Claras Allerleiweltsgedanken


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Clara wird Unternehmerin …

… für Erwachsenen-Kieferschonkost

Doch vornweg etwas anderes. Ich gehe ja seit einiger Zeit in einer „Pinguinfarm“ zwar nicht täglich ein und aus, aber doch ziemlich oft. Und genau die Chefin dieser „Farm“ hat was mit meinem neuen Berufstraum zu tun. Nicht negativ, denn sie hat laut umfangreicher Googlerecherche zu diesem Thema NICHTS falsch gemacht, nur mein Kiefer bzw. die teils von der Kasse bezahlten Zähne wollen nicht so reagieren, wie sie und ich das gern wollen. Bis nächste Woche will ich noch warten, dann muss einem von uns beiden DIE ZÜNDENDE IDEE kommen.

Ich nehme euch mal mit ins PP = PinguinParadies:

In dieser Praxis macht es mir Spaß, mich bei mir nicht gefallenden Behandlungsarten durch die Umgebung ablenken zu lassen.

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Jetzt aber huschhusch zu meinen Berufsplänen: Fachkraft für Ernährung im zahnarmen Zeitalter

Üblicherweise sagt man: „Not macht erfinderisch“ – aber Kauprobleme auch. Reihum habe ich mich in der langen Zeit meines Kieferstreiks durch alle Gemüsesorten gegessen, diese mit Kartoffeln nahrhafter und mit vielen Gewürzen schmackhaft gemacht. Die Endfertigung vor der Abpackung habe ich meinen beiden Pürierstabmitarbeitern Flix und Flax übergeben.

Eines Tages gab es Möhren = Mohrrüben = Karotten = gelbe Rübe = Wurzeln bei meinem Anbieter des Vertrauens (da nur 250 m von meiner Wohnung entfernt) in einem für mich viel zu großen Beutel. Die orangefarbigen Früchtchen lachten mich an und riefen:

Kaufe uns, kaufe uns, wir sind bis jetzt noch ganz frisch.

An Frau Holle und den rufenden Apfelbaum denkend, packte ich eine Tüte in den Korb. Doch da musste ich mir schon eine andere Verarbeitungsmethode einfallen lassen, sonst hätte ich nach getaner Arbeit eine Sehnenscheidenentzündung gehabt. Das Schälen musste der Spargelschäler schonend erledigen – hier sind sie in ihrer Pracht.

Wäre ich nur 10 % als „Schälkünstlerin“ so bekannt wie Picasso oder andere, hätte ich dieses interessante Gebilde bestimmt als Kunst verkaufen können.

Diese Menge wollte ich nicht mit einem Messer in Scheiben schneiden, sei das Messer auch noch so scharf. Da fiel mir die elektrische Brotschneidemaschine ein, die ich im gebrauchten Zustand von meinen Nachbarn erhalten hatte. Zu 90 % ihrer Arbeit hat sich sich bisher mit Gemüseschneiden betätigt, nur mit dem Rest hat sie (selbstgebackenes) Brot geschnitten. (Das gekaufte wird gleich vor Ort geschnitten)

Trotz Vor- und Nacharbeiten war ich sicher schneller als mit der Hand.

Und hier ist das Ergebnis:

Und wenn ich schon  mal die „Maschine“ angeworfen habe, wurden die großen Kartoffeln als Viertel und die Zwiebeln auch gleich durch das Sägeblatt gejagt. Das ging so schön, so leicht, so gleichmäßig – das hätte ich stundenlang weiter machen wollen (typische Claraübertreibung, nach einer halben Stunde hatte sie die Schnauze voll)

Könnt ihr im Kochtopf die schön geschnittenen Teile erkennen, die schon mal kurz vorkochen können.

Damit es nicht immer nur gesunden Gemüsesuppenbrei gibt, habe ich das Gegenprogramm gestartet.

Fazit: Ich werde nicht verhungern

… und an Unterzuckerung werde ich auch nicht sterben.

Das ist ein „Laster“, das die Eltern meiner beiden Kinder auf ihre Nachfahren vererbt haben. In der DDR gab es diese gezuckerte Kondensmilch nicht, aber in unseren Nachbarländern Polen und Tschechoslowakei. Wir waren noch nicht mit beiden vier Rädern des Autos über die Grenze, da stürmten wir schon in den ersten Lebensmittelladen, um dieses „süße Gift“ zu kaufen. Jetzt gibt es das bei uns auch, aber nur in „neutral süß“, die Nachbarn hatten noch Karamell und Schoko im Angebot.

Die „Milchmädchen-Tuben“ gibt es für einen horrenden Preis fast überall zu kaufen – diese Buchsen gibt es mit dreifachem Inhalt, aber fast gleichem Preis in meiner Umgebung nur bei K*aufland. Wenn ich dahin laufe, habe ich die Kalorien von zwei Löffeln voll schon abgearbeitet.

Das war es von der Ernährungsfront – sollten die Unternehmerpläne Fortschritte machen, wird hier berichtet – ansonsten tschüss.


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Kochkurs für Kaubehinderte

Ich machte mich zu meinem Zahnarzttermin auf die Socken.  Das Ersticken wegen der Abformmasse beim Abdruck konnte ich gerade noch knapp verhindern. Als die Mitarbeiterin im Zahntechniklabor den vereinbarten Abholtermin für Dienstag bestätigt haben wollte, wurde ihr gesagt, dass die Arbeit erst am Mittwoch fertig ist. – Also hatte ich doch Glück, dass ich noch genügend Zutaten für neue Pürierkost auf Lager hatte. – Doch am Dienstag bekam ich eine WhatsApp von der Zahnärztin, dass ich sofort kommen könnte, alles ist da.

Am Abend des Abholtages schickte ich ihr folgende Meldung: „Wenn die Zähne jetzt noch beim Sprechen und Kauen halten, haben sie eine gute Chance, zu MEINEN EIGENEN zu werden“. Wunder kann man meist am ersten Tag nicht erwarten – die beiden (Kiefer und Ersatzteil) müssen sich erst aufeinander einstellen. Aber ich kochte erst noch einmal nach bewährter Art und Weise.

Also frisch ans Werk:

Alles schon vorbereitet. Bei solchen großen Kartoffeln macht das Schälen richtig Spaß.

Schnell alles geschält, zerkleinert und gewaschen, damit es los gehen kann.

Verwende ich mal mehr Zwiebeln, dann kommt noch immer der „Schwimmbrillentrick“ zur Anwendung, da er sich bewährt hat.

Meine schönen scharfen Messer haben gut bei mir zu tun, so dass ich immer wieder Grund zur Freude habe, wie toll sie ihre Arbeit verrichten. Die zerkleinerten Zutaten müssen vor dem Kochen natürlich ordentlich gewürzt werden – sehr oft bin ich dabei etwas zu großzügig, aber das kann ich ab.

Vor und nach dem Würzen – ich hoffe, man kann die dicke Schicht an OreganoPfefferSalzKorianderKnoblauchBasilikumUndUndUnd gut erkennen.

Der Topf mit einem Liter Brühe steht auf dem Herd und wenn die Kartoffeln mit den Zwiebeln eingefüllt sind, kann es los gehen. Abgestimmt nach den Kochzeiten kommen nach einiger Zeit der Paprika dazu, dann der Chicorée und zuletzt die zerkleinerten Wiener Würste. – Dieses Mal war ich sehr zurückhaltend mit der Gemüsemenge – zumindest von der Anzahl her, Ich kann die so beliebig miteinander kombinieren, es schmeckt mir immer.

Zur Sicherheit wird vor dem Abgießen der Brühe der Festigkeitsgrad der Gemüsestücke getestet und kann ich die beiden Pürierstäbe ins Rennen oder zur Arbeit schicken. Auf höchster Leistung sollen sie maximal eine Minute drehen, bevor sie eine Pause zum Ausruhen oder Abkühlen brauchen. Bei so einer Menge im Topf machen sich zwei Mixer ganz gut.

Und diese doch recht große Menge reicht für drei bis vier Mahlzeiten. Damit ich nicht immer das gleiche essen muss, wird immer etwas eingefroren. Komischer Weise ist es mir bisher noch nicht zu den Ohren wieder rausgekommen, obwohl ja die PP = PürierPeriode schon ziemlich lange vorhält.

Sollten euch mal ähnliche Zahnwidrigkeiten ereilen – ich stehe mit Rat und Tat zur Auskunft bereit.


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Jetzt wird es Zeit für die Frühjahrsfigur

… denn so will Frau nicht aussehen – auch wenn es Kunst von Botero ist

Es ist ja hinreichend bekannt, dass momentan Öl knapp ist, ganz besonders Sonnenblumenöl. Ich traue mich schon gar nicht, meine Sonnenblumenschuhe anzuziehen aus Angst, dass sie mir jemand raubt in der Hoffnung, daraus Öl zu gewinnen.

Da ich bis zu dieser Hamsterwelle viel Gemüse mit Öl gebraten habe, musste ich jetzt eine andere Technik anwenden. Alles wurde auf einem Backblech verteilt, gewürzt und mit ein wenig Öl beträufelt. Der darüber gekrümelte Käse war nicht ganz so günstig, das nächste Mal nehme ich anderen. Dennoch  hat es wunderbar geschmeckt.

Nach dem Essen ist für mich Kaffee schon ein Muss – ich glaube, ich müsste etwas weniger davon trinken. – Jetzt schaue ich mal, was ich zum Thema Kaffee von „schwarzer.kaffee“ finden und beitragen kann.

Aus Reue wegen der vielen Kalorien hätte ich viele Trainingsstunden schindern müssen, aber was mache ich? – Ich mache es wie in der ersten „Schwarzer-Kaffee-Weisheit“. – Und die zweite stimmt bedingungslos. Die wahre Sahne ist das mit dem Kaffeeautomaten nicht.

Eine kleine Erfolgsmeldung noch – der alte Fernsehsessel aus dem Erbgut meiner Mutter ist an den Mann gebracht worden. Die erste Verschenkaktion ging schief, weil der vorgesehene Vater einer Freundin wohl eher ins Pflegeheim denn ins eigene Heim aus dem Krankenhaus kommen wird. Dann wollte ihn eine „Unter-mir-wohnerin“ für ihre Mutter, weil der neu gekaufte Sessel von Höffner in drei Monaten schon dreimal kaputt war – doch die Mutter wollte gar keinen mehr. – Dann stellte ich ihn bei eBay-Kleinanzeigen rein – da meldete sich als einziger ein Entrümpelungsunternehmen, was ihn für 30 € entsorgt hätte. – Doch dafür war er mir zu schade, da ja noch alles funktioniert.

Ich steckte zwei Leuten aus dem Haus einen „Verschenk-Zettel“ an  die Tür – und einer davon biss an, orderte seinen Cousin für den Transport und weg war das Ding. Lange hätte er VOR meiner Wohnungstür nicht stehen dürfen.

Wenn ich die beiden Sessel miteinander vergleiche, war der erste eher ein SCHLAFsessel – denn da hat es stundenlang damit gut geklappt – und der zweite ist tatsächlich eher ein Fernsehsessel – zum Schlafen eher unbequem.

 

Und nach solchen Erfolgsaktionen würde das passen:

 

Jetzt ist Schluss mit der Kaffeesatzleserei und es gibt noch zwei Fotos aus der Natur, die ja zur Zeit schön wie nie ist.

Aber dennoch habe ich mich wenigstens zu einem Spaziergang in Berlins längster Kirschbaumallee aufgerafft. Die Japaner haben aus Freude über die Vereinigung der beiden deutschen Staaten aus Spendengeldern der Bevölkerung über 10 000 Kirschbäume angepflanzt. – Obwohl ich 15 Jahre lang ganz in der Nähe gewohnt habe, war mir diese Blütensensation entgangen. – Der zweite Baum konnte sich nicht entscheiden, ob er Mädchen oder Junge werden wollte – Quatsch – ob er weiß oder rot blühen will, also hat er beides auf einmal gewählt.


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Tägliche Spielerei 17 – ausgekocht

Ausge-kocht

Manchmal staune ich über mich -noch vor einigen Jahren musste ich mich fast prügeln zum Essen kochen – ich habe mit wachsender Begeisterung die Kühltruhen nach Fertiggerichten durchstöbert. – Doch mit dem neuen Herd vor ca. 3 Jahren kam auch neue Kochlust. Der Mensch ist also auch im Alter noch veränderbar.

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Fotoblog: Januar 2019