Claras Allerleiweltsgedanken


28 Kommentare

Es werden immer mehr „Events“ – Reise 5

Vornweg gesagt:

Ich habe einen wirklich stressigen gestrigen Tag hinter mir. Angesagt war die Umstellung von Tel….. auf Voda… 4 Tage zuvor hatte ich wegen des noch nicht gelieferten Modems angerufen. – Es stellte sich heraus, dass es seit dem 11.9. in einer Schneiderei auf mich wartet – ich aber nichts davon wusste.
Beim Anschluss des DSL-Kabels habe ich mich ziemlich doof angestellt. – Die einzige funktionierende Telefonsteckdose ist im Besucherzimmer, die Technik ist aber im Wohnzimmer. – Deswegen hatten wir damals ein Loch von Zimmer zu Zimmer durch die 24er Wand gebohrt, durch das das LAN-Kabel vom Computer und das DSL-Kabel gesteckt wurde.
Jetzt hätte ich ja einfach das alte DSL-Kabel weiter verwenden können. Doch ich meinte, Kabel A von Tel… ist nicht das gleiche wie Kabel B von Voda… – Wie blöd kann ich manchmal sein.
Als ich das vorhandene zurückziehen wollte, spielte es „Clarofant“ – es blieb einfach in dem Wandloch stecken. Ich versuchte, die Sache mit einem 30 cm langen Bohrer weiterzubringen, aber das wollte auch nicht klappen. Also „alarmierte“ ich den Hausmeister, der oberhalb vom alten ein neues Loch mit einem so großen Bohrer bohren sollte, dass der Stecker problemlos hindurch passt.
Mit viel Trickserei habe ich es dann doch noch allein hinbekommen – fast schweißgebadet, da sich alles in Bodennähe abspielte. – Ich habe Telefonanschluss, ich habe DSL und ich habe WLAN. Ich habe den Code beim Tolino und am Fernseher geändert. Dann war ich mehr als breit.

****************

… und auch immer mehr Fotos!

Am 5.9. liest sich der Tagesplan so: Geghard – Garni – Vernissage

Gut, dass ihr mich habt, denn sonst denkt ihr noch, Geghard ist ein Schreibfehler, Garni ein neues Parfüm und Vernissage eine Ausstellungseröffnung.

Der Klosterkomplex Geghard aus dem 13. Jahrhundert ist mit prachtvollen Schnitz- und Steinmetzarbeiten ausgestattet. Unübertroffen ist der Gesang des Frauenchors, dem wir gemeinsam an diesem spirituellen Ort lauschen werden. (Die 5 Sängerinnen werden nach jeder Vorstellung ausgetauscht, damit sie ihre Stimmen schonen können.)

Doch vorher will ich euch noch zeigen, dass diese Frau vom Backen des traditionellen Lavash garantiert nicht reich wird und ihr Geld bestenfalls auf so eine Bank bringen muss. – Dieses Ofenloch befindet sich wohl in jedem ländlichen Haushalt.

Jetzt zu den Klosterfotos.

Bei uns sangen Frauen in blau – die nächsten Sängerinnen waren in grüne Gewänder gehüllt.

Es gab auch Gegend und Natur um das Kloster herum- Mit den mit Taschentüchern (oder anderem Stoff) „verzierten“ Bäumen hat es folgendes auf sich: Wer einen Wunsch hat, knotet ein Taschentuch an einen Ast – die Bäume ersticken fast unter der Last der Tücher – aber zumindest sind sie nicht so schwer wie unsere Liebesschlösser.

Habt ihr bei diesem langen Beitrag Hunger bekommen? Hier gibt es die Speisung der Hungrigen:

Frisch gestärkt, können wir uns jetzt der neueren Stadtgestaltung von Jerewan zuwenden – der übliche Einheitsbrei, wie er fast überall zu finden ist. (Alle Fotos sind durch die Busscheibe hindurch fotografiert)

Wollen sich die Damen nach der Stadtbesichtigung umziehen? Hier ein Vorschlag:

Wenn ihr auf den Straßen bzw. Bürgersteigen herumlauft, müsst ihr IMMER nach unten gucken, denn dort warten wirklich böse Überraschungen. Ich kann nur hoffen, dass jeder Sehschwache einen Hund bei sich hat, der ihn vor solchen Gefahren warnt. Und ich habe nur zwei Löcher fotografiert, es waren viel viel mehr.

Jetzt wird es aber Zeit, dass wir uns zu dem heidnischen Tempel Garni aus dem 1. Jahrhundert aufmachen. – Ich nun wieder fand das letzte Foto am lustigsten. Da sich dieser Zaun an einer ziemlich tiefen Schlucht befindet, hat sich der „Grünstreicher“ nicht getraut, seine Arbeit auch dicht an der Gefahr zu vollenden. So ähnlich sahen meine Fenster beim Putzen in der 16. Etage auch immer aus – es blieben immer ungeputzte Ecken.

Und dann fuhr uns der Bus zur Vernissage. Da ich ja so gut wie nichts verstand, hatte ich tatsächlich eine Kunstausstellungseröffnung erwartet – aber nein, es war einfach ein schlichter Markt. Na gut, Malerei gab es eine ganze Menge – sehr unterschiedlicher Art – der Ararat und der Granatapfel waren wohl die beliebtesten Motive, die überall wieder auftauchten. – Ich zeige euch das, was mir darüber hinaus gefallen hat. – Die in schwarz und silber gehaltenen Motive waren teils sehr interessant – aber für mich war das rote Paar das schönste Bild. Der Künstler wollte es schon vom Rahmen lösen, es zusammenrollen, damit ich es besser einpacken kann – aber ich habe weder Platz noch Geld dafür.

*************

Am Abend holten die 17 Zuspätkommer das Programm vom ersten Tag nach – allerdings in sehr abgespeckter Version. Das Programm sagt: „Sie besuchen den Zizernakaberd, einen Hügel, auf dem sich das Mahnmal für die Opfer des Genozides befindet.

Weiterführende Links sind: https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern

https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/3373-rtkl-osmanisches-reich-der-genozid-den-armeniern-ein-verleugnetes

https://www.nzz.ch/feuilleton/israel-hat-bis-heute-den-osmanischen-genozid-an-den-armeniern-nicht-anerkannt-ld.1506071

********

Man sieht sich – in zwei Tagen!


22 Kommentare

„Bonmots“ von Clara

Ist mein Computer krank, ist das für mich wie eine Diätkur, denn bis zu seiner Gesundung kann ich mühelos auf sämtliche Hausarbeiten verzichten – einschließlich der Essenszubereitung.

Hätte ich meinen Computer nicht, würde mir mein Stromanbieter eine Lockprämie zahlen, damit ich endlich in nennenswerte Stromverbrauchsbereiche aufsteige. Aber jetzt erledigt das mein Lieblingsarbeitsgerät spielend.

Andere Leute träumen von der Südsee, ich von einem „pecharmen Jahr 2020“

***********

Ach ja, und meine vom Urlaub ungelesenen Beiträge im Feedreader sind am Freitag, dem 13., auf genau 13 geschmolzen – aber zu mehr als zu einem Like hat es nur selten gereicht – dafür ist das Urlaubsfotobuch insgesamt auf 140 Seiten (von 156 möglichen) angewachsen. Nichts getan habe ich also nicht!

 


30 Kommentare

Mitarbeit von euch ist sehr gefragt und erwünscht

Ich zeige euch jetzt 10 Fotos in doppelter Ausführung, nicht absolut deckungsgleich, aber sehr ähnlich. Die eine Aufnahme wurde mit dem Handy gemacht, die andere mit dem neuen Prinz Lumix II. Vielleicht sind die Aufnahmen ein klein wenig beschnitten, aber ansonsten nicht mit einem Fotoprogramm bearbeitet.

Das gleiche Gerät steht in der Minigalerie immer an der gleichen Stelle. Bitte schaut nicht in die Fotoangaben über den Ursprungsort des Fotos, damit ihr unbeeinflusst bleibt.

Sind in der überwiegenden Mehrzahl die Fotos von der ersten Stelle besser oder die von der zweiten Stelle??

1. Balkontischdecke – schon vorausschauend zur neuen Markise gekauft und weil an den Tischkanten die Farbe abplatzt

2. Goldbonbons neben blauer Glasschale

3. Heikofach

4. Lila Blumentopf

5. Lila Pflanze

6. Metallkugeln

7. Reservelöwen

8. Rote Pflanze

9. Schlafsessel mit Decke in Terrakotta

10. Tablett in Grün

Ich freue mich, wenn ihr mir eure Meinung schreibt.

 


15 Kommentare

Sogar Clara lernt aus Erfahrungen!!!

Ihr wisst alle noch, wie ich gejammert habe, als ich die zwar alte, aber immer noch gut funktionierende Geschirrspülmaschine Miele für „Pfennige“, oder besser für wenige Cents verschleudert habe. Es war nur gerecht, dass ich danach mit so viel Technikmüll bestraft wurde.

Und um ein Haar wäre ich beinahe erneut in so eine Neukauffalle getappt. Aber noch rechtzeitig Verstand eingeschaltet, haha!

Meine Mama – Gott behandle sie gut! – hat sich Anfang dieses Jahrtausends, also ca. 2003, in ihrer neuen Berliner Wohnung einen Fernsehsessel gekauft. Als sie dann 2007 in das erste und 2012 in das andere Pflegeheim kam, wanderte der Sessel immer mit und war stets ihr Lieblingsplatz. – Übrigens entdecke ich gerade selbst, dass ich meine Lilaliebe offenbar geerbt habe.

Als sie dann 2013 starb, wollte ich den Sessel eigentlich im Heim verschenken. Die Zimmer waren allerdings in diesem Zeim sehr, sehr klein und der Sessel nimmt ausgezogen doch einen großen Platz ein. Lange Rede, gar kein Sinn: Niemand wollte ihn, also hat mein Sohn zusammen mit einem Freund das Monster zu mir die drei Etagen hochgeschleppt. Und ich sage euch, der muss sehr schwer sein.

2015 beim nächsten Umzug mussten die Männer ihn nur noch 8 Stufen hochtragen. Und so ist er in Funktion:

Und dieses „Prachtstück“ wollte ich gegen einen Fernsehsessel in schwarzem Kunstleder mit Massage- und Rückenheizfunktion, mit 2 Getränkehaltern in den Armlehnen und mit einem USB-Anschluss eintauschen.

https://www.amazon.de/gp/product/B07L4LNZXV?pf_rd_p=671e72bc-8864-4ab6-8ef7-60da5d6ead8c&pf_rd_r=R151NBXWW71SCR5E95ST

Wenn ich so lese, was der alles hat, kann ich nicht garantieren, dass ich doch nicht noch schwach werde.


31 Kommentare

Berlin ist auch nur ein Dorf

Dass es mit Handwerkern auch anders geht als im letzten Artikel beschrieben, zeige ich hier.

************

Was lange währt, wird manchmal gut …Damit meine ich die Spülmaschine, zumindest ihren Stand.

Bisher bot sich ja immer dieses leicht vorstehende Bild der Maschine, da sie nicht bis hinten an die Wand geschoben werden konnte, weil dort eine Steckdose mit dem Maschinenstecker das verhinderte.

Mir wurde von allen Seiten geraten, diese Steckdose hinter der Maschine entfernen zu lassen, da sich der Stecker erhitzen kann (hatte er bei einer Maschine ja bereits getan) und die Dose in das benachbarte Teil setzen zu lassen, wo sich die Spüle befindet.

Mein Allround-Handwerker, der Maler und nicht Elektriker ist, hatte keine Zeit, gab mir aber die Nummer von einem befreundeten Elektriker.

Ich rief an, unterbreitete ihm die zusätzlichen Installateurarbeiten und bekam für den 14. Juni einen Termin. Zu allem Unglück – wie sich später herausstellte, zum Glück – ist einige Tage davor der Traps undicht geworden. Ich sofort mit diesem Foto auf dem Display in den Baumarkt, um eine neue Garnitur zu kaufen. – Der Baumensch wunderte sich, dass die ganze Sache so lange gehalten hat, denn „ein sehr naher Verwandter von mir“ hat beim Einbau etwas falsch gemacht. Ich sollte das senkrechte Rohr um ca. 12 cm kürzen. Die Begründung habe ich zwar nicht kapiert, aber brav das Kunststoffrohr abgesägt.

Der Elektriker war mir schon deswegen so sympathisch, weil er mich gelobt hat: Ich hatte nämlich alles schon vormontiert mit allen Dichtungen. – Und bei der Spülmaschine hatte ich auch schon die vier Befestigungsschrauben (Innen-Sechsrund Torx) mit meinem „Spezialwerkzeug“ herausgedreht. – Der Elektriker hat ganz lieb und brav alles getauscht, ewig geprüft, ob auch alles dicht ist und jetzt sieht es so aus:

Aber das ist ja nur das Nebenprodukt. Die Maschine sieht jetzt auf ihrem richtigen Standplatz sehr gut aus:

Doch nun endlich zur Überschrift

Einen Tag vor dem Handwerkertermin war im Großelterndienst eine Veranstaltung. Wir tragen immer alle Namensschilder, damit wir uns untereinander besser anreden können. – Schräg gegenüber sitzt eine Frau, die ich schon eeeeeeeeeewig kenne, aber immer nur mit dem Vornamen. Ich lese ihren (sehr ausgefallenen) Familiennamen, gehe zu ihr hin und frage sie, ob sie einen Elektriker Robert … kennt. Sie grinst mich an und meint: „Gerade noch, er ist mein jüngerer Sohn, der sich viel zu selten meldet!“

Wir mussten natürlich herzlich lachen und damit war alles geritzt.

Ich habe selten einen so ehrlichen Handwerker erlebt. Auf der Stundenabrechnung schrieb er „2 Stunden“, die ich ganz, ganz schnell in 2,5 Stunden geändert habe.

Das war nicht etwa (nur) mein gutes Herz, sondern die Freude, dass es endlich erledigt ist.


47 Kommentare

wut – wuter – am wutensten!

Vor dem Urlaub vorgepostet. Ich bin zwar schon ein paar Stunden wieder in Berlin, hätte aber weder Zeit noch Lust gehabt, einen Artikel zu schreiben. – Aber ich habe die ca. 300 Fotos in den Computer geladen und sie auf 2/3 reduziert.

*********

Ich weiß schon noch, dass das eigentlich „wütig – wütiger – am wütigsten“ heißen müsste, aber heute „vergewaltige“ ich mal die Sprache, damit sie besser das ausdrückt, was ich empfinde.

***********

Story:

Ich möchte aus bestimmten Gründen meine Toilette ein Stück versetzen lassen, um mehr Platz zu gewinnen. Zum Anschauen kommt ein Installateur aus einer unbekannten Firma.

Er schaut sich das an und rät mir ab, da es viel kosten und wenig bringen würde. –
Fazit: Ich schätze ihn für ehrlich und aufrichtig ein.

Im gleichen Atemzug spreche ich den Austausch des Durchlauferhitzers an, der bestimmt schon sehr alt ist und nicht mehr zufriedenstellend arbeitet. Er stimmt zu und meint, in dem Zusammenhang auch gleich die Wannenarmatur mit Schlauch und Brausekopf zu tauschen. Da diese Sachen auch nicht mehr gut waren, stimmte ich zu.

Ich gehe in das Büro der Firma und wir machen Nägel mit Köpfen. Definitiv will ich einen Durchlauferhitzer von der Firma Stiebel Eltron, denn diese Geräte „stürmen alle ersten Plätze in den Charts.“ – Der Installateur geht zu seinem Computer, sucht ein wenig, murmelt was von „diesen hier“ und druckt dann letztendlich das Angebot aus.

Als ich den Ausdruck vom Kostenvoranschlag zur Unterschrift bekomme, schluckte ich schon ein wenig über die Preise, sowohl vom Durchlauferhitzer als auch von der Mischbatterie. Ich nahm natürlich an, dass er einen sehr hochwertigen aus der Stiebel-Eltron-Serie ausgesucht hat und bei der Mischbatterie + Zubehör auch nur die wertvollste einbaut.

Dabei übersah ich völlig, dass weder eine Firma noch ein genauer Produktname auf dem Angebot = Rechnung ausgedruckt war. – Zu diesem Zeitpunkt an „Betrug“ zu denken, war ich so weit weg wie der Mond von der Erde. Jetzt im Nachhinein kommt es mir vor, als wenn auf einer Rechnung steht:

Sie haben einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine oder einen Geschirrspüler oder einen Fotoapparat gekauft – aber wir verraten es niemand, was für eine 🙂 😉 (Jetzt inzwischen kann ich über den geschäftstüchtigsten Installateur aller Zeiten schon wieder lachen. Ich habe extra alles ausgedruckt, damit ihr seht, dass es nicht unbedingt um Peanuts geht für diese geringfügige Arbeit)

So, und jetzt begann ich zu sparen, um das Geld dann nach dem Einbau beisammen zu haben. Schaffe ich das nicht, dann zahlt der Wohnungseigentümer eben den Rest (oder alles).

Am 10. April früh 8:00 Uhr war der Einbautermin.

Es klingelt und der Installateur mit einem Azubi steht vor der Tür mit einem Kasten in den Händen. Mein erster Satz:

Das ist kein Stiebel Eltron (es war ein Vaillant der billigsten Art) – den will ich nicht!

Und jetzt kam folgende Erwiderung:

Frau Himmelhoch, das ist der Mercedes unter den Durchlauferhitzern, etwas Besseres können Sie kaum bekommen.

Ratter, ratter, ratter geht es in meinem Kopf. – Am Nachmittag wollte ein Student alle ausgebauten Teile abholen kommen, ich hatte sie über eBay-Kleinanzeigen angeboten. Ich wollte ihn nicht noch einmal vertrösten. -Und dann meine Erfahrung mit diesem Monteur – ich hatte ihn doch als (bedingungslos) ehrlich eingeschätzt. Wenn er den Vaillant so gut einschätzt, dann muss es doch stimmen. Und dann die Hoffnung, dass dadurch die Rechnung billiger werden wird, weil der Vaillant ja preiswerter ist.

Also glaubte ich ihm und ließ den Einbau vornehmen.

Alle Recherchen habe ich erst danach gemacht.

Preisvergleich zu dem in der Rechnung mit ca. 450,00 € angesetzten Durchlauferhitzer:

Qualitätsvergleich:

Natürlich widme ich dann auch der Mischbatterie mit Zubehör und finde sie für 95,00 € – definitiv genau meine, nur die Halterung konnte er sich noch sparen und dafür 220,00 € einstreichen.

Wo ist bloß das ehrliche Handwerk geblieben?

So sieht jetzt mein Durchlauferhitzer aus – und ich muss ehrlich zugeben, dass es viel besser ist als vorher.

Einen Vorteil hat er vielleicht gegenüber dem „Standard-Stiebel-Eltron“: Ich kann die Temperatur stufenlos einstellen. Der Stiebel hat 3 vorgegebene Stufen: 35° zum Duschen 45° für Badewanne und 60° für richtig heißes Wasser. – Damit rede ich ihn mir schön.

Natürlich habe ich gegen die Rechnung opponiert , und zwar sogar heftig. Ich habe mir sogar noch 15,00 € ans Bein gebunden und war bei der Verbraucherzentrale – ohne Erfolg für mich.

Ich habe drei Fehler gemacht:

  1. Ich habe dem Monteur geglaubt und ihm vertraut
  2. Ich habe das Angebot unterschrieben, ohne darauf zu bestehen, dass eine Firmenbezeichnung und ein Typname ausgewiesen sein muss
  3. Ich habe das Gerät einbauen lassen, obwohl ich gesehen habe, dass es kein STIEBEL-ELTRON ist

Und jetzt bin ich hoffentlich wieder ein bisschen schlauer. Vielleicht hätte ich alles im Baumarkt kaufen sollen und von deren Handwerkern einbauen lassen. – Da hätte mir ein Klempner den Buckel runter rutschen können.

Das Datum auf der Rechnung ist falsch, denn sie hat wochenlang in seinem Büro gelegen und nicht in meinem Briefkasten.

Ich habe lange überlegt, ob ich ihn beglückwünschen soll, dass er gegen eine alte Dame gewonnen hat – habe es dann aber gelassen. Stattdessen werde ich ihm eine Kopie dieses Artikels zukommen lassen.

 

 

 

 


30 Kommentare

Gesundheitsgradmesser und Espresso

Es ist schon Alarmstufe Rot angesagt, wenn ich irgendwo zu Besuch bin und ich antworte auf die Frage zum Frühstücksgetränk

Tee oder Kaffee?

mit

Ich hätte gern Tee!

Kommt hoffentlich nicht vor, denn wenn ich mich in „Teeform“ fühle, verreise ich selten.

Wer sich solch eine Tapete an die Küchenwand kleben lässt, so viele Kaffeetassen hat, ein Kaffeetassentablett für den Geschirrtransport nutzt und sogar Platzdeckchen im Kaffeelook verwendet, wird wohl kaum die „Vorsitzende der Teetrinkerinnenunion“ sein.

Und dank Mitzis Post über italienischen Espresso habe ich nachgeforscht, ob es bezahlbare Espressokannen für Induktionsherde gibt. Man hat mich auf die Fährte der Firma „Bialetti“ gesetzt und es hat sich irgendetwas in dieser Richtung getan. – Fahre ich also zu chronischen Teetrinkern zu Besuch, kann ich Kanne und Kaffee dann ganz bequem mitnehmen. 🙂

Die Espressokanne kommt an und ich beäuge misstrauisch den Boden, ob der auf einer Induktionsplatte wirklich seinen Dienst verrichten wird.

Alles wird abgewaschen und dann soll ich DREIMAL Espresso brühen und WEGSCHÜTTEN!!! Die Kanne muss sich erst langsam an ihre Aufgabe gewöhnen. – Espresso hatte ich auch gleich mitbestellt.

Sieht diese rote Kanne in meiner roten Küche mit den vielen roten Accessoires nicht schnuckelig aus?

 

Was ich allerdings an so einer bekannten Firma bzw. an ihrem Produkt ernsthaft rügen muss: Der Henkel wird so heiß, dass ich die Kanne nur mit Topflappen vom Herd nehmen kann. Da der Griff nicht vom Herd erhitzt wird, sondern nur vom Dampf oder vom Kaffee, finde ich das eine schwache Leistung. Für dieses wirklich nicht unerhebliche Geld keine gute Leistung von Bialetti.

Jetzt kommen auch meine schon immer (lange vor dieser Küche) mit rot gezeichneten Mokkatassen zur Geltung:

Die drei weißen Gesichterschüsseln mussten ihren Platz eine Etage weiter höher einnehmen, damit die Kaffee-Etage besser zur Geltung kommt.

21.6. 17.00 Uhr

Mit der roten Espressokanne sind es jetzt historische Fotos – ich habe sie nämlich gerade für die Rücksendung in den Originalkarton gepackt, nachdem ich mir am Henkel fast die Finger verbrannt habe.

Das große A. hat diese Kanne schon aus dem Angebot herausgenommen – man kann sie nirgends mehr finden – also konnte ich auch keine anderen Bewertungen lesen.

Ich hatte ja gleich zwei verschiedene bestellt, weil ich eine zum Geburtstag verschenken will. Diese habe ich jetzt soeben getestet – da wird kein Henkel heiß und es geht viel eleganter mit der Wasserwanderung von unten nach oben – ist auch eine Bialetti.

************

Und das sind die oben angekündigten drei alten Fotos von Tapete, Platzdeckchen und Tablett.