Claras Allerleiweltsgedanken


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Halloween for Mallybeau

Nicht schön, aber selten bis einmalig! Nicht gruselig und schrecklich, sondern lustig, lieblich und lila – zumindest der Hut und die Schale der Aubergine.

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Die Berliner und andere Bundesländer, die sonst heute auch keinen Feiertag haben, MÜSSEN heute ja gutgelaunt und fröhlich sein, denn anlässlich des 500. Jubiläums des Martin-Luther-Werks haben ALLE Bundesländer frei und Feiertag, bis auf die Feuerwehr und andere Ordnungskräfte, die sicher immer noch mit den Schäden des nach Xavier nächsten Sturms oder Orkans beschäftigen müssen, weil es wieder so große Schäden gab.

DANKE!

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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 8

Unser Weg führte uns auf der Durchreise auch in die Schärenstadt Västervik, und zwar am 3.8.

In Schweden liegen ja fast alle Orte am Meer, deswegen gehören dort große alte Segelschiffe zum Alltagsbild. Aber dass vor den Schiffen so hübsche Bäume mit so leuchtenden Blättern stehen, das gehört nur zum Touristenprogramm 🙂

Die Häuser waren klein und niedrig und sehr oft rot. Warum, haben uns die Reiseleiter erklärt – entweder habe ich es nicht verstanden oder nicht behalten. Manche davon hielt ich fast für Asylbewerberunterkünfte, werden es aber nicht sein. – Die Blüten hinterm Zaun waren mehr als üppig.

Als wir Freizeit hatten, habe ich mir auch was zum Kuscheln gesucht, denn irgend etwas fürs Herz braucht der Mensch: Robbenkuscheln

Und dann ging es in die Hafenstadt Karlskrona, wo auch unser Hotel war

Schweden machte auf mich stets einen sehr sauberen Eindruck – selten lagen irgendwo so viele Abfälle rum wie in Berlin. Und wenn ich mal welche entdeckte wie hier z.B. in diesem Brunnen, kam bald jemand vorbei, der sie beseitigte und sogar Zigarettenkippen aufpiekte.

Die Auffassung davon, was oder wie ein Vier-Sterne-Hotel zu sein hat,  wich allerdings von der deutschen Klassifizierung ein wenig ab – ich habe es überlebt.

„Lustig“ fand ich es, dass die schon eher wussten als ich, dass ich eigentlich ein Behindertenbad gebraucht habe.

Jetzt zum Schluss dieses Tagesartikels noch ein paar schöne Sachen für Mallybeau. Als ich in dieses Schaufenster schaute, musste ich an ihre reichhaltige Designertätigkeit denken und dachte mir so, ob sie vielleicht ein paar schwedische Clara-Eindrücke braucht.

Dieser Tag ist zu Ende – doch langsam sollte auch die Reise zu Ende sein – zumindest die Berichterstattung.


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Dreiländerhauptstadttour – Prag 1

Diese Reise nach Prag – Anreisetag, zwei Tage Aufenthalt, Abreisetag – hatte ich gewonnen. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul – ich habe das aber natürlich doch gemacht. Alle Kommentare, die ich über das veranstaltende Reisebüro und über die Reise mit den angebotenen vier Veranstaltungen las, waren negativ, ein wenig negativ oder vollkommen negativ. Dadurch war mir klar, dass ich und meine Begleitung – dass wir keine der angebotenen Sonderveranstaltung Stadtrundfahrt & Prager Altstadt (59,- €), Prag bei Nacht mit Dinnerkreuzfahrt (von 18 bis 20 Uhr für 49,- €), Ausflug Prager Burg (für 59,- €) und Böhmischer Abend für 49,- €, der endete, als es gerade schön und gemütlich wurde – laut Aussage von Teilnehmern buchen werden.

Der gewonnene Reisegutschein war mit 398,00 € wohl ein wenig hoch angegeben, wenn man die Buspreise und die Übernachtungspreise in einem Dreisternehotel kennt.

Wir als Reiseteilnehmer mussten einen Saisonzuschlag von 80,- € an das Reisebüro überweisen. Ob sich die gelohnt haben, muss jeder für sich entscheiden. Das Reisebüro deckt damit sicher seine Kosten.

Die Abfahrt war früh um 2.40 Uhr – eine Zeit, in der keine S- oder U-Bahn mehr fährt, wo das Netz der Nachtbusse vielleicht zuverlässig ist und wo eine Taxifahrt der größte Ausgabenfaktor wäre. Wir trafen uns nicht an der Weltzeituhr, 

sondern am Ostbahnhof. Jede Straße, jeder Fleck um den Ostbahnhof ist reservierte Parkzone, so dass auch keine eigene Anreise mit Auto möglich gewesen wäre.

Dann ging es auf Sammeltour, denn wir waren die ersten, die eingestiegen sind – lediglich gute Plätze war die Belohnung. Früh gegen 10.00 Uhr war das Fahrgästeeinsammeln immer noch nicht beendet.

Irgendwann waren wir über die kaum wahrzunehmende Grenze in der Tschechei und gegen 14.00 Uhr endlich dann in Karlsbad = Karlovy Vary. Es gab eine Informationsveranstaltung mit Werbung für die angebotenen Ausflüge, ein Mittagessen für die bereitwillig Zahlenden und einen Stadtspaziergang mit der Reiseleiterin.

Die kalten und heißen Quellen sind ja ein Wahrzeichen der Stadt. Alle laufen mit den typischen Trinkgefäßen herum, um diese ekelhaft schmeckende Sole sich für ihre Gesundheit einzuverleiben. Ich halte es ja nicht so mit der Gesundheit und würde das Zeug nieeeeeeeeeeeeee trinken – darin baden schon.

Dieser Klangteppich ist ganz schön, aber wir haben keine Melodie trampeln können.

Für meinen Sohn sah ich hier und in Prag gleich ein „Mitbringsel“, das ich natürlich eingesackt habe.

Als auf der Erde einfach noch was für Frau Tonari rumlag, habe ich das auch eingesteckt.

Am meisten habe ich geschmunzelt, als ich das Muh einer Kuh hörte und an Mallybeau Mauswohn denken musste.

Es gab auch die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis die Kategorie des Hotels zu verbessern. Das angebotene 4-Sterne-Hotel lag näher am Zentrum. Die anderen Vorteile kenne ich nicht, denn wir blieben im Hotel Juno. So schlecht war die Verkehrsanbindung nicht. Es fuhr direkt am Hotel ein Bus, die Straßenbahn und vor allem die begehrte Metro waren bequem zum Fuß zu erreichen. Es gibt drei Linien – die gelbe, die rote und die grüne. Bei der roten sahen wir auch, dass fast das gesamte Interieur in rot ist – das war dann aber bei den anderen leider nicht adäquat. – Die Orientierungshilfen in der Metro sind so gut, dass sogar ich keinerlei Schwierigkeiten hatte.

Das einzige Problem war, ich hatte mein Smartphone zu Haus vergessen – ein wirklich unverzeihlicher Fehler. Zum Glück hatte meine Begleiterin ihres mit, so dass wir uns mit G.-Maps sehr gut durch die Stadt führen lassen konnten.

Den Ganzjahres-Weihnachtsladen haben wir zwar nicht gesucht, aber gefunden.

Aber auch andere Sachen konnten sich nicht vor „unserem“ Suchsystem verstecken. – Da aber die Fahrt an einem 13. begann, will ich es auch mit 13 Fotos bewenden lassen.

 


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… und wer im April geboren ist …

… trete ein, trete ein, trete ein.

Diesen Artikel lasse ich um 3.33 Uhr erscheinen. Die genaue Geburtszeit weiß ich vom Geburtstagskind nicht – nur dass es nachts war und die Mutter vom Schlafen abhielt. Tja, so ist das nun mal, wenn ein kleines Mädchen auf die Welt kommt.

Da sich unser heutiges Geburtstagskind trotz einiger gesundheitlicher Querelen und vor allem trotz der vielen Unannehmlichkeiten auf dem Arbeitssektor sein „kindliches Gemüt“ nicht hat verderben lassen, darf ich dieses Lied hier singen. Ich weiß, dass das bei mir vor vielen Jahren im Kindergarten gesungen wurden und dann die Kinder in den Kreis gingen – manche freudig hüpfend, andere ein wenig verschämt, manche auch ganz widerwillig oder mit Tränen in den Augen.

Besonders letztere Reaktion will ich nicht hervorrufen – und wenn ich jetzt sage, es gibt gleich Schafe und kleine Zicklein zu sehen, dann gibt es auf jeden Fall leuchtende Augen bei ??? – Na, die meisten wissen jetzt, wen ich meine.

 

Es dreht sich von uns weg, weil keiner von uns die geblökte Gratulation hören soll.

Und hier sind noch mehr Geburtstagsgäste.

Und wenn ich jetzt noch sage, dass ich die kleinen Ziegen besonders deswegen fotografiert habe, weil unser Geburtstags“kind“ bald selbst so ein Zicklein im Arm halten kann – zumindest ab und an mal, um euch nicht zu sehr zu verwirren. Sie wird nicht MAMA, sondern sie wird etwas noch Besseres: Sie wird OMA.

Hier überlegt unser Zickenkind, wie es AUF den Baumstamm kommt.

„Ich bin oben“ – kann das aber gar nicht so richtig genießen, weil ich ja wieder runter muss – denkt das Zickenkind.

Auf die Plätze, fertig, los – die anderen sind auch runter gesprungen, ich kann das auch – denkt das Zickenkind.

Und ich sage jetzt einfach: Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für das neue Lebensjahr!


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Ruhe sanft und schlafe gut …

… und gib deinen Angehörigen Kraft, ohne dich zu leben

Natürlich hätte ich Lucie lieber besucht, als sie noch am Leben war. Doch das ist bei solch einer schweren Krankheit ein fast unmögliches Ding. Die Patientin weiß nie im Voraus, wie es ihr morgen gehen wird, ob die Schmerzen stärker werden, ob die Übelkeit ein Dasein ohne Erbrechen zulässt. Und deswegen haben wir davon Abstand genommen.

Ich habe längere Zeit gezögert, ob ich zur Beisetzung fahren soll oder nicht. Ich versuchte immer und immer wieder, Lucies Mann zu erreichen. Doch niemand nahm ab. Tochter und Sohn konnte ich über das Telefonbuch nicht finden.

Busfahrt hin und zurück waren schon gebucht, auch ein Hotel hatte ich mir schon reservieren lassen.

Mittwoch (22.02.) früh 8 Uhr vom  ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof Berlin) abgefahren. Die 7 Stunden Busfahrt nach Duisburg gingen schnell vorüber.

Ich erfuhr von Lucies Mann, dass sie nicht auf einem Friedhof beigesetzt wird, sondern in einem sogenannten Kolumbarium. Diese Urnenwand mit vielen Fächern ist hier in diesem Fall nicht auf einem Friedhof stehend, sondern ein Extragebäude. Kleine Beigaben können vor das Fach gestellt werden, und so schmückt ein wunderschönes Bild von Lucie mit ihrer Enkeltochter und natürlich ein Leuchtturm ihr Fach.

Doch ich greife voraus. In dem kapellenähnlichen Raum waren ca. 50 Stühle – und alle waren besetzt und einige Leute mussten stehen.  Die (natürlich) blaue Urne stand auf einem Podest und ein großes Foto von ihr brachten allen Trauergästen in Erinnerung, wie sie aussah, bevor sie krank wurde.

Die Wand hinter der Urne ist mit vergoldeten Ginkgoblättern verziert mir gefiel das sehr.

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Das Foto von ihrem Foto ist nicht toll, aber ich wollte mich auch nicht vordrängen.

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Nach einer Rede griff der Bestatter die Urne und brachte sie in das Nachbargebäude, wo das für sie ausgesuchte Urnenfach wartete. Der Platz reichte nur für die Angehörigen, alle anderen gingen nachher an dem jetzt verschlossenen Fach vorüber.

Danach waren in einem großen Raum mehrere Tische gedeckt und ich hoffe, dass alle die Gelegenheit ergriffen haben, sich Szenen aus ihrer Erinnerung mit Lucie zu erzählen.

Lucie, was war das für ein Zeichen, dass am Tag deiner Beisetzung so ein schreckliches Wetter war, es hat kleine Schusterjungen geregnet. Oder soll ich sagen: Der Himmel hat auch um dich geweint?

Tschüss!

 


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Nie mehr lachen wir gemeinsam am Telefon

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17. Februar 1954 – 23. Januar 2017

Mit dieser kleinen Collage ist einiges gesagt, aber längst nicht alles.

Lucie kenne ich schon „ewig“ – wenn man von Bloggerverhältnissen ausgeht. Sie kam zum ersten Bloggertreffen von Duisburg nach Berlin – und wir waren uns offenbar auf Anhieb sympathisch. In den nächsten Jahren kam sie mit ihrem Mann zweimal zu mir zu Besuch und ich habe sie auch in ihrem schönen Einfamilienhaus besucht.

Dass die Besuche in den letzten zwei Jahren nicht mehr stattfinden, hatte den Grund in ihrer angeschlagenen Gesundheit.

Aber ich möchte hier an die Frau denken, die mir unzählige Male technische Hilfe am Computer gegeben hat und die mir die schönsten lila Geschenke gemacht hat.

2017 hängt ein Kalender mit wirklich guten Texten an meiner Wand – den habe ich von ihr zu Weihnachten bekommen. Er wird mich immer an sie erinnern – noch einmal danke dafür, liebe Lucie.

Jetzt will ich einige Fotos einstellen, damit ihr euch mit mir erinnern könnt.

Lucie + ihr Fotoapparat = exzellente Fotos, bei Bedarf auch gut bearbeitet.
Lucie bei meinem Besuch bei ihr – wir waren mit zwei anderen Bloggerinnen beim Chinesen in Oberhausen
Lucie bei dem „Mann ihrer Träume“, der aus lauter Legobausteinen besteht.
Lucie und ich im Landschaftspark Duisburg – einem umgewandelten Industriepark, dessen Besuch sich sehr lohnt
Lucie auf einem Anker an einer Schiffsanlegestelle
Lucie auf einem blauen „Sofa“ auf der Kö von Duisburg
Lucie im Urlaub mit einem Tuch, das ihr die Haare ersetzte
Lucie mit einer vollkommen veränderten Haarfarbe

Nur wenige Fotos möchte ich noch ergänzen. Das war eine Collage für ihr Projekt, das sie einige Monate betreut hat.

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Auch hier war ich bei ihr zu Besuch und wir sind zur Slinky-Brücke gefahren, die in der Nähe von Oberhausen ist. Das ingenieurtechnische Meisterwerk hat uns beiden sehr gefallen.

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Aber noch besser hat uns Tiger & Turtle gefallen, ein ganz raffiniertes Treppengebilde. Wir haben miteinander gewetteifert, wer mehr Treppen hochgeht, ohne dass uns schwummerig wird.

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Und als letztes noch ein paar Fotos von ihren wunderbaren lila Geschenken für mich.

Dieser kleine lila Hut war der Knaller schlechthin – er wanderte bei allen meinen Kuscheltieren herum – aber auch mir steht er nicht schlecht.

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Der Herr Froschkönig sitzt in meinem lila Regal und tut so, als wäre er der Chef. Wir lassen ihm alle diesen Glauben.

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Ich habe den Hut heute nicht aufgesetzt, um an Lucie zu denken. Doch hier mache ich den Eindruck, als wenn ich über die riesengroße Entfernung zu ihr sehen will. Bei solch einer Krankheit, die mit so unendlich vielen Schmerzen einhergeht, wünscht man der Patientin natürlich, dass sie keine Schmerzen mehr hat. Und leider ist der Tod der einzige Weg, der zu einer Erlösung führt.

Lucie, lebe wohl!2301-clara-mit-huetchen

Hier waren wir zusammen in Moers. Und diese neckische Brunnenfigur wünscht dir Glück auf deiner Reise ins
Nach-dem-Leben-Land.

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Feengrüße „schweben“ durch das All …

… sie brauchen zum Schweben allerdings die DHL, und das ist auch gut so, denn die rotgelben Engel wollen ja wie die gelben Engel auch leben.

Ich hoffe, dass meine liebe Fee nicht sauer ist, dass ich ihre so persönlich gedachten Geschenke anders verwende als sie vielleicht von ihr gedacht waren. Als erstes zeige ich mal die Fotos. Dass da lila eine Rolle spielt, dürfte auch dem seltensten Besucher auf diesem Blog klar sein.

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Eine schöne lila Filzblüte mit einem Stiel und einer Sicherheitsnadel – sicher gedacht, um es an meinem schönen lila Loop zu befestigen – oder auch wo anders. Doch wie ich mich kenne, hätte ich diese Blüte nach kürzester Zeit verloren – doch hier, an meinem lila Geschenkeregal, lacht sie mich immer freundlich an.

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Ich meine das, was an dem Griff der Küchentür baumelt. Sicher habe ich schon mal den Begriff „Handschmeichler“ gehört, den ich dann zwischen den vielen Jackentaschen immer wieder umlagern müsste. Und auch der wäre bald irgendwie WEG – und SO bleibt er immer da. Das rote Säckchen war Schuld, dass das Behältnis einfach in die Küche MUSSTE. Ich kann üüüüüüüüüberhaupt nichts dafür, schließlich braucht das lila Clarazimmer ein Gegengewicht, sonst bekomme ich ja einen Lilastich, den ich sicher schon habe.

Ganz, ganz lieben Dank, liebe Fee. Mein roter Hirsch in der Küche passt ja exzellent zu deiner Weihnachtskarte.

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Und jetzt möchte ich euch noch eine Geschichte aufschreiben, die ich auch von der Weihnachtsfeier im Großelterndienst mitgebracht habe. – Ich hoffe, niemandem ist es bei der gestrigen Bescherung so gegangen.

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Einen Hund als Geschenk

Hermann und Hermine saßen zusammen auf dem Sofa. Hermann und Hermine, das Rentnerehepaar. Ich höre ihnen so gern zu, weil ich bei ihnen immer irgendwie etwas fürs Leben lerne. Etwas, was ich mir merken muss.»Wir sollten uns zu Weihnachten gegenseitig einen Hund schenken!«, sagte Hermann zu Hermine. »Also jeder einen halben.« Dabei stopfte er sich seine Pfeife.

»Nein«, sagte Hermine ganz entschieden, »lieber nicht.«

»Doch, das sollten wir. Wenn einer von uns beiden stirbt, dann bist du allein und dann brauchst du einen Hund.«

»Ich will aber keinen Hund.«

»Du brauchst aber einen Hund. Wenn ich tot bin, dann kommt doch kaum noch jemand zu Besuch und du bist allein. Wenn du dann einen Hund hast, kannst du wenigstens mit dem über alles reden.«

»Nein, ich will keinen Hund.«

»Warum denn nicht? Alle alten Menschen reden mit ihren Hunden. Über Krankheiten reden sie mit ihrem Hund oder wenn sie sich über die Nachbarn geärgert haben.«

Hermine seufzte: »Nein, ich will keinen Hund!«

„Ja, verdammt noch mal“, Hermann wurde ärgerlich, »warum willst du denn keinen Hund haben?«

Hermine sah ihren Mann merkwürdig an.

»Ich hätte Angst, Hermann. Wenn man fünfzig Jahre mit einem ewigen Meckerkopp, Besserwisser und Nörgler wie dir gelebt hat und kriegt dann so einen lieben Hund – da ärgert man sich doch nur, dass man sich nicht von Anfang an einen Hund genommen hat und keinen Mann!«

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Ich bin schon weg, damit ich keine Schläge bekomme.

 


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LilaLiebe trägt süßeste Früchte …2

Falls ihr den Anfang der LilaLiebe-Geschichte nicht gelesen oder schon wieder vergessen habt, dann schaut auf den 15. November – da steht er.

Ich begab mich also aus dem Haus, um die S-Bahn zu erreichen, die mich zur Regionalbahn bringen sollte. Die ursprünglich geplante hatte mir das Kaffeefleckendrama vereitelt – aber die App sagte mir, dass ich es mit der nächsten auch noch schaffe. Um nicht durch einen unpünktlichen Bus daran gehindert zu werden, hetzte ich im SchweinsClaragalopp zur S-Bahn, um dort auf der Anzeigetafel zu lesen: Die nächste S-Bahn fährt in 14 Minuten. – Noch einmal ein prüfender Blick auf das Smartphone, das mir wieder und wieder sagte: „Die nächste S-Bahn fährt in 4 bzw. inzwischen 3 Minuten“ – also ein Konflikt zwischen reeller und virtueller Welt.

Da hätte ich doch glattweg das Vermummungsverbot hintergehen und demjenigen, der hier so schlampig gearbeitet hat, ein wenig gegen das Schienbein treten wollen. Ich habe das Foto als „Lirka“ bezeichnet, da es ein wenig an eine Burka erinnert.

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Die Hoffnung auf den Anschlusszug hatte ich schon aufgegeben. Richtig geärgert habe ich mich erst, als er erst losfuhr, als ich oben an der Treppe war.

Gegen Kälte und andere Gemeinheiten war ich gut gerüstet und was zu essen und zu trinken gab es auch. Ich glaube, im Winter könnte ich dem muslimischen Kleidungsstil Sympathie entgegen bringen. – Glaubt mir, ich bin nicht nach Anatolien ausgewandert! Die Türkei mit diesem Despoten an der Spitze ist gerade kein Land für mich.

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Der Rest des Tages verlief ruhig und angenehm – ich musste mich nicht mehr maskieren, um meinen lila Schatz unbeschadet behalten zu können.

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Zu Haus wurde das Fleckenspray hervorgeholt und alle Kaffeeflecken besprüht – ein Kurzwaschgang brachte den gewünschten Erfolg.

Jetzt gibt es eine kleine Galerie mit den lila Geschenken, die ich im Laufe meiner Bloggerzeit schon bekommen habe. Ob ich genau die chronologische Reihenfolge eingehalten habe, kann mein Gedächtnis nicht garantieren. Und ich hoffe sehr, dass ich kein lila Geschenk vergessen habe.

christine

Und morgen kommt noch ein kleiner Nachschlag im Fotoblog.


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LilaLiebe trägt süßeste Früchte … 1

… oder rettet einen unglücklich anfangenden Tag

Seit dieses wunderbare Geschenk bei mir angekommen ist, frage ich mich mindestens einmal am Tag:

„Clara, warum fährst du jetzt in ein Land in den Urlaub, wo die Tagesschattentemperaturen bei über 20 ° C liegen? Da kannst du ja mit deinem neuen Schmuckstück gar nichts anfangen!!!“

Einige von euch kennen bestimmt Sunny noch, mit Klarnamen Melanie, die jetzt mit und durch ihren Sohn „Zwerg“ auf die tollsten Näh- und Bastelideen kommt. Da wir uns ein klein wenig privat kennen, bin ich ihr natürlich auf ihren neuen Blog gefolgt.

Und dort las ich eines Tages, dass sie für Clara einen Wickelschal = Loop nähen will und einen Stoff schon hat. Ich wagte gar nicht zu glauben, dass diese Clara ich sei – aber da der Schal lila sein sollte, war eine Verwechslung kaum möglich.

Und wieder einmal dachte ich mir so: „Clara, was dir deine LilaLiebe schon so alles beschert hat, natürlich nur Freuden. Meine Umgebung hier ist voll von lila Aufmerksamkeiten.

ALLE DIE, DIE IHR DARAN BETEILIGT WART – IHR SEID TOLL!!!!

Und dann konnte ich in dem Blog lesen, dass auch der zweite Stoff gefunden sei. Und dann kam die WhatsApp, dass sich der Schal auf den Weg macht, da sie ihre Neugier, wie er mir gefällt, nicht bis nach meinem Urlaub aufschieben will. Es wurden Befürchtungen geäußert, dass er vielleicht kratzt und mir wurde auch zugestanden, dass ich ihn bei aufgekratztem Schlotterhals auch wieder zurückgeben darf.

Ich noch im Schlafanzug – (eine Rentnerin darf ja schließlich am Samstag mal ausschlafen 🙂 😉 , dröhnt irgendwas in meine Ohren. Wenn die untere Klingel lichtsignalt, dann ist es meist die Post oder andere Beförderungsdienste. Und so wurde mir der Umschlag in die Hand gedrückt.

Sunny war so nett und hat noch einen Brief mit Fotos dazu gelegt, wie ich dieses wunderschöne Nähkunstwerk tragen kann. Doch ich bin manchmal Bilderlegasthenikerin – die Ergebnisse auf vier Fotos sehen wunderschön aus, doch was ich dafür machen müsste, um das zu erreichen, hat sich mir bisher nicht erschlossen – doch das aufgenähte Schild konnte ich geistig verarbeiten.

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Ganz schnell bekam ich mit: „Gestreifte Seite kratzt nicht, lila Seite kratzt ein wenig bis ziemlich.“ – Doch wer lila will, muss lila Kratzen auch ertragen können – und jetzt nach 3 Tagen kratzt er schon (fast) gaaaaaaaaaaaar nicht mehr.  An kalten Tagen sind Rollkragenpullover angesagt – und die kratzen auf keinen Fall.

 

Bei Selfis gucke ich immer so angestrengt verbissen und die Linse ist offenbar auch dreckig. Und meinen plissierten Hals müsst ihr jetzt auch nicht bewundern.

Dann kam der Sonntag und ich wollte einen Tagesausflug machen. Da ich kurz nach sieben nur schwer aus den Federn kam, reichte die Zeit nicht zum Kaffee trinken – ich wollte ihn mitnehmen.

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Der verschlossene Becher wurde im Rucksack verstaut. Als ich mir die Schuhe zumachen wollte, tropfte es plötzlich milchkaffeebraun aus dem Rucksack – nicht nur auf den Teppich, sondern auch auf die extra frisch gewaschene weiße Jacke.

Wütend schmiss ich die weiße in die Wanne und rannte mit der pinkfarbigen los.

Das letzte Foto hatte ich bei Fb als Statusbericht gezeigt und ganz besorgt wurde ich gefragt, warum ich so genervt aussähe. Damit ihr hier nicht auch fragen müsst, habe ich mir einen Schmetterling auf die Mimik gesetzt.

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Mein mir selbst gesetztes Wort- und Fotolimit ist erreicht, deswegen gibt es eine Fortsetzung.


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Ich werde zwar nicht Oma …

… auch nicht Wunsch- oder Leihoma –

nein, ich werde Freu-Oma. Was das ist, das könnt ihr euch alle vorstellen oder ausmalen.

Eine junge Bloggerin, mit der ich vor längerer Zeit guten Blog- und auch ab und zu persönlichen Kontakt hatte, war untergetaucht – ist ja in Bloggerkreisen durchaus üblich. Manche tauchen nur speziell für MICH unter, andere allgemein.

Plötzlich und unerwartet tauchte eine Commemorate in meinem Kommentaruniversum nicht unter, sondern auf. Ich hatte mindestens 5 Fragezeichen auf der Stirn stehen, denn manchmal begreife ich 1-Cent-Stück-weise. Doch noch bevor das „formally known as Sunny“ geschrieben stand, hatte ich begriffen, dass es eben DIESE Sunny war, mit der mich ein Stück private Bloggeschichte verband.

Und als ich dann ihrem neuen Test-Blog entnehmen konnte, dass die ganzen Baby- und Kinderartikel nicht so für Null Ouvert getestet werden, sondern für das im Wonnemonat Mai zu erwartende Baby, da war meine Freude zwei-, drei-, viermal so groß. Einfach toll – und ich sage jetzt einfach: Toll, liebe Sunny!!!

Ich testete auch etwas – nämlich, ob die alte Handynummer noch richtig ist. Flugs gewählt und auf den AB gesprochen – und bald rief sie zurück. Und da kam die nächste Freude:

MARIENFELDE ist vielleicht doch nicht so unrecht!

Ich erzählte von meinem Umzug nach Tempelhof-Marienfelde – in der alten Wohnung hatte sie schon bei mir übernachtet – und da kam: „Dort irgendwo halte ich die Weiterbildungen ab.“ Ich fragte nach dem Hotel, in dem sie und alle Teilnehmer übernachten – und siehe da, es ist ca.

750 m um die Ecke

und zwar genau dort, wo ich meine Jordanienreise gebucht habe. Da glaube ich ganz fest, dass wir uns irgendwann wiedersehen – und ich freue mich schon jetzt darauf, liebe Sunny!!!!