Claras Allerleiweltsgedanken


18 Kommentare

Update zum letzten Artikel

Wenn der regierungs(des)interessierte gelbe Christian nicht seinen schwarzen regierungsgeilen Kumpel oder Freund Armin zum Herrscher über die Parteienlandschaft Deutschland machen kann, dann fürchte ich schon, dass er seinen Satz von 2017 wiederholt:

Lieber gar nicht regieren als falsch regieren (was in diesem Falle einzig und allein auf die Person und Partei des Kanzlers bezogen ist)

Wie viele Tausende sage auch ich: „Wenn sich die grüne Annalena und ihr Co Robert auf einen Deal mit den „Verlierern“ einlassen, nur um vier Jahre lang Regierungspartei zu sein, dann werfe ich ihnen wie vor Wochen die Chefin der Roten in Thüringen dem mit AfD-Stimmen für kurze Zeit gewählten Ministerpräsidenten der FDP meinen Blumenstrauß vor die Füße!!!“


12 Kommentare

Claras Wahlbetrachtungen

Falls die GRÜNEN mit den GELBEN, die ja nicht mit den ROTEN wollen oder können, unter dem SCHWARZEN Grinsekanzler eine Regierung werden, dann trete ich aus der PARTEI aus, in der ich nicht bin, und streiche das Wort POLITIK für immer aus meinem Wortschatz.

Mein Outfit am Wahltag sah so aus. Dann habe ich all die Verrenkungen für ein Rothosen-Selfie, das nur die Kleidung zeigen soll, vergebens gemacht. – Das Oberteil ist irreführend – ich hätte ein weißes, neutrales anziehen sollen.

Wenn die großen ROTEN, auf die ursprüngliche Stärke der GRÜNEN gehofft hatten, um allein mit ihnen eine REGIERUNG zu bilden, haben sie beide irgend etwas falsch gemacht. Sie wollten ja eventuell noch die kleinen ROTEN mit ins Boot nehmen, aber das wurde ihnen ja von allen Seiten so vermiest, dass sie sich das sicher nicht getraut hätten. Außerdem haben ja die kleinen Roten auch mit größter Mühe und Not den Sprung ins Parlament nicht geschafft.

Meine (nicht ernst gemeinte) Empfehlung:

Bleibt doch bei der GROSSEN KOALITION, würfelt den Kanzler aus und zahlt das ganze sinnlos ausgegebene Geld für die Wahlwerbung wieder in die Staatskasse ein. Dann könnt ihr euch gegen GRÜN, GELB, KLEINROT und BLAU als Oppositionsparteien durchsetzen und alles bleibt so schlecht, wie es war.

Dann sehe ich unsere Zukunftsaussichten so: Grau in grau und stark verregnet, doch ab und an flattern ein paar Hoffnungsschmetterlinge durch unsere Welt:

Und ich habe noch etwas Passendes dazu. Ich wollte einen ganz persönlichen Beitrag zur Umwelt leisten und habe hochwertige = teure Biomülltüten gekauft. Da ich ja jetzt einen exzellenten Eimer für Bioabfälle habe, fand ich die Tüten passend und angebracht. Leider nur bis zu dem Zeitpunkt, als ich die erste entnehmen wollte, um sie in die große (ekelhafte) Biomülltonne zu bringen.

Es muss die Vorsehung gewesen sein, die mir riet, etwas unterzulegen, wenn ich die Tüte entnehme, denn es sah mir alles schon sehr unheimlich aus. Und genau so kam es – die Tüte war an vielen Stellen gerissen und die Schweinerei war eine erhebliche und eine stinkende und eine ekelhafte. Vielleicht muss ich eben doch nach jedem Tag eine Tüte opfern und den wenigen Inhalt entsorgen.

Oder ich verwende die Tüten eher so: Schutzhaube gegen den sauren Regen.

Und noch eine Schlussbemerkung: ICH, ICH, ICH habe noch nie in meinem Leben die CDU gewählt – allerdings muss ich das einschränken, da ich mich an mein Wahlverhalten in der DDR nicht mehr erinnern kann. Dort war es ja eh eine Farce, ob man eine der Nebenparteien der SED gewählt hat – die Wahlsiegerin stand eh schon fest – vielleicht habe ich zu diesen Zeiten aus Verzweiflung die CDU gewählt, glaube ich aber nicht.

Also ich bin nicht daran beteiligt, dass am Sonntag CDU/CSU so viele Prozente abbekommen haben.


37 Kommentare

Mein Plan für den Wahltag

Gleich zur Eröffnung meines vorgeschriebenen Wahllokals werde ich mit einem großen Badehandtuch vor der Tür stehen. Warum ein Handtuch? Wir Deutschen sind es so gewöhnt, im Urlaub die Liege am Pool oder Strand als unser Eigentum zu kennzeichnen – und das wird im allgemeinen auch akzeptiert von den anderen Badegästen.

Dann kaufe ich mir eine Tageskarte für eine Wahlkabine. Frau ist ja schließlich nicht mehr die Jüngste – und ehe sie die ganzen langen Wahlzettel studiert hat, vergeht schon einige Zeit – zumal Claras Politikinteresse gen Null strebt – deswegen braucht sie noch viel länger zum Lesen als andere.

Und dabei will Clara es schließlich gemütlich haben – deswegen das Badehandtuch. Falls nur ein Stuhl in der Kabine stehen sollte – man soll ja immer allein dort hineingehen, um sich nicht von jemandem falsch beraten zu lassen – wird sie unter irgendeinem Vorwand um einen zweiten Stuhl bitten. Dann kann sie es sich schon deutlich gemütlicher machen.

Für die Berliner steht ja morgen eine sogenannte Marathon- oder Monsterwahl bevor. Marathon deswegen, weil wir nicht nur zwischen den drei (un-)geliebten Kandidaten/-in für das Amt des Staatsoberhauptes (watt’n Glück, hierfür gibt es keine gegenderte Form – oder hat schon jemand von einer „Häuptin“ gelesen???) bzw. deren Partei wählen müssen. Diese drei hoffen natürlich, dass alle Leute ihr Kreuz bei einem der drei machen – dabei ist die Liste der Kreuz-Anwärter noch unendlich lang. Dabei will ich weder von den Linken noch den Rechten sprechen, sondern von den ganz kleinen Splitterhäufchen, die nie im Leben die 5%-Hürde schaffen. Will Clara den Wahlzettel nicht ungültig machen, aber diese drei unwürdigen Vertreter für die Deutschlandführung nicht belohnen, dann macht sie ihr Kreuz zum Beispiel beim „Team Todenhöfer – die Gerechtigkeitspartei“. Da ja solche Aussagen nicht unbedingt überprüfbar sind, wird sie auf ihrem Badelaken noch ein wenig vor sich hingrübeln.

Nein, wir wählen gleichzeitig die Berliner Regierung, also quasi den oder die Regierende/n Bürgermeister/in. Franziska Giffey von der SPD, die mir schon als Ministerin nicht gefallen hat, will jetzt dieses Amt erhaschen, nachdem sie schon neue Berliner SPD-Chefin geworden ist. – Und damit will sich Clara in ihrer kuscheligen Wahlkabine nun gleich überhaupt nicht befassen. – Die an die Laternenpfähle gehängten Wahlplakate sagen nichts bis gar nichts aus, weil man fast überall nur (dämlich) grinsende Gesichter sieht.

DieserCDU-Jan-Marco-Luczak hat schon zweimal meinen Briefkasten gefüllt. Seine Broschüre war werbetechnisch recht gut gemacht, hat aber andererseits in der Herstellung nicht wenig Geld gekostet und sicher kaum einen CDU-Gegner oder eine Gegnerin davon überzeugt, zu dieser Partei zu wechseln. Und – als hätte er es geahnt – ist er noch einmal mit einem Schreiben angetreten, um meine Stimme zu erobern. – Dieses gesamte Geld, was für Wahlwerbung zum Fenster rausgbeschmissen wird, wäre zur Beseitigung der Flutschäden weitaus sinnvoller eingesetzt wordne.

Vorbild für all diese Politikergesichter ist ja unser Grinse-Kanzler-Kandidat. Warum ist dieser Name so dicht an „Lusche“ dran?

Und sollte das alles noch nicht ausreichend Stress sein, kommt dann noch ein Volksentscheid dazu. Es soll über die „Erarbeitung eines Gesetzentwurfs durch den Senat zur Vergesellschaftung der Wohnungsbestände großer Wohnungsunternehmen“

Ich verstehe schon kaum den Titel, geschweige denn den Inhalt.

Also werde ich wohl die Zeit bis zur Schließung des Wahllokals in meiner Kabine gemütlich machen. Sicherheitshalber nehme ich Kaffee, Kuchen und Salat mit, damit meine grauen Zellen genug Nervennahrung haben.

Und dann setze ich mich an den Fernseher, um die ersten Hochrechnungen zu bekommen.

Sollte es jetzt vier Jahre lang grinsend vom Bildschirm strahlen, dann beiße ich in die Tischkante und gefährde meinen Zahnbefund vollständig.