Claras Allerleiweltsgedanken


31 Kommentare

Löwinnenemanzipation …

… ist doch schon lange überfällig!

Wenn sogar die tumben Parteien in Erwägung ziehen, dem weiblichen Geschlecht in der Politik mehr Raum einzuräumen, dann sollte man das bei den Löwen auch tun – besonders bei den bildlich dargestellten. Immer und überall sieht man die Nachbildungen dieser prächtigen Tiere – natürlich in der männlichen Form, denn die Mähne macht sich ja so gut.

Ich werde jetzt immer einen männlichen Löwen und das weibliche Pendant gegenüber stellen – mal den König zuerst, mal die Königin als erste.

Beide ziert eine besonders kuschlig-wuschelige Mähne – ihr seid doch nicht anderer Meinung?

Diese beiden sind wohl besonders auf ihre scharfen Reißzähne und den bitterbösen Blick stolz.

Der eine glänzt ganz und gar so gülden, die Löwin dagegen beherrscht den unter ihr stehenden Partner und strahlt in fröhlichem Rot.

Diese Löwin versucht ihren Partner durch ihre tolle Mähne zu beeindrucken – doch was macht er? Er spuckt voller Verachtung aus. – Dann eben nicht!!!!!!

Dieser Salonlöwe (sieht der nicht aus wie der durchgeknallte Designer Glöö…?) (vor einem Frisiersalon fotografiert) findet natürlich, dass einzig und allein ER schön ist – da kann neben ihm glänzen oder glitzern wer will – da wird gar nicht erst hingesehen.

Diese beiden passen doch wunderbar zusammen. Sie sagt ihm: Wenn du nicht parierst, wirst du als fünfter Löwe in meine Quadriga gespannt und dann ist es ein Fünfgespann. (ich habe den vornehmen Namen nicht gefunden)

Ich hoffe, dass ich mit der Löwin tatsächlich eine Löwin gefunden habe – wenn auch eine sehr vermenschlichte, aber ich meine ja auch die weiblichen Löwenmenschen, denen man mehr Rechte einräumen darf – nicht nur in der Politik.

Und jetzt unser letztes Pärchen:

Die Löwin thront auf einem Löwen und lässt es sich gut gehen (ist schon ein paar viele Jahre her) und er – der weiße König der Löwen hat sich mit einem total kitschigen Hausstaat umgeben.


4 Kommentare

20.00 Uhr – Meldungen der Tagesschau

Zum heutigen Valentinstag ist bei unserer Redaktion ein Gedicht von Emerenz Meier eingegangen, dass wir hier für alle die Frauen einstellen wollen, die anders als ihre Umwelt sind oder sein wollen und denen wir gratulieren. Vielleicht vom Tanzen müde, können Sie sich jetzt an diesen Zeilen erfreuen!

Hinter dem männlich anmutenden Namen verbirgt sich eine bayrische Schriftstellerin, die von 1874 bis 1928 lebte, so dass wir ihr wunderbares Gedicht

„Wenn sich ein Weib aus der Herde hebt“

straffrei veröffentlichen dürfen.

Wenn sich ein Weib aus der Herde hebt
Und nicht nach der alten Schablone lebt,
Dann soll’s von der Menge gesteinigt werden,
Wie es Gesetz ist und Brauch auf Erden.

Doch gab man ihm eine Gnadenfrist,
Solange es jung und sauber ist,
Erst wenn sich’s zur alten Jungfrau entwickelt,
Wird es gekreuzigt, darauf zerstückelt.

Und hat sich ein Mann ein Weib erwählt,
Das mehr versteht als er von der Welt,
Mag es sein Haus sonst auch wohl verseh’n,
Der Scheidung soll nichts entgegensteh’n.

Denn der Mann sei weise, das Weib sei dumm,
Solch alte Gebote stößt man nicht um,
Heißt doch in jedem Fall er der Ernährer,
Auch wiegt sein Gehirn um einiges schwerer.

Und wenn von dem Alten Testament,
Man sonst schon das meiste erlogen nennt,
Die eine Wahrheit bleib ungebrochen:
Gott schuf die Eva aus Adams Knochen.

Zuviel ist dem Weibe bereits erlaubt,
Die Türkin trägt heut noch im Sack ihr Haupt.
Hier will sie Arzt sein und Pillendreher,
Lehrer, Jurist und Schaltersteher.

Gefährdet durch Weibes Intelligenz
Ist heut der Männer Existenz,
Ihr Ansehen flieht wie der alte Glaube
An ihre Kraft und ans Glück der Haube.

Doch tausend noch halten am alten Recht
Und schreien: Nieder mit dem Geschlecht,
Dem dritten, Wolzogens‘ Kampfgenossen,
Es sei verachtet, verfemt, verstoßen.

Ja, fort mit jeder, die emanzipiert,
Auf selber gebahnten Pfaden irrt,
Man schichte Scheiter, man werfe Steine,
Denn die Welt schuf Gott für den Mann alleine.

*************

Heute ist ja nicht nur der vielleicht entbehrliche „Tag der Blumen- und Pralinenindustrie“, sondern auch noch der Tag, der sich unter der Bezeichnung

„One Billion Rising“

eingebürgert hat – Frauen tanzen gegen Gewalt und Unterdrückung. In dem kurzen Video gibt es erschreckende Szenen, was Frauen angetan werden kann – aber es gibt am Ende auch die Hoffnung, dass das überwunden werden kann.

Meist bette ich keine Videos ein und schaue mir auch keine an, weil ich bisher keine vernünftigen Kopfhörer für den Computer angeschlossen habe. Aber bei einem guten Zweck ist das schon mal anders.

In meiner Geschichte, die am 16. beginnt, wird es keine Gewalt gegen Frauen geben – und die, die beschrieben wird, wird zum Guten gewendet.