Claras Allerleiweltsgedanken


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Männer sind besser …

… zumindest beim handwerkeln!

Vor laaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit wollte ich ursprünglich auch im Bad Ostersachen verstecken. Da meine Heizung immer ziemlich bullert (Nordbad ohne Sonnenschein), stellte ich sie ab, damit alle Schokoküken und anderes ihre Form behalten.

Gut, das Bad wurde dann doch ausgespart als Versteckort, aber die Heizung blieb erst einmal abgedreht.

Drei Tage später will ich sie wieder anstellen – doch NICHTS! Sie bleibt so eiskalt wie sie in den Tagen zuvor war. Früher konnte ich den Thermostatknopf nach meiner Erinnerung einfach abziehen – doch ich zog vergeblich.

Der als Dritter angerufene Maler erklärt mir, wie es geht. Ich erwartete eine verklemmte kleine Spiralfeder – doch wieder Fehlanzeige.

Mit weinerlichem Gesicht (das weckt in Männern den Beschützer- und Handwerkerinstinkt) gehe ich mit dem Thermostatkopf zum Hausmeister. Nach einigen „lustig-blöden“ (aber nicht bös gemeinten) Bemerkungen erklärt er mir, dass ich mit einem harten Gegenstand auf den verklemmten Stift am Heizkörper drücken soll. Falls das nicht hilft, könnten LEICHTE Hammerschläge die Sache beschleunigen und erledigen.

Alles durchgeführt – UND???? Bei dieser Überschrift natürlich ohne Erfolg.

Dann lieh ich mir Kriechöl-Spray oder so etwas ähnliches. Über Nacht mehrmals nachgesprüht und am frühen Morgen voller Erwartung mit dem Hämmerchen das Sparschwein Hammer auf den Stift gehauen.

Da mich der Hausmeister am Tag zuvor „versetzt“ hatte, kam er gleich nach meinem Anruf – ja mehr noch, er erkennt jetzt schon auf dem Diensttelefon meine Handynummer – ich habe also Karriere gemacht.

Er sprüht noch einmal mit seiner Dose, nimmt seinen Hammer (der dem meinigen aufs Haar gleicht), führt drei Schläge aus und sagt: „Warum konnten Sie denn das nicht?“ – Wir haben so laut und herzhaft gelacht und ich konnte es ihm wirklich nicht beantworten.

Es tut mir jetzt schon Leid, wenn er mal in Rente geht und in sein Anwesen in Pasewalk zieht.

 

 

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Diskutieren ja – pöbeln nein

Es ist schon ein paar Tage her und ich will nicht schreiben, wer mich in dieser Art bei welchem Artikel  „angeschrieben“ hat. Es sind die letzten Kommentare, die ich nicht mehr veröffentlicht habe. Die Fettmarkierung habe ich bei besonders „schönen“ Sachen selbst vorgenommen.

Noch veröffentlicht:

Ach komm schon. Red dir deine Diktatur nicht schön. Hättest du auch nur annähernd gewagt, deinen Mund so aufzureißen wie du es jetzt darfst, hättest du schon eine lange Knastkarriere hinter dir, wenn du noch leben würdest. Und bei keinem deiner Freunde oder Bekannten brauchst du heute unsicher sein, ob er nicht doch ein Spitzel ist der dich jederzeit verraten würde. Und: Wir haben unsere Nazi-Vergangenheit doch recht gut verarbeitet im Gegensatz zu euch. Das merkt man doch heute noch jeden Tag. Also hör auf dich zu belügen. Ich stand nie besonders auf dieses Land, aber das ich im besseren lebte war nicht nur hier jedem klar. Euch damals auch. Aber man vergisst ja so schnell, nicht?

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Immer erst denken, dann reden. Ich bin erst 54, mein Vater war bei der SS, ich hab also keine Ahnung von dem ganzen Mist und den alten Säcken, die sich ihre beschissene Vergangenheit schönreden wollen. Kein bischen! Ob rot, ob braun, alles der selbe Mist. Das war ein schöner Schock für euch, für eure LEISTUNG bezahlt zu werden, was? Da lobt man sich doch seine gute, alte Diktatur! Schnauze halten und fürs Stillsein Geld bekommen. Dafür sieht man halt hier und da mal weg, sind halt selber schuld, die Mauertoten und Stasi-Häftlinge. Klasse! Super-Einstellung!

Verzeihung, habe ich Ihre Gedanken, Worte und Werke zu den heutigen Kriegstoten, Bombenopfern, Amokläufergetöteten und vor allem zu den unzähligen Ertrunkenen, die auf ihrem beabsichtigten Weg in eine sicherere Welt starben, überlesen oder überhört? Und ich schwöre, da hat keine Stasi mehr ihre Hand im Spiel – das schaffen „die anderen“ schon allein. – Wenn ich Ihre Gedanken verfolge, sind die Toten der Jetztzeit auch alle selbst daran Schuld, dass es Kriege, Fluchtkrisen und geisteskranke Amokläufer als ihre Todesursachen gibt. 

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(Die folgenden sind nicht mehr veröffentlicht worden)

War klar! Du verstehst es nicht. Das war meine Antwort auf deinen Spruch, das „Dich die Arbeitslosigkeit bis ins Mark und Bein getroffen hat.“ Nicht deine töten Mitbürger oder deine verratenen Landsleute. Nein. Deine Arbeitslosigkeit! Oh Mann.

Und noch was zur Klärung: Ich habe deinen Blog nicht abonniert.
Ich bin zufällig drauf gestoßen. Könnte ja keiner ahnen, das da ein Seniler DDR-Bürger dahinter steckt. Aber das kenne ich schon. Wie gesagt. Mein Vater war in der SS. Ich kenne euch Spinner. Alles das selbe. Und jetzt keine Nervereien mehr.
Ich sehe nur einen, der ständig weiter nervt, denn von mir kam absolut nichts mehr.
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Ist das jetzt angekommen? Das war die Antwort auf deine Jammerei über deine Arbeitslosigkeit. Keine Beschwerden über Mangelwirtschaft, Verrat, Folter und Mauernschützen. Nein. Arbeitslosigkeit traf sie in Mark und Bein! Aber wie gesagt: Ich kenne euch beteiligen alten. Mein Vater war auch bei der SS. Kein Unterschied. Also, lass jetzt gut sein. 
Gut, dass mein Vater nur Soldat und kein SS-Mann war, sonst hätte meine Mutter (auf „Ihre“ Kosten natürlich) eine höhere Rente bekommen.
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Falls jetzt was doppelt kam, Sorry, bin noch nicht ganz wach. Ansonsten nichts für ungut. Wünsche dir trotzdem noch ein par gute Jahre auf Kosten unserer Rentenzahler. Das sind die, die sich hier bei uns aufregen! Zu Recht. Nicht wieder alles falsch verstehen. Ich lebe auch auf deren Kosten! Obwohl ich immer gearbeitet habe. Das daß nie reicht, war mir schon als Kind klar. Das ist Freiheit!
Meine Freiheit: Ich kann antworten oder nicht. Und ich kann antworten wo ICH will und wie ich will. Und so ganz nebenbei hätte ich zu den 40 Jahren Arbeit gern noch weitere hinzugefügt, so man mich nur gelassen hätte.
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Ach ja, dazu noch etwas: Von wegen Zwangsadoptiert: Wer wollte das denn? Schon vor der Wende, die ja von euch ausging hat euch die BRD kräftig geholfen. Dank des Milliardenkredites, vermittelt von Franz Josef Strauß (damaliger CSU-Vorsitzender) konnte sich die damals schon marode DDR noch bis zur endgültigen Wende wirtschaftlich am Leben erhalten. Dein Job wurde also von uns bezahlt. Komisch, was? Hab ich damals (so 1983 glaub ich) auch nicht verstanden. Und das ist der Dank. Mit Sicherheit hättet ihr uns nicht so gut behandelt, wenn ihr uns überlegen gewesen wärt! DAS macht mich sauer, das ihr völlig verdrängt wie ihr vorhattet mit uns umzugehen wenn ihr uns „eingenommen“ hättet. Die Pläne dafür lagen schon bereit. Verhaftungslisten und Lagerhaus. Alles schön geplant. Und jetzt jammert IHR wegen Arbeitslosigkeit! Ihr bekommt von uns Geld fürs Nichtstun, weil ihr unqualifiziert und unselbständig seid! Hättet ihr das mit uns auch gemacht? Jetzt sei doch mal ehrlich.
Als kleine Hilfe: Rot und blau ergibt lila! Bei NATO-Übungen war der Westen immer blau und der Osten rot. Müsste dir doch passen? Siehst du, wenn man Gemeinsamkeiten sucht, findet man sie auch! Versuch es auch mal.
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Wozu? Das gerät völlig durcheinander weil du nicht auf die tatsächlichen Beiträge meinerseits reagierst. Verstehst du sie nicht? Musst nur fragen, Ich kann das auch leichter erklären. Wirklich, Mach ich gerne.
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(Sein Kommentar zu einer meiner Unterseiten)
Na siehst du. Du machst dir ja gar nichts vor in Sachen DDR! Warum legst du dich dann so ins Zeug, wenn du den Verdacht hast, jemand redet schlecht über sie? Es geht doch nur um Realitäten!
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(Sein Kommentar nach Lesen des Artikels „Rote Sprüche…)
Na siehst du. Du hast es also gemerkt? Warum streiten wir uns dann darüber? Die haben euch doch verarscht!
Werter Mr. smart aleck or better bigmouth, es ist ein Unterschied, ob jemand ein Land beurteilt, in dem er 40 Jahre gelebt hat, oder ob das jemand tut, der seine „klugen Sprüche“ aus den Medien hat, die die DDR aus bestimmten Gründen gar nicht gut darstellen durften.
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Und jetzt ist Schluss, sehr geehrter Herr Troll, Protest ist zwecklos. So wie sich Millionen „Ehemalige“ in kürzester Zeit auf alle Gegebenheiten in der Bundesrepublik einstellen mussten, werden Sie sich jetzt mit dem Spam-Umfeld anfreunden müssen, falls Sie noch weiter kommentieren sollten.Denken Sie nicht zu oft an Ihren Vater, das macht nur braune Gedanken. Es war Ihnen ja in den wenigen Kommentaren dreimal wichtig, seine SS-Vergangenheit zu erwähnen.
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Und“In die Warteschleife“ war erst Stufe eins, jetzt führen Sie eine neue Blacklist an, also Stufe zwei – beides erfolgt.
Ohne weitere Worte von mir.


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C(l)aras Kochblog …

oder Claras K(l)ochbog

Irgendwie versuche ich hier, die beiden absolut nicht zueinander passenden Teile zusammen zu führen.

Vor einigen Tagen antwortete mit Bella bzw. sein Herrchen auf dem Almhüttenblog folgendes auf meinen Kommentar:

bellkartoffeln mag ich
möhre auch
fleisch sowieso 🙂
überbacken mit käse !
das ganze superlecker 🙂
und ja rosenkohl
macht auch strenge düfte in der hundekiste
die ich allerdings nich habe
also die kiste 😀
und die bettdecke schwebt
gruß bella 🙂
Am meisten begeisterten mich die „Bellkartoffeln“, die mich sofort an Lenny, den Fresshund, erinnerten und mich doch tatsächlich zum ersten Kochblog-Artikel meines Bloggerlebens animierten. Keine Hoffnung – es wird keine Fortsetzungen geben, die bisherigen Artikel, die sich mit dem Kochen beschäftigen, reichen. (und wenn ihr mich fragt, ist die zweite Geschichte eindeutig die lustigere, zumal sie von meinem Sohn handelt.)
Also werde ich die ganze Kochartikelarie mit Fotos belegen, damit mir auch geglaubt wird.- Der Beginn – die Kartoffeln werden mit dem Millimetermaß in genau gleichhohe Scheiben geschnitten, was natürlich nur mit dem farblich passenden Zubehör klappt. Doch wie da Schneidebretter mit lila Lochumrandung ins Bild kommen konnten, verstehe ich ja nun gar nicht!  – Alle notwendigen Zutaten warten auf ihren Auftritt.
Als ausreichend Pfeffer und Salz auf den nackt schmeckenden „Bellkartoffelscheiben“ verstreut ist, wird die Hühnerkeule zerkleinert. Für mich was das Abnagen der Knochen der schönste Teil dieser Arbeit.
Nun wurde schnell noch der rote Kochlöffel herausgekramt, damit ihr mir das mit dem farblich passenden Zubehör auch glaubt – ich kann bei Farben sehr pingelig sein 🙂
Und jetzt kommt das dazu, was dem ganzen Auflauf seinen Namen gibt: der nach Ratschlägen aus kundigen Bloggerkreisen halbierte Rosenkohl, von mir kräftig mit Muskat gewürzt. – Ich weiß gar nicht, warum ich immer behaupte, ich KÖNNTE nicht kochen. Na gut, GUT kann ich nicht kochen, aber hauptsächlich WILL ich nicht kochen.
Damit der Auflauf im Backofen nicht friert, wird er noch ein wenig mit Käse bedeckt – das ist dann am Ende die „Bettdecke, die sich hebt, wenn man viel Rosenkohl gegessen hat!“ haha
Und nun – wie die Gretel die Hexe in den Ofen schiebt, schiebt hier die Clara den Auflauf in den Minibackofen und freut sich über die leisen Bratgeräusche und über das Aussehen.
Und damit ihr nicht denkt, Kochbilder sind wirklich meine neue Leidenschaft, werden die restlichen drei als Galerie verarbeitet. – Und es hat wirklich gut geschmeckt.


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Lese- und Lebensstoff

Bald geht es los. Damit Flug- oder andere Leerlaufzeiten gefüllt und die Angst beim Fliegen überwunden werden kann, habe ich mir das Buch

Die Spuren meiner Mutter

besorgt. – Wenn ich zurückkomme, will ich sehen, was die Literatur zum Töchterthema schreibt:

  • Nicht ohne meine Tochter
  • Tochter der Erde
  • Hannas Töchter
  • Geliebte Töchter
  • Tochter des Gehengten
  • Tochter des Drachenkönigs
  • Tochter der Prärie
  • Mönch und Henkerstochter
  • Ein Vater und zwei Töchter
  • Die falsche Tochter

 


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Sieben Jahre fleißig gebloggt …

da habe ich mir doch mal eine längere oder kürzere Pause verdient

Vor ganz wenigen Tagen war der Jahrestag des Einzugs in diese Wohnung. Innen hat sich viel ereignet, von den Handwerkern angefangen und den größeren Ausgaben, wie z.B. letztens für einen neuen Tiefkühlschrank. Aber außen ist nicht viel passiert. Ich komme mit den Leuten in meiner Umgebung nicht sehr gut klar, ich kann ihre Eigentümermentalität nicht nachvollziehen. Das Ein- und Abriegeln oder sich Abschotten, es ist nicht meins, auch die Lärmempfindlichkeit nicht, wo doch vor den Fenstern der Bär tobt, so laut ist es auf dieser Straße am Tage. – Aber gut, ich muss ja keinen von ihnen heiraten und die Frauen nicht zur besten Freundin nehmen.

Gestern wollte ich in mein Konto und das klappte nicht. Nach drei Fehlversuchen hing ich mich ans Telefon und mir wurde gesagt, dass ich offenbar einen Trojaner auf dem Computer habe, der meine Kontodaten ausspähen möchte. – Also sofort die gebuchte Computerhilfe angerufen und vom Monatskontingent (30 Minuten) 2/3 vertelefoniert. Wir luden das Programm „Search & Destroy“ herunter und seit Stunden, fast schon seit „Tagen“ macht der Computer einen Systemscan. Mal sehen, ob danach die Sache wieder in Ordnung ist. Mein Konto ist gesperrt und ich muss es erst freigeben lassen. Grrrrrrrrrrrrrhhhhhhhhhh!!!!!!

Jetzt zurück zum bloggen.

In den ersten Jahren habe ich oft täglich geschrieben, dann kam der Fotoblog dazu, so dass die „Arbeit“ nicht weniger wurde. Ich will mich keineswegs beklagen, denn ich mache es – wie alle anderen auch – natürlich freiwillig und bekomme außer lieben Kommentarworten und Likes natürlich keine Tantiemen dafür. Geld ist eh nur schnöder Mammon 🙂 Aber mein Körper schreit nach einer anderen Beschäftigung! Mein rechtes Handgelenk ist in einer vom Orthopäden verordneten Manschette eingepfercht und über die anderen Zipperlein will ich nicht reden. – Ich werde lesen und sicher hier und da auch einen Kommentar hinterlassen – aber sparsam!

Ich sitze viel zu viel am Computer. Jetzt muss ich die Zeit erst einmal für andere Sachen einsetzen – aber ihr seht mich wieder.

Wenn jemand die Gravatarsammlung aus den sieben Jahren unvoreingenommen sieht, könnten sie oder er auf die Idee kommen, ich sei pink- oder purpleaffin. Das täuscht, das bin ich nur ein ganz kleines bisschen!!!! 🙂 😉

0109 15 ClaraOma

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2412 Pause

Aber im Fotoblog wird weiter bedient!


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Die Vorgängerversion von jetzt

Ausgangssituation: Ein Bad, ca. 5 qm groß oder klein, von oben bis unten mit grau geflammten Fliesen zugefliest, auch auf dem Fußboden die gleichen 12 x 12 oder 15 x 15 hellgrauen Quadrate. Keine Zierborte, keine Abwechslung, keine Augenfreude.

Wer es dann schafft, nichts an den Wänden anzubringen, nichts aufzukleben, ist in meinen Augen ein Fliesenheiliger – ich habe es nicht geschafft, mir war es zu eintönig. Außerdem hatte ich in diesen Jahren noch oft Kinderbesuch, da ich über den Großelterndienst und das Jugendamt Kinder betreut habe. Die haben immer gejuchzt vor Freude, wenn sie in mein Bad kamen. Da leuchtete die Fisch-Lichterkette, da fluoreszierten die Sterne am Himmel, der Mond leuchtete ganz besonders hell, wenn ich ihn vorher mit Licht aufgepumpt hatte.Tja, von nichts ist nichts, auch kein glimmender Mond.

Zwischendurch immer mal ein bisschen manisch angehaucht, kann es manchmal nicht genug sein – das noch und das noch und das auch noch. Manchmal wird einiges wieder entfernt, zum Beispiel die Steine vom Fußboden, aber ich kann mich gut an viel gewöhnen.

An der Wand tummelten sich Seesterne, eine Riesenschildkröte paddelte durch das Fliesenmeer, Muscheln lagen am „Strand“, überall konnte man hinter Steinen seine „Juwelen“ verstecken,  wenn man in die Fluten tauchen wollte.

Und besser als jetzt: Das Wasser floss üppiger und ließ sich gradgenau auf die Wunschtemperatur einstellen.

In 15 Jahren darf man auch schon mehrere Toilettenbrillen verschleißen – aller 5 Jahre eine neue ist ein sparsamer Durchschnitt. Mr. Erdmann war der absolute Hammer – um den hat es mir sehr leid getan, als ich ihn verlassen musste. Und jetzt passt er nicht auf meiner vornehmen WC-Brille mit Selbstschließautomatik.


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Clara, wie hältst du es mit der Religion?

So oder ähnlich hat eine Bloggerin vor kurzem in ihrem Blog gefragt, deswegen werde ich die Fragestellung ändern, auch wenn es bei mir ebenfalls ein wenig mit Religion zu tun hat.

Clara, wie hältst du es mit Wahrheit und Lüge?

Ich werde mich jetzt nicht mit den großen Lügen in der Politik beschäftigen.

Auch die Kinderflunkereien meine ich nicht. Wir haben vor der Beichte (katholische Religion) immer folgenden Spruch aufgesagt:

Ich habe genascht, ich habe gelogen,
ich habe die Katze am Schwanz gezogen.

Aber Katze gab es nicht, also alles andere auch nicht!

Wie bestellt kam vor einiger Zeit im Fernsehen eine kurze Sendung über die und das Lügen – war recht interessant.

Es gibt positive Lügen, mit denen man eine oder viele Personen schützen kann, zum Beispiel die Juden vor den Nazis oder heutzutage die Flüchtlinge vor der AfD. Wenn die schon den deutschen Boateng nicht als Nachbar wollen, wie viel weniger dann echte Ausländer. Diese Lügen gehören eher belohnt als bestraft.

Wenn jemand ein wenig flunkert und aufschneidet – z.B. den geangelten Fisch 20 cm wachsen lässt – kann ich das auch noch unter Ulk verbuchen.

Ich meine die wirklichen Lügen, die einer Person schaden oder sie ins Unrecht setzen und den Lügner besser dastehen lässt. Ich bin da ein sehr, sehr gebranntes Kind, deswegen hasse ich Lügen.

  1. Als Kind und Jugendliche wurde mir etwas über meinen Vater berichtet, was ich so nicht in Frage stellte. Doch irgendwann habe ich aus Zufall ein Beweisstück gefunden, dass es eine richtige fette Lüge war. Aus Respekt vor meiner Mutter (auch wenn sie schon fast 3 Jahre tot ist) will ich es nicht genauer beschreiben – aber ich habe sie ernsthaft zur Rede gestellt. – Leider hat das nicht gefruchtet, denn einige Jahre später, als eine ähnliche Situation auftrat, wurden die Hausbewohner auch wieder belogen. Und das alles im Namen der katholischen Kirche.
  2. Dann lernte ich irgendwann meine erste große Liebe kennen – einen katholischen Theologiestudenten. Er raubte mir von der Jungfrau die erste Silbe. Ich war innerlich schon auf Heirat programmiert, wunderte mich jedoch über sein eigentümliches Verhalten. Trotz mehrfacher Nachfragen bekam ich nicht zu hören, dass er mindestens 3 Monate zweigleisig gefahren ist – die eine „Braut“ in Dresden und die andere in Potsdam.
  3. Eine weitere Beziehung ist daran gescheitert, dass ich ca. 6 Monate lang belogen wurde. Dabei wollte ich doch nur wissen, wer der Vater eines zu erwartenden Kindes ist. Ich hätte das Kind eher verzeihen können als die fortwährenden Lügen und Abstreitereien.
  4. Irgendwann verging mir die Lust auf Nachfragen und Wahrheit – sie brachten beide nur Ärger ein. Obwohl ich wusste, dass eine bestimmte Nacht nicht mit Händchen halten verbracht wurde, habe ich NICHT gefragt.
  5. Vor längerer Zeit hatte ich im Netz einen heftigen Kampf. Dummerweise kann ich Verleumdungen und Lügen nicht auf mir sitzen lassen – dennoch habe ich (in gewisser Weise) den kürzeren gezogen. Es ist schon sehr befremdlich, wenn Frau (im Netz oder anderswo) erfährt, was sie alles gemacht hat und wie sie ist – und alles entspricht nicht den Tatsachen. – Aus Erfahrung wird frau klug – heutzutage gäbe es kein öffentliches Netzgeplänkel, da freuen sich nur die anderen.
  6. Auch wenn ich weiß, dass wieder jemand – wiederholt sogar – Lügen über mich verbreitet hat, finde ich das zwar wahnsinnig verletzend und traurig – aber es gibt keinen öffentlichen Schlagabtausch. Ist dann eben so.

Gerade, weil mich all diese Situationen sehr gekränkt haben, bemühe ich mich, weitestgehend bei der Wahrheit zu bleiben. Deswegen bin ich aber trotzdem kein Engel, schon gar kein geduldiger Engel. Will jemand keinen Schritt auf mich zu machen, dann gehe ich eben zwei Schritte weg. Diese Bibeltheorie von der zweiten Wange, die man nach der ersten Ohrfeige hinhalten soll, ist nicht ganz meine Theorie.

Ich verletze eher mit der Wahrheit, die ich manchmal hart und ungeschminkt von mir gebe. Sicher könnte ich mir einen diplomatischeren Weg einfallen lassen, aber das liegt mir (leider) gar nicht. – Ich weiß jetzt, wer bei meinem Einzug diesen (dämlichen) Zettel mit dem Sperrmüll bei mir befestigt hat. Ich war nahe dran, es rauszuposaunen, habe mich dann aber doch gebremst. Frau kann zwar vieles oder alles wissen, muss aber nicht alles sagen.

Und es ist leider so:

Wer verträgt schon die Wahrheit? Ungeschönt und ungeschminkt?

0307 Wahrheit Lüge

Als es mir Anfang des Monats nicht so ganz richtig gut ging, telefonierte ich mit einer Freundin. Sie fragte mich mit einem leicht besorgten Unterton: „Würde es dir nicht besser gehen, wenn du das alles nicht gelesen hättest, wenn du es nicht wüsstest?“ und tätschelte mir aus der Ferne über den Kopf. Ich überlegte eine Zeit und meinte dann voller Überzeugung: „Nein, ich kann besser mit einer schlechten Wahrheit leben als mit einer guten Lüge!“ Ins Gesicht freundlich und hinter dem Rücken das  Gegenteil – das kann ich nicht.

Wie jeder Mensch habe ich so meine Vorlieben und Nichtlieben bei Lügen. Es gibt welche, über die kann sogar ich noch schmunzeln, wenn auch etwas verkrampft. – Wenn es an Lügen über meine ganz spezielle Person und meine „Zustände“geht, da kann ich schon sehr viel empfindlicher reagieren, weil das nur die Leute was angeht, denen ich das mitteilen will – schließlich will ich nicht Gegenstand einer Nachrichtensendung sein. – Aber wenn es um das „Allerheiligste“ geht, was mir mehr bedeutet als mein Leben, und wenn auf diesem Gebiet gelogen wird, dann ist Matthäi am Ende!!!! – Vielleicht hätte ich mehr Verständnis, wenn mir Sinn und Zweck klar wäre.

Bei T.E. haben sich letztendlich die Lügen nicht gelohnt – ob sie sich hier lohnen, wird die Zukunft zeigen.

Tja, so ist das mit mir – und mit dieser Konsequenz bin ich auch bereit zu leben.