Claras Allerleiweltsgedanken


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Der Osten erkennt sich – Update

Am 22. August erzählte ich euch, dass der Heizkörper in meinem Arbeitsschlafzimmer durchgerostet ist und erneuert werden muss. Wahrscheinlich wird er von zu wenigen genutzt, so dass das Wasser zu rostig wird und Schaden anrichtet, denn zwei verschiedene Bewohner aus unter mir liegenden Wohnungen mussten das auch schon machen.

Anfang September kam dann endlich der Chef von der Sanitärfirma, weil wir den Auftrag eventuell erweitern wollten. Als er meinen perfekt ausgefüllten Zettel mit allen Heizkörpermaßen in der Hand hielt, flossen ein paar lobende Worte über mein technisches Verständnis. (Und da war es schon wieder, dass ich dachte, ich „könnte“ Technik 🙂 )

Meine Antwort war: „Ich hatte ja auch polytechnischen Unterricht.“

Und darauf sein leichtes Grinsen: „Aha, auch aus der DDR.“

Und damit flutschte die Sache. Der Heizkörper in meinem Zimmer wird so schnell wie möglich erneuert, damit es nicht durch die einsetzende Heizperiode unnötig erschwert wird.

Dann erläuterte ich ihm meine Schwierigkeiten mit dem Küchenheizkörper. Der steht zu Winterszeiten ständig auf 5 und wird dennoch nur mittellau. Der Hausmeister hat ihn schon mal entlüftet mit einem Ergebnis gleich Null. – Allerdings habe ich beim allgemeinen Ventilaustausch dieses nicht tauschen lassen – das wäre eine mögliche Ursache. Auch könnten die Zuleitungen verschmutzt sein – doch warum gerade an diesem Heizkörper?

Wir wollten in einer Wohnung unterhalb meiner die Strangführung fotografieren, was ich dann auch tat, als die Mieterin wieder anzutreffen war. Als ich die Fotos sah, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren und ich bestätigte innerlich den Verdacht, den der Installateur schon geäußert hatte. Ich hatte es für unwahrscheinlich gehalten, dass der Monteur so einen gravierenden Fehler gemacht hat.

Ich zeige euch die beiden Fotos und bin gespannt, ob euch etwas auffällt. Das erste Foto ist aus meiner Wohnung, was Kennerinnen sofort an der Café-Tapete erkennen.

Manchmal empfinde ich es als sehr hilfreich, polytechnischen Unterricht oder einen „Tag in der Produktion“ verbracht zu haben, mindestens einen pro Monat. Dümmer bin ich dadurch nicht geworden.

Noch eine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit Rippenheizkörpern?

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Wundert euch nicht – ausnahmsweise moderiere ich die Kommentare.

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Daggi hat einen klugen Schriftführer – denn der hat es erkannt.

Der Heizungsmonteur, der diese Heizung angeschlossen hat, war entweder blau, blind oder unerfahren. Er hat tatsächlich das Zuflussrohr und das Abflussrohr miteinander verwechselt. Das rechte Rohr, wenn man auf das Foto schaut, muss oben an den Zufluss mit dem Thermostat angeschlossen sein. – Jetzt, wie es bei mir ist, bekomme ich nur das „ausgelutschte“ lauwarme Wasser der anderen und muss mich nicht wundern, wenn die Heizung noch nicht mal meine Hände richtig wärmt, geschweige denn meine Küche.

So, das war es schon – doch man kann es wirklich nur erkennen, wenn man die beiden Fotos nebeneinander sieht.

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Aufbegehren oder dulden?

Mich interessiert, wie ihr reagieren würdet.

Mein Telefonvertrag beim großen Magentariesen läuft bis zum 24. September 2018 – aber er ist mir schon lange zu teuer. Ich zahle ca. 35,00 € für eine 50er Geschwindigkeit und 5,00 €/Monat Miete für das Modem, also schlappe 40,00 € werden jeden Monat vom Konto abgebucht.

Da kam mir ein Anruf von der größten Konkurrenz mit Voda und fone, bei denen ich vor Jahren lange, lange Zeit war, gerade recht. Am 16.8. kam ein Vertreter zu mir, der alles klar machte. Er müsste wissen, dass die Kündigung einen Monat vorher beim Betreiber sein muss – also wären noch 8 Tage Zeit gewesen. Ich machte auf die Eile aufmerksam und wollte selbst kündigen. Seine Reaktion: Nein, das macht Voda…..

Am 28.8. rief ich den Voda-Vertreter an und er schob es auf die Langsamkeit der Telek…, dass bisher noch nichts passiert sei.

Doch die Tatsachen waren andere:

Beide Anbieter teilten mir auf Nachfrage Anfang September mit, dass der Vertrag noch bis 24. September 2019 läuft, da die Kündigung von Voda… erst am 27.8. eingegangen ist, also 4 Tage nach dem erforderlichen Termin.

Daraufhin habe ich mir mit der einzig und allein auf der Visitenkarte angegebenen Mobilfunknummer des Vertreters die Finger wund gewählt, um ihn zu erreichen. Er sendete mir eine SMS, dass er momentan nicht telefonieren könne, sich aber zwischen 16.00 und 16.30 Uhr bei mir meldet – und das war vorgestern. Auf diesen Anruf warte ich jetzt noch.

Zwei oder drei Möglichkeiten habe ich:

  1. Ich lasse alles beim alten und fange ein Jahr später den Vertrag bei Voda… an – aber bis dahin könnten die Preiskonditionen schon wieder andere sein.
  2. Ich schildere das Verhalten des Vertreters, das mich um eine gewaltige Einsparung gebracht hat. Dort sollte es im ersten Jahr rd. 20,00 € kosten bei voller Übertragungsleistung – und dann im zweiten Jahr 29,00 € mit einer kostenlosen Fritzbox dazu. Ich könnte vielleicht eine Gutschrift erwirken.
  3. Ich haue Voda…. ihren Vertrag um die Ohren, kündige selbst und suche mir einen anderen Anbieter. Außer 1&1 kommen aber nicht sehr viele in Frage. Der Kabelanbieter gehört auch zu Voda, aber Kabel gibt es hier nicht.

Ich möchte doch bald preiswert und gut telefonieren können.


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Marokko – Ballonfahrtfotos

Ob die Ballonfahrt am 22. Juni das absolute Urlaubshighlight war, kann ich gar nicht so genau sagen – auf jeden Fall war es etwas, was ich mir schon lange vorgenommen hatte, mit anderen Worten, was ich wirklich mal machen wollte.

Ich sah also im Hotel die Ankündigung und meldete mich an. Abholung sollte 5.00 Uhr vor dem Hotel sein, also wollte ich mich sicherheitshalber telefonisch wecken lassen. Hätte ich mich auf diesen Weckruf verlassen, schliefe ich jetzt noch, aber meine innere Uhr und die Handyuhr waren zuverlässig.

Einen Tag vor der geplanten Fahrt schrieb ich bei FB: „Es ist 5:40 Uhr und ich bin seit über einer Stunde wach. Der Grund ist der, dass mich Montezuma und seine Rache nach über einer Woche doch noch gefunden haben. Im Normalfall finde ich das nicht so schlimm, aber morgen will ich in die Luft steigen und da brauche ich das gar nicht. Sonnenaufgang ist gegen 6:30 Uhr und da wollen wir schon im Ballon sein. Gut, dass ich doch Immodium mitgenommen habe Ich finde das sehr anständig von Montezuma, dass er mich jetzt erst heimsucht. Denn während der Rundfahrt hatte der Bus keine Toilette.“

Das Abholauto kam fast pünktlich – und der Fahrer kündigte die geringe Verspätung telefonisch an. Er war sehr freundlich, half mir, wenn es nötig war und lavierte sich hervorragend durch den Verkehr, auf jeden Fall bei der Rückfahrt. – In Marrakech Innenstadt luden wir noch 3 weitere Fahrgäste ein und dann ging es in die Pampa – anders kann ich die Gegend nicht bezeichnen.

Vor Ort angekommen, waren schon sehr viele andere Leute dort. Wir wurden namentlich registriert und den unterschiedlichen Ballons zugeteilt. Insgesamt waren wohl drei im Einsatz. Die beiden anderen waren viel kleiner als unserer und hatten dementsprechend auch viel weniger Leute in ihrem Korb. Unser Ballon war groß, riesig und birnenförmig und der Korb war auch riesig, aber viereckig. Er war durch Zwischenwände in Abteile gegliedert: Eines für den Ballonfahrer und seine Technik und 4 für die neugierigen Ballonfahrgäste. Wir wurden „sortenrein“ aufgeteilt, so dass in unserem Teil wirklich nur 4 Leute waren. Wir hatten mehr als genügend Platz.

Vor dem Start: Ballonhülle und Korb liegen auf der Seite und der Brenner feuert und feuert und feuert. Bei so einem großen Ballon hat er ganz schön zu tun und es dauert auch einige Zeit. Je voller er wird, desto mehr richtet er sich auf – und irgendwann richtet er auch den Korb auf. – Das ist der junge Fahrer, der mir u.a. beim Einsteigen behilflich war.

Der Korb mit seinem Ballon wird durch Seile und Männer auf der Erde festgehalten, bis alle Gäste durch ihre  „Einstiegslöcher“ in der Seitenwand hinein geklettert sind. Man sieht diese viereckigen Einstiegshilfen gut auf den oberen Fotos an der Schmalseite des Korbes.

Und dann geht es los. Ganz ruhig – wenn ich mal von dem gewaltigen Zischen des Brenners absehe – steigt der Ballon langsam auf und gewinnt an Höhe.

Lässig stelle ich mich dem (Presse-)fotografen, völlig entspannt und angstfrei. Das war wohl der einzige Tag im Urlaub, an dem ich beide Jacken trug – notfalls hätte aber auch eine genügt. Wie ich jetzt sehe, waren sogar noch drei andere Ballons mit uns unterwegs. Den Sonnenaufgang haben wir also abgepasst und überall eifriges Klicken der Handys und Fotoapparate. Die Aussicht war nicht berauschend – wir hatten schon Glück, wenn mal ein kleines Gehöft vorbei kam. – Auf dem letzten Foto sieht man die „Feuerapparatur“, die dem Gasgemisch im Ballon heiße Gedanken beschert hat.

Von den insgesamt 5,5 Stunden, die das ganze Unternehmen gedauert hat, war die Zeit in der Luft der kürzeste Abschnitt. Ich kann es nicht auf die Minute genau sagen, aber wir waren nur ca. 35 Minuten in der Luft.

Bei der Landung sollten sich alle an den angebrachten Halteseilen im Korb festhalten, doch das wäre gar nicht nötig gewesen, denn wir kamen ganz sanft wieder auf festem Boden an.

Dann fing die Arbeit für das Begleitpersonal an, das im Jeep zu unserem Landeort gekommen war. Der viele, viele Stoff des Ballons musste so gut wie luftleer gepresst werden, damit er in einem Riesensack verstaut werden konnte. – Alle Teile wurden vom Korb abgebaut, damit er dann auf der Ladefläche des Zugfahrzeugs untergebracht werden konnte.

Und das war die Firma, die die Ballonfahrten veranstaltet:

Anschließend gab es in einem großen Zelt ein Frühstück für die hungrigen Ballonfahrer. Alles war wohlschmeckend und (fast) ausreichend. Da ich sehr, sehr langsam esse, klappt es mit der gerechten Verteilung nicht immer – was aber hier überhaupt kein Problem war.

Die Rückfahrt bei dickstem Verkehr war nach meiner Auffassung eine riesige Herausforderung für den Fahrer, aber der sah das zum Glück wohl nicht so.

In Marokko dachte ich noch, dass diese Fahrten in Deutschland preiswerter sind, aber damit hatte ich mich wieder mal geirrt – es ist haargenau der gleiche Preis, aber ich weiß nicht, wie lange hier die Ballons in der Luft sind. – Als Ausgleich müssen die Passagiere beim Auf- und Abbau kräftig mithelfen.

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Jetzt gibt es für alle, die sich das Passwort haben sagen lassen, noch einige Videos über den Verlauf.

 

 

 


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Rundreise Marokko 7 – über Beni Mellal nach Marrakech

Realer Tag: 17.06. – Angekündigt wird uns der Tag so:

Unser Weg führt uns heute über Azrou nach Beni Mellal – der wichtigsten Handelsstadt für Obst und Gemüse im Zentrum Marokkos – nach Azrou und weiter nach Marrakech. Die Altstadt von Marrakesch wurde bereits 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Hier gehen wir zu Fuß über die landestypischen Märkte von Marrakesch und haben die Gelegenheit persönliche Urlaubssouvenirs zu erwerben. Abendessen in einem marokkanischen Restaurant mit Folklore Show. – Den Tag lassen wir ins unserem 4-Sterne Hotel (z.B. Zalagh la Kasbah) im Raum Marrakech ausklingen.

Bei Fb habe ich über diesen Tag geschrieben: Heute haben wir ja wieder eine tolle Leistung vollbracht, wir sind ca 500 km mit dem Bus nach Marrakech gefahren, zum großen Teil durchs Gebirge mir ist jetzt noch schwindelig. Na gut, die meiste Arbeit hat der Busfahrer gehabt. Ich war froh, dass wir nicht laufen mussten.
Eigentlich könnte ich nach Hause fahren, ein hübsches Souvenir habe ich ergattert

und das schöne Löwen Foto, was ich gern gehabt hätte, das wurde mir verwehrt. Der Bus hat nicht angehalten. Falls es schlecht zu erkennen ist, es ist ein Portemonnaie.

Heute Nacht wird uns hier eine Stunde geklaut. Die marokkanische Sommerzeit wird erst nach dem Ramadan eingeführt, also heute Nacht. Und wir müssen morgen früh schon um 6:30 Uhr beim Frühstück sein, deswegen sollte ich mich kurz fassen.

Doch jetzt endlich zu den unerlässlichen Fotos.

Was ich bei G. über Beni Mellal erfahren konnte, haben wir nicht erlebt – keine unendlich großen Obstplantagen jeglicher Art. Dafür gab es folgendes:

Am Anfang hielten wir bei einer großen Siedlung an, die hätte deutscher oder europäischer nicht sein können. Näheres kann ich euch nicht sagen – siehe Ohren und keine Lust zum Googeln. Und sie war gut bewacht und gesichert – Militär für arbeitslose Jungmänner gibt es eben überall.

Als ich fragte, ob man anhand der Autonummern die Region oder gar Stadt erkennen könnte, wo das Auto herkam, wurde meine (unbotmäßige) Frage nicht erklärend beantwortet. Ich erfuhr nur, dass das mittlere Zeichen ein Buchstabe ist. Ob dieser aber die Region vorgibt oder von A – Z durchnummeriert wird, weiß ich immer noch nicht. IST JA AUCH UNWICHTIG! Eine Frau fragt nicht nach solchen Sachen, die nichts mit Haushalt oder Kindern zu tun hat.

Aber Wiki und nicht Nashi haben mir Bescheid gegeben:

Marokkanische Kfz-Kennzeichen entsprechen in Größe und Aussehen weitgehend den europäischen Kennzeichen und zeigen in der Regel schwarze Schrift auf weißem Grund. Das Schild beginnt seit dem Jahr 2000 mit einer maximal fünfstelligen Zahl gefolgt von einem senkrechten Strich. Es erscheint ein arabischer Buchstabe vor einem erneuten senkrechten Strich. Abschließend gibt eine ein- oder zweistellige Zahl die nähere Herkunft des Fahrzeuges an. Bei zweizeiligen Schildern erscheinen der Buchstabe sowie die Herkunftskodierung in der oberen Zeile und die fortlaufende Zahl in der unteren. Ältere Nummernschilder zeigen ausschließlich Ziffern nach dem Muster 1234-56|7. Neuere Schilder zeigen am linken Rand das Staatsgebiet einschließlich der von Marokko beanspruchten Westsahara.
Marokkanische Diplomatenkennzeichen weisen einen gelben Grund auf. Sie zeigen am linken Rand die Buchstaben CD sowie die Landesbezeichnung auf französisch (MAROC). Die andere Seite des Kennzeichens zeigt selbige Angabe in arabischer Schrift. Zwischen diesen beiden Blöcken erscheinen zwei Zahlenpaare, wobei letzteres das Herkunftsland angibt.

Danach fuhren wir weiter – was soll man bei ca. 500 km, die man am Tag schaffen muss, auch anderes machen als fahren, so dass es wieder schöne Gegend gab. Kommt man an die Gegend nicht nahe genug heran, erledigt das der Prinz für mich. – Palmen und Meer – das Idealbild des deutschen Touristen. Nur hier ist die letzte Palme keine echte – sondern eine Verkleidung für einen Sendemast oder so etwas ähnliches. Gar nicht so übel.

Jetzt sind wir also in Marrakech angekommen, wie kundige Leser an diesem Turm vielleicht erkennen werden. Der Weg führt uns also auf den Markt in das Verkaufsgewühle. Glaubt mir, da war dieser Haufen Luftballons noch der ruhigste Moment.

 

Gleich nach der Ankunft fand die Kutschfahrt statt, die für fast alle der Gruppe anberaumt war, nämlich für die, die das 110,00 € teure Sonderprogramm beim Reiseleiter gebucht hatten. Darüber berichte ich mit Minivideo in einem Extrapost.

Abends gab es ein Essen mit Folkloreeinlagen, die in Musik und Bauchtanz bestanden. Da war es für vernünftige Fotos zu dunkel, denn blitzen wollte ich nicht.

Bevor ich tschüss sage, will ich noch die Videos erwähnen, die gleich heute, aber als neuer Post erscheinen.

Und jetzt erst einmal tschüss bis übermorgen!


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Die Dame von Welt …

trägt in ihrer teuren Designer-Handtasche:

  • mindestens einen Lippenstift
  • ein elegantes Ensemble – bestehend aus Kamm, Spiegel und Nagelaccessoires
  • die Kreditkarte vom finanzstarken Ehemann oder aber vom „Spielgefährten“
  • ein in edles Krokodilleder gebundenes Adressbüchlein, um jederzeit einen Freund anrufen zu können, falls der Ehemann verreist ist
  • ein Apfelphone der allerneuesten Generation
  • eine goldene Kamera 🙂
  • ein Pflaster, falls die neuen Highheels noch drücken und erst eingelaufen werden müssen

Sieben Dinge sollten reichen, denn ich möchte ja die Handtaschen von Louis Vouitton, Joop, Chanel oder sonstwem nicht überfüllen. Außerdem interessiert mich das Thema „Markenhandtaschen“ weniger als ich nach einer ausgedehnten Maniküre Dreck unter einem Fingernagel habe.

Für mich wäre so ein Gang mit einer solchen Handtasche mehr als ein Drahtseilakt. Und dazu bräuchte ich noch nicht mal diese Schuhe.

Ihr merkt schon, ich habe mich schon vor vielen, vielen Jahren entschlossen, KEINE DAME zu werden – es liegt mir einfach nicht. Frau und Mutter wollte ich schon sein, aber eben nicht Dame.

Vor ein paar Tagen habe ich noch aktuelle Handtaschenaufnahmen in den Schaufenstern des KdW gemacht – die möchte ich euch nicht vorenthalten.

Und ich schwöre euch, dreist wenn ich das Geld in Hülle und Fülle und locker hätte – nieeeeeeeeeeeeeeeeee würde ich mir so etwas kaufen, weder das eine noch das andere.

Also stieg ich auf das Rucksackmodell um. Anfangs waren diese Riesenbeutel für Beuteltiere ja noch klein, zart und ein wenig damenhaft.

Dieser eventuell positiv ausfallende Eindruck wurde dann aber sicher schnell durch ein keck aufgesetztes Schirmmützchen zunichte gemacht. (Seht ihr übrigens neben der Heizung meinen ersten Klapproller, der durch seine kleinen Räder so viel Unheil angerichtet hat?)

Aber im Laufe der Jahre wuchsen die Bedürfnisse, die Aufgaben und die „Hilfsmittel“, die im Rucksack verstaut werden mussten. Wer will schon plötzlich den Durchblick verlieren, nur weil plötzlich die Brille kaputt ist? Wer will die internette Kommunikaiton abbrechen müssen, weil das Handy keinen Saft mehr hat? Wer muss achtlos an Hunderten von schönen Fotomotiven vorüber gehen, weil der Fotoapparat zu Hause liegt? Wer kann standhaft an den teuren Getränkeautomaten vorüber gehen, weil ja eine Flasche in der Seitentasche steckt. Wer kann lässig einen Schirm aus dem Ärmel Rucksack zaubern, wenn es in Strömen anfängt zu regnen.     … ICH JA ODER ICH NICHT!

Also wurden die Rucksäcke größer, schwerer und schwärzer – doch der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und die Träger der Rucksäcke sind immer breiter und weicher geworden!

Hier mal eine Auswahl des technischen Equipments, das ich so mit mir rumtrage. Bei den gesundheitlichen Hilfsmitteln lasse ich mir nicht in die Karten gucken, denn ein paar Geheimnisse müssen ja noch bleiben.

Ich denke, ihr versteht jetzt, warum ich kein Handtaschentyp bin.

Doch es gibt im Jahr ca. 10 – 15 Tage, wo ich nicht ALLES mit mir rumtragen will und muss. Und genau für diese Tage habe ich jetzt einen neuen in meinen Bestand integriert, denn diese vom oberen (Tür-)Foto existieren bis auf einen alle nicht mehr. Das schönste an ihm sind die unendlich vielen Taschen, in denen ich dann ganz hektisch nach etwas suchen kann. Ist er bis zum Platzen gefüllt mit „Technik, dann dürften die Schulterriemen ruhig breiter sein – aber ich übertreibe eben auch mit dem Gewicht wie so oft.


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Darüber ärgere ich mich …

… darüber werde ich richtig wütend, denn es ist Ressourcenvergeudung

Chronologie der Ereignisse:

  • 17.10.2017 – Unfall mit dem Auto – Auto ist vollkommen fahruntüchtig und ein Wiederaufbau wäre mir zu teuer – Post darüber
  • 20.10.2017 – Verkauf des Unfallautos um 13:57 Uhr an einen Tomasz D. für einen Appel und ein Ei
  • 22.10.2017 – Abmeldung des Autos bei der Versicherung und beim Kraftfahrzeugamt
  • 07.12.2017 – Ein Schreiben mit diesem Datum erreicht mich. Mir wird vorgeworfen, am 27.10.2017 gegen 13.57 Uhr „irgendwo“ im Bereich eines Taxistandes verkehrswidrig geparkt zu haben. Für dieses Vergehen soll ich 15,00 € bezahlen.
  • 11.12.2017 – ich wende mich schriftlich an die Bußgeldstelle und erkläre den Sachverhalt, dass ich mein Auto zu diesem Zeitpunkt nicht falsch geparkt haben kann, da ich es gar nicht mehr besaß
  • 29.01.2018 – das ist das Datum des Schreibens, die Ankunft war aber erst 3 Wochen später, wird mir nur kurz und lakonisch mitgeteilt, dass ich eine Kopie des Kaufvertrages beibringen soll.
  • 22.01.2018 – in aller Ausführlichkeit bringe ich alle Beweise bei – Kaufvertrag, Versicherungsauflösungsbescheinigung und Benachrichtigung vom Kraftfahrzeugamt; meine Autoschilder habe ich ja auch schon lange bei mir
  • 06.03.2018 – mit diesem Briefdatum und immer noch falscher Postleitzahl wird mir am 10.03. per Zustellungsurkunde ein Kostenbescheid in den Briefkasten geworfen. Ich soll eine Gebühr von 20,00 € + 3,50 € für Auslagen bezahlen. Der Text dazu lautet:
    Erneuter Falschparkvorwurf. Dann:
    Das in dieser Sache anhängige Bußgeldverfahren ist eingestellt worden. Ihnen werden als Halter die Kosten des Verfahrens auferlegt (§ 25 a StVG), da die Feststellung des Führers des Kraftfahrzeugs, der den Verstoß begangen hat, nicht vor Eintritt der Verfolgungsverjährung möglich war oder einen unangemessenen Aufwand erfordert hätte. Die Kosten des Verfahrens belaufen sich gemäß § 107 Abs. 2, 3 OWiG auf (siehe oben)
  • 11.03.2018 – Natürlich habe ich dagegen Widerspruch eingelegt. Ich habe das vorhergegangene Schreiben kopiert, den Kaufvertrag erneut kopiert und persönlich zur Dienststelle gebracht – gegen Quittung habe ich das Schreiben abgegeben. – Und jetzt hoffe ich, dass endlich Ruhe ist.

Wegen ursprünglich 15,00 € wird eine alte Autofahrerin bezichtigt, die Unwahrheit zu sagen, und mehrere Beamte beschäftigt, da unsere Polizei ja sonst nichts zu tun hat.

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Und weil manche so schön den „Amtsschimmel“ erwähnten, setze ich diesen jetzt noch dazu – nur leider ist der Amtsschimmel nicht so süß und knuffig, sondern zeitaufwändig und manchmal auch teuer.