Claras Allerleiweltsgedanken


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Brandenburg erkunden – Wenn die Clara mit der Reine mal … III

Und dann setzt sich Reine zu einer Katze, die fast so groß wie sie selber ist – vergleicht doch mal die Kopfgröße. Damit man das besser kann, musste sie extra in die Knie – ohne Rücksicht auf alte Knochen oder so was ähnliches.

Entweder wohnt in dem Haus ein ganz großer Katzenliebhaber, der seiner Katze ein Luxusdenkmal setzen wollte, oder das Gegenteil, dass er mit dieser Monsterkatze alle Katzen ein für allemal von seinem Grundstück fernhalten wollte.

Da ist mir doch die reine, ungekünstelte Natur lieber – ob als Katze oder als Teich –  auch wenn sie wie hier ein wenig veralgt, verkrautet und vergrünt ist.

Und schon sind wir fast am Ende angekommen und sind so schwach, dass wir – wie dieses Haus – gestützt werden müssen. 😉 Da das Nachbargrundstück offenbar abgerissen worden ist, war jetzt der Bau einer Stützmauer erforderlich.

Heutzutage hat ja der Begriff „Stütze“ immer mehr eine finanzielle Bedeutung

Wir fühlen uns fast so alt wie dieses Fachwerkhaus, das schon mehr als 200 Jahre auf dem Kerbholz hat.

Überlegt mal: Erbaut 1778 und das steht heute noch. Die Werke unserer heutigen Ingenieure fallen schon manchmal nach sehr viel kürzerer Zeit zusammen.

Am Gasometer sind wir bei diesem Besuch nicht gewesen – hier nur das Foto von einem anderen Tag, an dem ich schon mal dort war!

Mit dem Gang vorbei am wilhelminischen Kriegerdenkmal verabschiede ich mich von Bernau und winke euch „engelsgleich“ aus dem Zug zu: „Die nächsten Fotos sind Urlaubsfotos, versprochen!!!!

Diesen hübschen Fensterschmuck nehmen wir auch noch mit, wenn er schon so auf dem Weg liegt.

Als ich zu lange auf das Display schaute, um alles gut zu drapieren, wäre ich fast über die unebenen Pflastersteine gestolpert – alles Gute ist nie zusammen 🙂


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Brandenburg erkunden – Wenn die Clara mit der Reine … I

mal spazieren geht, ins Umland fährt …

(Das kommt jetzt erst einmal als Trost, weil die Urlaubsbilder erst eingelesen und bearbeitet werden müssen ud dann zu Geschichten verarbeitet werden – keine Ungeduld, alles kommt)

Ausgewählt wird Bernau bei Berlin. Das Auto bleibt zu Haus, es werden die S-Bahn und die Regionalbahn als Beförderungsmittel auserkoren.

Treffpunkt alles klar, Reine hat schon brav die Fahrkarte in der Hand – die S-Bahn kommt pünktlich – und die Regionalbahn fährt auch pünktlich, nur ohne uns. Ehe ich mich am Fahrplan für das richtige Gleis entscheiden konnte, können wir gerade noch (vergeblich) auf den Türöffnerknopf drücken – der Zug fährt ohne uns. Doch zum Glück hat die S-Bahn den gleichen Weg und die paar Minuten Verspätung verschmerzen wir spielend.

Angekommen, kommt mir gleich am Bahnhof die Idee, dass wir jetzt gefahren sind wie zu Zeiten der Postkutsche – und prompt kommt uns dieser antike Briefkasten in den Weg. Sieht man nicht mehr alle Tage – heute ist die Post gelb, teilweise sogar schneller als zu blauen Zeiten.

Gleich am Beginn des Stadtmauer-Rundwegs steht eine katholische Kirche im neugotischen Stil. Sie hielt ihre Pforte vor uns verschlossen, nur das Herz Jesu prangte über der Tür im golden leuchtenden Mosaik.

Ich persönlich finde ja solche Darstellungen fürchterlich kitschig – das Drumherum gar nicht mal so sehr, sondern lediglich die Herzdarstellung. Deswegen erscheint es auch am Freitag, damit es keiner für einen „Montagsbeitrag“ hält.

Jetzt wandern wir rund um den Altstadtbereich. Die Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert ist zum großen Teil noch erhalten – nicht mehr in voller Höhe und nicht mehr vollkommen unversehrt. Aber die Stadtrestauratoren haben jedoch ihr Bestes getan, um das mittelalterliche Bild der Stadt zu erhalten und zu pflegen.

Egal, an welcher Stelle der Stadtumrundung man steht – überall bietet sich ein schöner Ausblick nach draußen, die Steine zeigten sich im Wechselspiel von Licht und Schatten in immer neuem Aussehen und die Mauer spendete uns Schatten vor der Hitze.

Sieht denn dieser Baum nicht aus, als wenn er in sich oder mit sich selbst eine Familie gegründet hätte?

Bäume und Pflanzen brauchen Wasser, wenn sie nicht gerade wie dieser Baum an einem Graben stehen.

Und hier versucht jemand, mit schwachen weiblichen Kräften Wasser zu pumpen. Ich konnte es leider nicht vormachen, wie das geht – ich musste ja fotografieren *lach*

Jetzt wird es spannend – wir kommen zum Henkershaus. Na gut, der wohnt dort nicht mehr, hat aber in früheren Jahren mit der Inquisition zusammen bestimmt genügend Unheil angerichtet.

Die junge Frau mit ihrem neuen grünen Rucksack studiert ganz aufmerksam, wer da in mittelalterlichen Zeiten alles als Hexe oder Hexer auf den Scheiterhaufen musste oder vom Henker einen Kopf kürzer gemacht wurde.

Plötzlich stutzt sie und denkt: „Diesen Namen kenne ich doch, habe ich es doch schon immer gewusst, dass sie eine Hexe ist“

Sie entscheidet sich dann doch dafür, dass sie den Namen „Himmelhoch“ von wo anders her kennt.

Zeit  für Erleuchtung – aber die kommt erst übermorgen.