Claras Allerleiweltsgedanken


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Gesundheitsgradmesser und Espresso

Es ist schon Alarmstufe Rot angesagt, wenn ich irgendwo zu Besuch bin und ich antworte auf die Frage zum Frühstücksgetränk

Tee oder Kaffee?

mit

Ich hätte gern Tee!

Kommt hoffentlich nicht vor, denn wenn ich mich in „Teeform“ fühle, verreise ich selten.

Wer sich solch eine Tapete an die Küchenwand kleben lässt, so viele Kaffeetassen hat, ein Kaffeetassentablett für den Geschirrtransport nutzt und sogar Platzdeckchen im Kaffeelook verwendet, wird wohl kaum die „Vorsitzende der Teetrinkerinnenunion“ sein.

Und dank Mitzis Post über italienischen Espresso habe ich nachgeforscht, ob es bezahlbare Espressokannen für Induktionsherde gibt. Man hat mich auf die Fährte der Firma „Bialetti“ gesetzt und es hat sich irgendetwas in dieser Richtung getan. – Fahre ich also zu chronischen Teetrinkern zu Besuch, kann ich Kanne und Kaffee dann ganz bequem mitnehmen. 🙂

Die Espressokanne kommt an und ich beäuge misstrauisch den Boden, ob der auf einer Induktionsplatte wirklich seinen Dienst verrichten wird.

Alles wird abgewaschen und dann soll ich DREIMAL Espresso brühen und WEGSCHÜTTEN!!! Die Kanne muss sich erst langsam an ihre Aufgabe gewöhnen. – Espresso hatte ich auch gleich mitbestellt.

Sieht diese rote Kanne in meiner roten Küche mit den vielen roten Accessoires nicht schnuckelig aus?

 

Was ich allerdings an so einer bekannten Firma bzw. an ihrem Produkt ernsthaft rügen muss: Der Henkel wird so heiß, dass ich die Kanne nur mit Topflappen vom Herd nehmen kann. Da der Griff nicht vom Herd erhitzt wird, sondern nur vom Dampf oder vom Kaffee, finde ich das eine schwache Leistung. Für dieses wirklich nicht unerhebliche Geld keine gute Leistung von Bialetti.

Jetzt kommen auch meine schon immer (lange vor dieser Küche) mit rot gezeichneten Mokkatassen zur Geltung:

Die drei weißen Gesichterschüsseln mussten ihren Platz eine Etage weiter höher einnehmen, damit die Kaffee-Etage besser zur Geltung kommt.

21.6. 17.00 Uhr

Mit der roten Espressokanne sind es jetzt historische Fotos – ich habe sie nämlich gerade für die Rücksendung in den Originalkarton gepackt, nachdem ich mir am Henkel fast die Finger verbrannt habe.

Das große A. hat diese Kanne schon aus dem Angebot herausgenommen – man kann sie nirgends mehr finden – also konnte ich auch keine anderen Bewertungen lesen.

Ich hatte ja gleich zwei verschiedene bestellt, weil ich eine zum Geburtstag verschenken will. Diese habe ich jetzt soeben getestet – da wird kein Henkel heiß und es geht viel eleganter mit der Wasserwanderung von unten nach oben – ist auch eine Bialetti.

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Und das sind die oben angekündigten drei alten Fotos von Tapete, Platzdeckchen und Tablett.


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Was ich im ersten Leben sicher nieeeeee war:

Einbrecher oder Einbrecherin.

So dusselig, wie ich mich mit Schlüsseln oder Schlössern anstelle, kann das auf keinerlei Vorerfahrung begründet sein. Meine Aktivitäten mit Schließwerkzeugen sind:

  1. Ich verliere sie oder lege sie an einen unauffindbaren Platz
  2. Ich stecke Schlüssel verkehrt herum ins Schloss
  3. Ich verwechsle ähnlich aussehende Schlüssel miteinander und wundere mich ehrlichen Herzens, warum die Tür nicht aufgeht
  4. In Höchstleistungszeiten verwechsle ich schon mal die Tür, in die ich hinein möchte und bin dann erschrocken, wenn mir jemand aufmacht, den ich nicht erwarte
  5. Ich habe keinerlei Verhältnis zu Sicherheitstüren – am liebsten würde ich gar nicht abschließen
  6. Schlüssel in der Wohnung zu lassen und dann die Tür zuzuwerfen, ist eine meiner Spezialübungen. Nicht umsonst habe ich IMMER einen Ersatzschlüssel in näherer Umgebung
  7. Meine Spitzenleistung auf diesem Gebiet war: Nachts gegen 1.00 Uhr – meine hochaktive Zeit – brachte ich was zum Müll, der sich außerhalb des Hauses befand. Und dann hatte ich den Schlüssel mit dem Müll versenkt (war ca. 1988). Meine Nachbarin hatte einen Schlüssel von mir – nur die alte Dame war ca. 90, so schwerhörig wie ich heute und ängstlich wie ein Hase. Dennoch hat sie mir aufgemacht – und das Beste – sie hat die nächsten Jahre weiterhin nett mit mir gesprochen.

Jetzt gibt es noch Wohnungs- und Umzugsfotos – was sonst auch?:

Nach dem Motto: Keine Leerfahrt – kommen jedesmal zwei Körbe und 2 Postkisten voller Glassachen mit in die Wohnung. Da ich diesen wunderbaren Schrank habe, muss nicht alles auf der Erde oder auf Fensterbrettern rumstehen, sondern wird erst einmal hier zwischengelagert. – Das Fotografieren mit dem Smartphone habe ich immer noch nicht gelernt, ihr müsst mit der leicht unscharfen Aufnahme vorlieb nehmen. (Ich will mein kostbares Kristall nicht zeigen, um keine Einbrecher anzulocken, die sich mit Schlüsseln geschickter anstellen als ich)

1209 Gläserschrank

Wenn ich schon eine Tapete habe, die alle möglichen Sorten von Kaffee anpreist, dann gibt es jetzt bald einen zünftigen Espresso.

1209 Espressotassen

Wo Claras Kräfte sinnvoll walten,
da lässt sich Kistenkunst gestalten.

(Voll im Ernst, als ich das erste Foto einer Bekannten zeigte, fragte die: „Ist das Kunst?“

Das Anheben von Bücherkisten in die dritte und vierte Kistenetage ist unmenschlich – mein Kreuz hat es mir gedankt. – Der Transport ging besser mit einem kleinen Holzroller – die Sackkarre war ungeeignet.