Claras Allerleiweltsgedanken


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Eieiei, was seh‘ ich da …

ein verliebtes Ehe– Sparschuhpaar …

Vorbemerkung: Es gibt doch tatsächlich Leute, die still und heimlich ihren 40. oder 30. oder 20. oder 10. oder sonstwas Hochzeitstag feiern – DAS GEHT JA NUN SCHON MAL GAR NICHT! 🙂

Am 29. eines Monats sollte ich mich langsam entscheiden, ob es der Monat der Schuhe  oder des Sparens werden soll – na gut, mit Sparschuh habe ich wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. – Für den Monat der Liebe ist es ja noch ein paar Tage zu früh. Doch das, was ich hier ganz zart andeute, kann, aber muss nicht unbedingt mit Liebe zu tun haben. Diese drei Buchstaben, die das hier bezeichnen, haben nur das „e“ mit der Liebe gemeinsam.

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Und alle sollen jetzt das denken, was ich beim Fotografieren in die Schuhe hinein interpretiert habe.

2904 Sparschuh Collage 1

Stürmisch versucht der junge Mann gleich und sofort ans Ziel zu gelangen – dabei haben sie sich gerade erst kennen gelernt. – Oder vielleicht haben sie schon im Geschäft durch die Packung hindurch miteinander geflirtet. – Aber sie lernt ganz schnell.2904 Sparschuh Collage 2

Auf Rosen gebettet liegt das junge Paar da und ruht sich von allen Anstrengungen aus.

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Vor mehr als 40 Jahren könnte sich zwischen einem jungen Mann = B.P. und einem sehr jungen Mädchen = L.M., jetzt L.P. folgender Dialog abgespielt haben. Ich verändere jetzt einfach mal den Herrn Freiherrn von und zu Goethe und schreibe:

B.P.: Schönes Fräulein, darf ich’s wagen, dir einen (Spar-)Vertrag anzutragen?“

Darauf L.M.:

Ich bin zwar Fräulein, doch bin ich nicht reich, wir müssen die Ehe verschieben! Bis gleich“

Und dann wieder B.P.:

Da sitz‘  ich nun, ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor! (Nähe S-Ostkreuz an der Boxhagener Straße)

2904 armer Thor

Vorhang, Ende des Spardramas! Aber die Ehe kam dennoch zustande, gleich doppelt, damit es besser hält.

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Und jetzt gibt es noch ein Geburtstagskind in unserer Familie. Lennox, allgemein bekannt als Lenny oder auch Lenni, in internen Kreisen als „Kampfschmuser “ bezeichnet, wird heute 3 Jahre jung. Hier auf dem Foto ist er mit dem vorjährigen Geschenk zu sehen. So, wie er es festhält, weiß er schon, dass es das nicht alle Tage gibt.

2904 Geburtstag Lenny

Ich habe jetzt noch ganz schnell ein Ganzkörperfoto von Lenny im Fotoblog ergänzt.


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Paradies à la Clara (9)

Muss nicht, kann aber, und unter nicht-paradiesischen Umständen immer öfter, kommt er, der Streit unter Partnern, Eheleuten oder wie man Adam und EvaClara nun mal bezeichnen will. Sie hatten sehr schwere Lebensbedingungen, das noch nicht erfundene Geld – hier in Form von tauschbaren Utensilien – reichte vorn und hinten nicht, da die lieben Kinder die erarbeiteten Ressourcen zum Teil selber aufbrauchen mussten, um groß, stark und klug zu werden.

Und wie sieht dann der Himmel aus, wenn zu Haus der Haussegen schief hängt? Genau! So:  Wolkenhimmel


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Dies und Das:

Dies:

Mit Bischöfin Jepsen aus Hamburg übernimmt nach Frau Käßmann die zweite hochrangige Würdenträgerin in der evangelischen Kirche die Verantwortung für eine Mitwisser-Schuld, die noch nicht einmal eindeutig erwiesen ist.

Männliche Kollegen, vor allem die der katholischen Fraktion, rangeln und betteln um ihr Amt bis zum vorletzten Atemzug, auch wenn ihre Schuld eindeutig erwiesen ist.

Das Fazit kann jeder selbst für sich ziehen.

Das:

Irgendwo (ich habe die Zeitung mit der Meldung verschusselt) ist eine

108jährige Frau mit einem 38jährigen Mann
verheiratet.

Vom Prinzip her finde ich es erst einmal gut, dass sich nicht immer nur die 90jährigen Daddys die 20jährigen Girlies greifen, um ihnen für ihr Geld  irgendwohin greifen zu können, sondern dass es auch umgekehrte Beispiele gibt. Von Prominenz oder Reichtum war in der Meldung nichts zu lesen, hingegen von ehelichen Freuden sehr.

Zu lesen war nur, dass der (relativ) junge Mann gerade ein Jahr wegen Drogenabhängigkeit gesessen hat. Ein Schelm, der jetzt das gleiche denkt wie ich!

70 Jahre Altersunterschied finde ich schon sehr, sehr krass – so, als ob er seine Uroma geheiratet hätte, wenn ich für eine Generation 23 Jahre ansetze.

Da muss sich meine 95jährige Mutter aber mal langsam unter den jungschen Altenheimpflegern umtun, wenn sie noch einem 25jähigen ihre Hand reichen möchte. Da bekäme ich dann einen „Stief“vater, der mit einiger Mühe mein Enkel sein könnte.

Tolle Aussichten!

Nein besser, mein zukünftiger Mann wird erst in 5 Jahren geboren! Dann kann ich ihn als Pflegesohn annehmen, ihn mir so erziehen, wie ich ihn gern hätte – und dann …  …

Aber ob ich hier noch so lange blogge, bis ihr Blumen streuen kommen könnt, das weiß ich noch nicht so recht!

Mein Computeranimationsgerät ist leider defekt – aber in etwa werde ich als „ältere“ Braut dann so aussehen:

Na, 3 Pfund dicker werde ich sein und ein neues Kleid brauchen, aber sonst ...

Die Hochzeitsgäste bekommen ihn sicherheitshalber auch!

Der Rattenschnaps für den Bräutigam steht auch schon bereit, damit er sich die Braut schön trinken kann.


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Herrentag + „Man nehme …“

Ist es nicht bezeichnend, dass die Herren der Schöpfung für ihren Ehrentag einen Arbeitstag als Feiertag bekommen?
Und die Mütter, die wirklich einen Feiertag verdient hätten,  regelmäßig an einem Sonntag zusätzlich die Arbeit der Gästebewirtung haben?
Es soll Familien geben, in denen das die größeren Kinder oder die Männer managen – schön für diese Frauen, auch wenn ich allgemein von solchen Ehrentagen nichts halte.

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Keine Angst, ich begebe mich jetzt nicht ins Hausfrauengenre und kreiere jetzt ein Koch- oder Backrezept für Rhabarberkuchen. Wenn überhaupt, dann soll es der Versuch eines Lebensrezeptes werden.

Also, man nehme „einen Ehemann“ (da ja heute Herrentag ist), denn die Berliner Zeitung schreibt „Ehe ist gut gegen Depressionen – gesünder zu zweit.“ Verheiratete haben einer Studie zufolge ein geringeres Risiko als Singles, an Depressionen und Angstzuständen zu erkranken oder süchtig zu werden. Für die psychische Gesundheit sei eine Ehe für Frauen und Männer gleichermaßen von Vorteil. Während die Ehe also gesund ist, kann eine Scheidung sehr ungesund sein. Der Verlust eines Partners durch Trennung, Scheidung oder Tod kann krank machen. – Tja, ich denke, dass haben wir alle schon gewusst, zumindest aber geahnt. Doch wenn ich mich in meiner Umwelt so umschaue, bin ich mir bei manchen Ehen, die nur aus „Kampf“ und „Motzen“ bestehen, nicht so sicher, welcher der Zustände nicht doch der gesündere, zumindest aber der friedlichere und ruhigere ist – das Single– oder das  Zwingle-Dasein?

Meine Mutter lebt seit ihrem 30. Lebensjahr allein, zeitweilig mit einer ungeratenen Tochter, hatte meines Wissens nie Depressionen und ist gerade 96 Jahre alt geworden. Hätte sie das mit Mann auch geschafft? Oder wäre sie dann erst recht die älteste Frau Deutschlands geworden? – Alles Spekulationen, nutzlose!

Und was „lernt“ uns das: Kann  ich diese (begehrte) Frau / diesen (begehrten) Mann nicht herbeizaubern , muss ich mir was anderes einfallen lassen, um nicht süchtig zu werden – z.B. ab und an mal Blog-Enthaltsamkeit üben – wäre doch aller Vierteljahre mal eine Option.

Als erste Maßnahme werde ich nicht mehr jeden Tag posten,  sonst gehen mir wirklich noch die Ideen aus. Allerdings ist diese Gefahr nicht ganz so groß, denn ich habe gerade in einer Fernsehsendung bestätigt bekommen, dass Bipolare besonders kreativ sind.

Einen schönen Tag für euch alle – mit oder ohne Herren!


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Zeitungsmeldung

(vor längerer Zeit):

42jähriger Mann tötet seine beiden kleinen Söhne und begeht danach Selbstmord. Die Ehefrau war vor einer Woche aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.

Fragen:

  • Wieviel Wut, Enttäuschung, Jähzorn, Ausweglosigkeit muss sich in einem Menschen ansammeln, der zu solch einer Tat fähig ist
  • Was mag in der Frau vorgegangen sein, als sie von der Polizei benachrichtigt wurde?
  • Aus welchem Grund mag sie ihren Mann, vor allem aber ihre zwei kleinen Söhne allein gelassen haben?
  • Trifft sie eine (gerichtliche) Mitschuld, wenn sie leichtfertig die Familie verlassen hat?

Ich kann, und ich will es mir nicht vorstellen, wie man sich in solch einer Situation fühlt.


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Alte Liebe rostet …

oder rostet doch nicht?

Nur für Leute, die „Vergangenheitsbewältigung“ vertragen, also auf eigene Gefahr!!!!!

Die wichtigsten Männer in meinem Leben:
Der erste hat von der 19jährigen „Jungfrau“ (dasAlter war früher rügens- und beichtenspflichtig, heute wäre es spottwürdig) schönerdings einfach das „jung“ abgeschnitten und es tat nur ein ganz kleines bisschen weh. Offensichtlich sind katholische Theologiestudenten für die zarte Liebe ganz besonders gut geeignet, auch wenn sie danach nicht mehr in den Himmel kommen, weil sie nämlich nicht mehr Priester werden dürfen. – Schadet ihm gar nichts, warum hat er mich verlassen und eine andere geheiratet.

Den zweiten habe ich vorsichtshalber und zur Strafe ganz schnell geheiratet, damit mir die Chose von dem ersten nicht noch mal passiert. Nach 10 Jahren habe ich dann beschlossen bzw. haben wir das dann natürlich gemeinsam beschlossen, dass dieser Entschluss übereilt war und haben ihn kostenaufwändig rückgängig gemacht – annullieren ging nicht, weil zwei lebende Produkte fröhlich durch Berlin liefen. Ich konnte also nicht auf „Nichtvolllzug der Ehe“ plädieren.

Der dritte war ein klein wenig der Grund, warum es mit Kandidat Zwei nicht ganz so gut klappte. Auf Einzelheiten wollen wir hier nicht eingehen, denn ich will ja nicht, dass irgendein/e Leser/in rote Ohren bekommt. Aber wir sind immer noch bekanntbefreundet und kein Telefonat ist kürzer als eine Stunde – Flatrate ausnutzen, viel zu sagen haben ….

Der vierte rührt hingegen eher zu „hängenden Ohren“, nicht ob seiner Lebens- und Liebesleistung, sondern deswegen, weil er in Kürze seinen 15. Himmelsgeburtstag feiert – dafür hat er sich auf der Erde mit 54 davon begnügt. Ob ich für ihn zu anstrengend war oder das Leben allgemein? Nein, der „Krebs“ ist dem Krebs unterlegen. Wer Lust hat, kann ja hier noch ein wenig schmökern, da gibt es diese 4 Herren in anderem Zusammenhang. Der Post  Immer noch unvergessen erzählt nur von dem letzten und rührt mich persönlich zu Tränen, obwohl es so lange her ist.

Nummer X, Y und Z (an die Lehrerinnen: ich weiß, dass das keine Zahlen sind) sind nicht mehr so interessant, dass sie auch nur eine Zeile in diesem Post verdient hätten.


Vorsätze – aus Kindheitstagen

Heute, wo sich so viele Leute mit den Gedanken an gute Vorsätze plagen, die sie dann nach einigen Wochen vergessen oder nicht erfüllen und sich dann eventuell  in Gedanken wieder ein wenig plagen oder sorgen, fallen mir meine guten Vorsätze aus der Kindheit ein. Mein Gedächtnis ist ja nicht das allerbeste, und deswegen staune ich um so mehr, dass ich mich an einiges so deutlich erinnern kann.
Bei meiner Geburt waren meine Mutter 30, mein Vater 40 und mein Halbbruder 12 Jahre alt oder jung – für damalige Verhältnisse und im Vergleich zu meinen Klassenkameraden „unheimlich alt“, so zumindest jedenfalls muss ich es immer empfunden haben. Ich kann mich lebhaft erinnern – wurde ich je nach dem Alter meiner Eltern gefragt – beantwortete ich die Frage und setzte ungefragt hinzu: „Ich habe aber noch einen großen Bruder, der ist 12 Jahre älter als ich!“

Vorsatz 1: Du bekommst ziemlich jung deine Kinder – mit 23 und 25 Jahren bei den Entbindungen  bin ich nach heutigen Maßstäben eine Frühgebärende, in der DDR jedoch näherte ich mich schon langsam der Grenze der „Spätgebärenden“. Ich finde das Alter auch heute noch okay.

Da ich ja meinen Vater weder erlebt noch gekannt habe, wurde er mir immer nur durch die Erzählungen meiner Mutter nahegebracht und durch die vielen Grabbesuche verleidet. Ich hatte bei ihren Erzählungen immer das Gefühl, dass ein nichtsahnendes, wenig wissendes und sehr unerfahrenes junges Mädchen einen bewunderten Alleskönner geheiratet hat und darüber so froh und glücklich war, dass es für ihn nie und nimmer, auch nicht für einen Tag oder einen richtigen Kuss, einen Nachfolger gegeben hat. Also erschien er mir wie ein Gott auf einem Thron.

Vorsatz 2: Du heiratest keinen Gott, sondern einen ebenbürtigen Partner, der maximal 5 Jahre älter ist. Vorsatz immer erfüllt. Der erste ernsthafte Anlauf war 5 Jahre älter, der Ehepartner vier Jahre, die Himmels-Liebe HL verfügte über 3 Jahre mehr Erfahrung und der klügste Mann in all meinen Beziehungen war gefühlte 10 Jahre schlauer, aber nur 4 Jahre laut Geburtsurkunde.

Mit meinem 9. Lebensjahr vergrößerte sich die Zahl meiner Erziehungsbeflissenen um zwei Personen – eine äußerst liebenswerte, aber vollkommen inkonsequente Oma, und eine altersmäßig besser zu mir passende Tante, deren Abneigung ich wohl gleich in der ersten Woche eroberte. Unsere Antipathie beruhte auf Gegenseitigkeit. Und diese Frau war fast so breit wie hoch, wie ich boshaft sagen würde.
Meine Abneigung gegen adipöse Menschen wurde durch meinen erlernten Beruf der Krankengymnastin weiter untermauert. Ein Schlüsselerlebnis: „Ich muss eine wahnsinnig dicke Frau massieren und ich ekle mich so, dass ich das Behandlungszimmer verlassen muss, sonst hätte ich ihr auf den Bauch gek…. .

Vorsatz 3 Du wirst nie im Leben richtig dick. Damals jonglierte man noch nicht mit dem BMI, aber die Marke 25 habe ich vielleicht in Schwangerschaftszeiten erreicht, sonst pendelte ich jahrelang um die 20 herum – also schon eher Modell „Hungerharke.“

Woher mein vierter Vorbehalt und der daraus resultierende Vorsatz kommt, kann ich nicht begründen. Auf jeden Fall heißt er:

Vorsatz 4: Du wirst nie im Leben richtig alt!

Jetzt könnte jeder von euch boshaft einwenden, dass ich diese „Wette“ bereits  verloren habe. Sicherlich ändern sich Meinungen über das Alter mit den selbst steigenden Lebensjahren. Für Schüler waren die meisten Lehrer näher dem Grab als dem Leben. Ich komme aus einer Familie, wo alle uralt werden: 96, 95, 88. Das erschreckt mich mehr als dass es mich erfreuen würde, dass ich vielleicht auch so alt werden muss. Ich finde es nicht erstrebenswert, da ich ein unheimlich bewegungs- und technikorientierter Mensch bin, der jetzt schon ständig und immer seine Grenzen gezeigt bekommt. Lieber 70 gute Jahre als 90 erträgliche! Meiner Mutter geht es trotz ihres hohen Alters im Grunde genommen gut, und dennoch möchte ich nicht geschenkt wie sie leben wollen. Auf fremde Hilfe angewiesen, abhängig von Kindern, die diese Hilfe nicht wahnsinnig gern leisten wollen, Kommunikation nur noch äußerst schwierig in großer Lautstärke möglich, Geräusche produzierend, die die Umwelt nicht hören möchte usw. usf. – ich könnte die Liste noch fortsetzen. Ich will das nicht – notfalls muss ich ganz intensiv darum bitten oder beten. Aber jetzt erst einmal:

Uns allen ein gutes Jahr 2010!