Claras Allerleiweltsgedanken


42 Kommentare

Mein ungefährer Tagesablauf

Das hat mir eine Freundin aus dem Netz geschickt – die muss mich sehr genau kennen oder gar beobachten!

Vor Kurzem wurde bei mir A.A.A.D.D. diagnostiziert – Age Activated Attention Deficit Disorder:
ALTERSBEDINGTES AUFMERKSAMKEITS-DEFIZIT

Und so zeigt es sich:
Ich beschließe, meinen Rasen zu sprengen.

Während ich den Gartenschlauch in der Einfahrt aufdrehe, schaue ich zu meinem Auto hinüber und stelle fest, dass es mal gewaschen werden sollte.

Als ich zur Garage laufe, bemerke ich, dass Post auf dem Terrassentisch liegt, die ich zuvor aus dem Postkasten geholt hatte.

Ich beschließe also, zuerst die Post durchzusehen, bevor ich das Auto wasche.

Ich lege die Autoschlüssel auf den Tisch, schmeiße die Reklame in den Mülleimer unter dem Tisch und bemerke, dass der Mülleimer voll ist.

Also lege ich die Reklame wieder auf den Tisch und beschließe, erst einmal den Papiermüll wegzufahren.

Doch dann denke ich mir, wenn ich den Papiermüll wegfahre, kann ich auch gleich bei der Bank Geld abheben.

Ich schnappe meinen Geldbeutel und bemerke, dass meine Girokonto-Karte fehlt. Mir fällt ein, dass die Karte auf dem Schreibtisch im Büro liegt, also gehe ich zum Schreibtisch im Haus und sehe dort eine Tasse Kaffee herumstehen, die ich ja noch trinken wollte.

Ich schaue gleich nach meiner Bankkarte, aber erst muss ich noch den Kaffee wegstellen, damit ich ihn nicht aus Versehen umkippe.

Der Kaffee wird kalt und ich beschließe, ihn in der Küche im Topf etwas aufzuwärmen.

Während ich mit dem Kaffee in die Küche laufe, fällt mir die Blumenvase auf dem Esstisch ins Auge – die Blumen brauchen Wasser.

Ich stelle den Kaffee auf den Esstisch und entdecke meine Brille, nach der ich den ganzen Morgen gesucht habe. Ich beschließe, die Brille lieber auf den Schreibtisch ins Büro zu legen, aber erst brauchen die Blumen frisches Wasser.

Ich lege dir Brille wieder auf den Esstisch, laufe mit der Vase zum Spülbecken und erblicke plötzlich die TV-Fernbedienung.
Jemand hat sie auf dem Esstisch liegen lassen.

Mir wird klar, dass ich, wenn ich später fernsehen möchte, nach der Fernbedienung suchen werde, aber mich nicht daran erinnern werde, dass sie auf dem Esstisch liegt, also entscheide ich, sie wieder ins Wohnzimmer zu bringen, wo sie hingehört, doch zunächst werde ich den Blumen frisches Wasser geben.
Ich fülle frisches Wasser in die Vase, aber leider kleckere ich dabei etwas Wasser auf den Boden.
Also lege ich die Fernbedienung wieder auf den Esstisch, hole Handtücher und wische das Wasser auf.

Dann laufe ich wieder in den Flur und versuche mich zu erinnern, was ich eigentlich vorhatte.

Am Ende des Tages:
– ist das Auto nicht gewaschen,
– habe ich kein Geld abgehoben,
– steht eine kalte Tasse Kaffee auf dem Esstisch,
– haben die Blumen immer noch kein frisches Wasser,
– ist meine Bankkarte immer noch nicht in meinem Geldbeutel,
– kann ich die Fernbedienung nicht finden,
– suche ich wieder meine Brille
und
– kann mich nicht erinnern, wo die Autoschlüssel hin sind.

Als ich dann versuche, herauszufinden, warum ich heute nichts erledigt habe, bin ich erstaunt, denn ich weiß, dass ich heute den ganzen Tag lang verdammt beschäftigt war und jetzt völlig erschöpft bin.

Mir wird klar, dass das ein ernstes Problem ist, und ich versuche gleich, mir Hilfe zu holen, aber erst muss ich noch meine E-Mails checken…

Lacht nicht – ihr, das Jungvolk  — auch Euch wird dieses Schicksal eines Tages ereilen!!!

Advertisements


12 Kommentare

Lila Therapeutika und mehr

Dass es bei mir im Gebälk ein wenig kriselt, davon habe ich ja schon ab und an berichtet. Na gut, 32 und 42 bin ich ja nicht mehr, da darf es schon ein wenig knacken und knirschen, denn es heißt ja nicht umsonst: „Ab 50 geht’s bergab! – oder etwa schon ab 30?

Von meiner „Nasenfreundin“ bekam ich eine Physiotherapiepraxis in meiner Nähe empfohlen, da mein Stammtherapeut nach Teltow in eine Rehaeinrichtung abgewandert war, wo ich keinen Termin bekam.

Ich war in der Praxis SOFORT zu Hause, als ich den lila Salon entdeckte. Die Chefin musste auf meine Sympathiebekundungen nicht lange warten.

Wahrscheinlich wurde ich deswegen mit diesem „lila Stern“ belohnt und getapet. Sollte es wirklich nichts helfen, so hat es doch meiner lila Seele geholfen 🙂 😉

Aber was hat sie mir beigebracht??? Krankengymnastik heißt: Kalt und Grausam!!!!!! Wenn ich bei ihr laut winselnd oder sogar schreiend auf der Behandlungsliege bin, gehört sehr viel Masochismus dazu, diesen „Sadismus“ lange auszuhalten. Aber es ist die bisher beste Behandlung, die ich bisher für mein Lahmbein bekommen habe.

Tja, und dann besuchte ich eine Doppelkopffreundin, die sich in einer Orthopädischen Klinik in Potsdam eine Kniegelenksprothese einsetzen lassen hat. Als ich ihre Unterarmstützen sah, fing ich darüber nachzudenken, für welche Zwecke ich sie mir von ihr borgen kann, wenn sie die beiden nicht mehr benötigt. 🙂 Da ich mit dem Handy fotografiert habe, ist die Aufnahme nur drittklassig – aber das dunkle Lila war erstklassig.

Und dann führte mich mein Streifzug durch den großen A-Discounter in meiner Nähe. Natürlich habe ich gekauft, was förmlich nach mir rief – und es hat sogar schon Erfolge gezeigt. Die reife Haut der Frau über 60 ist tatsächlich schon gebügelter als vor der Anwendung. Ich bräuchte jetzt nur noch jemand, der mich früh und abends an das Schmieren erinnert.

Als ich noch in der Phase war, mir nach der letzten Zahnarztenttäuschung einen neuen suchen zu müssen, griff ich auf einen zurück, bei dem ich vor Jahren schon einmal war. Habe ich mich etwa von den lila Trinkbechern im Wartezimmer „bestechen“ lassen?

Er macht ja einen ganz patenten Eindruck, aber das Labor scheint noch nicht besser geworden zu sein als damals. Sie haben sich so gründlich in der Zahnfarbe geirrt, dass das Erstmodell noch einmal gemacht werden musste. – Vielleicht wären sie mit lila Zähnen besser zurecht gekommen?


22 Kommentare

Vor paar Tagen hätte ich beinahe …

… einen Busfahrer geknutscht

Mein Zeh macht ja nach wie vor Probleme, sogar mehr als vor Tagen. Die Ursache hat am 4. Januar stattgefunden, die Folgen spüre ich noch heute.

Deswegen kann ich nicht schnell gehen, laufe immer noch an einem Fuß mit „Pantoffel“. Ich sehe den Bus kommen, aber die Haltestelle noch 100 m weit entfernt. So schnell wie möglich „hinke“ ich Richtung Haltestelle. Doch da niemand ein- oder aussteigen will, fährt der Bus durch und somit keine Chance für mich.

Doch was ist das??? Direkt neben mir stoppt er, öffnet die Tür und ich kann einsteigen.

So etwas Freundliches kann man hier nur von ausländischen Fahrern erleben, die Berliner können sich wahrscheinlich nicht zu so einem Akt der Nächstenliebe hinreißen lassen.

Anders war das noch im letzten Jahrhundert, als ich mein eigenes Busunternehmen hatte.

 


28 Kommentare

Neues Spiel entdeckt …

kann auch gut als Wettkampfsport gegen die Stoppuhr gespielt werden 🙂

Spielmaterial: eine kleine weiß/beige Tablette

Spielort: Dieser Fußboden

Spielverlauf: Ihr lasst eine weiße Tablette versehentlich fallen. Da ihr sie aber UNBEDINGT braucht, sucht ihr jetzt gegen die Stoppuhr. Wer die geringste Zeit braucht, hat gewonnen.

Ratschlag: Nur in etwa einer Altersklasse spielen, weil gute junge Augen echt ein Vorteil sind.

Ich habe mehr als eine Minute gebraucht.

LEBST DU SCHON ODER SUCHST DU NOCH?

Falls man „Glück“ hat und vorher vergisst, was man eigentlich sucht, kann man schneller wieder auf die Beine kommen. Das Bild habe ich per WhatsApp geschickt bekommen, also aus dem Netz gefischt.

Ich wurde von einem klugen und wohlwollenden Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass das wieder Abmahnungspotential hat, ein Foto ohne genauen Quellenverweis einzustellen. – Und da ich ja schon einschlägige negative Erfahrungen gemacht habe, ist es jetzt weg – weg von der Seite und weg aus der Mediathek bei WordPress. Wer es gesehen hat, kann schmunzeln – und für die anderen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

 

Und wenn ich dann keine Lust mehr habe, nach winzigen Tablettchen zu suchen, gehe ich in Gottes (schöne) Natur. Dort finde ich dann Sachen, die man leider wirklich nicht finden möchte. Ich möchte weder öffentlich auf einem sitzerhöhten Klo noch auf einem Reifenstapel Pipi machen. – Berlin verdreckt immer mehr – ich bin es aber nicht!!!!


13 Kommentare

„Meditatives über das weniger Essen“

Wie schön wäre es, wenn die dicke alte „Omabüchse“ von der zarten, jungen „Enkeldose“ beim wenig essen unterstützt werden könnte. In der Wartezeit auf das nächste Essen könnte man ja Rummy Cub oder Phase 10 spielen.

Wenn alle drei weiblichen „Büchsen“ anwesend wären, könnte der Spielkreis auf anderes erweitert werden. Aber wie ihr seht, die mittlere Büchse ist (bisher noch) ungefüllt und damit auch unverklebt.

Die könnten glattweg den „Turmbau zu Babel Berlin“ nachspielen, so wenig, wie sie sich manchmal verstehen. Der „Turm der blauen Pferde“ kommt bei uns nicht zustande, wir bieten dagegen „Den Turm der grünen Dosen„.

Und wenn Schweinchen Oma Dick wieder leichter ist, kann sie aufs Trampolin gehen und sich dort wieder die Verletzungen holen, die sie hier schon einmal hatte und wortreich beschrieben hat.

(Und keiner sagt jetzt bitteschön, dass das gar kein Trampolin ist. Das ist eben ein Büchsentrampolin, das ist anders als ein Claratrampolin)

So viele Kekse wie in diesem Jahr habe ich noch nie gehabt, obwohl ich keine selbst gebacken, sondern nur selbst gekauft habe. Und da habe ich lässig locker auch noch was für die dritte Büchse gefunden – die habe ich für Katastrophenanfälle nicht zugeklebt.

Stattdessen bin ich Mallybeaus Vorschlag in einem Kommentar gefolgt und habe mal getestet, wie es wäre, wenn ich dieses schöne Klebeband direkt bei mir anwende. Mein geliebter Hund Lennie so nah bei mir – verlockend und doch wiederum nicht verlockend. – ich hoffe nur, dass er keine Flöhe hat. Sonst atme ich die alle ein.

Und gestern habe ich mir noch ein wenig Motivation gekauft. Irgend etwas muss mich doch unterstützen, wenn ich mit hängendem Magen meine Weniger-Essen-Kampagne durchstehen möchte.

Wenn das nicht motiviert, dann haben die „Welcome-Clara“ und die „Queen-Clara of lila land“ keine Ideen mehr. Dann bleibt nur noch ein Blick auf den ganz jungen Enkel.


14 Kommentare

Ob mir Lenny beim Fasten hilft?

Dieser verfressene Hund hilft mir ganz bestimmt nicht beim Fasten!

Wie lange konnte ich stolz sein, dass ich die 66 kg gehalten habe? Nicht ewig lange, leider. Die Marzipankugelherstellung und die Bäckerei von Kokosmakronen hat da einen DICKEN Strich gemacht durch das Ergebnis, das auf der Waage zu sehen ist.

Da ich aber jetzt weiß, dass es klappt und auch nicht so unendlich lange dauert, nehme ich noch einmal Anlauf. Das nächste Weihnachten mit der nächsten Bäckerei ist ja zum Glück noch richtig weit weg.

Lenny soll mir deswegen helfen, da er auf der Büchse ist, die alle meine Süßigkeiten enthält. Mein Sohn hat für sein Geschäft und für seine Kunden und auch für seine Mama wunderschönes Klebeband mit Werbemotiv machen lassen. Und damit habe ich die grüne Dose so fest verklebt, dass ich da ohne Gewaltanwendung nicht rankomme.

Schau’n wir mal, wie lange es dauert und wie konsequent ich bin. – Doch es droht ja noch eine andere Missetat. In die Geschichte eingegangen ist der „Prager Fenstersturz“ – ich könnte mit dem „Berliner Fensterraub“ Furore machen. Ich drücke einfach das Plastikfenster ein und schon bin ich an den erwünschten Leckerlis, um in Lennys Sprache zu denken.

Ich hoffe, die Büchse bleibt unbeschädigt!

Als ich mich dann so richtig in der Wohnung umsah, habe ich noch andere Sachen gefunden, die ich in einem Hochsicherheitstrakt unterbringen musste. Jetzt stehen also zwei grüne Büchsen in meinem Schrank und warten auf das Ende der Fastenzeit Punkt

 


20 Kommentare

Aus gegebenem Anlass …

… muss ich hier mal zwei Horrorbilder veröffentlichen

Keine Angst, es ist Vergangenheit, und zwar genau 11 Jahre ist es her. Mit einer Freundin, die ich im Krankenhaus im gleichen Zimmer kennengelernt habe, war ich gestern Abend „Nasengeburtstag“ feiern.

Ich hatte zuvor schon zwei erfolglose Nasenoperationen (1999 und 2000)  hinter mir. Der erste Arzt wollte sich profilieren und für eine Studie so viele Sachen wie möglich auf einmal operieren. Bei mir nahm er sich die schief stehende Nasenscheidewand vor und das Zäpfchen, damit ich meine Mit-Schläfer oder -Schläferinnen nicht durch zu lautes Schnarchen vom Schlafen abhalte. Leider verpatzte er beide Sachen gründlich. Ich verklagte ihn, konnte aber nur mit der fehlenden vorherigen Aufklärung punkten. Für das bei Gericht gewonnene Geld machte ich eine Amerikareise.

Die zweite OP hat ein anderer HNO-Arzt gemacht. Er verstärkte oder versteifte meine Nasenflügel, damit sie sich nicht beim Einatmen nach innen ziehen konnten und ich gar keine Luft mehr bekam.

Nach einiger Zeit bekam ich wieder so gut wie keine Luft mit geschlossenem Mund. Mein Arzt empfahl mir einen Professor im Klinikum Benjamin Franklin, den er für den einzig befähigten Operateur für diese verfahrene Kiste bezeichnete.

Der Kerl hatte nur einen Haken: Er hatte in JEDEM Auge drei Dollarzeichen stehen. Er wollte mir nur „Luft“ schenken, wenn er einen kleinen kosmetischen Schlenker schlagen durfte und ein Minihuckelchen auf meiner Nase entfernen durfte. Das hat er nicht etwa aus Edelmut getan, sondern aus reiner Raffgier – denn er wollte 4.000,00 € dafür haben – VIERTAUSEND, das muss man sich mal auf der Nase Zunge zergehen lassen. Gut feilschen konnte ich schon immer – wir trafen uns leider nicht bei der Hälfte, sondern bei 3000,00 €. Hätte die uneingeschränkte Luftholerei wenigstens einige Jahre angehalten, hätte ich das Geld bald veratmet verschmerzt.

Doch momentan war die OP erst einmal sehr gut, auch wenn ich aussehe wie mit angelegter Kriegsbemalung. Es tat kaum weh und mit der zur Nacht angelegten Sado-Maso-Maske konnte ich meine Spinnen in der Wohnung erschrecken.

 

Vor fast 5 Jahren habe ich schon einmal davon berichtet, sogar ausführlicher als hier. Wer Lust hat: https://chh150845.wordpress.com/2013/02/09/nasengeburtstag/

Das Essen war soooooooooo gut, dass mir beim Fotografieren meines „Nudelnestes“ vor Aufregung die Hände gezittert haben – oder ich kann einfach immer noch nicht vernünftig mit dem Handy fotografieren. Dafür kommen die schwarzen Morcheln klar und deutlich auf den Bildschirm.