Claras Allerleiweltsgedanken


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Männer sind besser …

… zumindest beim handwerkeln!

Vor laaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit wollte ich ursprünglich auch im Bad Ostersachen verstecken. Da meine Heizung immer ziemlich bullert (Nordbad ohne Sonnenschein), stellte ich sie ab, damit alle Schokoküken und anderes ihre Form behalten.

Gut, das Bad wurde dann doch ausgespart als Versteckort, aber die Heizung blieb erst einmal abgedreht.

Drei Tage später will ich sie wieder anstellen – doch NICHTS! Sie bleibt so eiskalt wie sie in den Tagen zuvor war. Früher konnte ich den Thermostatknopf nach meiner Erinnerung einfach abziehen – doch ich zog vergeblich.

Der als Dritter angerufene Maler erklärt mir, wie es geht. Ich erwartete eine verklemmte kleine Spiralfeder – doch wieder Fehlanzeige.

Mit weinerlichem Gesicht (das weckt in Männern den Beschützer- und Handwerkerinstinkt) gehe ich mit dem Thermostatkopf zum Hausmeister. Nach einigen „lustig-blöden“ (aber nicht bös gemeinten) Bemerkungen erklärt er mir, dass ich mit einem harten Gegenstand auf den verklemmten Stift am Heizkörper drücken soll. Falls das nicht hilft, könnten LEICHTE Hammerschläge die Sache beschleunigen und erledigen.

Alles durchgeführt – UND???? Bei dieser Überschrift natürlich ohne Erfolg.

Dann lieh ich mir Kriechöl-Spray oder so etwas ähnliches. Über Nacht mehrmals nachgesprüht und am frühen Morgen voller Erwartung mit dem Hämmerchen das Sparschwein Hammer auf den Stift gehauen.

Da mich der Hausmeister am Tag zuvor „versetzt“ hatte, kam er gleich nach meinem Anruf – ja mehr noch, er erkennt jetzt schon auf dem Diensttelefon meine Handynummer – ich habe also Karriere gemacht.

Er sprüht noch einmal mit seiner Dose, nimmt seinen Hammer (der dem meinigen aufs Haar gleicht), führt drei Schläge aus und sagt: „Warum konnten Sie denn das nicht?“ – Wir haben so laut und herzhaft gelacht und ich konnte es ihm wirklich nicht beantworten.

Es tut mir jetzt schon Leid, wenn er mal in Rente geht und in sein Anwesen in Pasewalk zieht.

 

 

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Einmal A*L*D*I , heißt nicht …

… immer ALDI, doch heute noch einmal, aber nicht nur

Ach Clara, was ist das wieder für eine konfuse Überschrift – bist du nicht ausgeschlafen? Bist du zu müde zum Schreiben und solltest längst im Bett liegen? – Egal – wer C(lara) sagt, muss auch A(ldi) sagen. 🙂 oder umgekehrt.

In Preisbereichen unter 5,00 € kann ich manchmal ganz großzügig mit dem Kaufen sein.

Mein Waschbeckenstöpsel war nicht nur unschön, er war einfach schon schlimm „abgebraucht“. Dann gab es beim großen A-Discounter Stöpsel in 8 Designs – fast alle hätten mir gefallen, aber nicht alle hätten mir in meinem Bad gefallen.

Nachdem ich die kurze „Dummphase“ überwunden hatte und merkte, dass ich die untere Schraube genau auf die benötigte Höhe einstellen kann, behielt ich zwei. – Jetzt macht das Zahnpastaspucken ins Becken gleich noch einmal so viel Freude. Im Bad gibt es ja so vieles in Grün.

Und der zweite passt sich dem maritimen Ambiente im Bad an. Für das Waschbecken fand ich ihn weniger geeignet, also wurde er in die Dekoration verbannt.

Hätte ich meinen „geliebten“ A-Discounter nicht gleich um die Ecke, könnte ich euch jetzt nicht das Foto meiner rotblühenden Überlauf-Brems-Blume einstellen.

Tja, was ist noch so alles Un-Interessantes bei mir passiert. – Da ich ja vor längeren Zeiten ein sehr bevorzugtes Beklaut-Werden-Opfer war, bin ich bei Gelddingen sehr vorsichtig geworden.

Ich brauchte meine Visacard – und fand sie nicht, nirgendwo, wo ich sonst solche Wertvolldinge aufbewahre. Und ruhig und gelassen bleiben – das war noch nie mein Ding – und wird es für die restlichen Jahre meines Daseins auch nicht werden.

Also sofort bei der DIBA angerufen und sie sperren lassen. – Ich schwöre euch, eine halbe Stunde später fand ich sie und wollte die Sperre aufheben lassen. Das geht nicht – einmal gesperrt = immer gesperrt.

Also Löwe ade! Ich weiß gar nicht, ob die Bank die Karten nach Tierkreiszeichen vergibt???? *grins* – Oder ob das Hamburger Musical „König der Löwen“ die Visakartenherstellung sponsert?

Zuerst wollte ich keine neue mehr haben, doch dann fiel mir ein, dass ich für Marokko dringend eine benötige. – Mal sehen, welchem Tierkreiszeichen mich die Bank mit der nächsten Karte zuordnet?

***********

Das nächste Foto könnt ihr „Willensstärke-Test“ oder auch „Produkttest“ nennen. Das Experiment mit den verklebten Dosen wurde abgebrochen – es fehlte die „Powermotivation“ bitte beide Wortbestände in neudenglisch aussprechen.

„Produkttest“ deswegen, weil ich ja alles reichlichst mit dem Klebeband aus dem Geschäft meines Sohnes zugeklebt habe. – Als ich das Band entfernen wollte, habe ich unfein wie eine „Droschkenkutscherin“ geflucht – denn überall blieben Klebereste, die ich im Schweiße meines Angesichtes entfernen musste. – Das hat sicherlich einige Kalorien gekostet.


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Absonderlichkeiten im Hause Himmelhoch

LESESCHWÄCHE???

Auf meinem Display vom Handy steht: S.AUFGANG  – und ich denke, die könnten sich ruhig etwas vornehmer ausdrücken, gehe aber trotzdem in die Küche, um mir was zu trinken zu nehmen. Wer nichts wenig isst, soll wenigstens gut trinken.

INTERPRETATIONSSCHWÄCHE?

Oder ist damit gemeint, dass ich FLÜSSIGNAHRUNG zu mir nehmen soll. Die ich hier auf dem Fußboden serviert bekomme, ist offenbar unplanmäßig flüssig, denn sonst ist Creme in Dosen immer fest und streichfähig. Nicht so bei dieser Dose. Vielleicht will sie nur einfach weg von mir, also weglaufen, weil ich sie zu selten gebraucht habe – oder sie will wie ihre große blaue Schwester sein – eine BODY MILK.

VERTRAUENSSCHWÄCHE?

Leute im Bekanntenkreis vertraten die Auffassung, dass jede/r selbst daran schuld ist, wenn der Zahnersatz nicht sitzt – dann haben sie oder er von vornherein zu wenig Vertrauen in den Zahnarzt gesetzt. – Das war ja Wasser auf meine Mühlen, da ich genau weiß, dass keiner etwas für die Form seines Kiefers kann – ein versierter Zahnarzt aber auch bei den schwierigsten Kiefern was Brauchbares zustande bekommt. – Bei mir ist ja die Sache noch nicht in Sack und Tüten. Der eine hat freiwillig aufgegeben und wirklich wortwörtlich gesagt: „Ich kann es nicht, ich bekomme es nicht hin und Sie müssen gar nichts bezahlen.“ – Das musste er nicht sagen, das hätte ich sowieso nicht gemacht, denn es war meine Zeit (fast ein halbes Jahr), die verging, ohne dass was zustande kam.

EINMAL UND NIE WIEDER?

Auch wenn jetzt fast alle die Hände über dem Kopf vor Erstaunen zusammenschlagen, aber ich war vor zwei Wochen zum ersten Mal in meinem hochbetagten  Leben bei der Fußpflege. Und schon dort ahnte ich, dass ich Probleme bekommen werde, als ich meinen abgeschnittenen linken Zehennagel so betrachtete. Die Fußpflegerin war der felsenfesten Überzeugung, dass der so kurz geschnitten werden musste – doch mein Zeh sah und sieht das anders. Alles puckert, alles schmerzt – ich kann kaum auftreten. Ab heute werde ich regelmäßig Fußbäder machen und mit Bepanthen einschmieren. Ich hoffe, es hilft. – Ich erinnere mich mit Schrecken an die Zeit, als sie meinem Ex-Mann eine Schiene seitlich unter den Zehennagel geschoben und ihn später gezogen haben – das möchte ich mir wahnsinnig gern ersparen.

Ein Foto vom ZehWeh –

und damit niemand denkt, der Zeh sei so dick, habe ich ihn als Röntgenbild durch den Verband gezeichnet

 

 


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Die Folien sind der Clara (zweit)liebstes Kind

Ganz ehrlich gefragt und geantwortet: Hat schon jemand „Entzugserscheinungen“ weil hier schon soooooooooooo lange nichts von Folien berichtet wurde??? Ihr denkt wohl gar, ich gehe fremd und widme mich einem anderen Hobby? – FALSCH gedacht.

In meinem Flur habe ich drei weiße Türen mit Glaseinsätzen – leider jede anders, eine Keine-Tür in der Küche, eine Panzertür als Wohnungseingangstür und eine Badtür in dem von den Vormietern offenbar geliebten Bahamabeige – passend zu den Fliesen.

Warum ich diese Farbe nicht sonderlich mochte und mag, kann ich gar nicht genau begründen – aber in mir wuchs der Entschluss, daran etwas zu ändern.

Wieder stundenlang das Netz durchforstet und dann doch wieder beim fast teuersten Anbieter hängen geblieben. Doch die anderen hatten Maße, die in der Breite einer Kirchentür nahe kamen. Wenn ich dann die Hälfte des Motivs hätte wegschneiden müssen, wäre der Rest nicht mehr aussagekräftig gewesen.

Inzwischen habe ich endlich gelernt, mit Lesezeichen zu arbeiten, so dass ich mir alle abspeichern konnte, die mir gefielen. Und von diesen (knapp 50) wurde eine nach der anderen gelöscht.

Als meine zwei Wunschfolien unterwegs waren, gingen die Vorbereitungen los. Tür gründlich reinigen und alle Beschläge abschrauben. Und da fing der Ärger an. Der Beschlag von der Verriegelung muss sich vakuumartig angesaugt haben – jedenfalls hat er so lange Widerstand geleistet, bis ich beinahe aufgehört hätte. – Die Klinke durfte bis zum Schluss bleiben, denn ich wollte mich nicht ein- oder aussperren.

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Als ich mich im Bauhaus nach chromfarbenen Türbeschlägen umsah, ließ ich diese Absicht ganz schnell fallen. Ich denke immer, ich muss 10 Jahre Preissteigerungsrate versäumt und verschlafen haben.

Alles liegt auf der Waschmaschine geordnet und sortiert, denn nicht alles passt zu allem.

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Auf los gehts los – beide Seiten sind blank und kahl.

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Ich entschließe mich, mit der Innenseite (also vom Badezimmer aus) zu beginnen. Eine Bekannte hält die Rolle, auf der noch die Folie ist, so dass ich in aller Ruhe und Gemütlichkeit streichen und befestigen kann. Alles klappt, keine Blasen, keine Falten.

Das maritime Feeling des Badezimmers wurde aufgenommen.

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Als ich die Wahl der Folie zeigte, die ich für den Flur vorgesehen hatte, waren manche ganz, ganz leicht pikiert – ich weiß nicht, warum. Ich wollte, dass man bei geschlossener Tür erkennen kann, das dahinter das Bad ist. Es ist alles sehr schemenhaft und nichts ist anstößig – und leider sehe ich sooooooo nicht mehr aus.

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Dieser leichte lila Schimmer, der hier auf das Foto gekommen ist, ist in Wirklichkeit nicht da.

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Die Vorgängerversion von jetzt

Ausgangssituation: Ein Bad, ca. 5 qm groß oder klein, von oben bis unten mit grau geflammten Fliesen zugefliest, auch auf dem Fußboden die gleichen 12 x 12 oder 15 x 15 hellgrauen Quadrate. Keine Zierborte, keine Abwechslung, keine Augenfreude.

Wer es dann schafft, nichts an den Wänden anzubringen, nichts aufzukleben, ist in meinen Augen ein Fliesenheiliger – ich habe es nicht geschafft, mir war es zu eintönig. Außerdem hatte ich in diesen Jahren noch oft Kinderbesuch, da ich über den Großelterndienst und das Jugendamt Kinder betreut habe. Die haben immer gejuchzt vor Freude, wenn sie in mein Bad kamen. Da leuchtete die Fisch-Lichterkette, da fluoreszierten die Sterne am Himmel, der Mond leuchtete ganz besonders hell, wenn ich ihn vorher mit Licht aufgepumpt hatte.Tja, von nichts ist nichts, auch kein glimmender Mond.

Zwischendurch immer mal ein bisschen manisch angehaucht, kann es manchmal nicht genug sein – das noch und das noch und das auch noch. Manchmal wird einiges wieder entfernt, zum Beispiel die Steine vom Fußboden, aber ich kann mich gut an viel gewöhnen.

An der Wand tummelten sich Seesterne, eine Riesenschildkröte paddelte durch das Fliesenmeer, Muscheln lagen am „Strand“, überall konnte man hinter Steinen seine „Juwelen“ verstecken,  wenn man in die Fluten tauchen wollte.

Und besser als jetzt: Das Wasser floss üppiger und ließ sich gradgenau auf die Wunschtemperatur einstellen.

In 15 Jahren darf man auch schon mehrere Toilettenbrillen verschleißen – aller 5 Jahre eine neue ist ein sparsamer Durchschnitt. Mr. Erdmann war der absolute Hammer – um den hat es mir sehr leid getan, als ich ihn verlassen musste. Und jetzt passt er nicht auf meiner vornehmen WC-Brille mit Selbstschließautomatik.


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Ich bin von Kopf bis Fuß …

… auf Fische eingestellt.

Ist ja auch kein Wunder, denn meine Mutter und mein Sohn, beide am gleichen Tag geboren, nur lumpige 56 Jahre dazwischen, sind Fische.

In 6 Tagen jährt sich der Umzugstag zum ersten Mal!

(Das ist wie bei dem Hochzeitstag, den allerersten sollte man nicht vergessen, sonst hängt der Haussegen schief!)

Und deswegen wollte ich in diesem Zeitraum alles so haben, wie ich es mir in etwa vorstelle.

In meinem Badezimmer fischelt es schon lange, schon in der vorigen Wohnung. Da aber hier so einige Fliesenbilder abgedeckt werden sollten, fischt es hier noch viel stärker als in Lichterfelde. Ihr könnt euch gern persönlich überzeugen kommen, aber bildlich überzeuge ich euch schon mal.

Hawaii à la Clara

Hawaii à la Clara

Und jetzt reicht es mit der fischigen Selbstbeweihräucherung – wie heißt es so schön: „Fisch und Besuch stinken am dritten Tag“ – das ist ein sehr unliebes Sprichwort, stimmt aber in einigen Fällen.

Das in diesem Post gezeigte Fensterfliesenbild genügt leider nicht meinen Qualitätsanforderungen. Durch die große Fläche und die überdeckten Fugen zieht es Blasen, die auch nicht durch Aufschneiden mit einer Rasierklinge zu beseitigen sind. Außerdem spiegelt es vollkommen ungleichmäßig – gefällt mir nicht. Ich habe mich nach etwas umgesehen, was in Teilen (auf jede Fliese einzeln) aufgeklebt wird. Und wenn ich den Dekowahnsinn dann noch auf die Spitze treiben möchte, kaufe ich mir einen Fugenweißerstift, denn braune Fugen im Wasser sehen blöd aus.


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Ist Buddha im Bad ein Sakrileg?…

Vielleicht kein Sakrileg, aber er fühlt sich dort nicht wohl.

Wenn ich durch die Wohnung fege und Sachen verändere, dann mache ich das gründlich und in allen Räumen.

0509 Bad Fliesenbild

Diese Fliesenbilder passen nicht in mein Bad, auch wenn das obere nicht so farbintensiv wie hier auf dem Foto ist.  Deswegen habe ich lange versucht, eine andere Lösung zu finden. – Na gut, es gibt unschönere Fliesenbilder, aber zu meinem Fischbad gefielen sie mir nicht .

0708 Bad Wandfliesen

Bei mir gibt es Muscheln und Fische und sonst nicht viel mehr.

Wie ich mir jetzt den Buddha in der anderen Umgebung einreden werde – da muss ich mir noch eine Strategie überlegen, jedenfalls ist er aus dem Bad ausgezogen.

0708 Badbild Buddha

Er ist in den Flur ausgewandert, dort fühlt er sich wohler, weil er gleich alle Gäste sehen und begrüßen kann.

0509 Buddha im Flur

Das Bad dagegen habe ich mit einem zusätzlichen Fenster versehen, denn vom Norden scheint ja eher weniger Sonne und Helligkeit durch ein schmales Fenster ist nicht so üppig.

0509 Badfensterposter 06Als ich diese Folie auf die Fliesen klebte, hätte ich nicht nur eine dritte, sondern auch noch eine vierte Hand gebraucht. Sicher wäre mal jemand zu Besuch gekommen, aber da bin ich viiiiiiiiiel zu ungeduldig. Zwei Stunden, nachdem die Rolle bei mir abgegeben wurde, klebte das Poster schon an der Wand. – Lustig ist, dass der Untergrund ein wenig durchschimmert. So wogt das Schilf im Wasser – auf jeden Fall ist es nicht so stark, dass es mich stören würde.

Und somit ist die Badaktion abgeschlossen, allerdings bekommt ihr noch einen fotografischen Überblick. In wenigen Tagen ist das einjährige Einzugs“jubiläum“  – ich denke, in dieser Zeit habe ich ganz schön viel geschafft und auch verändert.