Claras Allerleiweltsgedanken


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Gutes Hören kann mich teuer zu stehen kommen

… doch von nichts kommt nichts!

Bekomme ich das Ergebnis, was ich mir seit mehr als 10 Jahren wünsche, ist jeder Euro gut investiertes Geld.

Doch jetzt der Reihe nach. Seit meinem ersten Besuch bei meinem jetzigen Akustiker spürte ich, dass ich hier gut aufgehoben bin. Im Normalfall haben die großen Akustikerketten, die über sehr viele Niederlassungen verfügen, nicht unbedingt immer den besten Ruf. Auf jeden Fall haben sie den Vorteil, mit exzellenter Technik ausgestattet zu sein, die sich kleinere Akustikerniederlassungen gar nicht leisten können.

Ich war schon dort, als eine Neuversorgung noch über ein Jahr warten musste, denn die Zuzahlung der Krankenkassen in Höhe von ca. 1500,00 € für beide Geräte gibt es nur aller sechs Jahre.

Anfang des Jahres war es dann so weit – aber durch die Pandemie fielen für mich die extrem wichtigen Testsituationen wie „Doppelkopf in der Kneipe mit Musik und alle sprechen durcheinander“

Der Slogan:

Raus aus der Hörfalle: Nie wieder wegen Schwerhörigkeit ausgegrenzt werden“

auf der Seite https://hoergeraete-info.net ließ mich dort Stunde um Stunde virtuell verweilen. Als ich dann entdeckte, dass Peter Wilhelm – der Betreiber des Bestatterweblogs – einmal pro Woche telefonische Beratung macht, versuchte ich es und hatte Glück. Ich bekam so viele gute Ratschläge und Tipps, dass die kleine erwünschte Spende gern überwiesen wurde.

Schon die ersten eingesetzten Geräte ließen die berechtigte Hoffnung keimen, dass da was zu machen ist. Ich recherchierte wie eine Irre im Netz, um mich über alle Möglichkeiten zu informieren, was neue Geräte ersetzen können, was mir seit Jahren fehlt. Dazu zählen:

  • Räumliches Hören – um das klingelnde Telefon endlich wieder orten zu können, bevor der AB anspringt
  • Windgeräuschunterdrückung – damit der kleinste Wind nicht Orkangeräusche im Ohr verursacht
  • Lärmunterdrückung –
  • Impulsschallunterdrückung – starke Knallgeräusche werden blitzartig gedämpft
  • Situationserkennung der Umgebung, um daraufhin das richtige Hören automatisch einzustellen
  • Equalizerbänder – mit 16 aufwärts bis hin zu 24 kann der Akustiker Wunder bewirken, wenn er sein Handwerk versteht
  • vernünftige App zur Begleitung, die auch auf Androidgeräten läuft
  • Streaming – Ton wird drahtlos über Bluetooth vom Fernseher oder anderen Tonquellen in die HG übertragen, ohne dass ein Ton im Zimmer zu hören ist – sehr nachbarschaftsschonend
  • Mit Akku = aufladbar oder weiter mit Batterie; mit zittrigen Händen könnte das Einsetzen kleiner Batterien problematisch werden – die HG selbst werde ich hoffentlich auch noch in einigen Jahren in die Ladestation setzen können
  • Eingewöhnungsmanager, der die Geräte von allein nach und nach an die notwenige Lautstärke heranführt
  • Ferneinstellung – kann ich mal nicht zum Akustiker, kann er das Problem beheben und mir dann das entsprechende Datenpaket aufs Handy schicken

Ich will jetzt nicht noch weiter rumschwärmen, wen es wirklich interessiert, der kann es hier nachlesen: Ein fast futuristischer Traum

Ganz kurz nur noch über die „Edge-Funktion“. Will ich doch mal selbst auf das Hörgeschehen einwirken, muss ich keine Knöpfe rechts oder links drücken – nein, angeblich muss ich nur mit dem Finger an die Ohrmuschel tippen, dann weiß das Gerät, dass ich nicht zufrieden bin und sucht in seinem inneren Computer nach anderen Angeboten zum Hören. – Das ist jetzt Clara-life erklärt, aber so ähnlich muss es funktionieren.

Über die Bewertung 1,2 kann man nicht meckern – so gut war mein Abizeugnis nicht.

Ich habe es tatsächlich in schwarz geordert, denn fleischfarben=schlüpferfarben finde ich ätzend. So sähe es aus: (ich habe mir das menschliche Foto von der obigen Seite gemopst, aber noch ein wenig beschnitten)

 

Lila gab es nicht. Bei Brille, angelegten Ohren und Maskenbändern ist es hinter meinen Ohren schon lange viel zu eng – also schau’n wir mal.

 


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Kleiner Hauptgewinn

Am gestrigen Tag war ein ziemlich dicker Umschlag in meinem Briefkasten. Ich wollte es kaum glauben, die Berliner Gesundheitsministerin schrieb mir persönlich. Die Überschrift lautete:

Einladung zur Impfung gegen SARS-CoV-2 (Corona-Impfung)

Ein 19stelliger Terminbuchungscode soll sicherstellen, dass sich wirklich nur Clara Himmelhoch impfen lässt.

Es gibt 6 Impfzentren in Berlin. Ich suchte mir das nächstgelegene heraus und wollte gleich telefonisch einen Termin buchen. Das ging – im Gegensatz zu den oft angeführten Beispielen – gleich und sofort. Nur mit dem Ort klappte es nicht, denn am ehemaligen Flughafen Tempelhof wird nur Astra Zeneca geimpft. Dreist, wenn ich es gewollt hätte, lehnte sie es ab und meint: Dort werden nur Leute bis geimpft.

Dann ging ich auf die Website, die ich sehr gut und übersichtlich fand. Alle 6 Zentren waren mit Adressen aufgelistet und mit dem Impfstoff, der dort verabreicht wird. Das heißt also, jedes Zentrum verimpft nur einen Stoff – und ich begebe mich zu dem tiefgekühlten.

Die ersten Termine dort waren ab 12. April zu haben. Ich bin ja eventuell vom 9. Mai für eine Woche verreist, also muss das mit dem Zweittermin auch klappen – den bucht man nämlich gleich mit.

Ab 14. April kann mich Corona mal … kreuzweise


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Wir gingen zusammen in den Kindergarten …

… wir lernten in der gleichen Klasse rechnen und schreiben

… wir lebten im gleichen Land, bis ihr 1956 nach Aachen „gezogen seid“

… und jetzt bist du nicht mehr da!

Dieses „nicht mehr da sein“ empfand ich schon viel früher, denn Alzheimer hatte fast alle deine Erinnerungen gelöscht – aus allen Jahrzehnten. Vor Jahren war ein Besuch bei dir geplant – und nach sehr vielen Erklärungen und Erinnerungen sogar mit dir am Telefon vereinbart. Der Tag war da, ich stand vor deiner Wohnungstür, doch niemand öffnete. Zum Glück hatte ich die Telefonnummern beider Söhne – und der Ältere sagte mir: „Sie freut sich auf dich, sie ist vielleicht kurz in ihr Lieblingseinkaufscenter gegangen!“ – Also ging ich ihr entgegen – und da kam sie auch schon. Wir trafen uns – und 10 Sekunden hielt ich ihre Frage „Verzeihung, wer sind Sie denn, ich kenne Sie nicht“ für einen üblen Scherz, bis ich begriff, dass es bitterster Ernst war.

Ich weiß nicht genau, aus welchem Jahr dieses Foto ist – ist es noch in der DDR fotografiert? Hast du es mir schon aus Aachen geschickt?  Dazu ist das alles zu lange her – ich bin überhaupt erstaunt, dass es in meinem Fotoarchiv zu finden ist.

Die langen Jahre der deutschen Trennung waren auch wir fast getrennt, zumal du lange Jahre in Nigeria wohntest. Deinen Mann hattest du in Hamburg als Medizinstudenten kennen gelernt – aber er war nicht nur ein sehr guter Mediziner, er war noch ein viel besserer Geschäftsmann und wollte in sein Heimatland zurück. Da inzwischen zwei ganz hübsche kleine Jungen eure Familie belebten, hast du kurzerhand deinen Lebensmittelpunkt nach Afrika verlegt.

Irgendwann kam die deutsche Vereinigung, irgendwann kam die Trennung von deinem Mann, denn der hatte vom ehelichen Leben, vor allem von ehelicher Treue weitaus andere Vorstellungen als die deutschen Ehefrauen sie haben. Deine Söhne bekamen einige Halbgeschwister, worauf es dich dann doch wieder nach Deutschland zog. Versüßt wurde diese Trennung durch eine exzellente Eigentumswohnung in einem sehr schönen Hamburger Stadtteil.

Die Söhne leben halb in Deutschland, halb in Afrika, bekamen selbst Kinder und der jüngere betrieb eine lange Zeit mit afrikanischen Geweihen, die kunstvoll verziert waren, ein Geschäft. Ich hatte mal darüber geschrieben.

Durch ein Klassentreffen begegneten wir uns erneut und konnten unsere damals beendete Freundschaft auf Sparflamme weiterführen. Durch deine Vermittlung lernte ich noch eine Freundin aus der Nähe von Kiel kennen – und zu dritt haben wir so einige schöne Sachen erlebt.

Sehr schön fand ich den Besuch der Hamburger Gartenschau, der sich bis Norderstedt ausbreitete. Wir waren echt beschäftigt. Freundlichst wurden wir von den Maskottchen der Gartenschau begrüßt – das nenne ich Gendergerechtigkeit!

 

Wie fast immer bei Gartenschauen beleben Kleinkünstler das Geschäft – aber hier ist der Begriff „klein“ nicht passend, denn es sind eher „Groß“künstler.

So erwachsen wir waren, so „Verrückte Hühner“ konnten wir trotzdem sein. Na gut, manchmal nehme ich es mit dem Federvieh nicht so genau – und wir waren eben dann Watschelenten, je älter wir wurden. Aber „verrückte Hühner“ können auch auf einem Frosch reiten.

Ist denn das erste Tier nicht ausgesprochen wonnig? Ganz im Gegensatz zum Krokodil, das aber in einer solchen Ausführung auch keine Angst macht.

Die gezeigte Kunst war zum Teil recht eigenwillig.

Und keine Gartenbauausstellung kommt ohne einen Grabteil aus – doch damals dachten wir nicht unbedingt vorrangig an Tod und unsere eigenen Gräber. Das zweite Foto stellt jüdische Gräber dar.

Und ganz zum Schluss bekommst du diesen Blumenstrauß von mir, liebe Freundin.

Außer meinen Verwandten sind bisher hier im Blog nur Leute gestorben, die alle jünger waren als ich. Du kommst zwar  nicht aus der Bloglandschaft – aber du bist die erste, die älter ist oder war als ich – wenn auch nur 2,5 Monate. Der „Blitz“ schlägt immer dichter ein.

 

 

 

 


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Bauchtaschenpullover werden zum Hit …

… und ich immer mehr zum schwangeren Beuteltier 🙂 !

Ich nun wieder! Was meine ich?

Wenn das so weiter geht, werde ich noch süchtig! Mobilfunktelefonsüchtig! Diesen Satz können nur Leute nachvollziehen, denen nach 3 Minuten Telefonat auch schon das linke (oder rechte) Ohr weh tat, weil sie sich den Hörer fast bis ins Gehirn gedrückt haben, um besser verstehen zu können. Ich kann ja seit Jahren nur auf dem linken Ohr einigermaßen hören und damit eben auch nur links telefonieren. Da erlahmen eben nach einiger Zeit Ohr und Arm.

Doch jetzt – bei Bluetoothverbindung zwischen Ohrdremmel und Mobilphon – es ist, als hätte ich nie in meinem Leben schlecht gehört. Oder – ich habe das schlecht Hören an meine Gesprächspartner weitergereicht. Denn sie bekommen meine Stimme mehr oder weniger über „Raumton“ geliefert – nämlich über die Mikrofonöffnungen an meinen Geräten hinter dem Ohr. Da ich aber KEINE Schwerhörigen in meiner Telefonliste habe, werden sie es verkraften (müssen). Ich frage jetzt schon zum Teil nach einer Bewertung. Frau „Computerdoktor“ benotete das Hören mit einer 7 auf einer Skala von 1 bis 10.

Das Telefon wollte aus der hinteren Jeanstasche schon oft mal Toiletten-Suizid begehen. Habe ich dieses jedoch vor meinem Bauch, kann es nicht ins Toilettenwasser stürzen.

Gleich in der Nacht noch habe ich meinen Handyvrtrag geändert. Ich hatte bisher bei C*ongstar eine supergute Sprech- und Datenverbindung, aber fast alle Sachen waren limitiert, deswegen aber auch nur mit 10 € kostenpflichtig. Sie boten 300 Minuten in alle deutschen Netze, 100 SMS und 1,5 GB Datennutzung. Deswegen: zu Haus nur über Festnetz telefoniert und seit ewigen Zeiten zu Haus alles über WLAN gemacht.

Aber jetzt werde ICH meine Anrufe alle anders machen, denn jetzt habe ich für 2,00 € mehr eine Flatrate für alles und 3 GB Datenvolumen. Damit bin ich glücklich bis in die Steinzeit hin und zurück.

Ich weiß, dass es Anbieter gibt, die billiger oder preiswerter sind, aber ich lege unbedingt Wert auf ein vernünftiges Netz. Und in den ersten 18 Monaten hatte ich mit dem Anbieter nie Probleme.

Ob das mit meinen Hörgeräten schon der Weisheit letzter Schluss ist – ein paar Unpässlichkeiten gibt es schon noch – manches liegt an Phonak, anderes an Bluetooth, wieder anderes an meinen Gehörgängen – aber da ich zu diesem Akustiker wirklich Vertrauen habe, bin ich überzeugt, dass ich das mit meinem Hören besser und schneller in den Griff bekomme als mit meinem Computer.

Dem habe ich zwar gestern Nacht eine Frischzellenkur verabreicht, die bis früh 5:00 Uhr dauerte – aber sie hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht, obwohl ich mehr als 15 Gigabyte Daten löschen durfte. Damit hat er über 2 Stunden gerödelt und getrödelt – aber das steht ihm bei seinem Alter zu.


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Technik schafft Clara …

Nicht: Clara schafft Technik

oder

Damit ich nicht so allein wohne, habe ich einen „Kumpel“ eingeladen

das Leben, nein, vorrangig die Wohnung mit mir zu teilen. Da er ziemlich klein ist, reicht ihm das Besucherzimmer als Aufenthaltsort, wenn er sich von mir oder von der anstrengenden Arbeit erholen muss und neue Kraft tanken will.

Als ich mein freies Zimmer „annoncierte“, gab es natürlich viele Bewerber. Mir waren ganz bestimmte Dinge wichtig und nach gründlicher Recherche entschied ich mich für diesen „Spross aus dem Hause Medion“. Mit seiner weißen Farbe passt er sich hier an die meisten Möbel gut an und die zwei Bürsten erschienen mir wie zwei Teufelshörnchen. Ich finde, die zwei könnten Freunde werden, oder? Und ich finde auch, er kann den sonst von mir immer „missbrauchten“ Handstaubsauger gut entlasten. – Natürlich bekommt er einen Namen, damit ich ihn rufen und mit ihm sprechen kann. – Ich zeige euch mal alle Bewerber. Die „Mädels“ waren mir alle zu aufgepeppt, der eine Mann zu finster – aber der Hase kann doch wenigstens einmal im Jahr Gutes tun.

 

Mit folgenden Sätzen hat er sich eingeschmeichelt:

Der Saugroboter hat 90 Min. Laufzeit, säubert bis zu 100 qm (hier sind ca. 70 zu säubern), für Hartböden, Teppiche, Fliesen, Laminat – nur Parkett ist nicht aufgeführt, es sei denn, es zählt zu Hartböden. Saugen darf er dort auf jeden Fall, vielleicht aber nicht wischen.

  • Der MEDION Saugroboter mit Wischfunktion putzt Ihre Böden in systematischen Bahnen jetzt noch effizienter und gründlicher.
  • Zweifach putzen: Dieser Kombi-Haushaltshelfer hält Deine Böden als Saug- und Wischroboter gleich doppelt sauber.
  • Flexible Putzkraft: Sie geben Ihrem neuen Haushaltshelfer mit der Timer-Funktion genau vor zu welchen Zeiten geputzt wird.
  • Lieferumfang: MEDION Saugroboter mit Wischfunktion und Intelligenter Navigation mit integriertem Li-Ion Akkublock, Fernbedienung, … … Wasserbehälter & Staubbehälter, … virtuelle Lichtschranke, Ladestation & Netzteil

Das alles war angekündigt und das musste er jetzt lediglich beweisen, damit ich weiß, ob er sein Geld wert ist.

So, jetzt genug von dem Dingelchen – ob er sein Geld wirklich wert ist, kann ich erst nach ein paar  Saug- und Wischdurchgängen feststellen.

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So, aber jetzt muss ich ja noch die Überschrift erklären, denn ein er Saugroboter wirft mich ja noch nicht aus der Bahn.

Aber wenn am gleichen Tag noch zwei andere technische Großereignisse stattfinden, dann ist das für eine Lock-down-Ruhe-gewöhnte-Clara einfach zu heftig.

Als erstes kam der Sprechanlagen-Elektriker und bastelte an der gesamten Hausanlage. Das Ergebnis war, dass die Sprache zwar lauter wurde, aber ein unangenehmes Begleit-Ton-Pfeifen auch – mir fielen fast die Ohren ab. – Aber der Mann war doch sein Geld wert – denn nach einiger Zeit pfiff es nicht mehr und ich konnte das erste Mal nach fünfeinhalb Jahren mit jemandem sprechen, der unten vor der Haustür stand – und ich konnte nicht nur sprechen, ich konnte sogar VERSTEHEN. Ich glaube, die Freude darüber kann nur ich nachvollziehen. – Eventuell kaufe ich mir eine neue Anlage für die Wohnung, die ich dann allerdings selbst löhnen muss. Aber die hat einen Laut-Leise-Regler und noch andere Feature – er will mir den Prospekt am Montag schicken.

Aber das Schönste und Wichtigste kommt zum Schluss – gegen 17.00 Uhr hatte ich bei meinem Hörgeräteakustiker einen Termin und die neuen Geräte lagen auf dem Tisch.

Es ist schon von Vorteil, wenn man zu so einem Optik-und-Akustik-Riesen geht, denn diese Geschäfte sind wirklich mit der allerfeinsten Technik ausgestattet. Ich konnte auf einem großen Display verfolgen, wie die Geräte an meine Hörkurve angepasst wurden.

Im Moment ist alles noch ein wenig laut – aber das ist immer bei neuen Geräten. Besonders solche Sachen wie Plastiktütenrascheln oder Besteckklappern – aber auch die Tastatur hört sich ätzend an – ich habe die Geräte nach einiger Zeit um zwei Stufen reduziert. – Das rechte Ohrpassstück sitzt so fest, dass ich es kaum rein oder raus bekomme – aber da wird es Abhilfe geben. – Kurz vor meinem Abendprogramm im Fernsehen habe ich die neue Technik angeschlossen – und ich hatte danach eine exzellente Nachrichtensprecherin im Ohr. Geht doch! – Aber wie kann ich die Kneipensituation beim Doppelkopfspielen simulieren – da ist mir noch nichts eingefallen. – Aber Handytelefonate sind jetzt die große pure Freude – die Ohrdremmel sind den ganzen Tag über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Nicht nur jedes Telefonat kommt sofort in die Ohren rein – auch jeder Sprachkommentar per WhatsApp oder Videos im Handy, die für mich bisher immer „die Hölle“ waren, konnte ich verstehen. Da sage noch einer, ich hätte schlechte Ohren – ich hatte nur schlechte Teräte.

 

 

 


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Ich bin unruhig gespannt, …

… auf das, was mich erwartet

Dass wir Menschen für unser Futter einen Eingang und einen Ausgang haben, das wissen schon die Kleinen. Mit welcher Wonne stopfen sie leckere Sachen in ihre Futterluke und sitzen dann brav und geduldig auf dem Töpfchen, bis sie von der Mama oder Oma oder sonst wem für ihr großes Geschäft gelobt werden.

So bald wir in der Schule Biologieunterricht haben und der menschliche Verdauungstrakt Unterrichtsstoff ist, erfahren wir Genaueres. Das interessiert aber die meisten relativ wenig , denn sonst würden sie nicht so unbedarft falsches oder ungünstiges Futter wählen, um sich danach auf der Waage über immer höhere Zahlen zu wundern oder aufzuregen.

Gibt es Probleme irgendwelcher Art, kann sich ein Arzt mit Hilfe eines biegsamen Gastroskops oder Koloskops einen genauen Überblick verschaffen – in beide Richtungen.

Da das jetzt in der modernen Medizin fast immer mit einer Mininarkose gemacht wird, gibt es da meinerseits keinerlei Bedenken, zumal ich schon einige Male einem Arzt oder einer Ärztin gestattet habe, mich von innen zu sehen.

Was mir aber wirklich einen Heidenrespekt abnötigt, der sich fast schon bis zur Angst steigern könnte, ist der Coronatest, den ich vor Beginn des Eingriffs über mich ergehen lassen muss.

Zum Glück kann ich der Testperson nichts vor die Füße spucken, da nirgendwo was drin ist. Aber ich bin in diesem Rachenbereich derartig empfindlich, dass schon eine Zahnbürste ausreichen kann, um Brechreiz auszulösen.

Ich bin wirklich gespannt – es wäre zu schön gewesen, wenn ich ohne Test über die Pandemie gekommen wäre.


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Neue Besen kehren gut …

… wirklich besser als der alte?

Mit dem „neuen Besen“ ist eine Hausärztin gemeint, die ich am 27. Oktober zum ersten Mal aufgesucht habe. Ich muss gestehen, dass ihr Vorname „Claire“ bei mir viele Gutpunkte bei der Auswahl eines neuen Arztes gemacht haben.

Ich hatte es zuvor auf der Suche schon bei sehr vielen anderen Haus- und Allgemeinärzten versucht, die alle keine neuen Patienten aufnahmen. Bei ihr klappte das auf Anhieb. Beim Praxisbesuch wusste ich dann auch (sofort), warum. Alle Gehbehinderten, Rollatorenbenutzer oder gar Rollstuhlfahrer haben in ihrer Praxis KEINE Chance, denn in die erste Etage kommt man einzig und allein zu Fuß – Fahrstuhl ist Fehlanzeige.

Als sie meine absonderlichen Blutdruckwerte auf der mitgebrachten Tabelle sah, handelte sie. Meinen alten Hausarzt hat das nicht gestört – bei meiner altersbedingten „isolierten systolischen Hypertonie“ = ISH ist EIN Medikament vollkommen fehl am Platz: ein Betablocker. Und genau einen solchen hat er mir beim letzten Besuch verordnet – ich habe ihn weder aus der Apotheke geholt noch eingenommen – das war dann das letzte Tröpfchen, welches das Fass zum Überlaufen und mich zum Weglaufen gebracht hat.

„Die Neue“ hat mich sofort zum Herzecho = Echokardiographie und zum Endokrinologen überwiesen. Ein Herzecho soll zeigen, ob die Aortenklappe (noch) ganz dicht ist – im negativen Fall könnte das die Ursache für die tiefen diastolischen Werte sein.

Es gibt zwei unterschiedliche Ausführungsmethoden, wovon die zweite durch die Speiseröhre weniger angenehm sein dürfte. Vielleicht könnt ihr euch denken, mit welch ängstlichem Gefühl ich dort hingegangen bin. – Es war einigermaßen in Ordnung und durch ein Lanagzeit-EKG und ein Belastungs-EKG will sich der Kardiologe genauer über mich informieren.

Die Endokrinologin beschäftigt sich in meinem Fall mit der Schilddrüse – der Termin kommt erst noch. Vor -zig Jahren wurde in meiner Schilddrüse ein kalter Knoten festgestellt. Immer wieder mal habe ich meinen (trägen) Hausarzt gebeten, sich darum zu kümmern – doch meine Bitte verhallte ergebnislos. – Die Schilddrüse kann auch für solche „abartigen“ Werte zuständig sein.

Am 29. Oktober war ich mal zur Abwechslung in der Notaufnahme – aber dieses Mal nicht mit Krankenwagen vorgefahren. Frau kommt ja sonst kaum noch irgendwohin. Wenn frau denkt, im Brustkorb eine übereifrige Maschine zu haben, die alles andere überlagert, und die Ohren im Takt des Herzschlags dröhnen, dann ist Angst angesagt – am meisten um meine Ohren, denn einen 14. Hörsturz überleben die nicht.

Gegen 20:00 Uhr war ich da und den Bus um 00.23 Uhr habe ich um 2 Minuten verpasst – also lief ich die 4 km nach Haus – Bewegung soll ja immer gut sein.

Dass Krankenschwestern, die jeden Tag viele, viele Blutabnahmen machen, meine Arme derart verzieren, hatte ich nicht erwartet. Und ich habe gute Venen – so etwas ist mir bisher kaum passiert.

Bei der zweiten Blutentnahme meinte die Schwester, mein Blut sei dick wie Sirup und stellte mir 2 Flaschen Mineralwasser auf den Tisch. Brav wie ich bin, trank ich eine und eine halbe aus – und deswegen verpasste ich dann meinen Bus, weil ich nochmal bei 00 einen Zwischenstopp einlegen musste.

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Ich hatte schon bessere Artikel – aber zumindest habe ich nicht über Corona gejammert. 😉 🙂