Claras Allerleiweltsgedanken


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Datenschutz

Die neuerdings geforderte Datenschutzerklärung habe ich noch nicht erstellt, weil es mir zu kompliziert war. Aber die Veröffentlichung meiner Artikel bei Facebook habe ich unterbunden. Das mit den Likes soll ja auch nicht mehr gestattet sein. Schade wäre es schon um diese bunte Gravatarreihe unter den Artikeln, die ja manchmal sehr zahlreich sind. Doch darin soll die „Gefahr“ bestehen, auf andere Bloggeridentitäten zu stoßen.
Schau’n wir mal – meist wird ja nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird – und ICH habe das NICHT gekocht.
Als wenn die Blogger die Datenwelt retten könnten, in der andere schon so vielen Schaden angerichtet haben.

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Clara wollte Putzfee werden, aber …

… Christine hatte was dagegen! – Werbung und Antiwerbung!

Mehrere Tage hatte ich meine Zeit damit verbracht, mich im Netz über Dampfreiniger zu informieren. Anspruchsvoll, wie ich sein kann, sollte dieser sowohl meine Fußböden als auch alle schmutzigen Stellen in höherer Lage säubern.

Als ich in Erfahrung gebracht hatte, dass Vinylböden den Dampf übel nehmen könnten und aus dem Leim geraten, schraubte ich die „Bodenerwartungen“ runter – es blieben ja nur das kleine Bad und die auch nicht viel größere Küche. Die kann ich auch per Hand wischen. Dazu hatte ich mir das ausgeguckt, das für einen Eimer und einen Wischer einen stolzen Preis von ca. 50,00 € hat. Doch alle anderen Systeme sagten mir nicht zu.

https://www.amazon.de/gp/product/B079X2NKSY/ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?ie=UTF8&psc=1

… natürlich nicht gleich drei Eimer und drei Wischer, sondern nur einen. In eine Kammer kommt Wasser, in der anderen wird der „nasse Feudel“  einfach ausgewrungen. Macht sich soweit ganz gut, nur der Stiel ist mir etwas niedrig, aber vielleicht handhabe ich das Gerät einfach falsch und mit zu großem Druck. Wäre die Wischerfläche so groß wie bei meiner alten Wischvorrichtung, wäre ich schneller mit dieser unliebsamen Arbeit fertig. Aber frau kann eben nicht alles haben.

So, und jetzt zu dem Dampfbesen, auf dem Putzhexe Clara = PC durch die Wohnung fliegen will, damit alles blitzt und blinkt.

Ich suchte mir diesen hier aus:

https://www.amazon.de/Dirt-Devil-DD302-0-Handdampfreiniger-multifunktionsdampfreiniger/dp/B010FL31J0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1522096815&sr=8-1&keywords=dirt+devil+dd302

Nun denkt nicht, dass meine „Klugheit“ bei Günter Jauch zu großen Gewinnen geführt hat – aber die Wohnungsreinigung muss etwas komfortabler werden.

Er kam an, wurde ausgepackt und zusammengebaut. Das ging ja noch halbwegs einfach. Doch dann kam die Erprobungsphase – und meine Laune sank und sank und sank. Wozu brauche ich ein 8m-Kabel, über das ich bestenfalls stolpern und stürzen kann, da es nicht aufgewickelt bleiben darf, wenn ich in jedem Raum mehr als eine Steckdose habe? Der kleine Wasserbehälter muss eh alle Nasen lang nachgefüllt werden, auch wenn ich mit dem ersten Raum noch nicht fertig bin.

Auf dem kleinen Stück Teppich, das ich in meinem Zimmer habe, war ich mit dem Ergebnis auch gar nicht zufrieden.

Beim Bodensauger war es noch erträglich, die Dampftaste im Dauerbetrieb zu drücken, doch beim Handgerät war es mir schlicht unmöglich. Arbeitete ich ohne Verlängerungsschlauch, war ständig der Unterbau des Handgerätes im Weg – ob in der Toilette, ob an der Fensterscheibe, ob …. ob…. Also monierte ich den Schlauch, der starr und steif war und sein Eigenleben führte. Und jetzt sollte ich mit der linken Hand das relativ schwere Gerät halten und die Dampftaste gedrückt halten und mit dem Schlauch den Dreck andampfen. – Ich war schlichtweg überfordert.

Nach 2 Fliesen (beide 30 x 60 cm) und einem Waschbecken sah der Putzaufsatz so aus:

Kann ich da Vertrauen haben zu einer Langlebigkeit und Nachhaltigkeit? Eher nicht.

Also wurde alles zusammengepackt und das Rücksendeetikett beantragt. Der Auseinanderbau war recht kraftaufwändig – für mich jedenfalls. Aber notfalls kann ein Schutzengel auch „Druck“ ausüben, mit dem Engelkopf habe ich den Knopf hinein gedrückt bekommen.

Als ich den „Schmutzigen Teufel“ endlich wieder in seinen Kasten verstaut hatte, blieb die obere Schutzabdeckung übrig, die passte partout nicht mehr rein. Die müssen Packerinnen mit Hochschulausbildung beschäftigen, wie die das immer so klein und geschickt in die Schachteln bekommen.

Neuerdings fotografiere ich das schon beim Auspacken, hat aber nichts geholfen.

Als es bei Hermes abgegeben und das Geld über Paypal wieder auf meinem Konto eintraf, da war ich beruhigt.

Aber manche werden ja einfach nicht klug – ich habe noch einen anderen probiert, kann dazu aber noch nichts Aussagekräftiges schreiben.Ich werde später darüber berichten.

 

 


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Ein ganz normaler Einkauf …

… nicht bei Edeka, nicht bei Reichelt – aber auch nicht bei LIDL oder ALDI, sondern bei NETTO – ein Anbieter, der preislich so ca. in der Mitte liegt, räumlich aber fast neben meiner Wohnung, deswegen hat er sich in mein Herz gearbeitet.

Im Zusammenhang mit dem gestrigen Artikel sagte die Bekannte zu mir, dass sie für ihren Zweipersonenhaushalt selten über 30,00 € bezahlt. Ich fand die Diskussion etwas albern und fragte nicht nach, ob sie täglich einkaufen geht – oder z.B. alles Gemüse auf dem Markt kauft und das dann beim Discounter nicht mehr zu Buche schlägt. Nachträglich stellte sich raus, dass die „Schmankerl“ tatsächlich in den besseren Märkten gekauft werden und alle Reklameblätter eifrig nach Sonderangeboten abgegrast werden.

Als ich die Gegenthese aufstellte, dass ich für einen Wocheneinkauf selten unter 50,00 € bezahle, teilweise sogar über 60,00 € bezahle, fiel sie fast aus allen Wolken. – Und da hat es mich dann gepackt – ein wirklich großer Einkauf stand an, denn Kühlschrank war ziemlich leer, Obst gab es auch kaum noch – und da werde ich langsam ungemütlich.

Beim Einkauf war bis auf eine 6er-Packung Radler=Alsterwasser KEIN Alkohol dabei, keine hochwertigen Genussmittel, kein Nikotin und keine Drogen – Waschpulver und Bodylotion fielen mit 6,00 € ins Gewicht – und insgesamt bezahlte ich 62,23 €.

Zu DM-Zeiten habe ich auch etwa so viel bezahlt – so viel nur zur Teuerungsrate. Und deswegen – aber nicht nur deswegen – regt mich diese saudumme Bemerkung von Jens Spahn so auf. Er sollte nicht mal nur einen Monat von Hartz IV leben, sondern mindestens ein halbes Jahr lang oder besser sogar noch ein Jahr. Alle Konten eingefroren, keine vorher neu angeschafften Elektrogeräte – mal sehen, was er danach sagt. Stur, wie er sicher ist, sagt er danach bestimmt das Gleiche.

Als ich Hartz IV-Empfängerin war, lebte meine Mutter mit ihrer sehr, sehr guten Rente noch – deswegen kann ich mich nicht mit anderen vergleichen. Meist ging ich mit ihrer Kontokarte zum Discounter, aber relativ sparsam versuchte ich dennoch zu sein.

Mich würde interessieren, was Alleinlebende so ca. im Monat für Essen und Haushaltschemie und ähnliches ausgeben – keine Restaurant,- Friseur-, Kosmetikstudio-, Fitnessbuden- und andere -besuche mitgerechnet. Lebe ich mit meinen Wocheneinkäufen um 50,– bis 60,– € wirklich auf unverschämt hohem Niveau?

Vielleicht ist meine Vorratswirtschaft übertrieben. Ich rechne nicht mit einer „Grundversorgung“, falls ein Atomkrieg ausbricht, sondern eher damit, dass ich mal 3 Wochen nicht einkaufen gehen kann – zweieinhalb davon überlebe ich schadlos und das Gewicht auf der Waage stimmt danach auch wieder 🙂

Da ich ja so ein „Kochwunder“ bin, kaufe ich schon ab und an Tiefkühlkost, aber auch da immer die preiswerte Variante. – Letztendlich weiß ich wirklich nicht, wie Woche für Woche ca. 60,00 € zusammenkommen – damit hätte ich meinen Hartz IV-Satz schon fast verfressen.

Eure Meinung interessiert mich sehr. – Wenn ich in manchen Blogs, die sich viel mit Essenzubereitung beschäftigen, sehe, welche edlen und kostspieligen Zutaten verwendet werden, dann müsste ich meinen Etat noch um einiges erhöhen. Auch Bio oder Fleisch aus artgerechter Haltung und Schlachtung ist mir u.a. aus finanziellen Gründen zu teuer.


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Das Glück kann so ungerecht sein

Das wird jetzt keine Jammerorgie, dass andere gewinnen und ich leer ausgehe. Da ich weder in einer Lotterie noch bei anderen Geldgewinnspielen mitmache, hätte es das Glück auch sehr schwer, mir was in den Schoß zu werfen. Ich schone auch lieber die Bäume und verzichte auf jegliche Werbung im Briefkasten, so dass ich Sonderaktionen nicht mitbekomme.

In der Nähe wurde ein ALDI-Markt umgebaut. Zur Wiedereröffnung versprach man den ersten 100 Kunden jeweils einen Gewinn. Nach Erzählung einer Bekannten waren das einige Einkaufsgutscheine, Obstkörbe, Kaffeepackungen und andere recht lukrative Gewinne.
Und es gab einen Hauptgewinn = 500,00 € für Einkäufe – gestückelt in 10 Einzeleinkaufsgutscheinen.

Diese Bekannte ist sich im Normalfall zu gut für ALDI, es ist einfach nicht ihr Niveau. Bei Edeka oder Reichelt findet sie die Kundschaft, mit der sie lieber spricht als mit denen bei ALDI. Ca. 4 bis 6 mal im Jahr fährt sie mit Mann auf einem Kreuzfahrschiff der besseren Klasse. Wochenendurlaube in Hotels und Kurzurlaube anderer Art füllen das restliche Jahr. Eigentlich ist sie krankgeschrieben, schon seit Monaten, doch reisen tut ja der Gesundheit gut. – Das nötige Kapital für all diese Unternehmungen haben drei fette Erbschaften geliefert, für die sie allerdings wirklich was getan hat.

Ihr ahnt es schon, ihr wisst es förmlich schon: Sie hat den 500,00 € Gutschein gewonnen.

Das hätte ich ja noch hingenommen, wenn sie nicht ewig lamentiert hätte, dass sie gar nicht weiß, was sie 10 mal für 50,00 € dort einkaufen soll, denn Restgeld wird nicht ausgezahlt. Und da sie ja so oft verreist, weiß sie gar nicht, wie sie das Geld unter die Leute bringen soll, da wohl nur eine begrenzte Frist zur Einlösung zur Verfügung steht. Und die Wurst von dort schmeckt doch nicht so richtig und der Käse ist auch nicht nach ihrem Geschmack und so weiter und so fort – als ich dann aber sagte, dass sie einige Gutscheine doch einer kinderreichen Familie schenken kann, gab es Empörung hoch drei.

Wie heißt das Sprichwort: „Lieber den Magen verrenkt als den Armen was geschenkt“.

Ich glaube, ich hätte das gemacht – 200,00 € hätte ich behalten und für den Rest hätte ich Leute gesucht, die es dringender bräuchten als ich.

Ich werde mal in Erfahrung bringen, ob bei ALDI (so wie bei LIDL) die Möglichkeit besteht, gekaufte Lebensmittel für die Tafel zu spenden. Mal sehen, was sie zu diesem Vorschlag sagt, falls er realisierbar ist.

Und dann fand ich noch etwas anderes besonders „Glück-ungerecht“. Die jungen Promoterinnen teilten den Kunden einen Stoffbeutel zu, in dem das Rubbellos enthalten war. Sie bekam einen schwarzen Beutel, den sie so trist und so langweilig fand – sie wollte unbedingt einen grünen haben, den sie auch bekam. Dort war dann das 500,00 €-Rubbellos drin. Was könnte ich  sofort sagen: „Der Teufel sch…. immer auf den größten Haufen.“

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In einem Blog gab es Diskussionen über Politik mit Unterthema „Nazis“ und Flüchtlinge. Dass diese Leute, die Unterkünfte für Asylbewerber anzünden und mit Molotowcocktails bewerfen, von vielen als Nazis bezeichnet werden, ist doch irgendwie nachvollziehbar. Man kann natürlich auch Rechtsradikale oder Linksradikale sagen. Aber gerade dieses Anzünden erinnert an das Dritte Reich, wo nicht nur Synagogen abgefackelt wurden, auch die Wohnhäuser der Juden wurden demoliert. Ich sehe da keinen so großen Unterschied zu heute!

Durch meinen langjährigen Kinderdienst, den ich für 5,00 € die Stunde verrichte, bin ich ja schon in unendlich viele Haushalte gekommen. Bei wirklich bedürftigen Müttern würde ich sogar umsonst arbeiten. Doch die zum Teil sehr wohlhabenden Eltern müssten verpflichtet werden, das eingesparte Geld, was sie für einen normalen Babysitter bezahlen müssten, an soziale Projekte zu überweisen. Es gibt unzählige davon – und alle werden gebraucht.

Die Kinderzimmer platzen vor hochwertigem Spielzeug. Und so zu Ostern wird mal gerade von dem einen Elternteil eine neue Carrera-Rennbahn rübergereicht – was das andere Elternteil geschenkt hat, wollte ich gar nicht mehr wissen.

Das ist so ungerecht. Auf diesem aus dem Prospekt von „Aktion gegen den Hunger“ abfotografierten Bild sieht man eine Großmutter, die ihr schwer mangelernährtes Kind in die Sozialstation bringt, damit ihm geholfen werden kann. Die Mutter des Kindes ist schon gestorben.

Und wir in Deutschland? Wie viele von uns schwimmen im Überfluss, würden das aber nie so bezeichnen.

Ich muss es immer und immer wieder betonen: Aus der DDR sind zwischen 1961 und 1989 ca. 1,3 Millionen Menschen in den Westen gegangen. Und wenn es hoch kommt, waren 5 % davon politisch verfolgte Flüchtlinge, alle anderen muss man wohl auch als „Wirtschaftsflüchtlinge“ bezeichnen, die ein Leben an den besseren Fleischtöpfen haben wollten.

 


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Nicht nur unter Regenschirmen …

… gibt es Liebe und mehr, auch unter Schüsseln

… aber die sind nicht ganz so stürmisch – sie bleiben (brav) auf ihrem Platz.

Dass ich einen Farbknall habe, ist ja hinlänglich bekannt. Liegt das mehr daran, dass es im echten Leben nicht immer oder eher sogar sehr selten bunt und zufriedenstellend zugeht oder ist das eben einfach so.

Über lila wurde schon genug geplaudert, heute ist mal wieder rot dran.

Über kunterbunt79 wurde ich auf die Firma „FIFTYEIGHT PRODUCTS“ aufmerksam. Sie veranstaltete eine Verlosung, in der für mich eine lila und eine rote Schüssel von Interesse war. Ich habe nicht gewonnen, und mich deshalb selbst auf die Suche gemacht.

Nachträglich finde ich es sehr bedauerlich, dass ich meinem A-Händler untreu geworden bin – denn dort hätte ich für meine gewünschte rote Schüssel 7,00€ weniger bezahlt – und das finde ich nun schon richtig Geld. Wenn ihr genau hinschaut, dann könnt ihr oben auch die Adresse der Seite erkennen.

Gut, wer nur wegen eines Farbknalls für die rote Küche eine rote Schüssel und rote Stullenbretter bestellt, der muss sich nicht beklagen.

Die Neue wurde also ausgepackt und sofort in das Regal gestellt. Der Kussmund war sofort zur Tat bereit. Fast augenblicklich ergab sich eine Sympathie zwischen der schmunzelnden und der küssenden Schüssel. Die „Dame“ im Hintergrund fühlt sich zu Recht benachteiligt und zieht deswegen eine nicht zu übersehende Schippe.

Da es vorher an dieser Stelle drei weiße Schüsseln gab, musste also eine ausgelagert werden. Sie leckt sich ganz genüsslich den Mund, weil sie erstens die Streitereien im Nachbarfach hört und zweitens hier unmittelbar vor ihrer Nase einen Keks liegen hat, den sie gleich verspeisen wird.

Aber dort gibt es ja nicht nur Tassen, Schüsseln, Eierbecher, Kaffeekannen und mehr, nein, es gibt auch Stullenbretter mit den gleichen Motiven. 7,50 € für ein Stullenbrett finde ich wiederum einen stolzen Preis, aber hier muss man wohl die Ideen und den Einmaligkeitsfaktor bezahlen.

In der Galerie sieht man auf dem ersten Foto, dass ich ein Schnittenbrettchen gleich an die Schranktür geklebt habe, denn ich finde die Küchenmöbel nach wie vor ziemlich langweilig.

Auf dem dritten und vierten Foto sieht man noch ein paar Postkarten. Die habe ich als Belohnung bekommen, weil ich so viel bezahlen musste.

Wenn ich mir die Fotos und die Galerie so ansehe, bereue ich es nicht, dass ich (unüblich) viel Geld für so wenige Sachen ausgegeben habe.


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Nachträglich: Tapsige Ostergrüße vom öligen Löwen

Diese Überschrift KANN niemand verstehen – noch nicht einmal ich, wenn ich das Drumherum der Entstehung vergessen haben werde. Erklären werde ich sie im Laufe des Textes.

Alles kam so: Die Ostersachensuchmannschaft, die eigentlich „Frauschaft“ heißen müsste, rückte am Karfreitag an, obwohl ja mein „Clarino“ eigentlich geschlossen hatte. Zuerst trafen wir uns im Botanischen Garten und schlunzten durch die schönen Tropenhäuser.

Zum Glück schien aber die Sonne so warm und schön, dass es auch unter den Frühblühern wie Krokussen und Stiefmütterchen und Tausendschönchen und Enkelinschönchen Spaß gemacht hat. Auf einen Kaffee in der Sonne verzichteten wir dann doch, denn der Weg zur Hölle zum Kaffee  war mit einer riesigen Warteschlange gepflastert.

Wir machten uns auf den Heimweg und die drei „Kinder“ freuten sich, dass es bei 13 Busstationen lohnend ist, einen Platz im Oberdeck zu ergattern. Zu Haus gab es selbstgemahlenen Kaffee, selbstgekaufte exzellente Apfeltorte (ich hätte sie nie so gut backen können), selbstgeschlagene Schlagsahne und später selbstgesuchte Osternaschereien, selbstgeschnippelten Eisbergsalat mit farbgegensätzlichen Mandarinenstücken, zwei selbstausgesuchte Pizzen und selbstzubereitete Nudeln mit viel Gemüse und unvegetarischen Einlagen.

Meine „generalstabsmäßig vorbereitete Versteckerei“ ist sehr gut angekommen, die Regeln wurden allerdings von den Teilnehmern „selbstherrfraulich“ geändert. Alle drei suchten in einem Raum gemeinsam und forschten auch nach allen drei versteckten Köstlichkeiten. Wer als erste alle drei entdeckt hatte, durfte sich setzen. Das älteste Kind hatte fast immer die Suchnase vorn und saß als erste auf dem Sofa – da kamen vielleicht doch Kindheitserinnerungen vom Unterbewusstsein ins Oberbewusstsein.

Jetzt gibt es ein paar Fotos, die ich beim Verstecken machte. Alle Heizkörper wurden auf Minimum eingestellt, denn es sollte ja keine breiförmigen Schokoeier gesucht werden.

Balkon: Das an der Balkonbrüstung baumelnde Küken – die beklebte Hockerrückseite – die eierkükenlegende Wollmilchsau Grünpflanze (ohne Foto)

Flur: Der schokoladentafelschwangere Bilderrahmen; die lila Tuchecke mit Schokolade, die natürlich nicht rausguckt; die Schokolade an der Schuhschranktür

Besucherzimmer: Schokolade statt Kaffee in der Tasse; den Wasserkocher bitte erst entleeren vor dem Kochen, dieses Ei wird nicht leuchten

Wohnzimmer, Küche und mein Zimmer habe ich jetzt weder Lust noch Zeit, ausführlich zu beschreiben, da ich ja endlich zu dem „öligen Löwen“ kommen will. Es wurde alles gesucht, alles gefunden und alles begrüßt.

Kurz nur paar Fotos, auf die ihr euch selbst einen Reim machen könnt. Küche

Wohnzimmer:

Clarazimmer:

Nun aber endlich genug gesucht – dachte ich. Nein, die drei Besucherinnen „rächten“ sich, versteckten 7 winzige Schokoladentafeln und ein paar wunderschöne Bettsocken in passender Farbe und amüsierten sich wie Bolle über meine Blindheit beim Suchen und nicht-Finden.

Und jetzt nun endlich zum „öligen Löwen“. Als die drei versteckten, wurde ich in die Küche zum Warten verbannt. Meine Enkeltochter drückte mir den Löwen in die Hand, mit dem sie die ganze Zeit gespielt hatte. Nur fiel es keiner von uns beiden auf, dass er unbemerkt seine Hinterpfote in eine große volle Tasse getaucht hatte. Dort war die Essig-Öl-Gewürzmischung für den Salat schon vorbereitet.

Das anschließende Ergebnis war: Meine Hose total verölt und in fast allen Zimmern riesige Öltapsen, da meine Socken und auch die der anderen zum Teil vollkommen vollgesogen waren. Das war eine ziemlich aufwändige Sache, das Öl von Parkett und Vinyl wieder wegzubekommen. Da habe ich es aufrichtig bedauert, dass ich keinen Dampfreiniger für den Fußboden habe.

 

 


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Aprilscherz – nicht von mir

Gestern war Doppelkopfturnier – wir waren 18 Teilnehmerinnen und spielen insgesamt 24 Spiele oder Runden oder „Karten in die Hand nehmen und bedienen“ oder „Grimmig gucken und Fäkalwörter in den nicht vorhandenen Bart murmeln“ oder oder oder … Zwischendurch wechseln wir per Losentscheid die Tische oder bleiben sitzen, wenn wir die gleiche Tischnummer ziehen.

Wahrscheinlich war mein Endergebnis eine Huldigung an meine Schnapszahlenliebe, denn ich wurde Elfte – in Zahlen 11..

Und dann bekomme ich heute „Clara als Doppelkopfkönigin“ von Mallybeau geschenkt – das kann ich nur als Aprilscherz werten. Deswegen habe ich den Namen auch stehen lassen, zumindest bei einem Foto.

Ich möchte mich nicht grummelnd allein vor mich hin freuen, sondern will euch daran teilhaben lassen und zum Ostersonntag mein ehernes Gesetz brechen: Nur einen Post pro Tag.

Eines muss sie voraus gesehen haben: Ich habe mich schwarz geärgert über meine schlechten Karten, deswegen hat sie die „Cartoonvariante“ von diesem „Clara hat einen Vogel-Variante“ gewählt.

Schade, 11:11 Uhr habe ich verpasst als Veröffentlichungszeitpunkt – da bin ich zu spät aufgestanden oder habe diese Idee zu spät ausgeheckt.