Clara Himmelhochs Allerleiweltsgedanken


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Drachenfest in Tempelhof

Dort, wo früher die etwas größeren Maschinen gestartet und gelandet sind, durften an diesem Tag die abenteuerlichsten Gebilde in die Luft gehen – wenn sie es denn geschafft haben.

Es war ein Samstag und ich hatte Anna-Dienst. Vergnügt machten wir uns auf die Füße – im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir stiegen zwei Stationen zu früh aus. Das Kind wollte sich nicht an einen aufgeblasenen Bären,

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1610 DrF Flugfiguren 84Drachen oder sonstiges hängen – nein, es wollte hüpfen, springen, rutschen – alles kostenlos, alles von der veranstaltenden Wohnungsbaugesellschaft finanziert. Die Hüpfburgen ließen schon ihr Herz höher schlagen, aber noch heftiger schlug es wohl auf dem Trampolin, aus beiden Gründen: Freude und Anstrengung.

 

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(Da Annas Vater momentan computermäßig nicht erreichbar ist, konnte ich keine Freigabeerlaubnis bekommen – deswegen verpixxelt.)

Ich konnte sie gerade noch zu einem Rundgang bewegen – den Rest der “Kunst” musste ich mir dann allein ansehen.

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Den großen, weißen Männern zollte sie ein wenig Respekt – aber sie wollte zurück zu der Hüpferei.

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Als wir dann jedoch “Clara” am Himmel entceckten (lila), freuten wir uns beide, dass sie so mutig war.

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Die teilweise recht unverständliche Kunst, die auf ausrangierten Minigolfbahnen angeordnet war, zeige ich als Minigalerie.

 

Morgen gibt es noch ein paar Fotos im Fotoblog.


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Gasometer erwacht zu neuem Leben

Immer, wenn ich zum Doppelkopf auf der Potsdamer Straße fahre, bleibt mein Blick kurze Zeit an dem alten Gasometer in Schöneberg hängen. Eine Bloggerin gab mir den Tipp, mich dort mal umzusehen, weil sich in dieser Gegend kräftig was tut.

Gesagt, getan – am 6. Oktober war das Wetter wunderschön warm und sonnig und der Weg für mich nicht weit. Vom S-Bahnhof Schöneberg sind es keine 10 Minuten zu laufen, wenn frau gleich den richtigen Weg wählt. Mein ausgesprochen guter Orientierungssinn *frechgrins* ließ mich drei Anläufe brauchen, bis ich das Eisengerippe auch tatsächlich gefunden hatte.

Daneben gibt es ein ausgesprochen schönes Cafe mit ganz leckerem Kaffee, das Foto davon kommt aber erst morgen im Fotoblog.  Etwas weiter weg lockt ein Sandfeld zum beach volleyball, doch es war keine Mannschaft da, nur Liegestühle und Standkörbe warteten auf Sonnenhungrige.

Als ich mich am Kunst-, Technik- und Architekturangebot satt gesehen hatte, ging ich vor die Tore des Areals. Dort ist der Viktoriapark mit einigen sportlichen Angeboten für Erwachsene.- Ich beobachtete zwei Männer, die immer und immer wieder vergeblich versuchten, mit ihren großen Boulekugeln die kleine gelbe zu treffen oder zumindest in die Nähe zu kommen. Ob es an ihrer Wurftechnik oder an ihren Augen lag, dass beide immer sooooooooooo weit voneinander landeten, habe ich bis zum Schluss nicht ergründen können.

 

 


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Tag 3 findet nicht in der Luft statt

Als mein Enkel bei mir zu Besuch war, wollte ich mit ihm und Anna in den Kletterpark fahren. Die beiden waren schon ganz begeistert – doch leider musste diese wieder auf Null zurückgefahren werden, nicht nur des Regenwetters wegen. Aber es stellte sich raus, dass Kinder unter 12 nur in Begleitung von Erwachsenen klettern dürfen. Der Enkel ist seit wenigen Tagen 13, aber Anna wird erst im Januar 12. Sieht man die beiden nebeneinander, ist Anna ca. 10 cm größer und sieht aus wie 13, der Enkel könnte auch noch als 11 durchgehen. – Nun denkt aber bitte ja nicht, dass ich mich bereit erklärt hätte, die erwachsene Begleitung für die beiden abzugeben. Das Ergebnis wäre nämlich gewesen, dass die beiden MIR und nicht ICH IHNEN hätte Hilfestellung geben müssen. – Oma Clara macht sich schon mal gern zum Affen, aber alles hat seine Grenzen.

Also wurde ein würdiger Ersatz gesucht, um das Geburtstagskind noch nachträglich zu beschenken. Meine Frage: “Hast du Lust, dass wir ins Wachsfigurenkabinett gehen?”, wurde mit einem begeisterten “Jaaaaaaaaaaaa” beantwortet. Die neu erworbene Joy-Karte machte die Eintrittspreise bezahlbar. Ohne diese hätte ich für eine Erwachsene und ein Kind 40,00 Euro auf das Bezahltablett legen müssen, so war es nur die Hälfte. Die 5,00 Eus für die Karte haben sich also schon mehrfach amortisiert.

Hände können lügen oder Hände können einfach nur eine Pfeife halten. Die Meineidhand gehörte dem ersten Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht. Noch wenige Tage vor Mauerbau schämte er sich nicht, mit absolut unsympathischer Stimme zu tönen: “Keiner hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!”

0610 Ulbrichts Hand

Sein Konterfei und seinen ganz schlecht sitzenden Anzug erspare ich euch heute – morgen ist im Fotoblog noch was zu sehen.

Günter Grass ist in der Nähe vieler Worte modelliert. Seine Hand, die eine Pfeife hält, zeigt kleinste Falten und Adern. Es ist schon ein Kunstwerk, so eine Figur zu schaffen. Wenn sie dann der lebenden Person auch noch ähnlich sieht – hier nur bedingt bei allen zu sagen – ist es ein Meisterwerk der Kunst.

0610 Grass Hand

Solche Besuche sind ja immer eine wunderbare Gelegenheit, eigenes Wissen an die Generation nach uns weiterzugeben. Als wir vor der Figur von Sophie Scholl standen, ließen sich ein paar Worte über die Widerstandsgruppe “Die weiße Rose” einstreuen und auch darüber, dass sie alle hingerichtet wurden – viele noch nicht mal 20 Jahre alt – und das alles nur, weil sie mit dem System nicht einverstanden waren und Widerstand geleistet hatten. – Im ersten Moment, als ich so neben ihr stand, hielt ich sie für eine Besucherin.

0610 Sophie Scholl

Bleiben wir gleich bei der Politik. Wer kennt diese wunderschöne Frau? Das “Bermudadreieck ihrer Finger” ist nur allzu gut bekannt. – Den kleinen Parlamentsredner dagegen kenne ich nur zu gut.

Seht es mir nach, dass die Bilder von schlechter Qualität sind, aber da drin ist es fast so finster wie in einem Bärenpopo, alle Nasen lang hat frau einen Ellenbogen in den Rippen und meine Miniknippse hat kein lichtstarkes Objektiv.

0610 Merkel

Und bleiben wir doch gleich bei dem Parlamentsredner – hier macht er doch tatsächlich einen Besuch bei Albert Einstein – und ich habe ihm strengstens untersagt :-) , für das Foto die Zunge rauszustrecken. Prompt hat er sich umgedreht.

0610 Einstein

Und mit diesem “lustigen Gesellen” will ich mich für heute verabschieden. Die Fotos morgen sind sehenswerter als die heutigen.

0610 ET

 


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Aus Eins mach Vier (3)

Und, seid ihr bereit für den Fotomarathon, Teil 3?

2609 Brunnen Collage

Hier beobachtet der Rabe aus dem rechten Augenwinkel, was denn dieser komische Schatten bedeutet. Er kann nicht verstehen, warum diese Frau mit den bunten Hosen den Brunnen so intensiv beäugt und versucht, etwas Genaueres zu erkennen. Sie vermutet, dass in Frankfurt in diesem Brunnen Geldwäsche stattfindet – na gut, nicht Euro und auch nicht Zloty, das Geld ist schon etwas älter, dafür um so sauberer, weil das Wasser schon lange darüer fließt.

2609 Collage

Der Oderspeicher, sicher früher ein Kornspeicher, wie der seitliche Haken schlussfolgern lässt. (Fotoblog) – Der Pegelstand gab keinen Grund zur Besorgnis. – Das unhübsche Hochhaus habe ich fotografiert, weil ich  mir über die vertikalen Stangen, die mittig über die Fenster gehen, keinen Reim machen konnte. Nur Zier? Zum Runterklettern bei Gefahr ungeeignet, weil sie zu weit oben enden. 2609 Kirche Ausstellung 2

Kunst in der Marienkirche. Die versandete Nachricht war mehr humoristisch zu verstehen, aber die anderen Sachen waren alle sehr aufrüttelnd und gegen den Krieg gerichtet.

2609 Kirche Ausstellung 82

Dieser mit Beton beschwerte und mit Spiegelscherben verzierte Einkaufswagen wird bestimmt nicht mehr entwendet (bei uns stehen diese Wagen nämlich überall rum). Na gut, das Gemüse war auch nicht mehr das frischeste.

2609 Kirche Ausstellung

Ich weiß nur noch, dass die beiden unteren Kunstwerke “Der Terrorist” und das “Trojanische Ei” heißen – letzteres gefiel mir ausnehmend gut.

2609 Skulpturen 2 Collage

Schach ist international – das kann man auch spielen, wenn der Gegner von der polnischen Seite nicht mehr als “Guten Tag” auf deutsch kann. Der Deutsche revanchiert sich mit dzien dobry. – Wenn Bremen seine Stadtmusikanten hat, dann hat Frankfurt seinen Turm der Tiere. Leider wurde davor gebaut – aber die Bauarbeiter waren so freundlich, mir die Zäune wegzuräumen, damit ich besser an FlusspferdBärZiegeHaseRabe rankomme. – Diese neugriechische Dame mit wallenden Gewändern steht mitten in der Stadt. Ich vermute, dass ihr ehemaliges Zuhause zerbombt wurde, sie aber überlebt hat. – Der Herr, der auf der goldenen Kugel tanzt, schert sich um all das nicht, sondern narrt weiter vor sich hin.

2609 Skulpturen Collage

Kunst und Skulpturen gibt es in Frankfurt reichlich. – Ob die beiden Geschwister rechts oben (1990) darauf aufmerksam machen wollen, dass es in der neuen Gesellschaftsordnung auch Bulimiekranke gibt? – Dagegen spielt der kleine Junge (1970) selbstvergessen mit dem Fisch, den er gerade geangelt hat.

Und morgen nur noch Tag 4 im Fotoblog.


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Aus Eins mach Vier (1)

Gemeint: Ein Tag Frankfurt Oder – vier Tage darüber fotodokumentieren

Gudrun schwärmte so von Frankfurt – von diesem, das so groß ist, dass man es teilen muss: In eins an der Oder und eins am Main. Ich suchte mir diesmal das an der Oder raus, weil ich das preisgünstiger und schneller erreichen kann. Ich war vor noch gar nicht so langer Zeit mit dem Großelterndienst dort gewesen. Ich gehe aber lieber allein auf Erkundungstour – und deswegen habe ich diesen Tag sehr ausgenutzt.

Im Jahr 1950 schrieb B. Brecht folgende Hymne: (gekürzt)

Anmut sparet nicht noch Mühe,
Leidenschaft nicht noch Verstand,
daß ein gutes Deutschland blühe,
wie ein andres gutes Land.

Und nicht über und nicht unter
andern Völkern wol’ln wir sein,
von der See bis zu den Alpen,
von der Oder bis zum Rhein.

Deutschland grenzt in dieser Stadt – wie u.a. auch in meiner Heimatstadt Görlitz – an das Nachbarland Polen. Wenn ich mir die Zeilen der unteren Gedichtstrophe so durchlese, fallen mir gleich die vielen abqualifizierenden Witze über Polen ein. Mir scheint, dass dieses “Über-Denken” noch nicht aus den Köpfen raus ist.

Da die Flut der Bilder – nicht so schlimm wie die Flut der Oder am Ende des letzten Jahrtausends – so gewaltig war, wusste ich mir nur mit Photoscape-Collagen zu helfen. – Die Friedensglocke mahnt – in der heutigen Zeit könnte sie weltweit mahnen.

2409 Friedensglocke Collage

Oderland = Grenzland  – Aus einer Grenzstadt kommend, weiß ich, aus welchen Gründen die meisten Deutschen in die Nachbarstadt = Nachbarland fahren. Sie wollen preisgünstig tanken und einkaufen. Das ist sicher legitim, denn es passiert an den anderen EU-Grenzen ebenfalls. Damit die Deutschen nicht den Weg zur Tankstelle verfehlen, wird er ihnen gleich gewiesen. – Und die, die nicht ihr Auto mitnehmen, können mit dem Bus fahren – die Straßenbahn fährt nur in Frankfurt, nicht in Slubice.

2409 Grenzlandcollage 2

Die Stadtbrücke, die auf der Collage nur in Teilen zu erahnen ist,  ist der Übergang in die Nachbarstadt. Der Grenzpfahl ist mehr oder weniger nur noch ein Relikt.

2409 Grenzlandcollage

Doch Frankfurt wird nicht nur von tankwütigen Touristen belagert, es lockt auch mit schönen Backsteinbauten.

2409 Backsteinbauten

Ich habe in FFO festgestellt, dass nicht nur der Möbelschwede für die Farben blau und gelb schwärmt, sondern offensichtlich die Designer der Stadt auch. An der Universität Viadrina, wird ein Sohn von J.S. Bach, Carolus (Carl) Philipp Emanuel Bach, hoch geschätzt und sogar an Laternenmasten und Treppenstufen verewigt.

2409 CPEB Collage

Doch das ist nicht die einzige Kunst bzw. Erinnerung daran, die Wasserkunst hat mir auch sehr gut gefallen. Am Brunnenplatz (ob hier der Platz nach den Brunnen oder umgekehrt benannt wurden, weiß ich nicht) . Aus dem oberen Brunnen fließt das Wasser bis nach unten. Kaskaden will ich es nicht nennen, doch als Füßeabkühlrinne wunderbar geeignet.

2409 Brunnenplatz

Frankfurt hat bestimmt viele bedeutende Söhne und Töchter hervorgebracht, einer davon ist Heinrich von Kleist. Den Literaturbeflissenen unter euch wird bei diesem Namen bestimmt mehr einfallen als mir – ich habe mich über den treffenden Fensterspruch gefreut und habe mich auf einer der Bänke niedergelassen, um etwas zu essen und zu trinken. Leider gab es dafür keine Extrabank.

2409 Lesen Collage

Ist es nicht entzückend, dieses kleine, bezopfte Lesemädchen. Sie wird doch nicht etwa stark fehlsichtig gewesen sein, weil die Buchstaben in ihrem Buch so groß geschrieben sind??? :-)

2409 Lesen Collage 2

Doch jetzt ist langsam genug für heute. Zuletzt will ich euch noch eine kleine Sonderlichkeit zeigen. Der Brunnen ist aus DDR-Zeiten und steht auf der Hauptstraße, die am Oderturm = höchstes Haus am Platz. Meine Gedanken werde ich erst einmal noch für mich behalten, ich überlasse die Collage eurer freien Interpretation.

2409 Brunnen Collage

Tag 2 und 4  der Fotodokumentation finden im Fotoblog statt, morgen und danach.


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Wer mit dem Kopf durch die Wand will …

hat wenigstens ein Ziel vor Augen.

2209 Kopf durch die Wand 32

Hier und morgen im Fotoblog versucht dieser Riese, im oberen Stockwerk auf den Kaffeetisch zu schauen.

2209 Kopf durch die Wand 31

Wenn Clara nicht mehr “mit dem Kopf durch die Wand will”, dann ist sie zwar domestiziert, aber dann ist sie nicht mehr Clara.

(Der Riese ist kurz hinter dem Maxim-Gorki-Theater zu finden)

Molliges in der Landgalerie Brandenburg

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Clara Himmelhoch:

Was gut ist, sollte auch auf beiden Blogs gezeigt werden. Ich finde die Bilder von Kristina Polster so amüsant, dass ich den Post reblogge.

Ursprünglich veröffentlicht auf Himmelhohes Fotogeflüstere:

Wer hier schon lange liest und ein gutes Gedächtnis hat, wird sich an Karl Witzleben und seine Wildgänse erinnern, die er an Kindes Statt angenommen hat, bevor er sie in die Freiheit des Lebens entlassen hat.

Vor einigen Tagen war ein Hoffest und ich war mal wieder dort. Von der Malerin Kristina Polster, die im gleichen Jahr wie ich das Licht der Welt erblickte, war ein ganzes Zimmer voller molliger Frauen. – Einige der Bilder sind unverkäuflich, aber für die anderen gibt es eine Preisliste. Also sollte sich jemand interessieren, ich stelle gern den Kontakt her – OHNE Vermittlungsgebühr.  – Einige dieser Bilder sind so herrlich und voller Ironie, dass ich schallend gelacht habe.

Original ansehen

This gallery contains 20 photos


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Schwedt an der Oder …

war zu DDR-Zeiten bekannt durch das große Textilkombinat. Davon ist nichts übrig geblieben. Auch sonst scheint von industrieller Erwerbstätigkeit nicht viel in Schwedt und Umgebung zu sein – die Stadt macht keinen wohlhabenden Eindruck. Kunst gab es einiges, was mir gefallen hat – und Wasser. Eine Stadt am Fluss hat schon immer für mich einen besonderen Reiz. In der Nähe der Donau geboren, an der Neiße gelebt, an der Elbe (Dresden) studiert, an der Spree die Berliner Luft geschnuppert, an der Elbemündung geliebt, am Rhein Fahrrad gefahren, am Neckar einen Teil der Familie geparkt! Gibt es eigentlich Städte ohne Flüsse????

Das sind hier also ODER-Möven, die auch nicht anders aussehen als andere Möven, nur dass sie Polnisch verstehen, weil sie ja ständig hin und her fliegen.

1009 Collage Möven

Und jetzt Kunst satt.

Ich hoffe, jeder erkennt die Seejungfrau

Ich hoffe, jeder erkennt die Seejungfrau

Wie es aber kommt, dass die Seejungfrau ein Baby im Arm hat, das verstehe biologisch, wer will. – Vielleicht ist das hier der Vater von dem kleinen Seejungfrauen-Baby, der jetzt ganz schnell davon reitet, um keine Alimente zahlen zu müssen???

1009 Schw Skulptur Reiter 85

Als die Seejungfrau noch eine Mädchenjungfrau war, hat sie ganz unbeschwert mit ihrem Liebsten getanzt. – Diese Skulptur strahlt den typischen DDR-Kunst-Charme aus.

1009 Schw Skulptur Liebespaar 18

Und jetzt noch zwei Collagen von der Rathaustür, die ganz mit Skulpturen geschmückt war. – Dass die Industrie eine Rolle spielte, verstehe ich ja – aber warum Pferde für Schwedt so bedeutend sind, habe ich nicht erforscht.

1009 Collage Rathaustür (2)

Offenbar wurde die Industrie durch Natur und Obstbau ersetzt und die Pferde durch die symbolischen Pferdestärken. 1009 Collage Rathaustür 2

Und morgen gibt es noch was im Fotoblog über Schwedt.


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Letzte lila Lieblichkeiten…

werden jetzt hier gezeigt, dann verlasse ich das Thema “Lila” für längere  einige Zeit.

Als Lenni mit seinem Besitzer kürzlich zu mir kam, konnte sich der Hund vor Freude gar nicht einkriegen. Da hier so viel lila ist, wurde Lenni auch eingefärbt.

2108 Lenni Balkon lila

 

Mit dem Überblick, den er sich auf diese Weise verschaffen konnte, war er offensichtlich nicht so richtig zufrieden – erst, als er sich selbst erhöht hatte und auf dem Schoß meines Sohnes saß, zog ein zufriedenes Grinsen über sein Gesicht und er beobachtet alles voller Aufmerksamkeit.2108 Lenni u Herr 45

Die Liege hat mein Sohn repariert – an die letzte Schwachstelle machte ich mich selbst. Vor Jahren hatte ich eine Schranktür entsorgt, weil der Platz zu eng war. Die Lücke sah dann so aus:

 

2108 Schrankwand Türlücke 48

Da lässt sich nichts beschönigen – das sieht einfach sch lückenhaft aus, jetzt, wo das Zimmer so viele Stunden am Tag genutzt wird. Also – aufgemacht zum Stoffmarkt am Maybachufer – dort einen wunderschönen Spielplatz entdeckt, von dem ich bald berichten werde – einen schönen weich fließenden Stoff auf dem Tisch gesehen – (einen Meter für einen Euro, da kann Frau gar nichts falsch machen) – und dann versucht, den Stoff zuzuschneiden. Alle Scheren versagten ihren Dienst – ich holte den elektrischen Scherenschleifer raus – und dann ging es mühsam cm für cm. Mit selbstklebendem Klettband befestigt und jetzt sieht es so aus.

2108 Schrankwand Türlücke 49

Beim Doppelkopfturnier am 16. bekam ich von den anderen einen Geburtstagsbonus eingeräumt, so dass ich mir trotz meines schlechten Punktestandes diese zwei lila Taschenlampen aussuchen durfte. Die große ist richtig gut und leuchtet finsterste Ecken aus.

2108 Taschenlampen

 

An meinem Geburtstag hatte ich ja Anna-Tag, den wir wunderbar miteinander geteilt haben. Sie hatte – sicher mir zur Freude – ein lila Gewand angelegt, denn auch ihre Lieblingsfarbe ist lila.

2108 Geschenk von Anna 63

 

Und dann habe ich von einem Freund noch einen wunderbaren Schirm mit einigem Drumrum geschenkt bekommen.

2108 Schmetterlingsschirm Fußmatte 78

Ich dachte mir, der ist viel zu schade für Regen und habe ihn erst einmal in meinem “Salon” aufgehängt. Doch wahrscheinlich wird er dort nicht hängen bleiben.

2108 Schmetterlingsschirm 91

Auf dem Balkon würde er zu schnell wegfliegen,  der Schmetterling.

2108 Lila Schirm auf Balkon

 

Die Überraschungen und die Geschenkeflut gingen weiter. Eine sehr aussagekräftige Ansichtskarte von dem einmaligen Jugendstilkaufhaus in Görlitz kündigten Überraschungen an. Als ich vorgestern spät abends aus Perleberg kam, war ein Umschlag von A*ma*zon im Kasten, obwohl ich nichts bestellt hatte. Inhalt war eine 50 x 50 cm große Kissenhülle im Grundton Dunkellila. Da ich keine Kissenfüllung in der Größe parat hatte, kam der Grundkurs in Bastelkreativität sofort und gleich zur Anwendung, ungeachtet der Uhrzeit. Ein großes Kopfkissen, das längst schon entsorgt werden sollte, wurde in wirklich mühevoller Nachtarbeit zurechtgestutzt. Mit allen möglichen Schneidwerkzeug wurde die sperrige Füllung beschnitten.

2108 Lila Kissen Füllstoff

Rausgekommen ist das – doch der Schirm wird keinesfalls auf dem Bett platziert werden, denn ich bin nicht der arme Poet, wie ihn uns Spitzweg zeigt, bei dem es ins Bett regnet. – Ich gestehe, dass ich mir selbst so ein Kissen aus verschiedenen Gründen nicht gekauft hätte, es mir aber sehr gefällt und es  sehr viel hübscher aussieht als das bisherige.

2108 Lilacollage

Als dann am nächsten Tag das zweite Päckchen mit der Kissenhüllenfüllung und damit auch die Aufklärung über die Bestellerin kam, improvisierte ich wiederum gleich und sofort. Endlich kommt der bisher ungenutzte Kopfkissenbezug zur Verwendung. Es schaut so aus:

2108 2 lila Kissen 09Ich empfange gern Besuch – ich habe auch gern Übernachtungsbesuch. Doch macht euch keine falschen Hoffnungen: In meinem lila Salon lasse ich euch nicht schlafen, das ist meiner!!!!

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Last but not least kommt noch der Besuch einer Ausstellung von Elvira Zimmermann zur Sprache. Ich kenne sie vom wöchentlichen Doppelkopfspiel. Ich kam in den Raum und mir fiel sofort ein Bild auf, das perfekt in meinen lila Salon passen würde. Doch zum Glück fielen mir mehr Argumente dagegen ein als dafür – und so fuhr ich ohne dieses wunderschöne Bild nach Hause – hatte allerdings 5 grüne Scheine gespart. Und meine Bärengalerie kann an ihrem Platz bleiben – denn die würde nicht unter das tolle Bild passen.

2108 FB Bild E. Zimmermann 50

Auch im Fotoblog konnte ich es mir nicht verkneifen, in lila zu schwelgen.

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