Claras Allerleiweltsgedanken


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499 g abgenommen und die Folgen davon

Als erstes Schlagwort habe ich Humor hingeschrieben – also nicht alles bierernst nehmen, was Clara hier so fabuliert.

Zwei Termine riefen – ich hatte es eilig – und … blieb im Fahrstuhl stecken, eine leichte Horrorvision für mich. Notrufknopf betätigt – nichts, keine Stimme, keine Frage. Leicht entnervt hämmerte ich gegen die Fahrstuhltür. Das gefiel dem Fahrstuhl offensichtlich nicht und er setzte sich wieder in Bewegung und hielt eine Etage unter mir. Den Rest lief ich lieber.

Und nun ich nach der SM-Sitzung beim Physiotherapeuten, auf die der Orthopäde noch einen Schlag, nein besser ja einen Stoß  draufsetzte, von daher heißt sie Stoßwellentherapie. Ich wollte mich dringend angenehmeren Dingen hingeben. Ich wollte Hosenträger kaufen, da die Hosen rutschen.

In den ersten Läden Fehlanzeige. Dann fand ich ein Geschäft und auch die gewünschten Träger. Die ganze Sache verzögerte sich ungewollt — bis es vor der Tür zum gewittrigen Weltuntergang kam. Egal, wo man untergeschlüpft war, man wurde nass. Wenn nicht von oben, dann durch die idiotischen Autofahrer, die wie die Geisteskranken durch die Pfützen bretterten.

Irgendwann traf ich zu Hause ein.

Als ich die Wohnung betrat, traf mich (fast) der Schlag: Seenlandschaft auf Parkett – es war keinesfalls ein meine Seele erfreuender Anblick. Verzeiht, dass ich die Möglichkeit für dieses hoffentlich einmalige Foto ungenutzt verstreichen ließ und erst die Saugehandtücher geholt habe . Bis zum Esstisch hatte sich das Wasser ausgebreitet, das durch die unverschlossene Balkontür hereingeregnet war. Auch wenn der Balkon fast 1,50 m breit ist – das macht dem Regen gar nichts, das überwindet er locker. Das ist eine seiner leichtesten Übungen.

Ein wenig habe ich gegrübelt, warum mir das NIE in der alten Wohnung passiert ist, wo ich auch einen Westbalkon hatte – aber dort ohne Wind und in der 2. Etage, hier in der 8. Dort blieben die Scheiben der zwei Balkontüren immer trocken – wahrscheinlich wurde der Regen von der Trauerweide geschluckt.

Mit dieser Erinnerungscollage kann ich die Trauerweide, die zwei Balkontüren und die Tiefe des Balkons „beweisen“ und mich erinnern.

Doch zurück zur Wirklichkeit!

1808 Überflutung 48

Es ist doch schön, wenn so viele Reservehandtücher parat liegen. – Weniger schön ist es, beim Weggehen immer daran zu denken, die Balkontür zu schließen – nicht wegen Einbruch, oder doch wegen Einbruch, nämlich Wettereinbruch.

Wie es in Berlin an diesem 27. Juli war, soll euch dieses Video zeigen. Am süßesten finde ich die Stelle, wo der Junge auf der Straße „schwimmt“:

Da ist doch mein Parkett ein KinderClaraspiel dagegen.

Die neuen Balkonfliesen wurden auch gewaschen – Regenwasser dürfte ja keine Kalkflecke ergeben. Aber ich habe festgestellt, dass die Feuchtigkeit von allein kaum verschwindet – ich muss wischen, wenn ich den Balkon am nächsten Tag betreten will. Es ist wie in der Spülmaschine, die Plastikdosen bleiben immer am längsten nass.

Und … das bedeutet weiterhin, der Blausauger, pardon, Staubsauger wird wohl keine Blättchen auf dem Balkon saugen dürfen, denn unter den Fliesen hält sich das Wasser verdammt lange, das habe ich beobachtet. – Leider hält es sich auch AUF den Fliesen verd… lange, da es keinerlei Belüftung gibt und die Sonne nur kurz und nicht direkt einwirkt. Da hätte ich doch gleich eine Idee für ein tolles „Krachmachergerät“: Ich schlitze an verschiedenen Stelle Belüftungsöffnungen hinein, damit hier mal ein frischer Wind die Nässe wegpustet:-)😉

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Das Parkett hat nur minimalen Schaden genommen.

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An der Stelle liegt immer ein Fußabtreter mit Buchsbäumen darauf, also werde ich nichts tun (lassen).

 

 


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BBS = Balkonbilderstory

Wenn schon nicht Stichsäge – dann wenigstens Schlagbohrmaschine oder BOHRHAMMER – letzterer ist geil, da kann man sich mit dem ganzen Haus bekannt machen oder auch verfeinden, falls man den zu lange bohren lässt.

Ich beschloss plötzlich, auf diesem schönen Balkon noch viel schönere Bilder haben zu wollen. Leider gab es die preiswerte, wasserfeste Version, wie ich sie im Bad habe, nirgends mehr zu kaufen. Es hätten ja nicht Muscheln sein müssen

Von einem recht geschäftstüchtigen Baumarkt wurden mir die Glasbilder angepriesen – und ich Blöde habe sie genommen – obwohl ein Stück ca. 20,00 € kostet. Aber mir gefielen die Motive so gut – und im Winter, wenn es auf dem Balkon nass und kalt ist, passen sie von der Farbe her gut ins Wohnzimmer.

Jetzt erst eine Gesamtaufnahme, denn danach ging der Ärger richtig los.

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Ich meinte, eine Verkleidung vor mir zu haben und setzte den Akkuschrauber / -bohrer an. Die Wand lachte. Ich holte die elektrische Bohrmaschine und fing an zu bohren: Die Wand lachte. Ich stellte auf Schlagbohren – da lachte niemand mehr, aber es passierte dennoch nichts. An drei verschiedenen Stellen probiert: jeweils ca. 1,5 mm in die Tiefe gebohrt.

Zum Sohn gefahren, die Stichsäge zurückgebracht und Trost gesucht. Seine Worte: Du schaffst das schon. Das ehrt mich immer so, das Vertrauen meines Sohnes.

Dann in den Baumarkt gefahren. Der Preis für einen einzelnen 4er Betonbohrer haute mich fast um – für das Geld habe ich früher einen ganzen Satz bekommen. Der Mitarbeiter wollte mir einen Bohrhammer zur Ausleihe andienen: 4 Stunden für 15 Euro – da bohre ich die Löcher lieber mit der Nagelfeile in die Wand:-)

Und mit dem neuen Bohrer kam ich wenigstens einen knappen cm in die Wand – dann stieß ich bei zwei Löchern auf die Bewehrung aus Stahl – das Zeux heißt ja auch Stahlbeton. Also kürzte ich die Dübel, nahm dicke, kurze Schrauben und …. und … passt, wackelt und hat Luft. – Bei zwei anderen Bohrlöchern, natürlich an der gleichen Wand, gab es plötzlich einen Runx und das Bohrfutter saß auf der Wand auf. Ich hatte nicht mit Abstandshalter gebohrt – ich hatte es für überflüssig gehalten. Dort ging aber wenigstens ein kompletter Dübel hinein.

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Mit „Hugo“ ist doch jetzt auch ständig ein Mann gegenwärtig, der auf den Balkon und das Wetter aufpassen kann und alle schwierigen handwerklichen Arbeiten durchführen darf.

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Auch hier geht es um Saures und Getränke, dieses eine Petersiliensträußchen vernachlässige ich jetzt. Kalte Getränke sind bei Hitze für mich das A & O.

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Hugo in Grünpflanzen gebettet. Die drei Töpfe stehen auf einem Elektrogrill, der viel zu selten genutzt wird. Da wollte ich ihm eine sinnvolle Interimslösung zuweisen.

Danach war ich so breit, dass ich nur noch Kaffee trinken konnte auf meinem aufgehübschten Balkon.

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Lieber Gott, ich wünsche mir …

(Clara) … zum Geburtstag eine Stichsäge!

(Gott) Clara, habe ich richtig gehört: Eine Stichsäge? Du weißt ja, ich bin schon uralt und meine Ohren sind durch das ganze Getöse, Geknalle und Geschieße auf der Welt auch nicht mehr die besten.

(Clara) Ja, du hast genau richtig gehört.

(Gott) Verzeihung, aber was willst DU denn in DEINEM ALTER mit einer Stichsäge? Den Sarg können andere Leute viel besser tischlern, oder willst du auch das mal selbst ausprobieren?

(Clara) Nein, mit STICH habe ich ja schon immer gesägt oder gehämmert oder genagelt, aber STICHGESÄGT, und das auch noch elektrisch, habe ich noch nie. – Außerdem hat mir und meinem schwarzen Humor der Witz von dem kleinen Jungen, der den ganzen Tag Trekker fährt, gefallen.
Mit einer Stichsäge hätte ich die Chance, den Witz irgendwie anders zu erfinden.

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Und damit das mit meinem Wunsch auch klar geht, wacht Lenny darüber.

Und wie Recht ich habe mit meinem Wunsch nach einer Stichsäge. Kaum hatte ich sie zu seinem Eigentümer zurück gebracht, habe ich mir so einen Altweiber-/männersitz für die Badewanne gekauft – doch wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er etwas zu lang. Die beiden Alurohre, die die Randauflagen halten, müssen 3 cm gekürzt werden. – Also wieder dorthin dackeln – das einzig Gute daran, ich sehe Sohn und Hund dadurch wieder.

 

 

 

 


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Balkonmärchen

Es war einmal ein mittelgroßer, knuffiger Westbalkon, der fast jeden Nachmittag im Glanz der Frühabendsonne erstrahlte. Dennoch schien er nicht glücklich und zufrieden zu sein. Immer, wenn die Bewohnerin sich blicken und sich erschöpft in den Balkonstuhl fallen ließ, hörte sie ein Flüstern. Vielleicht war es auch gar nicht so leise, vielleicht war einfach der Straßenlärm zu laut oder die Ohren zu verstopft.

Nach längerem, angestrengtem Zuhören verstand sie: „Hübsch mich bitte auf, ich seh schon so alt aus!“

Darauf antwortete die Balkonstuhl(be)sitzerin: „Und wer hübscht mich auf, ich bin viel oller als du – wir sind hier doch nicht ‚Bei wünsch dir was!'“

So ging das hin, so ging das her – und die im Sessel hatte die schwächeren Nerven, nachdem das passierte, wovon im letzten Artikel berichtet wurde. Da meinte sie auch plötzlich, dass der Fußbodenteppich wirklich schon alt ist. Als sie unter diesen Teppich schaute, bekam sie das grün rieselnd bestätigt. – Sie hatte das Gefühl, dass sich der Balkon für seinen nicht erhörten Wunsch rächte und deswegen den Staubsauger als zusätzliches Argument für seinen Wunsch kurz mal außer Betrieb gesetzt hatte.

Also wurde eine Fußbodenneubelegung beschlossen. Beschlossene Sachen soll frau nicht auf die lange Bank schieben, also wurde der erste absolut regenfreie Tag dafür vorgesehen.

Alles wurde ins Wohnzimmer geräumt und der dreckfeuchte Teppich zusammengerollt und entsorgt.  – Nach Wischen der Kanten waren dann alle zufrieden: Der Balkon, die Bewohnerin und der zukünftige Belag. Jetzt läuft die Aktion: 1,47 m x 4,31 m = 6,3357 qm neu belegen.

(Die jetzt folgenden Fotos sind nicht für den Berliner Fotowettbewerb gedacht, sondern lediglich zu Dokumentationszwecken angefertigt worden!!!!)

Danach wurde Leon aus dem Stall geholt, den Weg zu den BlauGelben kennt er fast schon von allein und dann ein Wagen beladen.

Ausgesucht hatte ich mir die grauen Kunststofffliesen auf dieser Seite. Braune Holzfliesen sind zwar schöner, aber auch viel pflegeintensiver und teurer – und das wollte ich nicht. Außerdem passen braune Holzfliesen nicht zu meinem Interieur.:-)

2207 IKEA Bodenfliesen

Wenn Ikea ein Foto mit Ton eingestellt hätte, wäre meine Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Da der Untergrund eben doch nicht absolut plan ist, gibt es Gehgeräusche, wie ich nach Fertigstellung festgestellt habe. Ich sage mir: Es gibt Schlimmeres! – Und so fing ich an:

Die Fertigstellung musste leider verschoben werden, da die Fliesen nur mit einer Stichsäge mit Metallsägeblatt zugeschnitten werden konnten – und die sollte besser der Wohnungseigentümer handhaben.

Der brachte einige zu unterschreibende Dokumente, den fressgierigen Lenny und die Stichsäge an einem Sonntag vorbei. Wir wollten den Mitmietern den Lärm nicht zumuten. Also bekam ich eine Schnelleinweisung und durfte alles am Montag allein machen.

Mir erschien die Badewanne als der geeignetste Ort zum Sägen. Ein Brett über die Wanne gelegt, zwei Schraubzwingen hielten die Fliese und das Sägeblatt tanzte munter auf und ab. Vom Prinzip wich es selten von seiner vorgegebenen Route ab – aber kleinere Pannen passierten. Notfalls hätte ich zwei Fliesen zur Reserve gehabt, doch die wurden nicht gebraucht.

Die letzten Fliesen waren die schwierigsten, weil sie sich so schlecht einklicken ließen. Und dann musste ich eine ca. 4 cm breite „Füllung“ sägen, weil es mir mit solch einem großen Abstand nicht gefallen hätte.  Ohne Schraubzwingenbefestigungsmöglichkeit. – Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

Das Ergebnis gefällt mir sehrsehrsehr und die Plastiksägespäne waren auch schnell wegbeseitigt.

Von weiteren Aufhübschungsarbeiten berichte ich später mal.

 


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Gesucht wird 365 Tage im Jahr …

… aber nicht am Ostersonntag …

und schon gar nicht Ostereier und Süßigkeiten.

Ich suche fast täglich irgendetwas. Zu dieser freizeitfüllenden Beschäftigung verhilft mir mein schlechtes Gedächtnis. Momentan ist es gerade der Deckel vom Balkonmülleimer. Ich hatte ihn kurzzeitig für eine andere Nutzung entfremdet und dafür brauchte er seinen Deckel nicht. Mir oder mich deucht, ich hätte diesen irgendwo im Einbauschrank deponiert – doch das deucht mir/mich schon seit drei Tagen.

Doch was soll’s, Deckel von Balkonmülleimern werden vollkommen überbewertet – wenn ich es hineinregnen lasse, leben die Abfälle nicht so trocken.

Ostern wird bei mir – im Gegensatz zu Weihnachten – immer nur ganz bescheiden geschmückt und so gut wie gar nicht gefeiert. Im Fotoblog zeige ich euch den „Nachtschmuck“ und hier den Tagesschmuck.

2703 Osterdeko 2016

Die folgenden Kugeln erfüllen nicht ganz die Ostereierformnorm – geschmacklich ja, aber nicht für die strenge EU, wo jede Gurke, jede Möhre und jedes Ei eine genormte Form haben muss.

2703 Olas Süßkram

Mit so viel Kalorien im Bauch wird mir warm und ich kann die angekündigten Sonnenstrahlen (hoffentlich) auf dem Balkon genießen.

2703 Balkon 7

Last but not least wünsche ich meinen gläubigen Lesern ein gesegnetes Fest mit dem Segen des Auferstandenen und allen anderen einfach zwei wunderschöne Tage, bei denen das Wetter mitspielt.

Herzliche Ostergrüße von Clara


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Täglich wird hier „Hitchcock“ gespielt …

und zwar natürlich „Die Vögel“

Ich weiß nicht, ob ich das Naturschauspiel der vielen, sehr großen Vögel genießen soll oder ob sich doch ein kleiner Angstgedanke hineinmischt. Sie fliegen sehr dicht an den Scheiben vorbei, ich glaube, ich könnte sie bei den Beinen packen.  Es sind nicht nur Raben und Krähen, auch andere Riesenvögel halten Flugparade ab.

Aber nicht nur das – auf meinem Balkon entdecke ich immer wieder Spuren, dass sie gesucht und „gearbeitet“ haben. Auf dem Fensterbrett stehen viele Halbrundkästen mit Steinen, Muscheln, Leuchtsternen und Leuchtschneeflocken, Glasmurmeln, Dekosand, großen Steinkugeln  und Pflanzen – allerdings, ich gestehe es mit einem ganz kleinen Schamanteil in der Stimme, künstliche, denn sie kommen von einem Ort, wo echte nicht gediehen.

Täglich finde ich besonders die Leuchtteile auf dem Fußboden verstreut und im Kasten breitgestreut.

Ich glaube, wenn ich Vogelfutter für Riesenvögel auslege, bin ich auf meinem Balkon nicht mehr allein:-)


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Noch-Wohnung und Bald-Wohnung,

… das sind meine kreativen Beiträge zur Gestaltung der deutschen Sprache. Kürzer kann ich es nicht sagen, wenn ich ausdrücken möchte, wo ich mich gerade aufhalte.

Die Bald-Wohnung schreitet voran, was soll sie auch anderes machen. Eine Arbeit nach der anderen wird abgehakt. – Wenn es fertig ist und noch keine Möbel drin stehen, werden bestimmte BevölkerungsBesuchergruppen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber darauf kann ich leider keine Rücksicht nehmen. – In meinem Zimmer ist das gestrichene Lila sehr hell, fast schon farblos – vielleicht kommt mir das aber auch nur so vor, weil das Tapetenlila dafür um so kräftiger ist. Einen kleinen Einblick sollt ihr bekommen. (Den Meister aller Farben habe ich ausgeblendet, denn er ist bis Anno Püppi mit Aufträgen ausgelastet. Würde zumindest das Berliner Leseklientel ihn sehen und erkennen, wäre er noch ein Jahr länger ausgebucht:-) – Für mich vollkommen erstaunlich – ihm gefällt die lila Tapete sogar.

2408 SZ Tapetenwand

Auf dem Balkon gibt es ein paar Fortschritte fürs Auge – die Rosen sind aus der Noch-Wohnung schon in die Bald-Wohnung umgesiedelt, sie wollen sich schon mal einen Überblick verschaffen, wie es sich da lebt. Da sie so hoch aufgeschossen sind, könnte ihnen der Wind Schaden zufügen – dann wird es eine andere Lösung geben müssen – nur nicht die haustypischen Geranien, die wird es bei mir nicht geben.

2408 WHG Balkon Rosenumz

Das riesig lange Fensterbrett lockt trotz seiner Schräglage zum Befüllen mit Töpfen – und der Küchentisch ist montiert und steht erst einmal auf dem Balkon. Ich habe noch nie so einfach einen Tisch montiert. Einfach vier Beine anschrauben und alles war fertig.

2408 Pflanzen Küchentisch

Ich will euch jetzt mal von einem kleinen „Farb-Pännchen“ erzählen:

Als meine grüne Wand im Wohnzimmer gestrichen wurde, war ich nicht anwesend. Am nächsten Tag, als ich die Wand sah, wurde ich sofort gefragt: „Sonderlich glücklich sehen Sie aber nicht aus!?!?“ – In meinem Kopf kreiste die Frage: „Wie blau muss ich denn gewesen sein, als ich DIESES Grün ausgesucht habe? Das passt doch weder zur Tapete noch zu meinen Vorstellungen.“ Ich vermutete, dass sie sich durch einen Zweitanstrich in die Wunschfarbe verwandelt – tat sie aber nicht.  – Und danach hoffte ich, dass ich mir die Farbe im Laufe der Zeit schön gucke – schließlich kommen ja noch Möbel davor.

Doch dann kam mir die Idee, die Wand mit dem Farbmuster  zu vergleichen, nach dem ich ausgesucht hatte. Und da fiel es allen Beschauenden wie Schuppen von den Augen: Dieses WANDgrün hat nichts mit dem MUSTERgrün zu tun – hier hat die Farbmischfirma Mist gebaut. – Die Ausbesserung des Fehlers nahm etwas länger in Anspruch, denn auf Anhieb konnte der gewünschte Farbton nicht gemischt werden, damit mussten sich die Schwaben im Hauptwerk befassen.

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Eine liebe junge Freundin hat mir in ihrem Geburtstagspäckchen LILA Ostergras zukommen lassen – der Lacherfolg bei allen, die es sahen. Sie meinte, meiner Kreativität würde schon was einfallen.

Im Schweiße meines (Tapezierer-)Angesichts veränderte ich die Hinterwand eines Regals in lila – was ich heute kann besorgen … Wenn der Maler so wie ich arbeiten „täte“, nagte seine Familie am Hungertuch. Aber er kann das zum Glück viiiiiiiiiiiiiel besser. – Und dann kam das lila Gras zum Einsatz. Hier und im Fotoblog habe ich es blitzen lassen. – Die grünen Sachen stehen hier nur vorübergehend so rum, die gehören in den grünen Salon, selbstverständlich!

2408 Lila Regal 52

Als ich am Samstag Nachmittag das letzte Mal in der Wohnung war, hatte das kleinste Zimmer schon fast seinen Fußboden. Zuvor gab es wieder eine ungeplante Überraschung. – Auslegeware war in dieser Wohnung jeweils für die Ewigkeit festgeklebt. Als sie hochgenommen wurde, kamen die darunter liegenden Linoleumfliesen alle gleich mit. – Oh Graus, oh Schreck – hoffentlich passiert das in meiner Noch-Wohnung nicht auch, denn dort ist die Auslegeware auch verklebt. Dann kann ich mich putzen.

Lieber Renoviergott, bitte lass diesen Kelch an mir vorüber gehen.
(und wenn nicht, dann bekommen wir das auch noch gebacken!)

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23.8.

2/3 der Feiern sind geschafft, 2/3 von Clara ist aber auch geschafft. Es war so unendlich laut, dass ich am liebsten aus meiner eigenen Wohnung geflohen wäre. – Blöd ist nur, dass ich auch nicht richtig abspannen kann, loslassen, 2 Tage was völlig anderes machen.

Der Erlös von der Tombola ging nur ganz geringfügig über den Pflichteinsatz von 3,00 €/pro Person – so wie bei jedem Turnier – hinaus. Ich werde sehen, ob nächste Woche noch ein wenig in den „Kollektekorb“ hineinkommt, sonst schicke ich es ab. Viele der übrig gebliebenen Sachen habe ich zusammengepackt und werde sie zu einer Sammelstelle bringen.


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Whg 9 – Ein Streifen – kein Streifen …

ein Strich – kein Strich …

Clara ist zum Strich“mädchen“ geworden. Keine Angst, ich bin nicht auf den Seniorenstrich gegangen, obwohl ja in Berlin fast nichts unmöglich ist. Nein, ich habe mich einen ganzen Abend mit Strichcodes beschäftigt und dabei 4 Stunden lang den Mindestlohn erarbeitet, aber es war hart und ein wenig deprimierend.

2906 Strichcode

So ein Strichcode besteht aus 13 Zahlen, die nacheinander mühsam eingetippt werden mussten. Meist waren die Zahlenkolonnen recht klein gedruckt und eng beieinander, so dass das Programm meckerte: Diese Codierung kann nicht erkannt werden.

Was habe ich nun gemacht. Bei einem Buch- und CD-Aufkäufer habe ich Bücher angeboten und viele, viele CDs. Manche Bücher oder CDs waren so alt, dass sie keinen normgerechter 13stelligen Code hatten, also machte ich zwei Häufchen:

Die „guten“ ins Töpfchen, die „schlechten“ ins Kröpfchen.

Leider standen mir nicht so viele Tauben zur Verfügung wie weiland dem lieben Aschenputtel.

Also musste ich mich einzig und allein auf meine Augen, meine Tasten und mein Gefühl verlassen, deswegen hat es ja auch so lange gedauert. Unter 10,00 € wird kein Paket angenommen – wenn es aber für viele Bücher und CDs Beträge von 25 Cent oder manchmal noch weniger gibt, fragt man sich, was die ganze Quälerei soll. Doch verschenken kann man ja auch nicht ohne weiteres – außerdem bleiben noch genügend Bücher übrig, die ich verschenken oder verteilen möchte.

Der Lohn für einen Abend betrug dann rund 30,00 € – schnell das Label ausgedruckt, den Sendeschein – alles in ein großes und recht schweres Paket gepackt, mit Knüllpapier aufgefüllt und mit der neuen Sackkarre vom Auto zur Post gebracht.

Und dann konnte ich mich wieder schöneren Dingen widmen als dem Ausdünnen der Bestände.

Als ich meinen Buchsbaum auf dem Balkon ansah, dachte ich so bei mir, dass er sich dem „Ausdünnen“ angeschlossen hat – er sah aus die ein Weihnachtsbaum im Osten – der hatte auch nie genug Äste, dass es für rundherum gereicht hätte. – Ich weiß gar nicht, was den Buchsbaum bewegt hat, auf einer Seite so auszutrocknen.

2906 Ostweihnachtsbaum

 Und dann saß ich bei dem wunderschönen Sommerwetter auf meinem Balkon und sinnierte, ob ich sehr traurig sein soll, dass ich ihn bald nicht mehr haben werde. Das viele Grün und die Ruhe werde ich vermissen. Und just in diesem Moment fing es auf der Vattenfall-Baustelle an zu „randalieren“. Spätestens da bekam ich bestätigt, dass ein Umzug sooooooo schlecht doch nun auch nicht ist. Es konkurrieren Baulärm mit Straßenlärm – nur der Baulärm gewinnt, denn er ist wahrscheinlich 2017 oder sogar schon 16 beendet – der Straßenlärm keinesfalls.

Und wenn ich dann von dem ganzen Straßenlärm einen wirren Kopf bekomme, dann gehe ich mit diesem Kopf-Gedöns zum Psychologen G. Döns:-)

2906 Gedöns


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Bei Ostwind stinkt es …

zur Einschränkung muss gesagt werden: „Stank es …“, und zwar nur auf meinem Balkon. Dadurch ist sicherlich klar und deutlich gesagt, dass dieser Ausspruch KEINE POLITISCHE AUSSAGE ist.

Wen oder was hatte ich schon alles im Verdacht, wenn mir in meinem Balkonstuhl ein fauliger Geruch um die Nase waberte. Ich musste an das Essen denken, was meine Oma in meiner Kindheit oft kochte. Schon, wenn ich unten die Haustür öffnete, wusst ich, dass in der dritten Etage diese schrecklichen „Flecke“ gekocht wurden – Kuhmagen in Stücke geschnitten. – Ich will jetzt niemand vom Blog vergraulen, aber diese Dinger mussten dreimal mit neuem Wasser gekocht werden, weil … – Meine Oma war aber wenigstens so fair, mir was anderes zu kochen – doch auch das schmeckte bei dem die Küche erfüllenden Geruch auch nicht so richtig.

Im Haus ist aber niemand aus Oberschlesien, wo diese „Flaki“ wohl als Nationalgericht gewertet wird. Also musste der Gestank wo anders her kommen.

Die Toilettentür ist zu weit weg. Anfangs dachte ich noch, der Nachbargarten wird gejaucht oder gedüngt – doch immer wieder kam mir so eine Wolke an anderen Tagen entgegen.

Letztendlich stellte sich heraus, dass sich in einem Blumenübertopf viel Wasser gesammelt hatte und sich darin etwas „aufgelöst „, was organischen Ursprungs war. Ich wollte es nicht näher wissen, schon gleich gar nicht Ekelfotos machen – auf jeden Fall, jetzt riecht es bei Ost-, West – oder Südwind angenehm. Nordwind kann ich kaum bekommen.

Da ich kürzlich bei fb mein Profilbild und meinen Gravatar geändert habe, kommt jetzt ein passendes Foto dazu. Die rote Tasse mit dem Aufdruck „Cafe“ hätte nämlich so hervorragend zur neuen Küche gepasst. Aber ihr ist dieses Schicksal beschert worden, was ich hier mit zwei Fotos sagen will: KAPUTT

3006 Halbe Tasse 1

Mir „zittern“ offenbar so die Hände, dass das Handy-Foto verwackelt ist.

3006 Halbe Tasse 5


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Whg 7 … Katze aus dem Sack

Anschließend an den letzten Post.

Ich kam also von dieser ziemlich schlechten Wohnung, bei der ich mir schon innerhalb des Wohngebietes einen Wolf gelaufen hätte, und schlenderte zu meinem Auto. Traditionsgemäß hielt ich nach jemandem Ausschau, den ich über nähere Umstände hier befragen könnte. Eigentümer oder Mieter neigen zu wahrheitsgemäßeren Aussagen als Makler.

Eine Frau meines Alters schien mir geeignet, zum Glück hatte sie auch Zeit. Ich erzählte ihr von der soeben besichtigten Wohnung. Voller Enthusiasmus echauffierte auch sie sich gegen diese Wohnung. Im Laufe des Gesprächs erzählte sie mir von einem Makler, der vorwiegend für dieses Wohngebiet arbeitet und der immer wieder eine Wohnung im Angebot hätte. – Ich hinterließ Mail und Telefonnummer und fuhr nach Haus.

Offensichtlich hatte ich mich in ihr „Herz“ geredet, denn noch am Abend bekam ich eine Mail, mir doch ein Angebot bei Immoscout anzusehen. Und ich muss gestehen: Schon von der Bildschirmbetrachtung sprossen die ersten Liebeskeime in meinem Herzen:-)

Gleich und sofort schrieb ich an den Makler. Als ich ihn am folgenden Tag (es war ein Samstag) gegen 9.30 Uhr anrief, sagte er mir, dass ich ihm schon von Frau B. wärmstens ans Herz gelegt worden wäre. Gegen 11.00 Uhr war ich mit ihm in der Wohnung und alles in mir sagte: „JA, das könnte sie sein“. Ich nahm nach und nach zur Kenntnis

  1. Ein gut eingerichtetes Winzlings-Bad mit faltbarer Duschwand aus Glas, einen tollen Spiegel mit Beleuchtung und Einbaumöbeln; davon muss ein Teil leider weg, um meiner schmalen Waschmaschine eine Chance zur Unterbringung zu geben. Die Fliesen trimme ich mir so, dass sie meinem Wasserwelt-Geschmack entgegen kommen. – Der Fußboden mit den Riemchenfliesen sieht putzig aus.
  2. Eine optimal möblierte Kleinküche mit Echtholzarbeitsplatten und schönen Eckschränken, die von mir mit roten Fliesen, einer zünftigen Kaffeetapete und einem kleinen Esstisch optisch verändert wird. Bei der Tapete bitte ich das deutlich zu lesende CC von ClaraChristine zu beachten. Die Tapete ist etwas nostalgisch und passt gut zur Küche.
  3. lustiger Fliesenbelag aus den 70ern mit Riemchenfliesen in Bad und Küche(s. auf dem Küchenfoto)
  4. ein Supersupertoller Einbauschrank im Flur, der allen Klein- und Großkram schluckt und in dem man auch einen Liebhaber oder eine „Leiche“ verstecken könnte
  5. ein Eckschrank aus Holz mit Glasteil, der vornehmer als alle meine Möbel ist und den gesamten Gläserbedarf für das Wohnzimmer beherbergen wird und noch mehr
    2306 Eckschrank Wohnzimmer
  6. Und – es muss ja nicht immer die 7 sein – auf dem Balkon eine 4 m breite Jalousie, die ich NICHT mit der Handkurbel ein und ausfahren muss, sondern ich brauche nur auf einen Knopf zu drücken und schon mach es sssssssssssssss und sie kommt raus und noch mal SSSSSSSSSSSSSSSSS und sie fährt wieder ein.

Jetzt höre ich auf zu schwärmen, es muss ja noch etwas für den nächsten Post bleiben. – Vor längerer Zeit war mal eine Seniorenberaterin in meiner Wohnung – muss ein Versehen gewesen sein. Als sie sich so umsah, meinte sie: „Ihre Wohnung ist gar nicht so gutbürgerlich wie sonst die Wohnungen in Lichterfelde, die hat so etwa Frisches“ —- Als ich sie mir so ansah, war ich mir nicht so sicher, ob es als Kompliment gemeint war, wäre mir aber auch egal.

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