Claras Allerleiweltsgedanken


46 Kommentare

Irgendwann vergesse ich mein Leben …

… oder vergesse zu leben

……… oder das Leben vergisst mich

Ein wenig habe ich ja die Tendenz, alles ein wenig ins Humorvolle oder Lustige zu ziehen, obwohl es partout nicht immer so ist. Die jetzige Begebenheit fällt in die letzte Kategorie.

Am 2. Oktober war ich mit einer Freundin in einer Beratung bei emovis, die sich mit Alzheimer und Gedächtnisstörungen befassen. Schon vorher ahnte ich, dass ich nicht das richtige Klientel bin. Sie nehmen nur Leute, die ständig und immer mit anderen zusammen leben, wohnen oder sind. Das heißt, allein Lebende wie ich haben von vornherein keine Chance, weil niemand bestätigen kann, ob es tatsächlich so schlimm ist wie von mir geschildert.

Die können mich mal – dreimal am Tüffel tuten. Wortfindungsstörungen haben auch Leute nach Apoplexie (Schlaganfall), aber da finde ich immer oder fast immer ein Ersatzwort.

Doch wenn ich ÜBER eine Stunde wie eine Wahnsinnige in meiner Wohnung einen Karton suche und erfolglos bleibe, könnte ich wirklich fast verzweifeln. Auch den Keller habe ich durchsucht, auch dort ist die Kiste nicht. –

Im Keller habe ich mit vollstem Einsatz gesucht und dabei ein Glas mit Farbe runtergeworfen. Danach sahen der Boden und ich so aus: (na, das erste Foto ist geschummelt, das habe ich an der Bushaltestelle aufgenommen)

Im Juni, als ich von der Jordanienreise zurück kam und vermutete, dass mein Telefon defekt sei – da hatte ich die Kiste noch in der Hand. und jetzt, ca. drei Monate später, war und ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Nach wie vor glaube ich nicht, dass das Anzeichen von Alzheimer sind, höchstens von Ärgerheimer.

Ich suchte die Bedienungsanleitung vom Prinzen, da ich unabsichtlich was verstellt hatte. Gut, ich habe diese 307 Seiten lange pdf-Datei auf dem Computer, aber in der Hand liest es sich besser.

Die Kiste ist bis zum heutigen Tag nicht gefunden.

Ich kann ganz locker wichtige Dinge vergessen – und das schon seit Jahren. In den 90er Jahren wollte ich für zwei Personen eine Reise ein zweites Mal bezahlen, weil ich mich an die erste Bezahlung nicht erinnern konnte. – Heute war ich in einer Wohngegend, in der wir 15 Jahre gewohnt haben. Ich habe ernsthaft meinen Sohn gefragt, ob die Schwimmhalle schon damals stand , worauf er antwortete: Wie sind ca. 2 x im Monat dort in die Sauna gegangen. (Klar, dass ich das vergessen habe, das war bestimmt nur eine Zwangshandlung)

Zwischenmeldung:
Der beratende Psychologe gab mir eine Liste mit Adressen, bei denen Gedächtnissprechstunden abgehalten werden. Ich bin im Klinikum Benjamin Franklin, meinem „Stammkrankenhaus“ fündig geworden und habe eine Frageliste zugeschickt bekommen. Beantworte ich diese entsprechend, bekomme ich einen Termin oder bekomme ihn nicht. – Wir werden sehen.

****************

Kein Artikel ohne Foto, wenn auch ohne richtigen Bezug.

Dass Lila MEINE Farbe ist, werde ich (hoffentlich) ganz zum Schluss erst vergessen.

Dass wir nach einem überheißen Sommer einen wunderschönen Herbst bekommen haben, ist ein Geschenk vom Wettergott.

Und dass mein Schmuckbaum zeigt, dass ich keine Onassis-Erbin bin, finde ich überhaupt nicht schlimm.

Ansonsten bin ich seit einiger Zeit unter die Jäger und Sammler gegangen: Ich jage sehr erfolgreich Obstfliegen. Diese kleinen Schwirrdinger können ja ganz schön nerven. Ich habe nur eine einzelne aufs (Foto)Korn genommen, denn die Kolonien waren zum Fototermin schon ausgerottet bzw. ertränkt.

Als ich versehentlich ein Glas mit Apfelsaft auf dem Tisch stehen ließ, waren am nächsten Morgen viele von ihnen darin ertrunken. Das habe ich dann sofort kultiviert und noch weitere „Grabstellen“ eingerichtet. – Erliegen sie jedoch nicht dem betörenden Apfelsaftgeruch mit einem Tropfen Spüli, dann erledigt mein Handstaubsauger den Rest. Ganz hintertückisch schleicht sich die Saugtülle an – und schwupps waren da mal Fliegen auf der Scheibe.

Damit es nicht langweilig wird, zeige ich euch jetzt noch ein Video von einem Ungeheuer auf meiner Scheibe:

Und so sehen die Fotos von ihm aus: Zum Glück war es von außen auf der Scheibe – da musste ich mir keinerlei Entsorgungsgedanken machen.

Advertisements


93 Kommentare

Kurzurlaub

Für eineinhalb Tage fuhr ich gen Nordwesten – nach Perleberg. Dort wohnt meine Ex-Schwägerin. Gibt es diesen Ausdruck überhaupt? Ich denke schon – denn wenn ihr Bruder mein Ex-Mann ist, dann ist sie auch meine Ex-Schwägerin. Da wir uns aber mit dem Vornamen und nicht mit dem „Titel“ anreden, ist das nicht so ein Problem 🙂 😉 .

Das Wetter war schön, so wie sich dieser Herbst bisher insgesamt als eine schöne Jahreszeit zeigt. Im Garten blühte noch vieles und die Fische im neu „renovierten“ Teich blitzten im klaren Wasser. – Nach vielen Jahren versifft ja so ein Teich und alles musste raus. Das Umlagern in große Fässer haben einige Kois nicht überlebt – aber der Bestand wurde ein wenig aufgefrischt und verjüngt und jetzt tummeln sie sich dicht unter der Wasseroberfläche und denken immer, es gibt was zu fressen. –

Diese weißen und roten Pflanzen sind wunderschön in ihren großen Pflanzkübeln. Sie blühen den ganzen Sommer, so dass sie ihren Preis wert sind. – Und die vielen Sonnenblumen müssen untereinander einen Wachsmarathonwettbewerb abgeschlossen haben, denn sie waren alle so groß.

Habe ich nicht gesagt, dass das Wasser klar ist und die Fische bunt – habe ich übertrieben?

Und das erste Foto ist jetzt hauptsächlich für Anke, deren Familie ja inzwischen von Fischfutter lebt, zumindest zum Teil. 🙂 Sieht eures auch so aus? Ich habe es ganz vorsichtig probiert, aber es war nicht mein Geschmack. Wahrscheinlich muss man es noch ein wenig veredeln, z.B. mit Sauerkraut oder so. Den Fischen schmeckt es jedenfalls. In den Ringen sammelt sich das Futter bzw. wird dort extra hineingestreut, damit es nicht durch die Sprudelanlage weggeschwemmt wird.

Und das hier war dann die Nahrungsgrundlage für drei Tage – eine nur, nicht alle drei. Ich habe so einen Oschi von Zucchini eingepackt, dazu noch einen kleinen Hokkaido – und dann hatte ich zu tun – mit Kochen und Essen.

Und tschüss – Kürbissuppe ist noch da, ihr könnt vorbeikommen.


60 Kommentare

Allein zu wohnen kann …

… Umstände machen, sogar gefährlich sein

Mit Umständen meine ich nicht, dass Alleinlebende für alles allein eintreten müssen, was sich Paare untereinander aufteilen können. Aber das ist so und das würde ich im Sinne einer Partnerschaft auch nicht mehr ändern können und wollen – dazu lebe ich schon viel zu lange selbstbestimmt und eigenverantwortlich.

Doch mit zunehmendem Alter sollen bekanntlich die Zipperlein zunehmen, erzählt eine böse Mär.

Meine Mutter lebte zwar (mit zwei Häusern zwischen unseren Wohnungen) ganz in der Nähe, aber eben doch nicht mit jemand zusammen. Wir beschlossen, für sie so ein Notrufsystem zu bestellen und installieren zu lassen, mit dessen Hilfe und dem hinterlegten Wohnungsschlüssel Hilfe in misslichen Situationen gerufen werden kann.

Bei Pflegestufe 1 werden die Grundkosten übernommen – ein Einsatz vor Ort muss aber bezahlt werden. Brav und immer trug sie dieses Notruf-Armband (sh. Foto mit Urenkel) . Ab und an kam mal ein Fehlalarm durch unbeabsichtigtes Drücken des Notrufknopfes, aber das wurde dann an der Sprechanlage schnell geklärt.

Dann kam der erste Sturz, der einen Minischlaganfall als Ursache hatte. Ich wurde angerufen, doch weder ich noch mein Sohn konnten zu ihr fahren. Also kam der Einsatzwagen – und brachte sie ins Bett, da es nicht schlimm aussah.

Wenige Wochen oder Tage (ich weiß es nicht mehr so genau, es war 2007) später etwas ähnliches. Ich wurde angerufen und fuhr  sofort zu ihr. Sie lag im Flur, sie und der Rollator blockierten die Eingangstür. Sie war bei Bewusstsein, konnte nur nicht aufstehen. Auch ich schaffte das erst, als ich einen kräftigen Nachbarn zur Hilfe holte.

Und den dritten Einsatz erledigte dann wieder die Notrufzentrale. Sie lag im Nachthemd auf dem kalten Laminat. Diesmal sorgte ich dafür, dass sie ins Krankenhaus kam. Später stellte sich heraus, dass es jedesmal ein kleiner Schlaganfall gewesen ist.

Fakt war, hätte es diesen Notrufdienst nicht gegeben, hätte sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht noch bis 2013 gelebt, wenn auch in einem Seniorenheim, weil Alleinleben nicht mehr möglich war.

Einige Sicherheitsmaßnahmen habe ich auch schon „installiert“, die mir vor paar Jahren noch lächerlich erschienen wären. Doch als mir monatelang ständig und immer schwindelig war, empfand ich das Stehen beim Duschen in der Badewanne  als gefährlich. Und das Hinhocken war zu unbequem. Ich schaffte mir das an:

… und jetzt ist es nur noch für meinen Popo „gefährlich“, denn der wird beim Duschen immer gelocht.

Ich bin jetzt zwar noch nicht so alt, wie meine Mutter im Jahr 2000 bei Installation des Hausnotrufs war und ich habe keine Pflegestufe, aber eine gewisse Vorsorge habe ich jetzt doch getroffen.

Eine Freundin wohnt ganz in meiner Nähe und hat meinen Wohnungsschlüssel. WhatsApp geht nicht, aber jeden Tag so gegen 18.00 Uhr bekommt sie eine SMS von mir. Und sie ist da äußerst korrekt. In den ersten Tagen hatten wir noch keinen Spielraum bzw. eine Zeittoleranz eingerichtet. Ich war unterwegs und hatte es vergessen. Anruf von ihr bei mir zu Haus – nichts, war ja nicht da. Anruf auf dem Handy – nichts, war ja zu laut, um das Klingeln zu hören.

Kurz vor ultimo – bevor sie mit der Wiederbelebungsmaske durch meine Wohnungstür stürmen würde – habe ich doch noch aufs Handy geschaut und ganz, ganz schnell alles richtig gestellt.

Damit es nicht so stupide für sie ist, überlege ich mir immer witzige Texte – habe ja eine allnetflat, da kann ich „plaudern“. Ich bin der Meinung, dafür hat sie sich einen bunten „Blumenstrauß“ verdient.

Eine Tante von mir steckte mal mit dem Allerwertesten zwischen Bett und heißem Heizkörper fest. Wäre der im Haus wohnende Bruder nicht täglich vorbeigekommen, wäre sie wohl zur „Schrumpftante“ geworden. – Ich muss in Zukunft maximal 26 Stunden hilflos (ohne Handy) auf dem Boden liegen, bevor meine Retterin gestürmt kommt. – Hoffen wir beide, dass das nicht eintrifft.

Ich bin jeden Tag froh, wenn ich gesund und munter das schöne Abend(b)rot genießen kann, das eine mehr mit dem Geschmackssinn und das andere mit dem Sehsinn.


59 Kommentare

Clara denkt, sie sei technikbegabt, aber …

… da ist sie offenbar einem Irrtum verfallen.

Doch alles schön der Reihe nach. Für den 27. August hatte ich mir einen Tagesausflug in ein Thermalbad vorgenommen. Ich habe mir in Burg im Spreewald die „Spreewaldtherme“ ausgesucht. Mein Bahnticket lässt mich nicht nur in Berlin, sondern in ganz Brandenburg für preiswertes Geld fahren – das muss also ab und an mal richtig ausgenutzt werden.

In einen schon recht großen Rucksack stopfte ich einen dicken Bademantel, ein großes Badetuch, ein kleineres Handtuch, drei (!) Badeanzüge (meine Nieren hassen nasse Anzüge), ein Paar Badelatschen, ein wenig Kosmetik und ein wenig trink- und Essbares. Ich dachte, jeden Moment explodieren die Reißverschlüsse.

Schon früh gegen 7.00 Uhr musste ich mit der S-Bahn zur Friedrichstraße fahren, denn ich wollte kurz nach der Öffnung um 9.00 Uhr vor Ort sein.

Den Wecker habe ich nicht gebraucht, denn „Alpträume“ von geplatztem Rucksack ließen mich vor der Zeit wach werden. Wenn alle Badeanzüge nass sind, hätten sie wirklich nicht mehr in den Rucksack gestopft werden können. Also packte ich um.

Der Wunschkoffer steckte in einem größeren Koffer im oberen Schrankfach. Schlaftrunken und ohne Brille will ich die Schranktür öffnen – und plötzlich wurde ich heftig von oben attackiert. Eine mehr als 2 m lange Leiste (rechtes Foto) hatte sich oben aus ihren Verankerungen gelöst und fiel mir ins Gesicht. Habe ich einen gewissen Hang zur Dramatik, dass ich noch nicht mal einen einfachen Tagesausflug ohne „Einlagen“ ausführen kann. Wäre es mit Brille besser oder schlechter gewesen?

Mein wunderschöner Koffer, den ich mir voriges Jahr zum Geburtstag gewünscht hatte, durfte noch nie das Licht eines Hotels erblicken. – Als ich all die oben aufgezählten Sachen darin verstaut hatte, wusste ich auch warum – er war mit diesen wenigen Sachen schon proppevoll. Vielleicht doch zu wenig für eine Urlaubswoche? Oder ich muss mir Bademantel und Handtücher bei den Gastgebern ausleihen!

Mit der Regionalbahn ging es nach Vetschau (kurz vor Cottbus) und dann mit einem Sammeltaxi nach Burg.

9.20 Uhr rollte ich meinen Koffer über die Schwelle der Spreewaldtherme.

Also jetzt sind mein Koffer und ich durch die Tür, haben die Tageskarte für 23,00 € (OHNE Saunabereich) gelöst und dann auch eine Umkleidekabine gefunden. Am Handgelenk wird ein Armband mit einem Sensorteil befestigt. Und jetzt geht der Ärger los.

Der Koffer passt nicht in die Umkleidekabinen – die sind alle nur für dünne Heringe. Also wieder zur Anmeldung, die mir einen Chip für einen breiteren Schrank an der Rezeption geben. Also der leere Koffer ist verstaut – aber alle anderen Sachen möchte ich ja doch im Badebereich in den Schrank legen und hängen.

Mit der Nummer 25 (merkt sich gut) fange ich an – nur kann ich die Tür nicht abschließen. Also ziehe ich in die 24 um, weil ich denke, das Schloss hat eine Macke. Als ich dann an den Schränken 24 und 23 die gleiche Erfahrung mache, werde ich mehr als stutzig. Mit den komischen Strichzeichnungen im Inneren der Tür komme ich nicht klar – solche Sachen konnte ich noch nie leiden oder gar begreifen..

Technikbegabt?

Ich doch nicht, das muss die andere mit C sein! Kleinlaut schleiche ich zur Rezeption und versuche, ohne Hördremmel die Erklärung zu verstehen. Irgend etwas muss gefehlt haben, denn trotz dichtem Heranhalten des Sensors an das Schloss funktioniert es nicht. Zum Glück kommt gerade eine Putzperle daher, die meine verzweifelten Bemühungen bemerkt. Die meisten Leute wollen ja einen Schrank auf-brechen, ich jedoch möchte ihn gern zu-brechenschließen. Sie macht es mir mit spielender Leichtigkeit vor – und ich erkenne, welchen wichtigen Schritt ich nicht ausgeführt habe:

Ich muss mit dem Chipsensor das Schloss kräftig hinein drücken!

Von innen in der Therme habe ich keine Aufnahmen, da fotografieren nicht gestattet ist. Ich hatte den ganzen Tag Ostseewassergeschmack auf den Lippen. Es sprudelte, dampfte, wärmte, trug und erfrischte – je nachdem, in welchem Becken ich gerade war. Liegen waren mehr als ausreichend vorhanden – für die Handtücher konnte man sich einen Bastkorb nehmen. – Das kulinarische Angebot war lecker und dem Preisniveau der Therme angepasst.

Eine Tageskarte hätte ich dennoch nicht gebraucht. Ich wollte mit dem Bus 17.39 Uhr wieder bis Vetschau und von dort mit der R2 zur Friedrichstraße zurück fahren. 16.00 saß ich schon in der Sonne mit meinem Buch, so dass sich meine „gefältelten Waschfrauenfingerkuppen“ wieder entfalten konnten. So viele Stunden warmes Salzwasser ist zu viel des Guten.

 


17 Kommentare

Es gibt Dinge im Leben … 2

… die frau nicht will, nicht braucht, aber dennoch ab und an über sich ergehen lassen muss.

Deswegen fange ich damit an, was ich in solchen Zeiten versuchen sollte. Dem Kalender, den ich vor Jahren von Lucie geschenkt bekam, habe ich einfach das Kalendarium abgeschnitten, so kann ich ihn je nach Situation verwenden.

Wer mich länger kennt, weiß, wie schlecht ich im Suchen bzw. natürlich im Finden bin. Also muss ich mir andere Brücken bauen.

Am 10. August hatte ich eine Untersuchung, die mit einer Blutabnahme und einer kurzzeitigen Sedierung  einherging. Daran war vom Prinzip her nichts einzuwenden – das (kleine) Problem war nur, dass die ausführende Krankenschwester tat, als wenn sie in meinen Venen nach Gold suchen wollte, so wie sie darin herumgestochert hat.

Die Fotos sind nicht gut, denn die Veilchen blühen darauf nicht so richtig.

Nach der Untersuchung und dem absolut leeren Magen und Darm belohnte ich mich in einem italienischen Eiscafé dementsprechend.

Und dann bekam ich am 12. ganz lieben Besuch. Die Temperaturen und die Fahrpreise der BVG waren so, dass wir nach Möglichkeit nur im näheren Umfeld der Wohnung kreisten. Das nähere Umfeld bei beiden sah jederzeit so aus, wenn nicht essen, schlafen, spielen oder kochen an der Reihe waren.

Und dann kamen Dinge, die mir das Laufen und die Bewegung mächtig erschwerten, Minigolf durften nur die anderen spielen, ich nicht. Ein eingewachsener Zehennagel erlaubte weder Socken noch geschlossene Schuhe, eine Harnwegsinfektion keinen entspannten WC-Aufenthalt und eine sehr schmerzhafte Muskelverspannung erhöhte den Tablettenkonsum ins Unermessliche.

Tagesdosis

Ich schreibe diesen Artikel am 20. August – und nichts davon hat sich bisher ernsthaft gebessert. Sooooooooooo wollte ich das neue Jahr nicht begrüßen.

Da ist ja so ein kleiner Schaden richtig begrüßenswert – den konnte ich ja ziemlich unauffällig. kleben. – Unangenehmer ist da schon die tropfende Heizung in meinem Zimmer. Das „Drama“ hatte ich ja schon mal im kleinen Zimmer – da lief das Wasser ungebremst und das ganze Zimmer stand schon unter Wasser. Es wäre eine sehr unangenehme Sache geworden, wenn es bei den unter mir wohnenden Leuten durchgelaufen wäre. Deswegen muss ich mich jetzt schleunigst kümmern. – Eigentumswohnungen, auch wenn es nicht die eigene ist, haben nicht immer Vorteile 🙂 😉

Der Hausmeister hat es begutachtet und festgestellt, dass der Heizkörper durchgerostet ist. Da muss ein neuer her. Da ja alle Heizkörper zur gleichen Zeit eingebaut wurden, ist die Frage, ob gleich im kleinen Zimmer und im Wohnzimmer die Heizkörper auch getauscht werden sollten. Vielleicht ist es eine Frage des Preises so nach dem Motto: „Im (viertel) Dutzend wird es billiger!“


13 Kommentare

Rundreise Marokko 8 – Teil 2 – Der Reiseleiter …

… sorgt für unsere Gesundheit oder für sein Portemonnaie.

Wie bei Teil 1 haben wir noch den 18. Juni. Bei Facebook hatte ich einiges an diesem Tag geschrieben.

Obwohl weder was im Programm stand noch der Reiseleiter gesagt hat, bestand die Besichtigung von Marrakesch zu einem großen Teil darin, dass wir eine Verkaufsveranstaltung besucht haben. Gut, die Veranstaltung war nicht übel. Es ging um Pflanzenheilkunde und alles, was mit Kräutern zusammenhängt. Viele haben ihre Einkaufstasche bis oben hin gefüllt und ihre Kreditkarte erleichtert. Sogar ich habe mir was gegen Fußpilz gekauft. Eine Dose Creme, die 10 € gekostet hat. Und wenn das Zeug nicht hilft, dann komme ich nach einiger Zeit wieder hierher zurück zum Reklamieren.
Na vielleicht lohnt sich dieser Preis dann doch eher nicht.

Und wenn ich jetzt nicht – nach wochenlangem Schmieren – so schöne Füße bekomme wie die Vorführdame, dann … ihr seht, die leere Einkaufstasche neben den pinken Sportschuhen, die ist von mir – das gute Beispiel ist daneben.

Sollte es bei Tageslicht nicht mit meinen Zehennägeln klappen, dann kaufe ich mir solche tollen Sparlampen.

Erst beim Bezahlen sah ich, dass hier ein gewisses Lilaflair herrscht. Hätten sie mich das eher sehen lassen, hätte das – vielleicht – meine Kauflust steigern können.

***********

In Marokko 8, Teil I deutete ich ja an, dass ich dachte, Prinz Lumix sei weggelaufen oder entwendet worden, was zum Glück beides nicht war. Aber deswegen kann ich nicht mit einem einzigen Foto aus dem wunderschönen Garten glänzen, schade eigentlich.

**********

Ich habe hier einfach zu viel Zeit und denke gerade darüber nach, ob ich mir schon ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk gönnen soll. Und nicht erst zu meinem halbrunden in zwei Jahren, sondern schon jetzt. Ich will ja schon ewig und drei Tage eine Ballonfahrt machen. Und die werden hier angeboten. Ich werde noch ein wenig darüber schlafen und dann werde ich es machen wie ich mich kenne.

(Dass ich sie gemacht habe, ist bei meinem Naturell klar – doch davon später)

Hier ist der Liveticker vom Sender Clara Himmelhoch. Ich war gerade in der Reiseleitung und der Mitarbeiter hat mir große Hoffnungen gemacht, dass ich nicht hier in diesem schrecklichen Hotel bleiben muss. Dann wird erst mal alles wieder gut und tschüss
Morgen 10:30 Uhr geht es zu dem anderen Hotel. Das soll nach Meinung der Marokkaner sehr schön sein, aber ich bin da ein wenig skeptisch.

Da es ja heute nicht so viel war, hänge ich den geschützten Beitrag mit den Videos gleich hier dran, als Extrapost natürlich.

Geschützt: Rundreise Marokko 8 – Teil 3 Videos

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein: