Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich habe zwar 8 kWh verbraucht …

… also rund 2,16 €, dafür aber …

… meinen Rücken geschont, wieder einen blitzsauberen Backofen und das Geld für eine Putzhilfe gespart.

Wovon mein Backofen schmutzig wird, verstehe ich ja überhaupt nicht. Die seltenen Brotbackaktionen können es nicht sein, denn da wächst nichts über den Rand der Backform hinaus. Ich habe diese Backofenselbstreinigung = Pyrolyse bisher nur ein einziges Mal ausgeführt, und das ist schon ewige Zeiten her.

Da waren bei mir sicherlich zwei Gruppen von Heinzelmännchen oder -weibchen am Wirken. Die Guten, die heimlich (oder unheimlich) für mich gekocht und gebacken haben und die Bösen, die diese Aktionen zum Ver“drecken“ des Ofens benutzt haben. An die Hinterwand komme ich trotz meiner langen Arme und auf Knien bei offener Backofentür nicht ran – also wurde Hitze zum Reinigen genutzt. – Und der Innenraum sieht aus wie neu.

Da kann ich mir doch tatsächlich das Anfeuern des (nicht vorhandenen) Kamins sparen, um die Wohnung zu erwärmen – das ist sie jetzt ausreichend. Brennholz gab es in unserer Wohnlandschaft genug, zumal es der fleißige Hausmeister gleich in handliche Stücke gesägt hat – diese waren aber nach kürzester Zeit verschwunden.

 

Und jetzt zum (versteckten oder verdeckten) Anlass des heutigen Artikels. Mallybeau hat mir Schnaps(zahlen)tante zum heutigen Tag gratuliert. Daraufhin gestand ich ihr, dass ich meinen Wecker schon auf 22:15 Uhr eingestellt habe, um mit dem Fotoapparat schussbereit vor der Digitaluhr zu stehen, um die Zeit 22:22 Uhr am 22.2.22 festzuhalten. Datum und Uhrzeit haben (natürlich) geklappt, nur die Temperatur im Flur habe ich nicht mehr so schnell senken können. Ich wollte Durchzug machen, da es aber nach wie vor zu windig ist, wollte ich meinen geräuschempfindlichen Mitbewohnern keine knallenden Fenster zumuten.

Und da sie schrieb, dass sie ausnahmsweise auf die Veröffentlichung warten will, um gleich zu kommentieren, habe ich die Zeit ihr zuliebe vorgezogen und es schon um 23:23 eingestellt – immerhin eine gute halbe Stunde eingespart 🙂 – Weiterhin will sie mit mir darauf anstoßen – zuerst hat sie alkoholfrei vorgeschlagen … ABER NICHT MIT MIR!!!! Großzügig hat sie mir dann EINEN Grappa genehmigt, so dass ich zeitig genug das Glas putzen konnte – es ist zwar von Geli, aber die hat es mir geliehen – denn ein Claraglas wird es ja wegen der Kosten nicht geben.


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Wodurch wurden Sie zur Alkoholiker*in?

“ … durch Ylenia und Zeynep, auch Eunice genannt!“

Diese Frage wurde mir in einem Bekloppten-Sender-Interviev gestellt, an dem ich gar nicht teilnehmen wollte. Aber die gaben keine Ruhe und da habe ich sie aufgeklärt!

Da ja in geraden Jahren diese schrecklichen Ereignisse wie Stürme, Orkane, Hurrikans, Tornados und sonstiges weibliche Namen bekommen,l könnte man jetzt vermuten, dass mich Frauen in den Alkoholismus getrieben haben – stimmt so nicht direkt, es war einzig und allein das Wetter.

Bisher ist die Trunksucht noch heilbar – denke ich zumindest – aber wenn das Wetter mit solchen Kapriolen fortfährt, sehe ich schwarz mit meinem Grappakonsum.

Am Freitagabend ging es langsam los: das Orkantief Zeynep nahm langsam Fahrt auf. Anfangs war es mir noch möglich, die Geräuschkulisse auszublenden und Fernsehen zu sehen UND zu VERSTEHEN. Doch als ich nach Mitternacht schlafen wollte, war das nicht möglich – dieser blöde „Flatterrand“ von der Markise machte einen Höllenlärm, unterstützt vom Orchester der ächzenden Bäume. Der Regen säuberte ununterbrochen die schon lange sauberen Scheiben und es war einfach nur gruselig.

Da merkte ich, dass ich doch in manchen Situationen zu Angst neige. Ich stellte mir immer wieder vor, was ich machen würde, wenn es die Markise an den Seiten bzw. oben aus den Halterungen reißt und sie beim Sturz meine Fensterscheibe durchstößt. – Diese Horrorvorstellung ließ mich zu einem Grappa-Apfelsaft-Gemisch im Verhältnis 1:1 greifen, so dass ich dann gegen 5:00 Uhr wohl endlich einschlief und das bis gegen 10:00 Uhr durchhielt. – Laut Wettervorhersage sollte das „Drama“ bis gegen 8:00 Uhr anhalten.

Als ich diese Meldung las: „Besonders stark schlug der Sturm im Süden und Südwesten der Stadt zu … In Dahlem wurden mit 108 Stundenkilometern die höchsten Windgeschwindigkeiten in Berlin gemessen.“ – wusste ich, dass meine Angst nicht vollkommen unberechtigt war, denn auch ich wohne dort – weniger im Südwesten, sondern im äußersten Südsüden, falls es das gibt.

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Damit die hier enthaltenen „Informationen“ bei der Veröffentlichung nicht schon total veraltet sind, bringe ich sie mal zu einer vollkommen ungewöhnlichen Zeit in die Öffentlichkeit.


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Eine wunderschöne Retourkutsche …

… habe ich von der Lieblingsschwägerin erhalten

Natürlich habe ich ihr den Link vom letzten Artikel geschickt, damit sie in ihrem langweiligen, immer noch recht schmerzhaften Krankenbett wenigstens eine Abwechslung hat. Ihre Antwort war das:

Als ich ihr gestern zur Geburt ihrer Erstgeborenen vor nunmehr 50 Jahren gratulierte – ich bin nach wie vor der Auffassung, dass man den Müttern gratulieren sollte und nicht den Geschlüpften, denn auch sie musste ähnlich wie ich ca. 35 Stunden hart arbeiten – sprachen wir nochmals kurz über ihren Unfall. Sie war auf die Terrasse gegangen, um ihre Tagesabschiedszigarette zu rauchen – und dabei ist es passiert. Ich habe es doch schon lange gewusst: „Rauchen ist ungesund!

Und jetzt nochmal kurz zu den Gaben der drei Könige – zum Glück haben sie mir für meinen schlechten Platz beim Doppelkopfturnier weder Weihrauch noch Myrrhe gebracht, sondern einen Riegel Marzipanschokolade. Damit war ich sehr zufrieden, denn den Weihrauch habe ich aus meiner katholischen Kindheit in schrecklicher Erinnerung. Die kleinen oder großen Ministranten schwenkten ihr Weihrauchfass, dass alles um sie herum eingenebelt wurde. Wie man mit soviel Gestank Gott ehren wollte, war mir nie klar.

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Kennt ihr den Ausspruch: „Wenn das oder das eintrifft, dann fallen Weihnachten und Ostern auf einen Tag!“ Bei mir trifft das zu. Wenn alle Batterien zu Ende sind, wird das Weihnachtszeug endgültig in den Keller geräumt.

Anfangs habe ich mich gesträubt, ein Telefon zu kaufen, bei dem der Anrufbeantworter und das dazugehörende Telefon getrennt sind. Jetzt finde ich das besser, weil dadurch ein Zimmer mehr mit der Anrufmelodie beschallt wird. – Wenn ich dann noch lerne, die beiden Hörer IMMER an der gleichen Stelle zu lagern, haben AnruferInnen auch eine Chance, mich vor dem Anspringen des ABs an die Strippe zu bekommen.

Jetzt lege ich mich wieder zum Winterschlaf aufs Ohr.