Claras Allerleiweltsgedanken


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Aus Eins mach Vier (1)

Gemeint: Ein Tag Frankfurt Oder – vier Tage darüber fotodokumentieren

Gudrun schwärmte so von Frankfurt – von diesem, das so groß ist, dass man es teilen muss: In eins an der Oder und eins am Main. Ich suchte mir diesmal das an der Oder raus, weil ich das preisgünstiger und schneller erreichen kann. Ich war vor noch gar nicht so langer Zeit mit dem Großelterndienst dort gewesen. Ich gehe aber lieber allein auf Erkundungstour – und deswegen habe ich diesen Tag sehr ausgenutzt.

Im Jahr 1950 schrieb B. Brecht folgende Hymne: (gekürzt)

Anmut sparet nicht noch Mühe,
Leidenschaft nicht noch Verstand,
daß ein gutes Deutschland blühe,
wie ein andres gutes Land.

Und nicht über und nicht unter
andern Völkern wol’ln wir sein,
von der See bis zu den Alpen,
von der Oder bis zum Rhein.

Deutschland grenzt in dieser Stadt – wie u.a. auch in meiner Heimatstadt Görlitz – an das Nachbarland Polen. Wenn ich mir die Zeilen der unteren Gedichtstrophe so durchlese, fallen mir gleich die vielen abqualifizierenden Witze über Polen ein. Mir scheint, dass dieses „Über-Denken“ noch nicht aus den Köpfen raus ist.

Da die Flut der Bilder – nicht so schlimm wie die Flut der Oder am Ende des letzten Jahrtausends – so gewaltig war, wusste ich mir nur mit Photoscape-Collagen zu helfen. – Die Friedensglocke mahnt – in der heutigen Zeit könnte sie weltweit mahnen.

2409 Friedensglocke Collage

Oderland = Grenzland  – Aus einer Grenzstadt kommend, weiß ich, aus welchen Gründen die meisten Deutschen in die Nachbarstadt = Nachbarland fahren. Sie wollen preisgünstig tanken und einkaufen. Das ist sicher legitim, denn es passiert an den anderen EU-Grenzen ebenfalls. Damit die Deutschen nicht den Weg zur Tankstelle verfehlen, wird er ihnen gleich gewiesen. – Und die, die nicht ihr Auto mitnehmen, können mit dem Bus fahren – die Straßenbahn fährt nur in Frankfurt, nicht in Slubice.

2409 Grenzlandcollage 2

Die Stadtbrücke, die auf der Collage nur in Teilen zu erahnen ist,  ist der Übergang in die Nachbarstadt. Der Grenzpfahl ist mehr oder weniger nur noch ein Relikt.

2409 Grenzlandcollage

Doch Frankfurt wird nicht nur von tankwütigen Touristen belagert, es lockt auch mit schönen Backsteinbauten.

2409 Backsteinbauten

Ich habe in FFO festgestellt, dass nicht nur der Möbelschwede für die Farben blau und gelb schwärmt, sondern offensichtlich die Designer der Stadt auch. An der Universität Viadrina, wird ein Sohn von J.S. Bach, Carolus (Carl) Philipp Emanuel Bach, hoch geschätzt und sogar an Laternenmasten und Treppenstufen verewigt.

2409 CPEB Collage

Doch das ist nicht die einzige Kunst bzw. Erinnerung daran, die Wasserkunst hat mir auch sehr gut gefallen. Am Brunnenplatz (ob hier der Platz nach den Brunnen oder umgekehrt benannt wurden, weiß ich nicht) . Aus dem oberen Brunnen fließt das Wasser bis nach unten. Kaskaden will ich es nicht nennen, doch als Füßeabkühlrinne wunderbar geeignet.

2409 Brunnenplatz

Frankfurt hat bestimmt viele bedeutende Söhne und Töchter hervorgebracht, einer davon ist Heinrich von Kleist. Den Literaturbeflissenen unter euch wird bei diesem Namen bestimmt mehr einfallen als mir – ich habe mich über den treffenden Fensterspruch gefreut und habe mich auf einer der Bänke niedergelassen, um etwas zu essen und zu trinken. Leider gab es dafür keine Extrabank.

2409 Lesen Collage

Ist es nicht entzückend, dieses kleine, bezopfte Lesemädchen. Sie wird doch nicht etwa stark fehlsichtig gewesen sein, weil die Buchstaben in ihrem Buch so groß geschrieben sind??? 🙂

2409 Lesen Collage 2

Doch jetzt ist langsam genug für heute. Zuletzt will ich euch noch eine kleine Sonderlichkeit zeigen. Der Brunnen ist aus DDR-Zeiten und steht auf der Hauptstraße, die am Oderturm = höchstes Haus am Platz. Meine Gedanken werde ich erst einmal noch für mich behalten, ich überlasse die Collage eurer freien Interpretation.

2409 Brunnen Collage

Tag 2 und 4  der Fotodokumentation finden im Fotoblog statt, morgen und danach.

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Kultur und Politik in Görlitz …

… etwas anders dargestellt

Görlitzer Kulturschänderin gesucht – läuft sonnenbebrillt herum!!!

1705 FB Brunnen

Anfang oder Ende der Frevelei??? Die Schänderin wurde ob ihrer auffälligen Jacke sofort identifiziert und von einem aufmerksamen Görlitzer der Presse gemeldet.

 

Auf dem Höhepunkt der Frevelei - von einer Klage wegen unsittlicher Berührung wurde Abstand genommen.

Auf dem Höhepunkt der Frevelei – von einer Klage wegen unsittlicher Berührung oder Beleidigung von Brunnen“heiligen“ wurde Abstand genommen.

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Als diese Brunnenschänderin noch einen einwandfreien (politischen) Leumund hatte, stellte sie sich dem Volk zur Wahl als Bürgermeisterin. Das Ergebnis:

Görlitzer wollten keine „ausländische“ Bürgermeisterin aus Preußen – nur Schlesier sind erwünscht! 🙂 Dabei hat sie doch oberschlesische Wurzeln. Aber Görlitz ist Niederschlesien – und das mit Überzeugung!!!

1705 Bürgermeister 25

Die „Monarchin“ vor Ort 🙂 *grins* *haha*

Sie versicherte sich des Beistandes von Justizia

Als Bestechungsgeld für die Wählergemeinde wurden wohlschmeckende, schmelzende Kugeln unter das Volk verteilt.

1705 Eis

1705 Bürgermeister 27

Nachdem die Nichtgewählte den Wahlort verlassen hat, wird beobachtet, dass sie sich mit fragwürdigen Männergestalten in der Stadt herumtreibt.

1705 Bürgermeister 23

Macht sie Wahlwerbung für die nächste BürgermeisterInnenwahl? – Tröstet sie sich? – Lauter unbeantwortete Fragen.

Im Fotoblog gibt es zwei Fotos der neuen „Schulkleinodien

 

 


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Brandenburg erkunden – Angermünde 1

Angermünde ist nicht aus der Welt … schon gar nicht, wenn ich mit meinem Berlin-/Brandenburgticket 65 + (irgendeine Belohnung muss es ja für das lange Durchhalten bis zu diesem Alter auch geben) überall hinfahren kann und nur eine Stunde in der Bahn sitzen muss. Die Idee zu dieser Kurzvisite von Angermünde kam mir, als ich bei der Landesgartenschau in Prenzlau war.

Mir gefiel dieses kleine Städtchen in der Uckermark recht gut – sehr beschaulich, für mich ein wenig zu beschaulich, aber ich will ja auch nicht hinziehen. Große historische Kenntnisse habe ich mir nicht  angelesen – ich begnügte mich mit den guten Informationen, die der Heimatkundeverein in der Stadt verteilt hat. – Alle besonderen Fotos gibt es heute und übermorgen im Fotoblog.

Über eine ganz besondere Sache, nämlich den „14. Meridian“, stolperte ich gleich zu Beginn – ein Metallstreifen im Boden veranlasste mich, das dazugehörige Schild zu lesen. Ich komme nämlich aus der Stadt mit dem 15. Meridian – da kann man schon mal auf den kleineren Bruder schauen. Zumal Görlitz auch noch als „Basis“ genannt wird – manchmal bin ich stolz, in Görlitz aufgewachsen zu sein – aber diese Momente sind selten.

1807 Meridian 2   1807 Meridian

 Der Weg durch die Altstadt wurde von vielen, vielen Fotostops unterbrochen. Über den Kuhkopf war sogar ich als Nicht-Vegetarierin ein wenig erschrocken – aber er ist ja auch schon von 1800 sonstwas. – Als Gully kenne ich immer nur einen Streifen, keinen Streifen und so weiter – aber hier waren sogar die Gullydeckel abwechslungsreicher gestaltet. 1807 Collage allgemein 2

Das linke Foto in der unteren Reihe zeigt eine figürliche Spielerei an einer Haltestelle und rechts ist das vornehme Wappen über der Post zu bewundern. – Das russische Ehrenmal forderte mal wieder meine Lesekünste heraus – hurra – ich habe die kyrillischen Buchstaben noch nicht vergessen.

Weiter ging es in die Stadt hinein. Wie man sieht, in Angermünde sind die Häuser blauer und die Blumenkästen schöner als anderswo.

1807 Collage allgemein

Vielleicht liegt es daran, dass den Bürgern dieser Stadt an den verschiedensten Stellen ein Licht aufgeht. Passt ihnen mal was nicht, steht der Pranger-Esel auf dem Marktplatz. Heutzutage ist das darauf-Sitzen freiwillig, doch von 1713 bis 1851 war es für  Betrüger und Fälscher Pflicht, eine Runde auf dem Esel abzusitzen.

Der Marktplatz in Angermünde ist ein wahres Kleinod für Skulpturen- und Brunnenliebhaber. Der schön gestaltete Hydrant (ich hoffe, dass das der richtige Begriff dafür ist) bewacht oben die „Flach-Fische“ (die heißen garantiert anders) und unten auf der Collage machen es sich eine Katze und die Handwerkszeuge der damaligen Handwerker bequem. (Die Collagen müssten sich noch ein wenig vergrößern lassen)

1807 Collage Marktbrunnen

Aber die Hauptattraktion ist der Brunnen und das Brunnenpärchen, aber seht selbst.

1807 Collage Marktbrunnen 2

Das Schiff mit den vielen Plätscherstellen ist im Fotoblog, aber die Tauben, die kleine Katze und das Pärchen sind herzerfrischend schön gestaltet. Gleich in der Nähe gab es ein Eiscafé, so dass ich den Ausblick lange Zeit genießen konnte.

Die Fortsetzung gibt es übermorgen im nächsten Post.


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Zum letzten Mal hier BSuM

Erst wollte ich schreiben: Zum letzten Mal „bumst“ es hier – doch wer weiß, was das wieder für falsche Hoffnungen in Suchmaschinen und anderswo geweckt hätte. *grins* – Eigentlich hatte ich dieses „letzte Mal“ auf den 4. Juli vordatiert. Doch da du, liebe Lucie, schon gestern adieu gesagt hast, will ich auch nicht tagelang später erst „Auf Wiedersehen“ sagen.

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Mach es gut, der alte Baum und die darunter haben jetzt wieder neue „Projekte“ oder anderes im Kopf.

2506 Alter Baum mit Clara

Das ist mein letztes Dankeschön an dich für dieses Projekt, denn ich weiß, du liebst Leuchttürme. Der ist zwar klein und mickrig – doch in Berlin gibt es selten Leuchttürme. Dafür hat er eine Sturmglocke – manchmal nicht unwichtig.

2506 Leuchtturm

1106 Montage Logo

Ich habe sehr gern mitgemacht und wir haben gemeinsam ein gutes halbes Jahr gestaltet und sicher auch viele Leser mit interessanten Bildern versorgt.

Und tschüss sagtChristine zipper

Clara - Kopie


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BSuM tritt gleich in Rudeln auf …

um aufzuholen, was ich noch zeigen wollte. Ich habe mich beim letzten vertan –  heute der Post und dann kommt wirklich der letzte. Heute ist es ein Sammelsurium aus verschiedenen  Zeiten und Orten, kein Rückblick wie die anderen.

Passend zum Alter komme ich jetzt per Fahrrad – ziemlich lahm, dieses Modell – aber sehr standfest, und das in Schwartau. Der Duft der Marmeladenkochfabrik zauberte mir wohl dieses dümmliche Grinsen in den endneunziger Jahren ins Gesicht.

2306 Auf Wiedersehn

Kunst Fahrrad

Die Fontäne steigt am Hausvogteiplatz in Berlin in die Luft.

2306 Brunnen Hausvogteiplatz 31

Und dieser etwas vornehmere Etagenbrunnen, der mich immer an Delikatessen auf Etagèren erinnernt, ist direkt neben dem bunten Spielplatz, den ich vor Ende Mai gezeigt habe. Auf dem vorletzten Foto vom Platz ist er durch das Gitternetz zu ahnen.

2306 Brunnen in Mitte 45

Wo das hier ist, habe ich absichtlich nicht unkenntlich gemacht.

2306 Celle Fontäne

Tja, und jetzt ist Clara vom radeln zum lesen übergegangen – auch in Schwartau und im gleichen Jahr am gleichen Tag, deswegen auch gleich gewandet wie auf dem Fahrradfoto .

2306 Schwartau

Dieses Wunderwerk der Metallkunst ist mir Anfang des Jahres am Hausvogteiplatz über den Weg getanzt.

2306 Tanzende Berolina 34

Es ist die tanzende Berolina von Axel Anklam.2306 Tanzende Berolina 36


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BSuM – langsames Ausschleichen

1106 Montage 21 - 24

Lucie, entschuldige bitte, dass ich mit dem Zeigen und dem Ausschleichen ein wenig hinterher hänge. Aber nichtsdestotrotz will ich mich – so wie es von mir vorgesehen war – von deinem Projekt mit Erinnerungscollagen verabschieden.

Hier gab es außer den Puppenköpfen auch noch wunderschöne Draußenstehpuppen mit Anna zu sehen.

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Alle Collagen und Memories sprechen für sich selbst – und wer ein gutes Gedächtnis hat, wird sich an vieles noch erinnern können, denn es ist ja noch nicht so lange her. Oben Potsdam, die Insel der Freundschaft.1106 Montage 25 - 28 (2)

Hier ist die Reihenfolge Brunnen am KdW, rechts daneben wird ein Kaffee in Görlitz serviert Unten gibt es den Lichterfelder Brunnen mit seinen drei Stadtteilen und dann den Busengrabscherbrunnen von Dahlem-Zehlendorf. 1106 Montage 29 - 32

Die obere Reihe zeigt uns die beiden Eisbären vom Kudamm und dann den Markthallenbrunnen vom Alexanderplatz bzw. in seiner Nähe. Unten sprüht es in Kreuzberg und die beiden Gesichter, die ich gerade besteige, sind in ??? Habe ich vergessen, Lübbenau oder irgendwo im Spreewald. 1106 Montage 33 - 36

An Düsseldorf und die Vergrabene von Eckernförde werden sich viele noch erinnern. Die obere Reihe war in Moers und Dresden.

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Und jetzt komme ich nur noch einmal in diesem Projekt und dann nimmermehr.


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Großeltern: Die Heimfahrt über Gotha

Sorry, der Bus vom Berliner Großelterndienst hat leider ein paar Tage Verspätung, da es einen Zusammenstoß auf der Datenautobahn gab.

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Hier, hier und hier habe ich in diesem Blog über die Fahrt des Großelterndienstes nach Erfurt erzählt. Da aller guten Dinge vier sind, kommt hier auch noch dazu. Der letzte Post war am 13. Mai – und seitdem: Still ruht der See.

Aber ich hatte ja versprochen, dass es über den Heimweg auch noch ein Pösterchen gibt. – In Gotha haben wir eine Pause gemacht, um uns das Schloss und das Flair drum herum ansehen können.

Im Schlossinnenhof haben mich einige Sachen begeistert, manches davon zeige ich im Fotoblog. Eine Sache davon waren die hübschen Wappen von Städten (oder Grafschaften?), die über den Bögen angebracht waren. Apolda war für mich von den angeführten die einzige Stadt, mit der ich was anfangen konnte.

1006 AW Gotha Schloss Wappen Collage

In das Schloss und in die Sonderausstellung über Bildung in Deutschland wollte ich nicht hineingehen, also sah ich mich ein wenig in der Umgebung um. Gleich hinter dem Schloss, noch vor dem Rathaus, war eine beeindruckenden Brunnenanlage, die sich „Wasserkunst“ nennt.

1006 AW Brunnen Gotha Collage

Dass ich inzwischen mit einem anderen Gefährt unterwegs bin, ist sicher bemerkt worden. Wie jemand richtig meinte: „Wo Clara draufsteht, ist Clara drin.“

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Die Tiere, die alle in dem Brunnen still hielten, bis ich mein Foto geschossen hatte, waren schon recht eindrucksvoll. – Den Rest der Fotos zeige ich als Galerie. Ihr könnt euch die Fotos einzeln ansehen, sobald ihr auf ein Foto klickt.

Am 21.6. geht es weiter, da besuchen wir Weimar – auch leider nur als Stippvisite.