Claras Allerleiweltsgedanken


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Stellt euch vor, es gab …

Toilettenpapier und ich habe keins gekauft.

Wenn hier erst steht: „Und keiner hat ein Paket gekauft“ – oder das Vorhandensein von Flüssigseife keine Besonderheit mehr ist, dann sind wir in der Bewältigung der Krisenanstrengungen einen Schritt weiter als jetzt.

Das Original des Ausspruchs heißt ja: „Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ – aus dem ich sofort mache: „Stellt euch vor, der Virus geht um und keiner wird krank!“

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Ich erzähle euch heute ein wenig Sammelsurium. Ganz zu Anfang die Story meiner Gesichtsmasken. Der kleine große Löwe Clara hängt sich ans Telefon und bittet den Sohn, ihr doch zwei von den in der Firma genähten Masken zu schicken. Der Sohn erwähnt noch was, dass sie nach dem Waschen immer heiß gebügelt werden müssen und sagt zu, diese so bald wie möglich einzutüten und abzuschicken. – Und das war schon VOR Ostern. Gut, die Post ging erst am Dienstag raus, aber am Donnerstag waren sie immer noch nicht da.

Die Zahlen auf meiner Thermometeruhr sind lustig – so viele Schnapszahlen in den ersten drei Zeilen.

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Wenn ich schon regelmäßig Greenpeace unterstütze, muss ich mich ja auch selbst um korrekte Entsorgung des Hausmülls kümmern. In meinem Schlaf-/Arbeitszimmer steht ein großer Papierkorb – und dort kam immer ALLES rein: Papier, Plastik, Aluhüllen von Zäpfchen, Medikamentenpackungsreste. – Wollte ich ihn leeren, dann wurde ich zur Mülltrennerin – und das hatte ich satt. Ein angeklebter Behälter sorgt jetzt hoffentlich für Ordnung. – Lustig finde ich meine Beine auf dem Papierkorb. Das „Lennieklebeband“ ist für alles gut.

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Nicht nur reden, sondern auch machen …

… nämlich im Britzer Garten das Kameraauge aufsperren

An dem traumhafen Sonntag mit echten Frühlingstemperaturen habe ich mich nicht den Menschenmassen im Park ausgesetzt, sondern habe fast die ganze Zeit auf dem Balkon an Blumentöpfen herumgepusselt (nicht gepuzzelt!), Kaffee getrunken und einen spannenden Krimi gelesen. Das nicht raus gehen können stört mich viel weniger als die verstörenden Meldungen aus anderen Ländern und auch aus Deutschland, wo viele vor dem Ruin stehen. DAS IST ES, was mich am meisten belastet.

Deswegen jetzt zur Parkfotos vom Vortag.

Meine geliebten Krokusse sind bei dem Bodenfrost der letzten Tage ALLE erfroren – nur noch Überreste sind zu sehen und die typischen langen „Gräser“. Da fehlt schon ein kräftiger Farbtupfer, obwohl sich die Narzissen und Osterglocken große Mühe geben, die Lücke zu füllen.

Die Angestellten des Parks tun alles dafür, dass sie nicht schließen müssen, weil die Besucher die allgemeinen Kontaktverbote nicht achten. An vielen Stellen wird man auf die Verhaltensregeln aufmerksam gemacht.

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Ganz ohne „Krone“ geht es momentan kaum …

… und deswegen will ich es gleich am Anfang abhandeln

Vor einigen Tagen habe ich dem jungen, hübschen Virologen von der Uni Bonn, der trotz seiner jungen Jahre schon Professor ist, mit großen Ohren gelauscht, als es um echte und privat erstellte Atem(schutz)masken ging. Die richtigen werden als FFP2 oder FFP3 bezeichnet. Und mit diesen ist es wohl so, dass auch lungen- und atemtechnisch gesundes Personal nach ca. 30 Minuten eine Absetz-Pause braucht  , weil das Atmen durch den (die) Filter so anstrengend ist.

Ich für mich werde es so weit wie möglich vermeiden (müssen), eine einfache zu tragen, wenn ich nicht umfallen will, weil ich keine Luft bekomme. Oder ich mache es so wie A. Laschet, der kühn und keck seine Nase nicht unter der Maske versteckt hat.

Mit meiner Jahreskarte habe ich auf’s richtige Pferd gesetzt:

Zoologischer Garten                  geschlossen
Aquarium – zum Zoo gehörig    geschlossen
Tierpark Berlin                             geschlossen
Britzer Garten                            geöffnet

Ich müsste nur mal wieder hingehen und mich nicht von Kälte und/oder Wind abhalten lassen — Clara, die Warmduscherin

So, jetzt wirklich Schluss mit den unangenehmen C-Sachen, jetzt gibt es nur angenehme C(lara)-Sachen.

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Was ich jetzt erwähne, ist für 99% aller Balkonbesitzer eine Selbstverständlichkeit – ich will dieses Jahr mal wieder meine Kästen bepflanzen. Ich hatte es im ersten Jahr gemacht – und wirklich ALLE Pflanzen gingen mir ein. Es sind Kästen mit einem Wasserreservoir – und alle Pflanzen sind ersoffen. Das Wasser floss nicht richtig ab – und wenn es das getan hätte, hätte die Fassadenfarbe gelitten. – Wie ich das dieses Jahr hinbekommen will, weiß ich noch nicht genau.

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Maskenclara …

… ist nicht der Aprilscherz von heute …

… leider! Ich weigere mich, den Grund beim Namen zu nennen, denn dieses widerliche Kugelwesen hat meinen Lieblingsbuchstaben „C“ beschmutzt. Wenn ich jetzt mit CC unterschreibe, wie ich das oft mache, könnte man denken, ich meine damit CoronaClara. Nie nicht und niemals werde ich mich so nennen.

Ich könnte jetzt sagen, ich trage diesen Gesichtsschutz aus Temperaturgründen, denn das Thermometer zeigt gerade lumpige 2,5° an – das hatten wir schon mal wärmer im März!

Freiwillig würde ich noch nicht einmal solch eine einfache Maske tragen, geschweige denn eine medizinische – trotz dreier Nasenoperationen bekomme ich immer noch sehr schlecht Luft – und so eine Maske vor den „Einatmungsorganen“ Mund und Nase würde mich an den Rand von arger Atemnot bringen. – Brauche ich nicht!

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Ich hätte aber auch folgende Überschrift wählen können:

Berlin grüßt Wien …

… damit ich bei einem eventuellen  Besuch, der jetzt nur virtuell möglich ist, wenigstens im Supermarkt meine Grundbedürfnisse einkaufen darf.

Die Stadt Jena prescht bei uns vor und will auch anordnen, dass keiner ohne Schutzmaske ein Geschäft betritt. Da wird man sich bei den Provisorien aber kräftig was einfallen lassen müssen – denn die Masken reichen ja nicht mal für den professionellen Bedarf – geschweige denn für Privatleute, die keine Wucherpreise dafür zahlen wollen oder können.

Foto aus dem Internet

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Kriminalfall im Hause Himmelhoch

Langjährige LeserInnen können sich bestimmt noch an diese Fotos erinnern:

Die Frau des Hauses ist für eine geringfügige Affinität zu der Farbe Lila bekannt. Als ein Discounter vor ca. 2 Jahren Toilettenpapier in dieser zarten Farbe anbot, konnte sie sich nicht zurückhalten und kaufte 3 Pakete.

Der Unterschied zu heute ist der, dass damals der Verkäufer glücklich war über diesen Umsatz und keiner der Kunden auch nur im entferntesten an Hamsterkäufe gedacht hat.

Würde sie das momentan machen, käme sie vor den Richter wegen Hamsterei und würde mit einer Quarantänestrafe nicht unter einem Jahr belegt, eventuell auf Bewährung.

Vielleicht könnte ich beim Richter um mildernde Umstände bitten, indem ich ihm meine Sparsamkeit mit anderen, eben so stark gefragten  Ressourcen wie Papierhandtücher vor Augen führe. Damit mein Papierabfallbehälter nicht täglich gefüllt ist, zerschneide ich die Blätter in Teile, da man ja nach jedem Schnäuzen ein neues „Taschentuch“ nehmen soll. Das finde ich Verschwendung – deswegen nehme ich kleinere Stücke – die reichen vollkommen aus.

Heutzutage ist es ja schon so, dass eine einzelne Toilettenrolle im Fonds eines Autos als „Wertgegenstand“ bezeichnet wird, den man nicht unbeaufsichtigt liegen lassen soll. Es könnten Langfinger kommen und die kostbare Fracht von dannen tragen.

Zum Abschluss noch eine ganz andere Frage: Wie lange wird das Virus noch als „neuartiger“ Coronavirus benannt werden? Muss erst ein Impfstoff gefunden sein, bis es nicht mehr „neuartig“ ist.

Das fällt mir nur so besonders auf, weil ich mal in einer Arbeitsstelle länger als ein Jahr von meiner Kollegin immer als „Und das ist unsere neue Kollegin, Frau Himmelhoch“ vorgestellt wurde. Irgendwann hat es mir dann gereicht und ich war eingegliedert.


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Clara piep einmal –

anstelle des Kinderspiels „Hänschen piep einmal!“

Ein ganz klein wenig habe ich mich in den letzten Tagen rar gemacht – im Normalfall schreibe ich ja jeden zweiten Tag einen Post, doch mir war wirklich nicht danach. Doch da heute ein Freitag, der 13. ist, sage ich einfach mal „piep“

Ganz am Anfang eine Frage als Minirätsel, die ich am Ende auflösen werde. (Von einem Kalenderblatt abgekupfert)

Es gibt zwei Wörter, die dir im Leben viele Türen öffnen werden.
(Welche zwei Wörter sind das?)

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Nun zum Tagesgeschehen. Es gibt ja wohl kaum noch eine öffentliche Verlautbarung, in der nicht das Wort Coronavirus oder der wissenschaftliche Name dafür vorkommt. Ich bezeichne ihn für mich als „Herr Corona“ und habe ihm auch ein Gesicht gegeben: Hässlich, gierig, zähnefletschend.

Ich kann leider nicht ganz verleugnen, dass so ein kleines bisschen Angst bei mir Platz genommen hat, denn nicht nur altersmäßig zähle ich zu der Risikogruppe – nein, auch mein hoher (zwar behandelter) Blutdruck zählt wohl auch als Vorerkrankung.

Und deswegen habe ich mich jetzt natürlich vorbereitet auf den Besuch von „Herrn Corona“. Ich bin zu diesem Kundenparkplatz gelaufen und habe alle drei Dienstleistungen in Anspruch genommen, um erstens hübsch auszusehen, zweitens scharf gucken zu können und drittens mit großen Ohren auf alles zu lauschen, was Herr Corona mir zu sagen hat.

So weit, so gut erst einmal – Aber wenn mich Herr Virus mit ins Krankenhaus nehmen wollte, müsste ich ihn doch durch schicke Unterwäsche beeindrucken und von seinen eigentlichen Zielen ablenken. Oder nicht? Vielleicht denkt er auf dem ersten Foto, dieses bauchfreie Girl sei ich. Leider nein – und jetzt habe ich auch erst einmal den Besuch des Fitnessstudios gestoppt, weil es mir dort zu infektiös vorkam. Bin ich so lange Jahre ohne so eine Einrichtung ausgekommen, geht das jetzt auch noch ein halbes Jahr ohne.

Das zweite Foto ist etwas farbaufgebessert, denn ganz so violett = purple = lila sind sie nicht, die drei Popoverhüller.

Wenn ich plane, dann plane ich richtig, auch wenn ich nicht denke, dass es so weit kommt. Der Herr Corona gefällt mir ja partout nicht – und das merkt man mir auch an. Deswegen wird er mich so schnell wie möglich wieder loswerden wollen. Dafür gibt es ja zwei Möglichkeiten: den letalen Ausgang und den un-letalen. Für den ersten Weg hat schon Herr Johann Sebastian Bach für mich die Musik geschrieben: Ein Himmelfahrts-Oratorium, passender kann es nicht sein.

In der zweiten Zeile scheint mir ein Fehler zu sein. Meinten die eigentlich: „Lobet Gott mit seinen Reichen“ – denn die Kirche gehört ja nicht zu den Ärmsten dieser Erde.

Noch etwas fällt mir mit dem ganzen Coronaschlamassel ein. Könnt ihr euch erinnern, dass viele von uns gesagt haben, dass 2020 sicher besser werden wird als 2019 – besonders bei mir gab es ja viele Probleme im letzten Quartal.

Wenn 2020 das noch schaffen will, besser zu werden, darf es sich solche Kapriolen wie Epidemie oder Pandemie aber nicht leisten, denn diese beiden Erscheinungen haben mehr als genug unangenehme Folgeerscheinungen.

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So, und jetzt die Auflösung von der Eingangsfrage:

Es gibt zwei Wörter, die dir im Leben viele Türen öffnen werden:
ziehen und drücken.


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Ist Frau Clara jetzt meschugge oder was?

… oder nur zerstreut? Oder doch schon dement?

Vornweg sei gesagt, dass ich mir das Wort „meschugge“ von einem Bloger aus Thüringen ausgeliehen habe. Ich kannte es aus meiner Görlitzer und Dresdener Zeit, aber seit 50 Jahren sind Leute aus meiner Umgebung bekloppt, bescheuert, haben einen Vogel oder an der Waffel, sind aber auch zur Abwechslung mal dämlich bis doof. – Natürlich habe ich bei Wiki nachgesehen, was es denn bedeutet. – Als ich las, dass es ursprünglich aus dem Jiddischen kommt, war ich schon mal beruhigt.

Als ich weiter las, musste ich zur Kenntnis nehmen, dass es sich sehr wohl in Berlin durchgesetzt hatte – aber offensichtlich vor meiner Zeit. Dort steht: „Der macht mir janz meschugge mit sein Jequatsche“

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So, und ich will euch nicht meschugge machen mit meinem Gequatsche, sondern löse die Titelzeile auf.

Es ist Dienstagabend. Ich sitze im Bus und simse einer Freundin: „Ich fahre jetzt zum Doppelkopf.“ Da sie meinen Kalender besser als ich kennt, kommt drei Minuten später ihre Antwort: „Heute ist doch Dienstag, du fährst doch sonst immer am Donnerstag zum Spielen“ – Ich war ihr sehr dankbar und fuhr von der nächsten Haltestelle sofort wieder nach Haus.

Kann ja mal passieren – nur dürfte so etwas oder ähnliches nicht so oft wie bei mir passieren.

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Auch ich muss meinen Senf zu den Hamsterkäufen dazu geben. Das meiste verstehe ich nämlich nicht. Dass man Flüssigseife, feste Seife und Desinfektionsmittel kauft oder klaut, ist ja schon schlimm genug, aber was will eine ganz normale dreiköpfige Familie mit 3 Packungen = 30 Rollen Toilettenpapier? Verwechseln die Leute den Virus??? Denken die, wir stehen vor einer großen Norovirusepedemie, die den Darm befällt.- Ob die Verkaufskräfte das Nutella absichtlich daneben gestellt haben, damit die Leute denken sollen, damit können sie ihrer Diarrhö  entgegen futtern?

Nein, Leute, der momentane Virus befällt die Lunge – und die kann man nicht in Toilettenpapier einwickeln, damit sie wieder gesund wird.  – Aber langsam bin ich der Auffassung, dass die Angst vor Corona das Gehirn befällt.

Also, die am meisten gekauften Sachen sind: Klopapier, Nudeln und Desinfektionslösung. – „Der Postillon“ (satirische Website) war so freundlich, und hat 10 Rezepte mit genau diesen Zutaten ins Netz gestellt. Zwei davon will ich euch aufschreiben:

Nudeln mit Klopapiersoße
Nudeln kochen. Währenddessen Klopapier in Wasser einweichen, bis es eine zähflüssige Masse ergibt und erhitzen. Bei Bedarf abschließend mit Desinfektionsmittel abschmecken und über die Nudeln gießen.

Nudelauflauf mit Klopapiergratin
Nudeln al dente vorkochen. Schichtweise in eine mit Desinfektionsmittel bestrichene Auflaufform geben. Zwischen die Schichten Klopapier auslegen. Oben mit Klopapier-Rollen-Karton garnieren. 30 Minuten bei 150 Grad im vorgeheizten Ofen backen.

Stellt euch mal vor, wie sich die Menge der Leute benehmen würden, wenn tatsächlich eine ernsthafte Gefahr im Anmarsch ist. Krieg, Überschwemmungen oder andere Katastrophen. Ich mag es mir nicht ausmalen.

Wahrscheinlich ist dann Begrenzung oder Rationierung das einzige Mittel, um Sachen gleichmäßig unter die Leute zu bringen. Dann darf man eben keine 3 Packungen Klopapier und 6 Packungen Küchentücher mitnehmen, sondern von jeder Sorte nur eine.

Dass ich so unsanft in DDR-Zeiten zurück versetzt werde, hätte ich auch nicht gedacht.