Claras Allerleiweltsgedanken


24 Kommentare

Zufriedenheitsrechnung

Stellt euch eine Frau oder einen Mann vor – so ca. in der Mitte seines oder ihres Lebens. Ab und an zieht jeder mal über sein Leben Resümee.

Ich teile das Leben mit seiner Zufriedenheit in sieben Bereiche ein, da die 7 eine meiner Lieblingszahlen ist. – Die Bereiche ordne ich nach dem Alphabet, damit keine falschen Irrtümer aufkommen.

Berufsleben

Ehepartner/in bzw. Partnerschaft

Familienleben (außer Partner), Kinder, Tiere, Haushalt

Finanzielle Verhältnisse

Freizeit (auch Urlaub u.a.)

Gesundheitszustand

Wohnverhältnisse

Wenn wir von 100 % Gesamtsumme ausgehen, dann würde bei vollkommener Gleichwertigkeit aller Punkte jeder Stichpunkt 14,3 % ausmachen. Kein Punkt darf höher bewertet werden.
Wie viele Abstriche sind möglich, um immer noch ein sehr zufriedenes, ein zufriedenes oder ein wenig zufriedenes Leben zu führen?
Kommt jemand – auch wenn ein Punkt ganz und gar unbefriedigend ist – dennoch auf ca. 80%, ist dann das Glas halb voll oder halb leer?

Schwierig wird die Berechnung bei Leuten wie mir, die nicht mehr im Berufsleben stehen und auch keine Partnerschaft haben. Ich habe diese Punkte für mich einfach gestrichen und habe dann die anderen mit jeweils 20% angesetzt.

Ich werde weder mein Resultat hier „verhandeln“ noch weitere Worte machen.

Stattdessen will ich noch einiges zeigen vom 29. September, an dem ich einen total ungeplanten „Oma-Einsatz“ hatte. Solche Tage mit dem gemütlichen Essen am Ende erhöhen meine Zufriedenheitsbilanz gewaltig, denn ich freue mich sehr, wenn ich anderen helfen kann.

Ist er denn nicht wonnig, unser kleiner „Joghurt-Kämpfer“?

Mit den Videos hat es nicht so geklappt, wie ich es wollte. – Zuerst hatte ich sie gleich vom Handy in die Mediathek eingepflegt – aber da waren sie zu schlecht. – Als ich dann den Umweg über YT gegangen bin, hätte ich sie drehen müssen, denn sie waren im Hochformat aufgenommen und werden hier z.T. im Querformat abgespielt. – Kleine Fitnesseinlage für euch, wenn ihr den Kopf schräg halten müsst, um was zu sehen.

Das erste Video erinnert mich an Anna – die konnte so supergut hangeln. Wenn „vom Affen abstammen“ ein Kompliment sein kann, dann konnte ich es ihr machen. – Aber ich habe die beiden hier auch gelobt.

Was der Große macht, will der Kleine natürlich auch können, beachtet aber nicht immer, dass er 4 Jahre jünger ist. –

Das erste war im richtigen Format, das zweite falsch – mal sehen, wie das dritte und letzte wird. – Es ist zwar im richtigen Format, aber dennoch ist oben die Hälfte „im Nebel“. Deswegen höre ich jetzt auf.

 

Advertisements


59 Kommentare

Vieles wird dünner, nur ich werd‘ es nicht

Keine Angst, es geht jetzt nicht um das Display meiner Waage, dessen angezeigte Zahl mir nicht so richtig gefällt – es geht um Plastik. Sogar ich habe in den vielen Jahren gelernt, dass der Ostbegriff „Plaste (und Elaste aus Schkopau)“ nicht mehr up to date ist. Ihr denkt, ich ver…gackeier euch. Google mit seiner Bildersammlung zeigt, dass ich recht habe 🙂

Vor kurzem musste ich mir für mein Smartphone einen neuen Akku kaufen – ausnahmsweise mal nicht online, sondern direkt. Ich war schockiert über den Verpackungswahnsinn – wie viele Plastikteile diesen Akku schützten und sichtbar sein ließen. Ich habe es fotografiert und will es euch nicht vorenthalten. – Wie auf dem ersten Foto zu sehen, so hing er im Regal. Und Schritt für Schritt wurden es fünf Teile – na gut, der Akku und eine Umhüllung müssen sein – doch dann hätte sich die Industrie bremsen können.

Doch das ist nur das Vorgeplänkel. – In meiner Seele wohnen ja immer zwei, nicht nur, wenn es um Plastik geht. An vielen Stellen in der Lebensmittelindustrie kann ich mir kaum etwas anderes vorstellen. – Ich versuche jedoch, so wenig Tüten wie möglich mitzunehmen. Fast alles Obst kaufe ich zum Unwillen der Verkäuferinnen an der Kasse einzeln – aber bei vier Äpfeln und zwei Pampelmusen finde ich das eine zumutbare Belastung.

Mir geht es um Getränkeflaschen – natürlich die aus Plastik. Ich muss meinen oft sehr schweren Einkaufstrolley ja vom Fahrstuhl noch 8 Stufen nach oben hieven – das ist manchmal schon fast unmöglich. Wenn ich mir vorstelle, alle meine Flaschen wären aus Glas, ginge das wohl gar nicht mehr. – Ich verdünne alle gekauften Säfte 1:2 mit Wasser aus der Leitung – nicht nur, um weniger Flaschen zu verbrauchen, auch um weniger Kalorien geht es mir.

Doch jetzt ganz konkret zu den 1/2-Liter-Flaschen – egal, was für Getränke drin sind.

Ist euch auch aufgefallen, dass diese Flaschen in letzter Zeit viel dünner, viel instabiler sind als noch vor längerer Zeit? Ich bin ja beim Flaschentrinken immer eine „Saugerin“ – und das bedeutet für mich, wenn sich die beiden gegenüberliegenden Flaschenwände fast berühren, muss ich aufhören und Luft in die Flasche lassen.

Das spart bei den vielen Millionen Flaschen, die jährlich produziert werden, bestimmt viele Tonnen Plastikrohstoff. Das finde ich gut, muss nur jetzt besser auf die Flaschen achtgeben, denn ich habe Angst, dass sie im Einkaufstrolley schnell verletzt werden können.

Was mir aber viel weniger gefällt – zunehmend wird Gemüse, was ich bis vor kurzem noch einzeln kaufen konnte, beim Discounter eingeschweißt oder anderweitig mit Plastik umhüllt. Beispiel: Porree – Und der allergrößte schlechte Witz ist, dass dieses Gemüse oft unter dem Siegel von „Bio“ verkauft wird.

In meiner Nähe gibt es außer den sehr teuren Wochenmärkten keine anderen Einkaufsmöglichkeiten als Discounter. Wir sch… uns unsere Welt wirklich selber zu.

**********

Jetzt zeige ich euch kurz, warum ICH nicht dünner werde. Ich habe gerade wieder so einen leckeren Schokokuchen gebacken – dieses Mal ganz anders. – Die erste Variante fand ich besser und werde sie anders abwandeln als die mit den Mandarinen.

 


28 Kommentare

Bär-Li kommt ins Haus Himmelhoch

Wusstet ihr alle schon, dass wir hier unter uns eine „Schlange“ haben – natürlich keine echte – und außerdem eine sehr kluge und vor allem unheimlich freundliche. Mich bedenkt sie öfters mit einem „Wackelbild“ – als letztes mit diesem hier:

Ob das jetzt geklappt hat, werde ich erst sehen, wenn der Artikel erscheint – es soll ein lila Bär sein, der Schlagzeug spielt. (Man muss auf die Grafik tippen und dann sagen: Grafik anzeigen, dann spielt er)

Mein Herz flog ihm sofort zu – und nachdem sie – die liebe Mallybeau – ihn für mich in der virtuellen Welt gefunden hat, musste ich nur noch einen anderen Anbieter finden, um den Preis ein wenig runterzuhandeln.

Und schon nach zwei Tagen war er da. Er war an seine Behausung gefesselt. so dass ich ihn mühsam mit einer großen Schere losschneiden musste. – Mir kam durch seine Regenbogenverpackung der (freudige) Gedanke, dass er vielleicht schwul ist. – Da wir so etwas noch nicht in unserer Familie haben, wäre das doch mal eine willkommene Abwechslung.

 

Gleich und sofort schmuste er sich in mein Herz hinein. Als erstes richtete ich seine Stehhaare auf – das musste sein. Dann kitzelte ich ihn an seinen Fußsohlen, aber das hat er gut weggesteckt – ich würde ganz laut lachen und heftigst zappeln. – Doch als ich ihn am Bauch krabbelte, da fing er an zu lachen. – Muss ich den nicht mit seinem lila Nasenherz einfach in mein Herz lassen?

 

Als ich ihn genügend gekitzelt und er ausreichend gelacht hatte, konnten wir uns wichtigeren Problemen zuwenden. Da ja bei mir schon eine große Bärenfamilie wohnt, die alle über einen längst von mir vergessenen Namen verfügen, musste der Neuling auch einen bekommen. Spontan kam es zu Bär-Li, was fast selbsterklärend ist. Das „Li“ bezieht sich nicht nur auf die Farbe, sondern auch auf die (wahrscheinliche) Herkunft. Bei diesem Preis ist er sicher in China gefertigt – und er soll sich an seine Heimat erinnern können.

Ich befürchtete, dass es nicht ganz so einfach werden wird, einen „Ausländer“, der so absolut anders aussieht, zu integrieren.

Der erste Versuch schlug so gründlich fehl, dass ich sehr entsetzt war über meine Bären – ich dachte immer, ich hätte sie weltoffen und MenschenBärenfreundlich aufgezogen. Doch dem war nicht so – sie stänkerten, dass es keine wahre Freude war. Sie wollten einfach keinen Bären mit einer anderen Hautfarbe unter sich dulden und drängten ihn an den Rand – So weit an den Rand, dass er beinahe von Bord vom Regal gefallen wäre. Sie faselten was von einer Partei, die sie gegründet hätten und in die er nicht passt. Ich: „Was für eine Partei?“ – „Die AfB!“ Ich: „???“ „Die Alternative für Bären!“

Da sah ich sofort rot oder lila oder grün – aber nicht braun, wie von ihnen das Fell war. Ich kürzte ihnen die Leckerliportionen, bis sie wieder zur Vernunft kamen.

 

Ich verwies auf den kleinen Holzbären, der ja auch anders als sie wäre – und den hätten sie aufgenommen. – Ihre Begründung: „Der ist wenigstens braun!“ hat mich so vor Wut zittern lassen, dass das Foto gleich unscharf wurde.

In der Zwischenzeit zog Bär-Li erst einmal zu dem Krokodil, von dem er herzlich begrüßt wurde. – Aber das Ziel ist natürlich, dass er in seine Bärenhorde umzieht.

 

Eine Medaille hat ja immer zwei Seiten – ich hatte ganz leicht das Gefühl, dass sich Bär-Li als etwas Besseres fühlte, gerade, weil er so anders aussah. Und das wollte ich auch nicht. Deswegen bekommt er zu Weihnachten von mir etwas geschenkt, damit er sich endgültig mit dem braunen Fell seiner Artgenossen aussöhnt.

Als ich mir dann die Verpackung genauer ansah, musste ich gleich an die liebe Anna denken, die jetzt schon eine echte junge Dame geworden ist und sicher nicht mehr mit Kuscheltieren spielen möchte, sondern mit … da schweigt des Sängers Höflichkeit.

 

 


34 Kommentare

Söhne sind nicht nur zum liebhaben gut …

… sie müssen manchmal auch hart arbeiten.

Für den jetzt folgenden „Arbeitseinsatz bei Muttern“ hat sich der Sohn einen der letzten Samstage ausgesucht, denn am Sonntag darf hier niemand zu laut husten, sonst könnte es schon Beschwerden geben. Manche von euch kennen noch den Begriff „NAW-Einsatz“, die anderen sollen googeln, wenn sie es wissen wollen.

Die DHL bestätigte, dass die richtigen Filter an diesem Samstag kommen – und das machten sie auch. Die sind so einfach anzubringen, das konnte sogar ich. (Was bitte ist daran 25,00 € wert? – Offenbar nur, dass sie für AEG bestimmt sind.)

Auf dem Plan standen die Befestigung der Leiste, die mir auf den Kopf bzw. ins Gesicht gefallen war, und das Anbringen der neuen Dunstabzugshaube. Wir dachten alle beide, dass nichts davon ein Problem werden könnte – doch:

Es irrt der Mensch, so lang er lebt.

Zuerst die Leiste – sie will und will nicht halten – er biegt die Befestigungsklammern auseinander, er „spricht“ mit der Leiste – am Ende haut er (wütend) einen längeren Nagel in das Ende, damit sie nicht mehr auf die Mutter fallen kann.

Doch jetzt zum Dunstabzugsprojekt. Ich arbeitete schon vor und löste, was zu lösen ging, und schraubte Schrauben heraus, die nicht gerätetragend waren.

Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih, so verdreckt wird die neue in paar Jahren auch aussehen. Diese Stellen hätte ich nie und nimmer putzen können, sie waren verdeckt.

 

Als der Sohn die alte herausgehoben hat,

guckte zumindest ich seeeeeeeeeeehr irritiert. Warum? Ich hatte irgendwie noch einen Schrankboden erwartet oder erhofft, denn ich hatte die Einbauanleitung gelesen. Dort stand, dass man in den Schrankboden mit einer Stichsäge die entsprechende Öffnung sägen soll.

Als zweite Befestigungsart wurde angeboten, dass man den Zwischenboden des Schranks nimmt und die Haube dort anschraubt oder anhängt. Das ging bei mir nur bedingt, da der Zwischenboden schon für den Abluftschlauch der alten gelocht war und mit einer neuen notwendigen Aussparung zu instabil geworden wäre.

Aus den Seitenwänden der Haube kommen „Krallen“ heraus, die irgendwo aufliegen müssen, damit die Dunstabzugshaube nicht nach unten auf den schönen neuen teuren Herd knallt. – Als alles fertig war, sah das dann so aus. Der Sohn wollte es NICHT so lassen, weil er sich dafür „geschämt“ hat, wie das aussieht – doch ich habe ganz heftig widersprochen. – Falls mich jemand von euch mal besuchen kommt, dürft ihr nicht darum bitten, dass ich diese Schranktür öffne – versprochen??? Zumindest nicht dann, wenn er und Lennie auch da sind. 🙂  – Vielleicht hänge ich noch einen ROTEN Lappen davor.

Hätte es die Aufhängung der alten Haube nicht gegeben, wäre guter Rat noch teurer teuer gewesen. Als erstes fuhren wir zum Baumarkt, um eine entsprechende Leiste zu kaufen und eine vernünftige Säge, die mir beim Umzug abhanden gekommen sein muss. – Vor dem Baumarkt gab es eine tolle Imbissbude, die uns wirklich mit exzellenten Pommes und einem riesigen Stück Fleisch mit gebratenen Zwiebeln versorgte.

Dann sah es so aus (gesungen): „Einmal links, einmal rechts, wenn’s dann passt, dann wär’s nichts Schlecht’s.“

Tat es aber aus irgendwelchen Gründen nicht und ich – zum Glück nicht der Sohn – wurde immer unruhiger. Ihr müsst das nicht, denn wenn es nicht geklappt hätte, würde ich hier nicht berichten.

Mit der tollen Säge erstellte er noch zwei Stützhölzer – dann durfte musste ich immer eine Seite unterstützend halten und plötzlich war es geschafft: Sie hing, leuchtete und pustete bzw. saugte – geht doch!!!!

Es dauerte ein wenig, bis ich begriff, dass die blauen Ränder der Alufilter nur Plastikschutz ist – und ich pulte die Plastikumhüllung ab.

Ob ich das als „Umhüllungskunst“ verkaufen kann? Christo hat mit „Verhüllungskunst Tausende nach Berlin gelockt, vielleicht locke ich wenigstens zwei neue LeserInnen an.

Und wenn ich schon mal auf der Leiter bin, habe ich gleich noch oben alles mit Alufolie ausgelegt, denn die dreckigen Abdeckplatten mussten endlich in den Müll.

Jetzt ist lange genug über so einen unwichtigen Schwachsinn geplaudert – hier nur noch zwei Fotos vom Endstand. Dass das Ding Energielabel D hat, finde ich schwach – aber zum Glück koche ich ja nicht so viel. Dort, wo die zwei Pfeile sind, flattern zwei halbrunde Deckelchen, weil die Luft dort herausströmt. Man könnte auch ein Abluftrohr anschließen, dann kommt die „gereinigte Stinkeluft “ oben aus der Schrankwand raus.

 


40 Kommentare

Auszug – Umzug – Einzug … vor drei Jahren

Fast schon stundenaktuell muss dieser Post jetzt an das Licht der Bloggerwelt, auch wenn es den sonst gewohnten Zwei-Tages-Rhythmus unterbricht. – Als Folge müsst ihr einen Tag länger auf die (spannende) Berichterstattung vom Einbau der Dunstabzugshaube warten – eine machbare Aufgabe.

Am 23.09.2015 verließ ich meine 15 Jahre-lang vertraute Wohnung, packte vorher schon alles in ganz viele Kisten

regte mich mittelprächtig bis sehr über das teilweise sehr „unkonventionell“ arbeitende Umzugsunternehmen auf, die sich an viele der vorher schriftlich bestätigten Abmachungen nicht hielten und ganz besonders was gegen meine Schrankwand hatten. Ich konnte sie kaum motivieren, sie fertig aufzubauen, da ich blöderweise alles im Voraus bezahlt hatte.

Aber all dieser Zorn legte sich, als ich so nach und nach in meinem neuen Heim ankam und es wirklich von Woche zu Woche (vielleicht), aber von Monat zu Monat tatsächlich schöner und vollkommener wurde. Die unbedingt notwendigen Renovierungsarbeiten waren natürlich in der leeren Wohnung vorher von meinem Supersuperhandwerker D.K. erledigt worden.

Diese Tischgruppe und das Regal waren schon vor dem Umzug aufgebaut worden, so dass ich am Abend in aller Ruhe verschnaufen konnte. Der braune Eckschrank, von den Vorbesitzern hinterlassen, durfte sich bei mir noch einige Wochen ausruhen, bevor er verschenktverkauft und gegen eine zierlichere Glasvitrine ausgetauscht wurde.

Genug jetzt der sentimentalen Erinnerungen.

Heute hat bei mir auch eine Auszug-Umzug-Einzug-Aktion stattgefunden. Alle Sommersachen sind umgezogen – in eine Etage weiter oben oder in eine „Hinterhausschrankwohnung“ oder in das unbeliebte Souterrain. Dafür sind Herbst- und Wintersachen in greifbare Nähe geräumt worden. – Was da auf dem rechten Foto in mühevoller Kleinarbeit verpixelt sitzt, sollte heute und hier noch nicht auftreten.

Einige (drei) Bloggerinnen müssten Karten oder anderes erkennen, die sie an mich geschrieben haben. Viele davon habe ich aufgehoben und hingestellt.

 

 

 

Man sieht, ein Herrenschlafanzug und drei Untergarnituren würden noch in den Schrank passen, so ich denn will und so der Mitbewohner von großer Statur ist.


24 Kommentare

Clara war schon bei ihrer Geburt lila

Glaubt ihr nicht? Ich habe im Gegensatz zu Herrn Dr. Maaßen Beweise dafür.

Denkt ihr vielleicht, ich habe an Sauerstoffmangel gelitten und bin deswegen lila angelaufen? Alles falsch – ich wurde von einer lila Logistik geboren – und zwar in Deggendorf – und das lila hat auf mich abgefärbt. Das letztere ist die reine Wahrheit, das andere habe ich gerade erst vor einigen Tagen erfahren und ist vielleicht nur ganz wenig die Wahrheit.

Doch da ich anfangs nicht genau hingesehen habe bei der sehr kleinen Schrift, habe ich „lila Lounge“ gelesen, und das gefiel mir natürlich besser. Wiki schreibt über den Begriff Lounge:

Als Lounge // bezeichnet man einen exklusiven Warte- oder Aufenthaltsraum für Reisende – vor allem in Flughäfen und Bahnhöfen. Auch in modernen, großen Sportstadien sind teilweise Lounges zu finden. Als Lounge oder Lobby werden auch Rezeptionsbereiche und Empfangsräume in Hotels bezeichnet.
„Für Reisende“ trifft zu, denn ich bin ca. acht Monate später Hals über Kopf von Bayern abgereist worden und hatte dann mein Bett im heimatlichen Görlitz stehen. – Das Sportstadium haben sowohl meine Mutter als auch ich ausgelassen, dort haben wir uns also nicht herumgetrieben.
************
Doch jetzt zum eigentlichen Sinn oder Nicht-Sinn des Artikels. Hier könnte die Zwischenüberschrift heißen:

Auch Amazone kann in die Irre führen – besonders mich

Aus unterschiedlichen Gründen beschloss ich, die uralte Dunstabzugshaube, die laut, dreckig und fast unwirksam ist,

gegen eine neue auszutauschen, die der Sohn dann montieren sollte. Da der Herd von AEG ist, wurde die passende ausziehbare Flachschirmhaube ausgewählt, weil ich mir sonst an allen anderen den Kopf beulig stoßen würde.

Ich sah beim großen A-Händler folgendes:

Da der Umluftbetrieb (Abluft geht nicht, da ich kein Loch zur Toilette durchschlagen möchte) nur mit zwei Kohleaktivfiltern funktioniert, bestelle ich natürlich gleich die Filter für schlappe 29,00 € und auch die (angeblich) notwendige Blende.

Und da kommen wir auch schon zu des Pudels Kern. Die Ware wird schnell geliefert – ich packe alles auf die Liege im kleinen Zimmer. Und??? der Filter will partout nicht auf die vorgesehenen Stutzen passen!!! Jeder Filter hat eine ca. 10 mm große runde Öffnung, die auf einen fast gleichgroßen Stutzen gesteckt werden müsste. Doch hier ist ein querliegender Stift der Kontaktpartner, aber viel zu groß. – Eben so finde ich keine Anbaumöglichkeit für die Edelstahlblende, da schon eine dran ist. Und dieses Blechteil hat fast 37,00 € gekostet.

So pfiffig, die Bestellnummern in der Produktbeschreibung und auf dem gelieferten Karton sofort zu vergleichen, darauf kam ich erst viel später. Erst einmal habe ich eine Mail mit genauer Schilderung der Probleme an den Versender geschickt.

Doch: Kundendienst ist auch nicht mehr das, was er mal war.

Anhand der vorliegenden Rechnung hätten sie m.M. nach erkennen müssen, dass die Filter die falschen sind und die Blende vollkommen überflüssig ist.

Doch was machen sie: Sie verweisen mich an den Kundendienst von AEG – dazu hatte ich aber Null Bock Lust. Ihre Reaktion fand ich sowohl unfreundlich bis fast schon unverschämt – denn ihnen hätte das Versehen viel eher auffallen müssen.

So sehen die richtigen Filter aus: Wenn ich sie mindestens einmal im Jahr tauschen muss, entstehen unvorhergesehene Folgekosten.

„Schlau“ wurden sie erst, als ich bei Amazone die Rücksendung anmeldete und in der Begründung schrieb, dass auf der Seite falsche Angebote stehen. Da haben sie sich bei mir bedankt und entschuldigt – warum nicht gleich so?
Für die Rücksendung einer 60 cm langen Leiste und eines kleinen dicken Päckchens für die Filter hatte ich natürlich keine Umverpackung. Aber Mädels aus dem Osten mussten schon immer mit Provisorien leben – also habe ich mir selbst eine gebastelt – und Lennie hat eifrig dabei mitgeholfen.
Und jetzt fehlt nur noch ein Foto von der eingebauten Dunstabzugshaube.
Da sich aber der Einbau so etwas von kompliziert gestaltete, so dass mein Sohn fast an die Grenzen seines handwerklichen Könnens kam, mache ich daraus einen neuen Artikel.
Fortsetzung am 24.09.


49 Kommentare

Zum letzten Mal Wannsee – und dann …

… nie wieder Wannsee.

Vor dem Tag mit mir vereinbart, dass ich gleich zur Öffnungszeit 10.00 Uhr an der Kasse stehe, um den Strandkorb auch richtig ausnutzen zu können.

Leider hatte Morpheus was dagegen und ließ mich erst kurz nach 10.-00 Uhr die Augen aufschlagen. – Gut, ich hatte schon alles vorbereitet, aber dennoch war ich erst einiges nach 12.00 Uhr dort.

5,50 € auf den Tisch gelegt und mitgeteilt bekommen, dass die Öffnungszeit um eine Stunde reduziert wurde – 18.00 Uhr müssen alle Besucher das Gelände verlassen haben.

In Richtung FKK-Strand gegangen und an der Strandkorbausleihe vorbeigekommen.

Die wollen wirklich und wahrhaftig 8,00 € für so einen Korb abkassieren – das war mir dann doch zu heftig. Für die halbe Zeit wollen sie immer noch 5,00 € haben. – Außerdem stellte ich fest, dass an dem sehr stark gefragten FKK-Strand fast alle Körbe schon belegt waren. – Also doch wieder die Handtuchvariante vorgezogen. –

Aus dieser tiefen Perspektive konnte ich viele Frauen unterhalb der Körpermitte bewundern. Das Bewundern der behaarten Oberkörper der Herren machte ich im Stehen und Gehen. So haben eben beide Geschlechter ihre Schokoladenseiten.

Apropos Schokolade – ich hoffe, dass keiner von denen innen auch nur halb so braun ist wie außen. – Aus langer Weile googelte ich meinen Standort und stellte fest, dass ich genau gegenüber des Hauses bin, in dem die unrühmliche „Wannseekonferenz“ stattfand, in der mehr oder weniger die „Endlösung für das jüdische Volk“ beschlossen wurde.

Warum mir dann – begünstigt durch die schnarrende Stimme bei den Durchsagen – der Parteien-Gaul… einfiel, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hat sein Vater, der Oberstleutnant bei der Schutzpolizei in Chemnitz war, nach Kriegsende die fünf Buchstaben „e i t e r“ günstig verscherbelt und dafür die drei teureren „a n d“ gekauft. – Jahrelang hat mich Politik überhaupt nicht interessiert und nicht gejuckt – und jetzt ist sie fast ununterbrochen in meinem Kopf.

Was ich sehr gewöhnungsbedürftig finde, ist die Art, wie man fast aus dem Bad gejagt wird. Immer wieder kommt die Lautsprecherdurchsage, dass man ab jetzt nicht mehr im Wasser sein darf und dann, dass man sich (gefälligst) zum Ausgang begeben soll. Und dort stauen sich dann die Massen an einem einzigen Drehkreuz, das immer nur eine Person aufnimmt.

Nein, das war wirklich mein letzter Besuch im Wannseebad.

Im Bus habe ich dann noch etwas Schönes erlebt. Ein älterer Herr steigt ein – zeigt dem eindeutig mit (sehr viel) Migrationshintergrund ausgestatteten Fahrer seine Fahrkarte und legt ihm einen großen prächtigen Apfel auf das Zahlbrett: „Und der ist für Sie“.

Das war das Schönste vom ganzen Tag.