Claras Allerleiweltsgedanken


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Das Fliegen-Guantanamo

Das hört sich schrecklich an – ist es in gewisser Weise auch, zumindest für die Fliegen. Und ich gebe ehrlich zu, dass ich sogar ein schlechtes Gewissen habe – von wegen Tierquälerei. Ich würde sie auch lieber kurz und schmerzloshaft erschlagen, aber ich kann offenbar nicht nur nicht räumlich hören, offenbar kann ich auch nicht räumlich sehen, denn ich schlage mit der Fliegenklatsche immer daneben. Und meine Küchenfensterscheibe sähe jetzt schon aus wie ein Schlachtfeld.

Schon im letzten Artikel hatte ich geschrieben, dass ich den Fliegen mit Technik den Kampf angesagt habe. Doch zu diesem Zeitpunkt ging es überwiegend noch um Fruchtfliegen, nur ganz vereinzelt schon um die gemeinen Schmeißfliegen, die bei Lichteinfall ihren grün schillernden Körper an der Fensterscheibe zur Schau stellen – fast schon obszön 🙂

Und genau in diese Richtung ist der „Krieg“ inzwischen umgeschlagen – ich fühle mich regelrecht belästigt von diesen schwarzen Brummern. Vor allem weiß ich die Ursache nicht – alle Essensreste sind hinter Schranktüren in verschlossenen Müllbehältern. Ich, die ich normalerweise in der Wohnung „Tag der offenen Tür“ begehe, schließe ganz penetrant jede Zimmertür, damit diese Biester nicht von einem Zimmer zum nächsten fliegen können.

Die Fotos, die ich euch gleich zeigen werde, sind schon einen Tag alt – inzwischen wird das „Gefängnis“ von mindestens der doppelten, wenn nicht sogar dreifachen Menge an Bewohnern be“flogen“. Kurz nach ihrem Einfangen fliegen sie natürlich wie dolle und verrückt in der engen Kunststoffkapsel herum. Inzwischen habe ich schon Routine beim Einsaugen.

Ich bin immer wieder bass erstaunt, wenn sich wieder vier oder fünf neue Exemplare auf der Küchenfensterscheibe zeigen. In allen anderen Räumen habe ich zwar auch schon welche gefangen – aber in den vier anderen Räumen zusammen höchstens so viel wie allein in der Küche.

Ich habe mit diesem Packzeug keinen Untermietervertrag abgeschlossen – und deswegen nehme ich mir das Recht, sie aus meinem Leben zu verbannen.

 

Ein Rückflug aus dem Handstaubsauger ist zwar kaum möglich, aber dennoch habe ich das zusätzlich abgesichert – ich muss nur daran denken, den Pfropfen vor dem Saugen zu entfernen, sonst freuen sich die Biester nur.

Die nächsten beiden Fotos sind gestern gegen 15:00 Uhr entstanden – da war ich länger als eine Stunde nicht in der Küche. Als ich kam, zählte ich mehr oder weniger 12 = zwölf Exemplare auf Scheibe und Rahmen. Damit ihr die auf dem Rahmen auch sehen könnt, habe ich ihnen einen roten Pfeil gewidmet – kurz, bevor sie im großen Staubsaugerrohr gelandet sind. Der Handstaubsauger ist wirklich und wahrhaftig überfüllt – die müssen darin erst einmal Ruhe geben, damit ich sie entsorgen kann und sie nicht wieder in die Umwelt ent-fliegen.

Das zweite ist mehr oder weniger ähnlich – da ohne Gegenlichtfilter aufgenommen, musste ich beide stark aufhellen. Hier sitzen auch welche auf den Häusern von gegenüber – doch leider eben doch auf meiner Scheibe.

In der Küche arbeite ich nur noch mit dem großen Staubsauger – das lange Saugrohr bringt schnellere Erfolge. – Ich überlege ernsthaft, ob ich den Handstaubsauger für lange Zeit in den Tiefkühler lege – da müssten sie doch alle erfrieren und tot sein. – So eine Fliegenplage hatte ich wohl noch nie – sogar dem Monteur von den Plissees ist das sofort aufgefallen.

Ich möchte euch gern noch ein Video zeigen, ich habe es sogar hochgeladen bekommen, obwohl ich es so selten mache.

 

 

 


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Lenny: sitz oder bleib oder Platz …

… nicht: knurr oder bell oder beiß!

Watt’n Glück, dass ich das alles nicht „meinen Kissen-Lennys“ beibringen muss.

Die für den März einmalige Chance, zum einzigen Schnapszahldatum, nämlich dem 3.3. um 3:33 Uhr diesen Post erscheinen zu lassen, habe ich ungenutzt verstreichen lassen.

Der Fotoanbieter, bei dem ich die Kissen habe machen lassen, ist immer wieder für Überraschungen gut. Das Kissen meiner Nachbarin war anders – es hatte keinen Rand um das Foto, aber vor allem war es aus anderem Stoff gemacht. Die Oberfläche fühlte sich flauschig und stumpf an – wie soll ich da auf die Idee kommen, dass die jetzt ausgelieferten Kissen glänzend und glatt sind. – So, jetzt muss ich ihn, den Anbieter, in Schutz nehmen – er hatte die andere Variante weiter hinten gelistet und ich habe nich weit genug runter gescrollt.

Als sie hier ankamen, war mir sofort klar, dass mir das mitgelieferte Innenleben (ohne Füllung konnte ich gar nicht bestellen) zu dick und zu steif ist. Mein weniger Kissenbestand wurde durchgeforstet, um eventuell tauschen zu können.

Ursprünglich hatte ich vor, zwei zu verschenken und eines zu behalten – jetzt habe ich die Besitzverhältnisse umgedreht. Eine Freundin sagte zu mir: „Dein Sohn hat doch das lebende Original – da muss er nicht noch zwei Kissen haben!“ – Und recht hat sie!

Für einen Lenny fand ich sofort ein Tausch-Innenleben, das zweite gestaltete sich doch viel schwieriger. Ein flaches, ca. 5 cm dickes Kissen war zu groß, um in den Bezug zu passen. Also wurde im Schweiße meines Angesichtes zwei lange „Operationsschnitte“ am Kissen durchgeführt. Das Einfüllen war trotz richtiger Größe immer noch recht kompliziert, aber es klappte.

Hier sind sie alle drei.

Und das sind die beiden „Zwillingsbrüder“, die jetzt bei mir eingezogen sind.

Im letzten Foto zeige ich euch, dass Lenny wie ein Sofakissen-Bild an der Wand hängt. Ich habe auf die Tapete zwei lange Klettbänder aufgeklebt und auf das Kissen eben so – und schon war Lenny an die Wand gek(l)ettet.

Doch offensichtlich gefiel das weder Lenny noch der Tapete – denn das Kissen lag nach einiger Zeit auf der Erde. Dann verstärkte ich die Klebehaftbänder und brachte sie zu viert im ganzen Karree an – aber auch das hielt nur von 12 bis Mittag, wie man so sagt.

Jetzt hat er sich einen anderen Platz gesucht. Er sitzt neben der frisch geschorenen Clara und erkennt sie nach dem Friseurbesuch kaum noch.


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Clara ist „zum Hund gekommen“ …

Vielleicht habe ich in meiner üblichen Mitteilsamkeit schon mal erwähnt, dass in meinem Haus Anna und Clara wohnen. Auch dem letzten unter meinen Lesern wird es nicht verborgen geblieben sein, dass „Anna“ mein Quasi-Enkelkind war, das jetzt inzwischen 18 Jahre jung ist und die ich sieben Jahre ihres Lebens begleitet habe. Zu diesen Zeiten war Clara die Erwachsene und Anna das Kind.

Hier bei „uns“ ist das andersherum – Clara ist so ungefähr in meinem Alter, wohingegen Anna schon das Alter von plusminus 95 erreicht hat – in Menschenjahren! Das heißt also – Anna und Clara sind gar keine Menschen – nein – sie sind Vierbeiner und zwei gemütlich schlendernde Hunde. Hast und Eile scheinen ihnen zuwider zu sein – ich habe sie noch nie in den 5 Jahren, die ich sie kenne, rennen oder toben sehen. Und 5 Jahre im Leben eines Hundes sind ja Welten auf der Altersskala. – Es sind Cavalier King Charles Spaniels, also eigentlich CC-Hunde 🙂 und ihr Bewegungsdrang wird auf einer Skala von 5 Pfoten mit 3 ausgedrückt – das gilt sicherlich nur für junge Cavaliere, die älteren haben bestimmt weniger.

Ich könnte mir jetzt Clara mit einer leckeren Tasse Kaffee zum Munde führen und mir Anna auf einem  Mittagsschläfchenkissen  unter den Kopf schieben.

Ihr müsst mir jetzt nicht erzählen, dass das eigentlich eine Linkshändertasse ist – sie ist nicht für mich.

Und ihr müsst mit auch nicht sagen, dass man von Anna ein wenig zu wenig sieht – beim Mittagsschlaf macht ja jeder seine Augen zu.

Dass aber Nachbarn, die ihre Hunde Anna und Clara nannten, ovW = ohne viel Worte zu meinen Lieblingsnachbarn wurden, ist doch wohl sonnenClaraklar.

Und für mich war die ganze Sache eine Anregung. Der Sohn macht in Kürze sein halbes Jahrhundert voll und ich habe noch einen Gutschein über 10,00 € von ALDI Foto, wenn ich irgendwas über 45,00 € bestelle. Also habe ich drei Kissen angefertigt – zwei kann sich der Sohn aussuchen und eines kommt zu mir, damit mein Zoo wirklich langsam ein richtiger Zoo wird – dann kann ich Eintritt nehmen und alle meine Aujsgaben wieder reinarbeiten 🙂


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Spaziergangsgeschenke

Man – aber auch frau – haben es nicht leicht, wenn sie für eine außergewöhnliche Person ein nicht ganz alltägliches Geschenk suchen – das aber nicht reell sein soll, sondern virtuell. Also kann es nach meinem Dafürhalten nur ein Foto sein, denn mit Lyrik kenne ich mich nicht so aus – und für das Lesen langer Geschichten fehlt dieser Person fast immer die Zeit, weil sie so viel arbeitet, diese Person.

Und deswegen kam mir dieses Überflieger-Foto genau richtig vor die Linse – das stellt diese Person für mich dar.

Na gut, auf dieser lustigen Hausmalerei ist das Geschlecht der Person eindeutig festgelegt und das Alter ist anders als das, was jetzt gerade gefeiert wurde – aber ansonsten alles richtig.

Blumen gehören auch zum Geburtstag – hat jemand Zweifel, dass diese lila und winterfest sein sollten, damit sie sich eine Weile halten?

Manchmal braucht auch die klügste Person einen Rat – das Leben kann ja so vielfältig und manchmal auch kompliziert sein, also wie wäre es damit?

Großzügig, wie ich bin, verschenke ich auch noch eine wunderschöne Schnapszahlanzeige: So ist das Wetter zu uns.

Und wenn ich diese liebenswerte Person am Ende noch zum Essen einlade, nehme ich auch vorher die Wienerwurststücke wieder raus oder packe sie erst gar nicht mit in die Auflaufpfanne, denn manche mögen ja nichts mit Fleisch.

Wenn ich schon einmal fotografierend unterwegs war, kam mir auch anderes vor den Apparat. Hat sich „Melissengeist“ in Berlin verwandelt? Ich habe das Zeug weder eingenommen noch getrunken, kenne es aber nur unter „Klosterfrau Melissengeist“.

In der DDR gab es den Begriff: „Kunst am Bau“ – und hier müsste ich sagen: „Kunst VOR dem Bau“

Was doch der simple Buchstabe A für eine Bedeutung bekommen kann!

Umgebungserforschung

Jetzt mal im Ernst – ich wohne schon 5 Jahre in dieser Ecke, denn diese Metallgebilde sind höchstens 4 oder 5 km von mir entfernt – und ICH WAR NOCH NIE auf dieser Straße, die soviel Industrie zeigt. – Empfinde ich nicht als Verlust.

Bei einem anderen Spaziergang MUSSTE ich diese Hauswandmalerei fotografieren. Meine Eltern und meine Großeltern sind es nicht – bin ICH das etwa in einem früheren Leben? Vielleicht?!?

Und jetzt eine „Kuriosität“ – einen Tag später kam ich zufällig an dem gleichen Park und dem gleichen Haus vorbei – und ich sah folgendes:

Es war also keine Wandmalerei, sondern eine riesige Folie, die auf den Giebel geklebt war. Ich fragte natürlich, warum das zerstört wird. Von der Antwort habe ich nur das Wort „Denkmalschutz“ verstanden.

Und das letzte Foto habe ich bei Sven geklaut, weil ich es so unsagbar wahr und lustig finde. Watt’n Glück, dass ich nicht Schach spielen kann.

 


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RB19 – Ende – slutten – finito – koniec

Mit einer doppelten Freude über Zahlen setze ich heute meinen letzten Norwegenbeitrag in meinen Blog:

Der 10.10. ist ja für mich so etwas wie eine Schnapszahl, die ich so mag. Und 13 Fotos habe ich hochgeladen – eine meiner zwei Lieblingszahlen. – Jetzt kann also nichts mehr schief gehen.

Die allgemeinen Fotos von der Fähre sind die — War da jemand Rettungsbootsüchtig? Nein! Kennt ihr etwa jemand?

Dass für die Kinder ein schöner Spielplatz eingerichtet war, fand ich sehr schön – denn sie haben ja doch schnell Langeweile.

Jetzt zeige ich euch mal meine Kabine, die natürlich sehr geräumig war, da nur ein Bett runter geklappt war.

Das Frühstücksrestaurant lag am Bug des Schiffes, so dass wir eine gute Aussicht auf unsere Bugwelle und anderes hatten. Auf dem Tisch seht ihr die vielen, vielen, dünnen Plastikhandschuhe, die man kaum voneinander trennen konnte.

Als wir am frühen Morgen die Fähre verließen, klickte ich schnell noch zweimal auf den Auslöser – so schnell kommt so eine Fotolust nicht wieder.

Mein Abschiedsselfie von der Fähre ist das: Coronaurlaub in Norwegen.

Dieses „Kunsttier“ muss ich euch noch zeigen, sonst werden es keine 13 Fotos. dem armen Hirschbock haben sie das Geweih geklaut oder gekürzt oder beschnitten oder überhaupt.

Und mit dieser Möwe, die fast überall um uns herum flogen, gehe ich jetzt (fast) in eine Urlaubs-Erholungs-Pause, aber nicht lange.
Ich habe es mir überlegt, und lasse übermorgen doch noch einen Artikel erscheinen, denn 19 ist keine schöne Zahl.