Claras Allerleiweltsgedanken


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Gesundheitsgeplauder – oder Hörgeflüster

Bei diesen Temperaturen fordere ich hitzefrei!

Zwischen 25° und 31,7° liegen nicht nur 6,7 Celsius, sondern WELTEN! – Markise und alle Plissees sind in Aktion – auf den Balkon traue ich mich bei diesen Temperaturen nicht. Die erreichte Höchsttemperatur war dann schließlich 33° im Schatten!

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Es war einmal – so fangen alle guten Märchen an. Doch ich habe festgestellt, die schlechten oder zumindest die schlechteren fangen eben so an.

Bis Ende des Jahres 2021 hatte ich einen Supersuperakustiker bei dem Brillenprofi Fielmann. Einige Geschäfte bundesweit sind zusätzlich mit einer Hörgeräteabteilung ausgestattet – und das so ziemlich vom feinsten her, was ich so von der Technik beurteilen kann. Aber auch preismäßig liegen sie bei den gleichen Geräten immer im unteren Level.

Und dann verabschiedete sich mein Superakustiker, da er sich selbständig machen wollte. Er hatte gehofft, dass alles viel schneller und komplikationsloser gehen wird und er spätestens Ende Februar sein Geschäft in den Gropiuspassagen eröffnen wird. – Aber er hat seine Rechnung ohne den Wirt gemacht – konkret, ohne den Krieg mit den überall zu spürenden Verzögerungen – bei Handwerkern, bei den Preisen, bei den Materialien.

Mitte Mai bekam ich eine Mail von ihm, denn wir haben beschlossen, dass ich mit ihm mitgehe und er mich dort weiter betreut. – Er hat mir den genauen Standort seines Geschäfts beschrieben und ich bin gleich mal hingefahren, und habe diese Verblendung gefunden.

Gleich und sofort habe ich ihn gefragt, wie ich nach „IN KÜRZE“ komme und wie lange „bald“ noch entfernt ist.

Dass er allerdings in der kurzen Zeit derartig altert und sich einen weißen Bart hat wachsen lassen, das überraschte mich dann doch sehr. 😉 🙂

Und da ich ja nicht müde werde und weder raste noch roste, um mein Hörvermögen in der lauten Umwelt zu verbessern, bin ich auf ein (schweine-)teures Tischmikrofon aufmerksam geworden, das rundum 6 Aufnahmemikrofone hat, die man gezielt an- oder abschalten kann. – Nach allen Kundenmeinungen, die ich recherchiert habe, soll es WIRKLICH GUT sein – aber bei knappen 900 Euros würde ich das als Grundvoraussetzung annehmen. –

Es wird in drei Gehäusefarben geliefert. Als ich mich zu einer Bestellung durchgerungen habe, hat mich der nur mittelgute Akustiker nicht gefragt, welche Farbe ich denn nun haben möchte und hat selbstherrlich selbstunwissend die Standardfarbe Champagner bestellt.

Und jetzt haltet mich nicht für bekloppt – als es nach ewig langer Lieferzeit (liegen aus bekannten Gründen zur Zeit bei ca. zwei Monaten) geliefert wurde und mit den Hörgeräten gekoppelt war, konnte ich es im wilden (‚Doppelkopf-)Leben testen.

Es kam ein echter WOW-Effektton aus meinem Mund.

Aber ich stellte fest, dass das Gerät mit seiner Allerleiweltsfarbe viel zu unauffällig auf dem Tisch liegt und deswegen die Gefahr besteht, dass ich es versehentlich runterschubse. Ein weißes wäre auffälliger. – Aber natürlich habe ich bei Hinz und Kunz, aber besonders bei Phonak Erkundungen eingezogen. Der Preis ist bei Fielmann relativ moderat, denn um 5,00 € mehr oder weniger würde ich nie feilschen. Bei vielen Anbietern ist es mehr als 100,00 € teurer. – Ein Austausch der farbigen Schale allein ist nicht möglich – und eine Neubestellung dauert tatsächlich so lange.

Das alles gehört zum Lieferumfang. Ich könnte es meinem dauernuschelnden Sohn ans T-Shirt klemmen und hätte dann tatsächlich eine größere Chance, ihn zu verstehen. – Es könnte auch den Fernsehempfang in die Ohren leiten – aber da bin ich ja schon mit einem anderen Gerät versorgt. – Nur ans Handy kann ich es nicht anschließen, weil mein „hypermodernes Samsung“ keinen Kopfhörereingang hat – werde ich überleben.

Dass mir der „Unfähigkeitsakustiker“ weder das Ladekabel noch das Ladegerät bei der Übergabe mitgeben hat, ist auch kein Pluspunkt für ihn – ich musste extra noch einmal in die Filiale fahren. Denn will ich es in der mitgelieferten Dockingstation laden, dann muss diese zumindest mit dem Stromnetz verbunden sein.

Ich habe das Gerät für eine dreiwöchige Testzeit mitbekommen – und die ist am 3. Juni abgelaufen.

Nun kann ich das Gerät trotz der schlechter zu ortenden Farbe behalten und weiterhin in kritischen Hörsituationen das Ding auf den Tresen oder den Tisch legen, um besser zu verstehen – ODER – ich gebe es zurück und bestelle über das Geschäft von meinem Superakustiker ein neues in weiß – bin dann aber wieder lange Zeit von Hör-Belohnung abgekoppelt.

Durch die immer noch genutzten Masken in Apotheken und Arztpraxen – zusätzlich mit einer Trennscheibe – habe ich immer so gut wie nichts verstanden, auch wenn ich mein linkes Ohr fast unter der Scheibe durchgeschoben habe. Doch jetzt – wenn ich das Ding unter der Scheibe durchschiebe – verstehe ich JEDES WORT – das ist schon toll.

Ich habe es im Netz bei anderen Akustikportalen gesucht – aber ich habe keinen Akustiker gefunden, der so eine runde weiße Scheibe auf Halde liegen hat.

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Was würdet ihr an meiner Stelle tun?


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Oh Donna Clara …

… ich hab‘ DIE Maske geseh’n 😉 🙂

… und da ich weder Prinzessin noch Königin bin, darf ich nicht Bein oder gar Mittelfinger zeigen, sondern MUSS Maske zeigen – in doppelter Hinsicht.

Ich könnte auch sagen: Endlich von dieser Schwarz/Weiß-Maskerade weg und Farbe zeigen.

„Donna Clara“ hatte aber Pech, denn ihre „Lieblingsfarbe“ gab es nur in SMALL – also Kindergröße. Ihr könnt ja auf den Fotos gut sehen, wie es mir meine kindlichen Apfelbäckchen ältlichen Schlaffwangen aus der Maske drückt, weil sie zu eng ist. DAS hätte ich ja noch in Kauf genommen, doch auch der Luftvorrat darunter ist sehr eingeengt. – Also habe ich noch rot und blau (… trägt die Sau …) gekauft und werde sie wohlweislich nicht GLEICHZEITIG tragen. – Auf dem letzten Foto sieht man, wie preisgünstig der Vorrat verdoppelt werden kann – eine Spiegeltür reicht aus 🙂 😉

Genug zum Thema CMP – Corona-Masken-Pandemie. – Da sich nicht-niemand-keiner auf klare Regeln einigen kann, werde ich wohl noch länger dieses schwarz-weiß-farbige Textilstück im Gesicht tragen.

Mitten ins Tattoo hinein

Vorgestern habe ich meine erste Strovac-Impfung bekommen – siehe Überschrift.

Da es mein Links-Schläfer-Arm ist, kann die Nacht jetzt nur auf dem Rücken zugebracht werden, weil der Arm schmerzt und etwas an Umfang zugenommen hat – aber Frau ist ja abgehärtet.

Jetzt hat man mir auch die Kosten gesagt, die für die drei Impfungen auf mich zukommen. Ich muss nach Ende der Behandlung 42,00 € auf den Tisch legen plus die ca. 110,00 € für den Impfstoff – da kann ich wirklich nur hoffen, dass der Stoff wirkt.

Ein Buchstabe kann so wichtig sein …

… und momentan kann dieses kleine „n“ über Leben und Tod entscheiden

Uni(n)formiert


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Falls die Pharmaindustrie ihre Riesengewinne …

… fifty:fifty mit den Armen dieser Welt teilen würde, …

dann würde ich über diese Ausgaben nicht jammern, gar schimpfen oder zetern.

Ich bin zu ca. 95 % sicher, dass niemand etwas mit diesem Foto anfangen kann, noch weniger mit dem Medikament.

Es sind ganz genau 3 x 0,5 ml Injektionsflüssigkeit  und nochmal 3 x 0,5 Lösung zur Zubereitung der Immunisierungsspritzen gegen häufige Harnwegsinfektionen. Für diese 1,5 ml + 1,5 ml = 3 ml „Pharmawirkstoff“ habe ich sage und schreibe 108,95 € in der Apotheke gelöhnt, als ich das Privatrezept meines Urologen eingelöst habe. (so teuer wäre ja noch nicht mal flüssiges Gold!) Ob es wenigstens wirkt, wird sich herausstellen. Diese drei Injektionen werden jeweils im Abstand von 14 Tagen verabreicht und sollen durch ihre inaktivierten Keime spezifizierter Enterobakterien eine Grundimmunisierung herbeiführen.

Bleibe ich ein Jahr krankheitsfrei, dann macht die notwendige „Boosterimpfung“ nach einem Jahr mit einer einmaligen Dosis Sinn – wenn nicht, kann ich mir dieses Geld sparen.

Doch das sind nicht die einzigen Kosten – zusätzlich muss ich die Verabreichung der drei Injektionen in der Praxis als sogenannte IGeL-Leistung privat bezahlen. Den Betrag weiß ich noch nicht, weil die erste Impfung erst am 21.3. in den Oberarm verabreicht wird.

Ein Lichtblick: Ich habe mit einer Mitarbeiterin meiner Krankenkasse telefoniert und die machte mir Hoffnung, dass ich einen Teil der Kosten erstattet bekomme.

In Instagram habe ich von „schwarzer.kaffee“ gelesen.

Wir hatten die Steinzeit,
die Metallzeit, das Mittelalter,
die Neuzeit und jetzt leben wir
halt in der Scheißzeit.
Es ist, wie es ist.

Und damit sich das wieder ändert, poste ich ein Foto aus der Sonnenzeit – klar, dort werfen die Treppen ihre Schatten an die Wand, aber man kann sie nach oben gehen und sich danach freuen, dass man vieles hinter sich gelassen hat.

 


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Gestern war ich weich gekocht …

… und habe mit einem Antibiotikum angefangen

In den frühen Morgenstunden schickte ich eine Mail an die Urologiepraxis, weil ich einen Termin und eine Harnuntersuchung wollte. Ganz kühn und keck schrieb ich, dass ich auf Antibiotika gern verzichten möchte.

Doch als ich dann schon fast auf dem Zahnfleisch kroch, um die Praxis zu erreichen, flehte ich den Arzt fast schon auf Knien um ein Antibiotikum an – das kann ja richtig eklig weh tun.

Ich hoffe, er hat aus Erfahrung die richtige Sorte verschrieben. Wenn nach dem Anlegen der Kultur eine andere Bakterienart rauskommen sollte, dann wird das Antibiotikum noch einmal gewechselt. Also: Daumen drücken, muss ich nicht haben.

Am wohlsten fühle ich mich mit dicker Daunendecke und Heizkissen im Bett – aber jetzt nicht auf die Idee kommen, dass ich alt werde – das hat noch ein bisschen Zeit.

Und tschüss – ich gehe wieder ins Bett zum Lesen.


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Ich bin nicht medikamentensüchtig …

… nein, aber ich bin WC-süchtig

Nun denkt aber nicht, dass die Getränkebatterie einzig und allein für diese beiden grünen Dingelchen aufgefahren wurde, auch wenn dort im Beipackzettel steht: „Dragees mit VIEL Flüssigkeit einnehmen“. Aber wie viel VIEL ist, das sagt mir niemand. – Haben die Bärentraubenblätter nicht den gewünschten Effekt gebracht, versuche ich es jetzt mit Hauhechelwurzel, Orthosiphonblätter und Goldrute.

Da aber der Blutdruck, die krampfgeneigte Muskulatur und der Stoffwechsel auch nach Nahrung rufen, habe ich das abendliche Medikamentenarsenal ein wenig erweitert. Das Wasser MUSSTE ich ganz leicht mit Apfelsaft aufpeppen, sonst hätte ich es nicht hinter die Kiemen in den Magen bekommen. Ich sagte es schon öfter: ICH bin doch keine Kuh. – Meine Leber hat wirklich Glück, dass sie bei MIR lebt, denn da muss sie nicht noch zusätzlich Alkohol entgiften.

Für den heutigen Sonntag habe ich mir eine spezielle Leckerei ausgedacht, mehr oder weniger eine politische Regierungskoalition: Rot und Grün (hoffentlich ist diese Erdbeere etwas aktiver als unser ruhiger Kanzler – die grünen Dragees kann unsere Außenministerin als Munition gegen sperrige östliche Politiker verwenden)

Jetzt ist aber genug über Gesundheit bzw. fehlende Gesundheit geplaudert – ein paar lustige Fotos habe ich noch. Ich Schnapszahlengiermensch konnte mir diesen Schnappschuss nicht entgehen lassen.

Und wie findet ihr dieses Ticket, das ich als Lesezeichen aus dem Buch „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz gefischt habe.

Das waren noch Zeiten!