Claras Allerleiweltsgedanken


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Wenn Clara eine Reise macht … 5

… dann …

Da es nur eine Kurzreise war, gibt es auch nur einen Kurzbericht in 5 Teilen, denn 5 Tage hat auch die Reise gedauert – leider wurden der erste und der letzte Tag einzig und allein für die Busfahrt gebraucht.

Das Programm lautete:

Fahrt nach Appingedam und Groningen in Holland; beim ersten wurden die hängenden Küchen angepriesen und in Groningen war als erstes eine Grachtenfahrt und dann ein Verkaufsbesuch beim Käsebauern. – Irgendwie kam ich mir schon ein wenig wie auf einer Kaffeefahrt vor. Wie es dort allerdings genau zugeht, weiß ich nicht, weil ich noch nie eine mitgemacht habe. Aber die Türkeireisen mit ihren Teppichwebereien, Lederwarenfabriken, Schmuckfabrikstätten und anderes – das habe ich noch gut in Erinnerung.

Was ich vom Baustil her da oben so schön fand, waren die überwiegend rot verklinkerten Häuser – ganz selten gab es mal ein Haus mit weißen Klinkern. Die Häuser sehen alle gediegen und wetterfest aus. – Das hier ist ein öffentliches Gebäude, aber auch aus rotem Klinker.

Von den hängenden Küchen hatte ich mir ein wenig mehr versprochen – für mich wirkten sie wie außen angebaute Wintergärten. – Durch die Spiegelung wirkten sie dann etwas besser.

Die Flachbäume habe ich schon mal irgendwo gesehen. Sie standen hier einfach so auf der Straße und schlangen ihre Zweige um ein Gitter. – In einer Ziegelmauer waren Löcher gelassen, aus denen die grünen Blätter wuchsen.

Vor der Grachtenfahrt kam ein Guss vom Himmel, der es in sich hatte, denn es waren Hagelkörner, nicht Regentropfen.

Eindrücke vom Wasser her. Auf dem Grachtenboot saßen nur wir Gäste so gedrängt – die frei zahlenden Mitfahrer konnten sich an ihren Tischen breit machen, wir mussten zu sechst an einem Tisch sitzen, das war für den äußersten eine echte Zumutung.

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Die letzte Veranstaltung war dann der Besuch beim Käsebauern. Auch hier bekommen die Reiseleiter Gutscheine, mit denen sie dann einkaufen gehen können.

Das Getöse mit der Kuh fand ich blöd, aber es gab Leute, denen es gefallen hat. Zwei Spielerinnen sollten sich melden. Eine Aufgabe war z.B., aus dem Euter was Flüssiges zu melken.

Aber der Käsekauf war gut und günstig – ich habe lange Zeit von meinem Stück gegessen.

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Nicht wundern, jetzt ruhe ich mich wieder eine Zeit lang auf meinen nicht vorhandenen Lorbeeren aus.

 


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Wenn Clara eine Reise macht … 4

… den Rest kennt ihr ja schon, deswegen lasse ich den jetzt weg.

Das Tagesprogramm hatte folgende Punkte:

Ausflug nach Emden, Greetsiel und zum Norddeich mit der Seehundstation

Hast du ein Pferd, wolltest aber eigentlich ein Zebra, musst du es so machen:

Hat deine Stadt einen schiefen Kirchturm, dann versuche es doch, dem schiefen Turm von Pisa Konkurrenz zu machen – es wird nicht klappen.

Diese hübschen Figuren sind mir in Emde über den Weg gelaufen gestanden. Sogar eine Putzfee war es dem Künstler oder den Auftraggebern wert, figürlich dargestellt zu werden. Die beiden am Geländer spucken in unregelmäßigen Abständen aufs Pflaster – dumm, wenn frau da gerade steht.

Emden ist die Geburtsstadt von Otto – und der hat jetzt dort sein eigenes Museum mit Tausenden von Fanartikeln im Shop. Außer einer Geburtstagskarte habe ich nur fotografiert, nicht gekauft.

Wunderbare Segelschiffe – fast am Straßenrand. Haben mir gefallen, die großen Dreimaster.

Und in zwei Tagen bin ich wieder da.


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Wenn Clara eine Reise macht … 3

… dann kann sie was erzähl’n.

Heute überschütte ich euch mit Fotos, halte mich dafür mit Worten zurück.

Die beiden ersten Fotos sind nur für Mallybeau – obwohl, ihr anderen dürft auch mal gucken! Is sie nich süß, diese Steinkuh?

Und hier – Mallybeau mit allen ihren Geschwistern auf der Weide. Ich borge dir gern meine lila Schokoladenkuh.

Mein kindliches Gemüt konnte sich auch über solche Motive freuen.

Direkt im Hafengelände waren diese Robben zu sehen.

Wer bei diesem Foto nicht Appetit auf Eis bekommt, ist selbst daran schuld – das Wetter allerdings sprach andere Töne.

Dieser Löwe hier muss segel- und wasserfester sein als die Löwin hier hinter dem Bildschirm.

Wie ihr sehen könnt, gibt es auch noch eine bezahlbare Gorch Fock – offensichtlich ist der Name nicht geschützt.

Wenn die Kuh-Mallybeau was geschenkt bekommt, muss die Schafs-Gudrun natürlich auch was bekommen. Das lila Schaf ist nur zu Besuch gekommen.

Nach wem hält der denn hier Ausschau?

Hier mal ein Ankerfoto, bei dem die Ketten nicht unter der Last der Liebesschlösser zusammenbrechen.

Hatten wir denn eigentlich schon das lila Ostfriesland? Nein? Na dann jetzt!

Die letzten Fotos sind aus dem Verkaufscenter von Heiko Blume – der hatte vieles, vor allem viele Alkoholitäten Manches fand ich so putzig, dass ich es fotografieren musste. Grünkohllikör????? Bei Lakritzelikör könnte mir übel werden. Aber ich bin auch schwach geworden – ich habe mir nämlich einen Marzipanlikör gekauft – kann man trinken, man kann es aber auch lassen.

Diese junge Dame bietet ein Segelschiff an – das ist doch schon viel besser!

Da ich von den Ansagen der Reiseleiter fast nichts verstanden habe, obwohl es deutsch war – aber immer Tausende von Nebengeräuschen waren – kann ich euch jetzt nichts Genaues über die Plastik sagen.

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Übermorgen komme ich wieder – und ein Text auch!

 


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Wenn Clara eine Reise macht … 2

… dann kann sie was erzähl’n!

Laut Programm war der erste Tag nur mit einer Zuzahlung für Zusatzausflüge mitzumachen. Da ich beim Hotel so gut wie nichts hätte machen können, habe ich mir (natürlich) die 95,00 € ans Bein gebunden und den Ausflug zur Nordseeküste mitgemacht.

Der Tag wurde gefüllt mit einem Ausflug nach Wiesmoor, Fahrt auf der Fehnroute (kein Schreibfehler), Küstenroute Carolinensiel und Neuharlingersiel.Der Besuch einer Gärtnerei wurde auf deren Verkaufspavillon beschränkt.

In dem Riesencenter von Heiko Blume gab es Tee mit einigen Teeerklärungen, Kuchen  und „abgefackelten Moorgeist – der hatte es mit seinen vielen Prozenten intus. Die Fotos von dort zeige ich erst übermorgen, denn ich will nicht „Foto-)Flut spielen.

Direkt am Strand waren wir dennoch nicht – weder bei Ebbe am Wattmeer noch bei Flut an der gefüllten Nordsee. – In wärmende Neoprenanzüge verpackt, konnten die Surfer ihre Kunststücke vorführen.

Der Name dieses Schiffes war symbolhaft für das Klima in diesen fünf Tagen.

Würde ich bei Instagram Thementage mitmachen, hätte ich bei Ankern jetzt was zu zeigen.

Schon immer habe ich die fast lebensechten Figuren geliebt die so überall rumstehen. Die beiden Männer waren fast immer dicht umlagert und der Popo von dem einen glänzte durch das viele Tätscheln doch schon gewaltig. Als endlich mal frei war, konnte ich natürlich auf Fotos mit mir nicht verzichten.

Die sonst an Brückengeländern hängenden Liebesschlösser waren hier an (fast) jeder Absperrkette zu finden.

Das Buddelschiffmuseum hätte ich mir schon ganz gern angesehen, aber nicht bei der wenigen zur Verfügung stehenden Zeit. Also nur ein Foto mit schönen Tulpen.

Obwohl ich 1962 noch blutjung war und im Tal der Ahnungslosen ohne Fernseher lebte, kann ich mich an Meldungen über die schreckliche Sturmflut am 16. Februar in Hamburg und anderswo erinnern. Damals hat sich Helmut Schmidt bewährt und profiliert als späterer  Bundeskanzler.

Jetzt und übermorgen kommen noch ein paar dumme Sprüche und Cartoons, wie sie überall zu kaufen sind.

Alle beide passen zu mir – deswegen teile ich sie mit euch. – Und wie gesagt, dranbleiben, denn übermorgen kommen mehr Fotos von diesem ersten richtigen Reisetag.


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Wenn Clara eine Reise macht … 1

… dann kann sie was erzähl’n.

Am Tag der Arbeit, der ja in Deutschland Feiertag ist, musste ich spätestens 7.30 Uhr am Alexanderplatz sein. Bei den selten fahrenden Verkehrsmitteln erforderte das etwas Logistik, die funktioniert hat.

Die wichtigsten Sachen wie Brille und Hörgeräte und andere Absolut-Notwendigkeiten waren dieses Mal dabei, also konnte ich mich ganz auf die zu erwartende Nordseeküste in Ostfriesland mit einem Abstecher nach Groningen in Holland freuen.

Der Bus mit seinen 55 = fünfundfünfzig Plätzen war restlos ausgebucht – mit solch einer großen Gruppe bin ich wohl noch nie gereist.

Ich will nicht flunkern, aber es kam mir vor, als wenn ich in meinem zarten Alter von 73,9 Jahren  die Jüngste war – aber es kann auch sein, dass ich doch noch ziemlich gesund bin, denn Nicht-Hör-Ohren und Flatterblutdruck sieht man mir ja nicht an.

Ich befand mich also in einer Gruppe von

  • ÜbergewichtsträgerInnen
  • RollatorenhurtigschieberInnen
  • mit DrittzähnenbeißerInnen
  • um-jedes-Quäntchen-Luft-Ringende
  • mit HörgerätenlauscherInnen
  • um-jeden-Scheiß-Streitenden
  • Mindestalter-von-70-Habenden

dennoch war meine unmittelbare Umgebung = Bussitz- und Esstischnachbarin (zumindest waren wir uns frisurtechnisch sehr ähnlich)

und die Leute von Gegenüber sehr nett, so dass mich alles andere nicht bekümmerte.

Während der unendlich langen Busfahrt – wir waren gegen 16.00 Uhr erst am Ziel – konnte man immer wieder diese Wolkenquirle sehen.

Für Daggi bzw. ihren Schriftführer MUSSTE ich das fotografieren – vielleicht hätte er statt meiner fahren sollen.

Wir waren Pi mal Fensterkreuz bei Wittmund untergebracht. Für alles, was man vergessen hatte, hätte man 4 km hin und 4 km zurück laufen müssen – da habe ich doch meine Haare lieber nicht volumengestützt frisiert.

Das Hotel lebte wohl ganz und gar von Reisebusbesatzungen, denn private Gäste verirren sich selten in diese Einöde. Deswegen ist der Preis ab 32,00 € pro Nacht auch erträglich.

Im Zimmer allerdings fiel mir gleich diese Elektrikerpfuscharbeit auf – das hätte ICH ja besser gemacht.

Jetzt beim Schreiben (7.5. 14:00 Uhr) arbeitet gerade der Installateur an der vergammelten und verrosteten Hauptwasserleitung. Er meinte nur, dass es allerhöchste Zeit war, hier was auszuwechseln, denn die Roststellen waren bis weit nach unten in der Leitung – das Tropfwasser hätte bei Mietern unter mir austreten können. Jetzt ist alles wieder ok!

Über das Wetter will ich jetzt im Nachhinein nicht klagen – es war so kalt, dass ich einen doppelt so großen Koffer für warme Sachen gebraucht hätte. Meine Sitznachbarin hat einen kunstpelzgefütterten Mantel im Winterschlussverkauf für 50,00 € gekauft und war ab da auf der lachenden, warmen Seite. – Warum ich mir nicht auch so ein Ding gekauft habe, bereute ich all die Tage danach bitter und bibbernd.

Die Wohnetage meines Hotelzimmers hatte schräge Wände und schräge Veluxfenster. Am letzten Tag waren diese Hagelkörnerreste auf dem Fensterrahmen.

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Übermorgen geht es weiter!


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Der Clarazoo hat wegen Überfüllung geschlossen

… und wenn es dann um so große und graue Tiere wie Elefanten geht, ist das Platzlimit bald erreicht.

Außer Bären, Löwen, vereinzelte Krokodile, Nilpferde, Schmetterlinge und Schweine hält der „Zoo Himmelhoch“ also auch Elefanten für die Besucher bereit. In den Anfangsjahren wurden diese Tiere durch liebevolle Dressurarbeit dazu gebracht, Kunststücke zur Freude von Bewohnern und Besuchern auszuführen. Aber das wurde jetzt im Interesse der Tiere eingestellt.

Dieser kurzzeitig bei mir weilende Tuchelefant aus Jordanien durfte leider nicht aus dem Hotel ausgeführt werden und konnte deswegen den heimischen Zoo nicht bereichern.

Um Sponsorengelder für den Zoo aufzutreiben, hatte sich die Chefin vom Tierpark Hagenbeck Himmelhoch mal mit einem ihrer Schützlinge ablichten lassen – danach ist der Rubel dann gerollt :-).

Doch jetzt in die Gegenwart. Vor einiger Zeit bekam ich von der Fee einen ganz schnuckeligen Geburtstagselefanten, gleich mit zugehörigem Elefantenhaus. Der war so glücklich, als ich ihn aus dem dunklen Paket befreit hatte, dass er mir gleich das ganze Zimmer mit Konfetti vollgetrötet hat. -Und damit der große sich nicht so alleine fühlt, gab es einen kleinen dazu. Erst hatte ich sie voneinander getrennt – doch das gefiel beiden nicht. Deswegen hier das erste Gemeinsamkeitsfoto.

Und wie es so oft im Leben kommt – die beiden wollten eine Familie sein und ein Kind bekommen. Ein paar Schwierigkeiten sollte es bei diesen Größenunterschieden schon geben – aber wo ein Wille, da ist auch ein Gebüsch.

Und nach ca. 2 Wochen Tragezeit war es da, unser blaues Baby. Der ist nicht blau angelaufen, weil er sich mit Müh‘ und Not aus seiner kleinen Mutter befreien konnte – nein, er ist einfach ein Farbexperimentierelefant. Von der Größe her geht er wohl eindeutig nach dem Papa – doch die Farbe ist mehr von der Mama.

Und als dann der kleine auf eigenen Beinen stehen konnte, gab es die ersten Familienfotos, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Beim Fotografen wurde ganz genau die Uhrzeit festgehalten.

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Und damit die Elefanten insgesamt nicht aussterben, habe ich einen Kooperationsvertrag zur Nachwuchsbeschaffung mit dem „Zoologischen Garten von Berlin“ abgeschlossen. – Als ich dieses Foto machte, hatte ich schon Angst, dass der Bulle die Elefantenkuh vorn in den „Abgrund“ stößt.

und


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Heute wird es süß … und trocken

Jetzt möchte ich – zur Freude aller Marzipanliebhaber in weiblicher und männlicher Form – einiges an Kunst zeigen, was weitestgehend mit Backen zu tun hat. Die Fotos aus Lübeck aus der Marzipanmanufaktur sind deswegen nicht im Blog zu finden, weil ich damals = 2007 noch nicht gebloggt habe. –

Wenn ICH etwas aus Marzipan „kreiere“, werden das komischer Weise immer Kartoffeln, zu mehr Kunstfertigkeit sind meine Finger nicht bereit. Meinem Magen ist das aber egal, der schnurrt bei den mit Kakao bestäubten Kartoffeln eben so wie bei einer von Meisterhand geformten Figur.

Ich übernehme also keine Garantie dafür, ob es jetzt dort in Lübeck auch noch so aussieht, denn es ist ja schon 11 Jahre her.

Am beeindruckendsten ist die Gruppe am Tisch – sie heißt „Das Abendmahl“ – von der Personenzahl stimmend.

Diese Marzipnkörper sind inzwischen bestimmt so steinhart getrocknet, dass mich keinerlei Aufess-Gelüste befielen. Anders war das schon bei dem Kullerpfirsich und bei all den schönen Früchten, die da in dem großen Kasten leuchteten.

Wer will dagegen schon ein Segelschiff anknabbern? Ich nicht!

Und so viel Cholesterin von Eiern soll ja auch nicht gesund sein, auch aus Marzipan nicht!