Claras Allerleiweltsgedanken


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Nicht nur bei Fb und Instagram …

… sondern heute mal eine Zusammenfassung meiner Meldungen aus diesen Medien.

Alle wünschen mir auf unterschiedlichste Weise, dass es mir bald besser gehen möge. Wenn nicht ab und an diese wahnsinnig unschönen Ausreißer von 195/79 oder 184/77 gäbe, wüsste ich gar nicht, dass ich krank bin, denn bis auf die Situationen, wo das Messgerät mehr als 165 anzeigt, saust es im Kopf und pocht im Brustraum. Obwohl ich  – angefangen von Ernährungsumstellung und viel mehr Bewegung am Tag bis hin zur regelmäßigen Einnahme von zwei Tabletten gegen Bluthochdruck – wirklich alles beherzigt und ausgeführt habe, kann ich nicht wirklich sagen, dass es durchgängig besser ist. Klar habe ich jetzt oft Werte um die 140 oder manchmal sogar noch weniger , aber die Ausrutscher bleiben.

Allerdings haben sie mir in einer Nacht in der Notaufnahme der Charité bestätigt, dass mein Herz gesund ist und es nicht nach einem Infarkt aussieht. Wie das mit den Gefäßen aussieht, wird sich vielleicht auch noch ermitteln lassen.

Doch jetzt zu meinen Fb-Meldungen.

Am 23. Febr. ging es mir nicht so ganz toll und da fiel mir nur so ein Sch….beitrag ein.

Augen auf im Straßenverkehr. Aber ebenso im Bürgersteigverkehr.
Wenn die Hunde schon nicht erzogen sind, dann sollten es doch wenigstens ihre Besitzer sein.

Bild könnte enthalten: Schuhe und im Freien
Augen auf im Straßenverkehr kann auch so aussehen:
Bild könnte enthalten: im Freien
Am 5. März tauchte ich mit dieser Meldung auf:

Heute hatte ich mal wieder zwei dieser unangenehmen Blutdruckspitzen . Früh waren es gleich 175 und mittags 195. Das lag bestimmt daran, dass ich mich über Leute im Haus mächtig geärgert habe. Ich hatte 35 Minuten einen Handwerker in meinem Bad, der sieben Löcher gebohrt hat.
Fast gleich und sofort stand der männliche Bewohner vor meiner Wohnungstür und kritisierte heftig,  warum ich nicht vorher Bescheid gegeben habe. Es war Vormittag 11 Uhr

 

Der Grund der Aufregung war der Einbau eines Badewannenliftes.

Der Akku vom neuen Badewannenlift wird geladen. Inzwischen ist das erledigt und ich habe auch schon das erste Bad genommen. Ein wenig noch gewöhnungsbedürftig, aber vom Prinzip her sehr komfortabel.
Jetzt brauche ich also keine Nachbarin zur Hilfe zu rufen, wenn ich nicht aus der Wanne kommen sollte.
Ich war ja schon immer technikbegeistert. Aber sie hätte auch billiger sein dürfen

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Am 8. März, an dem doch besonders die Frauen in Berlin (aber auch die Männer und Schulkinder) Feiertag hatten, sind mir die Sicherungen durchgebrannt – zumindest fast.

Bei 184 zu 77 sind mir gestern Abend die Sicherungen durchgebrannt. Mein Herz fühlte sich an wie ein pochender Stein und der Kopf wie eine Zeitbombe, die jeden Moment platzen will.
Ich rief die 112 an und die nahmen mich mit in die Notaufnahme. Diese Nacht war aber nicht gerade lustig. Ich lag auf einer unbequemen Pritsche , angeschlossen an ein Dauerblutdruckmessgerät und an ein Dauer EKG. Die Geräusche aus den Nachbarzimmern ermunterten nicht zum Schlafen auf. Der Blutdruck schwankte von 120 bis auf 160 . Dennoch wurde ich früh entlassen, ohne ein neues Medikament oder einen vernünftigen Ratschlag. Also bin ich so klug als wie zuvor.
Bloß dieses Mal lasse ich mich bei meinem Hausarzt am Montag nicht mehr abweisen, sonst wechsle ich den Arzt. Es kann nicht sein, dass ich mit 195 vor der Tür stehe und er mich auf den 25 März vertröstet. – Letztendlich ging ich dann doch nicht zum Arzt, weil ich keine Betablocker möchte. Ich will das anders in den Griff bekommen.

Diese weiße Lampe ist wie mein kaltes Herz in der Brust.

Am 10. März äußerte ich folgendes:

Mir muss der Popo schon ganz schön auf Grundeis gehen, wenn ich für über 200 € Mittel und Nahrungsergänzungsstoffe und anderes bestellt habe, um von meinem hohen Blutdruck runter zu kommen.
Ich hoffe, dass das Geld nicht nur den Firmen zugutekommt, sondern auch mir und meiner Gesundheit.
Ich habe meine Werte schon revidiert und sie auf 150 zu 90 oder so ähnlich eingestellt bzw das will ich erreichen, aber kontinuierlich, nicht nur einmal.
Ihr hört wieder von mir

Am 10. März entfleuchte mir zusätzlich noch folgendes:

Ich bin um 10 cm zu fett
Obwohl mein BMI Wert normal ist und mein Gewicht mit 72 kg bei 1,70 m Größe auch nicht weltbewegend übergewichtig ist, ist jedoch mein Bauchumfang zu groß . Frauen sollten maximal 88 cm Umfang haben
Ihr könnt ja mal bei euch messen und mich dann trösten, dass es bei euch auch nicht besser ist. Nur habt ihr keinen Bluthochdruck und ich suche fieberhaft nach allen möglichen Ursachen

Ebenfalls am 10. März kam ich auf die Idee, dass vielleicht auch bei mir die als Ursache benannte Schlafapnoe Grund für den Bluthochdruck sein könnte. Schon 1996 war ich im Schlaflabor und man hielt die Werte für sehr bedenklich. Danach ließ ich mich aber gaumensegelstraffend operieren und dachte, jetzt sei alles wieder gut. Leider bestätigten mir danach einzelne MitschläferInnen, dass das Schnarchkonzert pro Nacht immer noch heftig erschallt.

Dieses Bild ist natürlich ein Fake, denn ich schlafe nicht.
Aber es soll mir und euch die einzige Ursache zeigen, die für meinen Bluthochdruck infrage kommen kann . und zwar eine Schlafapnoe. Ich war schon vor Jahren kurz vor der Sauerstoffmaske beim Schlafen , weil ich so stark geschnarcht habe. Dann habe ich mich operieren lassen, doch diese Operation war so gut wie erfolglos. Vielleicht sollte ich es mit ärztlicher Überweisung mal in einem Schlaflabor testen lassen.

Für ein erstes Melderchen nach so langer Zeit ist das nun wirklich lang genug.


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Fünf Minuten vor Ultimo

Die Besuche beim Hausarzt in den letzten Tagen  waren sehr unerfreulich. Er ordnete sofort ein großes Blutbild an, dessen Ergebnisse aber noch nicht vorliegen. Er sucht die Ursachen, warum es relativ schnell so schlecht geworden ist.  – Da ich vieles zu dem Thema gelesen habe, wurde mir klar, dass der PD = Pulspressure = Pulsdruck = Differenz zwischen systolischem und diastolischem Druck sehr wichtig ist. Er begann mit einer Tablette am Morgen, die aber keinen großen Erfolg brachte.

Datum Syst Dias Puls PD Syst Dias Puls PD Syst Dias Puls PD
08. Feb 185 84 88 101 160 78 97 82 162 85 86 77
09. Feb 159 88 88 71 138 59 85 79 167 74 91 93
10. Feb 172 79 85 93 163 74 76 90 160 79 91 81
11. Feb 135 84 85 51 150 59 89 91 176 76 89 100
12. Feb 173 90 82 83 176 74 83 102 174 72 99 102
13. Feb 174 86 86 88 149 69 88 80 159 77 86 82
14. Feb 163 86 83 77 171 76 88 95 185 90 91 95
15. Feb 152 76 88 76 132 64 91 68 176 74 85 102
16. Feb 156 79 96 77 144 77 93 67
165 68 83 97
17. Feb 151 73 87 78
165 71 89 94
185 80 89  105

„Ins Gewissen reden …“ ist ein harmloser Ausdruck für das, was er mir nahe gelegt hat. Es hörte sich fast so an, als stünde ich 5 Minuten vor einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt. Natürlich kann man beide überleben, aber ich habe keine Lust, es zu testen. – Wenn ich richtig in mich gehe, habe ich vor einem Herzinfarkt weniger Angst als vor einem Schlaganfall. Einen Infarkt überlebt man oder nicht – bei letzter Variante ist alles vorbei. – Ein Schlaganfall kann aber für jemand, die allein lebt wie ich, das ganze Leben auf den Kopf stellen. Halbseitig gelähmt oder mit Sprachstörungen – nicht auszudenken.

Und dann kam auch noch die Auswertung von der Dauerblutdruckmessung. Mehrere systolische Messwerte waren über 200 – die Kardiologin hat ganz laut Alarm geschlagen – jaja, ich habe ihn gehört.

Ab 15.2.   entschloss ich mich, ein Hausmittel zu testen. Viele, viele Knoblauchzehen und 3 Biozitronen wurden mit Schale zermixt, mit Wasser aufgefüllt, durchgesiebt, kurz aufgekocht und jetzt trinke ich jeden Morgen ein Schnapsglas voll davon.

Jetzt eine vollkommen ernst gemeinte Frage: Würdet ihr lieber diese Knoblauchstänkerei weglassen und stattdessen eine zweite Tablette nehmen. Oder würdet ihr wie ich an die Wirkung des Knoblauchs glauben? – Ich arbeite nicht, ich komme wenig mit Menschen zusammen – wen soll der Geruch stören?

Doch als ich gestern Abend wieder 185 gemessen habe und einen PD von 105, da habe ich dann doch mit der zweiten Tablette angefangen.

***********

Als ich noch geraucht habe, war ich Suchtraucherin – Genussraucherin zu sein, war mir nicht gegeben. – Jetzt, wo meine Sucht „Computer“ heißt, kann ich mich gleichfalls nicht bremsen. Der Arzt hat mir aber sehr ans HERZ gelegt, meinen Lebensstil grundsätzlich zu ändern, wenn ich nicht will, dass mich meine hübschen Teufelinnen aus dem letzten Beitrag holen. – Und weil ich selbst diese Gefahr für realistisch halte, habe ich sie vermehrt, um ihre reale Gefahr zu mildern.

Ich mache Pause – und zwar so lange, bis die Werte so bei ca. 150 zu 80 stabil sind, einige Kilo weniger Speck die täglich umfangreiche Bewegung an frjscher Luft leichter machen und die ganzen ekligen Laborwerte wieder in einem Bereich sind, dass ich und mein Arzt sich darüber freuen können.

Und deswegen beschaffe ich mir dieses Armband und will und werde JEDEN Tag früh und am Nachmittag eine große Runde in zügigem Tempo laufen.

https://www.amazon.de/dp/B07C1X8V8P/?coliid=I1Z0V9PSYYDDMC&colid=AIVY7JB5XXC3&psc=0&ref_=lv_ov_lig_dp_it

Ist die Uhr Schrott, wie 11 % der Bewertungen sagen, kann ich sie zurückschicken – ansonsten habe ich wenigstens eine Zeit lang hübsche lila Freude gehabt.

Foto von der Amazon-Seite abgekupfert

Habt bitte Verständnis, dass ich bei euren Beiträgen jetzt selten oder nie kommentieren werde, sondern stattdessen das von mir weniger geliebte Like setze. Das bedeutet dann aber, dass ich ALLES gelesen habe und nicht nur die Kurzfassung vom WP-Reader, denn dort kann man ja gleich ein Like setzen.

Also tschüss bis März … April … Mai. Sollte ich es bis dahin NICHT geschafft habe, dann stelle ich einen neuen Plan auf.


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Claras Teufeleien

  • Male den Teufel nicht an die Wand, sonst sitzt er dir im Nacken.
    Deswegen habe ich ihn (oder besser eine hübsche Teufelin) auch nicht gemalt, sondern geklebt – und das sicherheitshalber gleich zweimal, im Bad und über meinem Bett.
    Neutralisiert habe ich das Böse durch einen eben so großen und mächtigen Engel, der natürlich auch ein Weib ist.
  • Auch dem Teufel muss man sein Recht lassen.
  • Auf der Straße ein Engel, zu Hause ein Teufel.
  • Der Teufel hat das Suchen erfunden und seine Großmutter das Warten.
  • Der Teufel ist nicht so schwarz wie man ihn malt – und deswegen sind meine Teufel weiß und grün.

  • Der weiße Teufel ist schlimmer als der schwarze.

  • Jeder hält seinen Teufel für einen Engel – vor allem, wenn beide Schaumgeborene sind und dem Meer entsteigen.
  • Lügen sind des Teufels Wahrheiten.
  • Mit einem alten Weib führt der Teufel keinen Prozess.

Und jetzt müssen noch ein paar Sprichwörter mit Engeln folgen – da gibt es in meinem Sprichwörterlexikon höchstens 10 % so viel wie über Teufel.

  • Ein gescheiter Teufel ist besser als ein dummer Engel.
  • Jeder hält seinen Teufel für einen Engel (offenbar gibt es Engel nur in Verbindung mit Teufeln)
  • Wer sich vor dem Teufel verwahrt, ist vor den Engeln noch nicht sicher.

Ich überlege ernsthaft, ob ich mir noch einen kuscheligen Teufel fürs Bett hole, denn an Kissen kann ich gar nicht genug haben: Unter die Beine, zwischen die Beine, unter den lädierten Arm, ins Kreuz und so weiter und so fort.

Dieser hier lacht mich mächtig an – das wäre dann der männliche Oberteufel.

Und tschüss!

 


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„Die Welt ist voll kleiner Freuden …

… mit der richtigen Brille siehst du sie.“

(… behauptet jedenfalls der Kalender, den mir Lucie geschenkt hat und der immer noch bei mir hängt.)

Und das habe ich mir zu Herzen genommen. Frühestens 8 Wochen nach der Op darf ich mir eine neue Brille anschaffen. Die schon mehr als aggressiv werbende Firma brillen.de habe ich nicht genommen. Sie werben mit ihrem Preis von 109,00 € für eine komplette Komfortbrille. Doch die Wirklichkeit sieht dann so aus. Die schon nicht mehr weg zu denkende Entspiegelung kostet 60,00 € extra. Als ich mit den angebotenen Gestellen nicht zufrieden war, wurden mir Gestelle ab 100,00 € aufwärts angeboten, weil ja die im Preis enthaltenen angeblich schon 80,00 € kosten.

Als ich auf meinen Termin wartete, stand gerade ein Kunde am Tresen und sollte bezahlen. Er drehte und wendete mindestens 5 Minuten seinen Kopf und meinte, dass er nur in einer einzigen Stellung scharf sehen kann – der Rest ist leicht verschwommen. – Die Optikerin gab dann auch zu, dass nur Gläser mit schmalen Sichtbereichen verwendet werden.

Und da bin ich dann doch wieder zu meinem Optiker gegangen, von dem die letzten drei Brillen gefertigt wurden. Beispielfotos: Nicht in lila (Mai 2017)

Halb in lila (Juli 2015)

Und hier als Computerbrille ganz in lila (März 2014)

 

 

Damals war ja ganz schnell der Neukauf von zwei Brillen nötig, denn man hatte mir doch aus der S-Bahn meinen Koffer geklaut. In dem waren neben vielen anderen schönen und wichtigen Sachen auch eine Arbeitsplatzbrille und eine normale Gleitsichtbrille drin.

Nun ist aber genug mit der Brillenvergangenheit – jetzt gibt es ein wenig Brillengegenwart, denn seit acht Tagen habe ich eine neue Brille auf der Nase: Nicht lila, sondern grün; kein auffälliges Gestell, sondern randlos. Schaut selbst:

Leider bin ich bisher nicht vollkommen zufrieden. Sie rutscht trotz zweier Brillenbügelverstellaktionen immer wieder ca. 5 mm auf der Nase nach unten – und das darf sie natürlich bei einer Gleitsichtbrille nicht. Dann muss ich nämlich durch Kopfbewegungen die notwendige Schärfe herstellen. – Ich hoffe, sie bekommen das noch hin, sonst geht sie leider zurück.

 

 


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… nie vor 13.00 Uhr!

Ja, was denn nicht vor 13.00 Uhr?

  1. Steht dieses Faultier etwa nie vor 13.00 Uhr auf?Nein, manche Kommentare von ihr gibt es sogar schon vor 10.00 Uhr *grins*
  2. Geht sie vor 13.00 Uhr nicht aus dem Haus, da sie vorher immer am Computer hängt?  Damit seid ihr der Wahrheit schon sehr nahe gekommen, doch das ist es auch nicht.
  3. Steigt sie vor 13.00 Uhr nicht aus ihrem Schlafanzug? (der allerdings ein ganz fescher Hausanzug ist) Mein Gott, ihr kommt ja der Wahrheit schon bedrohlich nahe – aber auch  das kann anders ablaufen.
  4. Schaltet sie vorher kein Radio oder Fernseher an? – Radio ist leider nicht mein Ding, da ich es richtig gut nur im Wohnzimmer über meine Bluetoothhörgeräte hören kann – und dort bin ich nie am Vormittag, nicht zu Mittag und auch nicht am Nachmittag. Und der Fernseher wird fast immer erst zu den 20 Uhr-Nachrichten eingeschaltet.
  5. Ist sie ein ausgeprägter Morgenmuffel und hat erst ab 13 Uhr erträgliche Laune?   Das ist eine schlechte Eigenschaft, die man ihr wirklich nicht anhängen kann.
  6. Hat sie vielleicht einen attraktiven Nebenjob, den sie erst in den Abendstunden ausübt? Nebenjob vielleicht, aber nicht attraktiv und auch nur selten. Sie betreut einen pfiffigen Erstklässler, der ihr immer die Legowelt erklärt.

Ja, aber verd….. nochmal, was macht sie denn nicht vor 13.00 Uhr? – Sie isst nicht. Damit soll wenigstens einmal am Tag ein Intervall von mindestens 12 Stunden entstehen, in dem die Futterluke nicht gefüllt wird. – (Kaffee ist aber erlaubt.)

Doch um 10.00 Uhr nimmt sie ihr Medikament und die Nahrungsergänzungsstoffe wie Curcuma, Magnesium und Hyaluron Forte – und jede Pille oder jedes Dragee mit einem halben Löffel Joghurt – das ist ja schon fast eine KOMPLETTE MAHLZEIT. Und jetzt ist noch die kleine rosa Pille dazu gekommen, die meinen Blutdruck wieder in die Schranken weisen soll.

Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.
Heinrich Heine (1797 – 1856)


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Wäre ich ein Mann, dann …

… gingen mir Gesundheitsfragen langsam auf den Sack!

Ich bin aber keiner und überlege ernsthaft, wohin sie MIR gehen.

Der vorletzte Augenarzt, der so grob bei seiner Untersuchung war hat ja eine Überweisung zum Internisten / Kardiologen ausgestellt, weil er der Meinung war, die Blutgefäße im Innenauge weisen auf einen zu hohen Blutdruck hin.

Damals habe ich noch gelacht und (fast) gestritten – doch da war ich noch uninformiert.

In der Kardiologie holte ich mir das 24-Stunden-Blutdruckmessgerät ab, bekam es angelegt – und die erste Messung war 180 zu ?? – das glaubte ich natürlich nicht und hielt es für einen Messfehler. Das Gerät quetschte bis 22.00 Uhr im 15-Minuten-Takt meinen linken Oberarm zusammen und speicherte Werte ab. Misslang die Messung, dann erfolgte nach wenigen Minuten eine neue.

Langsam kam ich ins Grübeln, ob der Augenarzt etwa doch Recht hatte mit seiner Beobachtung.

Ich konnte mich erinnern, dass irgendwo bei mir ein Blutdruckmessgerät herumliegen muss, das noch von meiner Mutter stammt. Es muss also schon einige Jahre auf dem Buckel haben. – Ich fand es sogar, wechselte die Batterien und es tat, was es sollte – messen. Was es nicht sollte, war: mich zu erschrecken. Da las ich erst einmal nach, wie die Einstufungen der Messwerte sind. Ich dachte, bei „betagten Damen“ sind 160 als systolischer Wert vollkommen unbedenklich – doch das war wieder mal ein Irrtum.

Einfallsreich, wie ich manchmal bin, schob ich die zu hohen Werte auf das manuelle Aufpumpen der Manschette – vielleicht ist das schon zu viel Anstrengung.

 

Als die Werte auch nach längerer Ruhezeit eher stiegen als sanken, guckte ich mir diese Fotos an und dachte: „Irgend etwas hier drauf ist zu viel!“

Und wehe, es sagt jetzt jemand: Die rote Tasse mit dem schwarzen Kaffee ist zu viel. – Ich widerspreche vehement und sage: Der Aufblasmechanismus ist zu viel.

Bei meinen netten Nachbarn machte ich Kontrollmessungen und die fielen eher noch schlechter aus als meine. Langsam klingelten meine Alarmglocken.

R.S. wusste, dass es gerade beim blauen A-Discounter ein Blutdruckmessgerät für 15,00 € gibt. Kurz überlegt und entschieden, dass mir meine Gesundheit dieses Geld wert sein muss.

Es arbeitet nach dem Ampelprinzip. Um die rote Ampel bin ich gerade noch drumrum gekommen – aber orange war sie schon, so ein Sch…ittt.

Was aber ganz toll ist an dem Gerät: Ich habe einen neuen Mitbewohner, der bei der Messung mit mir spricht. Er liest mir die Werte vor, so dass ich gar nicht aufs Display gucken muss.

Ich stellte schnell noch Datum und Zeit ein und überredete ihn zur europäischen Zeitmessung.

Mitzi, vielleicht wird es jetzt doch langsam Zeit, die Rede vorzubereiten.

Und dann kam der rote Freitag (8.2.). Die Messungen vom Vortag dümpelten so bei 170 rum und mein Gesicht wurde immer verängstigter. Fast gleich nach dem Aufstehen, ohne Anstrengungen und ohne Kaffee, kam das hier:

Der Pfeil zeigte auf „Bluthochdruck“, das Display färbte sich rot und mein Gesicht ??? Vielleicht grün. Ich rief bei meinem Hausarzt an und durfte ohne Termin gleich und sofort kommen. Das EKG zeigte keine Auffälligkeiten.

Ich bekam die Auflage, dreimal täglich zu messen, zu protokollieren und eine blutdrucksenkende Tablette zu nehmen. In Kürze macht er ein großes Blutbild, um zu wissen, ob es an einer akuten Ursache liegt.

Wenn das so weiter geht, überhole ich meine Mutter, ohne sie einzuholen. Dieser idiotische Spruch stammt von Walter Ulbricht. – Zum Glück war er dann bei der dritten Messung am Tag und nach der ersten Tablette wieder etwas niedriger.

Wenn es an diesem Tag nur solche Ereignisse, Schlaganfall- oder Herzinfarktängste gegeben hätte, wäre es zum Verzweifeln gewesen.

Doch dann kam eine WhatsApp-Nachricht, die mich sehr gefreut hat.

Und dann kam noch ein dicker Briefumschlag von einer Blogfreundin, der mich schmunzeln und freuen ließ. Seht selbst:

 


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Errare humanum est

Jetzt will ich nicht mit meiner nicht genossenen humanistischen Bildung protzen, sondern einfach einen Lebensirrtum zugeben.

Bis 2015 lebte ich ca. 7 km von hier entfernt in einem Haus, das ursprünglich unter die Gepflogenheiten des sozialen Wohnungsbaus fiel und für den Bezug einer Wohnung war ein sogenannter Wohnberechtigungsschein notwendig.

Bis auf eine vom Hauseigentümer sehr bevorzugte widerliche Person war das Klima sehr angenehm bis angenehm. Na gut, ab und an gab es nächtliche Musikorgien oder ähnliches, vor dessen Auswirkungen mich immer meine nicht so gut funktionierenden Ohren behüteten. Es muss ja auch mal ein Vorteil sein, schlecht zu hören.

Aber im großen und ganzen waren die meisten Leute lieb. Nur das mit dem Müll war so ein Kreuz – ich wusste gar nicht, dass man sich bei dessen Entsorgung derartig blöd anstellen kann.

********

Na gut – im September 2015 zog ich um. Es war ein ziemlich großes Wohngebiet mit über 20 Wohnhäusern, die minimal 5 und maximal 8 Etagen haben – auf jeder Etage sind drei Wohnungen. – Da kommen schon so einige Leute zusammen.

Das Besondere an diesem Wohngebiet ist, dass die Bewohner zu einem großen Teil auch Eigentümer der Wohnungen sind. Wenige davon sind vermietet – wie z.B. an mich. Aber da es in der Familie bleibt, sehe ich mich als halbe Eigentümerin – zumindest von der Verantwortung her.

Dementsprechend bin ich mit hohen Erwartungen an das Wohnniveau hierher gezogen. Wenn ich so richtig überlege, hat sich nicht eine einzige davon erfüllt.

Im Müll landen Flaschen, die in die nahe aufgestellten Glascontainer gehörten. – Von den großen Kartons, die nicht auseinander oder zusammen gefaltet werden, sind die Papiercontainer ganz schnell voll. – Möbelteile und Elektroschrott gehören auch nicht in die Mülltonnen – aber da müsste man ja zum Recyclinghof fahren. Sicher haben viele – wie auch ich jetzt – kein Auto mehr, doch ich denke, da würde sich immer eine helfende Person finden.

Heizung und Lüften – für mich ein sehr sensibles Thema, über das ich mir besonders Gedanken gemacht habe. So wie auch der Kaltwasserverbrauch, werden die verbrauchten kcal zum Betreiben der Heizungen nicht individuell über eigene Zähler abgerechnet und bezahlt, sondern von der Allgemeinheit – also von allen Bewohnern, egal ob Eigentümer oder Mieter. Das einzige Kriterium ist die Quadratmeterzahl der Wohnung. – Mir wurde gesagt, dass Wohnungen mit mehr Außenwänden oder Dachgeschosswohnungen – beide Kriterien treffen auf meine Wohnung zu – einen Rabatt bekommen. Doch darum geht es mir nicht.

Ich las jetzt kürzlich folgenden witzigen Spruch:

Die Küche ist winzig, aber bei der hohen Miete werden Sie nur selten kochen.

Gut, dass mit der hohen Miete trifft bei Eigentumswohnungen wohl nicht zu – aber winzig ist die Küche dennoch, aber gekocht wird viel. Was ist die Folge: Wrasenentwicklung in der Küche. Und was machen sehr, sehr viele: Sie klappen oft, lange oder immer trotz kalter bis sehr kalter Temperatur die Fenster in der Küche und im Bad an, so dass über den ca. 15 cm breiten Spalt ununterbrochen kalte Luft in die Küche und die Wohnung strömt.

Macht ja nichts – die Heizkörper gleichen es ja wieder aus!!!

Ich habe mal ausgiebig Küchenfenster und Badfenster der anderen Wohnungen beäugt – es gibt bei den Küchenfenstern, die ich gesehen habe, NICHT EIN EINZIGES, wo das Fensterbrett frei ist und eine richtige Öffnung des Fensterflügels zuließe – auch bei mir nicht. In den anderen Zimmern sieht es ähnlich aus – ich glaube, ich habe kaum mal ein richtig offenes Fenster gesehen – im Sommer natürlich ja.

So oder so ähnlich sah es auf dem Küchenfensterbrett bis vor kurzem bei mir aus:

oder so

Ich habe mir ein Herz gefasst, einiges um- oder weggeräumt und jetzt muss ich nur noch eine Obstschale herunter nehmen, wenn ich das Küchenfenster aufmachen möchte. Wenn ich mich so umgucke in meiner Umgebung, bin ich die erste und einzige mit dieser bahnbrechenden Lüftungsmethode. – Die flachen Sachen stören nicht, ich kann die Waage gleich auf dem Fensterbrett nutzen und die angeklemmte Lampe begrenzt die Öffnung, so dass der rote Übertopf für Obst geschützt ist.

Es gibt jetzt einige nicht 100pro-günstige Standorte für Küchenutensilien, aber daran werde ich mich gewöhnen.

Der Obsttopf im Regal muntert die Umgebung ein wenig auf und die Waage im Flur ist nach kurzer Standzeit dann doch auf ein Fensterbrett gewandert – in meinem Zimmer. Zwei Waagen in der Küche ist wie Reichtumsalarm.

Das gleiche mit den vollgestellten Fensterbrettern ist auch in den Zimmern zu beobachten. – Das mit der Querlüftung mache ich ja jetzt schon einige Tage – und seitdem habe ich keine Wasserränder mehr am unteren Rand der Scheiben – vielleicht bisher doch zu wenig gelüftet und dem Schimmel Vorschub geleistet. – Das „Lüftungsfenster-Fensterbrett“ sieht jetzt richtig kahl und nackt aus.

Dafür ist das zum Balkon hin um so voller geworden – aber da ist ja die Balkontür daneben, die frische Luft herein lässt.

Über das eigentliche Hausklima werde ich lieber schweigen – nur soviel, ich sehne mich öfter mal – in dieser Beziehung – in meine alte Wohnung zurück.

Worüber könnte ICH mich aufregen:

  • Hundegebell
  • Papageiengekrächz
  • Raucher im Haus oder im Fahrstuhl

Worüber rege ich mich auf: Siehe die vorhergehenden Zeilen.

Worüber regen sich andere auf: über Kinder in jeglicher Art und Auftrittsweise, denn Kinder haben hier kaum eine Lobby, weder auf dem Spielplatz noch in der Wohnung. Und der nächste Aufregegrund: Ausländer, da kann man schimpfen wie ein Rohrspatz, auch wenn sie sich nicht schlechter benehmen als Einheimische.

Zum Schluss ein LÜFTUNGSFOTO mit Waage und Spiegelung