Claras Allerleiweltsgedanken


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Pack die Badehose ein … 1

… nimm das dicke Raucherbein … interessant war für mich hier im Video, dass einiges davon auch heute noch so ist. Nur eines war für uns besser – es waren nicht so unendlich viele Leute am Strand und im Wasser – das verhindern sicher die hohen Eintrittspreise

Anbaden – Zwischenbaden – Abbaden …

… so könnte ich meinen Artikel auch nennen. Durch einen Zufall kam ich in den Genuss, die immer noch sehr warmen Tage mehrmals kostenlos im Strandbad verbringen zu dürfen. Eine Bekannte hatte eine fast unbenutzte 20er-Eintrittskarte geschenkt bekommen und wollte nicht allein im Sand rumliegen.

Obwohl seit 100 50 Jahren in Berlin, war ich noch nicht einmal an diesem geschichtsträchtigen Ort. Na gut, als Entschuldigung gilt, dass ich das erst seit 29 Jahren gekonnt und gedurft hätte.

Gleich beim ersten Besuch hatte ich das Gefühl, dass dieses Bad in den 12 Jahren des 1000jährigen Reiches eine (unrühmliche) Rolle gespielt haben müsste, denn der Baustil sah irgendwie führergemäß aus – in meinen Augen jedenfalls. Laut oberflächlicher Recherche war es aber nicht so. – Der große Strand mit herrlichem Sand und das saubere Wasser entschädigten mich für die hässlichen Bauten, die auch alle deutlich zeigten, dass sie mal gepflegt und ausgebessert werden wollen.

Beim ersten Besuch wurden wir kontrolliert, weil Glas, Porzellan, Messer und andere Sachen nicht gestattet sind. Ich musste meine Melonenstücke in eine Plastiktüte umfüllen. Vom Prinzip her finde ich es ok – doch die Biergefäße, die die Badegäste vom Kiosk brachten, sahen sehr nach Glas aus. Vielleicht hat man durch einen hohen Pfand sichergestellt, dass sie nicht als Scherben im Wasser landen.

Am letzten Badetag pustete ein kräftiger Wind das Wasser zu Wellen, den Sand in alle Ritzen und die Segelboote geschwind durch das Wasser. Eine Gruppe von Segel-Eleven kreuzten vor unseren Augen in ihren kleinen Optis = Optimisten. Ich musste gleich an meinen Sohn denken, der in diesem Segelboot seine langjährige Segel“karriere“ startete.

Der FKK-Bereich war sichtsicher abgeteilt. Solche strengen Regeln für das textilfreie Baden habe ich noch nirgendwo gelesen.

Die Wasserrutsche auf Bild 4 ist schon längere Zeit defekt. Leider – die vielen Kinder werden sie im Sommer sicher vermisst haben.

Die Wach- und Rettungsbrücke war immer besetzt – doch insgesamt erinnerte mich vieles vom Ton her mehr an eine Kaserne denn an ein Strandbad. Laut und unerbittlich wurde um 18.30 Uhr das Baden verboten und um 19.00 Uhr durfte sich keiner mehr auf dem Gelände des Bades aufhalten. – Welchen Sinn hat dann der Begriff „Tageskarte“?

Die Sängerin des obigen Videos ist ja noch ein wenig älter als ich und der spätere „Gassenhauer“ wurde 1951 aufgenommen. Zu dieser Zeit gab es sicher kaum solche maroden Stellen des Verfalls, wie ich sie euch jetzt zeigen will. – Warum diese rostige Konstruktion, die mir ohne Sinn und Verstand erscheint, noch immer steht, ist mir schleierhaft. Bei den Gehwegplatten muss man im Barfußlauf schon mächtig aufpassen.

Zu dem maroden Zustand habe ich in einem Artikel des Tagesspiegels von 2016 gelesen, dass das Bad ursprünglich 2007 zu seinem 100. Geburtstag komplett saniert sein sollte. Ihr Text

„Aber die kommen ja nicht hierher“, kritisierten die Architekten des Ausschusses am Montagabend bei einer Ortsbesichtigung. Sie bekamen einen niederschmetternden Eindruck vom baulichen Zustand. Es waren nicht nur die Blicke auf verrostete Stahlgerippe, gesperrte Wandelgänge und vergammelte einstige Umkleidehallen, auf brüchigen Beton und Wasserschäden; es war auch der Eindruck, dass die Bäderbetriebe mit dem Bad hoffnungslos überfordert sind und selbst mit den hergerichteten Hallen nichts Rechtes anzufangen wissen. So viele Umkleidekabinen wie früher werden nicht mehr gebraucht, eine sanierte Halle steht völlig leer. „Wir sind an die Grenze gekommen, an der wir das Bad betreiben können“, sagte der BBB-Regionalleiter Jürgen Regitz.

Um die vielbeschäftigten Leser und vor allem Leserinnen nicht zu überfordern, breche ich nach ca. 650 Wörtern und 13 Bildern ab und zeige euch die richtig schönen Sachen des Bades in einem zweiten Beitrag.

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Ich kenne mindestens zwei Geburtstagskinder des heutigen Tages – ich wünsche ihnen mal auf so ungewöhnliche Weise alles Gute und schenke ihnen eine Wolke, mit der sie in Gedanken wegsegeln können, um sich ihre Wünsche zu erfüllen.

 


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ABC-Hund: Seewasser erproben

1901 Seewassererprobungstier

Nach vier Fremd-Hunden wurde es aber wirklich langsam Zeit, dass Lenny wieder auftaucht. Und das macht er auch sprichwörtlich: Er taucht aus den Fluten irgendeines Sees auf.

Keiner muss den Tierschutz anrufen – hier wird kein Hund misshandelt und bei diesen Temperaturen ins eiskalte Wasser geschickt. Es ist ein Foto aus warmen Sommertagen – und die Fortsetzung dieses Fotos findet man hier.

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