Claras Allerleiweltsgedanken


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Im Dreisprung von Nord nach Süd (24/28) Lichterfelde-Ost

In Kindersuchspielen würde ich jetzt sagen: „warm, warm“ und das bedeutet, wir nähern uns mit Riesenschritten meiner Heimat, die ich jetzt seit 10 Jahren habe.

Viele Jahre hat ja meine Mutter dicht neben mir gewohnt. Wenn sie zu Fuß zum Kranoldplatz wollte, dann ging sie grundsätzlich „in die Stadt“ und kam sich hinterher vor, als wenn sie eine Weltreise gemacht hat. Für mich sind es 10 Minuten zu Fuß für die 1200 m – aber schnell war ich schon immer.

Auf diesem besagten Platz, der das wirtschaftliche, kulturelle und geografische Zentrum des Ortsteils Lichterfelde-Ost darstellt,  findet 2mal in der Woche ein Markt statt. Ein Markt, der nicht nur der relativ wohlhabenden Bevölkerung zum Auffüllen ihrer Fisch-, Käse-, Hut- und Pflanzenvorräte dient, sondern manche kommen stolz mit einem „Klamotten-Schnäppchen“ nach Hause, das sie in jedem Laden 20 € billiger bekommen hätten. Doch das Hauptanliegen eines Marktes ist die Pflege der Sozialkontakte. Gehe ich mal hin, ich treffe immer jemand, obwohl ich nicht so viele Leute dort kenne.

Ansonsten gibt es noch ein paar schöne Häuser zu sehen, die ich euch zeige.

Da kann man recht gut essen

Und im Fotoblog gibt es eines meiner Lieblingsmotive: „Haus mit Zaun“ *grins*


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Dreisprung (23/28) Lankwitz u. Bloggertreffen

Jetzt nähern wir uns langsam dem Ende der Reise, meiner Wohnung sind sind wir schon sehr, sehr nahe und im Süden Berlins sind wir schon lange.

Auf dem Bahnhofsvorplatz ist mittwochs und samstags Markt mit leckeren Sachen, doch leider auch mit leckeren Preisen. Zur „Marktsituation“ komme ich morgen, doch heute zeige ich euch einiges um diesen Platz herum mit freier Sicht, also ohne Marktstände.

im Fotoblog könnt ihr „Menschen hinter Gittern“ sehen., allerdings hinter sehr schönen Gittern.

Hier gleich nochmal in ausführlicher.

Dort habe ich meine Steuererklärungen abgeben müssen - jetzt sitzen die Geldeintreiber wo anders

Gleich in der Nähe der S-Bahn ist ein schöner Park mit einem Kinderspielplatz. Da es mein Einzugsgebiet ist, ist es auch mein Terrain (für meine Enkel, nicht für mich!)

Holz als Spielelement finde ich immer wieder schön

Auch eine „beschmierte“ Sonnenuhr zeigt uns weiterhin, was die Stunde „gesonnt bzw. geschattet“ hat.

Und das auf dem letzten Foto gezeigte Haus hat viele schon aus allerhöchster Not errettet, eine Not, die ich jetzt nicht näher beschreiben muss, da sie jeder von uns kennt.

Also nicht "Gott sei Dank" - sondern "Wall" sei Dank!

Jetzt mache ich einen nachträglichen Einschub. Ich bin seit kurzem von dem sehr schönen Bloggertreffen zurück. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht gern schleime, ich bin auch mit Lob etwas zurückhaltender als andere, das Wort „genial“ kommt mir so gut wie nie über die Lippen bis auf jetzt:

Die Vorbereitung und die Betreuung durch die Tonaris war wirklich genial.

Ich sage bewusst: Tonari-s, denn Britta scheute sich nicht, (fast) ihre ganze Familie vor den Bloggerkarren zu spannen.
Nicht nur, dass wir vorab schon mit einem handdesignten Lageplan per Post beglückt wurden, nein, vor Ort wurden wir mit farbigen Leuchttrillerpfeifen in Signalfarben ausgestattet, um das Wiederauffinden versprengter Truppenteile zu erleichtern. – Als wir uns bis zum Gendarmenmarkt durchgestanden hatten, bekam jeder einen Becher in die Hand gedrückt und konnte trinken à la Karte: Glühwein oder (Glüh-)Tee. Ratet mal, was stärker gefragt war. (Da sah man wieder mal, bis auf die Autofahrer wollten alle ihre kalte Seele mit heißem Glühwein erwärmen.  Dieser war vom Töchterlein in einem Schnellkochtopf herangekarrt worden und wurde auch von zarter Jung-Frauenhand ausgeschenkt.

Britta behauptet übrigens, ihre Tochter sei bereits 23 – das hat sie nur gesagt, damit das Kind nicht unters Jugendschutzgesetz fällt und die Eltern wegen Kinderarbeit belangt werden.

Ich möchte nicht für die anderen vorlaut sprechen und danken, aber für mich allein kann ich das von ganzem Herzen tun. Gut, dass ich ohne Auto da war und deswegen zwei Becher trinken konnte! Es wäre sogar noch ein dritter Becher voll geworden, aber das „Zeux dröhnts ja im Kopp!“

Und jetzt zurück mit Kurve zu meinem Blog. Wer uns blasen-schwache Weibsen erlebt hat, wie wir in Restaurants, Kinos und sonstwas Einlass erbettelten, um auf die Toilette zu dürfen, kann verstehen, dass ich das Häuschen von Herrn Wall so schätze. Er hat wohl damit schon Millionen verdient. Meinetwegen kann er noch eine Million hinzuverdienen – Hauptsache er stellt ausreichend von diesen Blasentröstern in die Welt, aber erst einmal in Berlin auf.
Und zum Schluss haben wir noch so einen Glücksbringer-Onni geschenkt bekommen, wie er zu sehen ist, wenn man den Link anklickt.

Und morgen lade ich euch virtuell zu meiner schon sehr nahen Umgebung ein- bei „mir“ sind wir dann übermorgen.


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Im Dreisprung von Nord nach Süd (22/28) Südende

Diese Station krankt an einer gewissen Bedeutungslosigkeit – zumindest gewann ich diesen Eindruck, als ich mich in meiner Fotolimitszeit dort umsah. Sicherlich fand ich einiges, bei dem ich auf den Fotoknopf drückte, aber nichts, was einen Wiedererkennungswert ausgelöst hätte oder ein von Herzen kommendes, staunendes „AAAAAAAAAAAAAAh“

Solide Hand(werker)arbeit am Bahnhofs-Himmel

… das gleiche empfand ich, als ich das Brückengeländer vor der Station sah – so stelle ich mir gezeigten Stadtplan vor.

An manchen Häusern sind die Balkons das sehenswerteste, hier wohl auch!

Da die Straße nur mittelprächtig laut ist, lässte es sich vielleicht sogar gut drauf sitzen.

Und eine „direkt bewässerte und beleuchtete Blumenecke“ hat doch auch so ihren Charme.

Dann wollte mich das „Glück“ dazu verleiten, in die „Pilze“ zu gehen – aber ich wusste, dass ich damit nur im „Unglück“ landen würde, nämlich dort, wo das Foto des Fotoblogs darauf hinweist.

Optisch schön, genusstechnisch eher unschön

Der Himmel verlockt noch zu einem Foto und zu einem Lied

„Ich schau den weißen Wolken nach und fange an zu träumen …“

und wenn ihr wollt, könnt ihr bei diesem Wolkenfoto mitreisen und mitträumen.

 

Der „Zug nach Osten“ ist nicht zweideutig gemeint, der Fernsehturm blinkt als Ziel

Und zum Abschluss noch zwei Fotos für Natur- und Heimatfreunde.

 

Viele werden wissen, was es ist - für mich ist es "Verwirrstrauch"

und mit einem heftigen „Knall“ verabschiede ich mich für heute. – Diesre Post sollte nie und nimmer so lang werden.


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Im Dreisprung von Nord nach Süd (21/28) Priesterweg

Priesterweg

Der S-Bahnhof Priesterweg wurde Ende der zwanziger Jahre als einziger Teil der Bebauungspläne für das Schöneberger Südgelände im Rahmen des Chapman-Projektes realisiert. … …  1928 durch den Reichsbahnrat Günter Lüttich in der sachlichen Formensprache der Moderne errichtet, gehört die Anlage zu den ersten und auch stilbildenden Beispielen eines neuen Typus des Vorortbahnhofes. Die streng voneinander geschiedenen Funktionsbereiche des Empfangsbereiches artikulieren sich klar in einzelnen Baukörpern. Von grosser ästhetischer Qualität ist das Zusammenspiel ihrer blau-braun changierenden Klinkerschale mit einer an Bruno Taut erinnernden Farbigkeit insbesondere der Fenster und leicht expressionistischen Anklängen in den Details. Von der zweigeschossigen zentralen Halle des Empfangsgebäudes gelangt man über einen Tunnel zu den beiden Bahnsteigen. Ein gemeinsames flaches Schutzdach zieht sich dort über Treppenschacht und beheizbaren Warteraum. Alle Aufbauten sind in modernem Eisenfachwerk konstruiert und mit graublauen Fliesen verkleidet.
(Quelle: Architektur und Baugeschichte des S-Bahnhofs Priesterweg, Gruhn-Zimmermann, A.;)

Quelle: Blog: Die Kiezreporter

Heute werde ich euch mit viel Text verschonen (der graue Einschub hier oben ist nachträglich hinzu gekommen), denn über das einzig Sehenswerte an dieser Station – das Schöneberger Südgelände – mit seiner Metallkunst habe ich hier und hier schon mal berichtet. – Vielleicht ist ja der Bahnhof doch sehenswerter als ich dachte.

Auch die Lokomotive aus dem Fotoblog steht dort.

 

In Naturschutzumgebung fühlt sich auch die Kunst wohl

Auf dem Fotoblog gibt es was für Geburtstagskinder


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Im Dreisprung von Nord nach Süd (20/28) Südkreuz

Südkreuz

Der Bahnhof ist ein Fern-, Regional- und S-Bahnhof im Berliner Ortsteil Schöneberg (Bezirk Tempelhof-Schöneberg). Der Bahnhof wurde 1901 als Bahnhof „Papestraße“ eröffnet. Ende der 1990er-Jahre wurde begonnen, die Station im Rahmen des Pilzkonzeptes vollständig neu zu errichten. Der Neubau wurde am 27. Mai 2006 in Betrieb genommen und dabei in Bahnhof „Berlin Südkreuz“ umbenannt. (Wikipedia)

Zu diesem Bahnhof – so belebt und frequentiert er auch sein mag – bin ich zweimal hingefahren bzw. ausgestiegen, da mir nichts so richtig geeignet erschien, dieses oder das andere Blog zu zieren.  Allein schon dieses Überangebot an Schildern auf dem ersten Foto ist bei mir oft die Ursache, dass ich gar nichts finde, weil ich eben den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe.

Weil dieser Bahnhof Südkreuz heißt, nachdem er lange, lange Zeit bei den Berlinern als „Papetraße“ bekannt war, haben sich Herr Mehdorn und sein Personal befleißigt gefühlt, südliches Flair zu verbreiten und die Ankommenden mit einer Palme zu begrüßen.

Dem alten General Pape hat man zwar den Bahnhof weggenommen, aber man hat ihm seine Straße gelassen. Dort ziehen gerade finsterste Regenwolken auf – d.h., ich kann bald nicht mehr fotografieren.

Natürlich gibt es über ganz Berlin und ganz Deutschland verstreut Backsteinbauten – welche in rot, was wohl die meisten sind, aber auch welche in gelb oder weiß.

Was ich euch jetzt zeige, kann ich noch nicht einmal sagen, was es genau ist oder war – ich fand nur diese roten „Flachbauten“ mit den weißen Fensterverzierungen sehr schön anzusehen.

Ganz zum Schluss will uns dieses „Hanselchen“ einen angenehmen Einkauf wünschen, denn der Bahnhof hat mindestens so viele Shops, Geschäfte und Läden wie er Gleise hat – oder mehr – oder weniger. Ist mir auch egal!

Im Fotoblog findet ihr auch noch ein Bild.