Claras Allerleiweltsgedanken


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C + M + B brachten laut Bibel früher …

… Weihrauch, Gold und Myrrhe … aber das ist schon lange her

Glaubt man den DummKlugheiten bei WhatsApp, dann bringen sie heutzutage Impfstoff in einer Spritze, Aluhut mit Klopapier und Masken – so deute ich jedenfalls dieses kursierende Bild.

Doch ich habe gerade von meiner Lieblingsschwägerin (ich habe nur zwei und da fällt die Auswahl nicht schwer) erfahren, dass sie ungewollt von den drei Königen mit Titan beschenkt wurde.

Ungewollt deswegen, weil sie am Abend des Dreikönigstages – dort auch wie in Berlin kein Feiertag – ist sie auf einer Treppe innerhalb des Hauses gestürzt und hat sich den Schenkelhals gebrochen. Wie sie mir am Telefon die Schmerzen schilderte, beschloss ich für mich, dass in der nächsten Zeit nieeeeee nachzumachen. – Die ganze Sache hat nur einen einzigen Glückszipfel – so man das so nennen darf – die Ärzte haben gleich und sofort ein neues Hüftgelenk eingesetzt.

Ich kann ihr nur wünschen, dass dieses Titan gut einwächst und sie bald wieder laufen kann.

Meine Kugeln, die wieder ihren normalen Platz eingenommen haben, sind zwar nicht aus Titan, machen mir aber trotzdem Freude.

Bei mir gibt es kaum etwas Erzählenswertes – nur ICH freue mich über mein neues Festnetztelefon mit Anrufbeantworter. Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass ich alles mit der Installation selbst hinbekommen habe. Rein theoretisch dürfte ich jetzt keinen Anruf mehr überhören.

Und tschüss sagt Clara


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Viel Gutes und wenig Ungutes ist hier passiert

Nach dem Gleichnis in der Bibel, in dem Jesus bei der Hochzeit zu Kanaan Wasser zu Wein gewandelt hat, und somit der bessere Wein nach dem nicht so guten kredenzt wurde, will ich jetzt mit den guten Sachen anfangen.

Wirklich ganz sehr habe ich mich über zwei Weihnachtskarten von langjährigen treuen Blogfreundinnen gefreut. Die meisten werden den Stil sofort erkennen, aber sicherheitshalber sage ich dazu, dass es Mallybeau und Helma Ziggenheimer sind, die diese „Sammelexemplare“ produziert haben.

Den weißen Fleck auf der Brille kann ich noch nicht so richtig deuten – bei Mallybeau bedeutet aber immer alles irgendwas. Ein Schönheitsfleck kann es nicht sein, der müsste tiefer und dunkler sein.

Bei Helma war der lila Pilzhut natürlich Absicht und der Wunsch hat sich auch erfüllt.

Da offenbar alle wissen, was für ein „Backwunder“ ich bin, habe ich von meiner Quasi-Schwiegertochter ganz leckere Kekse bekommen. So sah mein kleiner, aber leckerer Gabentisch aus:

Und dass ICH keine Marmelade zubereite, hat sich offenbar auch rumgesprochen – wie schön.

Auf meinem „Gabentisch“ konnte ich ein „Geschenk“ aufbauen – die vielen Sachen, die ich für meine Augen bestellt hatte und die zum Glück noch geliefert wurden. Ich war ohne Termin beim Augenarzt, weil ich vor lauter Brennen und Jucken kaum noch gucken konnte. – Ich bestellte alles online, weil es sonst fast das Doppelte gekostet hätte. Alles lief über Privatrezept und demnach über privat bezahlt.

Am Heiligabend war ich bei meinem Sohn und seiner Freundin – also meine Quasi-Schwiegertochter – eingeladen. Am Anfang hat mir mein Sohn gezeigt, wie sie auf dem neuen Grundstück geackert haben. Da sie einen Kamin in dem Wohnhaus übernommen haben, lohnte es sich, aus dem gefällten Baum Brennholz zu machen. Es muss eine wirkliche Schinderei gewesen sein, was sie alles geschafft haben.

Die Ente im Backofen schmorte – gut begossen – vor sich hin, während wir vier (die Mutter von E. war auch dabei) Leckereien zum Kaffeetrinken in uns rein naschten. Die Ente war nur für meinen Sohn und mich gedacht, weil sich die beiden anderen vegetarisch mit Suppe, Klößen, Rosenkohl, Rotkohl und Grünkohl, Sauce und Obstsalat als Nachtisch begnügten. Deswegen konnten wir ganz großzügig diesem „älteren Herrn“ was von der Ente und ihren Knorpelteilen abgeben. Offenbar hat es ihm so gut gemundet, dass er müde vor sich hin schlief.

Den Obstsalat habe ich fett markiert, weil er mein Part war. Auf Wunsch eines einzelnen Herrn wurden die Rosinen und der Chicorée weggelassen. Die Herstellung wurde in etwas größerem Rahmen gefertigt, weil noch zwei Extraschüsselchen verschenkt wurden.

Ich hatte ja von einigen von euch den Rat bekommen, die zu harten Mandelhörnchen aufgeweicht zu verwenden – habe ich natürlich gleich und sofort gemacht und es schmeckt wirklich supergut und supersüß.

So – jetzt ist das Gute abgearbeitet und es kommt der Schreck vom ersten Feiertag.

Als ich munter und ausgeschlafen das kleine Fenster zum Lüften öffne, sehe ich mit Schreck und Graus, dass sich der winzige Riss von ca. 1,5 cm am unteren Rand über die gesamte Scheibe bis nach oben ausgebreitet hat. Eine Mail ist schon an die Fensterfirma verschickt. Ich denke, dass im Winter bei diesen eisigen Temperaturen kein Glasscheibenwechsel beim Glaser passieren kann, denn es sind ja 3 Scheiben als Verbundfenster. – Der Riss ist nicht zu übersehen.

 

 


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Vertrauensfrage (Arzt)

Alles, was mit Tod zusammenhängt, ist traurig und teuer (ich hoffe dennoch, dass nicht aus diesem Grund von den teuren Toten gesprochen wird) – also gewissermaßen die drei „T“. Damit ein Toter in Deutschland und vielleicht auch anderswo erst einmal auf dem Standesamt als Toter anerkannt wird, braucht er einen Totenschein, der nicht nur von einem Arzt ausgestellt werden muss, sondern sogar von zwei verschiedenen zu unterschiedlichen Zeiten. Einer macht das gleich, der andere kurz vor der „Kremierung“, wie der Akt der Einäscherung genannt wird.

So weit, so gut. Der vom Heim angeforderte Notarzt kam nach ca. 2 Stunden, fand eine vollständige Krankenakte und eine 98,5 jährige Verstorbene vor. Nach ca. 15 Minuten saß er wieder in seinem Einsatzfahrzeug.

Die Summe von ca. 130,00 € wurde mir von Herrn Dipl.Med. M. aus Teltow in einem Schreiben mitgeteilt, das keinerlei Aufschlüsselung enthielt und nicht wirklich den Eindruck einer Rechnung hinterließ. Warum ich das Geld dennoch überwies, kann ich nicht sagen.

Doch dann fing der Zweifel an zu nagen und ich erkundigte mich bei verschiedenen sachkundigen Quellen, u.a. bei dem Betreiber des Bestatterweblogs. Die Kernaussage: „Jede Rechnung über 50,00 € ist verdächtig“. Also rief ich in der Praxis an und hörte den Wortschwall einer vollkommen empörten Arztgattin, die von der Lauterkeit  ihres Gatten in abrechnungstechnischen Fragen restlos überzeugt schien.

Per Fax forderte ich eine aufgeschlüsselte Rechnung an und erwähnte meine Bedenken, die ich in Erkundung gebracht hatte.

Ich bekam eine neue zugeschickt – natürlich mit dem gleichen Endpreis, aber mit 4 Zuschlägen für Dringlichkeit,  Nacht, Wochenende und immens hohen Fahrtkosten – so groß ist ganz Teltow kaum, wie es diese Entfernung vermuten ließ. Die Ursprungsleistung  hatte er mit dem höchsten Faktor von 3,5 berechnet, was auch schon recht fragwürdig ist.

Ich schaute in der GOÄ = Gebührenordnung für Ärzte nach und stellte fest, dass er die (unberechtigten) Zuschläge auch noch so angepasst hatte, dass sie zu seiner Endsumme passten, aber nicht zur GOÄ. Jetzt war ich erst richtig wütend, weil ich jetzt wusste, dass ich betrogen worden war.

Die Ärztekammer Brandenburg und der UPD = Unabhängige Patientenberatung Deutschlands in Potsdam waren hilfreiche Ansprechpartner. – Ich schrieb einen neuen Brief, der nicht mehr soooooooo freundlich wie der erste ausfiel und – siehe da – vor ein paar Tagen hatte ich 51,33 € auf meinem Konto. An dem 3,5fachen Wert und den 25,00 € Fahrtkosten werde ich jetzt nicht mehr rütteln, weil der „Stundenlohn“ für meine aufgewendete Zeit jetzt schon so niedrig ist, dass ich es nur als „Hobbyrecherche“ betrachten kann..

Und das war mal wieder eine vertrauensbildende Maßnahme zu einem unserer Ärzte.


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Sprichwort-Bilder im Februar – 12

Im Heidelberger Schlossgarten werfen vier aus einer Familie ihren Schatten auf die Wiese

Der übliche Spruch lautet: „Große Dinge werfen ihren Schatten voraus„.

Dem widerspreche ich mit „Auch ein Haar hat seinen Schatten“ – das ist doch nun wirklich nicht groß.
Oder der Sprichwortschatz spricht auch: „Ein kleiner Mann macht oft einen großen Schatten“ – also lieber auf den Mann gucken als auf den Schatten.

Einen noch: „Schatten macht nicht größer, Lob nicht besser“ – aber man fühlt sich besser, auch wenn man nicht besser ist.

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Auch wenn jetzt alle denken, manche Sprichwörter – z.B. das letzte – hätten einen aktuellen Bezug, so versichere ich an Eides statt, dass ich diesen Post am 17.11. erstellt habe und seitdem (bis jetzt soeben) nicht mehr angerührt habe.