Claras Allerleiweltsgedanken


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Auflösung des Reise“rätsels“

Solche Probleme, wie ich sie gerade gewälzt habe, kann ich wirklich nur Wohlstandsprobleme nennen.

Ich weiß, dass jeder von uns nur einmal im Leben 50, 60 oder 70 wird, wenn er es denn wird. Und die halben Jahrzehntzahlen sind ja nicht ganz so wichtig – aber ich freue mich nun mal, dass ich noch ziemlich gut „in Schuss“ bin, wenn ich meinem 75. Geburtstag entgegen gehe.

Fast alle Leute machen zu solchen Anlässen eine kleine oder große Feier. – Ich mache irgendwann eine kleine Feier, aber eben nicht genau zu meinem Geburtstag. Es ist ja so, dass ich um so weniger verstehe, je mehr Leute um mich herum sind. Und deswegen möchte ich an diesem Tag ganz weit weg sein und mich einfach nur bedanken, dass es mir gut geht und dass ich relativ gesund bin.

So, und jetzt kommt die Auflösung.

Meinen Geburtstag werde ich in Oslo feiern. Dass eine Berlinerin an diesem Tag in einer anderen Hauptstadt ist, macht schon Sinn. Ich werde das königliche Schloss sehen und mich freuen, dass ich nie diese schwere Krone der Verantwortung tragen musste. An der Holmenkollen-Skisprungschanze  kann ich eventuell ein Sommertraining sehen. Aber am besten für mich und meinen Sonyboy wird sich wohl der Skulpturenpark präsentieren.
Und wenn ich dann in den Nachmittagsstunden in einem Café bei einem schönen Kaffee den Tag ausklingen lasse, kann ich doch nicht richtig meckern – nein – gar nicht meckern.

Daran seht ihr, dass ich für Mitte August an die erste Stelle der Reisen die Fahrt mit dem Bus durch Norwegen und Schweden gewählt habe. – Ich habe vor und nach der Reise eine Übernachtung in Hamburg gebucht, weil ich sonst nicht wüsste, wie ich früh um 7.00 Uhr am ZOB in Hamburg stehen könnte. Das Reiseunternehmen wird mir einen reservierten Platz in der zweiten Reihe schenken, damit es mit dem Verstehen besser klapp. Und ich kann vielleicht meinen Lieblingsmenschen auf dem Öjendorfer Friedhof mal wieder begrüßen gehen. – Für mich passt diese Reise am besten. – Ich habe den Reiseverlauf vom Bildschirm abfotografiert. Warum ich nicht den Prospekt genommen habe, weiß ich nicht. Ich denke, man kann die Route gut erkennen.

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Entscheidungshilfe gefragt

Dass ich mich Mitte August aus Berlin aus gegebenem Anlass verfatzen will, habe ich schon mehrfach angedeutet. Und ich habe recherchiert wie eine Irre und einiges gefunden, was mir zusagt und was mir sehr zusagt. Ich habe nur die beiden Reiseanbieter Humboldtreisen und ALDI-Reisen befragt, weil ich ja irgendwann mal zu einer Entscheidung kommen will. HR ist die Gesellschaft, mit der ich schon öfter unterwegs war, die aber ziemlich teuer ist und vor allem sind die Mitreisenden nicht nur alt bis sehr alt, nein, sie sind zu einem Teil so behindert, dass sie den Gruppenablauf bei Besichtigungen und ähnlichen Unternehmungen stark beeinträchtigen.

Bei A-R erwarte ich mehr Jungvolk – da gehöre ich dann sicher zu den ältesten. Wenn ich aber bis August noch so laufen kann wie jetzt, mache ich mir da nichts draus.

Ich liste jetzt mal die infrage kommenden Reisen in alphabetischer Reihenfolge auf – mit Dauer, Verkehrsmittel, Highlights und jetzt schon erkennbare Nachteile. – Am meisten mache ich das für mich, um mal eine Zusammenfassung zu haben.

Für eine Empfehlung von euch bin ich dankbar.

Georgien 10 Tage – Flug von Hamburg und Busrundfahrt im Land; Halbpension
Tiflis; Seilbahnfahrt; Geländewagenfahrt zu einer 2000 m hohen Kirche; tolles Kulinarikpaket als Zusatzleistung; Klosteranlage Gelati; die Höhlenstadt Uplisziche; Weinprobe im Chateau Mukhrani; Botanischer Garten in Batumi; 2 Tage Badeaufenthalt am Schwarzen Meer in Batumi
Nur ein Hotelwechsel, so dass ich nicht aus dem Koffer leben muss; Tiflis 4-Sterne-Hotel; Batumi 5-Sterne-Hotel
Abflugzeit ist leider noch nicht bekannt – bei ALDI stehen die immer schon dabei. Wenn die z.B. am ersten Tag erst abends fliegen und am letzten in den frühen Morgenstunden starten, sind zwei Tage total im A…. Eimer. So passierte es ja auf der Armenienreise – und dann fiel die Zubringermaschine nach Wien noch aus, so dass wir mehr oder weniger 2 Tage verpassten.
Auf der Armenienreise wurde Georgien von einigen sehr gelobt.

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Grönland und Island sind bei ALDI in diesem Zeitraum für 11 Nächte auch verfügbar und kosten nur schlapp über 4.000,0 €. Jetzt fiele es mir schwer, rotzfrech zu sagen: „Frau gönnt sich ja sonst nichts“

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Irland – 9 Tage – Flug und Bus – Abflug von Frankfurt so zeitig, dass ich mir die Nacht zuvor mit Zuganfahrt und Warten um die Ohren schlagen müsste
Hier ist der Tagespreis 110,00 € billiger als Georgien und  76,00 € billiger als Skandinavien bei HR, denn es ist eine ALDI-Reise
Der Bus kurvt mehr oder weniger über die ganze Insel und fährt auch nach Nordirland. Eine Halbpension würde ich auch mit buchen.

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Island – 8 Nächte, Flug ab Hamburg; Flugzeug startet am ersten Tag erst 22.30 Uhr und am letzten schon 00.50 Uhr, so dass es quasi nur eine 6-Tagereise wäre – das schreckt mich ab, auch wenn die Fotos sehr vielversprechend sind; es ist nur Frühstück im Angebot;
es ist mehr oder weniger eine Standortreise, weil die Unterkunft die ganze Zeit im gleichen Hotel ist; man müsste fast alles, was man unternehmen will, als Zusatzleistung buchen

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Norwegen & Schweden 12 Tage + 2 Zusatztage mit Übernachtung in Hamburg, weil ich es sonst nicht zur Busabfahrt zeitlich schaffen würde – Halbpension
schweinisch teuer bei HR, vor allem die Einzelzimmerbelegung; eine Nacht auf einer umweltfreundlich fahrenden Kreuzfahrtfähre; 6 verschiedene Hotels; reine Busreise;
Programm: Malmö, Öresundbrücke; Oslo, Lillehammer, Roros, weiße Altstadt von Stavanger; Fischmarkt in Bergen; Nidarosdom in Trondheim, Stabkirche und vieles andere, was sich interessant anhört: Schiffsfahrten auf den Fjorden inbegriffen;

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Südskandinavien mit ALDI; 8 Nächte + Vorübernachtung in Hamburg; kommen wir am letzten Tag sehr spät wieder in HH an, dann sitze ich womöglich mit müden Augen auf dem Bahnhof, bis der erste Zug fährt;
das Programm liest sich nicht schlecht, benötigt aber einige Zusatzbuchungen, um meinem Geschmack zu entsprechen – z.B. Halbpension und Erlebnispaket
Jetzt bin ich gespannt, welche Vorlieben ihr so hättet.

 

 


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Belgien – Niederlande – Schiff – 7 Ende

20. Dezember – Thorn – Heimreisetag

Die Sache mit den Koffern war so gut organisiert wie auf einer Luxusreise. Wir sollten sie früh neben die Kabinentür stellen.
Da wir zwei getrennte Reisegruppen aus verschiedenen Bussen waren, wurden die Koffer entweder mit einem lila oder einem silberfarbigen Kräuselband gekennzeichnet. – Unsere Reiseleiterin trug ja schon einen lila Mantel – also mochte sie diese Farbe und mein Koffer wurde mit LILA Band in den ROTEN Bus sortiert – ganz nach hinten, da die Berliner ja am anhänglichsten sind und zuletzt zu Haus ankamen.
Unser Tomaso hat sich um alles hervorragend gekümmert, während wir das kleine Städtchen Thorn besuchten – leider im Regen.

Da ich mir schon mal vor Jahren auf einer Reise eine Sony durch Regen versaut habe, war ich jetzt sehr zurückhaltend mit Fotografieren.

Bei Wiki lese ich, dass es den Städtenamen Thorn eigentlich gar nicht mehr gibt, weil sich dieser Ort schon 2007 mit zwei anderen zu einem neuen, größeren unter einem anderen Namen zusammen geschlossen hat.

Der Ort ist als die weiße Stadt bekannt. Charakteristisch sind die vielen zugemauerten Fenster. Die Franzosen führten vor langen Jahren eine Steuer ein, die nach Anzahl und Größe der Fenster berechnet wurde. Die armen Leute mauerten also kurzentschlossen einige Fenster zur Straße zu und übertünchten alles mit weißer Farbe. Dennoch kann man diese Stellen noch sehen.

Hausmusik im Hause Thorn – die waren also so arm, dass sie noch nicht einmal Kleidung hatten? Es ist unüblich, Querflöte nackt zu spielen – oder?

Typisch – die Kirchen mussten keine Fenster zumauern, weil sie nicht so arm waren – und deswegen sind sie auch nicht weiß gestrichen.

So, und dann hieß es Abschied nehmen – noch nicht so ganz, denn die Reiseleiter aus beiden Bussen fuhren bis Venlo mit, weil sie dort ihre Autos abgestellt hatten.

Wer mehr über Thorn erfahren will, kann hier schauen – da sind auch hübsche Fotos dabei:

Thorn in den Niederlanden  

Auf der Rückfahrt ging das „Beladeprocedere“ von der Hinfahrt in umgekehrter Richtung vor sich – da habe ich z.B. die beiden Damen aus Bielefeld beneidet, da sie viel früher als ich zu Hause waren.

Wir fuhren nach 22 Uhr in Berlin ein. Und genau da wurde mir ein Glücksmoment geschenkt. Thomas, der im Norden Deutschlands wohnt, hatte sein Auto in Berlin-Marienfelde abgestellt. Er nahm mich mit und 5 Minuten nach dem Aussteigen kam mein Bus, der mich 8 Minuten später vor meiner Haustür auslud.

Fazit: Ich hatte schon schlechtere Reisen! Vor allem aber schlechtere Busfahrer! –
In Klardeutsch: Eine schöne Reise

 


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Belgien – Niederlande – Schiff – 6

19. Dezember – 5. Reisetag – Maastricht

Da das Wort Schiff in der Überschrift als gleichberechtigtes drittes Wort steht, müssen jetzt wieder ein paar Schiffsfotos kommen. Das ist das MS Olympia.

Auf diesen Clarafotos fühlt sie sich nicht so 100%ig wohl – einmal war es sehr kalt, weil die Heizung ausgefallen war – aber ein Heizlüfter pustete warme Luft in den Raum – und dann konnte sie wegen des Maschinenlärms nicht schlafen und saß bis früh 2.00 Uhr bis zum Anlegen wie ein Häufchen Unglück in ihrer Kabine.

Die Fotos vom festlichen Dinner müsst ihr euch in die Abendstunden denken – die Mannschaft hat das richtig schön gemacht. Der junge Mann auf dem ersten Foto war mein absoluter Lieblingskellner. – Es gab nicht nur leckeres Essen und Wunderkerzen-Eis (fast wie beim Traumschiff), nein, es gab auch Kulturprogramm.

Schon in den vorhergehenden Artikeln habe ich euch ja verschiedene Skulpturen gezeigt, die mich immer wieder anziehen. Dieser junge Mann hat mir eine Zigarette angeboten, die ich aber abgelehnt habe. – Und die junge Frau konnte mich wirklich nicht wegen ihrer Oberweite neidisch machen.

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Belgien – Niederlande – Schiff – 5

Heute ist der 18. Dezember – mit ‚heute‘ ist natürlich der Reisetag gemeint.

Wir wurden zwar schon am gestrigen Nachmittag auf das MS OLYMPIA gebracht, aber Fotos konnte ich wegen Dunkelheit nicht machen. Schön war, dass Thomas unsere Koffer schon hingefahren und entladen hatte. Hatte jeder brav seine Kabinennummer auf den Kofferanhänger geschrieben, fand er seinen Koffer in der Kajüte. Die Betten waren sowohl in den Einzel- als auch in den Doppelkajüten hochgeklappt und wurden vom Servicepersonal abends runter und morgens hoch geklappt – darum mussten wir uns nicht kümmern. – Der Löwe weist aus, dass es wirklich mein Bett ist. – Komischer Weise wurden weder das Schachspiel noch die Sonnenliegen genutzt. – In den Kisten sind die Rettungswesten und die wurden zum Glück nicht gebraucht – Wasser wäre mir zu kalt. – Und die letzten Fotos sind aus einer der unendlich vielen Schleusen, in denen wir immer mehrere Meter angehoben werden mussten.

Als erstes stand eine Besichtigung von Antwerpen an. Wenn ihr die nächsten Fotos vollkommen ohne Text betrachten würdet, könnte der Eindruck entstehen, es ist ein Schloss oder eine Kathedrale – aber es ist ein Bahnhof.  Er wird wohl auch „Eisenbahnkathedrale“ genannt und wurde 1905 eingeweiht. Ich habe wohl noch nie so einen vornehmen Bahnhof gesehen, bei dem man versucht hat, ihn an die neue Technik anzupassen.

So, jetzt seid ihr hoffentlich so beeindruckt, dass ich euch ganz normale Fotos unterjubeln kann.

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Belgien – Niederlande – Schiff – 4

Schnell vorweg eine freudige Mitteilung. Am 6. früh klingelt mein Phone – unbekannte Nummer und ich nur: „Ja?“ Daraufhin: „Hier ist der außergewöhnliche Busfahrer!“ Ich habe mich sehr gefreut, dass ihn die Nachricht erreicht hat. Das Reiseunternehmen gab mir natürlich weder Handynummer noch Mailadresse von ihm – sondern die Telefonnummer seines Busunternehmens. Leider war es zuerst das falsche, aber dann war doch der Chef von den roten Bussen dran.

Er „Thomas? – da haben wir mehrere Busfahrer, die so heißen“ Ich: „Alle mit langen lackierten Fingernägeln?“ – Und da konnten wir uns verständigen und er versprach, den Link weiterzuleiten.

Den Thomas habe ich natürlich gefragt, ob Gudrun und Oma Schlafmütze recht haben und er in Leipzig auf dem WGT flaniert. Und er tut es!!!!

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Am Datum der Bilder könnt ihr den Originaltag der Reise erkennen – Tag 3 der Reise.

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Damit die Krippen mit den 3 Königen ihrem Erscheinungs- oder Erstauftrittsdatum nicht zu sehr hinterherhinken, kommen sie völlig unvermittelt gleich zu Beginn. Ich habe sie in einer Kirche fotografiert, wo eine Krippenausstellung aus allen Teilen des Landes gewesen ist. Manche Figuren waren lebensgroß und damit sehr beeindruckend.

Von Hasselt fuhren wir mit unserem roten Bus nach Brüssel. Nun denkt bitte nicht, dass wir all diese Sachen gesehen hätten, für die Brüssel bekannt ist. Ich hatte gehofft, dass wir das Atomium sehen, dass wir den EU-Hauptsitz bzw. das Europaviertel durchfahren und fotografieren und den königlichen Sitz bewundern können. Vielleicht sollte Manneken Pis alles wieder rausreißen. Und die berühmten Waffeln und Pommes frittes durften wir auf eigene Faust probieren.

Ich finde das so witzig, dass die eigentliche Hauptattraktion nur 63 cm klein ist und in ihrer gewaltigen Umgebung fast verschwindet. Dieser Knabe ist aber nur eine Kopie, weil er seit seiner Erschaffung 1619 schon mehrfach gestohlen wurde.

Dann wird bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Grande Place genannt – und dort standen, lauschten und fotografierten wir eine ganze Zeit lang. Viele Einheimische und Touristen hatten die gleiche Idee wie wir – außerdem stand in der Mitte des Platzes ein großer Weihnachtsbaum und die entsprechenden Weihnachtsmarktbuden musste auch keiner vermissen. Zum Glück haben sie wenigstens das Riesenrad eingespart. – Die Architektur und die vielen vergoldeten Skulpturen machten schon was her. – Das Rathaus auf dem Platz ist UNESCO Weltkulturerbe.

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Belgien – Niederlande – Schiff – 3

Wie ihr später noch sehen werdet, passt der heutige Beitrag wie die Faust aufs Auge (ein sehr unschöner Vergleich) zum heutigen Datum, denn zum heutigen Feiertag der Heiligen drei Könige, die leider nur in einigen Bundesländern FEIERlich empfangen werden, zeige ich sie euch in einigen Varianten

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Am Vormittag gingen wir mit unserem sehr sympathischen Reiseleiter durch Hasselt – ein nicht zu großer, angenehmer Ort mit ca. 77000 Einwohnern – natürlich in makelloser Sauberkeit, hatte aber noch anderes zu bieten. Übrigens bündeln sich dort verschiedenste Pilgerrouten zum Jakobsweg, der bekanntlich in Santiago de Compostela in Spanien endet.

In Hasselt war wie auch anderswo auf dem Weihnachtsmarkt natürlich ein Riesenrad … wir müssen immer zu den falschen Zeiten da gewesen sein, denn ich habe nie Leute in einer Gondel sitzen sehen

Hasselt muss sehr Aschenbrödelfreundlich sein (ich kenne diese spätere Prinzessin immer nur unter dem Namen AschenPUTTEL) denn im ganzen Zentrum sind Haselnüsse aus Kupfer in den Fußboden eingelassen. Ihre Spitze zeigt in Richtung Rundweg.

Fahrräder scheinen auch hier eifrig geklaut zu werden. Mit reinen Vorderrädern kann man nicht viel anfangen.

Die Katzen scheinen Genfutter zu bekommen, deswegen geraten sie so groß und abstrakt. – Typische „Clara-Falsch-Denke“. Ich habe in einem guten Hasseltreisebericht gelesen, dass das eine Brille im Großformat sein soll.

Der soll ein ganz berühmter Mediziner oder Pharmaziemensch gewesen sein – aber ich finde ihn nicht auf der Hasselt-Seite im Netz und habe seinen Namen vergessen – nicht weiter schlimm – so löchrig wie der ist, zerfällt er vielleicht bald.

Nach Daggis hilfreichem Kommentar habe ich noch einmal gesucht und bin fündig geworden. Es ist
Dr. Louis Willems, der 1822 als Sohn eines Geneverproduzenten geboren wurde. Er war nicht Biologe sondern Bakteriologe und hat sich in seiner Lebenszeit bis 1907 mit Impfungen verdient gemacht.

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Das ist ganz typisch – nicht nur für Hasselt. An jeder Ecke oder in jeder Nische steht eine Frau – eine heilige Frau – nämlich Maria, als Königin dargestellt. Hier in Deutschland kenne ich das wohl nur von Bayern – der Rest ist ja nicht so christlich.

Mallybeau soll auch nicht zu kurz kommen – es ist eine echte 3D-Kuh, nur nicht aus Herrn Heinrichs 3D-Drucker, sondern aus einem Schaufenster in Hasselt. Aber ich habe sie ihr dennoch fotografiert und gewidmet.

Wenn schon Landwirtschaft – dann aber richtig. Zu der Kuh gehört auch ein Pferd. Ob das Pferd gegen das Fahrrad gewinnt?

Das nenne ich farbenfreudige und lebensfrohe Hauswandbemalung. Es vogelt (ohne Punkte über dem o) so vor sich hin.

Über diesen jungen Mann habe ich erst im Netz gelesen, dass es ein Fallschirmspringer ist. Ich weiß gar nicht, für was ich ihn gehalten habe.

Das ist jetzt schon eine Einstimmung auf Brüssel, wo dieser kleine Pisser ja wirklich steht.

Farbenfroh und bunt – so waren viele Häuser.

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Zum Hasselt-Schluss kommen jetzt noch paar Clarafotos. Ich wollte dem Reiseleiter in einem Café was ausgeben, weil er mich in einem Souvenirladen so ausdauernd fotografiert hatte. Er hat gemeint, es wird klappen mit dem Kürbis – aber es klappte nur Minisekunden lang. Mir bleibt vor Schreck der Mund offen stehen. – Und auf dem Fahrrad mache ich angeblich auch eine gute Figur.

Als ich an der Theke seinen und meinen Kaffee und den Kuchen bezahlen wollte, meinte der Eigentümer, dass er uns beide einlädt, weil der Reiseleiter ihm immer so nette Gäste bringt. (Ob der wirklich mich gemeint hat???)

Aus Freude fotografierte ich gleich seine vorgezogene „Osterdekoration“

Bevor uns der tolle Reiseleiter seiner Nachfolgerin in Brüssel übergeben hat, verteilte er noch eine Flasche Genever mit Karamellgeschmack unter uns Reisenden – das Zeux war richtig lecker und wird hier in Hasselt produziert.

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So – jetzt klappt es mit den Heiligen drei Königen zum 6. Januar doch nicht, weil ich den Nachmittag des Tages, den wir schon in Brüssel verbrachten, auf den nächsten Post verschiebe. Die Menge der Fotos (17) ist ausreichend und der Artikel mit 630 Wörtern auch lange schon lang genug.