Claras Allerleiweltsgedanken


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Der Clarazoo hat wegen Überfüllung geschlossen

… und wenn es dann um so große und graue Tiere wie Elefanten geht, ist das Platzlimit bald erreicht.

Außer Bären, Löwen, vereinzelte Krokodile, Nilpferde, Schmetterlinge und Schweine hält der „Zoo Himmelhoch“ also auch Elefanten für die Besucher bereit. In den Anfangsjahren wurden diese Tiere durch liebevolle Dressurarbeit dazu gebracht, Kunststücke zur Freude von Bewohnern und Besuchern auszuführen. Aber das wurde jetzt im Interesse der Tiere eingestellt.

Dieser kurzzeitig bei mir weilende Tuchelefant aus Jordanien durfte leider nicht aus dem Hotel ausgeführt werden und konnte deswegen den heimischen Zoo nicht bereichern.

Um Sponsorengelder für den Zoo aufzutreiben, hatte sich die Chefin vom Tierpark Hagenbeck Himmelhoch mal mit einem ihrer Schützlinge ablichten lassen – danach ist der Rubel dann gerollt :-).

Doch jetzt in die Gegenwart. Vor einiger Zeit bekam ich von der Fee einen ganz schnuckeligen Geburtstagselefanten, gleich mit zugehörigem Elefantenhaus. Der war so glücklich, als ich ihn aus dem dunklen Paket befreit hatte, dass er mir gleich das ganze Zimmer mit Konfetti vollgetrötet hat. -Und damit der große sich nicht so alleine fühlt, gab es einen kleinen dazu. Erst hatte ich sie voneinander getrennt – doch das gefiel beiden nicht. Deswegen hier das erste Gemeinsamkeitsfoto.

Und wie es so oft im Leben kommt – die beiden wollten eine Familie sein und ein Kind bekommen. Ein paar Schwierigkeiten sollte es bei diesen Größenunterschieden schon geben – aber wo ein Wille, da ist auch ein Gebüsch.

Und nach ca. 2 Wochen Tragezeit war es da, unser blaues Baby. Der ist nicht blau angelaufen, weil er sich mit Müh‘ und Not aus seiner kleinen Mutter befreien konnte – nein, er ist einfach ein Farbexperimentierelefant. Von der Größe her geht er wohl eindeutig nach dem Papa – doch die Farbe ist mehr von der Mama.

Und als dann der kleine auf eigenen Beinen stehen konnte, gab es die ersten Familienfotos, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Beim Fotografen wurde ganz genau die Uhrzeit festgehalten.

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Und damit die Elefanten insgesamt nicht aussterben, habe ich einen Kooperationsvertrag zur Nachwuchsbeschaffung mit dem „Zoologischen Garten von Berlin“ abgeschlossen. – Als ich dieses Foto machte, hatte ich schon Angst, dass der Bulle die Elefantenkuh vorn in den „Abgrund“ stößt.

und

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Heute wird es süß … und trocken

Jetzt möchte ich – zur Freude aller Marzipanliebhaber in weiblicher und männlicher Form – einiges an Kunst zeigen, was weitestgehend mit Backen zu tun hat. Die Fotos aus Lübeck aus der Marzipanmanufaktur sind deswegen nicht im Blog zu finden, weil ich damals = 2007 noch nicht gebloggt habe. –

Wenn ICH etwas aus Marzipan „kreiere“, werden das komischer Weise immer Kartoffeln, zu mehr Kunstfertigkeit sind meine Finger nicht bereit. Meinem Magen ist das aber egal, der schnurrt bei den mit Kakao bestäubten Kartoffeln eben so wie bei einer von Meisterhand geformten Figur.

Ich übernehme also keine Garantie dafür, ob es jetzt dort in Lübeck auch noch so aussieht, denn es ist ja schon 11 Jahre her.

Am beeindruckendsten ist die Gruppe am Tisch – sie heißt „Das Abendmahl“ – von der Personenzahl stimmend.

Diese Marzipnkörper sind inzwischen bestimmt so steinhart getrocknet, dass mich keinerlei Aufess-Gelüste befielen. Anders war das schon bei dem Kullerpfirsich und bei all den schönen Früchten, die da in dem großen Kasten leuchteten.

Wer will dagegen schon ein Segelschiff anknabbern? Ich nicht!

Und so viel Cholesterin von Eiern soll ja auch nicht gesund sein, auch aus Marzipan nicht!


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Wochenende in Görlitz mit Klassentreffen – 2

Also geht es weiter mit Görlitz, in das die EU und das Land sehr viel Geld gesteckt haben, um es wieder halbwegs in seinem alten Glanz erscheinen zu lassen. Aber die Stadt hat auch noch von anderer Seite her Geld bekommen. Es gab einen ANONYMEN Spender, der JEDES Jahr eine Million Euro (oder DMark) an Görlitz überwiesen hat. Irgendwo ist sicher registriert, was mit diesem Geld alles instand gesetzt werden konnte. – Schön, dass es Leute gibt, die ihr Geld sinnvoll einsetzen.

Ich will mal mit dem DDR-Begriff „Plaste“ anfangen, den ich ja vor kurzer Zeit schon einmal mit „Plaste und Elaste aus Schkopau“ erwähnt hatte. Hier hält er sich – einmal alt, einmal neu.

So einen elektrisch gesteuerten Wartburg wie oben auf dem Plakat hat unser Sohn mit ca. 3 Jahren zu Weihnachten bekommen – mit Fernbedienung. Er wurde die ganze Nacht nicht müde, damit zu fahren, zu rangieren und zu kollidieren, letzteres allerdings kaum, denn es war ein Polizeiwartburg. Er hat es bestimmt noch besser gemacht als der Superheld aus dem Kinderfernsehen.

 

Hier sitzen noch mehr Kinderhelden (Pittiplatsch, Schnatterinchen, der Herr Fuchs und ???) aus dem Fernsehen und Kinder dürfen – zumindest im Schaufenster – auch mal an die Macht. – Aber warum Berlin so abgewirtschaftet aussieht, ist mir nicht klar. Ob deswegen der Flughafen nicht zu Ende gebaut werden kann?

Streicht man von dem Wort „Plaste“ hinten das e, wird ein Pflaster daraus.

Der Name ist offenbar geschützt.

Hier könnte sich eine Bloggerin angesprochen fühlen, die zumindest das eine Wort in ihrem Blog in der Bezeichnung hat.

Und jetzt möchte ich zu den Fotos kommen, die ich vom Desktop abfotografiert habe. Da ich mir schon die Arbeit für das neue Fotobuch gemacht habe, kann ich es hier verwenden. Allerdings hat es mit den Farben nicht hingehauen – ich habe fast allen Fotos die Farbe entzogen und schwarzweiß, sepia oder ähnliches bevorzugt.

Wenn ich am Bahnhof ankomme und die Berliner Straße Richtung Altstadt laufe, bin ich jedes Mal neu entsetzt, wie abgewirtschaftet diese Straße jetzt wirkt. Es sind nicht die Häuser, deren Wohnungen nur z.T. vermietet sind, obwohl sie instandgesetzt sind – es sind die vielen leeren Geschäfte und die Ramschläden, die sich eingenistet haben.

Das linke Foto – das Weihnachtshaus von Käthe Wohlfahrt – war meinem Hotelfenster genau gegenüber. Im November kann man ja den Gedanken an Weihnachten schon ertragen – aber das Geschäft hat das GANZE Jahr geöffnet. Das müsste ich nicht haben.

Das „Hotel zur Börse“ steht am Untermarkt. Ich habe extra Ortskundige gefragt, ob da früher mal ein VPKA = Volkspolizeikreisamt drin gewesen ist. Als sie bejahten, war ich sicher, dort im Sommer 1964 meine Fahrerlaubnis = Führerschein ausgehändigt bekommen zu haben. Alles ganz billig, nur die Mindeststunden gemacht – nicht wie heute – allerdings war auch der Verkehr nicht annähernd so wie heute, was jedem klar ist.

Bier ist ja in Görlitz ein lebenserhaltendes Getränk, nur deswegen schreibt die Landskronbrauerei (sh. voriger Artikel) so gute schwarze Zahlen (hoffe ich, ich habe es nicht überprüft).

Die Peterskirche mit ihren zwei sandgestrahlten Türmen ist mehr oder weniger das Wahrzeichen der Stadt. Sie steht unmittelbar an der jetzt problemlos zu Fuß zu überschreitenden Grenze nach Polen. Ob die Autos immer noch nach Zigaretten kontrolliert werden? Wäre Blödsinn, denn über die Fußgängerbrücke kann man ganze Fahrradhänger voller Zigaretten einführen.

Hier sind die Türme der Peterskirche in voller Schönheit – es ist schon eine sehr imposante Kirche. – An historischen Kneipen und so mangelt es in Görlitz auf keinen Fall – und an Bier sowieso nicht – das wissen die Landskron-Bier-Trinker.

Die beiden unteren Fotos zeigen die Neiße, den Grenzfluss. Zu meiner Schulzeit hieß sie noch die „Deutsch-polnische-Friedensgrenze“. Viele Deutsche gehen gern in die polnischen Restaurants, weil es sehr gut schmeckt und weil es vor allem preiswerter ist als bei uns.

Görlitz ist für mich die Stadt der seltsamen Tiere. In dem Restaurant „Dreibeiniger Hund“ war auch schon mal ein Klassentreffen, bei dem aber die vierbeinige Katze und das zweibeinige Pferd keine Rolle gespielt haben.

Zwei der bekanntesten Görlitzer Sehenswürdigkeiten – die Rathaustreppe mit der Justitia und der Uhrenturm vom Rathaus. Schon damals hatte die Dame mit der Waage in der Hand keine Binde vor den Augen – sie wollte ganz genau sehen und zählen können, wie viel Bestechungsgeld sie zugeschoben bekommen hat. – Über den beiden Uhren thront natürlich ein Löwe – wie könnte es anders sein.

Hier sind so ein paar Schmankerln. Trotz November hatten viele Innenhöfe von Kneipen noch geöffnet. – Unten links ist der Brunnen vom Untermarkt. Sein Neptun wacht mit seinem Dreizack, dass niemand Unbefugtes die Geldstücke aus dem Brunnen fischt. – Ist man zu arm, um in den Trevibrunnen von Rom das Geld zu werfen, macht man das eben hier – ich konnte viele Geldstücke sehen.

Und die Sessel waren verlockend – ich wollte niemanden ansprechen, um von mir ein Foto zu machen – es geht auch ohne.

Und jetzt kommt eine Galerie von verschiedenen Straßenschildern. Ich fand die Antiquaschrift (?) sehr schön und die Namen nicht weniger. – Die Via Regia war ja etwas Besonderes im Mittelalter – und die verfallenen Häuser waren vor einigen Jahren der übliche Anblick der Häuser – jetzt sind es Einzelfälle.

Und das Wichtigste kommt zum Schluss:

Tja, und zur letzten Gasse ist mir noch eine Collage eingefallen. Warum ich es trotz der vielen Jahre immer noch nicht verwinden kann, dass ich von einer ehemaligen sehr engen Freundin verraten wurde, die so vieles von mir wusste, und von einem Klassenkameraden gnadenlos an den politischen Pranger der Schule gestellt wurde, verstehe ich selbst nicht. Aber Verrat ist etwas, was ich ganz schlecht wegstecken kann, denn mit Tina und ihren Anhängerinnen ist mir das ja im Blog mit gewaltigen Folgen ebenfalls passiert. Wer denkt, ich übertreibe, muss einfach meine Abiturbeurteilung lesen. Noch Fragen?

Dabei sieht diese EOS = Erweiterte Oberschule = Gymnasium so schön und harmlos aus – aber in Zeiten gleich nach dem Mauerbau war sie das überhaupt nicht – fast jeder Lehrer und viele Schüler wollten ganz nach oben in die besten Positionen. Wer da nicht so richtig mitgezogen hat, MUSSTE gnadenlos bestraft werden, oder?

Dabei hatte ich doch noch Glück, denn in irgendeine Justizvollzugsanstalt (heutige Bezeichnung) musste ich zum Glück nie, schon gar nicht in das „Gelbe Elend“ in Bautzen, wo fast nur politische Gefangene saßen.

Hier hat wohl jemand durch Vandalismus seinen Unmut über das Görlitzer Gefängnis zum Ausdruck bringen wollen. Oder ist das etwa Kunst???

 

 

 

 

 

 


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Wochenende in Görlitz – 1

Vom 2. bis 4. November war ich also in meiner alten „Heimat“stadt. Mir geht das Wort Heimat schlecht über die Tasten – ich glaube, ich bin eher ein heimatloser Typ – woran das auch immer liegen mag.

Gründe und Anlässe gab es – der Hauptgrund war das Klassentreffen mit der Grundschulklasse (1. – 8. Klasse), der Besuch einer Schulfreundin, neben der ich 3 Jahre (10. – 12. Klasse) gesessen und die am 2.11. Geburtstag hatte und den Besuch einer anderen Freundin, deren Mann ich endlich mal unmissverständlich klar machen wollte, dass ich seit 40 Jahren Christine genannt werde und den Namen „Christel“ mit 30 abgelegt habe.

Heute will ich mich mit Galerien etwas zurückhalten, damit ich zu den einzelnen Fotos was sagen kann. Das erste Foto habe ich vom Bildschirm abfotografiert – deswegen gab es Farbprobleme und ich habe die meisten Fotos in SchwarzWeiß oder sepia oder so verwandelt. Es sind Seiten aus dem neuen Fotobuch.

Besonders spannend fand ich die Sache mit dem „Notausgang“ – ich hätte tatsächlich auf eine wackelige Fußbank steigen müssen, um das Fenster insgesamt öffnen zu können und dann hoffentlich in ein Sprungtuch springen zu können – denn eine Leiter gab es nicht.

Der Mönch aus der Sage vom Klötzelmönch = Hotelname wurde mehr als genug vermarktet.

Mir kam bei meinen zahlreichen (Alt-)Stadtspaziergängen so einiges vor die Linse.

Hier „residierte“ der Fotograf, der u.a. auch unsere Hochzeitsfotos gemacht hat. Schöne Tür. Seinen Schriftzug kann man noch gut lesen.

Stellen die hier ihre „Särge“ senkrecht, nachdem sie sie vorher auf dem Autodach transportiert haben?

Nein, Clara!!! Du irrst.

Am Abend des 2.11. wurde ich zu einer Veranstaltung im „Schlesischen Museum“ mitgenommen. Viele kluge Leute referierten über den „Breslauer Psalter“ in mehr oder minder ausgeprägter Görlitzer Mundart, so dass Nicht-Verstehen und Müdigkeit mich fast entschlummern ließen. – Peinlich! Besonders für meine Freundin, die dort in dem Verein eine wichtige Funktion hat.

Clara, such dir einen anderen Verein oder Club, wo du deine Löweneigenschaften ausleben kannst. – Aber mit Politik muss es wirklich nichts zu tun haben.

No politics!

Das NAW – das ehemalige DDRler noch sehr gut kennen werden – war auch eine Form von Politik, doch meistens kam viel Besseres dabei heraus als heutzutage.

Ich hatte auch viel Spaß in den Tagen.

Extra Toilettenpapier für mich wäre doch gar nicht nötig gewesen.

Gab es in Görlitz gerade rote Auto zum Supersparpreis?

Steht das Hotel wenigstens noch so lange, wie ich hier untergebracht bin? – Und das war kein aufgemalter Riss, der war leider echt – auch an anderen Stellen!

Verdienen Lehrer in Görlitz so schlecht, dass sie schon Zimmer vermieten müssen? Gut, dass meine Mutter nicht mehr in Görlitz unterrichtet – und andere auch nicht.

Görlitz oder die Görlitzer haben so viel Herz, dass sie damit schon in Schaufenstern hausieren gehen. Vielleicht hätte ich das Foto in den nächsten Görlitzartikel verschieben sollen, dann hätte ich es in das Montags-Herz-Rennen schicken können.

Wenn ich so an meine Zeit in Görlitz denke, dann hat in der Zwischenzeit nicht nur der „Zahn der Zeit“ an mir genagt, sondern ein ganzes Gebiss, wie man hier an der Bank gut sehen kann.

Ist das Kunst? Ist das Politik? Zeigt das, dass viele beim Wählen eine Mütze über den Kopf ziehen, damit sie nicht so genau sehen, dass sie das Kreuz bei der blauen Partei gemacht haben. In Görlitz ist sie sehr stark.

Da ist mir doch der nach Berlin ausgewanderte Elefant lieber, den ich euch bald zeigen werde.

Ob sich der Elefant vor der Wanderung nach Berlin seine Schuhe HIER gekauft hat, damit er eben KEINEN Muskelkater bekommt?

Die letzten Fotos kommen jetzt doch als Galerie – bis auf das erste.

Das ist der Leitspruch von der Instandsetzung des wunderbaren Jugenstilkaufhauses in Görlitz, das schon seit Jahren geschlossen ist. Wenn ich den Spruch abwandle, könnte ich ihn auch auf den Berliner Flughafen umsetzen.

Die Fotos habe ich alle aus Vitrinen abfotografiert, in denen die Scheiben ein vernünftiges Foto verhindert haben. Doch etwas von der Jugendstilschönheit kann man trotzdem erkennen.

 

Nach 666 Wörtern und 27 Fotos sage ich tschüss bis übermorgen. Lasst es euch gut gehen bis dahin! Clara

 

 

 

 

 


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Kurzurlaub

Für eineinhalb Tage fuhr ich gen Nordwesten – nach Perleberg. Dort wohnt meine Ex-Schwägerin. Gibt es diesen Ausdruck überhaupt? Ich denke schon – denn wenn ihr Bruder mein Ex-Mann ist, dann ist sie auch meine Ex-Schwägerin. Da wir uns aber mit dem Vornamen und nicht mit dem „Titel“ anreden, ist das nicht so ein Problem 🙂 😉 .

Das Wetter war schön, so wie sich dieser Herbst bisher insgesamt als eine schöne Jahreszeit zeigt. Im Garten blühte noch vieles und die Fische im neu „renovierten“ Teich blitzten im klaren Wasser. – Nach vielen Jahren versifft ja so ein Teich und alles musste raus. Das Umlagern in große Fässer haben einige Kois nicht überlebt – aber der Bestand wurde ein wenig aufgefrischt und verjüngt und jetzt tummeln sie sich dicht unter der Wasseroberfläche und denken immer, es gibt was zu fressen. –

Diese weißen und roten Pflanzen sind wunderschön in ihren großen Pflanzkübeln. Sie blühen den ganzen Sommer, so dass sie ihren Preis wert sind. – Und die vielen Sonnenblumen müssen untereinander einen Wachsmarathonwettbewerb abgeschlossen haben, denn sie waren alle so groß.

Habe ich nicht gesagt, dass das Wasser klar ist und die Fische bunt – habe ich übertrieben?

Und das erste Foto ist jetzt hauptsächlich für Anke, deren Familie ja inzwischen von Fischfutter lebt, zumindest zum Teil. 🙂 Sieht eures auch so aus? Ich habe es ganz vorsichtig probiert, aber es war nicht mein Geschmack. Wahrscheinlich muss man es noch ein wenig veredeln, z.B. mit Sauerkraut oder so. Den Fischen schmeckt es jedenfalls. In den Ringen sammelt sich das Futter bzw. wird dort extra hineingestreut, damit es nicht durch die Sprudelanlage weggeschwemmt wird.

Und das hier war dann die Nahrungsgrundlage für drei Tage – eine nur, nicht alle drei. Ich habe so einen Oschi von Zucchini eingepackt, dazu noch einen kleinen Hokkaido – und dann hatte ich zu tun – mit Kochen und Essen.

Und tschüss – Kürbissuppe ist noch da, ihr könnt vorbeikommen.


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Clara denkt, sie sei technikbegabt, aber …

… da ist sie offenbar einem Irrtum verfallen.

Doch alles schön der Reihe nach. Für den 27. August hatte ich mir einen Tagesausflug in ein Thermalbad vorgenommen. Ich habe mir in Burg im Spreewald die „Spreewaldtherme“ ausgesucht. Mein Bahnticket lässt mich nicht nur in Berlin, sondern in ganz Brandenburg für preiswertes Geld fahren – das muss also ab und an mal richtig ausgenutzt werden.

In einen schon recht großen Rucksack stopfte ich einen dicken Bademantel, ein großes Badetuch, ein kleineres Handtuch, drei (!) Badeanzüge (meine Nieren hassen nasse Anzüge), ein Paar Badelatschen, ein wenig Kosmetik und ein wenig trink- und Essbares. Ich dachte, jeden Moment explodieren die Reißverschlüsse.

Schon früh gegen 7.00 Uhr musste ich mit der S-Bahn zur Friedrichstraße fahren, denn ich wollte kurz nach der Öffnung um 9.00 Uhr vor Ort sein.

Den Wecker habe ich nicht gebraucht, denn „Alpträume“ von geplatztem Rucksack ließen mich vor der Zeit wach werden. Wenn alle Badeanzüge nass sind, hätten sie wirklich nicht mehr in den Rucksack gestopft werden können. Also packte ich um.

Der Wunschkoffer steckte in einem größeren Koffer im oberen Schrankfach. Schlaftrunken und ohne Brille will ich die Schranktür öffnen – und plötzlich wurde ich heftig von oben attackiert. Eine mehr als 2 m lange Leiste (rechtes Foto) hatte sich oben aus ihren Verankerungen gelöst und fiel mir ins Gesicht. Habe ich einen gewissen Hang zur Dramatik, dass ich noch nicht mal einen einfachen Tagesausflug ohne „Einlagen“ ausführen kann. Wäre es mit Brille besser oder schlechter gewesen?

Mein wunderschöner Koffer, den ich mir voriges Jahr zum Geburtstag gewünscht hatte, durfte noch nie das Licht eines Hotels erblicken. – Als ich all die oben aufgezählten Sachen darin verstaut hatte, wusste ich auch warum – er war mit diesen wenigen Sachen schon proppevoll. Vielleicht doch zu wenig für eine Urlaubswoche? Oder ich muss mir Bademantel und Handtücher bei den Gastgebern ausleihen!

Mit der Regionalbahn ging es nach Vetschau (kurz vor Cottbus) und dann mit einem Sammeltaxi nach Burg.

9.20 Uhr rollte ich meinen Koffer über die Schwelle der Spreewaldtherme.

Also jetzt sind mein Koffer und ich durch die Tür, haben die Tageskarte für 23,00 € (OHNE Saunabereich) gelöst und dann auch eine Umkleidekabine gefunden. Am Handgelenk wird ein Armband mit einem Sensorteil befestigt. Und jetzt geht der Ärger los.

Der Koffer passt nicht in die Umkleidekabinen – die sind alle nur für dünne Heringe. Also wieder zur Anmeldung, die mir einen Chip für einen breiteren Schrank an der Rezeption geben. Also der leere Koffer ist verstaut – aber alle anderen Sachen möchte ich ja doch im Badebereich in den Schrank legen und hängen.

Mit der Nummer 25 (merkt sich gut) fange ich an – nur kann ich die Tür nicht abschließen. Also ziehe ich in die 24 um, weil ich denke, das Schloss hat eine Macke. Als ich dann an den Schränken 24 und 23 die gleiche Erfahrung mache, werde ich mehr als stutzig. Mit den komischen Strichzeichnungen im Inneren der Tür komme ich nicht klar – solche Sachen konnte ich noch nie leiden oder gar begreifen..

Technikbegabt?

Ich doch nicht, das muss die andere mit C sein! Kleinlaut schleiche ich zur Rezeption und versuche, ohne Hördremmel die Erklärung zu verstehen. Irgend etwas muss gefehlt haben, denn trotz dichtem Heranhalten des Sensors an das Schloss funktioniert es nicht. Zum Glück kommt gerade eine Putzperle daher, die meine verzweifelten Bemühungen bemerkt. Die meisten Leute wollen ja einen Schrank auf-brechen, ich jedoch möchte ihn gern zu-brechenschließen. Sie macht es mir mit spielender Leichtigkeit vor – und ich erkenne, welchen wichtigen Schritt ich nicht ausgeführt habe:

Ich muss mit dem Chipsensor das Schloss kräftig hinein drücken!

Von innen in der Therme habe ich keine Aufnahmen, da fotografieren nicht gestattet ist. Ich hatte den ganzen Tag Ostseewassergeschmack auf den Lippen. Es sprudelte, dampfte, wärmte, trug und erfrischte – je nachdem, in welchem Becken ich gerade war. Liegen waren mehr als ausreichend vorhanden – für die Handtücher konnte man sich einen Bastkorb nehmen. – Das kulinarische Angebot war lecker und dem Preisniveau der Therme angepasst.

Eine Tageskarte hätte ich dennoch nicht gebraucht. Ich wollte mit dem Bus 17.39 Uhr wieder bis Vetschau und von dort mit der R2 zur Friedrichstraße zurück fahren. 16.00 saß ich schon in der Sonne mit meinem Buch, so dass sich meine „gefältelten Waschfrauenfingerkuppen“ wieder entfalten konnten. So viele Stunden warmes Salzwasser ist zu viel des Guten.

 


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Marokko – Fazit und Abgesang

So, jetzt ist er wirklich richtig vorbei – nicht nur real, sondern auch virtuell. Das virtuelle Verarbeiten wurde dadurch erleichtert, dass ein Fotobuch über Marokko mit 98 Seiten im A4-Querformat in meinen Händen liegt und es mir supergut gefällt. Bei der Herstellung gab es eine gewaltige Panne, die mir sehr, sehr viel Arbeit bereitet hat. Die Softwareversion zur Fotobucherstellung hat 2013 gewechselt. Damals wurde ich sofort und gleich mit einem dicken Ausrufezeichen gewarnt, wenn die Qualität des Fotos nicht ausreicht. – Jetzt wurde ich auch gewarnt, aber so klein und diskret, dass ich das  gar nicht für voll genommen habe.

Als mehr als 150 Fotos verarbeitet waren, packte ich es in den Warenkorb und bekam für mehr als 150 Fotos eine Warnung, dass die Qualität nicht ausreicht. – Da hätte ich wirklich im Strahl k*o*t*z*e*n können. Zum Glück hatte ich auf der externen Festplatte die nicht-abgespeckten Fotos gespeichert. Als ich Foto für Foto durch die hochwertigen ersetzt hatte, gab es keine Warnung mehr und das Ergebnis hat mich für meine Mühe belohnt.

Ansonsten:

Ich habe weder zu- noch abgenommen, was bei dieser superguten Verpflegung und der wenigen Bewegung eine tolle Leistung von meinem Körper ist, ich bin nicht gewachsen und auch nicht geschrumpft – das ist in 14 Tagen normal – ABER —

ich habe dort viele, viele Kilogramm Plastik verbraucht, die ich zu Hause nicht in die Umwelt geschickt hätte. – Ich habe unendliche Sonnenzellen meiner Haut angetan, was hier auch nicht so passiert wäre. – Wenn der Mensch und sein u.a. auch von ihm versautes Klima so weiter machen, dann haben wir hier in Europa oder speziell in Deutschland, davon besonders im nördlichen Teil, bald ständig im Sommer afrikanische Temperaturen, was sich in den letzten Wochen ja schon angedeutet hat.

Vielleicht sollte ich mir in Zukunft was anderes als Urlaub wünschen oder schenken.

So – und jetzt mache ich erstmal Blogurlaub – wie lange, weiß ich noch nicht.