Claras Allerleiweltsgedanken


32 Kommentare

22 RBB-Projekt U-Bahnhöfe: Tierpark – Platz 11

Wir sind auf der inzwischen gut bekannten Linie U5 und dort bin ich schon mit meinen Kindern ausgestiegen, wenn sie wieder mal in den Tierpark wollten. Der Park ist riesig groß – der Vorteil ist, die Tiere haben auch größere Flächen zur Verfügung als in manchem anderen Zoo.

Schon unter der Erde werden wir an den Wänden mit Kunst überschüttet – nicht alle habe ich fotografiert, nicht alle gefiel mir.

Und dann komme ich nach oben, und da geht es mit der „Kunst“ weiter – alles brav im Tierparkstil.

Es wird doch noch etwa anderes als „Kunst“ geben. Na klar – das sogenannte „Bärenschaufenster“. Dieses Bärengehege ist von der Straße aus zu sehen und der damalige Tierparkdirektor hat sich wohl Werbung davon versprochen, dass die Leute noch mehr Tiere sehen wollen als nur diese Braunbären. – Und das jetzt noch mit Weihnachtsschmuckbeleuchtung.

Das nächste fand ich ziemlich lustig – an einem Baum hingen zwei Seiten. Darauf ist eine Zeitungsannonce mit einer Partnerinnensuche zu sehen.

Ich fand es deshalb besonders lustig: Meine fotografierte Baum-Zettel-Aktion hat auch jemand anderes fotografiert, das könnt ihr hier sehen und lesen. Stutzig macht mich allerdings, dass das Eva in Köpenick entdeckt hat. Der Tierpark ist nicht in Köpenick und der Hintergrund hier im Tierpark ist ein ganz anderer. Wahrscheinlich hat der suchende Mann seine Botschaft ÜBERALL verbreitet.

ER will SIE unbedingt treffen – In Berlin gibt man nicht so leicht auf:

Ein bisschen Häuserumgebung muss ich auch noch zeigen – wieder viele mehrgeschossige Wohnbauten, der 10- oder 11geschossige Typ war neben WBS 70 und Hochhäusern am meisten vertreten. Laut Google hat es die DDR nie geschafft, allen Wohnungssuchenden ihre eigene Wohnung zu verschaffen. U.a. deswegen bin ich jetzt so glücklich und zufrieden, dass ich eine schöne UND große Wohnung ganz allein für mich habe.

Dieses Kindertransportfahrrad fand ich so schön, dass ich es gleich fotografieren musste.

Und jetzt sagt Herr Löwe tschüss zu euch – bis zur nächsten Station.


48 Kommentare

11 RBB-Projekt U-Bahnhöfe: Viktoria-Luise-Platz – Rang 13

Zum Trost für den letzten Bahnhof mit den „potthässlichen gelben Fliesen“ (kommt aus dem Kommentar von Wildgans) gibt es heute einen viel schöneren. Ich bin froh, dass ich beim Fotografieren nicht die jetzigen Temperaturen von -8° hatte, da hätte ich nicht so viel Ausdauer bewiesen. Beweis ist ein Foto von meinem Fenster

**************

Der Viktoria-Luise-Platz liegt im Bayerischen Viertel im Ortsteil Schöneberg des Berliner Bezirks Tempelhof-Schöneberg und ist mit der U4, der kürzesten Linie, zu erreichen.

Vornweg mal ein Foto, was nicht zum entsprechenden Bahnhof gehört, was ich aber leider sehr oft fotografieren könnte

Männer nehmen sehr oft ganz selbstverständlich so viel Platz ein, dass kaum noch jemand an ihnen vorbei kommt. ICH saß ihm gegenüber und musste meine Beine einziehen. Wohlweislich habe ich NICHTS gesagt, denn ich wollte nicht schon wieder was aufs Maul bekommen.

************

Das fotografierte Stationsschild zeigt mir auf dem Fotoapparat, falls ich mehrere Bahnhöfe an einem Tag „abgearbeitet“ habe, dass jetzt ein neuer Bahnhof beginnt. Von außen sind die Fotos interessanter als von innen.

Weiterlesen


28 Kommentare

Wodurch wurden Sie zur Alkoholiker*in?

“ … durch Ylenia und Zeynep, auch Eunice genannt!“

Diese Frage wurde mir in einem Bekloppten-Sender-Interviev gestellt, an dem ich gar nicht teilnehmen wollte. Aber die gaben keine Ruhe und da habe ich sie aufgeklärt!

Da ja in geraden Jahren diese schrecklichen Ereignisse wie Stürme, Orkane, Hurrikans, Tornados und sonstiges weibliche Namen bekommen,l könnte man jetzt vermuten, dass mich Frauen in den Alkoholismus getrieben haben – stimmt so nicht direkt, es war einzig und allein das Wetter.

Bisher ist die Trunksucht noch heilbar – denke ich zumindest – aber wenn das Wetter mit solchen Kapriolen fortfährt, sehe ich schwarz mit meinem Grappakonsum.

Am Freitagabend ging es langsam los: das Orkantief Zeynep nahm langsam Fahrt auf. Anfangs war es mir noch möglich, die Geräuschkulisse auszublenden und Fernsehen zu sehen UND zu VERSTEHEN. Doch als ich nach Mitternacht schlafen wollte, war das nicht möglich – dieser blöde „Flatterrand“ von der Markise machte einen Höllenlärm, unterstützt vom Orchester der ächzenden Bäume. Der Regen säuberte ununterbrochen die schon lange sauberen Scheiben und es war einfach nur gruselig.

Da merkte ich, dass ich doch in manchen Situationen zu Angst neige. Ich stellte mir immer wieder vor, was ich machen würde, wenn es die Markise an den Seiten bzw. oben aus den Halterungen reißt und sie beim Sturz meine Fensterscheibe durchstößt. – Diese Horrorvorstellung ließ mich zu einem Grappa-Apfelsaft-Gemisch im Verhältnis 1:1 greifen, so dass ich dann gegen 5:00 Uhr wohl endlich einschlief und das bis gegen 10:00 Uhr durchhielt. – Laut Wettervorhersage sollte das „Drama“ bis gegen 8:00 Uhr anhalten.

Als ich diese Meldung las: „Besonders stark schlug der Sturm im Süden und Südwesten der Stadt zu … In Dahlem wurden mit 108 Stundenkilometern die höchsten Windgeschwindigkeiten in Berlin gemessen.“ – wusste ich, dass meine Angst nicht vollkommen unberechtigt war, denn auch ich wohne dort – weniger im Südwesten, sondern im äußersten Südsüden, falls es das gibt.

**************

Damit die hier enthaltenen „Informationen“ bei der Veröffentlichung nicht schon total veraltet sind, bringe ich sie mal zu einer vollkommen ungewöhnlichen Zeit in die Öffentlichkeit.


19 Kommentare

Das Fliegen-Guantanamo

Das hört sich schrecklich an – ist es in gewisser Weise auch, zumindest für die Fliegen. Und ich gebe ehrlich zu, dass ich sogar ein schlechtes Gewissen habe – von wegen Tierquälerei. Ich würde sie auch lieber kurz und schmerzloshaft erschlagen, aber ich kann offenbar nicht nur nicht räumlich hören, offenbar kann ich auch nicht räumlich sehen, denn ich schlage mit der Fliegenklatsche immer daneben. Und meine Küchenfensterscheibe sähe jetzt schon aus wie ein Schlachtfeld.

Schon im letzten Artikel hatte ich geschrieben, dass ich den Fliegen mit Technik den Kampf angesagt habe. Doch zu diesem Zeitpunkt ging es überwiegend noch um Fruchtfliegen, nur ganz vereinzelt schon um die gemeinen Schmeißfliegen, die bei Lichteinfall ihren grün schillernden Körper an der Fensterscheibe zur Schau stellen – fast schon obszön 🙂

Und genau in diese Richtung ist der „Krieg“ inzwischen umgeschlagen – ich fühle mich regelrecht belästigt von diesen schwarzen Brummern. Vor allem weiß ich die Ursache nicht – alle Essensreste sind hinter Schranktüren in verschlossenen Müllbehältern. Ich, die ich normalerweise in der Wohnung „Tag der offenen Tür“ begehe, schließe ganz penetrant jede Zimmertür, damit diese Biester nicht von einem Zimmer zum nächsten fliegen können.

Die Fotos, die ich euch gleich zeigen werde, sind schon einen Tag alt – inzwischen wird das „Gefängnis“ von mindestens der doppelten, wenn nicht sogar dreifachen Menge an Bewohnern be“flogen“. Kurz nach ihrem Einfangen fliegen sie natürlich wie dolle und verrückt in der engen Kunststoffkapsel herum. Inzwischen habe ich schon Routine beim Einsaugen.

Ich bin immer wieder bass erstaunt, wenn sich wieder vier oder fünf neue Exemplare auf der Küchenfensterscheibe zeigen. In allen anderen Räumen habe ich zwar auch schon welche gefangen – aber in den vier anderen Räumen zusammen höchstens so viel wie allein in der Küche.

Ich habe mit diesem Packzeug keinen Untermietervertrag abgeschlossen – und deswegen nehme ich mir das Recht, sie aus meinem Leben zu verbannen.

 

Ein Rückflug aus dem Handstaubsauger ist zwar kaum möglich, aber dennoch habe ich das zusätzlich abgesichert – ich muss nur daran denken, den Pfropfen vor dem Saugen zu entfernen, sonst freuen sich die Biester nur.

Die nächsten beiden Fotos sind gestern gegen 15:00 Uhr entstanden – da war ich länger als eine Stunde nicht in der Küche. Als ich kam, zählte ich mehr oder weniger 12 = zwölf Exemplare auf Scheibe und Rahmen. Damit ihr die auf dem Rahmen auch sehen könnt, habe ich ihnen einen roten Pfeil gewidmet – kurz, bevor sie im großen Staubsaugerrohr gelandet sind. Der Handstaubsauger ist wirklich und wahrhaftig überfüllt – die müssen darin erst einmal Ruhe geben, damit ich sie entsorgen kann und sie nicht wieder in die Umwelt ent-fliegen.

Das zweite ist mehr oder weniger ähnlich – da ohne Gegenlichtfilter aufgenommen, musste ich beide stark aufhellen. Hier sitzen auch welche auf den Häusern von gegenüber – doch leider eben doch auf meiner Scheibe.

In der Küche arbeite ich nur noch mit dem großen Staubsauger – das lange Saugrohr bringt schnellere Erfolge. – Ich überlege ernsthaft, ob ich den Handstaubsauger für lange Zeit in den Tiefkühler lege – da müssten sie doch alle erfrieren und tot sein. – So eine Fliegenplage hatte ich wohl noch nie – sogar dem Monteur von den Plissees ist das sofort aufgefallen.

Ich möchte euch gern noch ein Video zeigen, ich habe es sogar hochgeladen bekommen, obwohl ich es so selten mache.

 

 

 


23 Kommentare

Wenn es blüht, dann …

… ist es Frühling oder Sommer und fast alle freuen sich.

Ich zeige euch jetzt nur eine farbenfreudige Blume von meinem Balkon, die sich für das neue Handy in Positur geblüht hat.

Den Zustand des „verblüht Seins“ kann man nicht nur bei Blumen und Pflanzen beobachten – wenn ich mein Faltengesicht so ansehe, schlussfolgere ich, dass ich auch schon ganz schön verblüht bin.

Bei Bauwerken spricht man auch vom ausblühen – das ist selten etwas Gutes, denn aus dem feuchten Mauerwerk blühen Salze, die das Mauerwerk kaputt machen.

Aber bei mir gibt es eine ganz besondere Art des Ausblühens – nämlich bei meiner Teekanne. Aber nicht, dass mir jetzt jemand sagt, die wäre einfach zu alt – weil sie noch aus DDR-Zeiten ist – und hätte schon viel zu oft auf den Hagebutten – oder Hibiskustee aufpassen müssen. Jetzt gieße ich das heiße Wasser grundsätzlich in der Spüle in die Kanne, damit ich nicht eine Überflutung mit heißem Wasser bekomme, falls die Teekanne platzt. – Es fing ganz langsam an und anfangs fand ich es noch lustig – doch jetzt ist genug.

Diese braunen Ausblühungen (ich habe es schon immer gewusst, bei braun kommt selten was Gutes raus) kann ich abkratzen oder mit ganz heißem Wasser aufweichen und abspülen – aber man kann auch übertreiben – ich habe mir eine küchenpassende neue Teekanne gekauft und habe diese gleich für einen Fotovergleich zwischen Fotoapparat und Handy benutzt – deswegen die fast identischen Aufnahmen.

In der Nähe eines S-Bahnhofs habe ich an der Schaufensterscheibe eines Friseurladens folgenden Aufkleber gesehen.

Natürlich musste ich das mal testen gehen und war – bis auf die längere Wartezeit vor dem Laden – vollkommen zufrieden. Die Dame vor mir, die ich wegen ihres Haarschnitts für einen jungen Mann gehalten hatte, hat mehr als 30 Minuten die Haarschneidekünste der Friseuse in Anspruch genommen und hat zweimal Kritik geübt – denn wie war schon fast weg vom Stuhl – setzte sich dann aber doch wieder hin. – Termine werden nicht gemacht.

Ich konnte gar nicht so viel Trinkgeld geben, um mein Gewissen nicht zu sehr zu beunruhigen. Der Haarschnitt sieht auch am nächsten Tag noch gut aus – hier auf dem Foto hat es ein wenig geweht.

Aber jetzt höre ich auf, denn es wartet eine angenehme Aufgabe auf mich.