Claras Allerleiweltsgedanken


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Ein Versprechen einlösen …

So, jetzt habe ich lange genug meine Wunden geleckt – meine Zunge ist schon ganz rau – aber viel genutzt hat es dennoch nicht.

Denn alles, was mir so zu schaffen gemacht hat, ist nicht beseitigt oder verändert. Ein großer Teil davon war politisch und öffentlich. Diese Kindermissbrauchsskandale, die Finanzbetrügereien im Zusammenhang mit Coronaunterstützungen, der Skandal, wie rumänische Leiharbeiter bei Tönnies „gehalten“ werden und damit im Zusammenhang die „Beschäftigung“ von Sigmar Gabriel für diesen Konzern für einen monatlichen Salär von 10.000 € plus Einzelentschädigung für „Anwesenheitstage“ und und und – wenn es mir aus persönlichen Gründen nicht gut geht, dann kann ich mit solchen Nachrichten nicht umgehen und könnte nur noch reihern.

Ich bin ja seit hundert Jahren bipolar erkrankt – aber meist neigt sich die Waage zur manischen Seite hin und ermöglicht mir, viele Dinge, die mich sehr belasten, irgendwie auszuhalten. Ohne diese Tendenz hätte ich bei meiner Situation schon in den Sack gehauen, denn die körperlichen Unpässlichkeiten gehen weit über das Schlecht-Hören hinaus, haben aber fast alle mit dem Kopf zu tun. Allein zu sein ist ja in Ordnung – aber die Gewissheit zu haben, einsam zu sein, ist nicht immer zu verkraften.

Verstärkt wird das ganze Dilemma durch meine Hörsituation – ohne Hörgeräte tendiert die Hörleistung so gegen 10 – 20 % vom Normalohr. Mit Geräten bin ich in manchen Situationen bei ca. 95 % und in Umgebung von Krach oder Musik und vielen Leuten so bei ca. 50 %. Leider reicht das nicht, um Kommunikation zu betreiben – die mir so unendlich wichtig ist und die mir unter gewissen Umständen Kraft gibt. Da war der leicht unwirsch erteilte Rat meines „Thronfolgers“, doch Gebärdensprache zu lernen, wenig zielführend, weil all die Personen in meiner näheren und ferneren Umgebung keine Gebärdensprache können. Es wäre so einfach: Nur etwas langsamer und deutlicher zu sprechen – aber das ist wahrscheinlich schon zu viel verlangt. Weiterlesen


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2031 – Geblähte Nasenlöcher

Benno machte gute Fortschritte bei allen Dingen, die ein Mensch, speziell ein kleiner Mensch, so erlernen muss. Er krabbelte in der Geschwindigkeit eines Formel-1-Rennwagens durch die Wohnung, befreundete sich mit allem auf der Straße, was ebenfalls auf vier Beinen durch die Welt ging und erheiterte mit seinen Späßen alle, ausnahmslos alle. Egal, was er gerade wieder angestellt hatte, egal, was er vom Tisch gezogen hatte – keiner konnte ihm richtig böse sein, denn er hatte es ja nur aus Wissbegier, Wissensdurst oder wegen anderer positiver Eigenschaften gemacht.

Nur eine Sache gab es, mit der hatten alle Erwachsene ihre Schwierigkeiten. Felicitas, die das natürlich auch registrierte, lief dann laut schreiend durch die Wohnung „Benno stinkt, Benno hat Kacka gemacht!“. Es war so schlimm, dass sich dem Vater schon unten an der Haustür die Nasenflügel blähten, wenn Benno die Buchsen voll hatte. Anna versuchte alles, um ihn so zeitig wie möglich auf den Topf zu setzen. Doch war er sonst ein williges Kind – in diesem Moment fing er an zu schreien, als wenn der Leibhaftige hinter ihm her wäre – also verbreitete Benno weiterhin seine Stinkereien in der Wohnung. So konnte man mit Fug und Recht behaupten: „Hier in diesem Haus ist Stunk oder Gestank!“ Und der sollte auch noch einige Zeit bleiben.

 

2033 – Abgase

Abgase in der Wohnung, ja im ganzen Haus, denn inzwischen konnte Benno schon recht gut die Treppen hoch und runter krabbeln bzw. steigen. Inzwischen müsste er schon längst sauber sein. Er sprach ganz exzellent – aber auf dem Gebiet der „Rohstoffentsorgung“ hinkte er anderen Kindern um Lichtjahre hinterher. Offenbar hatte Benno  Schmerzen dabei, wenn er in die Windeln „stank“, denn er jaulte immer ganz fürchterlich dabei. Das einzig Gute daran war, dass ihn Anna dann gleich mit einer sauberen Windel versorgen konnte.

 

Wegen all dieses Kummers war die Einschulung von Felicitas ein wenig untergegangen, was sie auf der einen Seite ganz gemein fand, auf der anderen Seite aber auch verstehen konnte, denn auch sie machte sich schon Sorgen um ihren Bruder. In dieser Situation erwiesen sich Felix und Constantin als wahre Onkel, die für ihr Patenkind nicht nur Geld und gute Worte übrig hatten. Sie buchten ein Wochenende in einem Bungalow in einem Kinderparadies = Spaßpark und alle drei amüsierten sich königlich in diesen zwei Tagen. Felicitas kam strahlend und glücklich wieder in ihr Zuhause, wo es natürlich stank. So viel Lüften konnte man gar nicht, um diesen Geruch rauszubekommen.

Seine Eltern wurden immer unruhiger und gingen von einem Arzt zum anderen mit ihm – alle stellten es als Lappalie hin. Der Laborbefund zeigte zwar irgendeine Stoffwechselstörung an, aber kein Arzt hielt sie für bedenklich, kein Röntgenbefund zeigte eine Deformität an. Also ergaben sie sich in ihr Schicksal und warteten ab. Bis es eines Tages fast zu spät gewesen wäre.

Sogar Constantin, sonst immer ein hervorragender Arzt und Chirurg, irrte sich dieses Mal in seiner Diagnose. Doch Chirurgen sind ja auch hauptsächlich für die „Reparaturleistung“ zuständig, nicht vorrangig für die Diagnose. – Hätte er Benno „geöffnet“ vor sich auf dem Tisch gehabt, wäre ihm dieser Diagnosefehler nicht unterlaufen.

Sein abartiges Stuhlgangsverhalten war auch der Grund, warum ihn keine Kindertagesstätte annahm – also musste Anna von zu Haus aus arbeiten. (Heutzutage würde ja jeder an Corona denken, aber das war 2014 noch lange nicht im Anmarsch)

2035 – Incognito

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Stellt euch vor, es gab …

Toilettenpapier und ich habe keins gekauft.

Wenn hier erst steht: „Und keiner hat ein Paket gekauft“ – oder das Vorhandensein von Flüssigseife keine Besonderheit mehr ist, dann sind wir in der Bewältigung der Krisenanstrengungen einen Schritt weiter als jetzt.

Das Original des Ausspruchs heißt ja: „Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ – aus dem ich sofort mache: „Stellt euch vor, der Virus geht um und keiner wird krank!“

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Ich erzähle euch heute ein wenig Sammelsurium. Ganz zu Anfang die Story meiner Gesichtsmasken. Der kleine große Löwe Clara hängt sich ans Telefon und bittet den Sohn, ihr doch zwei von den in der Firma genähten Masken zu schicken. Der Sohn erwähnt noch was, dass sie nach dem Waschen immer heiß gebügelt werden müssen und sagt zu, diese so bald wie möglich einzutüten und abzuschicken. – Und das war schon VOR Ostern. Gut, die Post ging erst am Dienstag raus, aber am Donnerstag waren sie immer noch nicht da.

Die Zahlen auf meiner Thermometeruhr sind lustig – so viele Schnapszahlen in den ersten drei Zeilen.

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Wenn ich schon regelmäßig Greenpeace unterstütze, muss ich mich ja auch selbst um korrekte Entsorgung des Hausmülls kümmern. In meinem Schlaf-/Arbeitszimmer steht ein großer Papierkorb – und dort kam immer ALLES rein: Papier, Plastik, Aluhüllen von Zäpfchen, Medikamentenpackungsreste. – Wollte ich ihn leeren, dann wurde ich zur Mülltrennerin – und das hatte ich satt. Ein angeklebter Behälter sorgt jetzt hoffentlich für Ordnung. – Lustig finde ich meine Beine auf dem Papierkorb. Das „Lennieklebeband“ ist für alles gut.

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Ich habe mit dem Virus verhandelt –

… und dann gegen mehrere andere getauscht …

… die zwar auch die Persönlichkeit beeinflussen oder gar verändern, aber nicht so negativ.

Beim Ostergeschenk-Verteilvirus musste ich auf meine lieben Nachbarn zurückgreifen. Es wird zwar nicht das ganze Haus beschenkt – aber ich gehöre auf jeden Fall dazu. So etwas kann man sich nicht verdienen, das bekommt man einfach geschenkt. Den Sekt habe ich sicherheitshalber schon getrunken, denn wenn ich ihn zu den Reserven stelle, werde ich vielleicht wirklich noch süchtig.

Der Alkoholvirus richtet mehr Schaden an als man glaubt, aber ich bin dagegen immun – deswegen konnte ich den gut zum Tausch anbieten.

Jetzt will ich mal zur Sache kommen – hier habe ich für die vom Lesevirus Befallenen ein Extraexemplar, das seinen Virus sogar benennt:

Das Mona-Lisa-Virus

Ich bin noch ziemlich am Anfang und kann es bisher weder loben noch verreißen. Es war bei den Büchern dabei, die ich mir auf einer Papiertonne aus einer Kiste mitgenommen habe.

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Ganz ohne „Krone“ geht es momentan kaum …

… und deswegen will ich es gleich am Anfang abhandeln

Vor einigen Tagen habe ich dem jungen, hübschen Virologen von der Uni Bonn, der trotz seiner jungen Jahre schon Professor ist, mit großen Ohren gelauscht, als es um echte und privat erstellte Atem(schutz)masken ging. Die richtigen werden als FFP2 oder FFP3 bezeichnet. Und mit diesen ist es wohl so, dass auch lungen- und atemtechnisch gesundes Personal nach ca. 30 Minuten eine Absetz-Pause braucht  , weil das Atmen durch den (die) Filter so anstrengend ist.

Ich für mich werde es so weit wie möglich vermeiden (müssen), eine einfache zu tragen, wenn ich nicht umfallen will, weil ich keine Luft bekomme. Oder ich mache es so wie A. Laschet, der kühn und keck seine Nase nicht unter der Maske versteckt hat.

Mit meiner Jahreskarte habe ich auf’s richtige Pferd gesetzt:

Zoologischer Garten                  geschlossen
Aquarium – zum Zoo gehörig    geschlossen
Tierpark Berlin                             geschlossen
Britzer Garten                            geöffnet

Ich müsste nur mal wieder hingehen und mich nicht von Kälte und/oder Wind abhalten lassen — Clara, die Warmduscherin

So, jetzt wirklich Schluss mit den unangenehmen C-Sachen, jetzt gibt es nur angenehme C(lara)-Sachen.

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Was ich jetzt erwähne, ist für 99% aller Balkonbesitzer eine Selbstverständlichkeit – ich will dieses Jahr mal wieder meine Kästen bepflanzen. Ich hatte es im ersten Jahr gemacht – und wirklich ALLE Pflanzen gingen mir ein. Es sind Kästen mit einem Wasserreservoir – und alle Pflanzen sind ersoffen. Das Wasser floss nicht richtig ab – und wenn es das getan hätte, hätte die Fassadenfarbe gelitten. – Wie ich das dieses Jahr hinbekommen will, weiß ich noch nicht genau.

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Maskenclara …

… ist nicht der Aprilscherz von heute …

… leider! Ich weigere mich, den Grund beim Namen zu nennen, denn dieses widerliche Kugelwesen hat meinen Lieblingsbuchstaben „C“ beschmutzt. Wenn ich jetzt mit CC unterschreibe, wie ich das oft mache, könnte man denken, ich meine damit CoronaClara. Nie nicht und niemals werde ich mich so nennen.

Ich könnte jetzt sagen, ich trage diesen Gesichtsschutz aus Temperaturgründen, denn das Thermometer zeigt gerade lumpige 2,5° an – das hatten wir schon mal wärmer im März!

Freiwillig würde ich noch nicht einmal solch eine einfache Maske tragen, geschweige denn eine medizinische – trotz dreier Nasenoperationen bekomme ich immer noch sehr schlecht Luft – und so eine Maske vor den „Einatmungsorganen“ Mund und Nase würde mich an den Rand von arger Atemnot bringen. – Brauche ich nicht!

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Ich hätte aber auch folgende Überschrift wählen können:

Berlin grüßt Wien …

… damit ich bei einem eventuellen  Besuch, der jetzt nur virtuell möglich ist, wenigstens im Supermarkt meine Grundbedürfnisse einkaufen darf.

Die Stadt Jena prescht bei uns vor und will auch anordnen, dass keiner ohne Schutzmaske ein Geschäft betritt. Da wird man sich bei den Provisorien aber kräftig was einfallen lassen müssen – denn die Masken reichen ja nicht mal für den professionellen Bedarf – geschweige denn für Privatleute, die keine Wucherpreise dafür zahlen wollen oder können.

Foto aus dem Internet

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Soll ich? … Oder soll ich lieber doch nicht?

Die Auflösung gibt es weiter unten.

Für mich sind die verordneten Separierungsvorschriften nicht so schlimm. In der Wohnung bin ich eh allein, aber auch beim Spazierengehen bin ich lieber allein, weil ich dann nur mit einem Ohr lauschen kann – und das ist bei Straßenlärm oder Vogelgezwitscher nicht so gut möglich wie im ruhigen Raum beim  Tête-à-Tête.

„Spaziergang“ – der ist bei mir zwangsläufig mit dem Britzer Garten verbunden, alles andere heißt „1000 Schritte schaffen“, „Einkäufe oder Besorgungen erledigen“ und und und.

Ich darf nicht mehr Doppelkopf spielen gehen, ich darf kaum noch Kaffee trinken oder Eis essen gehen, also steige ich auf Natur um und habe nur noch Natur oder Bäume oder im Kopf.

 

Im BG = Britzer Garten gibt es viele Exemplare, die mir gefallen. Der hier ist doch ein Augengedicht in seiner Blütenpracht! Und sagt jetzt nicht nein!!!!!

Wäre ich noch Kind oder Jugendliche, hier könnte sogar ich klettern – bei richtigen Bäumen habe ich mich immer etwas blöd angestellt. Wahrscheinlich war ich auch früher eher kopflastig als sportlastig.

Bei den nächsten dürft ihr mir helfen. Ist dieser Weißstämmige etwa doch eine Birke? Birken haben doch aber eher gescheckte Stämme wie auf dem zweiten Foto und nicht so weiße.

Dass im BG gebaut wird, ist nicht zu übersehen. Die Parkeisenbahn ist bei Eltern mit kleinen Kindern und für alte Leute, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, sehr beliebt. Der Lokführer verfrachtet Kinderwagen und alles andere hilfsbereit in einem Anhänger.

Aber denkt jetzt ja nicht, dass ihr um meine lila Krokusse herum kommt – was sein muss, muss sein.

Hier könnt ihr sehen, dass Caféhausplätze auch im Freien fast verwaist sind – und wir sind erst am Anfang des „Zusammenrottungsverbots“. Vielleicht war es aber auch einfach nicht warm genug.

Steinmännchen oder wie die heißen, werden ja besonders an der See gern gebaut – aber da wird nicht so geschummelt wie hier. Wäre hier nicht so viel Zement zwischen den Steinen, gäbe es Poltersteine und nicht Steinehaufen.

 

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Ihr kennt doch alle diese unschöne Sitte am Pool, wo die ersten schon früh gegen 6.00 Uhr ihre bevorzugten Liegen mit einem Badehandtuch reservieren. Und das ist jetzt verfeinert worden. An der Haltestelle will man ja auch sitzen, wenn man so lange auf die zahlenmäßig reduzierten Busse warten muss 🙂 😉

Berlin kotzt mich derartig an, in den Anlagen und auf den Wiesen gibt es fast mehr Dreck als Blumen, es ist wirklich sehr, sehr schlimm. Und es wird wirklich von Jahr zu Jahr schlimmer, dreckiger, zugemüllter. Die Raucher mit ihren Kippen sind ganz besonders schlimm – die liegen überall herum. – Wäre ich in der Politik, würde ich manches anders regeln – aber zum Glück bin ich das nicht.

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Und jetzt zu der in der Überschrift gestellten Frage. – Zu der Stunde, in der ich den Beitrag geschrieben habe, gab es in Berlin 1077 offiziell registrierte Coronapatienten und zwei Tote. Das ist für eine Dreimillionenstadt wenig, sehr wenig sogar. Und dennoch wird jetzt schon von einem eventuellen Zusammenbrechen des Gesundheitswesens palavert.

Wenn ich einen dieser 1077 Infizierten kennen würde, wäre es dann nicht am besten für mich, mich gezielt anzustecken, jetzt, wo es noch Intensivbetten gibt, jetzt, wo noch Atemmasken vorhanden sind, jetzt, wo das Gesundheitswesen noch nicht kollabiert ist???

Je später so eine Infektion bei Risikopatienten (bin ich leider, obwohl ich es selbst nicht wahr haben möchte) passiert, desto näher kommen auch bei uns italienische Verhältnisse, wo die Ärzte wie in Kriegszeiten entscheiden müssen, wer eine Atemmaske bekommt und wer nicht und dann ersticken muss. Für mich in meiner Vorstellung ein grausamer Tod – keine Luft mehr zu bekommen.

Natürlich werde ich jetzt keinen Aufruf starten, um einen von den 1077 zu suchen. Ich überlasse es mal dem Schicksal, denn was kommt, das kommt.