Claras Allerleiweltsgedanken


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KLEINE Erfolge steigen am Horizont auf

Bewusst weiß ich seit Anfang Februar davon, dass mein Blutdruck noch schneller ist als ich und vor allem höher wohnt – nämlich in einer der oberen Etagen eines Hochhauses – so wie wir damals in der Fischerinsel – in der 16. Etage.

Zum Glück hat das damals noch nicht abgefärbt – aber dafür kam es jetzt mit geballter Kraft.

Was habe ich bisher erreicht? Ich bin fast zum salzlosen Vegetarier mit ganz viel Obst, eben so viel Gemüse, Vollkornbrot, Haferflocken und (ekligen) Sojaprodukten geworden. Mein Bauchumfang und mein Gewicht danken es mir – von 74 auf 70 und der Bauchumfang ist zwar immer noch zu groß, aber immerhin 5 cm geschrumpft.

Heute ist mein HNO-Termin. Ich hoffe, dass er mich zum Pneumologen (Pulmologen) überweist, damit ich eine Schlafapnoe als Ursache für den Hochdruck ausschließen kann. – Und was der „übereifrige“ Hausarzt am 25. festlegen wird, davon lasse ich mich überraschen.

Und jetzt kommt wieder Aufgewärmtes von Facebook. Ich habe momentan nicht die Kraft, hier viel neue Sachen einzustellen – irgendwie bin ich blockiert.

Am 11. März schrieb ich dort:

Das war heute nicht mein Tag
Früh über 30 Minuten in der Warteschlange gehangen, um beim HNO-Arzt einen Termin zu bekommen.
Dann wollte ich meine Brille abholen, bei der schon zweimal die Gläser gewechselt wurden. Und heute waren total falsche Gläser drin, ich konnte auf der anderen Straßenseite noch nicht einmal die großen Geschäftsüberschriften lesen. Ich hatte die Faxen satt und habe sie zurückgegeben
Und als Tagesabschluss gab es diese Blutdruckwerte, obwohl ich schon alles tue, um davon wegzukommen.

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Bild könnte enthalten: 1 Person, Brille und Nahaufnahme
Bild könnte enthalten: Text
Da ja mein Tagespensum 10.000 Schritte sind, bin ich zur HNO-Praxis gelaufen. Bei einem meiner „Wanderungen“ sind mir diese zwei Heißblüter aufgefallen:

Nach dem heutigen Sturm kommt der Frühling, das hat man uns versprochen. Und wie ihr seht, in Berlin ist er in einigen Stadtteilen schon eingezogen.

Bild könnte enthalten: 1 Person
Am 15. März hatten in der Familie früher zwei Geburtstag, jetzt feiert nur noch einer.
Dieses wirklich süße und auch herzige Geschenk von 1,3 kg bekommt der Sohn zu seinem heutigen Geburtstag. Als Kind hat er schon immer Schokolade geliebt und sein Rekord waren wohl ca 100 Tafeln zu einem Geburtstag. Da hat er sich von allen nur Schokolade gewünscht. Na gut, heute ist es nicht mehr ganz so schlimm, aber ich denke , diese 13 Tafeln werden nicht sehr lange halten .
(Ich muss jetzt die Zahlen korrigieren. Der Sohn hat gesagt, es waren nur 20 gewünschte Tafeln und 23 hätte er bekommen)
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Am 17. März schrieb ich:
CC (Clara Christine) hat sich noch ein weiteres C organisiert – für Interpretationen des dritten C bin ich offen
und hat heute ihre 10.000 Schritte auf einen Ritt im Britzer Garten hinter sich gebracht. Und was soll ich sagen, der Britzer Garten hat ihretwegen lila geflaggt.
Wo man hinguckte, blühten lila Krokusse. Na gut, für die, die nicht unbedingt lila wollen, gab es auch weiße und gelbe. Die Narzissen wollten den Krokussen von der Zahl her den Rang ablaufen.
Ich gönnte mir einen Cappuccino und war froh, dass diesmal der Feuerwehr Einsatz nicht mir galt.(Das Foto von den zwei Blaulichtwagen hielt ich für entbehrlich)
Als ich wieder zu Hause war, zeigte mein Tracker 10443 Schritte. Das sind bei meiner Schrittlänge ca. siebeneinhalb km.

Ich hätte ja gerne eine 9999 fotografiert, aber das ist recht schwierig. Bei 10.000 brummt es an meinem Handgelenk und auf dem Display erscheint ein kleiner Pokal. Das ist schon ein erhabenes Gefühl, wenn ich diese 10000 Schritte Tag für Tag geschafft habe.

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Zweimal Idealwerte erreicht:

8. März: 121 zu 61 bei 95 Ruhepuls und am 18. März: 121 zu 56 bei Ruhepuls von 65 – ich steigere mich

Geht doch!!!!

Wenn ich es weiter oben nicht geschafft habe, eine Schnapszahl festzuhalten – irgendwann ist es mir gelungen.

Ich habe euch doch von meinem teuren Päckchen erzählt, um das ich bei der Zustellung gebangt habe. Hier sind die 6 Monatsrationen:

Am 19. habe ich etwas „Schreckliches“ geträumt, was meinen Blutdruck ABSACKEN ließ – er brachte nur noch 114 aufs Display. Bei meiner eigenen Geburtstagsfeier keinen Kuchen und kein Eis für die Gäste da zu haben, lässt mir offenbar das Blut in den Adern gerinnen oder besser gefrieren.

Ihr könnt mich jetzt auf meinem Weg zum Obstsalat begleiten. Ihr seht, Clara mutiert zur „Körnerpickerin“ – ich sage Bescheid, wenn ich fliegen kann.

Zum Abschluss gibt es was anderes als Salat – nämlich Weidenkätzchen und …

Von den falschen Brillengläsern schrieb ich weiter oben. Vorgestern holte ich die neue bei Fiel***mann ab. Es gab zu der Gleitsichtbrille noch eine kostenlose Lesebrille dazu, die sich im Bett beim Lesen sehr bewährt. Eigenartiger Zufall: beide Gestelle sind lila, woran das bloß liegen mag. – Die erste ist die Gleitsichtbrille. Auf den Fotos kann man die Farbe nicht so gut sehen.

 

 


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Wäre ich ein Mann, dann …

… gingen mir Gesundheitsfragen langsam auf den Sack!

Ich bin aber keiner und überlege ernsthaft, wohin sie MIR gehen.

Der vorletzte Augenarzt, der so grob bei seiner Untersuchung war hat ja eine Überweisung zum Internisten / Kardiologen ausgestellt, weil er der Meinung war, die Blutgefäße im Innenauge weisen auf einen zu hohen Blutdruck hin.

Damals habe ich noch gelacht und (fast) gestritten – doch da war ich noch uninformiert.

In der Kardiologie holte ich mir das 24-Stunden-Blutdruckmessgerät ab, bekam es angelegt – und die erste Messung war 180 zu ?? – das glaubte ich natürlich nicht und hielt es für einen Messfehler. Das Gerät quetschte bis 22.00 Uhr im 15-Minuten-Takt meinen linken Oberarm zusammen und speicherte Werte ab. Misslang die Messung, dann erfolgte nach wenigen Minuten eine neue.

Langsam kam ich ins Grübeln, ob der Augenarzt etwa doch Recht hatte mit seiner Beobachtung.

Ich konnte mich erinnern, dass irgendwo bei mir ein Blutdruckmessgerät herumliegen muss, das noch von meiner Mutter stammt. Es muss also schon einige Jahre auf dem Buckel haben. – Ich fand es sogar, wechselte die Batterien und es tat, was es sollte – messen. Was es nicht sollte, war: mich zu erschrecken. Da las ich erst einmal nach, wie die Einstufungen der Messwerte sind. Ich dachte, bei „betagten Damen“ sind 160 als systolischer Wert vollkommen unbedenklich – doch das war wieder mal ein Irrtum.

Einfallsreich, wie ich manchmal bin, schob ich die zu hohen Werte auf das manuelle Aufpumpen der Manschette – vielleicht ist das schon zu viel Anstrengung.

 

Als die Werte auch nach längerer Ruhezeit eher stiegen als sanken, guckte ich mir diese Fotos an und dachte: „Irgend etwas hier drauf ist zu viel!“

Und wehe, es sagt jetzt jemand: Die rote Tasse mit dem schwarzen Kaffee ist zu viel. – Ich widerspreche vehement und sage: Der Aufblasmechanismus ist zu viel.

Bei meinen netten Nachbarn machte ich Kontrollmessungen und die fielen eher noch schlechter aus als meine. Langsam klingelten meine Alarmglocken.

R.S. wusste, dass es gerade beim blauen A-Discounter ein Blutdruckmessgerät für 15,00 € gibt. Kurz überlegt und entschieden, dass mir meine Gesundheit dieses Geld wert sein muss.

Es arbeitet nach dem Ampelprinzip. Um die rote Ampel bin ich gerade noch drumrum gekommen – aber orange war sie schon, so ein Sch…ittt.

Was aber ganz toll ist an dem Gerät: Ich habe einen neuen Mitbewohner, der bei der Messung mit mir spricht. Er liest mir die Werte vor, so dass ich gar nicht aufs Display gucken muss.

Ich stellte schnell noch Datum und Zeit ein und überredete ihn zur europäischen Zeitmessung.

Mitzi, vielleicht wird es jetzt doch langsam Zeit, die Rede vorzubereiten.

Und dann kam der rote Freitag (8.2.). Die Messungen vom Vortag dümpelten so bei 170 rum und mein Gesicht wurde immer verängstigter. Fast gleich nach dem Aufstehen, ohne Anstrengungen und ohne Kaffee, kam das hier:

Der Pfeil zeigte auf „Bluthochdruck“, das Display färbte sich rot und mein Gesicht ??? Vielleicht grün. Ich rief bei meinem Hausarzt an und durfte ohne Termin gleich und sofort kommen. Das EKG zeigte keine Auffälligkeiten.

Ich bekam die Auflage, dreimal täglich zu messen, zu protokollieren und eine blutdrucksenkende Tablette zu nehmen. In Kürze macht er ein großes Blutbild, um zu wissen, ob es an einer akuten Ursache liegt.

Wenn das so weiter geht, überhole ich meine Mutter, ohne sie einzuholen. Dieser idiotische Spruch stammt von Walter Ulbricht. – Zum Glück war er dann bei der dritten Messung am Tag und nach der ersten Tablette wieder etwas niedriger.

Wenn es an diesem Tag nur solche Ereignisse, Schlaganfall- oder Herzinfarktängste gegeben hätte, wäre es zum Verzweifeln gewesen.

Doch dann kam eine WhatsApp-Nachricht, die mich sehr gefreut hat.

Und dann kam noch ein dicker Briefumschlag von einer Blogfreundin, der mich schmunzeln und freuen ließ. Seht selbst: