Claras Allerleiweltsgedanken


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Frau muss auch mal loslassen können …

… sowohl Wildgänse als auch Enkelkinder – ich kann ja die Story nicht endlos in die Länge ziehen –

… notfalls aber auch das (eigene) Fahrrad. Von meinem vor kurzen geklauten blieb mir noch nicht einmal ein Gepäckträger als Erinnerung. –

Vielleicht begreift der Besitzer / die Besitzerin nachträglich, dass man eine Sache richtig oder gar nicht anschließen sollte. Ich hatte mich für „gar nicht anschließen“ entschieden, weil ich dieses Fahrrad nieeeeeeeeeeeee geklaut hätte – aber ich hätte ja auch im Mai 1990 meinen Trabant nicht geklaut, auch mein erstes Fahrrad nicht und auch mein zweites Auto, den Golf, nicht. – Ihr seht, ich habe mit der Dieberei als passives Opfer schon mehr als Erfahrung gemacht.


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Die Liebe der Diebe …

… muss ja nicht unbedingt mich zum Ziel haben. Jetzt, nach Jahren, haben sich diese Leute von mir abgewendet! Mache ich es ihnen etwa schwerer als früher????
Es soll jetzt keine besonders boshafte politische Wertung sein, wenn ich sage, dass alle Diebstähle erst in der „Bundesrepublik Deutschland“ passiert sind. Vielleicht hatte ich in der DDR nichts, was sich zu entwenden, also zu dieben, gelohnt hätte.

Portemonnaie aus der Handtasche: 3x, 2x davon im Bus am Kudamm; einmal bekam ich einen Anruf, ob ich mein P. vermisse. Ich musste es leider bejahen. Mit einer Flasche Sekt fuhr ich zu der Firma, die es ausgeräumt im Hausflur gefunden hat. So bekam ich wenigstens noch die lederne Hülle und die EC-Karte zurück. – Beim zweiten Mal bemerkte ich es gleich beim Umsteigen, aber da tauchte nichts mehr auf – und ich hatte gerade vorher Geld abgehoben! – Beim dritten Mal war es nur noch die Kleingeldbörse, denn auch Frau Himmelhoch mit ihrem hehren Namen lernt dazu! – Inzwischen habe ich einen Rucksack mit Rückenfach und verschließbaren Reißverschlüssen und fahre nicht mehr Bus auf dem Kudamm.

Auto: 2x. Als erstes wurde mir im März 1991 der fast neue (im Jahr der Wende gekaufte)  Trabant-Kombi geklaut, auf den ich ca. 10 Jahre gewartet und mit 15.000,00 Mark auch nicht gerade wenig bezahlt hatte. – Als wir Westen wurden, mussten ja alle Autos nach bundesdeutschem Recht versichert werden. Ich wollte ihn – in guter Tradition – teilkaskoversichern lassen. Doch die Versicherungen hatten noch keinen Tarif für unsere Hartplaste-Modelle.

Meine Überlegungen: Blitz, Elch oder Kuh und andere Widrigkeiten?? Bisher noch nie erlebt, also ist es nicht so schlimm, wenn er keine Teilkasko hat. An Diebstahl hätte ich ehrliche Seele nie und nimmer gedacht. Alle wollten ihre Trabbis loswerden, und meiner findet einen Liebhaber. – Ich vermute, es lag nur am Wetter. An dem Abend regnete es Schusterjungen und ich wollte meinen Besucher zum Bahnhof fahren. Im Hof war der Platz, wo er gestanden hatte, noch trocken. Der Herr Dieb musste also gerade durch die Tordurchfahrt gefahren sein.- Die Polizei hat nur müde gelächelt, als ich sie bat, danach zu suchen. – Ganz am Anfang meiner Autofahrerkarriere hatte ich das Auto schon einmal (aus reiner geografischer Dusseligkeit) als gestohlen gemeldet. Ich hatte einfach zwei Parallelstraßen miteinander verwechselt. (Jetzt mit Navi würde mir das eher nicht mehr passieren!!) Und da haben mich die Burschen, in dem Fall doch „Freund und Helfer“, nach zwei Stunden zu meinem Auto gefahren und haben spitzbübisch gegrinst, als nichts aufgebrochen war. Vielleicht war das auch schon anderen passiert?

Das zweite Auto war ein roter Golf,  geklaut wurde er 1997. Es war noch die gleiche Wohnung in Bln.-Friedrichshain. Er wurde „leider“ wieder aufgefunden, mit total verbogener Lenksäule. Ich konnte bei der Versicherung keinen Totalschaden durchsetzen – dementsprechend zahlte ich dann beim Verkauf zu. – Erst durch die Polizei erfuhr ich, dass er tiefergelegt war und Breitreifen hatte – offensichtlich für Jugendliche attraktive Attribute.

Fahrrad: 1x Ich war am Nachmittag im Kino und hatte das Fahrrad ordentlich abgeschlossen. Nach der Vorstellung suchte ich alle Büsche ringsherum ab, aber es war nicht mehr aufzufinden. Meine Vermutung: Das Fahrrad hatte eine wunderschöne, große, lila, chinesische Klingel, die so hochkant auf den Lenker geschraubt war. Die hat den Spitzbuben sicher ins Auge gestochen. – Auch das war in Bln.-Friedrichshain – eine hochkriminelle Gegend.

Westpaket aus dem Auto:  Ich ließ es im Auto, weil es eine Weihnachtsüberraschung für die Kinder sein sollte, die ich verstecken wollte, wenn sie im Bett liegen. Da gab es nichts mehr zu verstecken. Am peinlichsten war der Brief an die Absenderin, denn ich konnte mich ja schlecht bedanken, da ich den Inhalt nicht kannte.

Ich will es nicht beschreien, aber seit ca. 10 Jahren ist alles bei mir geblieben. Entweder habe ich mein Soll auf dieser Erde erfüllt, die Menschen sind netter oder ich bin gescheiter geworden.