Claras Allerleiweltsgedanken


14 Kommentare

Modernes Mittelalter in Berlin-Mitte

Wenn frau bis 1985 dort in dieser Gegend mit viel Freude und Begeisterung gewohnt hat, bleibt ein gewisses Interesse erhalten, dort ab und an mal zu schauen, wie sich da was verändert hat.

Und ich stellte fest, dass ich schon sehr lange nicht mehr da gewesen sein muss, denn diese neuen Wohlstandshäuser sind mir bisher noch nicht begegnet. Sie sind gegenüber der Rückseite des Außenministeriums. Die vor den Häusern geparkten A-4-Ringe-Autos, Merc -die Zackensterne-Autos und andere Nobelkarossen ließen mich vermuten, dass hier eventuell die höheren Chargen der Staatsbediensteten wohnen, die, die durch die Diätenerhöhungen die regelmäßigen Spritkostenanstiege abdecken können.

Die Häuser sind alle nur eine Wohnung breit – wie in Mittelalterzeiten, als Baugrund auch so teuer war. Die inliegenden Treppen halten fit, denn laut Klingelschild wohnt fast immer nur eine Familie in solch einem Haus. Es kann aber auch sein, dass sie innen einen Mini-Paterzasternoster  haben.

Doch jetzt schaut selbst: Jedes Haus ist ganz betont anders als seine Nachbarn – andere Fassade, andere Fenster, andere Bewohner 🙂


14 Kommentare

Sogar Einheimische …

fotografieren hier immer noch

Die Architektur des Potsdamer Platzes hat schon ihre Reize – damit sage ich nicht, ob positive oder negative. Viel Glas, viel Stahl, wenig Fachwerk – zumindest nicht das im üblichen Sinne. – Im Fotoblog gibt es die Bilder auch.

1905 Architektur PP Collage


20 Kommentare

Großeltern reisen – Erfurt I

Gegen 15 Uhr kamen wir in der Jugendherberge Erfurt an. Dort erwarteten uns viele, viele ganz freundliche Erfurter Wunschomas, ein riesiges tolles Kuchenbuffet, phantasievoll geschmückte Tische und eine „Fahrgeld-Rückerstattung“, zumindest teilweise. Besonders über den Ostpfennig habe ich gelacht und mich erfreut – eben „alte Bekannte“. Eine der Wunschgroßmütter, der sogenannte „Kreativkopf“ der Truppe, hat ihre alte Sparbüchse geknackt. – Und der Nachtisch „Herz an Tasse“ war sehr wohlschmeckend.

1105 AW GED Begrüßung 71

Abends begaben sich die Nicht-Hexen zu den Hexen auf den Domplatz , denn es war ja schließlich Walpurgisnacht, leider eine verregnete. Diese brachte mir durch nasse Socken und Schuhe offensichtlich den Status „Hund von Baskerville“ ein. – Zum Glück ließ sich der „Scheiterhaufen“ nicht durch den Regen beeinflussen, sondern brannte lichterloh. –

1105 AW Walpurgisfeuer 77

Die Wartezeit bis dahin nutzten wir bei Glühwein (hä??? Ist doch kein Weihnachtsmarkt???) und der vielgelobten echten Thüringer Rostbratwurst.  Ihr seht, ich finde die nicht nur höllisch gut, sondern auch himmlisch – nomen est omen, Frau Himmel-hoch.

1105 AW Höllisch gut Grill 90

Die darauf folgende Nacht war weder ruhig noch erholsam – für Schnarchen kann keine, aber wenn es sogar mich stört, die ich grottenschwerhörig bin, muss es schon hörbar gewesen sein. Ohropax störte zu sehr, also ertrug ich.  – Die Betten und vor allem die Kopfkissen ließen mich die Nacht mit vielen Grübeleien zubringen, nicht mit Schlafen. – Um so „erfreuter“ war ich, dass die erste schon gegen 6.00 Uhr vernehmlich barfuß durchs Zimmer trampelte, weil wir ja schon 8.30 Uhr beim Frühstück sein mussten. Alle anderen folgten beim Aufstehen, nur ich blieb unausgeschlafen zurück. – Aber als ich dann gar noch um die Ohren gehauen bekam, dass ich 5 Minuten nach dem Löschen des Oberlichts angeblich  „mitten in der Nacht“ mit einer Taschenlampe durchs Zimmer „getobt“ sei, war mein Tag gemacht. In Wirklichkeit hatte ich mir aus meinem neben dem Bett stehenden Spind dicke Socken geholt, da ich eiskalte Füße hatte. Damit alles so leise wir möglich passieren kann, hat eine Taschenlampe suchen geholfen.

Doch jetzt zu angenehmeren Sachen, der Stadtbesichtigung. – Die Thüringer können sich wohl nicht so richtig entscheiden, ob sie mit

1105 AW Gas 89

oder mit

1105 AW Abgaz 81

fahren sollen und ob sie bei Pisa nun mitmachen sollen oder lieber nicht. Klug, wie sie sind, steigen sie auf Elektroautos um. Muss man die Autos dann sooooooo schrumpfen, wie es hier passiert ist?

1105 AW Ladestation Elektroauto Graffiti 84

Das vielleicht berühmteste Erfurter Cabrio ist so groß geblieben, aber das gibt es wie viele andere Fotos nur im Fotoblog zu sehen.

Die Erfurter haben wunderschön wiederhergestellte Architektur, wovon ich euch einiges zeigen will.

1105 AW Architektur 36

Alles wird dominiert von Dom und Severikirche.

1105 AW Dom Severikirche 95

Der Fluss, die Gera, ist nicht nur für die berühmte Krämerbrücke gut (Fotoblog), sondern auch für Blumenboote.

1105 AW Fluss Gera Blumenboot 45

Springbrunnen gibt es viele und auch schöne, ich zeige einen mit Hintergrund. Außerdem habe ich ihn noch ein wenig „aufgerichtet“, damit nicht das ganze Wasser aus der Schale laufen kann – so schräg stand er vorher.

1105 AW Brunnen 54

Toll fand ich, dass die Erfurter zum 1. Mai offen ihre Meinung bekundet haben.

1105 AW Nazis raus 48

Und wer jetzt noch „laufen“ kann,

der geht zum Fotoblog.


8 Kommentare

Durch die Stadt „gestriffen“

0605 Ehrenmal Bundeswehr

obwohl ich natürlich bei diesen Schattenmustern ohne weiteres „gestreift“ hätte schreiben können oder müssen. Fotografiert habe ich in der Nähe vom Anhalter Bahnhof auf der Bernburger Straße. Es ist das Ehrenmal der Bundeswehr – fast lag mir in den Fingern, „NVA“ zu schreiben.

Hätte es mich nicht architektonisch und durch seine wunderbaren Sonne-Schatten-Zeichnungen so positiv gereizt, es wäre hier sicher nicht in den Blog gekommen.

Größere Aufnahmen könnt ihr wie immer im Fotoblog sehen.

0605 Friedrich Ebert Stiftung

Hier, bei der Friedrich-Ebert-Stiftung war die Hauptansicht des Gebäudes nicht so interessant wie die Seiteneinblicke – zumindest für mich.


25 Kommentare

Brandenburg erkunden – Der geteilte Himmel …

kein Buch von Christa Wolf …

sondern eine Fensterinterpretation, auch mit geteilter Erde. Von Clara H.

********

2704 Himmel bearb

Der geteilte Himmel zeigte sich innerhalb der Architektur weniger sonnig als außerhalb.

2604 Der geteilte Himmel

Die geteilte Erde jedoch hatte außerhalb der Architektur mehr Gänseblümchen als innerhalb.

DSCI1460

Wenn nichts anderes hilft, musste ich eben den Boden ein wenig gießen und düngen, damit mehr Gänseblümchen wachsen.

*********

Auf der anderen Straßenseite lockte mich ein Kunst-Gebilde. Beim näheren Hinsehen entpuppte es sich als Denkmal. Ein politisches Denkmal. Ein (typisches) DDR-Denkmal, denn es hat mit dem unsäglichen 17. Juni 1953 zu tun. – Wenn man die Geschichte des Denkmals liest, weiß man genau, dass es nach 1989 hier hingestellt worden ist – denn zuvor gab es SOLCHE Denkmale (oder -mäler?) nicht.

Sieben Männer werden verhaftet – und ihre Frauen sind klug, halten zusammen und erklären kategorisch, dass sie erst wieder arbeiten, wenn ihre Männer freigelassen werden. Und sie haben es geschafft. Was hier was symboliseren soll, das könnt ihr euch selbst rausklamüsern – ich mache keine Kunstführung.

2604 Widerstandsdenkmal Teltow 64

Die Trompeten von Jericho werden es nicht sein – sollen es Blumen sein?

2604 Widerstandsdenkmal Teltow 63

Nicht vergessen – das ist KUNST!

Und so wird die Kunst zusammengehalten!

2604 Widerstandsdenkmal Teltow 72

Im Fotoblog könnt ihr u.a. sehen, mit wem ich meinen Himmel nicht mehr teile.