Claras Allerleiweltsgedanken


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Nur noch 356 Tage bis Weihnachten 2018

Doch ich habe mich entschlossen, für diesen kurzen Zeitraum die Weihnachtsdeko dennoch wegzuräumen – obwohl – so schnell wie die Zeit rast, hätte ich sie auch stehen lassen können 🙂 😉  Noch zwei Tage früher hätte ich behauptet, die Weihnachtsdeko mindestens bis zum 6. Januar stehen zu lassen, jetzt habe ich das nur mit der Krippe gemacht. –

Am letzten Abend, also am 2. Januar, habe ich mir eine warme Stube gemacht. Keine Angst, meine Bude habe ich nicht abgefackelt, ich habe nur alle Teelichte bis zum Ende abbrennen lassen. Da die neuerdings auf 8 Stunden Brenndauer ausgelegt sind, wurde es eine sehr lange Nacht, aber das ist ja bei mir nichts besonderes.

Ich weiß, dass mein kleiner Fotoapparat am Tage bei hellem Licht wunderschöne Aufnahmen macht, hingegen bei Dunkelheit sind sie schrecklich – aber ich habe keinen anderen und vor allem will ich auch keinen anderen. Ich müsste ja die Fotos hier nicht zeigen, aber wie soll ich mich dann nächstes Weihnachten erinnern können???

Jetzt steht also nur noch die Krippe – erst im Kerzenschein, jetzt im Kugellampenschein. Die Bildcollage darüber ist meine Mutter mit dem kleinen Christ(inen)kind.

 

 

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Jetzt ist wirklich Adventszeit –

nicht dann, wenn alle Verkaufseinrichtungen schmücken, anbieten und dudeln wie die Weltmeister.

Gestern ist seit Wochen die erste positive Sache über die Bühne gegangen, ich hoffe, dass jetzt noch einige andere hinterher kommen.

Doch jetzt will ich euch ein wenig Adventsgefühle herüber schicken.

Das Besucherzimmer ist ganz sparsam geschmückt. Diese Weihnachtsdecke habe ich vor ca. 50 Jahren selbst gemalt und meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt. Ich wohnte in Dresden und die Kurrendesänger waren ein gängiges Weihnachtssymbol. Nicht nur in der Mitte, nein an allen vier Ecken habe ich mich auch noch betätigt.

 

In der Küche habe ich mich sehr zurückgehalten und nur mit einem – natürlich roten – Stern gezeigt, dass Licht einziehen sollte in der Welt – nicht nur für die satten und alles habenden Deutschen, sondern auch für die Armen im eigenen und fremden Land. – Auf dem einen Foto sieht man nicht, dass der Stern rot ist, deswegen habe ich noch ein zweites gemacht. – Und das Glas mit rotem Weihnachtsschmuck fügt sich gut ein.

 

Mein Zimmer hat auch nicht so sehr viel abbekommen, obwohl noch viele Adventsutensilien im Keller lagern. Ich finde, man darf nicht übertreiben. Ich sehe das immer in einer anderen Wohnung – und das mahnt mich dann zur „Deko-Sparsamkeit“, wenn es überhaupt noch sparsam zu nennen ist.

Ein kleiner und ein großer Krug mit Kugeln, 8 lila Teelichter und ein weißer leuchtender Stern – das ist Vorweihnachten genug. Schmetterlinge und Weihnachtsstern, passen die zusammen?

Das Bad  hat genügend Fische- und Muscheldekoration, da muss nichts mehr hin. Und der Flur glänzt durch seinen neuen Fußboden genug. Außerdem habe ich mich wieder handwerklich betätigt und an zwei Türen eine neue Klinkengarnitur angebracht – die guten, bei denen man keine Schrauben sieht. Ich bin richtig stolz auf mich.

Aber jetzt kommt das Wohnzimmer, da sternt und kugelt und lichtert es nur so um die Wette. Für Kugeln jeder Art habe ich schon lange ein Faible – das ist so etwas Unendliches – kein Anfang und kein Ende. – Sterne am Fenster habt ihr ja jetzt schon zwei gesehen. Dass im Wohnzimmer noch ein gleicher hängt, ist fast selbstverständlich. Die beiden hell leuchtenden sind mit LEDs bestückt und verbreiten bei mir Glücksgefühle. Ich war schon immer der Typ, der es eher hell als schummrig braucht. Meine Mutter saß bei einer 15,5 W-Lampe in ihrem Sessel und las. Ich kam in ihre Wohnung und machte als erstes die Deckenlampe an, weil ich kaum etwas sah.

Doch jetzt zu mir. Der kleine Couchtisch wurde mit einer Sternendecke geschmückt. Advent und Weihnachten ist für mich die einzige Zeit, in der ich goldfarbene Sachen in meiner Wohnung akzeptiere – ansonsten mag ich weder Messing noch Gold. – Meine Couch hat auch ihr Winterfell angelegt, toll kuschelig.

 

Wo leuchtet es denn überall? Und wo kugelt es? Und echte Teelichter haben wir auch! Und Kugeln hinter Glas in Gold und durchsichtig und viele in rot – überall ist Advent – auch im Herzen?

 

 


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… ein bisschen Ei muss sein …

Die christliche Fassung des Osterfestes lasse ich jetzt außen vor – damit müsste ich mich ernsthafter beschäftigen als hier in meinen kurzen Spaßartikeln.

Und ein bisschen Hase muss auch sein –

was hätte ich denn sonst zu tun, wenn ich nicht die Deko aufstelle? Dieses Mal habe ich mich ein wenig schwer getan mit der endgültigen Fassung. – So wurden die sehr schönen Eier mit der Strohverzierung (vor langen Jahren im Spreewald von den Sorben gekauft) zuerst untergebracht – da sah ich aber zu wenig und die Osterhasen waren viel zu weit weg..

Also wurde umsortiert. Als die großen Eier mit den kleinen Holzeiern auf einem Teller lagen, fand ich die kleinen Eier als störend – mit einer Extraglasschale wurde das „Problem“ gelöst.

Jetzt wurden gefärbte Eier gekauft – schöner könnte ich sie auch nicht bemalen oder färben. Und dass da „zufällig“ vier lila Eier in einer Packung waren, fand ich natürlich sehr schön. (Geklaut habe ich keine, nur getauscht)

Lauter kleine Schokoosterhasen fanden auch noch ihren Weg auf den Tisch. Na gut, in der Mitte soll es wohl ein Maikäfer sein.

Als allerletztes laminierte ich ein Ostereierfoto und band an jede der vier Ecken ein kleines Geschenk (ein Eiersalzstreuer, ein Überraschungsei und zwei gefärbte Eier. Das nehme ich mit zum Dokuturnier als Einsatz.

Ich wünsche euch allen frohe Osterfeiertage!

 

 


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ClaraAugen streifen durch Jordanien – 8

Bummel durch die Stadt und über den Markt

In vielen südlichen Ländern ist der Markt einer Stadt die Seele vom Ganzen – und deswegen wollten wir ihn auf keinen Fall versäumen. Für mich wurde er beherrscht von Obst und Gemüse, von Gewürzen aller Art und von Tieren. An den verschiedensten Stellen hingen tote Ziegen, Lämmer, Schafe und auch von Kuhköpfen war was zu sehen. Logisch, dass unser „Hausschwein“ in dieser Religion nichts zu suchen hat.

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Nach der Beschriftung der kleinen Säckchen zu urteilen, sind all diese Mixturen, Körnchen oder das Pulver für die Touristen gedacht, denn nur die können mit der Beschriftung was anfangen.

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Und das ist der „Sektor Fleisch“, den ich nicht näher beschreiben möchte.

Bei dem Gang durch die Stadt suchte ich einen Akustiker, bei dem ich eine Packung Hörgerätebatterien kaufen könnte. Meine Zweitpackung, die ich als Ersatz mitgenommen hatte, muss wohl bei offener Reißverschlusstasche aus dem Rucksack  entwischt sein.

Zum Glück konnte J.W. viel besser Englisch als ich, so dass wir uns von Auskunft zu Auskunft durchfragten und irgendwann tatsächlich einen fanden, der diese Batterien hatte. Ich weiß nicht, ob er für uns einen speziellen Touristenpreis gemacht hat oder ob sie immer so teuer sind, jedenfalls verlangte er 8,00 € für 6 Stück. Der gegoogelte Preis in Deutschland lag zwischen 1,50 und 2,00 €. Ärgerlich für mich war nur, dass ich sie aus lauter Vorsicht gekauft habe, denn ich bin mit den vorhandenen ausgekommen. – Das sind so die Imponderabilien einer Urlaubsreise.

Lila Clara hat lila Augen und sieht ganz viel lila Sachen – ich habe langsam das Gefühl, es wird noch zur Modefarbe.

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Auf dem Weg in das Stadtinnere kamen wir an diesem Duty free-Shop vorbei. Die Außenanlagen waren recht hübsch gemacht, ansonsten hatte man dort nichts versäumt.

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Und jetzt ins Hotel zurück. Der wirklich niedliche Zimmerboy hat mich jeden Tag mit einem neuen Tier überrascht – er hat wohl gesehen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe. Auf diese Weise versammelte ich ganz viele Handtücher bei mir, denn ich ließ sie immer im ganzen, um mich daran zu erfreuen.

Das Niveabüchsen-fressende Krokodil und der zarte Schwan waren die Vorboten.

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Stimmt nicht, als allererstes stand der Elefant auf dem Bett und der Höhepunkt für mich war „Hund Lenny“

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Ich glaube, er hat sich auch sehr gefreut, als er bemerkte, wie sehr ich mich gefreut habe. – Für mich war es der wohltuende Ausgleich zu unserem Reiseleiter, der wohl mit mir nicht so richtig klar kam – und umgekehrt.

Eine Sache muss ich noch erwähnen. Jordanien hat nur eine sehr, sehr eingeschränkte Müllabfuhr. Sind wir mit dem Bus gefahren, dann waren die freien Flächen und Felder von Plastikmüll übersät – fast nur Flaschen, viele Tüten und anderer Plastikmüll. Ich möchte nicht wissen, was ein Hotel wie unseres in vollbesetzten Zeiten an Flaschen produziert. Jeder Gast bekommt eine Flasche in sein Zimmer, die aber nur 200 ml beinhaltet. Da das nie und nimmer reicht, kaufen die Leute dann noch größere Flaschen dazu.

Mir ist Himmel, Angst und Bange geworden, wenn ich mir vorstelle, die Müllabfuhr würde länger als eine Woche streiken – Berlin erstickt an seinem Müll.

Und morgen wieder im Fotoblog


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Der Kalender ist unbestechlich …

und das Weihnachtsfest steht vor der Tür.

Nach christlichem Brauch ist heute erst die Ouvertüre und das eigentliche Fest beginnt morgen. – Wenn man sich aber so umhört in der Welt der Geschenkebesorger und Geschenkeverschenker und Geschenkeempfänger, scheint es doch so, als wenn der ursprüngliche Grund – die Feier der Geburt Christi – meilenweit in den Hintergrund getreten ist und der heutige „Gabentisch-Tag“ der wichtigste Tag zu Weihnachten ist . Ich habe oft das Gefühl, dass das Wort „Christus“ gegen „Luxus“ getauscht wurde – klingt ja ein klein wenig ähnlich. – Früher reichten einzelne Kugeln am Baum als Schmuck – heute haben wir so viel davon, dass ein Baum von der Wurzel vom Stamm bis zur Spitze dicht an dicht mit Kugeln überhäuft wird. Und das ist nicht nur an Bäumen im KdW, einem Superluxustempel von der Bekleidung bis zum Essen hin, so zu beobachten.

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Wie viel Prozent der Bevölkerung sind wirklich noch Christen, nicht nur sogenannte Weihnachts-Christen, die nur am Heiligabend die Kirchen füllen? Die Gründe sind unterschiedlich. Es mögen die nostalgischen Erinnerungen an die Kindheit sein; es mögen die schönen Chorgesänge in der Mitternachts-Christmette sein; es möge die Begleitung der eigenen Kinder sein, die so gern das Krippenspiel von der abgewiesenen hochschwangeren Maria und und ihrem Mann Josef sehen möchten, die in einem Stall untergekommen sind und dort dann auch das Neugeborene in eine Krippe mit Stroh legen mussten.

Ich erspare mir wirklich Vergleiche zu heute. Ich möchte nicht wissen, unter wie viel schlechteren Bedingungen heute in den Kriegs- und Krisenländern junge Frauen ihre Kinder zur Welt bringen müssen.

Wir alle, denen es in einem Land wie Deutschland so unendlich gut geht, könnten unsere Geschenkemenge, unseren kulinarischen Luxus, unsere kulturellen Genüsse um ein weniges zurückdrehen, um mit diesem eingesparten Geld Not und Elend in der Welt zu lindern. – Leider hat das vor einigen Tagen in Berlin stattgefundene Verbrechen, das nach einem seltsam verzögerten Auffinden der Identitätspapiere eines Tunesiers im Tat-LKW diesem Tunesier natürlich auch angelastet wird, die Stimmung entsprechend angeheizt. – Sehr, sehr oft denke ich, dass die Welt aus den Fugen ist, meine kleine persönliche ein wenig, die große allgemeine viel, viel mehr.

Vielleicht schaffen wir es, den Gedanken der (christlichen) Nächstenliebe nicht nur auf ungeliebte Schwiegerelternteile, in Ungnade gefallene engere Familienangehörige, auf entfernte unliebsame Cousins, Cousinen und Tanten oder Onkels auszudehnen, sondern auch Leute darin einzuschließen, die unsere finanzielle Unterstützung wirklich brauchen.

Von mir gibt es Collagen aus der weihnachtlich geschmückten Wohnung, in der ich mich saupudelclarawohl fühle und die ich auch genießen werde bis auf die wenigen Stunden, in denen ich nicht zu Hause bin.

Kugeln und Sterne – das ist meine Weihnachtsdeko. Ein Baum muss nicht sein, da bin ich Umweltschonerin. Mir reicht dieser kleine Lichterbaum auf dem Balkon, der statt Kugeln Kirschblüten(imitate) trägt.

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Meine Küche ist teilweise mit einer Leihdeko ausgestattet. Der riesige Nussknacker ist von einer Freundin, die im Moment keinen Platz für ihn hat. Und da er so eine schöne rote Jacke trägt, darf er sich zu dem glitzernden roten Hirsch und dem roten Stiefel gesellen. – Spitze fand ich ja, dass der Stiefel in seinem Geschenkebehälter wunderbar schmeckende Schokoladenkugeln mit LILA Einwickelpapier trug. Für 5 Stunden schaffte ich es, diese Kugeln in einem Glas im Lila-Regal auszustellen, dann waren sie leider, leider aufgegessen verschwunden.

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Da mir Hirsch (Heinrich) so ausnehmend gut gefällt, habe ich von ihm noch eine Portraitaufnahme gemacht.

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Damit verabschiede ich mich und wünsche euch frohe Festtage.

 

 


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Noch Deko oder schon Kitsch?

Die Grenze ist ja oft ziemlich dicht beieinander: Was für den einen Dekoration ist, ist für den anderen Kitsch und Plunder oder umgekehrt. Das muss jede und jeder für sich entscheiden, denn nichts anderes zählt. Mir sind meine so verschiedenen Rosen sehr ans Dekoherz gewachsen und ersetzen die echten, die auf meinem Balkon keine Chance hätten.

Sie sind aus den unterschiedlichsten Materialien und von den verschiedensten Leuten hergestellt. Der Kunstschmied hat sich an der schwarzen Metallrose versucht, zwei Glasbläser haben eine Rosenknospe in blau und eine Blüte in gelb aus dem (Erlmeier?-)Kolben gezaubert, einer hat sich mit Silberdraht versucht. Die große blaue Rose ist mir besonders ans Herz gewachsen – sie hatte einen langen Stiel aus Metall, der unterwegs doch tatsächlich fast in mein Auge gestochen hätte. Ich wette, das Auge hätte verloren.

Die gemalten sind bestimmt nicht auf der Kunstausstellung prämiiert worden – na und? Und mit der Rosenkugel aus Gips kann ich notfalls werfen und treffen, wenn mich mal jemand ärgert.

Alte Leute brauchen ihre Pillen – und als ich mir beim letzten Doppelkopfturnier mir  einen Preis aussuchen durfte, habe ich dieses Pillendöschen (Dose wäre hier wirklich unangebracht, auch ohne Diminutivum-Abneigung) genommen, denn es ist mit Rosen verziert (zu Döschen passte jetzt Röschen, aber ich bin bockig!)

Damit es für Nicht-Liebhaber nicht so weh tut, gibt es eine Collage.


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Ein Schaden kommt selten allein

Ich will nicht übertreiben, aber das Wort „Schädchen“ gibt es nicht, das wäre angebrachter.

Kaum hatte ich das Wasser auf dem Parkett und dem Balkon gebändigt, schaue ich in den Kühlschrank: „Das gelbe orangefarbige Elend.“2108 Kühlschrank in orange

Sieht ja nicht unübel aus, gehörte dort aber nicht hin. Lange war ich begriffsstutzig, woher das kam. Dann fiel mir der original verschlossene Orangensaft ein, der liegend gelagert war. Als ich das Defizit in der Flasche bemerkte, war alles klar. Blick auf den Haltbarkeitsstempel sagte: 24. September 2016. Auf nichts mehr kann sich frau verlassen, auch auf das Datum nicht mehr. Die Flasche stand so unter Druck, dass sich der Boden schon wölbte. Eine Explosion im Kühlschrank wäre noch unschöner gewesen, denn da hätte ich den gesamten SchweinOrangesaftkram wischen müssen.

„Ein bisschen Kitsch muss sein …“ und meine Rosensammlung ist sicherlich Kitsch und Plunder, ich liebe sie dennoch. Und deswegen finde ich es unfair, wenn eine Vase umfällt und Kollateralschaden anrichtet.

Das gerade so wassergebeutelte Parkett hat diesen Glasangriff locker weggesteckt – und ich auch! Ihr könnt auf dem Foto nicht erkennen, dass in jeder Vase eine andere Rose steckt – Metall, Glas, anderes Glas, Aludraht.

Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten: Clara kocht jetzt anders – nicht mehr aus Wut, nicht mehr Ceran, sondern auf Induktionsplatten. Da ich den Herd kaum gebändigt bekam – er kochte auf Stufe 1 wie ein Wilder weiter – bin ich auf 2 Induktionsplatten umgestiegen.

Ich bin restlos begeistert, da alle Töpfe und fast alle Pfannen verwendbar sind. Und prompt und gleich habe ich das erste Spiegelei genossen, bis es mir mein Hausarzt vermiest hat. Er meinte, mein „böses“ Cholesterin sei zu hoch – der Mensch gönnt einem auch nichts. Am Blutzuckerspiegel hat er auch leise gemeckert – ich habe langsam das Gefühl, dass meine Zipperleins jetzt nicht mehr nur den Kopf betreffen. – Ich muss in Klausur gehen.

Da kann ich ja richtig von Glück reden, dass ich nicht 10 % so gut kochen kann wie Arabella – denn da würde nicht nur mein Cholesterin Orgien feiern, mein Zuckerspiegel auf höchsten Höhen tanzen und mein Gewicht auf der Waage eine 8 vorn bekommen – denn nach wie vor würde ich nämlich ziemlich UNGESUND kochen, mit Butter und Zucker und Kalorien. 🙂


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Gesucht wird 365 Tage im Jahr …

… aber nicht am Ostersonntag …

und schon gar nicht Ostereier und Süßigkeiten.

Ich suche fast täglich irgendetwas. Zu dieser freizeitfüllenden Beschäftigung verhilft mir mein schlechtes Gedächtnis. Momentan ist es gerade der Deckel vom Balkonmülleimer. Ich hatte ihn kurzzeitig für eine andere Nutzung entfremdet und dafür brauchte er seinen Deckel nicht. Mir oder mich deucht, ich hätte diesen irgendwo im Einbauschrank deponiert – doch das deucht mir/mich schon seit drei Tagen.

Doch was soll’s, Deckel von Balkonmülleimern werden vollkommen überbewertet – wenn ich es hineinregnen lasse, leben die Abfälle nicht so trocken.

Ostern wird bei mir – im Gegensatz zu Weihnachten – immer nur ganz bescheiden geschmückt und so gut wie gar nicht gefeiert. Im Fotoblog zeige ich euch den „Nachtschmuck“ und hier den Tagesschmuck.

2703 Osterdeko 2016

Die folgenden Kugeln erfüllen nicht ganz die Ostereierformnorm – geschmacklich ja, aber nicht für die strenge EU, wo jede Gurke, jede Möhre und jedes Ei eine genormte Form haben muss.

2703 Olas Süßkram

Mit so viel Kalorien im Bauch wird mir warm und ich kann die angekündigten Sonnenstrahlen (hoffentlich) auf dem Balkon genießen.

2703 Balkon 7

Last but not least wünsche ich meinen gläubigen Lesern ein gesegnetes Fest mit dem Segen des Auferstandenen und allen anderen einfach zwei wunderschöne Tage, bei denen das Wetter mitspielt.

Herzliche Ostergrüße von Clara


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WG erweitert – männliches Wesen eingezogen

Zwei schwache Frauen – eine jung und zierlich, die andere alt und tapperig – treten in unserer manchmal bitterbösen Welt vollkommen schutzlos auf. Deswegen wurde eine WG-Konferenz anberaumt und das Ergebnis war folgendes:

Ein starkes männliches Wesen muss her! Es darf auch handwerklich begabt sein!

Also wurde eine Bundesratssitzung WG-Besprechung gestartet. Einstimmig wurde beschlossen: Ein Mann muss her!!!

Und wer half uns aus der Patsche??? Anja, die mir schon mal so vorzüglich den Lenny gezaubert hat, sprang auch jetzt ein. Ich schickte ihr ein paar Beispiele und flugs kam er retour, unser Leon. Mir gefällt er hervorragend – euch muss er gar nicht gefallen, denn ich gebe ihn eh nicht wieder her!


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Ich kugle mich durch den Advent …

streue dabei viele Sterne um mich und freue mich, dass alles in Ordnung ist.

Nicht immer hinterfrage ich meine Tätigkeit so stark, wie ich es dieses Jahr mit meiner Adventsschmückerei mache. Aus meinen katholischen Jahren weiß ich, dass das Wort „Advent“ von dem lateinischen „adveniat“ kommt und „Ankunft“ bedeutet. Ich spüre, dass ich (wohnungsmäßig) angekommen bin und diese hier meine letzte Wohnung vor dem Übergang ins Jenseits sein wird. Mein Umzugszyklus bzw. -abstand beträgt 15 Jahre. seit 1970 war es so. – Sollte ich noch einmal umziehen, wird das bestimmt keine Wohnung mehr sein, sondern eine Bleibe oder ein(e) Heim(statt).  – Und genau wegen all dieser Überlegungen habe ich dieses Jahr meine Wohnung förmlich in Vorweihnachtsschale geworfen.

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Im Gegensatz zu den Vorjahren war ich dieses Jahr vorfristig mit meiner Adventsdeko fertig. Kein Wunder, das Räumen und Gestalten ist mir von den Wochen davor noch so im Blut.

Bevor ich euch die Fotos zeige, will ich vorbeugen: Es ist bis auf eine Kleinigkeit nichts Neues dazu gekommen, nur anders arrangiert. Ich bin keine Verfechterin davon, jedes Jahr den ganzen Raumschmuck zu erneuern, um ihn auf die neueste Modefarbe „lilagrünpinkorange“ oder so ähnlich abzustimmen. Dazu fehlen mir Geld und Lust, denn mit ein wenig Phantasie lässt sich Altes immer wieder anders hinlegenstellenhängen oder so.

In der vergangenen Woche hatte ich auf der Tauentzienstraße einen Arzttermin. Kenner wissen, dass das die Straße ist, wo das KdW seine Fänge nach zahlungskräftigen Kunden ausstreckt. Da ich noch mehr als eine Stunde Zeit hatte, wollte ich mir den Vorweihnachtstrubel von innen betrachten, da der Schmuck immer recht schön ist. Allerdings war ich von den Schaufenstern ein wenig enttäuscht. Es gab schon Jahre, da habe ich mir die Nase an den Scheiben plattgedrückt. Doch dieses Jahr alles sehr unterkühlt, wenig romantisch, sehr modern und farblich recht eigenwillig, um es mal vorsichtig zu sagen.

Drin ein ca. 10 m hoher Baum, der mit Kugeln nur so überladen war. Alles drängte sich danach, ein Foto machen zu können. Ich habe darauf verzichtet, denn mir gefiel er nicht – er hatte mit dem, was ich mir unter einem Weihnachtsbaum vorstelle, so gar nichts mehr zu tun – ich hätte ihn stattdessen Wohlstandsbaum genannt.

Der Baumschmuck in den Auslagen rund um den Baum ließ an Ausgefallenheit nichts zu wünschen übrig – es gab von vergoldeten Turnschuhen über andere Geschmacklosigkeiten bis hin zu Big Ben und Eiffelturm alles, was an den Baum gehängt werden könnte. Die Kugeln übertrafen sich gegenseitig in Kunstfertigkeit und Kitsch, aber auch im Preis.

Und wenn ich dann sah, wie Frauen ihre Einkaufskörbe mit türkisfarbigen Edelkugeln bis oben hin füllten, verstand ich, dass Deutschland im Ausland als reiche Nation angesehen wird.

All dieser ausgefallene und ausgeflippte Weihnachtsschmuck konnte nicht erreichen, dass ich meinen nicht mehr schön fand. Ich kam nach Hause, holte aus dem Keller die große Weihnachtskiste hoch und schmückte, schmückte, schmückte – bis ich mir den leicht angesammelten Frust von der Seele geschmückt hatte.

Die Adventszeit ist die einzige Zeit, in der ich die Farbe Gold oder Messing ohne Magengrimmen in meiner Wohnung ertragen kann. Was mich aber bewogen haben mag, diese kleinen goldigen (Konfetti-)Sterne auszustreuen, kann ich mir nur mit leicht getrübtem Bewusstsein erklären. Oder die Idee ist im Unterbewusstsein von der Staubsaugerindustrie gesponsert – ich finde diese Goldsterne ÜBERALL in der Wohnung, obwohl ich sie nur im Wohnzimmer auf die Schrankwand geschüttet habe.