Claras Allerleiweltsgedanken


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Lange nicht mehr in Britz gewesen

… klar, natürlich meine ich den Britzer Garten. Es war jetzt ca. vor 1,2,3,19,20,21 Tagen, als ich dort war. Aber da ich mich so lange ausruhen wollte, ging es eben nicht schneller.

Im Frühjahr gibt es die Tulipan = die Tulpenschau, die aber in diesem Jahr Coronaopfer wurde. Mit den wunderschönen Dahlien hat man das nicht gemacht, sie wurden nicht auf dem Virusaltar geopfert. Auf großen Beeten wurden die Knollen gesetzt, bis sie dann so ca. im September viele, viele Besucher erfreuen.

Als ich mich jetzt etwas schlau machen wollte über diese Pflanzen, lese ich doch plötzlich, dass die Blütenblätter UND die Knolle essbar sind. – Na gut, die Knolle hätte ich nicht ausgebuddelt, aber so ein paar Blätter für den Salat wären doch gar nicht so schlecht gewesen. – Aber es gibt ja noch ein nächstes Jahr!!!

Da sicher jeder Dahlien kennt, kommt jetzt hier kein theoretischer Beitrag, sondern nur noch ein paar Fotos.

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Auf Wunsch einer einzelnen Dame …

… besuchen wir heute gemeinsam den Britzer Garten

(du beachtest bitte sehr, dass ich diesen Beitrag für dich an einem 7.7. veröffentliche)

Die gezeigten Blumen sind jetzt wahrscheinlich nicht mehr taufrisch, aber als Fotos konnte ich sie sehr gut konservieren. Die Aufnahmen sind nämlich schon ein paar Tage alt, denn bei großer Hitze und niedriger Bewegungslust durch fehlenden Antrieb rolle ich nämlich nicht maskiert im Bus zum Britzer Garten.

Gleich hinter dem Eingang links liegt Entenhausen. Da ich mal nachsehen wollte, ob mir Donald Duck von seinen Geld- oder Goldbergen was abgibt, damit ich stärker bedürftige Leute unterstützen kann, habe ich ihn gesucht. Aber sein Wachpersonal hat mich nicht zu ihm gelassen. Die drei „Herren“ waren sich gerade uneinig, ob sie eine Runde Entenskat kloppen wollen oder lieber eine Entendame einladen, um sich zu einer Doppelkopfrunde aufzurüsten. – Sie kamen zu keiner Einigung und separierten sich wieder.

Leider konnte ich ihr Geschnatter nicht verstehen und bin dann doch lieber zu den Blumen gegangen – die sprachen ruhiger zu mir.

Von diesem prächtigen Trompetenbaum hätte ich ja ein ohrenbetäubendes Konzert erwarten können, denn es hingen mindestens 1000 geöffnete Blüten an ihren Ästen  – zum Glück war dem nicht so. Leider habe ich nicht die Bäume insgesamt fotografiert – auch in der Vergangenheit finde ich kein Foto – sondern nur die Blüten.

Erst in weißem Einzelauftritt, vielleicht als Trompetenbraut:

… und dann in zarter Pastellfarbe – vielleicht sind das die Brautjungfern, falls es diesen Zustand im Alter jenseits der 13 noch geben sollte.

 

Rosen haben für mich immer einen ganz besonderen Reiz – ich finde sie wirklich schön.

Altersbedingt finde ich nicht nur die frischen jungen Knospen schön – auch die reiferen Rosendamen können mich noch erfreuen. Und wie man sieht – nicht nur mich – die Insekten erfreuen sich auch.

Jetzt bleibt von meinen Besuchen nicht mehr viel – wer Rose sagt, muss auch Seerose sagen oder denken.

Heute: Wenig Worte (310), viele Blüten und Blumen.

 

 


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Stellt euch vor, es gab …

Toilettenpapier und ich habe keins gekauft.

Wenn hier erst steht: „Und keiner hat ein Paket gekauft“ – oder das Vorhandensein von Flüssigseife keine Besonderheit mehr ist, dann sind wir in der Bewältigung der Krisenanstrengungen einen Schritt weiter als jetzt.

Das Original des Ausspruchs heißt ja: „Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ – aus dem ich sofort mache: „Stellt euch vor, der Virus geht um und keiner wird krank!“

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Ich erzähle euch heute ein wenig Sammelsurium. Ganz zu Anfang die Story meiner Gesichtsmasken. Der kleine große Löwe Clara hängt sich ans Telefon und bittet den Sohn, ihr doch zwei von den in der Firma genähten Masken zu schicken. Der Sohn erwähnt noch was, dass sie nach dem Waschen immer heiß gebügelt werden müssen und sagt zu, diese so bald wie möglich einzutüten und abzuschicken. – Und das war schon VOR Ostern. Gut, die Post ging erst am Dienstag raus, aber am Donnerstag waren sie immer noch nicht da.

Die Zahlen auf meiner Thermometeruhr sind lustig – so viele Schnapszahlen in den ersten drei Zeilen.

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Wenn ich schon regelmäßig Greenpeace unterstütze, muss ich mich ja auch selbst um korrekte Entsorgung des Hausmülls kümmern. In meinem Schlaf-/Arbeitszimmer steht ein großer Papierkorb – und dort kam immer ALLES rein: Papier, Plastik, Aluhüllen von Zäpfchen, Medikamentenpackungsreste. – Wollte ich ihn leeren, dann wurde ich zur Mülltrennerin – und das hatte ich satt. Ein angeklebter Behälter sorgt jetzt hoffentlich für Ordnung. – Lustig finde ich meine Beine auf dem Papierkorb. Das „Lennieklebeband“ ist für alles gut.

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Nicht nur reden, sondern auch machen …

… nämlich im Britzer Garten das Kameraauge aufsperren

An dem traumhafen Sonntag mit echten Frühlingstemperaturen habe ich mich nicht den Menschenmassen im Park ausgesetzt, sondern habe fast die ganze Zeit auf dem Balkon an Blumentöpfen herumgepusselt (nicht gepuzzelt!), Kaffee getrunken und einen spannenden Krimi gelesen. Das nicht raus gehen können stört mich viel weniger als die verstörenden Meldungen aus anderen Ländern und auch aus Deutschland, wo viele vor dem Ruin stehen. DAS IST ES, was mich am meisten belastet.

Deswegen jetzt zur Parkfotos vom Vortag.

Meine geliebten Krokusse sind bei dem Bodenfrost der letzten Tage ALLE erfroren – nur noch Überreste sind zu sehen und die typischen langen „Gräser“. Da fehlt schon ein kräftiger Farbtupfer, obwohl sich die Narzissen und Osterglocken große Mühe geben, die Lücke zu füllen.

Die Angestellten des Parks tun alles dafür, dass sie nicht schließen müssen, weil die Besucher die allgemeinen Kontaktverbote nicht achten. An vielen Stellen wird man auf die Verhaltensregeln aufmerksam gemacht.

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Soll ich? … Oder soll ich lieber doch nicht?

Die Auflösung gibt es weiter unten.

Für mich sind die verordneten Separierungsvorschriften nicht so schlimm. In der Wohnung bin ich eh allein, aber auch beim Spazierengehen bin ich lieber allein, weil ich dann nur mit einem Ohr lauschen kann – und das ist bei Straßenlärm oder Vogelgezwitscher nicht so gut möglich wie im ruhigen Raum beim  Tête-à-Tête.

„Spaziergang“ – der ist bei mir zwangsläufig mit dem Britzer Garten verbunden, alles andere heißt „1000 Schritte schaffen“, „Einkäufe oder Besorgungen erledigen“ und und und.

Ich darf nicht mehr Doppelkopf spielen gehen, ich darf kaum noch Kaffee trinken oder Eis essen gehen, also steige ich auf Natur um und habe nur noch Natur oder Bäume oder im Kopf.

 

Im BG = Britzer Garten gibt es viele Exemplare, die mir gefallen. Der hier ist doch ein Augengedicht in seiner Blütenpracht! Und sagt jetzt nicht nein!!!!!

Wäre ich noch Kind oder Jugendliche, hier könnte sogar ich klettern – bei richtigen Bäumen habe ich mich immer etwas blöd angestellt. Wahrscheinlich war ich auch früher eher kopflastig als sportlastig.

Bei den nächsten dürft ihr mir helfen. Ist dieser Weißstämmige etwa doch eine Birke? Birken haben doch aber eher gescheckte Stämme wie auf dem zweiten Foto und nicht so weiße.

Dass im BG gebaut wird, ist nicht zu übersehen. Die Parkeisenbahn ist bei Eltern mit kleinen Kindern und für alte Leute, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, sehr beliebt. Der Lokführer verfrachtet Kinderwagen und alles andere hilfsbereit in einem Anhänger.

Aber denkt jetzt ja nicht, dass ihr um meine lila Krokusse herum kommt – was sein muss, muss sein.

Hier könnt ihr sehen, dass Caféhausplätze auch im Freien fast verwaist sind – und wir sind erst am Anfang des „Zusammenrottungsverbots“. Vielleicht war es aber auch einfach nicht warm genug.

Steinmännchen oder wie die heißen, werden ja besonders an der See gern gebaut – aber da wird nicht so geschummelt wie hier. Wäre hier nicht so viel Zement zwischen den Steinen, gäbe es Poltersteine und nicht Steinehaufen.

 

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Ihr kennt doch alle diese unschöne Sitte am Pool, wo die ersten schon früh gegen 6.00 Uhr ihre bevorzugten Liegen mit einem Badehandtuch reservieren. Und das ist jetzt verfeinert worden. An der Haltestelle will man ja auch sitzen, wenn man so lange auf die zahlenmäßig reduzierten Busse warten muss 🙂 😉

Berlin kotzt mich derartig an, in den Anlagen und auf den Wiesen gibt es fast mehr Dreck als Blumen, es ist wirklich sehr, sehr schlimm. Und es wird wirklich von Jahr zu Jahr schlimmer, dreckiger, zugemüllter. Die Raucher mit ihren Kippen sind ganz besonders schlimm – die liegen überall herum. – Wäre ich in der Politik, würde ich manches anders regeln – aber zum Glück bin ich das nicht.

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Und jetzt zu der in der Überschrift gestellten Frage. – Zu der Stunde, in der ich den Beitrag geschrieben habe, gab es in Berlin 1077 offiziell registrierte Coronapatienten und zwei Tote. Das ist für eine Dreimillionenstadt wenig, sehr wenig sogar. Und dennoch wird jetzt schon von einem eventuellen Zusammenbrechen des Gesundheitswesens palavert.

Wenn ich einen dieser 1077 Infizierten kennen würde, wäre es dann nicht am besten für mich, mich gezielt anzustecken, jetzt, wo es noch Intensivbetten gibt, jetzt, wo noch Atemmasken vorhanden sind, jetzt, wo das Gesundheitswesen noch nicht kollabiert ist???

Je später so eine Infektion bei Risikopatienten (bin ich leider, obwohl ich es selbst nicht wahr haben möchte) passiert, desto näher kommen auch bei uns italienische Verhältnisse, wo die Ärzte wie in Kriegszeiten entscheiden müssen, wer eine Atemmaske bekommt und wer nicht und dann ersticken muss. Für mich in meiner Vorstellung ein grausamer Tod – keine Luft mehr zu bekommen.

Natürlich werde ich jetzt keinen Aufruf starten, um einen von den 1077 zu suchen. Ich überlasse es mal dem Schicksal, denn was kommt, das kommt.


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Es hat nicht sollen sein …

dass ich euch aktuelle FFs = Frühlingsblumen-Fotos aus dem Britzer Garten zeige

Und warum nicht? Ich bin immer noch durch den Wind, die ganze Situation geht mir viel mehr an die Nieren, als ich es je vor zwei Wochen gedacht hätte. Da ja im Grunde genommen die Erkrankungszahlen in Berlin immer noch relativ niedrig sind, hätte ich diese drastischen Maßnahmen, die jetzt getroffen wurden, nie und niemals nicht erwartet.

Und jetzt zu den Fotos, die hier nicht antanzen. Ich war Kopf lüften, Herz an den Frühlingsblühern erfreuen und fast 10.000 Schritte für die Gesundheit im Britzer Garten laufen. Als Eintrittsentgelt habe ich mir wieder eine Jahreskarte gekauft. Wenn ich in den nächsten Wochen schon keine Sozialkontakte haben soll, dann kann ich wenigstens Kontakte zu Bäumen, Sträuchern, Blumen, Eseln, Schafen und Ziegen haben – besser als gar nichts. Ich werde schnell noch Zickisch lernen, da kann ich mich wenigstens mit den Tieren unterhalten.

Die ganze Strecke bis zum Britzer Garten zu Fuß zu gehen, ist mir zu weit. Das Fahrrad ist noch eingemottet und wegen meiner häufigen „Schwindeleien“ nicht günstig, also fuhr ich doch mit dem Bus, obwohl man Verkehrsmittel möglichst meiden soll. In allen Bussen sind die Vordertüren gesperrt und es gibt keinerlei Zugang mehr zum Fahrer, also kann man auch nicht bezahlen. Ich habe eine Jahreskarte, aber die Schwarzfahrerzahlen werden sprunghaft ansteigen und den Erkrankungszahlen Konkurrenz machen. Aber darauf kommt es bei dem ganzen Wirtschaftschaos jetzt auch nicht mehr an.

Ich war kaum drin im Garten, da wurde ich förmlich von Blumenwiesen überschwemmt. Am deutlichsten drängte sich die Gelb-Fraktion in den Vordergrund. Büschelweise gepflanzte und wunderbar in der Sonne blühende Krokusse konkurrierten mit Osterglocken, die sich stolz in die Höhe erhoben und etwas hochnäsig auf die kleinen Krokusse hinabblickten.

Und ich wechselte mich in meinen Fotografenstellungen ab: Gestreckt von oben die ganze Wiese, etwas gebückt eine zusammenhängende Kolonie auf dem Display jongliert und dann knieend oder fast liegend die Soloaufnahmen von besonders schönen Exemplaren. Manchmal hatte ich schon Sorge, ich komme nicht unbeschadet wieder nach oben.

Doch dann sah ich von weitem eine lila Wiese – und da hättet ihr mich mal sehen sollen, wie schnell ich auf und bei der Wiese war. So viele und so viele wundervolle Krokusse – es war eine einzige Augenweide.l Und obwohl ich auf meiner Festplatte bestimmt nicht wenige Krokusfotos habe, konnte ich mich fotografierend nicht zurückhalten.

Im Laufe der ausgedehnten Parkwanderung kamen noch einige sehr schöne Fotos dazu.

Und dann war ich zu Haus. Ich schloss den Fotoapparat an den Computer an und wollte ihn erst ein wenig aufladen. – Doch dann kam vieles nicht so Schönes dazwischen. Unter anderem schrieb ich meine Reisestornierung für die Fahrt nach Italien an das Reiseunternehmen. Ich hoffe, dass ich es genügend gut mit einem Paragraphen aus dem BGB (höhere Gewalt) begründet habe, der eine kostenlose Stornierung erlaubt. Doch 400,00 € haben sie ja schon von mir – das war die Anzahlung, die ich schon voriges Jahr im Mai bezahlt habe. Ich glaube kaum, dass ich davon etwas zurück bekomme.

Die Zeit wurde später und später und ich lud die Fotos nicht mehr auf den Computer. Das allein wäre ja noch nicht schlimm – aber dann löschte ich die Originale auf der Speicherkarte des Fotoapparates. Wahrscheinlich habe ich mit dem Kopf die eine Sache gedacht und mit den Händen die andere (falsche) gemacht.

Jetzt habe ich mir einfach ein paar Fotos aus vergangenen Jahren geholt, denn ganz ohne wollte ich diesen Beitrag nicht schreiben.

Die nächsten Tage werden bestimmt nicht die besten in meinem/deinem/unserem Leben, aber sie gehen vorbei und dann läuft irgendwann alles wieder normal.

 


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Heute wäre der 76. Hochzeitstag meiner Eltern …

… und dabei haben sie gerade mal den zweiten erlebt

… und ich habe nach Tagebuchaufzeichnungen errechnet, dass sie in den 2,5 Jahren ihrer Ehe gerade mal 43 Tage zusammen waren – sie hatten also kaum Gelegenheit, sich zu streiten oder ihren Alltag langweilig zu finden.

Ich fand den Beitrag zum heutigen Totensonntag passend. Die beiden sind im Durchschnitt 70 Jahre alt geworden – hört sich relativ gut an. Nur einer wurde nur 41, die andere dafür 98.

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Schade, dass ich meinen Vater nicht kennen gelernt habe, denn sonst könnte ich mir besser folgende Frage beantworten:

Bin ich so schön wie meine Mutter und so intelligent wie mein Vater? Oder verhält es sich doch eher umgekehrt? 🙂 😉
Ich selbst tendiere zur ersten Variante, da ich in meinem Halbbruder ein Bindeglied zu meinem Vater hatte.

Tja, das sind oder waren also meine „Altvorderen“ – oder gilt diese Bezeichnung erst ab den Großeltern?

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Ich habe euch ja in den letzten Wochen einiges an gruseligen Fotos zugemutet, für dich ich sicherlich nicht den Schönheitspreis gewonnen hätte. Ich denke da so an eine operierte Nase, eine herpesverzierte Oberlippe, einen schmerzgepeinigten großen Zeh.

Und das will ich jetzt alles wieder gutmachen mit lustigen Vogelscheuchenfotos aus dem Britzer Garten.

Sie hier ist mindestens so schön wie meine Mutter oder ich als Braut.

Und das war dann vielleicht der junge Bräutigam?

So, jetzt könnt ihr euch wieder ernsthaften Dingen widmen.