Claras Allerleiweltsgedanken


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Gestern wurde bei mir gezockt …

… und alle trinken, essen und spielen mit

und helfen auch bei der Essenszubereitung.

„Alle“ ist wohl ein bisschen übertrieben, denn wir sind insgesamt nur 6 Spielerinnen. Das ist manchmal sogar besser als zu viert zu spielen, denn da können immer zwei entweder in der Küche Sklavenarbeit leisten wie z.B. das schmutzige Geschirr in den Spüler zu räumen oder ins andere Zimmer quatschen gehen.

Aber eine Runde will ich mal probieren, zu sechst und mit drei Kreuzdamen zu spielen – dafür kommen die von Mallybeau bearbeiteten Karten für Kreuz und Karo zum Einsatz. Hoffentlich verwirre ich damit meine Mitspielerinnen nicht zu sehr.

 

Planmensch, wie ich nun mal bin, habe ich vorher zwei Tisch- und Sitzvarianten ausprobiert und mich dann für die zweite entschieden.

Als Beweis, dass ich 6 zueinander passende Gläser habe, dient dieses Foto. Da ich aber weiß, dass die Gläser immer sonstwo abgestellt werden und heutzutage nicht jemand aus einem fremden Glas trinken sollte, habe ich mit Müh und Not 6 verschiedene Sorten gesucht – das Foto ist ein wenig verzerrt.

Wie Eingeweihte (und alle anderen auch) sehen können, sind zwei Sorten von Stühlen einsatzbereit – mein lila Clarazimmer ist als fast stuhllos. Damit aber zwei dort sitzen können, hat die Aktion mit den auf dem Balkonteppich festgefrorenen Stuhlbeinen stattgefunden. Aber ich konnte sie wieder einstecken, und hierfür das Beweisfoto.

Das war dann schon mal geklärt. Da wir drei Runden in stets neuer Sitzordnung spielen, braucht es Lose und nummerierte Plätze. Erstens sind die mit dem Tischbein nicht die bequemsten und außerdem schummeln manche zu gern, wenn sie nebeneinander sitzen. Das kann nach der Auslosung auch sein, aber die Wahrscheinlichkeit wird geringer. Allerdings lose ich meinen Platz Nr. 2 nicht aus und habe das Los aus dem Glas genommen, denn ich muss immer schnell für alle Imponderabilien startbereit sein.

Damit es nicht nur trockene Lose sind, habe ich mir für jeden Platz einen Minispruch ausgedacht.

Und so sind die Plätze verteilt

Nach der ersten Runde wird Kaffee getrunken. – Aber auch dieses Foto ist nicht mehr up to date, denn es sah mir einfach zu gut bürgerlich aus. Ich habe Kaffeebecher (mit Henkel) in weiß, gelb, rot, blau, grün und bunt zur Verfügung gestellt, das gefiel mir sehr viel besser.

Die Leckereien kann ich euch natürlich noch nicht zeigen. Zur Siegerehrung gibt es sogar echte Preise. Ich habe viele, viele Sachen zusammengesucht, so dass sich jede etwas aussuchen kann. Der Rest bleibt für Mitte Januar, denn da veranstalte ich das gleiche noch einmal, nur mit einer anderen Besetzung. – Amélie, du siehst, die Einsatzmöglichkeiten deines lila Tuches strebt gen Unendlichkeit.

Ich werde auf einen Preis verzichten, aber ich sage euch dann, die wievielte ich gewesen bin.


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Clara kocht ist langweilig.

… Bei dem Zusatz „aus Wut“ kann es interessanter werden.

Das Leben ist ja nicht nur für mich in den letzten Monaten immer eintöniger geworden – damit verrate ich keine Geheimnisse.  Zum Glück bekomme ich morgen Besuch von einer Freundin aus SH – und wir haben 4 volle Tage Zeit, das Berlinleben zu genießen – immer schön mit Impfnachweis. Und davor kommen die lila und terrakottafarbenen Plissees an die Fenster – hoffentlich ohne Zwischenfälle.

Meine heiß geliebte Doppelkopfspielerei kränkelt auch ein wenig, weil sich die im höheren Erwachsenenalter befindlichen Mitspielerinnen zum Teil wie Kindergartenkinder aufführen und zur Zeit gerade in der Phase des gegenseitigen Bewerfens mit Sandspielförmchen sind.

Das Spielen am Tablet ist nicht die wahre Sahne, weil „inoffizielle Clarastudien“ beweisen, dass ICH fast immer die schlechtesten Karten bekomme. Andere spielen en masse ein Solo und haben dafür DIE SUPERKARTEN. Zum Glück kann ich in der App nach dem Spiel die Karten der anderen sehen und auch die Stiche nachvollziehen. – So ist das Leben! – Ich bin jetzt schon auf Skat ausgewichen, natürlich mit den gleichen Teilnehmern. – Na gut, eine Person musste gecancelt werden, da Skat in der App nur zu dritt gespielt wird. Der Sohn hat eh zu viel mit dem echten (Geschäfts-)leben zu tun, also flog er raus.

Die Fotos von meiner echten Kocherei haben mit ganz, ganz viel Gemüse zu tun und mit ganz wenig Wut. Es ist einfach, wird oft wiederholt mit verschiedensten Zutaten und schmeckt mir immer, immer (kann jetzt noch mehrfach wiederholt werden) wieder und reicht vor allem nicht nur für einen Tag. – Das ist immer der Anfang. In einer (sehr) großen Pfanne werden viele Zwiebelstückchen auf ihr zukünftiges Leben in der Hölle in Claras Magen vorbereitet, bis sie schön angeröstet sind.

Eifrigst werden von mir die verschiedenen Gemüseteile und zwei richtig große Kartoffeln in Stücke zerteilt. Hier habe ich mich offensichtlich mit Gemüsesorten zurück gehalten – war eben nicht mehr im Gemüsefach vorhanden. – Es hat nichts zu bedeuten, dass die lila Gewürzfraktion doppelt vertreten ist – die Füllung des ersten Glases ging ihrem Ende entgegen – und Knoblauch MUSS sein – mit irgend etwas muss ich doch Leute erschrecken, wenn ich sonst schon so brav bin.

Wenn alle Gewürzgläser ihren Inhalt über den Schüsseln verteilt haben, geht bei mir das große Husten los – gegen irgendein Gewürz muss ich allergisch sein, aber nur im Rohzustand. Ich glaube, es ist der Pfeffer. Egal – es sieht dann so aus. – Und gegen Kurkuma – das Glas mit der gelben Verschraubung – ist meine Spüle offensichtlich allergisch. Beim Abgießen gelangt das gewürzgesättigte Öl in die Spüle und hinterlässt dort kräftige gelbe Spuren, die mit normaler Spülenreinigung nicht zu beseitigen sind – da muss schon kräftig Scheuermilch arbeiten. Vielleicht streue ich das Gewürz erst kurz vor dem Essen auf.

Es ist kein Wunder, dass mein Abfluss immer so schnell verstopft, denn von Oregano, Basilikum & Co landet ja eben doch einiges in der Spüle – alles andere landet oder endet in der Pfanne und dann in meinem Magen.

Wenn ich mich mit dem Backen genau so verhalten würde wie mit dem Kochen, wäre dieser leckere Kuchen, dessen Rezept ich von Frau Momo bekommen habe, schon längst auf der Tortenplatte – wird noch … der Russe würde sagen: уже будет – wird schon werden! Dass ich das Rezept MIT DER HAND auf einen LILA ZETTEL geschrieben habe, bedeutet, dass ich es ausprobieren will und werde – vielleicht kurz vor meinem Besuch – wenn mir der „gesunde Kuchen“ nicht schmecken sollte, habe ich Hilfe bei der „Vernichtung“.

Das Notrufgerät ist zu den Johannitern zurück gebracht, die Hülle für das Handy mit den Ösen ist angekommen.  Das und von der Aktion des Sohnes hatte ich euch ja schon erzählt, und der Fensterbauer hat sich immer noch nicht gerührt – er hat  von mir die restlichen 10 % der Gesamtsumme bisher nicht bekommen. Wahrscheinlich sagt er sich, dass er damit ein sehr gutes Geschäft macht, wenn er auf dieses Geld verzichtet und alle Restarbeiten unerledigt lässt. – Und ich lebe den Rest meines Daseins in dieser Wohnung damit, dass im Bad das dicke „Wörterbuch der Medizin“ und in der Küche die dicke, lange Wasserwaage auf der Erde liegen, um meine Körpergröße bei Bedarf um 5 cm zu erhöhen. Frau gönnt sich doch sonst (nichts) zu wenig! *haha*


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Ich habe mit dem Virus verhandelt –

… und dann gegen mehrere andere getauscht …

… die zwar auch die Persönlichkeit beeinflussen oder gar verändern, aber nicht so negativ.

Beim Ostergeschenk-Verteilvirus musste ich auf meine lieben Nachbarn zurückgreifen. Es wird zwar nicht das ganze Haus beschenkt – aber ich gehöre auf jeden Fall dazu. So etwas kann man sich nicht verdienen, das bekommt man einfach geschenkt. Den Sekt habe ich sicherheitshalber schon getrunken, denn wenn ich ihn zu den Reserven stelle, werde ich vielleicht wirklich noch süchtig.

Der Alkoholvirus richtet mehr Schaden an als man glaubt, aber ich bin dagegen immun – deswegen konnte ich den gut zum Tausch anbieten.

Jetzt will ich mal zur Sache kommen – hier habe ich für die vom Lesevirus Befallenen ein Extraexemplar, das seinen Virus sogar benennt:

Das Mona-Lisa-Virus

Ich bin noch ziemlich am Anfang und kann es bisher weder loben noch verreißen. Es war bei den Büchern dabei, die ich mir auf einer Papiertonne aus einer Kiste mitgenommen habe.

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Tägliche Spielerei 25 – ausgespielt

Ausge-spielt

Wenn sie nicht so harmlos wäre, diese Doppelkopfspiellust, würde ich denken, es ist eine SUCHT.

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Fotoblog: September 2019


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Endlich wieder himmelhohen Doppelkopf zu Hause

Doppelkopf ist mein Leib- und Magenspiel, gleich danach kommt Phase 10 – also bin ich eine richtige Kartenzockerin.

Das zweite Spiel kann man schon zu zweit spielen, zu dritt ist besser und zu viert ist es nahezu ideal.

Doppelkopf KANN man nur mit vier Personen spielen, aber Clara ist nun mal allein und nicht „selbdritt“ oder gar „selbviert“.

Notfalls kann ich auch delegieren, das doppelkopfen. Also, lasst euch überraschen. – Die NEUE konnte dieses Spiel zum Glück – und wie sich dann am Ende rausstellte, ist sie wie Clara eine ganz gewiefte Spielerin. Ich habe von der Seite aus natürlich zugesehen. Ich habe der Roten immer wieder ins Ohr geflüstert: „Du bist neu hier, wenn du die anderen gleich beim ersten Mal so abzockst, spielen die nie mehr wieder mit dir!“

Das hat sie überhaupt nicht beeindruckt. Ganz im Gegenteil, sie flüsterte zurück: „Wenn die immer so ein Oma-Spiel machen, dann WILL ich da auch gar nicht mitspielen.

Doppelkopfkenner können sich ja mal die Karten ansehen – die Rote ist auch sehr gut bedacht worden – und zusammen mit ihrer Partnerin wird das eine tolle Nummer. Und dass der Kleine ganz hinten schmollt, wenn er seine Karten ansieht, ist sonnenklar. Da würde mir auch ein deutliches Sch…. Mist rausrutschen.

Natürlich werde ich jetzt nicht alle 10 Runden fotografisch begleiten – aber ihr solltet schon mal beachten, wo die gewonnenen Kartenstapel landen. Hier hat jede noch ihre 10 Karten, aber doppelkopfkundiges Publikum kann die vier Blätter besser erkennen.

Der ganz vorn kann ja mit seinen vier Königen auch nicht gerade von einem guten Blatt sprechen. – Wie sagt man so schön: „Der Teufel sch…immer auf den größten Haufen, deswegen haben die beiden Kreuzdamen auch so supergute Karten.

Jetzt sind ein paar Stiche weg, da sieht es so aus: Schmolli hat entdeckt, dass er heute die A….karte gezogen hat, denn in seinem Sammelbehälter ist noch nicht ein einziger Stich gelandet. Und mit den restlichen 4 Karten könnte er bestenfalls noch eine Chance haben, nämlich mit der Herzdame.

Meine Supertrumpfkarte gebe ich diesen Schüsseln natürlich nicht, die sind einzig für meinen privaten Gebrauch! – Und da ich immer 2 Asse im Ärmel brauche, weil ich eines so schnell verliere, gehe ich auch im Hochsommer langärmelig zum Doppelkopf 🙂 😉

Ich glaube langsam, dass ich mir vielleicht doch ein anderes Hobby als Doko zulegen sollte. Gestern war mal wieder Doppelkopfturnier – und über meine Platzierung haben sich sogar die befreundeten Kreuzdamen die Augen zugehalten. Von 19 Teilnehmerinnen auf dem 15. Platz zu landen, ist ja schon fast ehrenrührig.

Im Normalfall heißt es ja „Glück im Spiel – Pech in der Liebe!“ Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass … ich schreibe es lieber gar nicht erst hin, denn es ist Schwachsinn.

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Ich sehe gerade am Datum, dass ich vor 50 Jahren in weiß am Traualtar geflüstert habe „Bis dass der Tod uns scheidet!“ Ob es daran liegt, dass damals das „dass“ noch mit ß geschrieben wird? Jedenfalls hat es gerade mal 10 Jahre funktioniert und zum Glück niemand von beiden zu Tode gebracht.