Claras Allerleiweltsgedanken


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Susanna im Bade … *

… Quatsch, natürlich muss es „Clara im Bade“ heißen

Jetzt braucht ihr euch nicht auf heiße Fotos zu freuen, es geht um anderes.

Ich wollte meiner Gesundheit und meinem Bein was Gutes tun und deswegen Wassergymnastik machen, neumodisch auch mit Aquafitness benannt.

Das Ankogelbad ist

  • zu Fuß zu weit zum Laufen
  • mit Öffentlichen zu umständlich zu erreichen
  • mit Auto nicht möglich zu fahren

also holte ich seit langer Zeit mal wieder das Fahrrad hervor und es ging besser als ich dachte.

Da das Kinderbecken wärmeres Wasser und weniger Leute hatte, suchte ich mir dort eine Ecke. Natürlich blieb es nicht so leer und bald kam ein gutaussehender „Papa“ mit 4 Kindern. Ich vermutete, dass die beiden kleineren Jungen von ihm sind und die beiden türkischen Kinder von der Nachbarsfamilie mitgenommen waren.

Ihm und den Kindern zuzusehen und zu hören, war eine wahre Freude. Sobald sie am nassen Rand zu schnell rannten, zu laut quietschten oder sich mit ihren Schwimmärmeln ins zu tiefe Wasser begaben, genügte eine Handbewegung von ihm und die Kinder machten es. Immer wieder kam eines zu ihm, um sich liebevoll das Wasser aus den Augen wischen zu lassen.

Am Ende ging er selbst ins Wasser und warf die Kinder mit Lust und Laune hoch und sie platschten ins Wasser – immer und immer wieder wollten sie.

Ich war so neugierig geworden, welche denn nun seine Kinder sind. Und was stellte sich heraus?

Er ist Erzieher in einer KITA, der jüngste und mutigste war erst 3,5 Jahre und die Großen waren 5. Die Eltern dieser KITA können froh sein, so einen engagierten Erzieher zu haben, den die Kinder auch richtig mochten.

Mal sehen, ob er nächsten Dienstag auch wieder da ist.

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Zu dem kleinen Stern in der Überschrift – eine Leserin bei fb, übrigens eine Klassenfreundin von Klasse 1 bis 8, machte mich darauf aufmerksam, dass es nicht „Johanna im Bade“ heißt, sondern „Susanna im Bade“ heißen müsste und dem Pinsel von Tintoretto entstammt. Habe ich doch sofort geändert. – Als ich noch einmal bei Wiki recherchierte, habe ich festgestellt, dass sich auch noch andere Maler diesem biblischen Thema gewidmet haben, u.a. auch Rubens und Rembrandt. Da hat bei mir die kulturelle Bildung im Unterbewusstsein geschlummert 🙂

 

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Den ganzen Tag QVC sehen …

(so oder so ähnlich heißt ein Werbesender),

  • macht das Portemonnaie leerer
  • macht die Wohnung voller
  • macht den Kleiderschrank abwechslungsreicher
  • macht die Straßen verstopfter (weil so viele LKWs fahren müssen)
  • macht die Hersteller reicher
  • macht den Popo dicker, weil es alle Süßigkeiten nur im Kilopaket gibt – (oder waren es doch schon 500 g?)
  • macht die Menschen bequemer, weil sie nicht mehr einkaufen gehen müssen
  • macht den Verstand dümmer

Da ich in meiner Umgebung so etwas kenne, habe ich mein eigenes Einkaufsverhalten näher unter die Lupe genommen. Bei bestimmten Sachen ist es in Berlin schon recht mühsam, von dem einen Fachgeschäft zum anderen zu kommen. Ich will mich jetzt nicht mit meinem „Lahmknie“ herausreden, aber ich bin wirklich froh, dass ich nur auf drei oder vier Seiten suchen muss und dann IMMER das finde, was ich gern hätte. Nur im äußersten Notfall schicke ich es wieder zurück.

Was jetzt in letzter Zeit bei mir leider eingerissen ist, ist die Bestellung von rezeptgebundenen und rezeptfreien Medikamenten. Mir haben 1000 (oder weniger) Leute empfohlen, dass ich Hyaluron, dass ich Vitamin D, dass ich Curcuma oder dass ich Murmeltiersalbe brauche. Wenn alles weh tut, greift frau ja nach jedem Strohhalm. Bei der Versandapotheken ist das alles viel billiger als bei der um die Ecke. Ich kann nur für die um die Ecke hoffen, dass es noch genügend Kunden ohne Computer gibt, die ihre Sachen vor Ort kaufen.

Aber ich habe manchmal wenigstens ein schlechtes Gewissen – besonders, wenn ich bei A*mazon bestelle, denn von dort hört man ja nicht die mitarbeiterfreundlichsten Sachen.


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Lila Bohnen sind mein Geheimrezept, um …

Tja, um was??? – natürlich habe ich kein Geheimrezept und vielleicht schmecken diese lila Bohnen ganz schrecklich (gut). Die dicken Maronen, die sich mit aufs Bild gemogelt haben, sehen doch viel vertrauenerweckender aus.

So, und jetzt zum Kern dieses Artikels – Speck ist weg, zumindest ein Teil davon.


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Die Habgier kommt auf leisen Sohlen …

… oder wie sich ein Zahnarzt seine Praxis vergolden möchte

Zahnärzte scheint die Berufsgruppe zu sein, mit der ich in den letzten Jahren Probleme habe, denn es gab mehrere Versuche. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, vielleicht will ich, dass die Arbeit gut aussieht UND dass ich gut essen kann – das ist wahrscheinlich zu viel verlangt. Ich hatte mal einen sehr guten, aber er trennte sich von mir.

Lange Rede, wenig Sinn. Ich hatte mir einen in der Nähe gesucht. Er machte einen vertrauenerweckenden Eindruck. Dieses Vertrauen wurde bis in die Grundfesten erschüttert, als er die erste Rechnung stellte.

Im Zahnlabor wurden zwei Miniersatzteile getauscht – in 5 Minuten erledigt. Der Preis: 28,46 €, der gleiche, wie auch vor drei Jahren auf einer anderen Rechnung. Teuer genug für diese geringe Arbeitszeit und kaum Materialeinsatz.

Mein Zahnarzt hat aus einer Mücke einen riesigen Elefanten gemacht, denn ich sollte laut Rechnung 102,54 € bezahlen. Er hat sich selbst gleich zwei Honorare im Wert von ca. 54,00 € zukommen lassen, obwohl er selbst dafür nicht einen Finger krumm gemacht hat. Das finde ich eine mittelschwere Sauerei. Ich werde das Problem bei der Zahnärztekammer ansprechen.

Zusätzlich habe ich mit meiner Krankenkasse gemailt und telefoniert. Alle wollten die genaue Zahntechniklaborrechnung haben. Ich versuchte es, doch ich bekam zur Antwort: „Kassenpatienten bekommen die Rechnungen nicht ausgehändigt!“ – (die sind nur blödes Zahlvieh, dass die Rechnungen begleichen muss.“ Da dieses Gespräch schon gestern stattfand, hat der Zahnarzt jetzt Zeit, die Rechnung notfalls zu manipulieren.

Ich denke allerdings, dass dann unsere „Zusammenarbeit“ beendet sein wird. Was er bisher geliefert hat, ist nicht gut. Ich habe seit dem Provisorium Kiefergelenkschmerzen – und die brauche ich nicht.

Es sieht sehr nach absichtlichem Betrug aus, denn ich musste das Formular, mit dem er einen Festkostenreparaturzuschuss bei der Kasse beantragen wollte, schon blank im voraus unterschreiben.


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Das nenne ich Entgegenkommen

Über meinen mittelschwer maladen Gesundheitszustand klage ich ja ab und zu schon öfter mal hier im Blog. Ein MRT hat ergeben, dass es nicht das eigentliche knöcherne Hüftgelenk ist, was die Schmerzen hervorruft, sondern ein entzündeter Muskel, der am Hüftgelenkskopf angewachsen ist.

Ich habe den Arzt gewechselt und kann nur hoffen, dass ich irgendwann wieder auf einer Seite im Bett liegen kann, länger als 100 m schmerzfrei laufen und auch mehr als drei Stufen problemlos steigen kann.

Und deswegen fand ich das, was an meiner Haltestelle abgestellt wurde, sehr schön. Leider stand sie nur einen Tag.


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Ist das der Anfang vom Ende bei mir? …

… oder hat das Ende schon längst angefangen?

Ich hasse stockdunkle Zimmer, und seit ein paar Tagen weiß ich auch warum.

Ich bin zu Besuch – nicht zum ersten Mal dort und auch über Nacht nicht zum ersten Mal. Mein schlechter Orientierungssinn – ich müsste eigentlich von einem „fehlenden Orientierungssinn“ sprechen, müsste ja inzwischen hinlänglich bekannt sein. Deswegen hätte ich mir vor dem Einschlafen den Weg von meinem Bett zur Toilette stundenlang einprägen müssen.

Als wir zu später Stunde zu Bett gingen, versäumte ich es, die Gastgeber  darum zu bitten, meine Jalousie mindestens bis zur Hälfte hochzuziehen, um etwas Licht ins Zimmer lassen. Ich fand den Mechanismus nicht, um die Jalousie selbst hochzuziehen. – Mein Schlafplatz war mit keiner Lampe verbunden und meine Taschenlampe legte ich leider auch nicht neben das Kopfkissen.

Also ging ich schlafen – kennt ihr den Ausdruck „Es ist finster wie im Bärena….!“ und genau so war es. Im ungewohnten Bett dauerte das Einschlummern etwas länger – aber irgendwann muss ich so tief geschlafen haben, das ich gar nicht wieder wach werden wollte. Doch das getrunkene Radler wollte raus. Ich wurde wach und damit ging die Misere los. Ich reflektierte nicht, dass ich in einer fremden Umgebung bin, sondern „orientierte“ mich anhand meines Schlafzimmers zu Haus. Doch immer wieder stieß ich an einen Tisch, an einen Sessel, bekam Blumenvasen zu fassen – alles Sachen, die bei mir zu Haus nicht im Weg rumstehen.

Das einzig Schlimme an diesem Irrgang war die Tatsache, dass der Blasendruck immer schlimmer wurde. Ich setzte die Suche nach der rettenden Tür mit überkreuzten Beinen fort.

In der medizinischen Fachwelt heißt diese Desorientiertheit „Durchgangssyndrom“ und tritt meist bei älteren/alten Patienten auf, die für eine Operation narkotisiert wurden. Eine „Schlafnarkose“ würde erklären, warum ich nicht wusste, wo ich war.

Nun machen wir der Story ein Ende – ich fand die Tür, ich fand den Lichtschalter und ich fand in allerletzter Sekunde auch die Toilette. – Den Rest der Nacht verbrachte ich mit eingeschalteter Stehlampe.

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Aber alles andere war ganz wunderbar, nicht nur das exquisite Kuchenbüfett und das leckere Abendbrot. Nein, die Kontakte waren das Schöne – mehr zur zweiten und dritten Generation. Die erste Generation sehe ich ja ab und zu, aber die Kinder der Gold-Eltern äußerst selten. Und dieses Mal waren sie alle da. Neu waren in manchen Fällen die Ehepartner – es entstanden spontane, herzliche Sympathien. Es war ein rundum gelungenes Fest.


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Neue Fenster fürs Gesicht

Ich bin in meinen Doppelkopfkreisen unterwegs. Eine Freundin sieht so anders aus und ich meine zu ihr: „Du hast eine neue Brille!“ Da diese sehr viel größer ist als die vorhergehende, war diese Erkenntnis ziemlich leicht. – Sie bejaht und meint, dass ihr immer und ständig schwindlig war und sie deswegen die Gleitsichtbrille gegen eine Einstärkenbrille für die Ferne und eine zum Lesen eingetauscht hat. Dass ich gleich und sofort stutzig wurde, weil das bei mir seit ca. 1,5 Jahren genau so ist, ist ja klar.

Wir unterhalten uns noch einige Zeit und sie meint, dass der Erfolg nach ca. zwei Monaten eingetreten ist.

Ich ermittle die Kosten für zwei Brillen = 100,00 € und halte sie für diesen Versuch als akzeptabel.

Ich gehe zum Optiker und suche mir zwei Gestelle raus. Alles, was in lila vorhanden war, gefiel mir nicht – also schwenkte ich auf zwei andere Farben um.

Der Optiker schaute mir ins Gesicht und fragte, ob ich die Schwierigkeiten mit DER Brille habe, die ich gerade auf meiner Nase habe. Natürlich bejahte ich das und er meinte: „Mit dieser Brille müssen Sie Schwierigkeiten haben. Sie sitzt nicht richtig und außerdem ist sie etwas zu schmal. Es können zwar alle Sehbereiche eingearbeitet werden, aber zu dicht beieinander. Deswegen sind zu viele Kopfbewegungen nötig, die ich aber gar nicht gemerkt habe.

Jetzt habe ich – dem gegenwärtigen Trend folgend – riesengroße Wagenräder vor den Augen, die sich nur eine Sehstärke teilen. Ich habe Glück, kurze Zeit kann ich auch ohne Brille lesen, so dass ich nicht immer hektisch die Brillen wechseln muss – nur für ausgedehnte Leseaktionen wird die „graue Eminenz“ auf die Nase gesetzt.

Ich holte die Brillen vom Optiker und gab ihnen erst einmal die Gelegenheit, sich an die Wohnung zu gewöhnen – schließlich sollten sie hier alles scharf erkennen. Erst versuchte ich es mit einer, kurze Zeit später kam die zweite dazu. Und was die beiden auf dem dritten Foto für ein Spielchen spielen, kann ich euch nicht sagen.

Und jetzt zeige ich euch Fotos, wo ich die eine oder die andere Brille auf der Nase habe. – Könnt ihr vermuten, welches die „Straßenbrille“ ist und welches die Lesebrille? Ich glaube, es ist schwer zu erkennen, wann ich die rötliche trage und wann die grau-grüne.

Jetzt habe ich die Fernbrille 3 Tage lang getragen – ich glaube, es wird keine intensive Liebesbeziehung zwischen uns entstehen. Die reine Lesebrille ist gut, wenn ich im Bett lesen möchte. Aber bei der reinen Fernbrille fehlt mir alle Nase lang der Kurzbereich. Ich kann kaum auf meiner Uhr die Zeit erkennen, ich kann die Telefontasten nicht lesen und mit Handyschrift geht gar nichts. Und da sie so groß ist, kann ich sie auch nicht problemlos hochschieben. Und schnell mal abmachen und wieder aufsetzen geht durch die Hörgeräte auch nicht problemlos.

Ich denke, ich werde sie wieder zurückbringen – vielleicht bekomme ich das Geld gutgeschrieben. In Kürze sollte die Graue-Star-Operation auch am linken Auge gemacht werden – dann brauche ich eh eine neue Brille.

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Besuch bei der Augenärztin hat ergeben, dass die Op noch längere Zeit warten kann, da kaum etwas zu merken ist. Ich habe mich also entschlossen, die eine von ihnen zu verwenden und dort qualitativ hochwertige Gleitsichtgläser einarbeiten zu lassen.


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Allein beim Zusehen wird mir flau in der Magengrube

Ich überlege, was die Leser jetzt denken könnten, was ich damit meine.

Viele in meiner Umgebung bedauern mich und all die anderen, die davon betroffen sind – ich habe den Spieß umgedreht und eine Erfahrung daraus gemacht, die ich sicher so schnell nicht wieder machen werde.

Der dritte April fing für mich folgendermaßen an. 9.00 Uhr, Telefonklingeln, mein Nachbar an der Strippe: „Clara, zieh dir was an, die Bauarbeiter sind bald vor deinem Schlafzimmerfenster!!!“ Vollkommen verschlafen tapste ich auf den Balkon und stellte fest, dass ich noch mindestens 4 Etagen Zeit habe. Da ich aber nun schon mal wach war, stürzte ich mich in die Fotosession.

Ja genau, ich meine die Fassadensanierung. Bevor die Arbeiten anfangen können, muss das Gerüst gebaut werden. Und darauf beziehe ich die Überschrift. Das ist ein Beruf, den ich nie und nimmer ausüben könnte, nicht nur wegen der Armkraft und der vielen, vielen Stufen, die sie täglich steigen müssen – nein hauptsächlich wegen der Schwindelfreiheit. Ich dachte, ich hätte meine Höhenkrankheit überwunden, aber wenn ich hier die Männer beim Aufbauen erlebe, wie sie auf schwankenden Brettern OHNE Sicherheitsplanken oder Rohre stehen und arbeiten, da kribbelt es doch gewaltig in der Magengrube. Vor einer Minute (am 3.4. früh geschrieben) rief ich einem der Gerüstbauer zu „Wenn ich ihnen zusehe, dann wird mir schlecht!“ – und deswegen habe ich das Fenster schnell wieder geschlossen. – Da waren sie noch zwei Etagen unter mir – doch dieser Zustand war am Nachmittag beendet – da war auch meine, die oberste Etage, eingerüstet.

Das ist der Giebel vom Nachbarhaus, der nur aus diesen asbestverseuchten Platten besteht.

Mit einem grünen Kleckerlätzchen davor sieht es doch noch viel „schöner“ aus. Der Container schluckt den Abfall. Das hier ist unser Nachbarhaus.

Hoffentlich hält sich jeder Nichtsnutz daran, wenn er diesem Schild begegnet. Denn sonst könnte ich plötzlich des nachts unwillkommenen Besuch bekommen.

Unsere schönen Rasenflächen werden leiden – da haben danach unsere wunderbaren Hausmeister wieder viel Gärtnerarbeit zu leisten.

Als ich diese Arbeiter so ohne Absperrung auf den Brettern stehen sah, fiel mir ein, wie sich bei mir ausgewirkt hat, dass ich höhenkrank und nicht schwindelfrei war.

So sieht es aus, wenn das Material für das Gerüst per Menschenkette weitergegeben wird. Das geht sehr viel schneller als mit dem Aufzug, der in den oberen Etagen eingesetzt wird. Man braucht nicht so viele Arbeitskräfte dafür.

Die „Burschen“ werden von jemandem ganz schön angetrieben, vielleicht ist es der Chef oder  der Eigentümer der Firma. An diesem Fototag fingen sie um 7.00 Uhr an  und 18.30 turnte noch immer einer vor meinem Fenster und konnte mir auf den Computerbildschirm sehen. Ob es die gleichen waren, die früh angefangen haben, weiß ich allerdings nicht. – Diese Treppenläufe sind bestimmt sehr schwer – so sahen die Männer jedenfalls aus.

Um diese Platten geht es, die müssen ab. – Wenn ich die Gerüstbauer so schindern sehe, haben sie einen ganz schön harten Job. Von denen muss keiner ins Fitnessstudio.

Während die einen noch Gerüst aufbauen, fangen schon die anderen in ihren Ganzkörperkondomen an, die Platten abzureißen. Irgendwie braucht man als Mieter da ganz schön Vertrauen, dass die alles richtig machen.

Und so sieht es aus, wenn sie bei mir oben angekommen sind – aber noch nicht ganz, es geht noch höher. Und das konnte ich dann hautnah erleben.

Der Gerüstmensch hatte gerade so die oberste Etage des Gerüsts fertig, da fingen schon die ersten drei Kondommenschen an, die Platten abzureißen. MannMannMann, das ist richtig laut. Aber wenn dann alles fertig ist, sieht es bestimmt schnuckelig aus.

So, und nun stellt euch vor, ihr geht ins Wohnzimmer, es ist schon ziemlich dunkel und Tagesschauzeit. Und plötzlich läuft ein Kopf an eurem Balkon lang —- gewöhnungsbedürftig.Doch als er dann noch das Gerüst in der Hauswand verankerte – dafür einen ca. 30 cm langen Bohrer in der Wand versenkte, da sind mir bald die Ohren abgefallen.

Vielleicht muss ich heute Nacht wirklich die Jalousien im Schlafzimmer nutzen.

 

 


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Ich hätte gern ein Viertel Pfund Glück!

Aber gern, das macht 87,35 €!

Diese Freude MUSS ich jetzt einfach mit euch teilen. Gleich am Montag war ich bei meinem (schnuckligen) Hörgeräteakustiker. Ich zeigte ihm alle Unterlagen von der Charité, die nicht unbedingt alle nach dem höchsten Stand dieser Forschungsstätte gefertigt waren. Aber egal. Er machte seine Untersuchungen und unterbreitete mir den Vorschlag, für das rechte Problemohr einen stärkeren Hörer einzubauen, einen sogenannten Powerhörer. Der passt zwar nicht ganz in das „Gehäuse“, aber das war mir erst einmal egal.

Er stellte alles ein und ich hatte von da an in JEDER Situation das Gefühl, besser zu verstehen. Ich ging zu meinen Nachbarn, bei denen die Frau immer so leise spricht – und ich verstand sie. Bei der Härteprüfung „mit laufendem Fernseher“ verstand ich FAST alles. Es war zwar anstrengend, aber es klappte halbwegs.

Und dann kam mein Fernsehempfang über Bloototh direkt in die Geräte hinein. WOOOOOOOOOOOOW, ich habe sogar allein mit dem rechten Ohr verstanden, was ich vorher nieeeeeeeee konnte. Und mit beiden zusammen musste ich um drei Stufen leiser stellen.

Das war für mich ein Tag wie Weihnachten und Ostern an einem Datum! Insofern war es gut, dass die Charité den Anstoß gegeben hat. Ich hatte das Gefühl, der Himmel hängt voller Sterne.

 


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Gut oder nicht gut? Ich weiß es nicht.

Vor drei Tagen verbrachte ich den ganzen Vormittag in der Charité – und zwar im Zentrum für Cochlearimplantate. Mein HNO-Arzt hatte mich dahin überwiesen.

Für die, die es nicht wissen: Ein Cochlearimplantat wird ins Innenohr eingepflanzt. Zusätzlich wird ein Empfängerteil am Hinterkopf in die Nähe des Ohres eingesetzt und von außen sitzt ein Teil drauf, das magnetisch gehalten wird. Das dazugehörige Hörgerät ist wirklich mega-, megagroß.

Bis vor kurzer Zeit waren hier Fotos von Cochlearimplantaten abgebildet. Doch sicherheitshalber habe ich die Galerie entfernt. Wer sich bildlich informieren möchte, kann hier schauen:

https://www.google.de/search?hl=de&site=imghp&tbm=isch&source=hp&biw=1536&bih=690&q=cochlea+implantat+bilder&oq=co&gs_l=img.1.0.3

Glaubt mir, nicht die Eitelkeit war ausschlaggebend, dass ich diese Operation mit den anschließenden Folgen nicht wollte. Ich war glücklich, als der verantwortliche Arzt zu mir sagte: „Frau Himmelhoch, für diese Maßnahme hören Sie noch viel zu gut. Der Akustiker kann garantiert an Ihrem Problemohr was an der Einstellung des Hörgerätes verändern. Mit dem Implantat würden Sie keineswegs besser hören als jetzt. – Wenn es deutlich schlimmer wird, kann man diese Operation immer noch machen – vorige Woche haben wir gerade eine 85jährige Patientin operiert, die auch noch am Leben teilnehmen möchte.

Schau’n wir doch mal, wie es weitergeht.

Schon am gleichen Abend „ging es weiter“. Manchmal glaube ich auch schon, dass es keine Zufälle gibt. Bei meiner einzigen Serie, die ich schaue, wurde das Thema Cochlearimplantat behandelt. Eine junge Frau war mit 11 Jahren taub geworden, sprach aber sehr gut. Sie löste das Problem der Verständigung so, dass sie ihr Smartphonemikrophon dem Sprechenden entgegen hielt Die Sprache wurde in Schrift umgewandelt und eine Verständigung war möglich.

Sie war für eine Operation vorgesehen und das Implantat war auch schon da. Nach einigen Querelen mit ihrem gehörlosen Freund und anderen aus diesen Kreisen ließ sie sich das Implantat einsetzen.Es war täuschend echt zu den hier oben gezeigten Modellen – und die sind jetzt auch nicht kleiner.

Nach über 10 Jahren absoluter Stille erschrak sie wahnsinnig über die Lautstärke, als sich Leute in ihrer Nähe laut stritten, doch am Ende war sie glücklich, wieder am hörenden Leben teilnehmen zu können. –
UND SO IST ES EBEN NOCH NICHT BEI MIR –  GOTT SEI DANK!