Claras Allerleiweltsgedanken


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Kochkurs für Kaubehinderte

und andere Imponderabilien, die Claras Leben so beeinflussen

Wehe, es hat jemand über das Wort „kaubehindert“ gelacht.

Was kann man denn alles sein?

#sehbehindert   #gehbehindert   #schmeckbehindert   #riechbehindert   #denkbehindert   #schlafbehindert  #sexbehindert  #sprachbehindert … usw.

Der Montag war nicht so mein Tag – das heißt, eigentlich war ich an nichts davon selbst schuld, nur die anderen haben nicht funktioniert. Das medizinische Personal hat „wilde Sau“ mit mir gespielt“ und die Technik hat Anstalten gemacht, mit Tropfwasser die Bewohner unter mir ärgern zu wollen. Das letzte zuerst. Als ich den Sohn über die Tropfstelle informierte, gab er mir den Rat, die Mutter ein klein wenig anzuziehen. Brav machte ich das, aber dann lief nichts mehr in den Kasten, und das war auch nicht Sinn der Sache. – Mein guter Hausmeister wird es leider erst am Freitag sicherlich richten und in Ordnung bringen. Als ich das dem Sohn mitteilte, gab er mir nochmal ein paar telefonische technische Ratschläge. Doch ich sollte meine eingebildete „Handwerkerinnenkrone“ in Demut absetzen und an eine Frau weitergeben, die sie wirklich verdient. – Als ich dort mit Rohrzange werkelte, wollte der Zulauf üüüüüüüüüüüberhaupt nicht mehr aufhören – und damit der Kasten nicht überläuft, lief es plötzlich literweise ins Toilettenbecken. So war das bei der Wasserknappheit auch nicht in meinem Sinn. Also wollte ich den Deckel des Spülkastens abnehmen, wie ich das bei den bisherigen stets problemlos machen konnte – aaaaaaaaaaaaaaber – da hing die Spülertaste dran und dann wurde es erst richtig kompliziert.

Also den Deckel wieder aufgesetzt, die durchgeführte Mutterdrehung wieder rückgängig gemacht, die Hände im Schoß gefaltet und auf kundige Leute gewartet.

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Ein Sonntagsgeschenk an meine Zahnärztin

… aber ich bin keinesfalls so blöd leichtsinnig, euch ihren Namen oder gar die Adresse zu verraten – ich habe nicht den Eindruck, dass sie unter Patienten- oder Arbeitsmangel leidet oder gar aus Langeweile ihre Daumen umeinander herum kreisen lassen muss.

Vornweg ein ganz lustiger Zufall nach dem Motto: „Wie das Leben so spielt.“

Vor wenigen Tagen habe ich meine Freundin P.R. aus dem alten Haus zu mir eingeladen, um einfach mit den neuen Errungenschaften in der Wohnung anzugeben. Wir haben geschlemmt in fester und flüssiger Form – DAAAAAAAAAA konnte ich noch kauen. Ich erzähle ihr davon, was ich zahntechnisch schon hinter mir habe, was aber unmittelbar noch vor mir steht und schwärme davon, dass ich ganz zufällig einen kleinen Kronjuwel in der Zahnarztgilde gefunden habe. Wer bei mir schon lange liest, weiß ja, was für dunkelschwarze Schafe ich schon getroffen habe- das ist wie im echten Leben, da sind manche auch so schwarz, wie ich es im Ernstfall sein kann.

Ihre prompte Reaktion: Ich habe auch eine neue Zahnärztin. Mein Sohn hatte Zahnschmerzen und wir hätten beim behandelnden Arzt erst in drei Tagen einen Termin bekommen. Da habe ich im Netz gesucht.

Ich: Das einzig blöde bei mir ist, dass ich mit diesen blöden Verkehrsverbindungen immer bis zum Nollendorfplatz fahren muss.

Sie (guckt stumm mit großen Augen) und sagt: Meine Praxis ist auch am Winterfeldmarkt oder -platz oder so.

Und dann sagt sie, dass man eine Treppe hoch muss und dann rechts in ein unheimlich originell eingerichtetes Wartezimmer kommt, das die Patienten von ihren Ängsten oder Schmerzen ablenkt. – Spätestens da wusste ich, dass wir beide im gleichen Hafen bei der gleichen Zahnärztin gelandet sind – WIE DER ZUFALL SO SPIELT!

Beim letzten Termin musste ich außergewöhnlich lange auf die Behandlung warten – da war wohl einiges nicht nach Wunsch oder Plan gelaufen und es war inzwischen Freitag gegen 14:00 Uhr, eine Zeit, wo andere schon lange ihrem ihnen zustehenden Feierabend nachgehen. Ich kann ja nicht einfach so dasitzen und dumm gucken – also habe ich im Wartezimmer fotografiert. Danach habe ich mich mit dem Bücherregal beschäftigt. Das Maskottchen dieser Praxis ist der Pinguin oder sind die Pinguine – sie begegnen mir überall, auch auf der Visitenkarte kredenzt ein als Kellner fungierender Pinguin auf einem Tablett einen Backenzahn.

Es gibt wunderschöne Kinderbücher, die über das Leben der Pinguine aufklären. Ich glaube, ich muss mir mal das eine oder andere ausleihen, um mehr über diese putzigen Tiere zu erfahren.

Ich zeige euch jetzt mal ein paar Fotos. Dort, wo ein Junge mit drauf ist, die hat mir P.R. als WhatsApp geschickt, denn auch sie konnte offensichtlich dem Fotografierdrang nicht widerstehen. Da habe ich mich ja unheimlich lange beherrscht, denn ich bin ja schon einige Wochen länger als sie dort in Behandlung und habe jetzt zum ersten Mal Fotos gemacht.

P.R. war ja noch zwei Zähne kesser als ich, sie hat sogar in einem der beiden Behandlungszimmer fotografiert und sich nach dem gemalten Bild an der Decke erkundigt. Letzteres ist vom Sohn der Ärztin gemalt. Da sie im Alter meiner Tochter ist, müsste ihr Sohn so in etwa das Alter meines Enkels haben … und der kann auch gut malen – das hätten die beiden dann schon mal gemeinsam.

Könnt ihr mir helfen, welche Schauspieler da alle auf den Fotos sind? Ich armes Ostzonenkind DDR-Kind kenne doch die Westfilme nicht oder nicht so gut und seit 2004 war ich nicht mehr im Kino, da ich dort nichts verstehe. Ich sehe aber gerade, die Qualität ist nicht so überragend, aber vielleicht erkennt ihr mehr als Romy Schneider mit ihrer Mutter Magda.

Irgendwann war die Regenerierungsphase meiner Zahnärztin vorüber und ich kam auf den Behandlungsstuhl. Sie freute sich darüber, dass ich im allgemeinen kaum Schmerzen habe – das änderte sich aber schlagartig, als sie versuchte, mir einen Zahnersatz zurecht zu schleifen, weich zu unterfüttern und in den Mund einzusetzen, damit ich nicht immer mit Maske die Leere in den oberen Reihen verdecken muss. – Könnte mein linker Kiefer singen, er hätte laut jaulend eine Arie geschmettert geheult. Ich bin noch irgendwie mit Zähnen im Mund aus der Praxis gegangen – aber schon auf der Treppe kamen sie in ihr grünes Kästchen und da bleiben sie auch, bis der Kiefer Druck und anderes verträgt. – Mein nächster Termin ist am 2. September, da werden die Fäden gezogen – und dann sieht alles (hoffentlich) schon sehr viel besser aus – denn irgendwann hat ja sogar die hartgesottenste Clara das pürierte Essen satt oder über und will wieder mal in ein paar Hühnerschenkel beißen.

Manche bekommen zum Sonntag einen Blogbeitrag geschenkt, ich schenke mir Eis mit Erdbeeren, deswegen stehen die auf dem Balkon in der Sonne und tauen vor sich her. Gut, dass ich mal so viele eingefroren habe. Eine noch halb gefrorene Hälfte in den Mund nehmen ist wie Eisbeutel auf dicke Backe legen, nur von innen.

Im Netz habe ich gerade das gefunden und damit will ich mich auch schon wieder in mein wohlverdientes Nichtstun zurückziehen. Bücken, schnelles Gehen oder gar anstrengende Arbeit nimmt die Wunde übel – aber das lässt sich ja berücksichtigen.

Ich will das Bild ja gar nicht von „Geniale Gedanken“ klauen. Zur Sicherheit haben sie „elitemindset“ über „kaputt“ eingefügt. Was da aber für ein haariges Wesen im Hintergrund zu sehen ist, überlasse ich eurer Phantasie.

Und dann ist mir von den Minions noch etwas viel, viel Schöneres über das Display gelaufen – daran arbeite ich schon seit langem hart und jetzt hilft mir auch meine Zahnärztin dabei. (Das Komma hinter „Jahren“ habe nicht ich gesetzt)

Ist es dann so weit, wird meine Haarpracht genau auf dieses Minimum geschmolzen oder besser ausgefallen sein.


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20 Stunden danach

Die Beweisfotos gleich als erstes:

Die gestrige Operation ist wohl nach Fachterminus: „Gut verlaufen“, zumindest habe ich meine Zahnärztin zwischendrin gefragt, ob der Erfinder der Betäubungsspritzen auch wirklich mit dem Nobelpreis belohnt wurde. Stellt euch so eine Tortour mal ohne Betäubung vor – einer von beiden Beteiligten würde das vielleicht nicht überleben – entweder hier die zierliche Zahnärztin oder auf der anderen Seite die friedfertige Patientin, die sich nicht schlagend und beißend zur Wehr setzt.

Prophylaktisch hatte ich einen Teil eines Tiefkühlschrankfachs schon mit Kühlkompressen gefüllt, die ich abwechselnd auf die ständig an Volumen zunehmende linke Seite drückte. – Der Schmerz war zwar da, aber irgendwie aushaltbar. Als ich dann so gegen 22 Uhr meinte, im Bett besser aufgehoben zu sein, wollte ich eine Ibuprofen 400 schlucken. Aber sie war mir schlicht und ergreifend zu groß, so dass ich es gelassen habe.

Als ich zu Bett ging, lobte ich mich und meine im Jahr 2015 bei der Anschaffung meines Bettes waltende Klugheit und Geldausgabebereitschaft 🙂 😉 Ich wollte ein Bett haben, dessen Einlegeboden mit Matratze ich mit Motor und Fernbedienung so einstellen kann, dass es für MICH bequem ist – notfalls ist es sogar für Pflegekräfte bequem, aber dafür ist es dann doch zu niedrig.

Ich fuhr das Kopfteil mindestens um 30° hoch, vielleicht sogar mehr. Dadurch lief mir nichts den Rachen runter und Seitlage auf der lädierten Seite wurde auch verhindert. – Gut, ich wurde öfters mal wach und ging dann auch gleich sicherheitshalber Suppe und Tee wegbringen, aber letztendlich SCHLIEF ich fast 9 Stunden mit Unterbrechungen.

Heute morgen stellte ich fest, dass mir immer wieder das linke Nasenloch lief – Blut war da untergemischt. Deswegen der Stöpsel in der Nase. Und auf dem letzten Foto hatte ich versucht, mit einem „Häschenverband“ das Kühlkissen an der Wange zu fixieren – klappte nicht sonderlich gut.

Da kann ich euch jetzt vorjaulen, wie das ist, wenn eine (arme) alte Frau alleinlebend in einer Wohnung ist – da kann KEINE oder KEINER einen vernünftigen „Verband“ anlegen, damit das Kühlkissen hält. Meine Konstruktion hielt von 12 bis Mittag.

Aber ich denke, es gibt Schlimmeres.

Ich freue mich sehr über kluge oder besonders über lustige Kommentare – aber bitte erwartet ausnahmsweise nicht gleich oder immer eine Antwort von mir, ich schreibe notfalls lieber einen neuen Artikel. Den heutigen Tag werde ich NICHT vor dem Computer verbringen – Balkonluft kühlt die dicke Backe Wange besser, zumal es heute schön „kalt“ ist.

Und soviel von der Kieferfront in Berlin Tempelhof. Mit 9:09 Uhr habe ich eine kleine Schnapszahl zur Veröffentlichung gewählt.


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Ist etwa alles „zu viel oder zu lange?“

Wenn ich mein gegenwärtiges Dasein versuche, objektiv zu betrachten oder einzuschätzen, könnte ich fast vermuten, ich hätte das gefürchtete „long-Covid-Syndrom“ Mein Aktionsradius bewegt sich nur im unmittelbaren Umfeld herum und die „Bett-oder-Schlafsessel-Aufsuchzeiten“ sind außergewöhnlich lang und viel zu oft. Bin ich gegen 8:00 Uhr aufgestanden, schaffe ich es maximal 6 bis 7 Stunden, bevor ich mich wieder platt und kurze Zeit schlafend in der Horizontale befinde. Kurzbeschreibung: „Die nicht näher genannte Person hat als Hauptinteressen Essen und Schlafen“

Long Covid kann ich aber nicht haben, da ich „Short Covid“ nicht hatte – ich bin eine der wenigen und vor allem in der Familie fast die einzige, die diese Krankheit bisher umschifft oder umsegelt hat – besser gesagt, die Krankheit hat mich nicht gefunden. Alle anderen waren zwar auch geimpft – ich habe jetzt zur Sicherheit noch den zweiten Booster draufgesetzt – also: „Sleep too much“ muss eine andere Ursache haben.

Dass mir vor kurzem eine zweite Sieben für mein Alter geschenkt wurde, wurde besonders bei Fb lieb, nett und einfallsreich kommentiert, aber auch hier bei WP war es zu merken. Danke noch einmal an alle Gratulanten. Dennoch ist mir bei meinem Geburtstag folgendes deutlich vor Augen geführt worden:

Wer mir felsenfest etwas verspricht und das dann OHNE jegliche Erklärung – auch Tage danach – nicht hält, hat es schwer mit meiner weiteren Sympathie oder ähnlichem.

Mit Sohn, Enkelsohn, mit einer Freundin aus dem vorhergehenden Haus, mit einer netten Mitbewohnerin aus diesem Haus und mit meiner „Hörwunderwaffe“ habe ich das Kaffeetrinken zu Haus und das leckere Essen beim Italiener sehr genossen. Kleine Geburtstagsgeschenke haben die Freude gesteigert.

 

Es könnte also auch sein, dass die allgemeine Unlust mit „live too long“ zu tun hat. Unsere Vorfahren vor langer Zeit, also unsere Ahnen, Urahnen und Urururahnen durften ja nicht so lange auf dieser Welt leben, obwohl die damals wahrscheinlich noch nicht mal 20 % so kaputt und verwüstet war wie heute. Ich merke viel zu deutlich, wie mich die leider fast nur negativen Schlagzeilen bedrücken und fertig machen. Bei einigen Sachen – z.B. die Situation der Frauen in Afghanistan – versuche ich die Hilfsorganisationen mit Geld zu unterstützen – aber was kann ich außer Wasser sparen gegen die Trockenheit tun, die Waldbrände machen mir Angst – auch wenn sie nicht in meiner unmittelbaren Nähe sind, die gestiegenen Energiekosten werde ich in gewisser Weise wohl besonders hart spüren. Unsere gesamte Wohnanlage hat weder Wasserverbrauchsuhren noch Heizkostenzähler für jede einzelne Wohnung. So kann ich bei Abrechnung über Wohnungsquadratmeterzahlen bei Heizkosten und Wasser für all diese „Idioten“ mitbezahlen, die alles munter durch den Abfluss rinnen lassen oder zum Fenster hinaus jagen, weil sie den Unterschied zwischen lüften und dauergekippten Fenstern aus Egoismus nicht begreifen und beherzigen wollen.

Aber es gibt vielleicht auch noch eine dritte Variante, und die heißt „blog too long“. In wenigen Wochen vollendet sich beim Bloggen meine zweite Lieblingszahl – die 13 – denn ich habe im letzten Quartal 2009 angefangen. Meine Begeisterung für dieses von mir sooooooooooooo geliebte Medium pendelt ein wenig um die 10%-Grenze – und das ist eindeutig zu wenig, um hier mit Enthusiasmus zu schreiben. Ich bin ja eine „Aktivitäten-Bloggerin“ – schon immer gewesen – und wenn kaum Aktivitäten stattfinden, wo sollen dann Worte darüber herkommen???

Wenn einige von euch diesen Artikel lesen, sitze ich auf dem Zahnarztstuhl, mit vielen Spritzen schmerzfrei gespritzt, und bekomme auf der linken Seite die Knochenersatzmasse in den Kiefer gedrückt. Beide Mundwinkel und Lippen wird die  supergute Zahnärztin durch Vaseline hoffentlich vor dem erneuten Einreißen schützen können, denn das hat mich ja nach der letzten Op am längsten beeinträchtigt. Also: Bitte um Daumendrücken, vielleicht hilft es. Die Schwellungen können mit Kühlauflagen behandelt werden, die Blaufärbung stört mich nicht – nur der Zahnersatz sollte nach zwei bis drei Tagen wieder verwendbar sein, damit ich nicht ewig und drei Tage lang pürierte Suppe lutschen muss.

Zum Glück habe ich mir meinen Balkon noch ein wenig schöner gestaltet, so dass ich es – mit guter Literatur – darauf mindestens 3 Tage aushalte. Außerdem bringt mir mein Lieblingshandwerker eine Büchse Farbe vorbei, die ich partiell auf dem Balkongeländer verteilen will – damit kann ich mich STUNDEN beschäftigen und meinen Schmerz dabei hoffentlich vergessen.

Jetzt gibt es nicht mehr viel zu sagen – außer euch und mir alles Gute für die nächsten Tage zu wünschen. Sollte es mir drei Tage nach der Op noch nicht wesentlich besser gehen, habe ich gute Vorräte, um mir den Schmerz wegzusaufen – der wunderbare „Fürst von Metternich“ hat keine Abnehmer gefunden und zur Verstärkung könnte ich ihn noch mit Aperol aufpeppen – ich hoffe, es wird nicht so schlimm werden. Aber der Vertreter der Familie Metternich darf sonst auch in seinem weißen Gewand im weißen Regal stehen bleiben, bis er mal heftig gefragt ist.

Und zum Schluss noch ein typischer Clara-Joke. Ich habe auf dem Bauch eine knapp einen cm lange Wunde – nicht Schnittwunde direkt, mehr Quetschwunde – tut aber ein wenig weh. – Wenn ihr raten müsstest, wie oder wo ich dir mir geholt habe, kommt sicher niemand drauf. – Ich warte mal auf Vorschläge in einem Kommentar.


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Riesenfreude und mittelgroßer Kummer …

… alles in einem Rutsch!

Ich hatte in zwei Kommentarantworten bei meinem letzten Artikel erwähnt, dass ich zu einem Treffen aufbreche, auf das ich mich riesig freue. – Ich war mit meinem Superakustiker verabredet, der ja seit Jahresbeginn nicht mehr bei F*ielmann arbeitet, weil er sich selbständig machen will – und das ziemlich in meiner Nähe.

Die Eröffnung seines Geschäfts war so ca. für Februar/März geplant, aber immer, wenn ich danach durch die Gropiuspassagen schlenderte, sah ich nur dieses große Plakat, hinter dem sich seine Geschäftsräume verbargen.

 

Diese Aufnahme hatte ich vor weniger als zwei Wochen gemacht – langsam kam mir alles „spanisch“ vor – doch die Aufklärung bekam ich erst gestern.

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Der Grund für einen Akustikerkontakt war mein Roger-Mikrofon, das ich ja für wertvolles Geld bei F*ielmann gekauft hatte. Der allererste Eindruck war gut, so dass ich es nach dreiwöchiger Testzeit bezahlte.

Was der Grund war, warum sich dieser Eindruck gravierend verschlechterte, weiß ich nicht – zumindest war das Gerät plötzlich derart übersteuert, so dass ich nur auf ganz komplizierte Weise über Bluetooth und die Phonakapp im Handy die Lautstärkenreduzierung vornehmen musste. – Das ist aber derartig umständlich und vor allem wird die Verbindung zu den Hörgeräten immer wieder unterbrochen, so dass ich das nicht hinnehmen wollte.

Ich war der Meinung, dass eine Lautstärkensteuerung auch über die Tasten an den Hörgeräten möglich sein muss, denn nicht jeder Nutzer dieses Mikrofons hat ein Smartphone mit der hochwertigen Androidversion und zusätzlich die Phonakapp. – Die Forderung nach einer Steuerung der Lautstärke über die Hörgeräte hatte ich gleich von Anfang an bei dem Nachfolge-Akustiker bei F*ielmann gestellt, doch er entdeckte keine andere Beeinflussung als über die App.

Nicht nur in dieser Situation, sondern auch noch bei vielen, vielen anderen Gelegenheiten hatte ich bemerkt, dass sich Akustiker in der Qualität ihrer Leistung um WELTEN unterscheiden können.

Als es jetzt so akut wurde, wollte ich telefonisch einen Termin haben, doch mir wurde gesagt, dass mein mich „betreuender“ Akustiker im Urlaub ist – ich aber bei einem anderen einen Termin bekommen könnte. Da sah ich die Chance (meines Lebens), um von ihm weg zu kommen und erwähnte kurz, dass ich vorher bei dem „abtrünnigen P(atrick)P(oser) gewesen wäre. Und da sagte mir die freundliche junge Akustikerin, dass mein Lieblingsakustiker vorübergehend in einer anderen Filiale arbeitet, weil es mit seiner Geschäftseröffnung noch nicht funktioniert hat.

Glaubt mir, ich wäre bis Spandau oder ein anderes Ende von Berlin gefahren, um mein Problem von ihm klären zu lassen. Aber das war gar nicht nötig – er ist jetzt genau dort, wo ich von 1985 – 2000 gewohnt habe – und alles war gut.

Doch das nahm ich sofort (innerlich) zurück, als er mir erzählte, dass er alles bisher aufgewendete Geld für das Geschäft in den Gropiuspassagen in den Sand gesetzt hat und von der Centrumsleitung auch nicht einen Cent erstattet bekommt.

Es gibt mit dem Brandschutz ein ähnliches Problem, wie es schon beim Bau der BER aufgetreten ist – Genaueres weiß ich nicht dazu. Jedenfalls haben alle bisher schon bestehenden Geschäfte in dieser Ladenzeile Bestandsschutz  und können weiter geöffnet bleiben – nur neue Geschäfte dürfen nicht eröffnet werden, so lange das Problem nicht geklärt ist. Und WANN das der Fall sein wird, ist vollkommen unklar.

Also wird er dort stehenden Fußes kündigen und seine Kräfte auf zwei neue Projekte konzentrieren – in der Hoffnung, dass es mit einem von beiden klappt und er endlich in die angestrebte Selbständigkeit starten kann. Er ist mit seiner Dreier-Geburtstags-Schnapszahl im besten Karrierealter und bringt als Optiker- und Akustikermeister allerbeste Voraussetzungen mit.

MEINE BESTEN WÜNSCHE BEGLEITEN IHN UND ICH WERDE AUCH IM NEUEN GESCHÄFT TREUE KUNDIN SEIN!

Und als er mir das alles erzählt und auch die Standorte der beiden ins Auge gefassten neuen Geschäfte gezeigt hatte , kümmerte er sich um das Mikrofonproblem, das er in wenigen Minuten (hoffentlich) gelöst hatte. Ich werde es beim heutigen Doppelkopfspielen ausprobieren, ob ich es allein über die Hörgeräte lauter oder leiser stellen kann – DANN wäre alles wieder in Ordnung. (geschrieben am Do gegen 16:00 Uhr)

Es ist alles wieder ok – geschrieben am Do gegen 23:00 Uhr – ich konnte lauter oder leiser stellen – je nach Wunsch – alles hat geklappt.