Claras Allerleiweltsgedanken


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Verd….. Sch… – welchem Wettergott habe ich in die Suppe gespuckt?

Für heute – mehr oder weniger für jetzt – war die Fertigstellung meines Balkons angedacht, was bedeutete, dass auch die Markise wieder an ihren Platz sollte – alles unter der Option, dass es nicht regnet. In der Nacht die Wetterapp befragt und zufrieden gelächelt: Regen ab 14.00 Uhr, da müsste alles vorbei sein.

Zu Arbeitsbeginn kam auch einer, der die Folien entfernte – leider nur zu einem Drittel, weil es dann sintflutartig zu regnen begann. Und ich hatte extra meinen Orthopädentermin mit einer Schummellüge verschoben, weil ich natürlich zu Haus sein wollte, um Werkzeug zu liefern, eine zweite Leiter zur Verfügung zu stellen und Belohnungen in die Taschen der Monteure zu versenken.

Aber der Regen hatte auch was Gutes. Ich bemerkte, dass mein Sender für die Außentemperatur versehentlich in dem Folienabfallhaufen gelandet war. Regendichte Jacke angezogen und gesucht und gesucht und erfolgreich gesucht und ihn befreit. Die Folien werden heute noch alle entfernt werden – doch ob es mit der Markise was wird, das bestimmt der Regengott von Tempelhof.

 

Und hier mein Markis-chen, wie es im Wohnzimmer ruht. Die Aufnahmewinkel rufen schon: „Komm doch wieder zu uns, wir sind so leer!“

Wenn alles fertig ist, wird es nur noch das Problem-chen geben, wie ich meine Glasbilder wieder anbringen kann. Die gedämmten Wände sind tabu für Nagel, Schrauben, Dübel oder anderes. Entweder setze ich an einer Seite eine Wand davor, die ich löchern kann, oder ich finde eine Möglichkeit, wie ich die Bilder direkt auf eine der Glaswindschutzfenster klebe. Mal sehen, was mir und den Bauhausmitarbeitern einfällt – die werben doch immer damit: „Wenn’s gut werden soll …“ – und genau das soll es.


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Erstens kommt es anders …

zweitens als frau denkt

Es tut mir (nicht) aufrichtig leid, dass ich euch noch einmal mit der Bauerei hier belästigen muss.

Warum immer bei mir diese Abnormitäten, es haben doch noch so viele andere Leute in meinem Strang eine Markise an der Decke. Und die war es, die so viel Ungemach bereitet hat. Doch nun der Reihe nach.

Da ich ja meine Bauarbeiter nach wie vor belohne und „besteche“ und ihnen von meinem Wochenbetturlaub erzählt habe, waren sie Donnerstag in aller Herrgottsfrühe auf meinem Balkon – Höchstzahl war sieben. Da fing ich langsam mit Verwechslungen an, da ähneln sich so viele.

In die Schokoladenschale packte ich weiße und dunkle Schokolade – die weiße fand keinen Zuspruch. – In die Trinkgefäße kam Kaffee oder Säfte oder Wasser – bei der Hitze alles gern genommen.

Und dann fingen sie an, stapelweise das Isoliermaterial anzufordern, damit mein Balkon ein weiß-gelb-graues Zwischengesicht bekommen kann. Neugierig oder wissbegierig wie ich fast immer bin, fragte ich nach einer Erklärung für die drei Sorten. Die unterste weiße Schicht ist absolut feuchtigkeitsunempfindlich. Die gelbe Schicht ist unbrennbar und die graue dämmt einfach nur. – So richtig habe ich das mit der nicht brennenden kurzen Zwischenschicht nicht verstanden – aber verdammt, ich verstehe ja Ausländer grundsätzlich schwer.

Alle Platten wurden gleich ordentlich verdübelt und dann mit einem grauen Deckel gegen Feuchtigkeitsdurchlass verstopft.

Je höher sich die Männer arbeiteten, um so deutlicher wurde das Problem, das sie und ich bekommen werden. Meine Markise wurde von den Markisenbauern zu dicht an die hintere Wand gebaut, so dass dahinter ohne den Abbau der Markise keine Isolierund angebracht werden kann.

Also muss das Ding runter. Ein deutscher Arbeiter erklärte sich bereit, das zu übernehmen, so dass ich mich immer wieder mit ihm verständigen konnte. Es wäre aber definitiv NICHT die Sache dieser Bauarbeiter gewesen, dieses Problem zu lösen. Gut, dass ich sie schon lange so gut behandelt habe.

Der Hausmeister stellte einen längeren (ca. 15 cm langen) 6er Inbusschlüssel zur Verfügung, aber damit war es Obermegasch…, denn er war wesentlich zu kurz. Der Mensch auf der Leiter meinte, er bräuchte mindestens einen 30 cm langen. Ich düste gleich und sofort ins Bauhaus – vergeblich. Der gab mir eine andere Adresse – vergeblich. Auch dort bekam ich wieder einen neuen Tipp. Zum Glück fuhr ich nicht gleich hin, sondern erledigte es telefonisch. – Der letzte Anbieter hat mich glücklich gemacht – und das zu einem erschwinglichen Preis (ca. 11,00 €)

Ich erwähne extra den Preis, weil ich bei einer Jalousie- und Markisenfirma angerufen habe und mich nach dem Anbringepreis erkundigt habe. – Er fragte sofort, ob die Deckenwinkel, die das ganze Gewicht (90 kg) der Markise tragen, ob die noch oben an der Decke sind. Das bejahte ich.

Und dann meinte er: „Das kostet 230,00 €“ Da habe ich heftig geschluckt. Die Markise hat ja einen Motor, so dass ein Kabel über einen Doppelschalter angeschlossen wird, um sie hoch und runter zu bewegen. Als ich danach fragte, war die Antwort „Nein, da muss ein Elektriker kommen.“ Als ich erklärte, dass sie bis vor 2 Wochen ordentlich funktioniert hat und alle Teile vorhanden sind, meinte er: „Na gut, dann machen wir das mit, für 110,00 €. Keiner richtet sich mehr nach der aufgewendeten  Zeit, sondern der Preis steht immer schon fest. – Na gut, ist ja beim Friseur auch so. Doch in der Autowerkstatt wird wenigstens offiziell nach Arbeitszeit abgerechnet und nach Material.

Als ich vom Bauhaus wieder kam, lag sie schon auf dem Balkon, das schwere dreckige Ding. Ich wollte oder musste sie im Wohnzimmer zwischenlagern. Durch das Mittelfenster vom Balkon wurde sie durchgereicht, alles wurde mit Folie unterlegt und dann konnte ich mich an den Dreck machen, der zum Teil so verkrustet war, dass nur ein Metallschaber half.

Am Freitag war dann nur einer auf dem Balkon – der erledigte alle Putzarbeiten und legte die Grundlage dafür, dass ich wieder ein ordentliches Fensterbrett bekomme. Auf dem zweiten Bild sieht ja der Fensterbrettbauplatz noch schlimm aus, auf dem letzten ist alles in Ordnung.

Am Ende haben sie auch noch sauber gemacht und solche komischen Gebilde mitgenommen. – Da könnte man fast Skulpturendeutung machen. Ich sehe einen eingeringelten Drachen dort liegen.


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Unser Haus wird eingepackt …

und wir müssen den Balkon umpacken!

Sicher gibt es Schlimmeres – ich bin gespannt, wie lange ich die Sonne auf dem Balkon nicht genießen kann und wie lange ich – außer in der Küche und im Bad – durch blaue Schutzfolie auf die Umwelt gucken muss.

Die Wärmedämmung entspricht nicht mehr den neuesten Anforderungen, deswegen muss zusätzlich isoliert werden. Außerdem sind auf den Giebelwänden und an den Fassaden noch die gesundheitsschädlichen Eternitplatten, die man mit Asbest gleichsetzen kann. Diese werden auch entfernt.

Für mich und für alle Mieter in den betroffenen Wohnungen bedeutet das, dass die Balkons total leer geräumt werden müssen. Die Blumenkästen müssen weg, weil die Zinkbleche erneuert werden. Bilder, Möbel, Kästen und anderes – kein Problem, fast alles schon weg. Nur der Fußbodenbelag aus den Kunststofffliesen, der macht mir ein wenig Kummer. Ich will nicht wieder Platte für Platte verbinden, sondern den Fußboden in vier großen Stücken entfernen – ich hoffe, das wird was. – Auf dem Balkon hatte ich ein leuchtendes Blütenbäumchen – das kann ich jetzt in meinem Wohnzimmer erstrahlen lassen.

Für Kitsch, Plastik und Plunder habe ich noch aus der alten Wohnung grüne Kunststoffgefäße, die nicht unbedingt immer mit echten Pflanzen bepflanzt sein müssen. Jetzt ist ein Fensterbrett damit gefüllt. – Meine Schmetterlinge müssen ja auf etwas landen können.

 


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Alles neu, macht der Mai

Quatsch, natürlich nicht der Mai, sondern der August und gehofft auch der September. Neues Jahr, neues Glück, neue Balkonpflanzen.

Der eine Kasten ist sprichwörtlich abgesoffen. Als ich das angesammelte Wasser entleeren wollte, ging das natürlich nicht, dass ich den Kasten einfach kippte, da wäre die Gefahr, dass es schwappt und an ungeeigneten Stellen nässt, viel zu groß gewesen. Den dicken Aquariumssaugschlauch hatte ich „verlegt“, also holte ich 1,40 m neuen Schlauch. Ich hätte nie und nimmer geglaubt, dass ich beim Ansaugen die Dreckbrühe so schnell im Mund habe – was habe ich gespuckt. Fast 5 Liter sind abgeflossen – ich hoffe, ihr könnt erkennen, wie nass die letzte verbliebene Erde ist.

So 3/4 leer sah der Kasten aber auch nicht attraktiv aus – mit neuer Erde gefüllt war das geringfügig besser. Und dann rief (mich) ALDI auf, bei ihnen Pflanzen zu kaufen.

Ich war brav und folgte dem Ruf:

  1. Alpenaster in lila, 15 cm klein
  2. Alpen-Lichtnelke in weiß, 10 cm winzig
  3. Alpen-Lichtnelke in pink, auch nur 10 cm unter die Messlatte bringend
  4. Alpen-Lichtnelke in dunkelpink, ganze 40 cm groß
  5. Büschelglockenblume in weiß, 50 cm hoch
  6. Büschelglockenblume in lila, auch 50 cm hoch
  7. Fingerkraut, rot, 40 cm
  8. Grasnelke in weiß, wächst zwischen 15 und 40 cm
  9. Mädchenauge in strahlendgelb, großes Mädchen in 40 – 60 cm, das könnte ganz schön wackeln bei mir in luftiger Höhe
  10. Nelkenwurz in rot, auch 40 – 60 cm hoch
  11. Schillergras ist eine  Extrakategorie, ohne Blumen, wiegt sich im Sturm, wenn es 50 cm hoch ist
  12. Strandflieder in lila kann gar kein Misskauf sein, auch wenn er 80 cm wachsen will – da werde ich ihn eben vorher immer ein wenig beschneiden

Jetzt zeige ich euch noch, wie es kurz nach dem Einpflanzen am 13. August aussah.

Da ja vom 13. August her einige Zeit ins Land gegangen ist, hatte ich gehofft, lohnenswerte Fortschritte fotografieren zu können. – Anders – richtig lohnenswertes gab es nicht, denn alle Pflanzen sind unter ihren „Vorgaben“ geblieben. Fast nichts hat geblüht, alles ist klein geblieben. Vielleicht habe ich sie zu dicht in den Kasten gepflanzt, so dass ihnen Luft und Nährstoffe fehlen. – Irgendwie fehlte mir die Lust, tagesaktuelle Fotos hinzuzusetzen – es ist zwar alles wunderbar grün, aber NICHTS blüht.


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499 g abgenommen und die Folgen davon

Als erstes Schlagwort habe ich Humor hingeschrieben – also nicht alles bierernst nehmen, was Clara hier so fabuliert.

Zwei Termine riefen – ich hatte es eilig – und … blieb im Fahrstuhl stecken, eine leichte Horrorvision für mich. Notrufknopf betätigt – nichts, keine Stimme, keine Frage. Leicht entnervt hämmerte ich gegen die Fahrstuhltür. Das gefiel dem Fahrstuhl offensichtlich nicht und er setzte sich wieder in Bewegung und hielt eine Etage unter mir. Den Rest lief ich lieber.

Und nun ich nach der SM-Sitzung beim Physiotherapeuten, auf die der Orthopäde noch einen Schlag, nein besser ja einen Stoß  draufsetzte, von daher heißt sie Stoßwellentherapie. Ich wollte mich dringend angenehmeren Dingen hingeben. Ich wollte Hosenträger kaufen, da die Hosen rutschen.

In den ersten Läden Fehlanzeige. Dann fand ich ein Geschäft und auch die gewünschten Träger. Die ganze Sache verzögerte sich ungewollt — bis es vor der Tür zum gewittrigen Weltuntergang kam. Egal, wo man untergeschlüpft war, man wurde nass. Wenn nicht von oben, dann durch die idiotischen Autofahrer, die wie die Geisteskranken durch die Pfützen bretterten.

Irgendwann traf ich zu Hause ein.

Als ich die Wohnung betrat, traf mich (fast) der Schlag: Seenlandschaft auf Parkett – es war keinesfalls ein meine Seele erfreuender Anblick. Verzeiht, dass ich die Möglichkeit für dieses hoffentlich einmalige Foto ungenutzt verstreichen ließ und erst die Saugehandtücher geholt habe . Bis zum Esstisch hatte sich das Wasser ausgebreitet, das durch die unverschlossene Balkontür hereingeregnet war. Auch wenn der Balkon fast 1,50 m breit ist – das macht dem Regen gar nichts, das überwindet er locker. Das ist eine seiner leichtesten Übungen.

Ein wenig habe ich gegrübelt, warum mir das NIE in der alten Wohnung passiert ist, wo ich auch einen Westbalkon hatte – aber dort ohne Wind und in der 2. Etage, hier in der 8. Dort blieben die Scheiben der zwei Balkontüren immer trocken – wahrscheinlich wurde der Regen von der Trauerweide geschluckt.

Mit dieser Erinnerungscollage kann ich die Trauerweide, die zwei Balkontüren und die Tiefe des Balkons „beweisen“ und mich erinnern.

Doch zurück zur Wirklichkeit!

1808 Überflutung 48

Es ist doch schön, wenn so viele Reservehandtücher parat liegen. – Weniger schön ist es, beim Weggehen immer daran zu denken, die Balkontür zu schließen – nicht wegen Einbruch, oder doch wegen Einbruch, nämlich Wettereinbruch.

Wie es in Berlin an diesem 27. Juli war, soll euch dieses Video zeigen. Am süßesten finde ich die Stelle, wo der Junge auf der Straße „schwimmt“:

Da ist doch mein Parkett ein KinderClaraspiel dagegen.

Die neuen Balkonfliesen wurden auch gewaschen – Regenwasser dürfte ja keine Kalkflecke ergeben. Aber ich habe festgestellt, dass die Feuchtigkeit von allein kaum verschwindet – ich muss wischen, wenn ich den Balkon am nächsten Tag betreten will. Es ist wie in der Spülmaschine, die Plastikdosen bleiben immer am längsten nass.

Und … das bedeutet weiterhin, der Blausauger, pardon, Staubsauger wird wohl keine Blättchen auf dem Balkon saugen dürfen, denn unter den Fliesen hält sich das Wasser verdammt lange, das habe ich beobachtet. – Leider hält es sich auch AUF den Fliesen verd… lange, da es keinerlei Belüftung gibt und die Sonne nur kurz und nicht direkt einwirkt. Da hätte ich doch gleich eine Idee für ein tolles „Krachmachergerät“: Ich schlitze an verschiedenen Stelle Belüftungsöffnungen hinein, damit hier mal ein frischer Wind die Nässe wegpustet 🙂 😉

1808 Überflutung 49

Das Parkett hat nur minimalen Schaden genommen.

1808 Parkett Wasserschaden

An der Stelle liegt immer ein Fußabtreter mit Buchsbäumen darauf, also werde ich nichts tun (lassen).

 

 


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BBS = Balkonbilderstory

Wenn schon nicht Stichsäge – dann wenigstens Schlagbohrmaschine oder BOHRHAMMER – letzterer ist geil, da kann man sich mit dem ganzen Haus bekannt machen oder auch verfeinden, falls man den zu lange bohren lässt.

Ich beschloss plötzlich, auf diesem schönen Balkon noch viel schönere Bilder haben zu wollen. Leider gab es die preiswerte, wasserfeste Version, wie ich sie im Bad habe, nirgends mehr zu kaufen. Es hätten ja nicht Muscheln sein müssen

Von einem recht geschäftstüchtigen Baumarkt wurden mir die Glasbilder angepriesen – und ich Blöde habe sie genommen – obwohl ein Stück ca. 20,00 € kostet. Aber mir gefielen die Motive so gut – und im Winter, wenn es auf dem Balkon nass und kalt ist, passen sie von der Farbe her gut ins Wohnzimmer.

Jetzt erst eine Gesamtaufnahme, denn danach ging der Ärger richtig los.

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Ich meinte, eine Verkleidung vor mir zu haben und setzte den Akkuschrauber / -bohrer an. Die Wand lachte. Ich holte die elektrische Bohrmaschine und fing an zu bohren: Die Wand lachte. Ich stellte auf Schlagbohren – da lachte niemand mehr, aber es passierte dennoch nichts. An drei verschiedenen Stellen probiert: jeweils ca. 1,5 mm in die Tiefe gebohrt.

Zum Sohn gefahren, die Stichsäge zurückgebracht und Trost gesucht. Seine Worte: Du schaffst das schon. Das ehrt mich immer so, das Vertrauen meines Sohnes.

Dann in den Baumarkt gefahren. Der Preis für einen einzelnen 4er Betonbohrer haute mich fast um – für das Geld habe ich früher einen ganzen Satz bekommen. Der Mitarbeiter wollte mir einen Bohrhammer zur Ausleihe andienen: 4 Stunden für 15 Euro – da bohre ich die Löcher lieber mit der Nagelfeile in die Wand 🙂

Und mit dem neuen Bohrer kam ich wenigstens einen knappen cm in die Wand – dann stieß ich bei zwei Löchern auf die Bewehrung aus Stahl – das Zeux heißt ja auch Stahlbeton. Also kürzte ich die Dübel, nahm dicke, kurze Schrauben und …. und … passt, wackelt und hat Luft. – Bei zwei anderen Bohrlöchern, natürlich an der gleichen Wand, gab es plötzlich einen Runx und das Bohrfutter saß auf der Wand auf. Ich hatte nicht mit Abstandshalter gebohrt – ich hatte es für überflüssig gehalten. Dort ging aber wenigstens ein kompletter Dübel hinein.

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Mit „Hugo“ ist doch jetzt auch ständig ein Mann gegenwärtig, der auf den Balkon und das Wetter aufpassen kann und alle schwierigen handwerklichen Arbeiten durchführen darf.

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Auch hier geht es um Saures und Getränke, dieses eine Petersiliensträußchen vernachlässige ich jetzt. Kalte Getränke sind bei Hitze für mich das A & O.

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Hugo in Grünpflanzen gebettet. Die drei Töpfe stehen auf einem Elektrogrill, der viel zu selten genutzt wird. Da wollte ich ihm eine sinnvolle Interimslösung zuweisen.

Danach war ich so breit, dass ich nur noch Kaffee trinken konnte auf meinem aufgehübschten Balkon.

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Lieber Gott, ich wünsche mir …

(Clara) … zum Geburtstag eine Stichsäge!

(Gott) Clara, habe ich richtig gehört: Eine Stichsäge? Du weißt ja, ich bin schon uralt und meine Ohren sind durch das ganze Getöse, Geknalle und Geschieße auf der Welt auch nicht mehr die besten.

(Clara) Ja, du hast genau richtig gehört.

(Gott) Verzeihung, aber was willst DU denn in DEINEM ALTER mit einer Stichsäge? Den Sarg können andere Leute viel besser tischlern, oder willst du auch das mal selbst ausprobieren?

(Clara) Nein, mit STICH habe ich ja schon immer gesägt oder gehämmert oder genagelt, aber STICHGESÄGT, und das auch noch elektrisch, habe ich noch nie. – Außerdem hat mir und meinem schwarzen Humor der Witz von dem kleinen Jungen, der den ganzen Tag Trekker fährt, gefallen.
Mit einer Stichsäge hätte ich die Chance, den Witz irgendwie anders zu erfinden.

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Und damit das mit meinem Wunsch auch klar geht, wacht Lenny darüber.

Und wie Recht ich habe mit meinem Wunsch nach einer Stichsäge. Kaum hatte ich sie zu seinem Eigentümer zurück gebracht, habe ich mir so einen Altweiber-/männersitz für die Badewanne gekauft – doch wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er etwas zu lang. Die beiden Alurohre, die die Randauflagen halten, müssen 3 cm gekürzt werden. – Also wieder dorthin dackeln – das einzig Gute daran, ich sehe Sohn und Hund dadurch wieder.

 

 

 

 


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Balkonmärchen

Es war einmal ein mittelgroßer, knuffiger Westbalkon, der fast jeden Nachmittag im Glanz der Frühabendsonne erstrahlte. Dennoch schien er nicht glücklich und zufrieden zu sein. Immer, wenn die Bewohnerin sich blicken und sich erschöpft in den Balkonstuhl fallen ließ, hörte sie ein Flüstern. Vielleicht war es auch gar nicht so leise, vielleicht war einfach der Straßenlärm zu laut oder die Ohren zu verstopft.

Nach längerem, angestrengtem Zuhören verstand sie: „Hübsch mich bitte auf, ich seh schon so alt aus!“

Darauf antwortete die Balkonstuhl(be)sitzerin: „Und wer hübscht mich auf, ich bin viel oller als du – wir sind hier doch nicht ‚Bei wünsch dir was!'“

So ging das hin, so ging das her – und die im Sessel hatte die schwächeren Nerven, nachdem das passierte, wovon im letzten Artikel berichtet wurde. Da meinte sie auch plötzlich, dass der Fußbodenteppich wirklich schon alt ist. Als sie unter diesen Teppich schaute, bekam sie das grün rieselnd bestätigt. – Sie hatte das Gefühl, dass sich der Balkon für seinen nicht erhörten Wunsch rächte und deswegen den Staubsauger als zusätzliches Argument für seinen Wunsch kurz mal außer Betrieb gesetzt hatte.

Also wurde eine Fußbodenneubelegung beschlossen. Beschlossene Sachen soll frau nicht auf die lange Bank schieben, also wurde der erste absolut regenfreie Tag dafür vorgesehen.

Alles wurde ins Wohnzimmer geräumt und der dreckfeuchte Teppich zusammengerollt und entsorgt.  – Nach Wischen der Kanten waren dann alle zufrieden: Der Balkon, die Bewohnerin und der zukünftige Belag. Jetzt läuft die Aktion: 1,47 m x 4,31 m = 6,3357 qm neu belegen.

(Die jetzt folgenden Fotos sind nicht für den Berliner Fotowettbewerb gedacht, sondern lediglich zu Dokumentationszwecken angefertigt worden!!!!)

Danach wurde Leon aus dem Stall geholt, den Weg zu den BlauGelben kennt er fast schon von allein und dann ein Wagen beladen.

Ausgesucht hatte ich mir die grauen Kunststofffliesen auf dieser Seite. Braune Holzfliesen sind zwar schöner, aber auch viel pflegeintensiver und teurer – und das wollte ich nicht. Außerdem passen braune Holzfliesen nicht zu meinem Interieur. 🙂

2207 IKEA Bodenfliesen

Wenn Ikea ein Foto mit Ton eingestellt hätte, wäre meine Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Da der Untergrund eben doch nicht absolut plan ist, gibt es Gehgeräusche, wie ich nach Fertigstellung festgestellt habe. Ich sage mir: Es gibt Schlimmeres! – Und so fing ich an:

Die Fertigstellung musste leider verschoben werden, da die Fliesen nur mit einer Stichsäge mit Metallsägeblatt zugeschnitten werden konnten – und die sollte besser der Wohnungseigentümer handhaben.

Der brachte einige zu unterschreibende Dokumente, den fressgierigen Lenny und die Stichsäge an einem Sonntag vorbei. Wir wollten den Mitmietern den Lärm nicht zumuten. Also bekam ich eine Schnelleinweisung und durfte alles am Montag allein machen.

Mir erschien die Badewanne als der geeignetste Ort zum Sägen. Ein Brett über die Wanne gelegt, zwei Schraubzwingen hielten die Fliese und das Sägeblatt tanzte munter auf und ab. Vom Prinzip wich es selten von seiner vorgegebenen Route ab – aber kleinere Pannen passierten. Notfalls hätte ich zwei Fliesen zur Reserve gehabt, doch die wurden nicht gebraucht.

Die letzten Fliesen waren die schwierigsten, weil sie sich so schlecht einklicken ließen. Und dann musste ich eine ca. 4 cm breite „Füllung“ sägen, weil es mir mit solch einem großen Abstand nicht gefallen hätte.  Ohne Schraubzwingenbefestigungsmöglichkeit. – Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

Das Ergebnis gefällt mir sehrsehrsehr und die Plastiksägespäne waren auch schnell wegbeseitigt.

Von weiteren Aufhübschungsarbeiten berichte ich später mal.

 


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Gesucht wird 365 Tage im Jahr …

… aber nicht am Ostersonntag …

und schon gar nicht Ostereier und Süßigkeiten.

Ich suche fast täglich irgendetwas. Zu dieser freizeitfüllenden Beschäftigung verhilft mir mein schlechtes Gedächtnis. Momentan ist es gerade der Deckel vom Balkonmülleimer. Ich hatte ihn kurzzeitig für eine andere Nutzung entfremdet und dafür brauchte er seinen Deckel nicht. Mir oder mich deucht, ich hätte diesen irgendwo im Einbauschrank deponiert – doch das deucht mir/mich schon seit drei Tagen.

Doch was soll’s, Deckel von Balkonmülleimern werden vollkommen überbewertet – wenn ich es hineinregnen lasse, leben die Abfälle nicht so trocken.

Ostern wird bei mir – im Gegensatz zu Weihnachten – immer nur ganz bescheiden geschmückt und so gut wie gar nicht gefeiert. Im Fotoblog zeige ich euch den „Nachtschmuck“ und hier den Tagesschmuck.

2703 Osterdeko 2016

Die folgenden Kugeln erfüllen nicht ganz die Ostereierformnorm – geschmacklich ja, aber nicht für die strenge EU, wo jede Gurke, jede Möhre und jedes Ei eine genormte Form haben muss.

2703 Olas Süßkram

Mit so viel Kalorien im Bauch wird mir warm und ich kann die angekündigten Sonnenstrahlen (hoffentlich) auf dem Balkon genießen.

2703 Balkon 7

Last but not least wünsche ich meinen gläubigen Lesern ein gesegnetes Fest mit dem Segen des Auferstandenen und allen anderen einfach zwei wunderschöne Tage, bei denen das Wetter mitspielt.

Herzliche Ostergrüße von Clara


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Täglich wird hier „Hitchcock“ gespielt …

und zwar natürlich „Die Vögel“

Ich weiß nicht, ob ich das Naturschauspiel der vielen, sehr großen Vögel genießen soll oder ob sich doch ein kleiner Angstgedanke hineinmischt. Sie fliegen sehr dicht an den Scheiben vorbei, ich glaube, ich könnte sie bei den Beinen packen.  Es sind nicht nur Raben und Krähen, auch andere Riesenvögel halten Flugparade ab.

Aber nicht nur das – auf meinem Balkon entdecke ich immer wieder Spuren, dass sie gesucht und „gearbeitet“ haben. Auf dem Fensterbrett stehen viele Halbrundkästen mit Steinen, Muscheln, Leuchtsternen und Leuchtschneeflocken, Glasmurmeln, Dekosand, großen Steinkugeln  und Pflanzen – allerdings, ich gestehe es mit einem ganz kleinen Schamanteil in der Stimme, künstliche, denn sie kommen von einem Ort, wo echte nicht gediehen.

Täglich finde ich besonders die Leuchtteile auf dem Fußboden verstreut und im Kasten breitgestreut.

Ich glaube, wenn ich Vogelfutter für Riesenvögel auslege, bin ich auf meinem Balkon nicht mehr allein 🙂