Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich bin unsagbar wütend auf PHONAK

„Phonak“ ist nicht eine Gruppenbezeichnung, die sich aus Paula-Helma-Otto-Nora-Anton-Kotzbrocken zusammensetzt, sondern es ist ein Schweizer Hörgerätehersteller – einer, der zu den besseren zählt – obwohl gerade letzteres fange ich an anzuzweifeln – auf jeden Fall zählt er zu den hochpreisigeren.

Da ich aber schon seit mehr als 8 Jahren Phonakgeräte im Ohr trage, habe ich mich an den Klang gewöhnt. Es ist tatsächlich so, dass unterschiedliche Hersteller auch ein unterschiedliches Klangbild übermitteln können. Und ich war bisher immer zufrieden. Die Betonung liegt auf bisher.

Als ich die neuen ins Ohr gesetzt bekam, die ich immer noch nicht gekauft habe (Begründung kommt später), wollte ich natürlich, wie eigentlich üblich, auch die dazugehörige App benutzen. Diese PhonakApp auf dem Handy, das ich IMMER bei mir habe, würde die 165,00 € teure Fernbedienung überflüssig machen. Es ist nämlich mehr als unangenehm, hinter dem Ohr den Kipptaster zu suchen, um lauter oder leiser zu stellen oder das Programm zu wechseln. Die Hörgerätemikrofone sind so empfindlich, das es in meinen Ohren in diesem Fall raschelt wie bei einem Orkan. Deswegen ist eine externe Schaltung die weitaus angenehmere Version.

Aber Phonak sagte zur Verwendung der App: NEIN, Nein, nein und verbindet die Hörgeräte einfach nicht. Das vor drei Jahren gekaufte Galaxy S 7 – na gut, es war schon beim Kauf nicht mehr das allerneueste Modell – arbeitet mit der Androidversion 8, die sich auch nicht updaten lässt. Phonak ist so blasiert, mindestens Android 10 zu verlangen. Kurz auf dem Handyneukaufmarkt umgesehen – und da blieben im Grunde genommen nur die neueren Geräte. Und da ich seit meinem allerersten Handy, was noch gar kein Smartphone zur Internetbenutzung war, ein Samsunggerät benutze, bleibe ich in dieser Kategorie – als ich jünger war, war ich bei technischen Neuerungen flexibler – aber jetzt will ich nicht übertreiben.

Mein Sohn empfahl mir einen Händler, der sowohl online handelt, aber auch in Berlin eine Niederlassung hat. Sie ist zwar genau am anderen Ende meiner Wohnung – aber für den Kauf eines neuen Handys fahre ich schon mal eine Stunde hin und eine zurück.

Nach einigen Empfehlungen und kurzer Recherche entschied ich mich für das Samsung Galaxy S20 FE 5G. Im Mediamarkt begann der Kaufpreis mit einer 7 vorn – das missfiel mir sehr. – Auf der Website von CSV waren von dieser Sorte 7 im Angebot – das siebente ist jetzt weg, das habe nämlich ICH. Ich wunderte mich über die große Preisspanne, die mit 5 vorn anfing und mit 7 vorn aufhörte – ALLE hatten die gleichen technischen Parameter – nur die Farbgestaltung war eine andere. Dieses Mal habe ich meine Vorliebe für Farben hinten angestellt und mich lieber für die Schnapszahlenliebe entschieden. – Dieser Preis wurde dann allerdings durch die Gebühr fürs Einrichten erhöht – aber diesem Stress wollte ich mich nicht auch noch aussetzen.

Das, was ich bisher erneuern musste, hat mich schon genug Nerven gekostet. Wenn man schon extra googeln muss, um einen Weg zum Ausschalten zu finden, fand ich das schon crazy. Und das Übertragen meiner BankApp wollte und wollte …. nicht klappen – aber der Bankmitarbeiter war 23:57 Uhr sowohl entspannt als auch hilfreich. – So nach und nach glaube ich, dass ich mein Handy in einer Woche vollkommen im Griff habe. Ich zeige euch aber erst ein Foto, wenn es in seiner neuen Hülle ist.

Ich zeige euch mal den passenden Bildschirmhintergrund, den ich mir geladen habe.

Und jetzt zu den Hördremmeln, die ich in diesem Artikel schon adoptieren wollte.

Wann die „Störung“ angefangen hat, kann ich gar nicht genau sagen. Ich sitze auf der lauten Potsdamer Straße und spiele – mit dem Rücken zur Straße – mit meinen „Mädels“ Doppelkopf. Immer und immer wieder höre ich ein sehr lautes, aber undefinierbares Geräusch. Natürlich frage ich die anderen, da dieses Geräusch zwar nur wenige Sekunden anhält, aber in kurzen Abständen immer und immer wieder auftaucht. Ich würde es so beschreiben: „Ich bin in einem gleitenden Ballon und der Pilot gibt immer wieder Gas, damit der Ballon nicht zusammenfällt. Dieses Geräusch ist wirklich nicht zu überhören!!!“ Und das machen meine Hörgeräte. Anfangs verortete ich es nur im rechten Gerät – dieses, was auf sehr viel stärkere Leistung eingestellt ist, weil das Gehör dort besonders schlecht funktioniert.

Mir ist so, als wenn sich das Gerät von der Drosselung der lauten Straßengeräusche ab und an erholen muss und mir zeigen will, wie laut es wirklich wäre, wenn es Phonak Audeo Paradise 90 nicht gäbe.

Also meldete ich das beim nächsten Akustikerbesuch und dieser schickte das Gerät ein. Wie gut, dass es noch nicht gekauft ist, denn die ausgeführte Reparatur wäre fast an ein neues Gerät herangekommen. Außer den Mikrofonen wurden noch einige andere Dinge getauscht – bei allen war es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass die kaputt gegangen sind. Und genau so kam es dann auch: Die Störung war keinesfalls behoben – im Gegenteil – sie tritt jetzt auch im linken Gerät auf. Für mich ist es nur schwer nachzuweisen, da der Fehler nicht auf Knopfdruck auftritt.

Ob ich auf dem Balkon mit Straßenlärm sitze, ob ich im Bus oder neuerdings sogar in der U-Bahn fahre, ob ich an einer belebten Straßenkreuzung in „Ruhe“ mein Eis essen will: Die beiden Geräte fahren fast im Minutentakt ihre volle Lautstärke aus und das dauert jeweils bis zu 5 Sekunden.

Und jetzt bin ich gespannt, wie es weitergehen soll. Die App, die der eigentliche Kaufgrund für das Handy mit Android 11 war, macht auch ein wenig, was sie will. Ich hatte das Handy über Nacht vom Netz getrennt – und am Morgen musste ich die Hörgeräte wieder neu koppeln mit der App, was ein ganz klein wenig umständlich ist. –
So hatte ich eigentlich nicht gewettet. Und was noch unangenehm ist, wenn die Hörgeräte mit dem Smartphone verbunden sind: Immer, wenn eine Nachricht eingeht, setzt der Ton im Fernseher aus. Also sollte ich sicherheitshalber die Bluetoothverbindung beim Fernsehen unterbrechen. – Ob Phonak wirklich die besten sind, muss ich jetzt ganz intensiv nachdenken.