Claras Allerleiweltsgedanken


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Fünf Minuten vor Ultimo

Die Besuche beim Hausarzt in den letzten Tagen  waren sehr unerfreulich. Er ordnete sofort ein großes Blutbild an, dessen Ergebnisse aber noch nicht vorliegen. Er sucht die Ursachen, warum es relativ schnell so schlecht geworden ist.  – Da ich vieles zu dem Thema gelesen habe, wurde mir klar, dass der PD = Pulspressure = Pulsdruck = Differenz zwischen systolischem und diastolischem Druck sehr wichtig ist. Er begann mit einer Tablette am Morgen, die aber keinen großen Erfolg brachte.

Datum Syst Dias Puls PD Syst Dias Puls PD Syst Dias Puls PD
08. Feb 185 84 88 101 160 78 97 82 162 85 86 77
09. Feb 159 88 88 71 138 59 85 79 167 74 91 93
10. Feb 172 79 85 93 163 74 76 90 160 79 91 81
11. Feb 135 84 85 51 150 59 89 91 176 76 89 100
12. Feb 173 90 82 83 176 74 83 102 174 72 99 102
13. Feb 174 86 86 88 149 69 88 80 159 77 86 82
14. Feb 163 86 83 77 171 76 88 95 185 90 91 95
15. Feb 152 76 88 76 132 64 91 68 176 74 85 102
16. Feb 156 79 96 77 144 77 93 67
165 68 83 97
17. Feb 151 73 87 78
165 71 89 94
185 80 89  105

„Ins Gewissen reden …“ ist ein harmloser Ausdruck für das, was er mir nahe gelegt hat. Es hörte sich fast so an, als stünde ich 5 Minuten vor einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt. Natürlich kann man beide überleben, aber ich habe keine Lust, es zu testen. – Wenn ich richtig in mich gehe, habe ich vor einem Herzinfarkt weniger Angst als vor einem Schlaganfall. Einen Infarkt überlebt man oder nicht – bei letzter Variante ist alles vorbei. – Ein Schlaganfall kann aber für jemand, die allein lebt wie ich, das ganze Leben auf den Kopf stellen. Halbseitig gelähmt oder mit Sprachstörungen – nicht auszudenken.

Und dann kam auch noch die Auswertung von der Dauerblutdruckmessung. Mehrere systolische Messwerte waren über 200 – die Kardiologin hat ganz laut Alarm geschlagen – jaja, ich habe ihn gehört.

Ab 15.2.   entschloss ich mich, ein Hausmittel zu testen. Viele, viele Knoblauchzehen und 3 Biozitronen wurden mit Schale zermixt, mit Wasser aufgefüllt, durchgesiebt, kurz aufgekocht und jetzt trinke ich jeden Morgen ein Schnapsglas voll davon.

Jetzt eine vollkommen ernst gemeinte Frage: Würdet ihr lieber diese Knoblauchstänkerei weglassen und stattdessen eine zweite Tablette nehmen. Oder würdet ihr wie ich an die Wirkung des Knoblauchs glauben? – Ich arbeite nicht, ich komme wenig mit Menschen zusammen – wen soll der Geruch stören?

Doch als ich gestern Abend wieder 185 gemessen habe und einen PD von 105, da habe ich dann doch mit der zweiten Tablette angefangen.

***********

Als ich noch geraucht habe, war ich Suchtraucherin – Genussraucherin zu sein, war mir nicht gegeben. – Jetzt, wo meine Sucht „Computer“ heißt, kann ich mich gleichfalls nicht bremsen. Der Arzt hat mir aber sehr ans HERZ gelegt, meinen Lebensstil grundsätzlich zu ändern, wenn ich nicht will, dass mich meine hübschen Teufelinnen aus dem letzten Beitrag holen. – Und weil ich selbst diese Gefahr für realistisch halte, habe ich sie vermehrt, um ihre reale Gefahr zu mildern.

Ich mache Pause – und zwar so lange, bis die Werte so bei ca. 150 zu 80 stabil sind, einige Kilo weniger Speck die täglich umfangreiche Bewegung an frjscher Luft leichter machen und die ganzen ekligen Laborwerte wieder in einem Bereich sind, dass ich und mein Arzt sich darüber freuen können.

Und deswegen beschaffe ich mir dieses Armband und will und werde JEDEN Tag früh und am Nachmittag eine große Runde in zügigem Tempo laufen.

https://www.amazon.de/dp/B07C1X8V8P/?coliid=I1Z0V9PSYYDDMC&colid=AIVY7JB5XXC3&psc=0&ref_=lv_ov_lig_dp_it

Ist die Uhr Schrott, wie 11 % der Bewertungen sagen, kann ich sie zurückschicken – ansonsten habe ich wenigstens eine Zeit lang hübsche lila Freude gehabt.

Foto von der Amazon-Seite abgekupfert

Habt bitte Verständnis, dass ich bei euren Beiträgen jetzt selten oder nie kommentieren werde, sondern stattdessen das von mir weniger geliebte Like setze. Das bedeutet dann aber, dass ich ALLES gelesen habe und nicht nur die Kurzfassung vom WP-Reader, denn dort kann man ja gleich ein Like setzen.

Also tschüss bis März … April … Mai. Sollte ich es bis dahin NICHT geschafft habe, dann stelle ich einen neuen Plan auf.


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„Die Welt ist voll kleiner Freuden …

… mit der richtigen Brille siehst du sie.“

(… behauptet jedenfalls der Kalender, den mir Lucie geschenkt hat und der immer noch bei mir hängt.)

Und das habe ich mir zu Herzen genommen. Frühestens 8 Wochen nach der Op darf ich mir eine neue Brille anschaffen. Die schon mehr als aggressiv werbende Firma brillen.de habe ich nicht genommen. Sie werben mit ihrem Preis von 109,00 € für eine komplette Komfortbrille. Doch die Wirklichkeit sieht dann so aus. Die schon nicht mehr weg zu denkende Entspiegelung kostet 60,00 € extra. Als ich mit den angebotenen Gestellen nicht zufrieden war, wurden mir Gestelle ab 100,00 € aufwärts angeboten, weil ja die im Preis enthaltenen angeblich schon 80,00 € kosten.

Als ich auf meinen Termin wartete, stand gerade ein Kunde am Tresen und sollte bezahlen. Er drehte und wendete mindestens 5 Minuten seinen Kopf und meinte, dass er nur in einer einzigen Stellung scharf sehen kann – der Rest ist leicht verschwommen. – Die Optikerin gab dann auch zu, dass nur Gläser mit schmalen Sichtbereichen verwendet werden.

Und da bin ich dann doch wieder zu meinem Optiker gegangen, von dem die letzten drei Brillen gefertigt wurden. Beispielfotos: Nicht in lila (Mai 2017)

Halb in lila (Juli 2015)

Und hier als Computerbrille ganz in lila (März 2014)

 

 

Damals war ja ganz schnell der Neukauf von zwei Brillen nötig, denn man hatte mir doch aus der S-Bahn meinen Koffer geklaut. In dem waren neben vielen anderen schönen und wichtigen Sachen auch eine Arbeitsplatzbrille und eine normale Gleitsichtbrille drin.

Nun ist aber genug mit der Brillenvergangenheit – jetzt gibt es ein wenig Brillengegenwart, denn seit acht Tagen habe ich eine neue Brille auf der Nase: Nicht lila, sondern grün; kein auffälliges Gestell, sondern randlos. Schaut selbst:

Leider bin ich bisher nicht vollkommen zufrieden. Sie rutscht trotz zweier Brillenbügelverstellaktionen immer wieder ca. 5 mm auf der Nase nach unten – und das darf sie natürlich bei einer Gleitsichtbrille nicht. Dann muss ich nämlich durch Kopfbewegungen die notwendige Schärfe herstellen. – Ich hoffe, sie bekommen das noch hin, sonst geht sie leider zurück.

 

 


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… nie vor 13.00 Uhr!

Ja, was denn nicht vor 13.00 Uhr?

  1. Steht dieses Faultier etwa nie vor 13.00 Uhr auf?Nein, manche Kommentare von ihr gibt es sogar schon vor 10.00 Uhr *grins*
  2. Geht sie vor 13.00 Uhr nicht aus dem Haus, da sie vorher immer am Computer hängt?  Damit seid ihr der Wahrheit schon sehr nahe gekommen, doch das ist es auch nicht.
  3. Steigt sie vor 13.00 Uhr nicht aus ihrem Schlafanzug? (der allerdings ein ganz fescher Hausanzug ist) Mein Gott, ihr kommt ja der Wahrheit schon bedrohlich nahe – aber auch  das kann anders ablaufen.
  4. Schaltet sie vorher kein Radio oder Fernseher an? – Radio ist leider nicht mein Ding, da ich es richtig gut nur im Wohnzimmer über meine Bluetoothhörgeräte hören kann – und dort bin ich nie am Vormittag, nicht zu Mittag und auch nicht am Nachmittag. Und der Fernseher wird fast immer erst zu den 20 Uhr-Nachrichten eingeschaltet.
  5. Ist sie ein ausgeprägter Morgenmuffel und hat erst ab 13 Uhr erträgliche Laune?   Das ist eine schlechte Eigenschaft, die man ihr wirklich nicht anhängen kann.
  6. Hat sie vielleicht einen attraktiven Nebenjob, den sie erst in den Abendstunden ausübt? Nebenjob vielleicht, aber nicht attraktiv und auch nur selten. Sie betreut einen pfiffigen Erstklässler, der ihr immer die Legowelt erklärt.

Ja, aber verd….. nochmal, was macht sie denn nicht vor 13.00 Uhr? – Sie isst nicht. Damit soll wenigstens einmal am Tag ein Intervall von mindestens 12 Stunden entstehen, in dem die Futterluke nicht gefüllt wird. – (Kaffee ist aber erlaubt.)

Doch um 10.00 Uhr nimmt sie ihr Medikament und die Nahrungsergänzungsstoffe wie Curcuma, Magnesium und Hyaluron Forte – und jede Pille oder jedes Dragee mit einem halben Löffel Joghurt – das ist ja schon fast eine KOMPLETTE MAHLZEIT. Und jetzt ist noch die kleine rosa Pille dazu gekommen, die meinen Blutdruck wieder in die Schranken weisen soll.

Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.
Heinrich Heine (1797 – 1856)


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Wäre ich ein Mann, dann …

… gingen mir Gesundheitsfragen langsam auf den Sack!

Ich bin aber keiner und überlege ernsthaft, wohin sie MIR gehen.

Der vorletzte Augenarzt, der so grob bei seiner Untersuchung war hat ja eine Überweisung zum Internisten / Kardiologen ausgestellt, weil er der Meinung war, die Blutgefäße im Innenauge weisen auf einen zu hohen Blutdruck hin.

Damals habe ich noch gelacht und (fast) gestritten – doch da war ich noch uninformiert.

In der Kardiologie holte ich mir das 24-Stunden-Blutdruckmessgerät ab, bekam es angelegt – und die erste Messung war 180 zu ?? – das glaubte ich natürlich nicht und hielt es für einen Messfehler. Das Gerät quetschte bis 22.00 Uhr im 15-Minuten-Takt meinen linken Oberarm zusammen und speicherte Werte ab. Misslang die Messung, dann erfolgte nach wenigen Minuten eine neue.

Langsam kam ich ins Grübeln, ob der Augenarzt etwa doch Recht hatte mit seiner Beobachtung.

Ich konnte mich erinnern, dass irgendwo bei mir ein Blutdruckmessgerät herumliegen muss, das noch von meiner Mutter stammt. Es muss also schon einige Jahre auf dem Buckel haben. – Ich fand es sogar, wechselte die Batterien und es tat, was es sollte – messen. Was es nicht sollte, war: mich zu erschrecken. Da las ich erst einmal nach, wie die Einstufungen der Messwerte sind. Ich dachte, bei „betagten Damen“ sind 160 als systolischer Wert vollkommen unbedenklich – doch das war wieder mal ein Irrtum.

Einfallsreich, wie ich manchmal bin, schob ich die zu hohen Werte auf das manuelle Aufpumpen der Manschette – vielleicht ist das schon zu viel Anstrengung.

 

Als die Werte auch nach längerer Ruhezeit eher stiegen als sanken, guckte ich mir diese Fotos an und dachte: „Irgend etwas hier drauf ist zu viel!“

Und wehe, es sagt jetzt jemand: Die rote Tasse mit dem schwarzen Kaffee ist zu viel. – Ich widerspreche vehement und sage: Der Aufblasmechanismus ist zu viel.

Bei meinen netten Nachbarn machte ich Kontrollmessungen und die fielen eher noch schlechter aus als meine. Langsam klingelten meine Alarmglocken.

R.S. wusste, dass es gerade beim blauen A-Discounter ein Blutdruckmessgerät für 15,00 € gibt. Kurz überlegt und entschieden, dass mir meine Gesundheit dieses Geld wert sein muss.

Es arbeitet nach dem Ampelprinzip. Um die rote Ampel bin ich gerade noch drumrum gekommen – aber orange war sie schon, so ein Sch…ittt.

Was aber ganz toll ist an dem Gerät: Ich habe einen neuen Mitbewohner, der bei der Messung mit mir spricht. Er liest mir die Werte vor, so dass ich gar nicht aufs Display gucken muss.

Ich stellte schnell noch Datum und Zeit ein und überredete ihn zur europäischen Zeitmessung.

Mitzi, vielleicht wird es jetzt doch langsam Zeit, die Rede vorzubereiten.

Und dann kam der rote Freitag (8.2.). Die Messungen vom Vortag dümpelten so bei 170 rum und mein Gesicht wurde immer verängstigter. Fast gleich nach dem Aufstehen, ohne Anstrengungen und ohne Kaffee, kam das hier:

Der Pfeil zeigte auf „Bluthochdruck“, das Display färbte sich rot und mein Gesicht ??? Vielleicht grün. Ich rief bei meinem Hausarzt an und durfte ohne Termin gleich und sofort kommen. Das EKG zeigte keine Auffälligkeiten.

Ich bekam die Auflage, dreimal täglich zu messen, zu protokollieren und eine blutdrucksenkende Tablette zu nehmen. In Kürze macht er ein großes Blutbild, um zu wissen, ob es an einer akuten Ursache liegt.

Wenn das so weiter geht, überhole ich meine Mutter, ohne sie einzuholen. Dieser idiotische Spruch stammt von Walter Ulbricht. – Zum Glück war er dann bei der dritten Messung am Tag und nach der ersten Tablette wieder etwas niedriger.

Wenn es an diesem Tag nur solche Ereignisse, Schlaganfall- oder Herzinfarktängste gegeben hätte, wäre es zum Verzweifeln gewesen.

Doch dann kam eine WhatsApp-Nachricht, die mich sehr gefreut hat.

Und dann kam noch ein dicker Briefumschlag von einer Blogfreundin, der mich schmunzeln und freuen ließ. Seht selbst:

 


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Ich will 2019 keine Streberin sein

Lasse ich es einfach so stehen oder erkläre ich, was ich meine? ? ?

Wollte ich eine Streberin sein oder werden, hätte ich natürlich sofort am 1. Januar RICHTIG gebloggt, und nicht nur so eine Neujahrsgrußbotschaft gesendet. Klar hat es mir schon ein wenig gefehlt der Austausch meiner Gedanken mit den eurigen – andersherum konnte ich in aller Ruhe meine Problemchen pflegen, ohne dass ihnen der Computer dazwischen kam.

Bevor ich hier dumm oder weniger dumm einherlabere, möchte ich euch und uns allen ein gutes neues Jahr wünschen. Es soll nicht so heiß werden wie 2018, nicht so umweltverdreckend wie die letzten Jahre und mit meiner größten Hoffnung verbunden ist, dass es friedlicher als die letzten Jahrzehnte weltweit werden möge. Es wäre so traumhaft schön, wenn Hunger und Krieg wegfallen aus dem Leben aller Menschen – das wäre die Erfüllung meines schönsten Traums.

**********

Alle, die bei Fb sind und dort meine Jammerkommentare gelesen haben, wissen, dass ich ca. zwei Wochen nach der Cataract-Operation immer noch ziemlich große Beschwerden hatte. Gefühlt hatte ich eine Wimper, ein Haar und drei Sandkörner im Auge. Je mehr es brannte, je mehr tropfte ich – und um so schlimmer war ich. Ich ging zu der Op-Praxis, aber die wies mich ab und schickte mich in die Überweisungspraxis. – Die Ärztin, die der Praxis den Namen gibt, kenne ich nur von der Webseite, dafür jede Menge Vertretungsärzte – jedes Mal eine oder ein anderer. Dieses Mal gelangte ich an ein sehr rabiates männliches Exemplar. Ich hätte ihm gern vorgeschlagen, eine „Fremdkörpersuchaktion“ erst einmal bei seiner Freundin zu üben, die ihm jedes Mal eine scheuern darf, wenn er so grob ist. – Er verordnete anstelle der augenbefeuchtenden Tropfen ein Gel – und wieder wurde es unangenehmer. – Es wurde so schlimm, dass ich mir am Wochenende insgesamt 4 Stunden in der Notaufnahme ans Bein band und von der jungen Ärztin Linderung erhoffte. – Und wieder gab es eine andere Flasche mit Tropfen – die aber auch nicht halfen.

Genau zwei Wochen nach der Op hatte ich die Schnauze Nase Augen gestrichen voll. Der Operateur hatte seinen Patienten seine Handynummer mitgeteilt. Bei Fb schrieb ich: „Ich mache mich gerade auf den Weg zu der Operationspraxis. Ich habe den Arzt gestern Abend angerufen und er hat vielleicht den gordischen Knoten zerschlagen. Ich musste ihm alle Tropfen und Salben aufzählen, die ich verwende. Dann hat er nach der Abpackungsart gefragt. Und dann meinte er ganz prompt, dass ich das darin enthaltene Konservierungsmittel nicht vertrage. Und wenn ich so überlege, kann er durchaus recht haben. Ich muss also jetzt alles in die Tonne werfen, was ich teuer bezahlt habe, und habe jetzt Einmalampullen verordnet bekommen.  “

Und seitdem ging es mir – zumindest augenmäßig – wirklich besser. Und das bedeutete, meine Karriere als PC =  „Piratenclara“ war stark in Gefahr. Ich trug zwar außer am ersten Tag keinen Verband oder eine Klappe, da sich der Lidschlag vom anderen Auge überträgt und es auch mit Klappe keine Erleichterung gibt. – Das Gerstenkorn, das man hier deutlich am rechten Auge sieht, hat sich wohl auch am OP-Auge entwickelt und für zusätzlichen Ärger gesorgt.

 

Bei Fb debattierte ich kurz, ob ein schlechtes Gedächtnis oder schlecht guckende Augen schlimmer sind. Ich schrieb: „Suchen und Finden oder was ist schlimmer: Gedächtnis oder Auge?
Ich muss gleich weg und habe alle Augenmedikamente in einen kleinen Beutel gepackt. Und diesen gut weggesteckt. Danach folgte ca 30 Minuten eine Suchaktion nach diesem Beutel. Nichts nichts nichts in allen Räumen nichts. Und dann fiel es mir plötzlich wie Schuppen aus den Haaren: diesen Beutel hatte ich in die Flaschentasche vom Rucksack gesteckt. Ob er dorthin gehörte, das mag ich jetzt nicht zu entscheiden. Aber Fläschchen waren einige drin.“

Ein ca. zweistündiges Gespräch mit dem Arzt in der Gedächtnissprechstunde der Charité brachte mir keine große Erleuchtung – allerdings Demenz oder gar Alzheimer sollen es nicht sein. Er will noch ein MRT vom Kopf sehen und legt sich danach auf eine Diagnose fest.

Beim Arm hat der Orthopäde ein Impingementsyndrom = auch Frozen Shoulder genannt – diagnostiziert. Die sehr gute Physiotherapeutin, bei der ich schon 12 Sitzungen absolviert habe, meinte nur, dass ihr diese Diagnose „spanisch“ vorkomme. Heute habe ich beim Orthopäden einen Termin. Mal sehen, was sich ergibt.

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Doch nun soll ja der erste Beitrag nicht nur zum jammern und barmen benutzt werden, zumal es – zumindest augenmäßig – schon wieder sehr gut aussieht. Dafür hat sich mit dem Arm absolut keine Besserung gezeigt – woher aber auch – denn ich hatte keinen Nerv, mich darum zu kümmern.

Am 9. Dezember fand bei mir ein großes Doppelkopfturnier statt. Ich bekam eine wunderschöne Amaryllis und einen schönen Strauß mit Rosen darin. Die rote Vierblütenpflanze hat entschieden länger durchgehalten und mit meiner wieder blühenden Orchidee um die Schönheit gewetteifert.

 

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Bevor ich sagen kann:  „Und das war es auch schon von meinem Wiedereinstieg. Weihnachten und anderes kommen später“, muss ich euch noch etwas zeigen, was ich zum Neujahrstag von Mallybeau geschenkt bekam. Ich habe mich wie dolle und verrückt gefreut und es für einige Tage als Bildschirmhintergrund eingerichtet.

Ich bin ihr unheimlich dankbar, dass sie nicht mein Schlafanzugoutfit gewählt hat. Schweinchenrosa und Claralila vertragen sich schlecht miteinander. – Ich schrieb als Kommentar: „Clara mit Ganzkörperkondomheiligenschein – wer kann das überbieten?“

Habe ich mir (etwa) was zum neuen Jahr vorgenommen? Ja, habe ich. Gilt gleich noch für die darauf folgenden Jahre.

Wenn etwas kaputt geht, wird es nur ersetzt, wenn es unbedingt notwendig ist – das heißt, eine neue WC-Brille käme, wenn die andere unbrauchbar ist. Aber von meinen vielen Schnullifixsachen wie LED-Fensterstern oder Lichterkette, die sich ja beide verabschiedet haben, wird NICHTS ersetzt. – Ob ich das im Dezember, wenn der Verkauf dieser Sachen beginnt, noch weiß?

Bei dem starken Wind in der gestrigen Nacht ist der Blumentopf auf dem Balkon herab gestürzt – aber nur auf meinen Boden. Aus dem schönen grünen Übertopf ist ein Stück ausgebrochen. Das werde ich wieder einkleben – für den Balkon ist das ausreichend.

Und ich will wieder mehr in Deutschland mit der Bahn reisen, denn meine Bahncard soll sich ja rentieren.


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Ich bin dann mal weg …

… nicht auf dem Weg wie der Nikolaus von Haus zu Haus

Nein,  ich bin auf dem Weg ins neue Jahr – erst 2019 werdet ihr hier wieder von mir lesen – Kommentare werde ich mir wohl bei meiner Computersucht nicht ganz verkneifen können. – Und der Grund ist nicht mein Auge, das ist hoffentlich bald vergessen und mit einer neuen Brille in ein paar Wochen sicherlich ideal gelöst. – Aber meine linke Schulter spinnt über  Gebühr – und die braucht ein wenig Computerabstinenz.

Doch bevor ich mich auf den Weg mache, kann ich natürlich nicht darauf verzichten, euch kurz von der Op zu erzählen. Keiner darf meckern, dass das Video zu dunkel ist – bei mir ist es eben gerade halb dunkel und halb hell. Ich bin schon froh, dass ich alles auf dem Bildschirm lesen konnte.

In meiner unüberwindbaren Schwatzhaftigkeit musste ich noch ein zweites Video produzieren. Ich kann nur deswegen so schlecht schreiben, weil ich über den Verband keine Brille setzen kann – und das ist nicht so super. Also hört euch an, was ich euch noch erzählen will.

Das Titelbild sieht ja schrecklich aus – so bin ich eben auch manchmal – nicht vor Schmerz verzerrt, sondern vor Gier nach Kuchen 🙂

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Und jetzt: Wie der olle Mielke sage ich nicht: „Ich liebe euch alle“ – denn es würde gar nicht stimmen. Für die, die hier kommentieren, da stimmt es – aber die Undercover-Leute, die nur lesen und schmunzeln oder schlimmeres – die liebe ich nicht.

Und tschüss sagt Clara

Und natürlich wünsche ich euch ein frohes Weihnachtsfest in Harmonie und ohne Familienstreitereien – und wenn ich mich dann sogar bis Silvester bremsen kann, dann einen guten Rutsch in das Jahr 2019. – Und schon bin ich dann wieder bei euch.

Ich mache die Pause nicht wegen meinem Auge, sondern wegen meinem linken Arm bzw. der Schulter – ich bin gespannt, ob es hilft.


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„Grau“ ist in meinem Auge nicht mehr angesagt

Morgen gegen Mittag wird an meinem linken Auge die Cataract-Op = alte-Leute-Krankheit Grauer Star vorgenommen. Da muss ich mein Auge wohl zuerst ein bisschen schonen und dann kann ich nicht so richtig gucken, weil ja das alte Brillenglas danach falsch sein wird.

Ich hoffe und denke, dass es komplikationsloser als vor 11 Jahren sein wird. Durch die Unfähigkeit meiner Augenärztin und wegen der Raffgier der operierenden Praxis (2 Ärzte haben mich dort untersucht) wurde ich bereits 2007 am rechten Auge operiert. Die Ärztin hat sich nicht die Mühe und Zeit  für eine genaue Untersuchung genommen, sondern sofort eine Überweisung zu einer Cataract-Op ausgestellt.

Die wurde gemacht – und die Ärzte hatten die Dreistigkeit, drei Wochen später auch das linke Auge operieren zu wollen – das habe ich aber zum Glück abgelehnt, weil ich zu dieser Zeit und auch noch 11 weitere Jahre KEINERLEI Beschwerden hatte.

Als die Sehfähigkeit nach der Op partout nicht wiederkommen wollte, ergab endlich eine gründliche Diagnose folgendes: Eine Membran liegt auf der Netzhaut, die schnell entfernt werden muss, denn wenn sie einwächst, bleibt der störende Sehfehler für immer.

Schnell ein Bett bekommen, schnell operiert worden, lange an den drei Fäden im Auge gelitten und lange Zeit mit dem rechten Auge nicht richtig sehen können. Doch von Untersuchung zu Untersuchung wurden die Buchstaben auf dem Erkennungsbrett des Optikers immer kleiner und ich konnte sie noch scharf lesen.

Drei Tage nach der Operation waren die Buchstaben ca. 10 cm groß und ich musste dennoch raten. Ich hätte ko…… können vor Wut.

Aber dieses Mal wird alles gut, wird alles besser, wird alles super. Ich will nicht übertreiben, sooooooooo schlimm guckt mein Auge noch nicht – aber die kleinen Buchstaben auf dem Handydisplay machen schon Probleme. Deswegen spreche ich ja dort auch immer hinein und lese (leider viel) zu selten Korrektur.

 

Ich gehe davon aus, jetzt gucke ich so trüb wie auf dem ersten Foto und nachher strahle ich wie auf dem zweiten.

Als Gruß für die restliche Adventszeit und als Weihnachtsgruß schicke ich euch ein Foto von meiner Orchidee. So treu, wie diese immer wieder kommt, komme auch ich zurück. Wenn nicht, muss schon was Gravierendes passiert sein.