Claras Allerleiweltsgedanken


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Es ist geschafft!

„Es ist vollbracht“ wäre mir zu biblisch gewesen

Das schöne Wetter, der Fleiß des Superhandwerkers und nicht zuletzt meine gute Regenprophylaxe haben zu einem tollen Ergebnis geführt. – Für mich ist jetzt das Berichten über dieses Ereignis sehr viel schöner, als mich an den 13. August 1961 zu erinnern. Da wurden Trennungen aufgebaut, die sich zum Teil heute noch auswirken, auch wenn diese unsägliche Mauer, damals für uns als „Antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet, schon wieder über 30 Jahre nicht mehr existiert.

Er kam gegen 10.00 Uhr, da ja alles noch ein wenig trocknen musste – von den Bodenfliesen ist doch einige Feuchtigkeit in den Putz gezogen, hat sich dann aber zum Glück verflüchtigt.

Ich zeige jetzt einfach nur Fotos. Als alles fertig war, schien die Sonne so schön wie schon seit Tagen nicht mehr, da zeigte die Markise ihre volle Daseinsberechtigung.

Im direkten Vergleich Sitzpolsterstreifen mit Wandfarbe zeigt sich eine leichte Differenz, mit der ich aber leben kann. Ein kleines Stück Papier im Farbkatalog wirkt doch anders als eine große Fläche.

Natürlich ist eine gestrichene Metallfläche nicht so schön wie neues glattes Metall, aber für die Zeit meiner Balkonnutzung in dieser Wohnung schön genug.

Diese Freude über die Stellen mit den Pfeilen kann nur ich empfinden. Mein Sohn hat vor längerer Zeit mal diese weiße Platte angebracht, damit ich die Bilder aufhängen kann, die vorher an der Wand hingen. Wegen der ausgeführten Wärmedämmung durften sie dort nicht mehr angebracht werden. – Bei sehr starkem Wind in Richtung Balkontür fing diese Platte an zu vibrieren, dass ich schon Unheil für Glasbilder oder Platte befürchtete. – Der Maler hat sie mit 3 Nietstiften oder Stiftnieten oder ??? fest mit dem hintergrundigen Fensterrahmen verbunden.

Der Bodenbelag soll auch seine Ovationen bekommen. Es ist die „Ampelkoalition“ auf Claras Balkon – sie ist für die Politik jedoch nicht mein Favorit, auf dem Balkon darf sie existieren. – Keine Angst, die Wand ist nicht schattiert!

Ein Blick durch das große Fenster auf das Fensterbrett auf dem Balkon. Dort können Hasen und Vögel jahreszeitenunabhängig ihre Treffen abhalten.

Und das letzte Foto in die Gegenrichtung. Jetzt fehlen für die Wohnzimmergestaltung nur noch die Plissees, die nach dem 20. August angebracht werden. Dann fällt mir (hoffentlich) nichts mehr weiter ein, womit ich Handwerker reicher und mich ärmer machen kann.


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Der Unvollendete

Ich will keinesfalls dem Komponisten Franz Schubert mit seiner Sinfonie „Die Unvollendete“ Konkurrenz machen, aber zu meinem Balkon kann ich nichts anderes als Überschrift wählen, für mich hat er zur Zeit eine große Bedeutung.

Es wird relativ viele Fotos geben, wenig Worte – denn wenn ich meinen Ärger über so manches hier zu Tastatur bringen würde, könnte sich der Ärger noch multiplizieren – das brauche ich momentan nicht.

Dass der Handwerker aus (irgendwelchen) Coronagründen 6 Arbeitstage später als geplant vor meiner Tür stand, hatte ich schon irgendwo erwähnt. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er mich an einen Kollegen weitergereicht – aber gegen meinen Protest kam er nicht an. Also musste ich ihn mit seiner für diese Woche planmäßigen Baustelle teilen, so dass er immer nur halbe Tage gearbeitet hat.

Er klingelte am Dienstag (10.08.) vollbepackt, bekam sogleich einen Wohnungsschlüssel ausgehändigt, guckte wie immer zuerst sehnsüchtig nach einem Kaffee und fing an. Die sehr unansehnlichen Metallteile mussten an – oder abgeschliffen werden. Natürlich war das kein Engelsgesang, aber so heftig war es dann auch wieder nicht, dass es manchen total missfiel und diese das auch deutlich äußerten. – Insgesamt dauerte das nicht länger als eine Arbeitsstunde. Und ich sage mal dazu:

Toleranz ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr.

Als er anschließend alles Metall grundierte, sah es so aus:

Der untere Rand des Fotos zeigt, dass er mit den Wandfliesen auch schon was gemacht hat. Diese schattierte Farbe erinnerte mich an eine „Wickeltechnik“ beim Malern – das wurde in der DDR oft in Treppenhausfluren angewendet, weil man nicht gleich jeden Dreck sah. Eine helle Grundierfarbe wurde mit einem in dunklere Farbe getauchten gewickelten Lappen über“malt“ – vielleicht gibt es Schöneres, aber vielleicht kennt das noch jemand.

 

Gleich darauf wurden alle Metallteile abgeklebt, damit sie sauber bleiben, wenn es zum nächsten Arbeitsschritt geht.

Lasst euch nicht von einem breiten Handwerkerkreuz ablenken, die zwei Maurerkellen in seinen Händen sind das Wichtigste auf dem Foto – damit wurde die Grundierspachtelmasse aufgetragen, nachdem ein aufgeklebtes Gitternetz (links im Foto) die Sache haltbar machen soll.

So sieht es aus, wenn die ganze Fläche zugespachtelt ist. Die Oberfläche gefällt mir – ein wenig wird davon auch noch unter der Farbe zu sehen sein.

Und dann ging es an die Decke – dort war der Schaden sehr viel größer als anfangs zu sehen. Alles, was lose ist oder in der nächsten Zeit locker werden kann, muss runter.

Wäre ich eine bekannte Künstlerin, könnte ich das vielleicht als Kunstwerk verkaufen.

Und auch dann wurde wieder geputzt oder verputzt. Dabei hat die Markise was abbekommen, da wir die ja nicht ausgebaut haben. Aber mit kräftiger Kernseifenlösung konnte ich das meiste auswaschen. – Wie heißt es: „Wo gehobelt wird, fallen Späne.“

Und zum Schluss wurde am Freitag als Endtermin der 10. August ausgemacht – da wollte er den ganzen Tag arbeiten und ALLES zu Ende bringen. … … … Und wer machte einen Strich durch die Rechnung??? Das Wetter.

Auf meiner Wetterapp für meinen Stadtteil war angegeben, dass ab 12:00 Uhr 80 % Regenwahrscheinlichkeit ist – und für die weiteren Stunden etwas weniger. – Was ist stattdessen passiert? Am 10. schreibe ich diesen Bericht und es hat bis jetzt (16:18 Uhr) noch nicht einen Tropfen geregnet – dafür um so mehr am Abend zuvor.

Die Fotos von den nassen Wänden sehen so aus:

Am nächsten Morgen, also am 10., sahen die Wände nicht viel trockener aus als am Abend zuvor. Ich versuchte es mit einem Heizlüfter, der ein wenig Effekt hatte, aber schneller meinen Stromzähler bewegte als mich zufrieden stellte.

Und da nun endgültig der 11.08. als Fertigstellungstermin ausgemacht ist – und für die Nacht wieder etwas Regen angesagt ist, habe ich sehr eigenartige Vorsorge getroffen. Ich hoffe sehr, dass morgen früh alle Wände trocken sind und der Himmel sich auch anständig benimmt.

Ich bin sehr glücklich, dass ich meine Anti-Regen-Bastion so gut ausgebaut habe, denn von 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr am nächsten Tag war Regen – angekündigt waren zwischen 90 % und 60 % – bei mir haben die sich zusammengetan und es hat 150 % geregnet – gefühlsmäßig zumindestens. Deswegen habe ich dann noch Stühle hingestellt zur Stabilisierung der Planen.

Alle diese Fotos werden keinen Schönheitspreis gewinnen – wenn sie mir eine trockene Wand bescheren, haben sie ihren Zweck erfüllt.

Ich werde hoffentlich bald von der Fertigstellung fotografisch berichten können.


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Emsig oder übereifrig kann ich auch!

Im letzten Artikel mit den sieben Gesichtern wurde mir bescheinigt, dass ich witzig sei. Danke – ja kann ich sein, wenn alles läuft. Heute zeige ich mich von der nicht so guten Seite – nämlich emsig oder sogar übereifrig.

Es war (wieder einmal) ein Wohnungstag, da es derartig stürmte, dass sogar die Wetterapp mit einem orangefarbigen Ausrufezeichen-Dreieck warnte, so dass ich wenig Lust hatte, mir Dreck ins Gesicht oder Zweige auf den Kopf wehen zu lassen. Immer nur schlafen und lesen geht nicht – also nahm ich mir den Balkon vor.

Ob mein Maler unter Umständen wegen querdenkerischem Gedankengut trotz (angeblich) negativem PCR-Test eine siebentägige Quarantäne einhalten musste und ihm bei Nichteinhaltung eine fünfstellige Strafsumme angedroht wurde, weiß ich alles nicht.  Ich weiß nur, dass diese Quarantäne genau in die Woche fiel, in der er bei mir arbeiten sollte oder wollte. Und das ist für mich zum Jammern, zum Reihern, zum ungeduldig werden. Jetzt – zum Zeitpunkt des Schreibens – weiß ich immer noch nicht, wie es weitergehen soll. Kommt er in der nächsten Zeit oder verschiebt es sich auf einen ungewissen Zeitpunkt?

Deswegen überkam mich plötzlich und unerwartet die Idee, dem Wohnzimmer wieder sein gewohntes Aussehen zurückzugeben und den Rasen auf dem Balkon auszulegen.

Stück für Stück nahm ich auf dem Balkon Maß und schnitt dann sofort das überflüssige Stück aus dem Teppich raus. Im Laufe der Zeit nahmen die Scheren das übel – und eine davon hält sich jetzt noch versteckt und will sich vor weiterer Arbeit drücken.  Ich kann mich partout nicht erinnern, wo ich sie abgelegt habe.

Als ich das fertig zugeschnittene Teil dann auf die gesaugten und gewischten Bodenfliesen legen wollte, stellte es sich ganz schön sperrig an und wollte nicht ganz bis an den äußersten Rand rutschen. Das muss dann der Maler richten, denn wenn er erscheint, muss ja alles wieder weggeräumt werden. – Der Blick durch die Balkontür gefällt mir. Wenn ich mir jetzt noch erträume, dass die Wand schön ockergelb leuchtet, würde es mir noch mehr gefallen. Und barfuß ist es ein wunderschönes Gehgefühl.

Aber irgendwann lagen die vier Meter auf dem Balkon und ich konnte wieder einräumen. Diese Rolle neben dem Hocker ist das Stück, was von den jetzigen 4 Metern bis zur Balkonlänge von 4,30 m noch ergänzt werden muss.

Als ich die Blumentöpfe auf den ehemaligen Grilluntersatz stellte, verfing sich der stürmische Wind derartig in den Blättern, dass er mir beinahe die Töpfe runtergeweht hätte.

Unter dem Blumentisch sieht man das fehlende Teppichstück. – Als der Wind immer und immer wieder die Blätter rüttelte und schüttelte, drehte ich den Tisch einfach um.

Für kurze Zeit erschien es mir die bessere Lösung, zumal so auch eine Person auf dem hinteren Stuhl mehr Bewegungsfreiheit hat. – Doch dann räumte ich noch einmal um. Zusätzlich sägte ich zwei Spanplatten zu, um die Auflageflächen des Gestells stabil zu vergrößern.

Auf dem letzten Foto ist die ehemalige Teekanne zu sehen. Nachdem ich auch die untere Etage durch ein Brett vergrößert hatte, fanden alle Töpfe Platz.

Der letzte Aufhübschungsakt war das Umsetzen einer Lampe, die im Wohnzimmer partout nicht gebraucht wurde. So wie der obere Teil der Kugel, so etwa sollen die Wände gestrichen werden.

Am Abend habe ich noch schnell ein Handyfoto gemacht – und staunte, dass sich meine Lampe durch die Spiegelung „verdoppelt“ hat. – Kurz vor der Veröffentlichung hat es geregnet – geschüttet – gegossen und wollte überhaupt nicht mehr aufhören. Die Balkontür und das große Fenster, die mehr als 1,5 m von der Regenwelt getrennt sind, sahen aus, als fahren sie durch eine Scheibenwaschanlage. Ist schon verrückt – tagsüber war es heiß wie am Rand der Sahara und abends verstopfen wieder alle Gullis.

Unter dem Schrank im Wohnzimmer habe ich meine zukünftige Fensterdekoration „versteckt“, damit sie nicht knittert. Da bin ich ja mal gespannt, ob ich das vernünftig hinbekomme, denn manchmal stehe ich ja mit Folien auf Kriegsfuß. – Da muss ich nur meinem Medi-Boy den Zugang beim Saugen verwehren, denn sonst macht er Schaden.

 

 


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Den heutigen Montag hatte ich anders geplant

Es ist Urlaubszeit – es ist immer oder schon wieder Coronazeit – es ist Pausenzeit bei meinen noch ausstehenden Handwerkern. Zur Diskussion stehen der „Superhandwerker“ für meinen Balkon, die Fenstereinbauer im Arbeitszimmer, im Schlafzimmer und für das Kombinationsfenster Küche/Bad. Und gleich danach wenn die neuen Fenster nach zwei Tagen noch nicht rausgefallen sind, kann die Firma die Maße nehmen kommen, um die gewünschten Plissees zu bestellen.

Am 19. Juli habe ich mir (fast) ein Loch in den Bauch gefreut, als ich die Nachricht vom Maler bekam, dass er am 26. Juli mit der Balkonverschönerung beginnt.

Eifrig, wie ich in solchen Fällen immer bin, habe ich am Wochenende alles für seinen Einsatz vorbereitet.

Der Balkon wurde – bis auf ein kleines Ablagetischchen zum Abstellen für Kaffeetasse oder Trinkbecher geräumt. Im Wohnzimmer sah es dann so aus:

Vorübergehend kann ich einigermaßen (gut) mit solchen Provisorien leben.

Auf dem Balkon haben die Junikäfer mehr Platz für ihre Suizidversuche. Ich verstehe nicht, dass sie in Massen auf meinem Balkon auf dem Rücken liegen und nicht selbst in der Lage sind, sich durch das Auffalten der Flügel wieder startklar in Flugposition zu bringen. – Also mache ich das und werfe sie vom Balkon. Spätestens zwei Etagen tiefer fliegen sie wieder – sie sind also nicht tot, bestenfalls scheintot. – Na gut, dieses Exemplar liegt nicht auf dem Rücken.

Damit sich die „grüne Wiese“ beim Auslegen nicht so rollt, habe ich sie im Wohnzimmer ausgerollt. Ich konnte wunderbar testen, wie schön es sich barfuß darauf läuft und die Freude um einige Prozent gesteigert.

Weil ich wusste, dass die 2 m in der Breite zu viel sind, habe ich den überflüssigen Streifen abgeschnitten und die Fensterbank „gepolstert“.

Und als allerletzten Akt habe ich in der Küche alles für die Getränke- und Leckerliversorgung zurechtgestellt. So ein hart arbeitender Handwerker muss ja bei Laune und bei Kräften gehalten werden 🙂

Da habe ich ja noch Glück, dass ich nicht am Montag früh schon Kaffee zubereitet habe, denn sonst hätte ich den ganz allein trinken müssen.

Ich hatte mich schon gewundert, dass keine Nachricht von ihm kam, um welche Zeit er auf der Matte stehen wird.

Stattdessen kam gegen 8 Uhr eine Nachricht, dass er am Wochenende, als sie ins Kino gehen wollten, (falsch) positiv getestet wurde. Darüber werde ich mich jetzt nicht näher auslassen – und harre der Dinge, die noch kommen werden.

Sollte mir langweilig werden, kann ich ja Pilze suchen gehen – mehr die großen, die ich besser sehen kann. Ob ich sie dann auch noch besser kauen kann, steht in den Sternen. Noch mehr steht in den Sternen, ob ich sie überleben würde – und das will ich doch nicht riskieren.

 

 


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Gedult? Gehduld?? oder Gedullt???

Ich kann nur Un-Geduld richtig schreiben

Auf dem Hinweg zum Friseur sah mein Kopf noch so aus:

Die Friseuse hat zwar Abhilfe geschaffen, aber ich sah schon besser aus, nachdem ich 29,00 € auf den Tresen gelegt hatte. – Egal, jetzt habe ich wieder für einige Wochen Ruhe.

Auf dem Heimweg kam ich an diesem Auto mit der „lustigen Autonummer“ vorbei. Der arme Eigentümer wird Zeit seines Autolebens an die Phase der FFP2-Maskentragerei erinnert werden. – Ich kenne bessere Sachen, an die ich erinnert werden möchte.

So, aber jetzt zur Überschrift, denn das soeben Gezeigte meine ich nicht damit.

Wenn heute Freitag ist, dann war gestern Donnerstag – und vier Tage später erfolgt der Fensterwechsel. Ganz bequem hätte ich alle notwendigen Vorbereitungsarbeiten am Vortag erledigen können, denn es steht keine Reiseaktion oder anderes im Kalender.

Früher habe ich mich immer über meine Mutter belustigt, die alles schon Tage, gar Wochen im Voraus in Angriff genommen hat. Und endlich sehe ich ein, dass ich das von ihr geerbt habe.

Denn, was habe ich schon alles erledigt???

Blumen von den Fensterbänken im Wohnzimmer in mein Zimmer getragen:

Das kann man ja notfalls noch „entschuldigen“, denn ob die Pflanzen Wohnzimmersonne oder Clarazimmersonne bekommen, ist ja eh egal – vor allem dann, wenn die Jalousien nach unten gelassen sind.

Aber schon die „Getränkebar“ für die Handwerker aufzustellen, grenzt ein wenig an Übereifrigkeit 🙂 😉

Aber die nächste Aktion ist noch ein wenig verrückter. Die beiden Aufmaßtermine bei zwei verschiedenen Firmen habe ich am 9. und 10. Juni. Ein Aufmaß hätte die Aufmaßperson im Arbeitszimmer sicher auch noch hinbekommen, wenn sie sich auf die Couch knien müsste. Und ich hätte noch bis zum Termin der Plisseemontage (so ungefähr Ende Juni rechne ich damit, es kann ein paar Tage früher oder später sein) ein ganz bequemes Arbeiten am Computer gehabt.

Stattdessen bekomme ich den Flitz, das nötige Umräumen gleich und sofort mit großer UNGEDULD  in Angriff zu nehmen. Das Wenden der Couch war wirklich Millimeterarbeit, denn ich wollte ja nicht den Arbeitsplatz rausräumen. Wenn das nötig gewesen wäre, hätte ich mir eine starke Person zum Anheben geholt.

Alles Überflüssige wird in den Korridor gestellt und dann durch Schrägstellung der Liege getestet, ob der Platz zum Wenden mit einigen Rangiervorgängen ausreicht. Als sie übergangsweise an ihrem Interimsstandort angekommen war und ich den Bürostuhl hinschob, fluchte ich darüber, dass die Damen und Herren Architekten diesem Zimmer nicht wenigstens 20 cm mehr Breite gegönnt haben, denn dann hätte es gereicht. Fünf cm konnte ich noch gewinnen, indem ich den Computertisch ganz an die Wand schob, aber auch dann hätte ich die ausgefahrene Computertastatur ständig im Bauch drücken gehabt. – Jetzt werde ich ca. 4 Wochen mit dem Provisorium leben müssen – aber zum zurückrücken der Liebe hole ich mir Verstärkung.

Noch übereilter war die letzte Aktion, denn mein Superhandwerker kommt ja erst im Juli, um den Balkon aufzuhübschen. Ich wollte ein wenig seiner Zeit und meines Geldes sparen und machte mich an die von mir gestrichene Scheuerleiste. Eine untauglichere Farbe hätte ich kaum wählen können, denn schon nach kurzer Zeit platzte sie überall auf und ab.

Arbeiten in Bodennähe gehören nicht zu meinen Lieblingsarbeiten.

Genug jetzt von der Zukunft, noch ein wenig Gegenwart, denn heute habe ich wieder einen Akustikertermin. Da haben sich für mich ein paar gute Aussichten herausgestellt. Vielleicht kann ich ein wenig Geld sparen, das ich dann an Fensterbauer, Plisseemonteure oder Balkonverschönerer verteilen kann.

Um all diese Wunderdinge zu vollbringen, müssen wir drei: Gerät, Akustiker und ich noch ein wenig miteinander arbeiten.