dem Hause Melitta geschickt, mit der alle zufrieden sind. Jeder kann an dem Drehrädchen für den Mahlgrad drehen, jede kann für 1, 5 oder 14 Tassen Kaffee mahlen, wenn genügend Bohnen in der Büchse sind. Wir alle fanden den Namen „Molino“ so schön, klingt so italienisch und deswegen ist sie bei uns eingezogen.

So, mit dem Rest vertröste ich euch auf übermorgen, sonst wird es zu lang zum Lesen.

 

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„Meditatives über das weniger Essen“

Wie schön wäre es, wenn die dicke alte „Omabüchse“ von der zarten, jungen „Enkeldose“ beim wenig essen unterstützt werden könnte. In der Wartezeit auf das nächste Essen könnte man ja Rummy Cub oder Phase 10 spielen.

Wenn alle drei weiblichen „Büchsen“ anwesend wären, könnte der Spielkreis auf anderes erweitert werden. Aber wie ihr seht, die mittlere Büchse ist (bisher noch) ungefüllt und damit auch unverklebt.

Die könnten glattweg den „Turmbau zu Babel Berlin“ nachspielen, so wenig, wie sie sich manchmal verstehen. Der „Turm der blauen Pferde“ kommt bei uns nicht zustande, wir bieten dagegen „Den Turm der grünen Dosen„.

Und wenn Schweinchen Oma Dick wieder leichter ist, kann sie aufs Trampolin gehen und sich dort wieder die Verletzungen holen, die sie hier schon einmal hatte und wortreich beschrieben hat.

(Und keiner sagt jetzt bitteschön, dass das gar kein Trampolin ist. Das ist eben ein Büchsentrampolin, das ist anders als ein Claratrampolin)

So viele Kekse wie in diesem Jahr habe ich noch nie gehabt, obwohl ich keine selbst gebacken, sondern nur selbst gekauft habe. Und da habe ich lässig locker auch noch was für die dritte Büchse gefunden – die habe ich für Katastrophenanfälle nicht zugeklebt.

Stattdessen bin ich Mallybeaus Vorschlag in einem Kommentar gefolgt und habe mal getestet, wie es wäre, wenn ich dieses schöne Klebeband direkt bei mir anwende. Mein geliebter Hund Lennie so nah bei mir – verlockend und doch wiederum nicht verlockend. – ich hoffe nur, dass er keine Flöhe hat. Sonst atme ich die alle ein.

Und gestern habe ich mir noch ein wenig Motivation gekauft. Irgend etwas muss mich doch unterstützen, wenn ich mit hängendem Magen meine Weniger-Essen-Kampagne durchstehen möchte.

Wenn das nicht motiviert, dann haben die „Welcome-Clara“ und die „Queen-Clara of lila land“ keine Ideen mehr. Dann bleibt nur noch ein Blick auf den ganz jungen Enkel.


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Es war einmal eine Fee …

… so oder so ähnlich fangen manche Märchen an.

Doch mein „Märchen“ fängt anders an, und zwar:

Es gibt noch immer eine gute Fee – und zwar im kleinen B.

Was SIE an MIR für einen Narren gefressen hat, kann ich nur manchmal nachvollziehen – aber ich kann immer bemerken, dass sie ihr Feenauge auf mir ruhen lässt. Und sie ist die Feenfrau, die am konsequentesten mein Lilaregal im LilaClarazimmer mit Lilaschnuckeligkeiten belebt und bestückt hat.

Der Postbote brachte ein kleines Päckchen mit ihrer typischen Feenhandschrift darauf. Besonders erstaunte mich daran, dass es aus Zeitgründen erst für die Zeit nach Weihnachten angekündigt war. Doch Feen haben eine wunderbare Nase, auch für kleine Kümmernisse. Und wenn schon aus Gegenden, wo es sehr gewünscht ist, in diesem und im vorigen Jahr auch schon kein Zeichen der Liebe und Verbundenheit durch den Äther flatterte, da ist sie in die Bresche gesprungen. Und sie hat ihre Sache vorzüglich gemacht.

Wie immer ist alles im Päckchen noch einmal in Weihnachtspapier/-servietten eingepackt und damit meinen neugierigen wissbegierigen Augen nicht zugängig. Nur die beidseitig eng beschriebene Karte mit ihren lieben Worten erschloss sich mir.

Und dann fing es an. Der kleine lila „Zweizahn“ bewirbt sich bei mir um einen Job als Fingernagelbürste. Ich habe ihn sofort eingestellt, weil die anderen Bürsten immer so groß sind.

Als ich ihm seinen neuen Arbeitsplatz zeigte, grunzte er vor Begeisterung.

 

Ob der (lila) Traumfänger ebenfalls so glücklich ist, zu mir gekommen zu sein, bin ich mir noch nicht so sicher. In der Regel ist es so gedacht, dass die Traumfänger den/die SchläferIn vor bösen Träumen bewahren sollen, die sie in ihrem Netz fangen. Doch was machen sie mit solchen Leuten, die nicht träumen oder sich zumindest so gut wie nie an Träume erinnern? – Mal sehen, was er sich einfallen lässt. Zumindest habe ich ihn an meinem Bettkopfende angebracht vor dem Fenster, so dass er den Ein- und Ausflug der Träume gut überwachen kann.

Doch noch immer waren Dinge in Weihnachsservietten eingehüllt. Ich wählte zuerst das größere und schwerere Dingens – – – und lachte schallend. Die Fee hat die KAMPF-CLARA gezeigt. Na gut, eine Pumpgun würde ich nicht gleich nehmen, aber kämpfen immer. Wahrscheinlich habe ich beim Fotografieren noch gelacht, so dass es mittelprächtig verwackelt ist. Nehmt es hin!

Das letzte war dann eine lila Kerze im Glas, die am Abend noch eine große Schwester bekam. Ich glaube, meine überall hinausgetrötete LILALIEBE macht das Aussuchen von Geschenken manchmal leichter. Ich bekam sie von des Sohnes Freud- und Leidgefährtin, die sowohl für den großen Mann als auch den kleinen Hund ein liebevolles Herz hat. Und ich bekam nicht nur eine Kerze – nein, auch einen großen Sack eine große Tüte selbst kreierte Kekse – hier ohne Foto geblieben.

 

Ich finde, sowohl die Große auf ihrem eleganten Schieferuntersetzer als auch die Kleine machen sich im Umfeld der lilagefleckten Vase als auch neben dem Froschkönig sehr gut.

Ich hatte die Große kaum eine Stunde aus dem Auge gelassen, da hat sie schon Junge bekommen – aber die habe ich alle weggenommen, weil ich denke, frau soll es auch mit lila nicht übertreiben – obwohl, damit kann man eigentlich gar nicht übertreiben. (Widerspruch wird abgeschmettert!)

Können Feen eigentlich auch fliegen? Dann hättest du es doch selbst über Berlin-Marienfelde im R-T-D und meinem Balkon abwerfen können. Vielleicht warst du es ja auch, aber ich war beim Empfang nicht zu Haus.

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Doch der Heiligabend brachte noch andere freudige Sachen. Das Phantasiewunder Mallybeau hat mir eine Collage zusammen“gebaut“, die an mein Herz gerührt hat. Und das ganz allein für mich – wie schön!

Jetzt kann ich also testen, wie leicht oder schwer es ist, Queen zu sein.

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Dann war ich mal kurz fleißig, um Salat zu machen, den ich zum Abendessen zusteuern wollte. Hat allen geschmeckt und es gab zwei Fraktionen: Die Mit- und die Ohne-Rosinen-Fraktion. Ich bin in der „Mit-“ – Und mein Leckermaulschüsselchen hat sich gefreut, dass es auch noch was aufbewahren durfte.

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Ich warne euch jetzt alle – LILA kann ansteckend sein, in den verschiedensten Arten und Weisen – und wenn man nur einfach versucht ist, einen Bettbezug zu kaufen und zu verschenken, nur weil er einen dicken lila Anteil hat. – Nun hatte ich Glück, ich wurde von meinen lieben Nachbarn beschenkt und musste keinerlei Angst haben, mit der Lilaseuche infiziert zu werden. – Manchmal hat es auch Vorteile, wenn man schon „angesteckt“ ist.

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Und nun noch zum Heiligabend. Mein Sohn, dessen total renovierte und neu bestückte Wohnung ich zuerst besah, nahm mich mit nach Blankenburg. Dort erwartete den Sohn eine liebende Freundin und uns beide zwei rührende Küchenfeen, die ein zauberhaftes Abendessen mit Rote-Beete-Suppe, Klößen, Rotkohl, Rosenkohl, zwei Enten und Lecker-Sauce mit einem anschließenden Nachtisch zauberten. Lenny war der King und wurde verwöhnt von Hacke bis Nacke. Erst bekam er Riesenportion aus einer Schüssel. Nach ca. 2 Minuten wurde gerade noch die leere Schüssel ausgeleckt. Und kurz danach ging er mit „hungrigen“ großen Augen von Person zu Person, um noch was zu erbetteln. Er sah ungefähr so aus.

Und jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen zweiten Feiertag.


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Jetzt ist es wirklich fast da …

das Weihnachtsfest.

Bei uns freuen sich wohl alle Kinder am meisten auf den Heiligabend, da es dann die Geschenke gibt. Laut Kirchenkalender ist ja erst am 25. das richtige Weihnachtsfest, doch wer in Deutschland und in anderen christlichen Ländern der Welt denkt bei dem ganzen Lichter- und Dekozeugs wirklich noch an den wahren Gedanken der Weihnacht???

Weil Mallybeau mir eine Freude machen wollte, hat sie ein T-Shirt entworfen, das mit Italien zu tun hat. Weil ich meinem Enkel eine Freude machen wollte, hatte ich die Absicht, ihm dieses T-Shirt zu schenken, doch er wollte nichtso richtig. Und deswegen wollte ich Mallybeau dennoch eine Freude machen und habe es trotzdem bestellt. Und jetzt werde ich nach der Größe entscheiden, ob ich es trage, ob es mein Enkel nach seiner Rückkehr aus Italien bekommt oder ob es so klein ist, dass es meiner Enkeltochter passt.

Bevor der Artikel hier auf den Bildschirm wollte, kam das Shirt an und passt wie angegossen. Wenn ich aber weiter so viele Süßigkeiten esse, kann sich das ganz schnell ändern.

Und jetzt sagt mir die Designerin sicher, welche Motive sie verwendet hat. Rom mit Collosseum oder Petersplatz habe ich nicht gefunden, bestenfalls den Marcusplatz habe ich erkannt. – Mit dem von Redbubble geborgten Foto und meinen Spiegelaufnahmen zeige ich es euch. Sicherlich hätte ich auch ein Selfie machen können, aber meine Handyaufnahmen sind nicht so gut.

In weiß und beige gefiel es mir nicht, also habe ich ein dunkelgraues genommen. – Wenn ich es trage, ist es mittelschwer übertrieben, denn ich kenne Italien viel zu wenig. Aber es steht ja auch nicht drauf: „Ich bin Italienfan“ oder „Ich liebe Italien!“

Dann habe ich überlegt, wie ich so einigen Menschen eine Freude machen kann. Die Frauen bekommen Sebstgebackenes und Selbstgerolltes (Marzipankartoffeln), aber die Männer bekommen Selbstgebrautes, allerdings nicht von mir. Unsere Hausmeister sind echt gut und haben sich eine Belohnung verdient. Immer freundlich, immer fleißig, immer aufmerksam.

 

Ich habe auch vieles geschenkt bekommen, obwohl noch gar nicht richtig Weihnachten ist.

  • Die Mutter von einem Jungen, den ich über den Großelterndienst betreue, hat meinen Betrag beim letzten Mal so kräftig aufgerundet, dass ich mir was Schönes davon kaufen kann. –
  • Bei fast allen Leuten ist meine Liebe zum Marzipan bekannt. Eine Freundin hat mir Mozartkugeln geschenkt. Im Grunde genommen sind es die, die ich selbst geformt habe – nur meine sahen nicht so formvollendet aus. –
  • Aber auch über eine Weihnachtskarte von Frau Tonari habe ich mich sehr gefreut. Britta, ich staune immer wieder, mit welcher Ausdauer und Hingabe du in den verschiedensten Lebenslagen Freude für andere schreibst. Lieb, dass du mir einen anderen Motorroller schenkst.
  • Und als letztes gab es dieses Geschenk: einen Ersatzgravatar:

Der Baum war als echter Baum, also nicht in lila, bei finbarsgift zu sehen. Er  bot ihn mir für bestimmte Umstände als Avatar an, wenn mir mal die Haare zu Berge stehen und mir alles über den Kopf wächst, – aber ich wollte ihn nur in lila. Das hat dann die liebe Mallybeau in Sekundenschnelle für mich erledigt. Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht, dass er wahrscheinlich nicht als Avatar eingesetzt wird, denn mir soll ja nicht alles über den Kopf wachsen. Du musst dich also nicht entwöhnen von meinem geliebten Motorroller. Den hat Lucie für mich eingefärbt – und als Erinnerung an sie wird er bleiben.

Aber nun noch was zum Thema Kopf – es kann einem nicht nur alles über den Kopf wachsen, man kann wortwörtlich auch den Kopf verlieren. Man könnte denken, im Stall von Bethlehem hat es einen Anschlag gegeben, denn ein Hirte hat den Kopf verloren. Aber noch schlimmer, das Christkind war auch getrennt von seinem Kopf. Den konnte ich gut wieder ankleben, aber der Hirtenkopf klebt nicht.

Am 4. Advent müssen 4 Kerzen brennen lila Kugeln rollen!!! Nein, es war zwei Tage davor.

Da meine lila (Kugel-)liebe die anderen angesteckt hat, haben wir die ungebrauchten Kugeln von den Nachbarbahnen zu uns geholt. – Ich hatte zwei junge Männer mit an meiner Bahn. Die ersten 4 Runden habe ich (souverän) geführt, doch dann mit Hand und Arm geschwächelt und wurde von einem Jungmann um zwei Punkte überholt. – Ich habe es überlebt.

Jetzt zum Schluss wünsche ich euch, dass ihr Weihnachten Ruhe und Zeit habt – für euch und für eure Lieben. Es soll nicht so sein, dass ihr wie im Schweinsgalopp durch die Feiertage fegt und die ganzen schönen Weihnachtslieder nur ansingt oder nur andenkt.

 


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Mal was anderes als basteln –

Sonst denkt noch jemand, ich mache nichts anderes mehr

So langsam kann man wirklich sagen, Weihnachten steht vor der Tür, denn wir gehen (stramm) auf den dritten Adventssonntag zu. Um es symbolisch mit meinen Wohnverhältnissen auszudrücken, müsste ich sagen, das Weihnachtsfest ist bereits mit dem Fahrstuhl hier oben angekommen. Jetzt muss es noch – mit oder ohne Geschenke, 8 Stufen nach oben steigen. Das wäre für mich noch die Möglichkeit, ihm die Tür vor der Nase zuzuknallenmachen.

Irgendwo sah ich einen süßen, pudelwarmen Schlafanzug mit Herzgesicht und musste sofort an meine Enkeltochter denken. Er brauchte für die Anreise sehr lange – wahrscheinlich wurde er nicht in Deutschland produziert. Als er kam, habe ich ihn für gut und für einpackwürdig befunden. – Da zwei Schlafanzüge von mir den Weg alles Irdischen gegangen sind, habe ich mich auch um einen warmen bemüht, denn ich werde immer mehr zur Frostbeule. Wenn auch oben rosa, so wurde er doch für gut befunden. Aber noch besser ist die Thermounterwäsche, dieses Mal oben fliederfarbig oder pink oder abgeändertes lila. Obwohl, wenn ich so richtig überlege, haut doch die Klimakatastrophe immer mehr zu, und wir reden viel mehr über Erderwärmung als über Erdunterkühlung. Vielleicht hätte ich mir lieber ein Flatterhemd kaufen sollen, falls ihr noch wisst, was ich meine. Wenn nicht, könnt ihr z.B. „Flatterhemd DDR“ googeln.

Die allerbeste Art sind wohl Geldgeschenke nicht – doch ich denke immer, ehe ich Sachen kaufe, die nachher umgetauscht oder weggeworfen werden, dann überlasse ich es lieber den Beschenkten, diesen Blumenstrauß meistbietend zu verhökern.

Und jetzt wünsche ich euch noch gute Tage bis zu den Tagen, wo besonders viel gegessen, weniger gebetet, manchmal auch gestritten aber hoffentlich besonders viel gefreut wird. – Ihr seht, ich habe mit der Menge der Kerzen vorgesorgt – ich lasse mir doch nicht vorschreiben, dass es nur 4 Adventssonntage gibt, dieses mal nur mit 21 Tagen. Nenene!


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Update zu: Bastelelevin an Bastelentdeckerin

Hallo, liebe Mallybeau, ich habe zwar drei Artikel vorher prophezeit, dass das Bastelvirus ganz schnell vergeht – doch das war anscheinend eine Fehldiagnose. Wie heißt es doch: Im Alter werden die Menschen wieder zu Kindern. Die negativen Auswirkungen wie Haare, Zähne oder Blase will ich hier nicht ausführlich aufführen. Werdet doch selbst alt, dann könnt ihr testen, was oder was nicht bei euch eintritt.

Ich meine die Leidenschaft mancher Kinder, ihre Eltern mit selbstgebastelten Sachen zu Festtagen zu erfreuen. Die Sachen können noch so „hässlich und misslungen“ sein – die Eltern, davon besonders die Mütter, werden feuchte Augen bekommen vor Begeisterung. Und so sind alle kleineren Kinder hochwohlgelobte Bastelqueens.

Aber ich habe tatsächlich wieder was ausgeschnitten und zusammen geklebt. Der neue Uhu Bastelkleber verlockt förmlich dazu. Ich verstreiche ihn mit einem Wattestäbchen auf der Klebefläche – geht wunderbar.

Der Wandelkopf – besser als der „Wendehals“

Als erstes zeige ich bei den vier Köpfen die Originalbesetzung, aber mir kam dann noch eine andere Idee, die für meine Enkeltochter sicherlich lustiger ist als diese vier Niemands-Männer.

Ich habe aus alten Fotobeständen den Vater, den Opa,  den Bruder und  den Onkel herausgesucht, auf die entsprechende Größe gebracht und rund ausgeschnitten.

Die ersten beiden sind aus Personenschutzgründen nicht zeigbar hier in diesem Blog. Der Onkel kann das ab und der Weihnachtsmann-Bruder ist inzwischen schon so viele Jahre älter, dass das auch machbar ist. Vom Onkel hatte ich so wunderschöne Fotos aus dem zarten Kindergartenalter, aber die waren alle zu klein.

Die wippenden Clowns

Und jetzt eine Frage an die Chefin aller Bastelfotos.

Hier ist ja kein französisches Wort auf den Seiten, die ich mir übersetzen lassen könnte, liebe Mallybeau. Hast du das hier auch gebaut? Wie hast du die Wippe steif und fest bekommen? Nur 2 Blätter Zeichenkarton gegeneinander zu kleben reicht nicht aus. Aber vor allem was hast du genommen, auf was die Wippe aufliegt ohne gleich runter zu rutschen. Holzspieß wäre geeignet, aber da müsste die Wippe irgendwie an dem Wippbrett fixiert werden.

Immer diese schweren Aufgaben für Klein-Clara!!!!!

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Klein-Clara kann es ja schlecht auf sich sitzen lassen, wenn sie eine Aufgabe nicht lösen kann. Also wurden die Schaukelclowns bearbeitet, sind immer noch nicht fertig, weil ich keinen langen Holzspieß habe, den ich durch die Haltepfeiler schieben kann. Die Pfeiler wurden mit einer zweiten Lage bedrucktem Fotopapier verstärkt und das Schaukelbrett auf Pappe gezogen. Jetzt ist mir nur noch nicht ganz klar, wie ich die Wippe auf dem Holzspieß befestige, denn es ist ganz schön hoch oder tief, wie das Brett schaukelt.

Noch ein paar „Beweis“fotos:

Mit dem untergelegten „Reifen“ hat sich der Clown sicherer gefühlt.

Und wäre ich in der Nacht nicht zufällig mal auf den Balkon gegangen, hätte ich diesen One-night-snow gar nicht bemerkt.


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Clara ist von einem schnell heilbaren Virus befallen … ???

Und zwar vom Bastelvirus. Eigentlich ist es mehr ein Ehrgeizvirus denn ein Bastelvirus, denn das Ergebnis lässt sehr zu wünschen übrig.

Doch von Anfang an. Mallybeau Mauswohn zeigt täglich ein hübsches, bisher eher nostalgisches denn modernes Kalenderblatt in ihrem Adventskalender. Und so war am 2. Dezember ein Bastelbogen zu sehen. Klavier spielt ja in unserer Familie eine sehr große Rolle – bei mir eher eine schlechte oder untergeordnete, aber bei den anderen.

Also verfiel ich auf den Wahnsinnsgedanken, dieses Klavier zu „bauen“. Es scheiterte gleich am Fotopapier, aber meine immer sehr hilfsbereiten Nachbarn halfen mir mit 5 Bögen hochglänzendem Papier aus. – Mein Drucker hat meist Papierstau gemeldet, wenn ich ihn mit Fotopapier gefüttert habe – doch ich konnte ihn überlisten und die Bastelbögen ausdrucken.

Dann kam die nächste Hürde. Alle Klebstoffreste waren eingetrocknet und bewegten sich nicht aus Tube oder Flasche. Im Baumarkt stand ich vor einer schier unendlichen Auswahl – ich entschied mich für die preiswerteste Tube, denn der Rest trocknet doch eh wieder ein.

Die Investition von 2,85 € trug keine Früchte, denn auf dem glatten Fotopapier hielt kein Klebstoff, auch wenn ich die Klebestellen noch so stark und lange zusammen presste.

Da war ich schon geneigt, mittelschwer enttäuscht oder wütend alles hinzuschmeißen. Doch auch hier halfen mir meine Nachbarn aus der Patsche. Er reichte mir eine Rolle doppelseitiges Klebeband. Das ließ sich zwar nur klebrig mit der Schere schneiden, aber es ging und hielt. – Na gut, das Klavier ist etwas schief zusammengeklebt, aber für den Anfang nach so unendlich langen Jahren Bastelabstinenz bin ich es zufrieden.


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Ein schrecklich-schöner Donnerstag

Vielleicht sollte ich doch ab und an mal Radio hören. Doch mich stören alle zusätzlichen Geräuschquellen, weil ich dann die notwendigen Alltagsgeräusche nicht höre.

Aber es würde ja auch reichen, auf die Wetterapp zu schauen, was ich (eigentlich) oft genug machen. Die muss am Donnerstag, dem 5. Oktober, Alarm im Quadrat „gebrüllt“ haben. Doch ich stellte sie nicht an und war dementsprechend vollkommen unvorbereitet.

Ich hatte einen Orthopädentermin bei dem neuen Arzt und ich muss sagen, ich fühlte mich „angenommen“. Die Spritze tat ziemlich weh, aber die Hoffnung auf Erfolgt ließ mich leise wimmernd die Prozedur überstehen.

Dann begann der Heimweg, der im Normalfall 45 Minuten dauert, sich dieses Mal aber über Stunden erstrecken sollte. Der Bus brachte mich zur S-Bahn Yorckstraße – und das war es dann erst einmal. Die vorhergehende war noch abgefahren, doch bei uns sagte der Fahrer durch, dass der gesamte S-Bahnverkehr in Berlin wegen Sturmschäden eingestellt ist. Das glaubte ich sofort, denn mich hätte es bei 10 kg weniger vielleicht umgehauen. Ich klammerte mich an einen Mast.

Also wieder zum Bus, der mich zum Glück noch zur U-Bahn fuhr. Fällt in Berlin die S-Bahn aus, dann sind alle anderen Verkehrsmittel rettungslos überfordert. Nur mit Trick kam ich noch in einen Wagen hinein. Die U-Bahn fuhr mich zur Endstation U-Mariendorf.

Endstation – nach 13 Minuten Wartezeit in Wind und Regen kam mein Bus, der mich vor die Haustür fahren sollte. Doch nach 2 Stationen kam die Durchsage von der Zentrale: Bitte stellen Sie Ihre Busse so ab, dass sie ungefährdet stehen, und stellen Sie den Fahrverkehr ein. – Taxis fuhren alle besetzt vorbei. Also ca. 4 km Fußmarsch – ich habe geflucht wie ein Droschkenkutscher, weil mir das rechte Bein im Laufe der Zeit von oben bis unten weh tat.

Aber irgendwann war es geschafft – und es hat sich kein Bus auf der Straße sehen lassen. Ich war so unendlich froh, als ich meine Wohnung erreicht hatte.

Ein Blick auf den Balkon zeigte mir das:

Ich will jetzt weder jammern noch klagen – es gibt so viel schlimmere Sturmschäden, was wir ja erst kürzlich im Fernsehen sehen konnten. Da haben Leute ihre ganze Existenz verloren – ich nur 2 Blumentöpfe, etwas Dreck und eine demolierte Fußbodenfliese. Da kann ich gut mit dem  Tischbein verdecken oder – falls ich mich zu arbeitslos fühle – auch durch eine Ersatzfliese austauschen.

Und dann kam das Schöne des Tages. Ein Paket, ein ziemlich großes Paket, war von Hermes bei meinen Nachbarn abgegeben worden.

Ich holte es und als erstes kam mir ein großer dunkler Sack mit einer Geschenkbandschleife und ein Kärtchen mit Grüßen meiner Tochter und meiner sicherlich stark geschenkbeeinflussenden Enkeltochter unter die Finger.

Dann gab es einen zweiten Karton im ersten Karton. Ich grübelte ernsthaft, was da drin sein könnte. Für den Koffer erschien es mir zu klein, für einen Rucksack zu groß. Ob der Einkaufstrolley zusammengelegt nicht mehr Platz einnimmt, war mir nicht bewusst. Da half nur auspacken. – Tatarata!

Da muss ich also doch noch ein wenig verreisen, denn so ein schicker Koffer möchte ja ausgeführt werden. Oder???? Er sieht wirklich ganz chic aus und passt zur Unterbringung in seinen größeren Bruder hinein.

Danke, danke, danke!