Claras Allerleiweltsgedanken


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Vor paar Tagen hätte ich beinahe …

… einen Busfahrer geknutscht

Mein Zeh macht ja nach wie vor Probleme, sogar mehr als vor Tagen. Die Ursache hat am 4. Januar stattgefunden, die Folgen spüre ich noch heute.

Deswegen kann ich nicht schnell gehen, laufe immer noch an einem Fuß mit „Pantoffel“. Ich sehe den Bus kommen, aber die Haltestelle noch 100 m weit entfernt. So schnell wie möglich „hinke“ ich Richtung Haltestelle. Doch da niemand ein- oder aussteigen will, fährt der Bus durch und somit keine Chance für mich.

Doch was ist das??? Direkt neben mir stoppt er, öffnet die Tür und ich kann einsteigen.

So etwas Freundliches kann man hier nur von ausländischen Fahrern erleben, die Berliner können sich wahrscheinlich nicht zu so einem Akt der Nächstenliebe hinreißen lassen.

Anders war das noch im letzten Jahrhundert, als ich mein eigenes Busunternehmen hatte.

 

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Neues Spiel entdeckt …

kann auch gut als Wettkampfsport gegen die Stoppuhr gespielt werden 🙂

Spielmaterial: eine kleine weiß/beige Tablette

Spielort: Dieser Fußboden

Spielverlauf: Ihr lasst eine weiße Tablette versehentlich fallen. Da ihr sie aber UNBEDINGT braucht, sucht ihr jetzt gegen die Stoppuhr. Wer die geringste Zeit braucht, hat gewonnen.

Ratschlag: Nur in etwa einer Altersklasse spielen, weil gute junge Augen echt ein Vorteil sind.

Ich habe mehr als eine Minute gebraucht.

LEBST DU SCHON ODER SUCHST DU NOCH?

Falls man „Glück“ hat und vorher vergisst, was man eigentlich sucht, kann man schneller wieder auf die Beine kommen. Das Bild habe ich per WhatsApp geschickt bekommen, also aus dem Netz gefischt.

Ich wurde von einem klugen und wohlwollenden Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass das wieder Abmahnungspotential hat, ein Foto ohne genauen Quellenverweis einzustellen. – Und da ich ja schon einschlägige negative Erfahrungen gemacht habe, ist es jetzt weg – weg von der Seite und weg aus der Mediathek bei WordPress. Wer es gesehen hat, kann schmunzeln – und für die anderen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

 

Und wenn ich dann keine Lust mehr habe, nach winzigen Tablettchen zu suchen, gehe ich in Gottes (schöne) Natur. Dort finde ich dann Sachen, die man leider wirklich nicht finden möchte. Ich möchte weder öffentlich auf einem sitzerhöhten Klo noch auf einem Reifenstapel Pipi machen. – Berlin verdreckt immer mehr – ich bin es aber nicht!!!!


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„Meditatives über das weniger Essen“

Wie schön wäre es, wenn die dicke alte „Omabüchse“ von der zarten, jungen „Enkeldose“ beim wenig essen unterstützt werden könnte. In der Wartezeit auf das nächste Essen könnte man ja Rummy Cub oder Phase 10 spielen.

Wenn alle drei weiblichen „Büchsen“ anwesend wären, könnte der Spielkreis auf anderes erweitert werden. Aber wie ihr seht, die mittlere Büchse ist (bisher noch) ungefüllt und damit auch unverklebt.

Die könnten glattweg den „Turmbau zu Babel Berlin“ nachspielen, so wenig, wie sie sich manchmal verstehen. Der „Turm der blauen Pferde“ kommt bei uns nicht zustande, wir bieten dagegen „Den Turm der grünen Dosen„.

Und wenn Schweinchen Oma Dick wieder leichter ist, kann sie aufs Trampolin gehen und sich dort wieder die Verletzungen holen, die sie hier schon einmal hatte und wortreich beschrieben hat.

(Und keiner sagt jetzt bitteschön, dass das gar kein Trampolin ist. Das ist eben ein Büchsentrampolin, das ist anders als ein Claratrampolin)

So viele Kekse wie in diesem Jahr habe ich noch nie gehabt, obwohl ich keine selbst gebacken, sondern nur selbst gekauft habe. Und da habe ich lässig locker auch noch was für die dritte Büchse gefunden – die habe ich für Katastrophenanfälle nicht zugeklebt.

Stattdessen bin ich Mallybeaus Vorschlag in einem Kommentar gefolgt und habe mal getestet, wie es wäre, wenn ich dieses schöne Klebeband direkt bei mir anwende. Mein geliebter Hund Lennie so nah bei mir – verlockend und doch wiederum nicht verlockend. – ich hoffe nur, dass er keine Flöhe hat. Sonst atme ich die alle ein.

Und gestern habe ich mir noch ein wenig Motivation gekauft. Irgend etwas muss mich doch unterstützen, wenn ich mit hängendem Magen meine Weniger-Essen-Kampagne durchstehen möchte.

Wenn das nicht motiviert, dann haben die „Welcome-Clara“ und die „Queen-Clara of lila land“ keine Ideen mehr. Dann bleibt nur noch ein Blick auf den ganz jungen Enkel.


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Ob mir Lenny beim Fasten hilft?

Dieser verfressene Hund hilft mir ganz bestimmt nicht beim Fasten!

Wie lange konnte ich stolz sein, dass ich die 66 kg gehalten habe? Nicht ewig lange, leider. Die Marzipankugelherstellung und die Bäckerei von Kokosmakronen hat da einen DICKEN Strich gemacht durch das Ergebnis, das auf der Waage zu sehen ist.

Da ich aber jetzt weiß, dass es klappt und auch nicht so unendlich lange dauert, nehme ich noch einmal Anlauf. Das nächste Weihnachten mit der nächsten Bäckerei ist ja zum Glück noch richtig weit weg.

Lenny soll mir deswegen helfen, da er auf der Büchse ist, die alle meine Süßigkeiten enthält. Mein Sohn hat für sein Geschäft und für seine Kunden und auch für seine Mama wunderschönes Klebeband mit Werbemotiv machen lassen. Und damit habe ich die grüne Dose so fest verklebt, dass ich da ohne Gewaltanwendung nicht rankomme.

Schau’n wir mal, wie lange es dauert und wie konsequent ich bin. – Doch es droht ja noch eine andere Missetat. In die Geschichte eingegangen ist der „Prager Fenstersturz“ – ich könnte mit dem „Berliner Fensterraub“ Furore machen. Ich drücke einfach das Plastikfenster ein und schon bin ich an den erwünschten Leckerlis, um in Lennys Sprache zu denken.

Ich hoffe, die Büchse bleibt unbeschädigt!

Als ich mich dann so richtig in der Wohnung umsah, habe ich noch andere Sachen gefunden, die ich in einem Hochsicherheitstrakt unterbringen musste. Jetzt stehen also zwei grüne Büchsen in meinem Schrank und warten auf das Ende der Fastenzeit Punkt

 


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Aus gegebenem Anlass …

… muss ich hier mal zwei Horrorbilder veröffentlichen

Keine Angst, es ist Vergangenheit, und zwar genau 11 Jahre ist es her. Mit einer Freundin, die ich im Krankenhaus im gleichen Zimmer kennengelernt habe, war ich gestern Abend „Nasengeburtstag“ feiern.

Ich hatte zuvor schon zwei erfolglose Nasenoperationen (1999 und 2000)  hinter mir. Der erste Arzt wollte sich profilieren und für eine Studie so viele Sachen wie möglich auf einmal operieren. Bei mir nahm er sich die schief stehende Nasenscheidewand vor und das Zäpfchen, damit ich meine Mit-Schläfer oder -Schläferinnen nicht durch zu lautes Schnarchen vom Schlafen abhalte. Leider verpatzte er beide Sachen gründlich. Ich verklagte ihn, konnte aber nur mit der fehlenden vorherigen Aufklärung punkten. Für das bei Gericht gewonnene Geld machte ich eine Amerikareise.

Die zweite OP hat ein anderer HNO-Arzt gemacht. Er verstärkte oder versteifte meine Nasenflügel, damit sie sich nicht beim Einatmen nach innen ziehen konnten und ich gar keine Luft mehr bekam.

Nach einiger Zeit bekam ich wieder so gut wie keine Luft mit geschlossenem Mund. Mein Arzt empfahl mir einen Professor im Klinikum Benjamin Franklin, den er für den einzig befähigten Operateur für diese verfahrene Kiste bezeichnete.

Der Kerl hatte nur einen Haken: Er hatte in JEDEM Auge drei Dollarzeichen stehen. Er wollte mir nur „Luft“ schenken, wenn er einen kleinen kosmetischen Schlenker schlagen durfte und ein Minihuckelchen auf meiner Nase entfernen durfte. Das hat er nicht etwa aus Edelmut getan, sondern aus reiner Raffgier – denn er wollte 4.000,00 € dafür haben – VIERTAUSEND, das muss man sich mal auf der Nase Zunge zergehen lassen. Gut feilschen konnte ich schon immer – wir trafen uns leider nicht bei der Hälfte, sondern bei 3000,00 €. Hätte die uneingeschränkte Luftholerei wenigstens einige Jahre angehalten, hätte ich das Geld bald veratmet verschmerzt.

Doch momentan war die OP erst einmal sehr gut, auch wenn ich aussehe wie mit angelegter Kriegsbemalung. Es tat kaum weh und mit der zur Nacht angelegten Sado-Maso-Maske konnte ich meine Spinnen in der Wohnung erschrecken.

 

Vor fast 5 Jahren habe ich schon einmal davon berichtet, sogar ausführlicher als hier. Wer Lust hat: https://chh150845.wordpress.com/2013/02/09/nasengeburtstag/

Das Essen war soooooooooo gut, dass mir beim Fotografieren meines „Nudelnestes“ vor Aufregung die Hände gezittert haben – oder ich kann einfach immer noch nicht vernünftig mit dem Handy fotografieren. Dafür kommen die schwarzen Morcheln klar und deutlich auf den Bildschirm.


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Susanna im Bade … *

… Quatsch, natürlich muss es „Clara im Bade“ heißen

Jetzt braucht ihr euch nicht auf heiße Fotos zu freuen, es geht um anderes.

Ich wollte meiner Gesundheit und meinem Bein was Gutes tun und deswegen Wassergymnastik machen, neumodisch auch mit Aquafitness benannt.

Das Ankogelbad ist

  • zu Fuß zu weit zum Laufen
  • mit Öffentlichen zu umständlich zu erreichen
  • mit Auto nicht möglich zu fahren

also holte ich seit langer Zeit mal wieder das Fahrrad hervor und es ging besser als ich dachte.

Da das Kinderbecken wärmeres Wasser und weniger Leute hatte, suchte ich mir dort eine Ecke. Natürlich blieb es nicht so leer und bald kam ein gutaussehender „Papa“ mit 4 Kindern. Ich vermutete, dass die beiden kleineren Jungen von ihm sind und die beiden türkischen Kinder von der Nachbarsfamilie mitgenommen waren.

Ihm und den Kindern zuzusehen und zu hören, war eine wahre Freude. Sobald sie am nassen Rand zu schnell rannten, zu laut quietschten oder sich mit ihren Schwimmärmeln ins zu tiefe Wasser begaben, genügte eine Handbewegung von ihm und die Kinder machten es. Immer wieder kam eines zu ihm, um sich liebevoll das Wasser aus den Augen wischen zu lassen.

Am Ende ging er selbst ins Wasser und warf die Kinder mit Lust und Laune hoch und sie platschten ins Wasser – immer und immer wieder wollten sie.

Ich war so neugierig geworden, welche denn nun seine Kinder sind. Und was stellte sich heraus?

Er ist Erzieher in einer KITA, der jüngste und mutigste war erst 3,5 Jahre und die Großen waren 5. Die Eltern dieser KITA können froh sein, so einen engagierten Erzieher zu haben, den die Kinder auch richtig mochten.

Mal sehen, ob er nächsten Dienstag auch wieder da ist.

*************

Zu dem kleinen Stern in der Überschrift – eine Leserin bei fb, übrigens eine Klassenfreundin von Klasse 1 bis 8, machte mich darauf aufmerksam, dass es nicht „Johanna im Bade“ heißt, sondern „Susanna im Bade“ heißen müsste und dem Pinsel von Tintoretto entstammt. Habe ich doch sofort geändert. – Als ich noch einmal bei Wiki recherchierte, habe ich festgestellt, dass sich auch noch andere Maler diesem biblischen Thema gewidmet haben, u.a. auch Rubens und Rembrandt. Da hat bei mir die kulturelle Bildung im Unterbewusstsein geschlummert 🙂

 


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Den ganzen Tag QVC sehen …

(so oder so ähnlich heißt ein Werbesender),

  • macht das Portemonnaie leerer
  • macht die Wohnung voller
  • macht den Kleiderschrank abwechslungsreicher
  • macht die Straßen verstopfter (weil so viele LKWs fahren müssen)
  • macht die Hersteller reicher
  • macht den Popo dicker, weil es alle Süßigkeiten nur im Kilopaket gibt – (oder waren es doch schon 500 g?)
  • macht die Menschen bequemer, weil sie nicht mehr einkaufen gehen müssen
  • macht den Verstand dümmer

Da ich in meiner Umgebung so etwas kenne, habe ich mein eigenes Einkaufsverhalten näher unter die Lupe genommen. Bei bestimmten Sachen ist es in Berlin schon recht mühsam, von dem einen Fachgeschäft zum anderen zu kommen. Ich will mich jetzt nicht mit meinem „Lahmknie“ herausreden, aber ich bin wirklich froh, dass ich nur auf drei oder vier Seiten suchen muss und dann IMMER das finde, was ich gern hätte. Nur im äußersten Notfall schicke ich es wieder zurück.

Was jetzt in letzter Zeit bei mir leider eingerissen ist, ist die Bestellung von rezeptgebundenen und rezeptfreien Medikamenten. Mir haben 1000 (oder weniger) Leute empfohlen, dass ich Hyaluron, dass ich Vitamin D, dass ich Curcuma oder dass ich Murmeltiersalbe brauche. Wenn alles weh tut, greift frau ja nach jedem Strohhalm. Bei der Versandapotheken ist das alles viel billiger als bei der um die Ecke. Ich kann nur für die um die Ecke hoffen, dass es noch genügend Kunden ohne Computer gibt, die ihre Sachen vor Ort kaufen.

Aber ich habe manchmal wenigstens ein schlechtes Gewissen – besonders, wenn ich bei A*mazon bestelle, denn von dort hört man ja nicht die mitarbeiterfreundlichsten Sachen.


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Lila Bohnen sind mein Geheimrezept, um …

Tja, um was??? – natürlich habe ich kein Geheimrezept und vielleicht schmecken diese lila Bohnen ganz schrecklich (gut). Die dicken Maronen, die sich mit aufs Bild gemogelt haben, sehen doch viel vertrauenerweckender aus.

So, und jetzt zum Kern dieses Artikels – Speck ist weg, zumindest ein Teil davon.


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Die Habgier kommt auf leisen Sohlen …

… oder wie sich ein Zahnarzt seine Praxis vergolden möchte

Zahnärzte scheint die Berufsgruppe zu sein, mit der ich in den letzten Jahren Probleme habe, denn es gab mehrere Versuche. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, vielleicht will ich, dass die Arbeit gut aussieht UND dass ich gut essen kann – das ist wahrscheinlich zu viel verlangt. Ich hatte mal einen sehr guten, aber er trennte sich von mir.

Lange Rede, wenig Sinn. Ich hatte mir einen in der Nähe gesucht. Er machte einen vertrauenerweckenden Eindruck. Dieses Vertrauen wurde bis in die Grundfesten erschüttert, als er die erste Rechnung stellte.

Im Zahnlabor wurden zwei Miniersatzteile getauscht – in 5 Minuten erledigt. Der Preis: 28,46 €, der gleiche, wie auch vor drei Jahren auf einer anderen Rechnung. Teuer genug für diese geringe Arbeitszeit und kaum Materialeinsatz.

Mein Zahnarzt hat aus einer Mücke einen riesigen Elefanten gemacht, denn ich sollte laut Rechnung 102,54 € bezahlen. Er hat sich selbst gleich zwei Honorare im Wert von ca. 54,00 € zukommen lassen, obwohl er selbst dafür nicht einen Finger krumm gemacht hat. Das finde ich eine mittelschwere Sauerei. Ich werde das Problem bei der Zahnärztekammer ansprechen.

Zusätzlich habe ich mit meiner Krankenkasse gemailt und telefoniert. Alle wollten die genaue Zahntechniklaborrechnung haben. Ich versuchte es, doch ich bekam zur Antwort: „Kassenpatienten bekommen die Rechnungen nicht ausgehändigt!“ – (die sind nur blödes Zahlvieh, dass die Rechnungen begleichen muss.“ Da dieses Gespräch schon gestern stattfand, hat der Zahnarzt jetzt Zeit, die Rechnung notfalls zu manipulieren.

Ich denke allerdings, dass dann unsere „Zusammenarbeit“ beendet sein wird. Was er bisher geliefert hat, ist nicht gut. Ich habe seit dem Provisorium Kiefergelenkschmerzen – und die brauche ich nicht.

Es sieht sehr nach absichtlichem Betrug aus, denn ich musste das Formular, mit dem er einen Festkostenreparaturzuschuss bei der Kasse beantragen wollte, schon blank im voraus unterschreiben.


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Das nenne ich Entgegenkommen

Über meinen mittelschwer maladen Gesundheitszustand klage ich ja ab und zu schon öfter mal hier im Blog. Ein MRT hat ergeben, dass es nicht das eigentliche knöcherne Hüftgelenk ist, was die Schmerzen hervorruft, sondern ein entzündeter Muskel, der am Hüftgelenkskopf angewachsen ist.

Ich habe den Arzt gewechselt und kann nur hoffen, dass ich irgendwann wieder auf einer Seite im Bett liegen kann, länger als 100 m schmerzfrei laufen und auch mehr als drei Stufen problemlos steigen kann.

Und deswegen fand ich das, was an meiner Haltestelle abgestellt wurde, sehr schön. Leider stand sie nur einen Tag.