Claras Allerleiweltsgedanken


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 4

Übernachtung 4: Stockholm am 31.07.17 – Fahrt über Vätternsee, Gränna, Vadstena

Der Weg nach Stockholm wird am Ende des Tages abgeschlossen sein, doch bis dahin gibt es noch verschiedenste Zwischenhalte.

Vom Vätternsee aus dem Bus kann ich mit keinen Fotos aufwarten, dafür aber mit vielen aus der Zuckerwarenmanufaktur in Gränna und dem ganzen Drumrum.  In einem der Karls Erdbeerhöfe habe ich das schon mal gesehen. Die herumgereichten Probebonbons waren entweder lakritzlastig (sofort ausgespuckt) oder pfefferminzlastig – nach einer halben Minute ausgespuckt.

Bitte entschuldigt, wenn es heute eine Fotoflut gibt – falls ihr das nicht wollt, gilt dieses „angepasste“ Verkehrszeichen als Einfahrtsverbot für diesen Artikel.

Irgendwo unterwegs – wahrscheinlich bei einer dringend notwendigen Pipipause – gefiel mir dieser Spielplatz.

Also nun zu den Bonbons und den Folgen davon.

Da ja heute passenderweise Montag ist, kann ich ja gleich noch ein paar süße Herzen posten.

Als wir dann der „süßen Hölle“ entwichen waren, ging es mit den „Schrecklichkeiten“ gleich weiter. Auf dem letzten Foto preist der Bär Eis an.

Einige Bürger der Stadt verdienen ihr Geld, indem sie Ballonflüge anbieten.

Der nächste Stopp war in Vadstena – einer Stadt mit einem Schloss, das völlig von Wasser umgeben ist. llÜber dieses Wasser haben die Segler Zugang zum offenen Meer.

Die Ankunft in Stockholm mit dem wunder-wunderschönsten Erlebnis der Reise hebe ich mir für den nächsten Artikel auf, sonst wird es mir auf jeden Fall zu viele Fotos.


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 3

Übernachtung 3 in Jönköping 30.07.17 – über Halmstad und Göteborg

Stockholm lässt immer noch einen Tag auf sich warten – heute gibt es einen geführten Stadtrundgang in Göteborg und eine Übernachtung in Jönköpping.  Ich habe mir gerade die auf G. gezeigten Fotos von Göteborg und speziell von der Altstadt angesehen – da muss ich sagen, wir müssen in einer anderen Stadt herumgefahren sein, denn keines dieser Foto gleicht einem von mir geschossenen. Weder bei den sogenannten „Top 10-Sehenswürdigkeiten“ noch bei den normalen Touristenfotos. – Vielleicht oder sogar sicher fiel die Zu-Fuß-Begehung von Göteborg wegen Starkregen aus – und die Fotos aus dem Bus kann man nicht verwenden.

Wer weiß, was ich da schon wieder wegen Informationsoverflow verwechsle. Ich zeige sie jetzt ohne Ortsfestlegung.

Kunst

Dieses Tütengebilde sieht aus wie ein Tischtennisball-Auffanggerät. Meine Kinder hatten das, schnippten den Ball hoch und versuchten, ihn mit dem „Ding“ in der Hand wieder aufzufangen. – Bei dem Revolver kann ich nur zustimmen und es auf alle Waffen ausdehnen. – Will uns die schwimmende Null zeigen, dass sie sich ganz schnell zu einer 8 entwickeln kann?

Brunnen

 

Blumenrabatten mit Segelschiffen

Restbilder

Ein wenig Schloss, ein wenig Backstein-Architektur, ein wenig Segelschiffe im Hafen und ein Fachwerkhaus, welches ich aber nur wegen der Mülltonnenbehältnisse fotografiert habe. Ich hätte diese Gebilde für Fahrradgaragen gehalten.

 


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 1

Übernachtung 1: Hamburg 28.07.17

Ich bin mal kurz hier und dann gleich wieder weg

Es erscheint mir wie eine Ewigkeit, als ich zum letzten Mal hier etwas geschrieben habe. Denn was gerade erst erschienen ist, kann ja dennoch schon vor längerer Zeit geschrieben worden sein.

Eine Bustour durch Südschweden mit einem kurzen Abstecher nach Dänemark ist zu Ende – irgendwie muss ich sagen: zum Glück. Leider habe ich gleich in den nächsten Tagen eine kürzere Reise gebucht, die uns auch per Bus befördert. Könnte ich sie absagen, ich täte das gleich und sofort. Gefühlt haben wir 70 % unseres Tages im Bus gesessen, 5 % vor irgendwelchen Toiletten Schlange gestanden und in der restlichen Zeit wurden wir von mehr oder weniger guten Stadtführern in weiblicher und männlicher Ausführung durch die Sehenswürdigkeiten „gezerrt“. 48 Leute für eine Gruppe ist viel zu viel.

Ich habe für mich die Fahrt als die „TTT-Reise“ bezeichnet – „TransportToilettenTrinkgeld„. Insgesamt haben wir mehr als 2500 km zurückgelegt – die Entfernungen waren größer als gedacht. –

Folgende Konditionen wurden nicht eingehalten:

Dass er auf sein Bus-WLAN bereits seit 1,5 Jahren wartet, ist nicht das Problem der Reisenden, denen ein Vollkomfort-Bus versprochen wurde. – Aber warum er mit der Freischaltung der an jeder Sitzreihe befindlichen Steckdosen so geizte, weiß ich nicht. Am Vormittag, wo Kaffee und Mittagsimbiss für die kaufwilligen Reisenden vorbereitet werden musste, waren die Steckdosen aktiv – aber mein Handy noch von der Nacht mit Strom versorgt. – Doch am Nachmittag war das Handy leer und die Steckdosen tot.

Bei deutschen Busreisenden ist es ja so üblich, dass der am ersten Tag eroberte Platz bis zum Ende der Reise verteidigt wird – ein ungeschriebenes Gesetz. Es war also klar, dass die besten Plätze besetzt waren, da die Hälfte der Gruppe aus Regionen wie Zwickau, Chemnitz, Dresden kamen und in Berlin schon im Bus saßen. Die Hamburger mussten nehmen, was übrig war. Dennoch hatte ich Glück, denn ich hatte die ganze Fahrt eine Bank für mich allein.  – Dann ist aber auch weiterhin klar, dass frau immer die gleichen „Hinterleute“ hat. Das Ehepaar auf den Sitzen hinter mir war sehr kommunikationsfreudig – 90 % der Zeit sprach sie mit heller, kreischiger Stimme, auf die meine Hördremmel besonders empfindlich reagieren, und 10 % der Zeit ging er darauf ein. Sie war zusätzlich sehr armbewegungsfreudig und ruckelte fast ununterbrochen an meiner Rückenlehne. Als ich diese aber zurückklappen wollte, protestierte sie so lautstark, dass die halbe Busbesetzung aufschreckte.  – Für mich ist klar, es wird nie mehr eine Busreise geben.

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Der Busfahrer hütete die „unbefleckte Empfängnis“ seiner Bustoilette dadurch, dass sie die ganze Zeit verschlossen blieb. Die öffentlichen Toiletten waren zwar sehr oft in Schweden kostenlos und dennoch sauber, aber dafür mit langem Anstehen verbunden. – Hinweise wie diese wurden von den Damen mit großer Begeisterung aufgenommen.

Und im Gegensatz zu Deutschland gibt es sehr viel mehr. – Sogar Ladenbesitzer, deren Geschäft eine Toilette hatten, ließen uns freie Benutzung, auch wenn kaum eine etwas kaufte.

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Und die Trinkgeldstory artete nach meiner Meinung etwas aus – man darf nicht vergessen, dass ja alle Städtereiseführer, die uns eine, zwei oder drei Stunden durch die Gegend führten, diese Arbeit bezahlt bekommen. – Der herumgereichte Trinkgeldbecher war dennoch immer gut gefüllt. – Die Dauer-Reiseleiterin, die sich um keine Stadtführung kümmern musste, sondern nur um organisatorische Hotelfragen, bekam für diese 7 Tage wohl ca. 250,00 € zusätzlich zu ihrem Gehalt, denn keiner legte weniger als 5,00 € in den Becher – die „Empfehlung“ liegt bei einem Euro pro Tag. Die Gruppe war fast 50 Personen stark. – Jetzt ist mir auch klar, wie sie sich ihre kostspieligen Privatreisen leisten kann, von denen sie erzählte.

Der Busfahrer, der sehr gut fuhr, bekam mit der Servicekraft natürlich auch ein reichliches Trinkgeld. Wenn sich die beiden dann noch die Gewinne aus der Getränke- und Essensversorgung teilen, kommt da nach nur einer Woche ein fettes Sümmchen raus. Eine Wienerwurst mit einer Scheibe Weißbrot gingen für 2,00 € unter die Leute und eine Dosensuppe kostete gar 3,50 €. Mich störte am meisten die Wegwerfschalen und das Plastikbesteck – wir haben ja noch so wenig Müll auf der Welt. – Blöd war nur, dass die Mittagsrast immer dort war, wo es nichts anderes zu kaufen gab – da musste frau vorher vorsorgen.

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In 5 Tagen kann man natürlich keinen tiefen Einblick in ein Land bekommen, aber ich habe nur Positives bemerkt:

  • Die Straßen und Grünflächen sind alle sauber
  • die Häuser oder andere Sachen sind nicht mit Schmierereien oder Graffiti beschmiert
  • die Autofahrer sind gelassen und diszipliniert
  • das Sozialsystem scheint sehr gut zu sein und vor allem Mutter-freundlich
  • die Leute sind auch im Gewühle freundlich und vor allem nicht so hektisch wie viele Deutsche
  • wunderschöne riesige Blumenschalen überall in den Straßen und auf Plätzen

Ich kann es gut verstehen, wenn jemand in dieses Land auswandert, wie es zwei von unseren vielen Städteführern gemacht haben.

 


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ClaraAugen streifen durch Jordanien 1

„Am Abend wird die Faule fleißig“ – im doppelten Sinne gemeint. 9 Tage vor Weihnachten beginne ich mit einer Reise“reportage“, die sich garantiert bis nach Weihnachten erstreckt.

Generell habe ich mir die Frage gestellt, ob es günstiger ist, allein oder zu zweit zu reisen. Wenn ich all die zwar schon älteren (Viva d’Or ist der Reiseveranstalter für die fortgeschrittene Jugend), aber dennoch sehr liebevoll miteinander umgehenden Paare erlebt habe, spricht das unbedingt für das eheliche Reisen. Na gut, es gab noch einen Reise-Single und zwei anders gemischte Paare unter den 30 Leuten, aber die vermeintlich Glücklichen überwogen mit einer Zahl von 24.

Der Flieger ging am 24. 11. gegen 14.00 Uhr. Zwei Frauen aus meinem ehemaligen Haus kamen früh zum Frühstück und die eine von ihnen fuhr mich dann zum Flughafen. Sie liegen (für mich) zwischen der Töchter- und der Enkelgeneration, also blutjung. Um so schöner finde ich es, dass wir noch immer Kontakt haben. Danke J., danke P.!!!! – Als ich wieder WLAN-Empfang hatte, bekam ich die Daten zu unserem Flug – J. hätte als erste in der Heimat mitbekommen, wenn mit unserem Flug was nicht gestimmt hätte.

Im Flieger saß ich zufällig neben einem Ehepaar aus der Gruppe. Ihren Erzählungen konnte ich entnehmen, dass sie in den Jahren nach der Wende all die Reisen nachgeholt haben, die sie früher nicht machen konnten. Mir wurde ganz schwindlig bei der Aufzählung all der Orte und Länder, in denen sie gewesen sind.

Die Stewardessen sprachen kein Wort Deutsch, obwohl diese Royal-Jordanian-Airlines regelmäßig zwischen Berlin und Amman fliegt. – Das Essen war gut, der Tomatensaft würzig und dieses Bier das letzte preiswerte für Tage. Der in der Rückenlehne eingelassene Bildschirm zeigte immer, ob wir beim zu heftigen Ruckeln nach den Schwimmwesten oder nach den Luftkissen für eine weiche Landung hätten suchen müssen. – Nein, ich will nicht unken, es war ein vollkommen ruhiger und schöner Flug.

Unser Begleiter für die nächsten 12 Tage holte uns am Flughafen ab. Alle Koffer waren da, alle Pässe in Ordnung und bald saßen alle im Bus, der uns zum Grand-Palace-Hotel in Amman bringen sollte. Amman bei Nacht zeigte wenig von dem Sand, dem Staub und dem wenigen Grün, es zeigte Verkehr, es zeigte dicken Verkehr, es zeigte Wahnsinnsverkehr. Es ließ mich zwar keine Verkehrsregeln erkennen, aber es muss welche gegeben haben, denn Unfälle sah ich keine.

Die Schwierigkeiten für die nächsten Tage ließen sich für mich schon vorausahnen. Der Reiseleiter sprach gut deutsch und ich wäre froh, eine Fremdsprache so perfekt zu beherrschen – ich verstand ihn dennoch nicht, zumindest nicht gut, zu wenig, um Zusammenhänge mitzubekommen.

Die ganze Zeit über bekam ich ein Doppelzimmer. Na gut, mit 40,00 € pro Nacht hatte ich den Ausgleich vom EZ zum DZ bezahlt. Ich fand es nur deswegen traurig, weil dieses Land an seiner Trockenheit leidet. Böse Reiseleiter Zungen behaupten, dass ihnen das Wasser vom Nachbarstaat Israel durch einen Staudamm am Jordan abgegraben wird. Und deswegen fand ich es so wahnsinnig schade, wenn nach einer Nacht (die ersten drei Übernachtungen) 4 große Kopfkissenbezüge, ein riesiges Bettlaken und ein riesiger Bettbezug gewaschen werden müssen.

Nach einem superguten Abendessen und einem nicht minder gutem Frühstück ging es in aller Herrgottsfrühe los.

Die großen Einzelbilder kommen immer einen Tag später auf dem Fotoblog, hier gibt es fast nur Collagen, um die Bilderflut in Grenzen zu halten.

Amman – Berg Nebo – unterwegs auf der Straße der Könige – Madaba, die Stadt der Mosaike – Kerak, Festung der Kreuzritter

… so wäre der Programmablauf gewesen, wenn alles glatt gegangen wäre.

Wir fuhren zum Berg Nebo – die Temperaturen und der Wind waren fast so heftig wie in Deutschland. Der Berg hat viel mit Religions(geschichte) zu tun. Besonders beeindruckend waren die Mosaike und Teppiche, die zu besichtigen waren. – Vor einiger Zeit war der letzte Papst auf diesem Berg – und ihm zu Ehren hat man ein Denkmal aufgestellt. (Es ist das unten links)

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Es wurde ein Besucherzentrum eingerichtet, damit man die Mosaike und die Teppiche besser sehen kann.

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Die Bilder waren zwar in einer anderen Kirche, aber solche „Reiseverfälschungen“ müsst ihr in Kauf nehmen.

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Dann ging es in eine Kirche, in der eine ganz berühmte Mosaiklandkarte zu sehen war – ihr könnt sie erst morgen sehen.

Touristen sollen Geld ins Land bringen – und dafür wurden die vielen Verkaufseinrichtungen eröffnet. Zuerst waren wir im Mosaikzentrum. Es war schon interessant, die Männer beim Legen der kleinen Steine zu beobachten, die meist in Naturtönen gehalten werden.

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Und keiner kommt jetzt bitte auf die Idee, dass der Löwe aus bestimmten Gründen mein Lieblingstier sein könnte.

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Dann ging es noch in einen weiteren Laden. Weder die Sessel noch die voluminösen Porzellansachen wollten zu mir nach Haus – vom Ärger mit dem Zoll mal abgesehen, da man nichts davon im Koffer verschwinden lassen kann.

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Auch die Kronleuchter waren mir zu ausgefallen.

1512-coll-kronleuchter

Schlendern macht Appetit oder gar Hunger. Da hatte es dieses Geschäft leicht – alle, alle wollten dort was kaufen.

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Mit diesem schönen Tor verabschiedeten wir uns aus dieser Gegend.

1512-collage-mosesreisen

Dann sollte es zur Festung Karak gehen. Bei den Blicken aus dem Busfenster fielen mir die vielen, vielen Polizisten auf, die überall auf der Straße präsent waren. Auch wir hatten einen mit im Bus, der sich später als sehr nützlich erweisen sollte. Wir fuhren durch einen Ort und plötzlich ein ohrenbetäubender Knall, der von einem kräftigen Zittern des Busses begleitet war.

Ein Auto war uns trotz Ortschaft mit rasender Geschwindigkeit entgegen gekommen. Offenbar hatte der Fahrer die Gewalt über sein Fahrzeug verloren und knallte gegen unseren Bus. Der Beifahrer war sofort tot und der Fahrer verstarb ebenfalls, bevor der Rettungswagen eintraf.1512-coll-busunfallIch will jetzt darüber nicht viel sagen – tragisch war nur, dass die beiden Männer Brüder war und sie zu ihrem schwerkranken Bruder nach Amman wollten. Ich stelle mir den Schmerz der Eltern vor, die auf einen Schlag gleich zwei Söhne verlieren.

Wir standen lange an der Unfallstelle. Viele von uns hatten Prellungen, auch ich war mit dem Brustkorb auf die vor mir eingebaute Getränkekiste geknallt.

Unser Busfahrer – obwohl absolut unschuldig – wurde inhaftiert und nur gegen Kaution freigelassen. Wir unterschrieben dann alle ein Blatt, in dem wir seine Unschuld bezeugten. Seltsame Gerichtsbarkeit.

Wir fuhren im Schritttempo zur Polizeiwache und warteten dort auf einen neuen Bus. Dieser Besichtigungspunkt war außergewöhnlich und hoffentlich einmalig.

1512-coll-busunfall-polizei

Da es für alle geplanten Unternehmungen zu spät war, spendierte die jordanische Reiseleitung von Hit-Reisen und Viva D’or-Reisen ein Essen. Ich habe zwar nicht das Essen fotografiert, sondern den schönen gestickten Teppich, der dort ausgestellt war.

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Reisetag: 25.11.2016

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Morgen Fotos im Fotoblog und dann wieder hier.