Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich liebe gute Apps, wenn sie …

… mir einen Erkenntnisgewinn bringen

… aber nicht, wenn sie mich vera….lbern wollen. Zu letzter Kategorie zählt neuerdings meine Wetterapp – nicht unbedingt die reine Temperaturwiedergabe, sondern die „Gefahrensondermeldungen“ – Weil es offensichtlich im Ahrtal so schief gelaufen ist,l wurden jetzt alle Warnstufen erhöht und es wird vor Gefahren gewarnt, die gar nicht existieren.

Ich werde vor „extremer Kälte“ gewarnt, und das Thermometer zeigt maximal -4° an. Lächerlich! – Oder sind wir alle schon so verweichlicht, dass das schon „Extremtemperaturen“ sind?

 

Die neueste Meldung ist auch nicht viel weniger lachhaft:

Und so voller Schnee und vollkommen vereist sieht mein Balkon aus:

 

Bei mir gibt es gerade leichte Negativmeldungen – ich sitze oder liege Tag und Nacht mit einem Heizkissen herum, trinke literweise alles, was flüssig ist, benötige daher im Umkreis von maximal 2 Minuten eine Toilette und trinke FREIWILLIG einen Tee mit Bärentraubenblättern – im Klartext, ich habe mir offensichtlich bei dieser extremen Kälte mit Schnee und Eis eine Blasenentzündung geholt. – Das Schlimmste an der ganzen Sache ist: Ich kann heute nicht zum Doppelkopf fahren.

Da man einen Post immer positiv beenden soll, zeige ich euch noch den leckeren Nachtisch, den es bei meiner Doppelkopfrunde gegeben hat.

Schon sehr, sehr lange denke ich über ein ganz bestimmtes Thema nach: Warum kaufe ich keine Bioprodukte, warum wehre ich mich mehr oder weniger sogar gegen Bio samt ihrer höheren Kosten.

Meine Mutter ist fast 100 Jahre alt geworden, ohne je ein einziges Mal im Geschäft nach Bioartikeln gegriffen zu haben.

Ich bin seit frühester Jugend ein Mensch mit einem sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Wurde irgendwelchen FreundInnen, MitschülerInnen oder ArbeitskollegInnen  etwas vorgeworfen, was nicht stimmte, habe ich mir des öfteren meinen Mund verbrannt, weil ich für sie in die Bresche springe.

Und so sehe ICH das mit der Bioernährung. Für Kinder oder für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sehe ich sie als gerechtfertigt an. Aber ansonsten können wir als relativ reiches Land mit wohlhabenden Bürgern uns diesen finanziellen Mehraufwand leisten, um unseren Körper noch gesünder, noch fitter zu machen und noch älter zu werden.

Im Gegensatz dazu gibt es Milliarden Menschen auf der Welt, die nicht satt werden, die nicht regelmäßig essen können, die ihre (kleinen) Kinder nicht so ernähren können, dass sie gesund aufwachsen.

Und ich habe immer wieder Leute kennen gelernt, die das diesen Menschen und Völkern in die Schuhe schieben, als wenn sie zu blöd wären, für ihren Lebensstandard einschließlich für ihre Ernährung zu sorgen.

Ich finde es einfach ungerecht, dass einem kleinen Teil der Weltbevölkerung (so) gut geht, einem weitaus größeren Teil aber geht es mehr als schlecht.

Mit dem dadurch eingesparten Geld weiß ich anderes zu machen als Essen zu kaufen.

 

 


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Luxus

Bisher habe ich erst einmal über Luxus geschrieben, und zwar da. Ich finde es witzig, dass es fast auf den Tag genau 2 Jahre her ist, dieser Artikel. Geändert hat sich an meiner Auffassung nichts.

Wäre es zum Beispiel Luxus für mich, im Bioladen einkaufen zu können? Würde ich es tun, wenn ich über Geld nicht nachdenken müsste? – Doch wenn ich folgenden Aufsteller sehe, dann bekomme ich – gelinde gesagt – nur einen Schock. Rhabarber war lange Zeit mit das billigste „Obstgemüse“, das man sich vorstellen konnte, denn er verlangt keine besondere Pflege, keine aufwändige Ernte, wächst neben Kürbis oft an den bescheidensten Plätzen – und dann dieses Preis?

Wenn ich den Preis in DM übersetze, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Nicht nur bei diesem Beispiel denke ich, alle Preisgestalter haben einen Schuss an der Waffel.

Und jetzt das nächste übergeschnappte Beispiel. Ich sage immer: Was produziert wird, wird auch gekauft. Also:

Überlegt mal, 30,00 € oder rund 60,00 DM für eine Garnitur in farbiger Baumwolle – spinnen die? So schön könnten die Farben gar nicht sein, als dass ich je für eines meiner Lieblinge so viel Geld ausgebe.

Da gefällt mir der Luxus für alle in den gleichen Farben schon viel mehr. Gesehen auf der Landesgartenschau vor langer Zeit in Rathenow.

Und dann der absolute Anti-Luxus: Davon berichte ich übermorgen.

Im Fotoblog gibt es auch einen Glückwunsch.