Claras Allerleiweltsgedanken


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Kurzurlaub

Für eineinhalb Tage fuhr ich gen Nordwesten – nach Perleberg. Dort wohnt meine Ex-Schwägerin. Gibt es diesen Ausdruck überhaupt? Ich denke schon – denn wenn ihr Bruder mein Ex-Mann ist, dann ist sie auch meine Ex-Schwägerin. Da wir uns aber mit dem Vornamen und nicht mit dem „Titel“ anreden, ist das nicht so ein Problem 🙂 😉 .

Das Wetter war schön, so wie sich dieser Herbst bisher insgesamt als eine schöne Jahreszeit zeigt. Im Garten blühte noch vieles und die Fische im neu „renovierten“ Teich blitzten im klaren Wasser. – Nach vielen Jahren versifft ja so ein Teich und alles musste raus. Das Umlagern in große Fässer haben einige Kois nicht überlebt – aber der Bestand wurde ein wenig aufgefrischt und verjüngt und jetzt tummeln sie sich dicht unter der Wasseroberfläche und denken immer, es gibt was zu fressen. –

Diese weißen und roten Pflanzen sind wunderschön in ihren großen Pflanzkübeln. Sie blühen den ganzen Sommer, so dass sie ihren Preis wert sind. – Und die vielen Sonnenblumen müssen untereinander einen Wachsmarathonwettbewerb abgeschlossen haben, denn sie waren alle so groß.

Habe ich nicht gesagt, dass das Wasser klar ist und die Fische bunt – habe ich übertrieben?

Und das erste Foto ist jetzt hauptsächlich für Anke, deren Familie ja inzwischen von Fischfutter lebt, zumindest zum Teil. 🙂 Sieht eures auch so aus? Ich habe es ganz vorsichtig probiert, aber es war nicht mein Geschmack. Wahrscheinlich muss man es noch ein wenig veredeln, z.B. mit Sauerkraut oder so. Den Fischen schmeckt es jedenfalls. In den Ringen sammelt sich das Futter bzw. wird dort extra hineingestreut, damit es nicht durch die Sprudelanlage weggeschwemmt wird.

Und das hier war dann die Nahrungsgrundlage für drei Tage – eine nur, nicht alle drei. Ich habe so einen Oschi von Zucchini eingepackt, dazu noch einen kleinen Hokkaido – und dann hatte ich zu tun – mit Kochen und Essen.

Und tschüss – Kürbissuppe ist noch da, ihr könnt vorbeikommen.

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Allein zu wohnen kann …

… Umstände machen, sogar gefährlich sein

Mit Umständen meine ich nicht, dass Alleinlebende für alles allein eintreten müssen, was sich Paare untereinander aufteilen können. Aber das ist so und das würde ich im Sinne einer Partnerschaft auch nicht mehr ändern können und wollen – dazu lebe ich schon viel zu lange selbstbestimmt und eigenverantwortlich.

Doch mit zunehmendem Alter sollen bekanntlich die Zipperlein zunehmen, erzählt eine böse Mär.

Meine Mutter lebte zwar (mit zwei Häusern zwischen unseren Wohnungen) ganz in der Nähe, aber eben doch nicht mit jemand zusammen. Wir beschlossen, für sie so ein Notrufsystem zu bestellen und installieren zu lassen, mit dessen Hilfe und dem hinterlegten Wohnungsschlüssel Hilfe in misslichen Situationen gerufen werden kann.

Bei Pflegestufe 1 werden die Grundkosten übernommen – ein Einsatz vor Ort muss aber bezahlt werden. Brav und immer trug sie dieses Notruf-Armband (sh. Foto mit Urenkel) . Ab und an kam mal ein Fehlalarm durch unbeabsichtigtes Drücken des Notrufknopfes, aber das wurde dann an der Sprechanlage schnell geklärt.

Dann kam der erste Sturz, der einen Minischlaganfall als Ursache hatte. Ich wurde angerufen, doch weder ich noch mein Sohn konnten zu ihr fahren. Also kam der Einsatzwagen – und brachte sie ins Bett, da es nicht schlimm aussah.

Wenige Wochen oder Tage (ich weiß es nicht mehr so genau, es war 2007) später etwas ähnliches. Ich wurde angerufen und fuhr  sofort zu ihr. Sie lag im Flur, sie und der Rollator blockierten die Eingangstür. Sie war bei Bewusstsein, konnte nur nicht aufstehen. Auch ich schaffte das erst, als ich einen kräftigen Nachbarn zur Hilfe holte.

Und den dritten Einsatz erledigte dann wieder die Notrufzentrale. Sie lag im Nachthemd auf dem kalten Laminat. Diesmal sorgte ich dafür, dass sie ins Krankenhaus kam. Später stellte sich heraus, dass es jedesmal ein kleiner Schlaganfall gewesen ist.

Fakt war, hätte es diesen Notrufdienst nicht gegeben, hätte sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht noch bis 2013 gelebt, wenn auch in einem Seniorenheim, weil Alleinleben nicht mehr möglich war.

Einige Sicherheitsmaßnahmen habe ich auch schon „installiert“, die mir vor paar Jahren noch lächerlich erschienen wären. Doch als mir monatelang ständig und immer schwindelig war, empfand ich das Stehen beim Duschen in der Badewanne  als gefährlich. Und das Hinhocken war zu unbequem. Ich schaffte mir das an:

… und jetzt ist es nur noch für meinen Popo „gefährlich“, denn der wird beim Duschen immer gelocht.

Ich bin jetzt zwar noch nicht so alt, wie meine Mutter im Jahr 2000 bei Installation des Hausnotrufs war und ich habe keine Pflegestufe, aber eine gewisse Vorsorge habe ich jetzt doch getroffen.

Eine Freundin wohnt ganz in meiner Nähe und hat meinen Wohnungsschlüssel. WhatsApp geht nicht, aber jeden Tag so gegen 18.00 Uhr bekommt sie eine SMS von mir. Und sie ist da äußerst korrekt. In den ersten Tagen hatten wir noch keinen Spielraum bzw. eine Zeittoleranz eingerichtet. Ich war unterwegs und hatte es vergessen. Anruf von ihr bei mir zu Haus – nichts, war ja nicht da. Anruf auf dem Handy – nichts, war ja zu laut, um das Klingeln zu hören.

Kurz vor ultimo – bevor sie mit der Wiederbelebungsmaske durch meine Wohnungstür stürmen würde – habe ich doch noch aufs Handy geschaut und ganz, ganz schnell alles richtig gestellt.

Damit es nicht so stupide für sie ist, überlege ich mir immer witzige Texte – habe ja eine allnetflat, da kann ich „plaudern“. Ich bin der Meinung, dafür hat sie sich einen bunten „Blumenstrauß“ verdient.

Eine Tante von mir steckte mal mit dem Allerwertesten zwischen Bett und heißem Heizkörper fest. Wäre der im Haus wohnende Bruder nicht täglich vorbeigekommen, wäre sie wohl zur „Schrumpftante“ geworden. – Ich muss in Zukunft maximal 26 Stunden hilflos (ohne Handy) auf dem Boden liegen, bevor meine Retterin gestürmt kommt. – Hoffen wir beide, dass das nicht eintrifft.

Ich bin jeden Tag froh, wenn ich gesund und munter das schöne Abend(b)rot genießen kann, das eine mehr mit dem Geschmackssinn und das andere mit dem Sehsinn.


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Söhne sind nicht nur zum liebhaben gut …

… sie müssen manchmal auch hart arbeiten.

Für den jetzt folgenden „Arbeitseinsatz bei Muttern“ hat sich der Sohn einen der letzten Samstage ausgesucht, denn am Sonntag darf hier niemand zu laut husten, sonst könnte es schon Beschwerden geben. Manche von euch kennen noch den Begriff „NAW-Einsatz“, die anderen sollen googeln, wenn sie es wissen wollen.

Die DHL bestätigte, dass die richtigen Filter an diesem Samstag kommen – und das machten sie auch. Die sind so einfach anzubringen, das konnte sogar ich. (Was bitte ist daran 25,00 € wert? – Offenbar nur, dass sie für AEG bestimmt sind.)

Auf dem Plan standen die Befestigung der Leiste, die mir auf den Kopf bzw. ins Gesicht gefallen war, und das Anbringen der neuen Dunstabzugshaube. Wir dachten alle beide, dass nichts davon ein Problem werden könnte – doch:

Es irrt der Mensch, so lang er lebt.

Zuerst die Leiste – sie will und will nicht halten – er biegt die Befestigungsklammern auseinander, er „spricht“ mit der Leiste – am Ende haut er (wütend) einen längeren Nagel in das Ende, damit sie nicht mehr auf die Mutter fallen kann.

Doch jetzt zum Dunstabzugsprojekt. Ich arbeitete schon vor und löste, was zu lösen ging, und schraubte Schrauben heraus, die nicht gerätetragend waren.

Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih, so verdreckt wird die neue in paar Jahren auch aussehen. Diese Stellen hätte ich nie und nimmer putzen können, sie waren verdeckt.

 

Als der Sohn die alte herausgehoben hat,

guckte zumindest ich seeeeeeeeeeehr irritiert. Warum? Ich hatte irgendwie noch einen Schrankboden erwartet oder erhofft, denn ich hatte die Einbauanleitung gelesen. Dort stand, dass man in den Schrankboden mit einer Stichsäge die entsprechende Öffnung sägen soll.

Als zweite Befestigungsart wurde angeboten, dass man den Zwischenboden des Schranks nimmt und die Haube dort anschraubt oder anhängt. Das ging bei mir nur bedingt, da der Zwischenboden schon für den Abluftschlauch der alten gelocht war und mit einer neuen notwendigen Aussparung zu instabil geworden wäre.

Aus den Seitenwänden der Haube kommen „Krallen“ heraus, die irgendwo aufliegen müssen, damit die Dunstabzugshaube nicht nach unten auf den schönen neuen teuren Herd knallt. – Als alles fertig war, sah das dann so aus. Der Sohn wollte es NICHT so lassen, weil er sich dafür „geschämt“ hat, wie das aussieht – doch ich habe ganz heftig widersprochen. – Falls mich jemand von euch mal besuchen kommt, dürft ihr nicht darum bitten, dass ich diese Schranktür öffne – versprochen??? Zumindest nicht dann, wenn er und Lennie auch da sind. 🙂  – Vielleicht hänge ich noch einen ROTEN Lappen davor.

Hätte es die Aufhängung der alten Haube nicht gegeben, wäre guter Rat noch teurer teuer gewesen. Als erstes fuhren wir zum Baumarkt, um eine entsprechende Leiste zu kaufen und eine vernünftige Säge, die mir beim Umzug abhanden gekommen sein muss. – Vor dem Baumarkt gab es eine tolle Imbissbude, die uns wirklich mit exzellenten Pommes und einem riesigen Stück Fleisch mit gebratenen Zwiebeln versorgte.

Dann sah es so aus (gesungen): „Einmal links, einmal rechts, wenn’s dann passt, dann wär’s nichts Schlecht’s.“

Tat es aber aus irgendwelchen Gründen nicht und ich – zum Glück nicht der Sohn – wurde immer unruhiger. Ihr müsst das nicht, denn wenn es nicht geklappt hätte, würde ich hier nicht berichten.

Mit der tollen Säge erstellte er noch zwei Stützhölzer – dann durfte musste ich immer eine Seite unterstützend halten und plötzlich war es geschafft: Sie hing, leuchtete und pustete bzw. saugte – geht doch!!!!

Es dauerte ein wenig, bis ich begriff, dass die blauen Ränder der Alufilter nur Plastikschutz ist – und ich pulte die Plastikumhüllung ab.

Ob ich das als „Umhüllungskunst“ verkaufen kann? Christo hat mit „Verhüllungskunst Tausende nach Berlin gelockt, vielleicht locke ich wenigstens zwei neue LeserInnen an.

Und wenn ich schon mal auf der Leiter bin, habe ich gleich noch oben alles mit Alufolie ausgelegt, denn die dreckigen Abdeckplatten mussten endlich in den Müll.

Jetzt ist lange genug über so einen unwichtigen Schwachsinn geplaudert – hier nur noch zwei Fotos vom Endstand. Dass das Ding Energielabel D hat, finde ich schwach – aber zum Glück koche ich ja nicht so viel. Dort, wo die zwei Pfeile sind, flattern zwei halbrunde Deckelchen, weil die Luft dort herausströmt. Man könnte auch ein Abluftrohr anschließen, dann kommt die „gereinigte Stinkeluft “ oben aus der Schrankwand raus.

 


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Gibt es Hoffnung in solch einer Situation?

Viele werden das Buch oder den Film „Nicht ohne meine Tochter“ kennen. Natürlich habe ich es damals mit Spannung und auch mit Mitgefühl gelesen – aber irgendwie doch mit einem „entfernten Mitgefühl“. Es betraf niemanden in meiner Familie oder Umgebung, ja, ich kannte noch nicht mal eine Frau, die mit einem Mann aus diesen Regionen verheiratet war oder Kinder hatte.

Das Buch ist 1987 erschienen – wann ich es las, weiß ich nicht mehr so genau.

Doch dann zog ich 2000 in ein Haus, wo es gleich drei Mischehen/Mischbeziehungen gab, die ihre Liebe mit mindestens zwei oder sogar mehr Kindern gekrönt hatten. Es waren insgesamt – alle drei – wunderbare Nachbarn, die ich nie und nimmer hätte missen wollen. Durch sie habe ich ein wenig mehr vom Islam und den Lebensbräuchen gelernt, wirklich schätzen gelernt, denn kaum eine deutsche Familie war so vorbehaltlos freundlich und einladend zu mir wie diese drei.

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Genug von der Vorgeschichte.

In einer Beziehung, die ich absolut nicht näher definieren will, kriselt es – kriselt es sehr – die Scheidung wird angedacht und später auch eingereicht.

Alle (nehme ich einfach mal an) Kinder wollen ihre BEIDEN Elternteile haben und auch behalten, denn der Streit zwischen den Eltern ist ihnen relativ egal – so auch diese beiden, um die es hier geht. Der Große besucht schon das Gymnasium und ist mit seinen ca. 14 Jahren fast schon ein Mann – aber nur körperlich 🙂 – ansonsten ist er noch ganz Kind. – Die Kleine ist vom Alter her noch nicht einmal zweistellig – und der absolute Liebling vom Papa.

Der Vater ist seit langem in seinem Heimatland und hat es dort in jeglicher Beziehung richtig, richtig gut: ein großes Anwesen wird von einer mondänen Villa geschmückt und selbstverständlich gehört auch ein großer Pool dazu – in diesen heißen Ländern ein nicht zu verachtendes Accessoire. Die Kinder kennen dort alles und mögen dort auch alles, denn sie waren als komplette, intakte Familie schon oft dort – mindestens einmal in jeden Sommerferien.

So fingen auch die Sommerferien 2018 mit der Einladung, der Reiseplanung und dem Flug dahin an.

Die Mutter fühlt sich sicher, denn SIE hat ja die Reisepässe der Kinder und ohne diese Pässe kann ja nichts „eingerührt“ werden und der Rückflug ist schon gebucht. – Doch eines Tages sind die Pässe weg und da nahm alles andere seinen Lauf.

Der Vater buchte (angeblich) den Rückflug der Kinder um, damit sie ihre ganzen Ferien bei ihm verbringen können und nicht auf die begrenzte Urlaubszeit der Mutter angewiesen sind. Von vielen Zweifeln geplagt, doch andersherum von Zwängen genötigt, muss die Mutter allein abfliegen – der Mann verweigert ihr ein längeres Aufenthaltsrecht.

Die Zeit vergeht – über die modernen Kommunikationswege hat sie Kontakt zu den Kindern – es scheint ihnen gut zu gehen. … Dann: Es ist ein Tag vor Schulbeginn – und die Kinder kommen nicht. Der Schulbeginn in Berlin ist schon einige Zeit her – und wie leider zu befürchten war – die Kinder sind auch jetzt noch nicht da.

Eine Frau in diesen Ländern hat so gut wie keine Rechte, zumindest nicht auf ihre Kinder, denn diese GEHÖREN zum oder sogar DEM Vater. Ich mag mir nicht ausmalen, was im Kopf und in der Seele der Mutter, aber fast noch mehr, in den Kindern vorgeht. Sie können kaum arabisch und werden von einem Tag auf den anderen von allem, was ihnen vertraut ist, getrennt: Keine Mutter mehr, keine bekannte Wohnumgebung, keine vertraute Sprache, keine Schulfreunde und -freundinnen, keine Großeltern, kein gar nichts.

Welche Rechte hat ein deutscher Rechtsanwalt, wenn er dagegen vorgehen will? Ist so ein Kampf überhaupt bezahlbar?

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Auch jetzt werde ich die Kommentare moderieren, weil ich keine Hetze gegen Väter aus diesen Ländern hier lesen will und auch nicht dulden werde.


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Es gibt Dinge im Leben … 3

Löwenzeiten – immer und überall (für mich) willkommen

Die LieblingsLöwenbetreuerin war vielleicht 10 oder gar 20 Minuten in der Wohnung, da war der Löwe von seinem Schrankwand-Ausguckplatz herunter geholt und wurde – mit seinem kleinen Ableger – liebevollst umhegt, umkuschelt, umsorgt und bespielt. – Bei der ersten Balkonfrühstücksmahlzeit saß er noch ein wenig abseits. Er bekam die Aufgabe, die Wespen zu verjagen – aber diese Aufgabe lag ihm nicht, warum auch immer. Also zogen wir ins Wohnzimmer.
Wie man sieht, wurden die beiden dort erst einmal als Platzhalter eingesetzt.

Gegen Ende der Bespielzeit wurde der Löwe zum wiederholten Mal getauft oder besser, mit einem Namen versehen. Wir hatten uns die vorher ausgesuchten Namen aber nicht gemerkt, deswegen bekam er jetzt ein Namensschild umgehängt.

Als dann die „Jung-Mama“ wieder fahren musste, fand ich ihn so in ihrem Bett vor und setzte ihn danach wieder auf den Schrank.


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Es gibt Dinge im Leben … 2

… die frau nicht will, nicht braucht, aber dennoch ab und an über sich ergehen lassen muss.

Deswegen fange ich damit an, was ich in solchen Zeiten versuchen sollte. Dem Kalender, den ich vor Jahren von Lucie geschenkt bekam, habe ich einfach das Kalendarium abgeschnitten, so kann ich ihn je nach Situation verwenden.

Wer mich länger kennt, weiß, wie schlecht ich im Suchen bzw. natürlich im Finden bin. Also muss ich mir andere Brücken bauen.

Am 10. August hatte ich eine Untersuchung, die mit einer Blutabnahme und einer kurzzeitigen Sedierung  einherging. Daran war vom Prinzip her nichts einzuwenden – das (kleine) Problem war nur, dass die ausführende Krankenschwester tat, als wenn sie in meinen Venen nach Gold suchen wollte, so wie sie darin herumgestochert hat.

Die Fotos sind nicht gut, denn die Veilchen blühen darauf nicht so richtig.

Nach der Untersuchung und dem absolut leeren Magen und Darm belohnte ich mich in einem italienischen Eiscafé dementsprechend.

Und dann bekam ich am 12. ganz lieben Besuch. Die Temperaturen und die Fahrpreise der BVG waren so, dass wir nach Möglichkeit nur im näheren Umfeld der Wohnung kreisten. Das nähere Umfeld bei beiden sah jederzeit so aus, wenn nicht essen, schlafen, spielen oder kochen an der Reihe waren.

Und dann kamen Dinge, die mir das Laufen und die Bewegung mächtig erschwerten, Minigolf durften nur die anderen spielen, ich nicht. Ein eingewachsener Zehennagel erlaubte weder Socken noch geschlossene Schuhe, eine Harnwegsinfektion keinen entspannten WC-Aufenthalt und eine sehr schmerzhafte Muskelverspannung erhöhte den Tablettenkonsum ins Unermessliche.

Tagesdosis

Ich schreibe diesen Artikel am 20. August – und nichts davon hat sich bisher ernsthaft gebessert. Sooooooooooo wollte ich das neue Jahr nicht begrüßen.

Da ist ja so ein kleiner Schaden richtig begrüßenswert – den konnte ich ja ziemlich unauffällig. kleben. – Unangenehmer ist da schon die tropfende Heizung in meinem Zimmer. Das „Drama“ hatte ich ja schon mal im kleinen Zimmer – da lief das Wasser ungebremst und das ganze Zimmer stand schon unter Wasser. Es wäre eine sehr unangenehme Sache geworden, wenn es bei den unter mir wohnenden Leuten durchgelaufen wäre. Deswegen muss ich mich jetzt schleunigst kümmern. – Eigentumswohnungen, auch wenn es nicht die eigene ist, haben nicht immer Vorteile 🙂 😉

Der Hausmeister hat es begutachtet und festgestellt, dass der Heizkörper durchgerostet ist. Da muss ein neuer her. Da ja alle Heizkörper zur gleichen Zeit eingebaut wurden, ist die Frage, ob gleich im kleinen Zimmer und im Wohnzimmer die Heizkörper auch getauscht werden sollten. Vielleicht ist es eine Frage des Preises so nach dem Motto: „Im (viertel) Dutzend wird es billiger!“


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Es gibt Dinge im Leben, … 1

… die finde ich schön, die brauche ich, über die freue ich mich.

Das ruft natürlich sofort die Vermutung herauf, dass es auch das ganze Gegenteil davon gibt – und Recht haben alle, die das denken, aussprechen oder vermuten.

Aber nach dem Motto des (immer) halb-vollen-Glases schreibe ich jetzt erst einmal von den schönen Dingen, denn nach acht Tagen Pause kann ich ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.

Der 15. August war für mich schon immer ein besonderer Tag im Leben, nicht nur für Maria, die angeblich an diesem Tag in den Himmel gefahren sein soll. Das war dann hoffentlich eine spektakulärere Aktion als meine Ballonfahrt in Marokko. Das der 1508 ein bedeutsamer Tag sein muss, habe ich in meiner Blogurl (versehentlich) festgeschrieben und in meiner Mailadresse bewusst kundgetan, denn 1508 ist eben nicht 0815.

Einen Tag davor bekam ich ein ganz besonderes Geschenk – es regnete – und das sogar ein wenig kräftiger und ausdauernder als sonst – aber dennoch nicht ausreichend. Da konnten sich die Brunnenfiguren am Wittenbergplatz mal in Regenwasser schönduschen.

Zu dieser Zeit hatte ich schon Besuch, lieben Besuch, nahen Besuch, lustigen Besuch. Eines dieser Besuchskinder/-jugendlicher verspürte eine gewisse Neigung zur Küche mit allen ihren Gerätschaften. Auf den ersten beiden Fotos werden die Zutaten für Tiramisu gerührt. 25 % der Menge wären schön und erfreulich und ausreichend gewesen – aber auf mich hört ja keiner. Am Ende half nur, mehrere Portionen einzufrieren. – Ich glaube dennoch, dass diese italienische Spezialität nicht die meine wird. – Anders war es schon mit der Lasagne. Das deutsche Rezept mit 1,5 Stunden Zubereitungszeit wurde verschmäht, weil da eben kein Knoblauch hineingehört. – Als wir nach mehr als 5 Stunden Wartezeit immer noch nichts bekamen, drohte die „Meuterei auf der Bounty“ gespielt zu werden.

Am Anreisetag mussten Schlafarrengements getroffen werden – ich hatte beide noch viel kleiner in Erinnerung. Ich hatte gedacht, dass das Mädchen noch auf das „Sofa-in-quer“ passen würde und der Junge dann das Besucherzimmer belegt. – Wie man auf dem ersten Foto sehen kann, ging das nicht – also wurde die Luftmatratze aufgepumpt. – Das Wohnzimmer war in der Nacht lüftungsfreie Zone, weil es bei 25° Außentemperatur hätte zu kalt werden können.

Als solche unwichtigen organisatorischen Fragen geklärt werden, konnte die Spielzeit beginnen. Das Angebot war vielfältig: Phase 10, Rummy Cub (Foto), Doppelkopf mit Dummy (als vierter Spieler), Macke mit 6 Würfeln und Minigolf mit Besuch. Leider ging es mir da schon nicht mehr gut, so dass ich nicht mitspielen konnte. Der Enkel hat es tatsächlich geschafft, den Bahnrekord einzustellen. 34 Punkte für 18 Bahnen ist tatsächlich eine tolle Leistung – ich hoffe, sie haben nicht geschummelt. (Für zwei Kinder/Schüler für eine Hin- und eine Rückfahrt 9,00 € zu bezahlen, lässt das erste Mal das Auto vermissen, denn es sind gerade mal 7 km bis zur Minigolfbahn)

 

Tja, und dann gab es Geschenke, schöne, die mir alle gefielen. Als allererstes ein Geburtstagskuchen, gebacken und verziert vom Enkel.

Und dazu passend vom Sohn mit Freundin einen Orchideentopf, natürlich in meiner Farbe, und das Geld für die erste Ballonfahrt.

Aber einige Tage vorher gab es eine riesige Herausforderung für mich – ich bekam mehr als drei Tage vorher ein Päckchen, in dem lauter Geburtstagsgeschenke sein sollten – und ich durfte das nicht kontrollieren. Na klar durfte ich, aber erst am 15. Ihr dürft jetzt alle raten und schätzen, ob ich das geschafft habe. – Die anderen Fotos mit dem roten Windlicht und dem lila Elefanten habe ich mit dem Handy fotografiert und da lässt die Qualität sehr zu wünschen übrig – das überlasse ich jetzt eurer Phantasie. – Von dem leckeren Konfekt ist noch etwas da, obwohl es wunderbar auf der Zunge schmilzt. – Das große lila Tuch bewahrt meine nackten Beine davor, sich auf dem kratzigen Bürostuhl wund zu sitzen 🙂 😉