Claras Allerleiweltsgedanken


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Nachdenkliches aus der Nacht …

des Faschismus – „Zerstörte Vielfalt“

Mehr zufällig als beabsichtigt kam ich zu der oben genannten Straßenausstellung , die vor dem Lustgarten aufgebaut war. Auf vielen, vielen Litfaßsäulen wurde den Betrachtern deutlich gemacht, welches kulturelle und geistige Potential durch die systematische Vernichtung der Juden einfach ausgelöscht wurde. Die Namen mit den dazugehörigen Gesichtern sprachen sehr ausdrucksstark zu den Betrachtern, die lesen und verstehen wollten und konnten … und nicht achtlos daran vorüber gingen.

1305 Nazizeit Ausstellung Collage 2

Könnt ihr euch noch an den Post über das neue Wertheim-Kaufhaus auf der Leipziger Straße erinnern? Spätestens gestern beim Kran-Ballett sind vielleicht Erinnerungen hochgekommen. Und hier ist der Gründer dieses Kaufhauses:

2504 Ausstellung 37

Wir sehen sie hier, die Wissenschaftler, Schriftsteller, Künstler, Dichter und Denker. Die Millionen „namenlosen“ Juden bekamen hier kein Foto auf einer Säule, aber ich glaube, jeder mit Herz und Verstand hatte auch diese im Kopf beim Lesen der Begleittexte. – Zum Glück zeigen viele Sterbedaten, dass diese Person das Grauen der Vernichtung überlebt hat. Durch Intuition oder Beziehung konnten einige Deutschland noch zeitig genug verlassen.

1305 Nazizeit Ausstellung Collage

Im Fotoblog gibt es die Fotos einzeln.

Diesen Post schreibe ich u.a. für diese und jene, bei denen in Bezug auf mich der Ausdruck „Gestörte Vielfalt“ zutrifft. Weil ich mal hier und da  Stellung bezogen, Fraktur geredet und Ehrlichkeit eingefordert habe, wurde ich aus Lese- und Kommentarlisten gestrichen.  Ich merke immer wieder: Gunst kann in Bloggershausen sehr schnell vergeben, aber auch sehr schnell wieder entzogen werden.   – Wenn ich mich unschuldig fühle, kann ich stur sein und „Neuanfänge“ ignorieren.


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Kunst kommt nicht allein von Können …

sondern auch noch von „Wolle-n“ …

was ich euch hier mit den LilaWollObjekten gleich beweisen werde. – Gekauft hätte ich sie nicht – vielleicht, wenn ich eine große Weide mein eigen nennen täte – aber ein kleines Foto war genehm. – Ich mit meinem ungeheuerlichen Tier-Identifizierungs-Können würde mich nie und nimmer mehr auf eine Art, Rasse oder Bezeichnung festlegen – außer das mit der eierlegenden Wollmilchsau oder wie die hieß 🙂

1804 Schafe lila

Aber das soll jetzt nicht das einzige „Kunst“beispiel bleiben.

Ende vorigen Jahres war in einem stillgelegten U-Bahnhof eine Fotoausstellung von Karl Lagerfeld. Wirklich – ganz, ganz exzellente Fotos waren dort zu sehen. Das Aufsichtspersonal meinte, ich (und alle anderen) dürfen fotografieren und ich darf auch zeigen, ein wenig nur.

1804 VerwachsenKann man „verwachsen“ nicht auch so positiv ausdrücken? – Oft ist es ja die Bezeichnung für eine deutliche körperliche Behinderung. – Da die Bedingungen zum Fotografieren nicht gerade günstig waren – die Fotos hingen drei-etagig – kann ich nichts für die Verzerrungen.

Und dann hat der Herr Lagerfeld mit den Pixeln auf seine ganz besondere Art gespielt – die Bilder oder besser Kunstwerke wurden immer grobkörniger, immer pixliger – aber nicht hässlicher deswegen. Vor ein Portrait einer bekannten Person habe ich mich gestellt, damit der Glanz auch ein wenig auf mich abfärbe – dieses Mal auch kein pinkiger Glanz!

Dieser Link gibt Auskunft über die Ausstellung, aber die Dame habe ich nicht gefunden. – Die Ausstellung war dem Chanel-Jacket gewidmet und zeigte es auf jedem Foto – aber immer anders.

http://www.lomography.de/magazine/news/2012/11/25/the-little-black-jacket-eine-fotoausstellung-von-karl-lagerfeld-in-berlin

1804 Clara Fotoausstellung Lagerfeld

Ja, was gibt es denn sonst noch für Kunst? – ??? – Die, wo alle Leute sagen: „Und was soll das sein?“ Die zeige ich im Fotoblog.

Und auch noch ein wenig Monumentalkunst.

Und jetzt zeige ich noch ein Beispiel, das man nicht Kunst nennen darf, sondern als  „Idiotie“ und „Hirnlosigkeit“ bezeichnen sollte. – Wer solche Schaufensterspinnen absichtlich produziert, sollte mit Fensterputzen in allen Bloggerwohnungen bestraft werden – auf jeden Fall in meiner!

1804 Entartete Kunst


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Afrika – plastisch in Stein gehauen

Natürlich nicht Afrika, aber von afrikanischen Bildhauern einige Skulpturen – eine Verkaufsausstellung in Berlin auf der Friedrichstraße, allerdings nicht gestern und vorgestern, sondern schon vor einiger Zeit. Es waren wunderschöne Skulpturen und Plastiken – doch zu einem Preis, dass ich denke, niemand hier aus der Bloggergemeinde hätte eine gekauft. Aber zeigen will ich euch doch welche. Für den Fotoblog habe ich zwei davon ausgesucht.

Da die Umgebung bzw. der Hintergrund recht unruhig war, habe ich ihn durch weiß ersetzt, damit nur die Plastik selbst wirken kann.

Besonders die Verschiedenartigkeit des Steins kam gut zur Geltung – die „Lebendigkeit“ durch Augen und Nase hat mir gefallen.

Diese Plastik stand im Foyer des Restaurants im Erdgeschoss und sollte die Vorübergehenden animieren, ins Obergeschoss zu steigen und sich die Ausstellung anzusehen.

Ich finde diesen Raubvogelkopf beeindruckend stark.

Hier gefällt mir besonders die Farbe des Halbedelsteins.

Ein Stierkopf mit gewaltigen Hörnern – aber nicht als echter Kopf, sondern in Stein gehauen!